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soonja - 17.02.2006, 17:23
Red shirt day- waisen projekt
Koreaner der 2. Generation in Deutschland unterstützen Waisen in Südkorea
Der Münchner Verein HAJA! e.V. veranstaltet deutschlandweiten „Red Shirt Day“ unter Schirmherrschaft des Botschafters der Republik Korea a.D., Youngmin Kwon/ Der Erlös kommt zwei Waisenhäusern in Korea zugute
„Ein Tropfen Liebe ist mehr als ein Ozean an Wille und Verstand.“ (Blaise Pascal)
So wunderschön und weise dies klingen mag, so hinkt deren Umsetzung im alltäglichen Leben nur allzu oft: Es gibt viele Menschen, denen durch Schicksalsschläge schon in jungen Jahren die Möglichkeit genommen wurde in liebevollen, familiären Verhältnissen aufzuwachsen. Menschen, die ihre Familien verloren haben, Menschen, die von ihren eigenen Familien abgegeben, verleugnet und zurückgewiesen werden. Selbst im wirtschaftlich starken und allgemein weit entwickelten Südkorea ist dies der Fall.
Waisen gibt es überall auf der Welt, aber im konfuzianistisch geprägten, von sozialen Hierarchien durchdrungenen Korea ist das Leben für einen „Koa“, eine Waise, ungleich härter. Denn hier bildet die Familie das Fundament für das Leben und Wirken eines Einzelnen. Fehlen die Eltern, so fehlt der Name, fehlt die Vergangenheit, fehlt die Identität.
Je älter die Waisen sind, umso geringer ist die Chance, dass sie jemals in normalen familiären Verhältnissen aufwachsen. Vielen ist die Möglichkeit genommen, an die guten Schulen und Colleges zu gehen, weil ihnen die (finanzielle) Förderung der Eltern oder anderer Verwandten fehlt. Diese Kinder wachsen in einer Gesellschaft auf, die diesbezüglich überfordert ist und sich von ihnen und dieser Problematik distanziert. Die soziale und wirtschaftliche Benachteiligung von Waisen ist trauriger, anzuerkennender Fakt.
Um diesen jungen Menschen ein wenig unter die Arme zu greifen, veranstaltet am 25. März 2006 der Münchner Verein HAJA! e.V. einen „Red Shirt Day“ von Koreanern der 2. Generation in Deutschland. In Zusammenarbeit mit Vereinen in Berlin (Hangaram e.V.) und Hamburg (2saenetwork) werden bundesweit Veranstaltungen vom Flohmarkt bis zum Benefizkonzert durchgeführt, um den Erlös an zwei Einrichtungen in Südkorea zu spenden, die sich um die Belange von Waisen kümmern.
Dabei handelt es sich um das „Star of the Sea Children’s Home“ und das „Eastern Child Rehabilition Home“.
Das „Star of the Sea Children’s Home“, welches zur Zeit 100 Waisen vom Säuglings- bis zum Einschulungsalter betreut, liegt in Incheon. Diese Organisation konzentriert sich auf die Kleinsten und Schwächsten, deren Eltern aufgrund von Scheidung, Krankheit und ungünstigen familiären Umständen nicht die wirtschaftlichen Möglichkeiten haben, ihren Kindern die nötige Sorge und Aufmerksamkeit zu geben. Dieses Heim orientiert sich fortschrittlich an der Montessori-Pädagogik und fördert die körperliche und die kreative Entwicklung der Kinder. Darüber hinaus finden wichtige präventive Aufklärungsarbeiten und Mutterschaftsberatungen statt. Das Finden von geeigneten Adoptiveltern (im Inland) und die Suche nach den biologischen Eltern sind weiterer Teil der Leistungen des „Star of the Sea Children’s Home“.
Das „Eastern Child Rehabilition Home“ nimmt sich geistig und körperlich behinderter Menschen von 7 bis 28 Jahren an. Man arbeitet mit Integrationsschulen zusammen um eine allgemeine Akzeptanz von geistig und körperlich Benachteiligten zu fördern. Gerade Menschen mit Behinderung werden in Südkorea stark diskriminiert, eine Akzeptanz als vollwertiges Mitglied der Gesellschaft scheint ihnen verwehrt; adoptierte Kinder werden zurückgegeben, wenn festgestellt wird, dass das Kind behindert ist.
Ziemlich drastisch wird die Lage von Behinderten an einem Fall von Kindesmisshandlung deutlich: Einer der Betroffenen in diesem zu fördernden Heim ist ein acht Jahre alter Junge, der einen angeborenen Fehler im Gaumen hatte und deswegen nicht richtig trinken konnte. Die Eltern reagierten mit körperlicher Gewalt, schlugen, schüttelten und warfen ihn, bis er so erhebliche Kopf- und Gehirnverletzungen erlitt, dass sie ihn in hohem Maße geistig schädigten.
Schon früh erkannte man sein Interesse für Computer und das Internet. Hier hat er die Möglichkeit sich auszudrücken und seinem kleinen Bruder zu schreiben – dieser ist gesund und lebt weiterhin bei der Familie.
Die Organisatoren wollen ehrlich helfen und bitten nicht um Mitleid. Sondern um Ihren Mut, diesen Kindern ein prinzipielles Maß an menschenwürdiger Aufmerksamkeit, Anerkennung und Liebe zu geben.
Es wäre für alle Beteiligten eine Freude, wenn Ihre Anwesenheit und Ihr Einsatz diesem Projekt zuteil würde. Letztlich danken Ihnen vor allem die Kinder mit ihren strahlenden Augen, die ihren Selbstwert im Umgang mit ihren Mitmenschen – mit uns – erkennen.
Gesche Jin-Ah Jeltsch
Chae han So 0171 6269373
Spendenkonto:
Bank Sparkasse München
BLZ 701 500 00
Kto-Nr. 904 149 820
Empfänger: Haja! e.V.
Betreff: Red Shirt Day
www.go-haja.de[/b]
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