Alle Beiträge und Antworten
Dynamo - 05.01.2008, 10:48
Eintracht-Sieg reicht nicht - Vorrunden-K.O. beim Licher Hes
Eintracht-Sieg reicht nicht - Vorrunden-K.O. beim Licher Hessen Cup
Ehrenpräsident Waldemar Klein freute sich riesig auf der Tribüne und weil er gerade nichts anderes farblich passendes in die Finger bekam, schnappte er sich spontan den roten Mantel seiner Frau und schwenkte ihn überschwänglich wie einen Schal in seiner rechten Hand. Die Kickers hatten gerade das brisante Derby gegen die Eintracht beim Licher Hessen Cup mit 3:2 gewonnen. „Jetzt können wir alle anderen Spiele verlieren“, analysierte Waldemar Klein treffend. Und tatsächlich schafften es die Kickers trotz eines Derbysieges nicht ins Halbfinale. Denn das zweite Gruppenspiel gegen den Ligarivalen SV Wehen Wiesbaden hatte der OFC zuvor klar mit 1:3 verloren. Diese Niederlage sollte in einer ausgeglichenen Gruppe denOffenbachern schließlich zum Verhängnis werden.
Trotz einer Trainingseinheit am Vorabend schienen sich die Kickers erst an den ungewohnten Hallenbelag gewöhnen zu müssen. Auftaktgegner Wehen bestimmte das Spiel von Anfang an und konnte nach fünf Minuten mit 1:0 in Führung gehen. Hajrudin Catic ließ mit einem trockenen Linksschuss Torwart Daniel Endres keine Chance. Den Kickers gelang in dieser Phase nicht allzu viel, und in den zweiten zehn Minuten kam dann auch noch Pech dazu. Türker fälschte einen Schuss von Alushi Enis unhaltbar ins Tor ab, Olivier Caillas erhöhte sogar noch auf 3:0 Der Ehrentreffer 40 Sekunden vor Schluss durch Denis Epstein hatte nur noch statistischen Wert. Keine gute Generalprobe für den gleich darauf folgenden „Knaller“ gegen die Eintracht, vielleicht aber auch ein Weckruf, denn nun präsentierte sich der OFC wie verwandelt. Obwohl die Frankfurter zunächst in Führung gingen. Genau 73 Sekunden dauerte es bis zum ersten Treffer des tschechischen Neuzugangs Martin Fenin. Aus der Drehung zauberte er den Ball ins Tor und ließ damit erstmals seine Klasse aufblitzen. Bei den Kickers hatte sich der frühere Frankfurter Daniyel Cimen einiges vorgenommen im ersten Duell gegen seinen Ex-Klub. Und nach vier Minuten nahm er sein Herz in die Hand, stürmte aus der eigenen Hälfte in Richtung des gegnerischen Tores. Und weil ihn keiner konsequent störte zog er einfach ab und traf prompt zum 1:1-Ausgleich. Doch der Jubel währte nicht lange, 20 Sekunden später gelang Benjamin Köhler postwendend wieder die Eintracht-Führung. Das Spiel wurde nun immer besser und die Kickers auch. Kurz nach dem Wechsel scheiterte zunächst Türker freistehend vor Jan Zimmermann, keine zwei Minuten später netzte er einen weitaus schwierigeren Ball ein. Marco Reich passte auf den Offenbacher Stürmer, der sich den Ball vom linken auf den rechten Fuß zu Recht legte und damit einen Frankfurter Verteidiger narrte. Während der ins Leere lief, schob Türker ein zum 2:2-Ausgleich. Die Kickers waren nun am Drücker und legten nach. Benjamin Baier vergab zunächst, doch der Ball sprang von der Bande zurück direkt auf den Fuß von Denis Epstein, der ließ sich die Chance nicht entgehen und machte das 3:2. Diese Führung retteten die Kickers über die Zeit und das obwohl sie noch zwei Minuten in Unterzahl überstehen mussten. Thorsten Judt hatte den Frankfurter Benjamin Köhler zu offensichtlich festgehalten, und so blieb dem Unparteiischen gar keine andere Wahl. Als schließlich die Schlusssirene aufheulte, war der Jubel grenzenlos und das nicht nur unten auf dem Spielfeld.
Trotzdem wurden die Kickers für ihre Energieleistung nicht belohnt. Weil Eintracht Frankfurt im abschließenden Gruppenspiel Wehen Wiesbaden mit 4:2 bezwang, zogen die beiden Gruppenrivalen ins Halbfinale ein. Die Fans und auch Ehrenpräsident Waldemar Klein konnten es verschmerzen, schließlich hatte die Kickers das wichtigste Spiel des Abends gewonnen.
quelle:www.ofc.de
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken