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bordermonster - 14.09.2007, 11:37
Gentests - Sinn oder Unsinn?
Es gibt diverse Gentests, die bei unseren Border Collies durchgeführt werden können. Mit Hilfe dieser Tests kann man herausfinden, ob der Hund eine bestimmte Krankheit oder Farbe hat, oder ob seine Ahnen wirklich seine Ahnen sind ;-)
Farbbestimmung: die Ergebnisse sind nicht 100% und man kann nicht auf alle Farben testen.
Ich halte einen Gentest für die Farbgebung für völlig unnötiger Schwachsinn, das unwichstigste bei JEDER Hunderasse sollte die Fellfarbe sein!
"Vaterschaftstest": ist durchaus angebracht, wenn die Abstammung eines Hundes zweifelhaft ist.
Gentests zur Vorbeugung gegen bestimmte genetische Erkrankungen halte ich für sehr wichtig und sollte bei jedem Hund der zur Zucht eingesetzt wird zur Regel werden.
Ich erklär mal kurz wie das gehen würde:
Ein Gentest hat drei Ergebnisse - normal (frei), carrier (Träger der Krankheit) und befallen.
Ein Hund der befallen ist, sollte aus der Zucht ausscheiden (ist leider noch keine Regelung eingetreten).
Ein Träger kann das Gen weitervererben, wird aber selbst niemals krank werden können. Träger sollten nur mit als "normal" getesteten Hunden verpaart werden (auch hier noch keine Regelung getroffen).
Ein "normal" Hund kann bedenkenlos in der Zucht verwendet werden, da kann nichts "passieren".
Wie ich bereits erwähnt habe, gibt es noch keine Regelung bezüglich des Gentest Ergebnisses bei der Zucht, ich hoffe, dies wird jedoch bald geschehen.
Es gibt Stimmen die sagen, die Krankheiten sollten dem garaus gemacht werden und fordern, dass nur noch genetisch freie Hunde in die Zucht kommen. Ein lobenswerter Gedanke, jedoch würden viele Hunde, die herausragende Erbanlagen haben, wegen eines "Träger-Urteils" aus der Zucht verschwinden, und dieses für die Rasse wichtige Erbmaterial würde für immer verloren sein.
Zu den Erbdefekten, die getestet werden können:
CEA kann man nur bei einem Welpen erkennen, aus diesem Grund lässt ein seriöser Züchter seine Welpen vor der Abgabe untersuchen, dies ist auch von den meisten Verbänden vorgeschrieben. Ist ein Elterntier jedoch genetisch frei von dieser Krankheit, dann kann man den Welpen diese Untersuchung ersparen, an CEA könen sie nicht erkranken. Kommen diese Welpen später in die Zucht, so ist ein erneuter Gentest jedoch notwendig, denn sie könnten Träger sein. Sind beide Elterntiere genetisch frei, ist der Nachwuchs selbstverständlich ebenfalls frei und brauch nicht getestet werden.
TNS und CL sind beides tödlich verlaufende Krankheiten, kein Hund wurde je älter als 2 Jahre. Da aber in vielen Verbänden die Hunde ab 12 oder 18 Monate in die Zucht gehen, ist es durchaus möglich, dass mit einem kranken Hund gezüchtet wird.
Ich appeliere an jeden Züchter, seinen Hund vor einer geplanten Verpaarung unbedingt testen zu lassen (CEA, TNS und CL), sicherlich ist es mit Kosten verbunden (ca 300€), aber man handelt zum Wohle der Rasse, und das liegt doch jedem Züchter am Herzen, oder nicht?
Auf eure Meinungen und Fragen bin ich jetzt mal gespannt! ;-)
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