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Samira - 22.10.2007, 19:49
Sweet Kiss kommt nach GoldenSun
Samstag

Heute war es soweit. Ich würde mein neues Pferd abholen! Sweet Kiss! Die süßeste und begabteste Stute, die ich jemals gesehen hatte.
Dank Leni hatte ich mich dazu entschieden Kiss zu kaufen, auch wenn es mich anfangs viel zum Nachdenken gebracht hatte, mir in so kurzer Zeit noch ein Tier anzuschaffen, hatte ich mich schließlich doch dazu entschieden und war darüber nun wirklich froh. Nur zu schlimm wäre es gewesen, jemand anders hätte die Kleine gekauft.
Ich saß beim Frühstück, als Leni klingelte. Ich öffnete die Tür. „Hey!“ Sie umarmte mich und wir gingen rein. „Heute ist es endlich soweit!“ Sie grinste wie immer und setzte diesen Blick auf, den ich immer erkannte, wenn sie wusste, dass sie es wieder mal geschafft hatte mich um den kleinen Finger zu wickeln.
Ich lachte. „Ja, stimmt wohl!“ Mapple kam angesprungen, bellte und sprang an Leni hoch. „Na mein Kleiner! Kommst du auch mit, das neue Pferdi abholen?!“ Leni kraulte Mapple hinter den Ohren und unter dem Kinn, wo er es am liebsten hatte.
Ich setzte mich wieder an die Küchenzeile und schenkte Leni auch eine Tasse Kaffee ein. Sie setzte sich, nahm Milch und Zucker und meinte: „Mal sehen, ob Rena heute da ist, um ihr Pferd zu verabschieden. Letztes Mal ist sie ja einfach verschwunden, was mich sehr gewundert hat.“ Sie schaute in ihre Tasse und ich nickte. Rena war urplötzlich verschwunden, während Leni und ich Kiss versorgten, nachdem ich geritten war. Ich vermutete, dass sie einfach traurig war und sauer, weil ich so gut mit Kiss klargekommen war.
Ich konnte das verstehen, wenn ich mir überlegte ich wäre in der gleichen Situation und müsste Insider verkaufen, würde es mir auch einen Stich versetzen jemand anderen auf ihm reiten zu sehen und dann auch noch so gut.
Aber Rena hatte es sich so ausgesucht und sich für ihr Auslandsstudium und gegen Sweet Kiss entschieden, so waren nun mal die Fakten.
Leni schlürfte laut den Rest ihres Kaffees aus der Tasse und ich wurde wieder zurück in die Realität geholt. Wir räumten das Geschirr in die Spüle und machten uns dann auf den Weg zum Reiterhof.

Auf dem Hof
Mapple sprang bellend aus dem Auto und rannte zu Alina, um sie zu beschnuppern. Alina streichelte Mapple. „Das seid ihr ja! Ich hab den Hänger schon hier stehen, ihr könnt auch den Landrover nehmen, dann müssen wir ihn nicht umkuppeln.“ Alina gab mir den Schlüssel. „Das ist super, vielen Dank. Dauert ja nicht lange.“
„Und wenn doch, ist es auch kein Problem. Ich hab Kiss schon eine Box zurechtgemacht, liegt gegenüber von Insiders. Mal sehen wie sie sich verstehen, vielleicht können wir sie dann auch nebeneinander stellen. Insider versteht sich ja sonst gut mit Stuten.“
Ich lächelte. „Klingt toll, lieben Dank!“
„So nun aber mal los, nicht dass ihr Kiss warten lasst. Bis später!“ sagte Alina und winkte uns nach als wir schließlich eingestiegen waren und losfuhren.

Bei Lanzmanns
Ich fuhr direkt auf den Hof und zog die Handbremse an. Leni kletterte den Wagen und auch Mapple sprang schwanzwedelnd aus dem Auto.
Suchend schauten wir uns um und wunderten uns nicht, als Frau Lanzmann uns mit offenen Armen empfing. Sie lächelte breit und lachte herzlich: „Da seid ihr zwei Hübschen ja! Ich hab euch schon erwartet! Wie wärs mit einer Tasse Tee, bevor ihr euch an die Arbeit macht!“
Dieses Angebot konnten und wollten wir natürlich nicht ausschlagen, erstens wäre es unhöflich gewesen und zweitens hofften wir insgeheim auf leckere Kekse.
Also trotteten Leni und ich hinter Frau Lanzmann her in das gemütliche Wohnzimmer.
Die Schleifen und Pokale standen und hingen noch an ihren Plätzen und zufrieden ließen wir uns in die weichen, liebevoll platzierten Kissen auf Sessel und Sofa sinken.
„Einfach toll hier oder?!“ schwärmte Leni vor sich hin und lies den Blick schweifen.
Frau Lanzmann balancierte ein Tablett herein und goss Tee in die Tassen.
„Langsam wird es kalt draußen Kinder, so ein warmer Tee wird euch gut tun.“ Sie lächelte und stellte den von uns erwarteten Teller mit Keksen auf den Tisch.
Leni und ich griffen beide grinsend zu.
Frau Lanzmann hatte sich neben mich auf das Sofa gesetzt.
„Es freut mich so sehr Samira, dass du Kiss kaufst! Sie kommt wirklich in gute Hände.“ Sie lächelte aufrichtig und nippte an dem heißen Tee.
„Danke für Ihr vertrauen, ich bin wirklich froh, dass ich mich so entschieden habe un dich freue mich schon darauf Kiss Insider vorzustellen.“
Frau Lanzmann kicherte und ließ klirrend ihre Tasse auf den Unterteller fallen.
„Die zwei werden sich sicher verstehen.“
„Wo ist denn Rena?!“ fragte Leni. „Will sie sich nicht von Kiss verabschieden?!“
Ich schaute Leni und dann Frau Lanzmann an.
„Ja genau, wo steckt sie? Vielleicht kann sie mir noch ein paar Tips geben?!“ Ich lächelte um die Schärfe unserer Fragen zu mildern. Denn wir hatten das dumpfe Gefühl, dass mit Rena nicht alles in Ordnung war.
Frau Lanzmann bekam einen leeren Blick, bevor sie jedoch wieder zu ihrer alten Form kam.
Irgendwas war hier nicht ganz koscher, das merkten Leni und ich und wechselten Blicke.
„Rena ist schon unterwegs nach London meine Lieben.“
Ich grübelte und fragte dann:“ Gibt es eine Adresse unter der ich sie erreichen kann? Ich würde sie gerne darüber informieren wie Kiss sich einlebt.“ Ich blickte freundlich drein und beobachtete Frau Lanzmann genau.
„Hm… also.. ich denke das ist nicht so gut… Sie bekommt recht schnell Heimweh und sie soll sich doch erstmal eingewöhnen.
Ich schaute wieder zu Leni die an ihrem Keks nagte und auch etwas verwirrt dreinschaute. Auf uns hatte Rena keinen solch „Heimwehartigen“ Eindruck gemacht. Sie schien eine selbstbewusste junge Dame zu sein, die jedoch etwas zu verbergen hatte.
Ich zuckte mit den Schultern: „Wie sie meinen Frau Lanzmann, aber ich werde mich dann bei Ihnen melden, um Sie über Kiss zu informieren.“
„Darüber würde ich mich sehr freuen.“ Frau Lanzmann schien nun wieder die Alte zu sein und Leni stand auf. Sie hatte die Nase voll, das merkte man.
„Ich denke wir laden Kiss jetzt ein, schließlich brauch Alina das Auto wieder.“
Ich hatte den Wink verstanden und stand ebenfalls auf. „Ja du hast recht, dann wollen wir mal.
Frau Lanzmann begleitete uns zum Stall und in die Sattelkammer, wo wir zunächst alles mitnahmen, was zu Kiss gehörte.
Wir verstauten alles im Kofferraum und auf der Rückbank des Pick Ups.
Danach machten wir uns auf den Weg zu Kiss.
Die Kleine schnien aufgeregt, sie hatte wohl den Hänger gesehen.
„Hey Süße, es geht auf kein Turnier, du ziehst um!“ sagte ich zu ihr und streichelte ihr über die samtene Nase.
Wir legten ihr die Transportgamaschen an und führten sie nach draußen. Leni öffnete den Hänger und ich führte Kiss ohne Probleme hinein. Ich band sie an gab ihr ein Leckerli und grabbelte wieder nach draußen.
Mapple sprang zwischen unseren Beinen herum.
„Danke ihr zwei und gute Heimfahrt!“
Frau Lanzmann winkte uns, als wir vom Hof fuhren.
„Irgendwas ist da faul…“ meinte Leni zwischen zusammengebissenen Zähnen und schaute mich an. „Die Rena ist nicht ganz sauber, verabschiedet sich nicht mal.“
Ich setzte den Blinker und bog auf die Langstraße ab. „Ja du hast ja recht… aber naja wir sollten uns da nicht einmischen, wird schon alles glatt gehen.“ So sicher war ich mir da zwar nicht, aber was sollten wir auch machen, konnten ja schlecht im Leben anderer rumschnüffeln.
Leni verschränkte die Arme und lehnte sich zurück. „Egal.. wir werden ja sehen, ob wir nicht doch was rausfinden.“
Leni würde nicht locker lassen, das wusste ich, sollte sie ruhig machen, mich interessierte ich ja auch.
Während der restlichen Fahrt hängte jeder seinen Gedanken nach und schließlich kamen wir wieder auf GoldenSun an.

Zurück auf den Hof
Tina und Alina kamen aufgeregt angesprungen, als sie uns sahen. Ich stieg aus und grinste.
„Da sind wir wieder!“
„Ja das sehen wir! Und jetzt los auf mit der Klappe!“ Tina grinste und hüpfte ungeduldig. Auch Alina freute sich sichtlich. „Immer wieder schön ein frisches neues Pferd auf dem Hof zu haben.“
Ich öffnete die Klappe und ließ Kiss heraus. Sie schnaubte und reckte den Kopf, schaute sich aufmerksam, mit gespitzten Ohren um.
Alina und Tina waren begeistert. „Eine ganz Süße bist du, ja!“ Alina streichelte Kiss und Tina beäugte die Kleine. „Wirklich einen super Fang den du da gemacht hast.
Ich blickte stolz auf Kiss. Ja, die beiden hatten recht und nun freute ich mich noch mehr.
„Los lass sie uns reinbringen!“ meinte Leni und wir führten Kiss in den Stall. Leni machte die Box auf und Kiss streckte gleich den Kopf über die Tür.
Nun ging ich erstmal zu Insider. „Na Süßer!“ Ich klopfte seinen Hals und tätschelte ihn und gab ihm eine Karotte. „Das ist Kiss! Kiss das ist Insider, sozusagen dein Bruder.“ Ich zwinkerte und Leni grinste.
Kiss kaute nun an einigen Heuhalmen und auch Insider schien desinteressiert. Ich zuckte die Schultern und lachte. „Also wenns ums Fressen geht seid ihr euch ja schon mal einig.“
Leni lachte auch.
Eine Weilen sahen wir den beiden noch beim Fressen zu, danach machten wir uns auf den Heimweg.
tinchen - 22.10.2007, 20:09

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prima bericht!
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