iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Glauben an die Natur und meine Realität, vielleicht die Wahrheit.
Verfügbare Informationen zu "Heinrich Heine zum Zins und den Folgen"

  • Qualität des Beitrags: 3 Sterne
  • Beteiligte Poster: Erbse
  • Forum: Glauben an die Natur und meine Realität, vielleicht die Wahrheit.
  • Forenbeschreibung: Selbstversorger aus Überzeugung, und was sonst noch für mich wichtig ist ! MIT FAKTEN ( Bitte entschuldigt die Werbeflut, aber so betreibe ich das Forum kostenlos )
  • aus dem Unterforum: REALITÄT & ALLGEMEINE ZUSAMMENHÄNGE
  • Antworten: 1
  • Forum gestartet am: Dienstag 24.10.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Heinrich Heine zum Zins und den Folgen
  • Letzte Antwort: vor 1 Jahr, 1 Monat, 11 Tagen, 21 Stunden, 24 Minuten

Alle Beiträge und Antworten zu "Heinrich Heine zum Zins und den Folgen"

Re: Heinrich Heine zum Zins und den Folgen

Erbse - 08.04.2012, 17:50
Heinrich Heine zum Zins und den Folgen
Heinrich Heine in Paris

Hier in Frankreich herrscht gegenwärtig die grösste Ruhe.
Nur ein leiser, monotoner Tropfenhall. Das sind die Zinsen, die fortlaufend hinabträufeln in die Kapitalien, welche beständig anschwellen; man hört ordentlich, wie sie wachsen, die Reichtümer der Reichen.
Dazwischen das leise Schluchzen der Armut.
Manchmal klirrt etwas wie ein Messer, das gewetzt wird.
(Heinrich Heine 1842) mehr info: bitte hier klicken

DANN IST ES WOHL LOGISCH, HEINRICH HEINE KANNTE DEN ZUSAMMENHANG(Messer wetzen) ZWISCHEN ZINS UND KRIEG !!!

Von hier :
http://rheingoldblog.wordpress.com/2012/04/08/nicht-nur-gunter-grass-auch-heinrich-heine-konnte-dichten/

Hier geht es weiter :

Besteht nun die heutige Religion in der Geldwerdung Gottes oder in der Gottwerdung des Geldes?

Heinrich Heine, 1836

"Geld ist der Gott unserer Zeit, und Rothschild sein
Prophet."

Heinrich Heine (* 1797 Düsseldorf, † 1856 Paris)

http://geldseite.wordpress.com/2012/04/08/heinrich-heine-zum-geldsystem/


Das neue Ministerium

In Bedlam habe ich vorigen Sommer einen Philosophen kennen gelernt, der mir mit heimlichen Augen und flüsternder Stimme viele wichtige Aufschlüsse über den Ursprung des Übels gegeben hat.

Wie mancher andere seiner Kollegen meinte auch er, daß man hierbei etwas Historisches annehmen müsse. Was mich betrifft, ich neigte mich ebenfalls zu einer solchen Annahme, und erklärte das Grundübel der Welt aus dem Umstand, daß der liebe Gott zu wenig Geld erschaffen habe.

»Du hast gut reden«, antwortete der Philosoph, »der liebe Gott war sehr knapp bei Kassa, als er die Welt erschuf. Er mußte das Geld dazu beim Teufel borgen und ihm die ganze Schöpfung als Hypothek verschreiben.

Da ihm nun der liebe Gott von Gott und Rechts wegen die Welt noch schuldig ist, so darf er ihm auch aus Delikatesse nicht verwehren, sich darin herum zu treiben und Verwirrung und Unheil zu stiften.

Der Teufel aber ist seinerseits wieder sehr stark dabei interessiert, daß die Welt nicht ganz zugrunde und folglich seine Hypothek verloren gehe; er hütet sich daher es allzu toll zu machen, und der liebe Gott, der auch nicht dumm ist und wohl weiß, daß er im Eigennutz des Teufels seine geheime Garantie hat, geht oft so weit, daß er ihm die ganze Herrschaft der Welt anvertraut, d.h. dem Teufel den Auftrag gibt, ein Ministerium zu bilden.

Dann geschieht, was sich von selbst versteht, Samiel erhält das Kommando der höllischen Heerscharen, Beelzebub wird Kanzler, Bizliputzli wir Staatssekretär, die alte Großmutter bekommt die Kolonien usw.

Diese Verbündeten wirtschaften dann in ihrer Weise, und indem sie, trotz des bösen Willens ihrer Herzen, aus Eigennutz gezwungen sind, das Heil der Welt zu befördern, entschädigen sie sich für diesen Zwang dadurch, daß sie zu den guten Zwecken immer die niederträchtigsten Mittel anwenden.

Sie trieben es jüngsthin so arg, daß Gott im Himmel solche Greuel nicht länger ansehen konnte und einem Engel den Auftrag gab, ein neues Ministerium zu bilden. Dieser sammelte nun um sich her alle guten Geister.

Freudige Wärme durchdrang wieder die Welt, es wurde Licht, und die bösen Geister entwichen.

Aber sie legten doch nicht ruhig die Klauen in den Schoß, heimlich wirken sie gegen alles Gute, sie vergiften die neuen Heilquellen, sie zerknicken hämisch jede Rosenknospe des neuen Frühlings, mit ihren Amendements zerstören sie den Baum des Lebens, chaotisches Verderben droht alles zu verschlingen, und der liebe Gott wird am Ende wieder dem Teufel die Herrschaft übergeben müssen, damit sie, sei es auch durch die schlechtesten Mittel, wenigstens erhalten werde.

Siehst du, das ist die schlimme Nachwirkung einer Schuld.«
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
Im Wortgewand verhüllt, wir lügen uns die Welt zurecht. - gepostet von Erbse am Dienstag 27.10.2009
Fehler der Wissenschaft - gepostet von Erbse am Freitag 28.10.2011
Der ungerechte Tod - gepostet von Erbse am Samstag 23.07.2011
Ähnliche Beiträge
NEWS: Rockstarz ab 11. August - LennaK (Mittwoch 28.06.2006)
News - disaster (Montag 13.03.2006)
ÖGD Bundesgebiet: News-Flash - Uwe Gerber (Dienstag 16.05.2006)
Am Sonntag kommen "Big News" NICHTVERPASSEN - HerR Kox$er (Donnerstag 08.03.2007)
Lustige News - einbösesmärchen (Samstag 08.07.2006)
Kurzinfo über die SG Hanauerland - digl236 (Freitag 01.07.2011)
News !! - Uchiha (Samstag 15.09.2007)
News vom 24. Dez. '06 - sakura (Sonntag 07.01.2007)
News - Christoph Ullmann (Donnerstag 26.10.2006)
BREAKING NEWS....wichtige weltbewegende meldungen - //kssLr (Freitag 14.01.2005)