Alle Beiträge und Antworten zu "Woher stammte Mahatma Gandhis Philosophie?"
Re: Woher stammte Mahatma Gandhis Philosophie?
Surak11 - 12.07.2012, 20:03
Woher stammte Mahatma Gandhis Philosophie?
http://de.answers.yahoo.com/question/index?qid=20080908155301AA4UFKK
Zitat: Gandhis Philosophie und Lebensführung setzt sich aus diskriminierenden Selbst-Erfahrungen , menschenunwürdigen Zuständen seines Landes und vielen religiösen und geistigen Grundlagen zusammen, für die er sich lebenlang interessierte und die er aus weiser Erkenntnis mit höchster Konsequenz in sein Leben integrierte:
In seiner Zeit als Jurastudent in London beschäftigte er sich intensiv mit der Bibel, wobei ihn die Lehre Jesu tief beeindruckte, er las die Bhagavadgita (eine der heiligen Hinduschriften) sowie deren englische Übersetzung "Song Celestial" von Edwin Arnold, dessen Buch "Light of Asia" über Buddha und versucht, die Lehren der Bergpredigt mit denen der Gita zu verbinden. Mit seinem Zimmergenossen, Dr. Josiah Oldfield, einem Vegetarier, der ihn zum Christentum bekehren will, besucht Gandhi christliche Gottesdienste.
In einem Lokal des Londoner Vegetarier-Clubs, welches Gandhi regelmäßig besucht und wo sich die exzentrischen Gestalten der gärenden Gedankenwelt des ausgehenden 19. Jahrhunderts treffen, wird er mit der Gründerin der seit 1875 bestehenden Theosophischen Gesellschaft, Mme. Blavatsky, und ihrer Schülerin, Annie Besant, bekannt gemacht. Neben den im Vegetarier-Club anzutreffenden Anarchisten, Sozialisten, Atheisten und Kriegsdienstverweigerern begegnet er in den beiden Frauen Theosophen, deren Ewigkeitsreligion besagt, daß "es keine Religion gibt, die höher steht als die Wahrheit". Gandhi ist von dieser Idee und von Annie Besants Buch "How I Became A Theosophist" (Wie ich Theosophin wurde) sehr beeindruckt..1891 tritt er der Theosophischen Gesellschaft bei.
Auch die Bekanntschaft mit Rajchandra Rajibhai, einem 25 jährigen erfolgreichen Juwelier, welcher der Jain-Religion angehört und ein strenggläubiger Asket und Poet ist, beeindruckt ihn zutiefst.
Er macht Erfahrungen mit dem Rassenhass :- Bei der Bahnfahrt nach Pretoria wird er auf Wunsch eines weißen Mitreisenden durch den Schaffner aufgefordert, das Erste-Klasse-Abteil zu verlassen, obwohl er im. Besitz eines gültigen Erste-Klasse-Tickets ist. Nachdem er sich weigert, wird er kurzerhand auf dem Bahnhof Pietermaritzburg hinausgeworfen. "Meine aktive Gewaltlosigkeit begann von diesem Zeitpunkt an", charakterisierte er später die Situation.
Vor dem Haus des Präsidenten von Transvaal, Ohm Krüger, wird er bei einem Abendspaziergang von der dort postierten Wache vom Bürgersteig auf die Fahrbahn gestoßen, weil diese für die 'Kulis' bestimmt sei.
Bei einer Kutschfahrt wird er zunächst gezwungen, beim Fahrer auf dem Bock zu sitzen und später sogar auf dem Trittbrett.
Gandhi liest den Koran in englischer Übersetzung und ist von Leo Tolstois Buch "Das Reich Gottes ist inwendig in Euch" stark beeindruckt
Das Spinnrad, von Gandhi als das 'Sakrament Indiens' bezeichnet, wird in die Nationalflagge aufgenommen und zum Zentralpunkt seines wirtschaftlichen und moralischen Aufbauprogramms. Um den Armen ein Beispiel zu geben, gibt er alle überflüssige Kleidung weg, trägt nur noch ein Lendentuch aus Khadi (früher 'Kheddar') und legt am
31.10.1921 ein Gelübde ab, daß er täglich vor der zweiten Mahlzeit eine halbe Stunde lang spinnen und andernfalls keine Nahrung zu sich nehmen wolle.
20.9.1932 ein 'Fasten bis zum Tode' (oder wie er selber sagt "bis zum Leben"), um die Briten von ihren separatistischen Bestrebungen abzubringen und seine Landsleute von der Notwendigkeit zur gesellschaftlichen Integration der Kastenlosen zu überzeugen
Wie doch die Zeit vergeht. Kann man heute alles lesen, alles wissen, alles erfahren ?
Ist es soo notwendig oder wird man einseitig im Denken, wenn man nur einer Linie folgt und von ihr unabänderlich überzeugt ist ?
Religionen müssen sich wandeln, Geistesrichtungen auch - es ist immer ein Werden und Vergehen - auch wenn sich konservative Kräfte gegen alles wehren, weil sie loslassen müssen.
http://theosophische-gesellschaft.org/N259/h-p-blavatsky---impulse-und-perspektiven-ii--evolution-durch-w.htm
Zitat: Christlicher Missionseifer und koloniale Überfremdung hatten bei vielen Völkern Glauben und Vertrauen in die eigenen spirituellen Traditionen schwinden lassen.
„Von Göttern bis zu den Menschen, von den Welten bis zu den Atomen, von einem Stern bis zu einem schwachen Schimmer, von der Sonne bis zur Lebenswärme des geringsten organischen Lebens - die Welt der Formen und des Daseins ist eine ungeheure Kette, deren Glieder alle miteinander verbunden sind."
...heißt es in der Kosmogenesis. Was dies bedeutet, erläutert Nicholson: „Das ganze ungeheuere evolutionäre System setzt die Kräfte eines Bewusstseins frei - von dem elementarsten Empfindungsvermögen des Pflanzenreichs, sogar auch des Mineralreichs, bis zur übermenschlichen Intelligenz, die noch entwickelt werden soll. Erscheinungsformen wie die menschliche Gestalt mit ihrem unvorstellbar komplizierten Gehirn können mit neuen Arten von Intelligenz wirken, die weit über frühere einfache Formen hinausgehen. Die Entwicklung schreitet voran, um immer sensitivere Formen hervorzubringen, durch die höhere Bewusstseinsstufen und damit höhere Grade des Göttlichen Geistes sich manifestieren können." ( S. 151)
Meiner Meinung nach warten noch gewaltige Aufgaben auf die Menschen der nächsten Generationen. Dazu aber müssen sie "reif" werden.
http://www.theosophieforum.de/t456f74-M-K-Gandhi-Der-religioes-soziale-Fuehrer-zu-Indiens-nationaler-Befreiung.html
http://www.geistigenahrung.org/ftopic10308.html
Aber welcher Linie ist Gandhi nun gefolgt ?
http://www.lauener-beratungspraxis.ch/wb/pages/theosophie.php
Eine Weltreisende - Gandhi war auch ein Weltreisender - ein Lernender, wie alle Großen in der Geschichte.
http://theosophische-gesellschaft.org/LE8/der-schlssel-zur-theosophie.htm
Zitat:
Mahatma Gandhi schrieb: "Madame Blavatskys Schlüssel zur Theosophie ... entfachte den Wunsch in mir, Bücher über den Hinduismus zu lesen und befreite mich von der durch Missionare genährten Vorstellung, der Hinduismus sei voller Aberglaube". (...)
Re: Woher stammte Mahatma Gandhis Philosophie?
Surak11 - 12.07.2012, 20:08
Zitat: Die Mahatmas
Das Wort kommt aus dem Sanskrit und heisst grosser Geist. Ursprünglich war es ein Ehrentitel für geistig hochstehende Persönlichkeiten in Indien. (Mahatma Gandhi) In der Lehre der Theosophischen Gesellschaft wurde als Mahatma ein Mensch angesehen, der überragende Bedeutung hat und der durch zahlreiche Wiedergeburten zu einem geistigen Wesen geworden sei. Durch diese Leistung hätte er eine Entwicklungsstufe erreicht, die die übrige Menschheit erst in Jahrtausenden erreichen könne. Er wäre somit zum Gottmenschen geworden. Auch nach dem Tode eines Mahatmas könne nach der Meinung der Theosophen unter besonderen Bedingungen und durch okkultistisch besonders geschulte Menschen Kontakt zu ihnen aufgenommen werden. Hierdurch könnten dann diese Mahatmas gleichsam aus dem Jenseits noch Lehrer der jetzt Lebenden sein und somit zum Fortschritt der Menschheit beitragen.
http://www.religio.de/okk/mahatma.html
Nach dieser Interpretation wäre Jesus auch ein Mahatma ?
Re: Woher stammte Mahatma Gandhis Philosophie?
Surak11 - 12.07.2012, 20:21
Würde ich zu dem Thema als passend und dazu gehörend definieren.
http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/2011/09/thema-der-atherische-christus-und-sein.html
Zitat:
Wer hat mich hergeschickt? Wer wird mich so lange hineinstellen in mein Schicksal auf dieser Erde, bis ich mein Karma abgetragen habe? Ich werde dies danken dem Christus, daß die Menschen immer wieder berufen werden können zum Erleiden der Schicksale, bis sie ihr Karma auf Erden ausgetragen haben. - Deshalb konnte Jesus von Nazareth, aus dem der Christus sprach, nicht zu den Menschen sagen: Versucht, so schnell wie möglich aus dem physischen Leibe herauszukommen -, sondern er mußte zu den Menschen sagen: Ich werde euch so lange in euer Schicksal auf diese Erde hineinstellen, bis ihr euer Karma abgetragen habt. Ihr müßt euer Karma austragen. - Die Menschen werden, je mehr wir uns der Zukunft nähern, lernen, daß sie mit dem Christus vereinigt waren vor der Geburt, daß sie von ihm die Gnade erlebt haben, ihr altes Karma in den Inkarnationen abzutragen."
Sind die Großen der Geschichte erst durch eine Zeit der Reife gegangen ?
Ehe sie all diese Werke vollbringen konnten ?
http://philosophie-der-freiheit.blogspot.de/2012/02/das-hereinbrechen-des-zeitalters-des.html
Zitat: Das Hereinbrechen eines völlig neuen Zeitalters ist bereits eingetreten, in dem die Wiedererscheinung des Christus im Ätherischen zur Wahrheit wurde.
Zum Erleben des ätherischen Christus braucht der Mensch keinen Vermittler. Ohne Guru und die sonstigen äusseren autoritären Einrichtungen kann der Mensch immer mehr seine eigene und persönliche Begegnung mit ihm erfahren, indem er durch den Christus zu einer äusserst intimen und effektiven Selbsterkenntnis geführt wird.
Ich bin aber überzeugt, daß die Menschen noch ihre Führer brauchen, denn um wirklich innerlich soweit gekommen zu sein, um weises Handeln zu vollziehen, ist die Menschheit noch zu weit entfernt, aus sich selbst das Gute in die Welt zu tragen.
Es sind noch zu wenige, die tun, es sind noch zu viele, die passiv sind.
Gandhi hat dazu gelernt, er studierte in allen Schriften - und er handelte, wenn uns auch heute so manche Denkweise fremd ist und wir als Menschen eher wieder in die aggressive Schiene abdriften, aber vielleicht muß der Mensch immer wieder daran erinnert werden, daß er sich das Dunkle/Böse selbst antut.
Der Weg zur Weisheit ist lang. Und er führt über viele spitze Steine. Und die tun mächtig weh.
Und so wie im Augenblick des Eintritt des Christus-Geistes in die Erde zum Todeszeitpunkt auf Golgatha der Vorgang im Tempel von oben bis unten in zwei Teile zerriss, welcher alle Zeiten zuvor das Geheimnis des Allerheiligsten verhüllt hatte, so wäre in jenem Moment die schwarze Sphäre zerrissen worden, die den Blick des Menschen in die geistige Welt zuvor betäubt, die ihm sein Gewahrwerden der unmittelbaren Gegenwart Christi in der Ätherwelt verwehrt hatte."
Vielleicht werden wir noch geschützt vor zuviel Weisheit.
Wer weiß das schon.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken