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merci - 13.09.2007, 19:30
Dawn
Hallo Ihr lieben :)
Ich hab weiter unten, Kiss ´n Cry; dies hier "Dawn" sollte so zimlich ähnlich sein, weil mir die Verfassung von Kiss n Cry nicht gefallen hat.. Es ist von Grund auf vööölig anders, ic hoffe es wird euch trotzdem gefallen... :wink:

Dawn

Vorwort: Viele junge Mädchen träumen von Märchen und von Prinzen. Vom Prinzen der gut aussieht, talentiert ist, ein gewisses maß an Charme hat und verspricht sein leben mit Ihrem zu teilen. So auch, die Junge Dawn. Als Dawn auf die Schule für Darstellende Künste kommt, glaubt sie in einem Märchen zu leben. Sie ist auf gutem Wege eine der größten Tänzerinnen ganz Europas zu werden, und sie verliebt sich in einen der Ballettlehrer an der Grace Thommesen School of Arts. Man sollte meinen ihr leben ist perfekt, doch der Schein trügt.. Schon bald sollte Dawn lernen, das die Liebe mehr als ein Pas dé deux (Paartanz im Klassischem Ballett) ist...


Prolog:

Wütend raste ich in mein Zimmer und knallte die Tür lautstark zu. Oh wie ich das Hotel hasste! Mir flossen die Tränen ungehindert über meine Wangen. Ich schmiss mich auf mein Bett und drückte das Kissen auf mein Gesicht. Das Hochgefühl von Glück und Freude schwand so schnell und verwandelte sich in blitzesschnelle in Wut und Traurigkeit das mir davon Schlecht wurde. “Oh Mama, du liebst mich doch gar nicht mehr!” wimmerte ich und bei dem Gedanken heulte ich noch lauter, noch Hysterischer auf. Plötzlich wurde die Tür einen spalt weit geöffnet. Jimmy stand in der Tür. Mein Halbbruder. “Dawn? Darf ich rein kommen?” Ich nickte und strich mir die nassen Haarsträhnen die Tränen getränkt in meinem Geicht klebten, aus dem Gesicht. Jimmy kam näher und drückte mich fest an sich. Ich versteckte mein verheultes Gesicht an seinem Hemdkragen. “Hey, Kleines, Was ist los?” “Ich hasse Sie! Sie ist nicht mehr meine Mutter, sie ist ein Monster!” Jimmys Lippen zuckten leicht. “Wieso?” Ich richtete mich auf um ihm in die Augen zu sehn. “Weil sie sich nie Zeit für mich nimmt! Weil sie immer nur an das Hotel denkt, und wenn sie mal nicht im Hotel ist, liegt sie ganz plötzlich total erschöpft in ihrem Bett und ist Todkrank!” “Da hast du recht, Dawn sie nimmt ihre Mütterlichen Pflichten wirklich nicht sehr ernst. Aber wenn man ein Hotel führt, hat man eben sehr viel Arbeit.” “Trotzdem hasse ich sie! Oh wie glücklich wir doch waren! Mama und Papa und ich. Eine kleine Familie.“
Doch dann brach das Unheil über uns herein. Papa kam, vor etwas mehr als Zehn Jahren, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben, er war geschäftlich unterwegs. Und dann, nicht ganz ein halbes Jahr später heiratete meine Mutter William Cutler. Ein reicher, gutaussehender, Mann mitten der dreißiger. Dazu ist er Besitzer eines sehr bekannten Wellness Hotels in Washington D.C, weshalb wir kurz nach der Hochzeit von meiner Mutter und William dort hin zogen. Seit dem tag an schien sich Mama nur noch für sich und das Hotel zu Interessieren... Die Arbeit am Hotel hatten meine Mutter verändert! Meine wunderschöne, tolle Mutter. “Ich erinnere mich wie Mama mir Stundenlang das Haar kämmte. ,,Wenn Daddy nach Hause kommt, wird er seine süße kleine Tochter nicht mehr wieder erkennen, wenn ich dir erst mal das Haar gewaschen, gekämmt, und Zöpfe gemacht habe.” Und dann darfst du dein Sonntagskleidchen tragen., flüsterte sie mir ins Ohr. ,,Darf ich auch dein Parfum benutzen?”, hatte ich sie gefragt, und sie fing lauthals an zu lachen und bedeckte mein kleines Gesicht mit Küssen. ,,Natürlich darfst du mein Parfum tragen.”, hatte sie dann geantwortet. erzählte ich. Jimmys Augen waren starr auf den Boden gerichtet. Ob er sich vorstellen könnte das seine Stiefmutter, meine Mutter, wirklich eine so schöne, tolle Frau gewesen sein konnte? Ich erzählte weiter: “Und dann kam Daddy jeden Freitag Abend von der Arbeit nach Hause. Mama und ich hatten uns zuvor Stunden lang hübsch gemacht und einer Badewanne mit duftenden Badezusatz gebadet. Wir warteten immer im Wohnzimmer auf Daddy. Mama saß nervös auf dem Sofa während ich auf dem Boden saß und mit meinem Spielzeug spielte. Und wenn er dann klingelte, warf Mama ihr Platinblondes Haar zurück und öffnete die Tür. Dann stand Daddy da, und küsste meine Mama leidenschaftlich lange und umarmte sie fest. Er flüsterte ihr immer ins Ohr: Ich Liebe Dich. Und dann schaute er zu mir herüber und lachte laut, wenn er meine Eifersüchtige Miene sah. Dann kniete er sich, öffnete seine Arme und rief: Komm in meine Arme Dawn, damit dich Papa lieb haben kann! Und ich lief in seine Arme und er drückte mich fest, küsste mein Haar und sagte mir jedes Mal wie wunderschön ich doch geworden sei, und das ich meine Mutter immer ähnlicher sehen würde.” Ich merkte gar nicht wie mir die Tränen die Wangen entlang liefen und an meinem Kinn perlten, bis eine auf Jimmys Hand fiel die er um mich gelegt hatte. “Oh Dawn!” seufzte er. “Ich wünschte ich hätte deine Mutter auch schon viel früher kennen lernen können. Ich würde deine Erinnerungen gerne mit meinen Teilen.” Dann küsste er mich auf die Wange. “Hast du schon Nachricht bekommen? Wegen der Akademie, mein ich?” Ich nickte resigniert. Dann fing ich wieder an zu Weinen. Mein Herz pochte heftig gegen meine Brust und es versetzte mir einen Stich wenn ich daran denke, wie meine Mutter mich an sah als ich ihr von meiner Annahme an der GTS erzählte. Jimmy schien meine Schluchzen falsch auf zu nehmen. “Oh, Dawn!” rief er, “weine nicht, du kannst es nächstes Jahr wieder versuchen!” Er lächelte. Ich fand er lächelte fast schon erleichtert. “Nein Jimmy!” “Aber-” “Nein, ich wurde Angenommen!” Ich lächelte durch meine Tränen. Jimmys lächeln verschwand. “Was?”, er rang sich zu einem lächeln. “Oh Dawn! Das ist ja wunderbar!” Ich fiel ihm um den Hals, weniger weil er so tat als würde er sich für mich freuen, eher weil ich jetzt jemanden brauchte der mich hielt. Ich wusste warum er sich nicht freute; es muss eine grässliche Vorstellung für ihn sein, so lange von seiner Halbschwester getrennt zu sein. Auch für mich wird es nicht leicht werden, wenn ich daran dachte das wir seit der Ankunft von meiner Mutter und mir, hier im Hotel, kein einziges mal getrennt waren. Uns verband etwas ganz besonderes.. Keiner von uns beiden hielt es einen Tag lang aus einander nicht zu sehen. “Und. Und warum weinst du, Dawn?” “Ich bin direkt nach dem ich meine Post gelesen habe zu Mama gelaufen und wollte ihr erzählen das ich angenehmen wurde..” schluchzte ich. “und alles was sie für mich übrig hatte, war einer ihrer Schwächeanfälle!” Jimmy seufzte erneut, diesmal tiefer und voller Mitgefühl. “Oh Dawn!, Dawn! Bitte stress mich jetzt nicht! Ich habe ja solche Kopfschmerzen, den ganzen Tag muss ich am Empfang stehen, und die Gäste begrüßen. Und dabei soll ich auch noch immer freundlich Lächeln und gut aussehen!” äffte ich sie nach. Jimmy lachte. “Das sieht deiner Mutter ähnlich!” , “Ich frage mich.. Wie meine Mutter wohl gewesen sein mochte?” Jimmy lies sich auf meinem Bett zurück sinken und zog mich neben sich. “Deine Mum ist direkt nach deiner Geburt gestorben, richtig?” “Hmm.” “Ich bin mir sicher das sie eine wundervolle Frau war, Jimmy. Und sie hätte sich sicherlich nicht so vom Hotel Beeinflussen lassen!” sagte ich erbost. Jimmy lachte wieder und sein kurzer Anflug von Mechalonie schwand davon. Dann drehte er sich zu mir, um mit seinen Fingern meine Gesichtszüge nach zu ziehen. Dabei sah er mir die ganze zeit in die Augen, es schien als würden seine Saphiren Augen versuchen, in meinen zu lesen. Seine Augen wanderten von meinen ab; hinab über meinen Körper und wieder hinauf. Mir wurde unwohl zu mute. Deswegen stand ich auf. “Am besten pack ich einfach meine Sachen und gehe wenn es so weit ist! Mama wird es wahrscheinlich nicht ein mal mehr merken!” “Heute Abend wird sie wieder in ihrer Suite sein, sprich sie dann noch einmal darauf an. Vielleicht hatte sie heute wirklich viel Stress!” “Dann wird sie heut Abend kaum mehr ansprechbar sein!” knurrte ich.
Aber ich wollte es zumindest versuchen. Wir aßen zusammen im Restaurant des Hotels; Mama, mein Stiefvater William, Jimmy, irgendwelche bedeutende Gäste und ich. Alle plapperten wild drauf los, über Finanzen, das Hotel, über bevorstehende Veranstaltungen.. Keiner verlor ein Wort über meine Aufnahmeprüfung an der GTS. Und ich traute mich nicht damit anzufangen. Ich wollte nicht aufdringlich wirken. Deshalb wartete ich bis sich der Trubel etwas legte und Mama in ihre Suite ging um für heute Feierabend zu machen.
Ich lief durch die langen Korridore und durch die Eingangshalle, hinüber über das Teezimmer, die Eichen Treppe hinauf, und dann links zum Flügel der Familie, zur Suite meiner Mutter. Ich klopfte an. “Herein”, bat meine Mutter. Ich lief in ihr Zimmer. Mutter saß vor ihrer Schminkkommode und bürstet sich ihr langes Platinblondes Haar. Sie saß in Nachtwäsche da, und trotzdem hatte sie etwas Rouge aufgetragen und Lippenstift und etwas Lidschatten. Sie wirkte wunderschön, wie sie so da saß und sich das Haar bürstete. Ihr blauen, großen Augen, leuchteten als sie mich sah und sie lächelte erfreut. “Dawn! Schön das ich dich sehe, hast du Lust dir meine neuen Kleider an zu sehn?” “Ich, oh, Ja, natürlich!” ich schloss hinter mir die Tür und setze mich auf ihr riesiges bett. “Ich bin gleich wieder da!” rief sie lächelnd und huschte zu ihrem begehbarem Kleiderschrank. Wenige Minuten später tauchte sie wieder auf. Sie trug ein wunderschönes, langes Schwarzes Kleid. Es war Ärmellos und hatte eine tiefen Ausschnitt so das man den Spalt zwischen ihren Brüsten sehen konnte. Es war Hauteng, und betonte ihre wunderschöne Taille mit bestickten Pailletten. “Du siehst wunderschöne aus, Mama!” Sie lächelte eines ihrer wunderschönen Lächeln. Ich wusste das sie erwartet hatte, das so eine Antwort kam; sie war wirklich außerordentlich Schön und stand überall im Mittelpunkt. “Ich bin aber nicht nur deswegen gekommen, Mama.” Sie verzog ihr Gesicht zu einer Fratze. “So?” “Es geht um meine Aufnahmeprüfung die ich an der GTS hatte.” “Oh” “Ja” setzte ich an und wollte erzählen als meine Mutter mich unterbrach. “Und jetzt möchtest du sicherlich das ich dich tröste, richtig? Oh Schätzchen! Wie kannst du mich jetzt noch mehr runterziehen wenn ich sowieso schon so Gestresst und unglücklich bin weil ich so wenig Zeit für ich habe!” Sie fächerte sich Luft mit der Linken hand zu mit der rechten hielt sie sich den Kopf, wie als hätte sie grässliche Kopfschmerzen. “Mutter!” rief ich entsetzt. “Ich bin mir sicher du hättest mehr zeit für mich, würdest du dich nicht ständig nur auf dich Konzentrieren! Würdest du deine Zeit nämlich mit deiner einzigsten Tochter verbringen, hättest du ja weniger Zeit für die Gäste und die vielen Männer die dich umschwärmen und du müsstest deine tollen Parties absagen! ” rief ich wütend, meine Stimme war hasserfüllt, ich erschrak mich über mich selbst. Schlagartig lies meine Mutter ihre Hände sinken und sie blickte mich eine Sekunde mit erstaunendem Blick an. Dann verzog sie das Gesicht und warf sich die Hände vor das Gesicht. Ihre Schultern bebten. “Oh Dawn! Ich habe gewusst das du es nicht verstehen würdest! Dabei bist du schon Fünfzehn!” rief sie, “Fünfzehn!”. Ihre helle, pergamentene schöne Haut färbte sich jetzt Rot und meine Mutter sah mich mit wutentbranntem Gesicht an, sie kam näher und ich wich vor ihr zurück. “Du hattest noch nie Verständnis für meine Arbeit! Schon als kleines Baby hast du immer und immer wider geschrieen, dabei wusstest du doch das dein Vater mich nicht unterstützen konnte! Er war doch tagelang weg!“ “Babys schreien eben, Mutter! Das konnte ich ja nicht beeinflussen!” doch sie beachtete mich nicht. “ Du hast ja keine Ahnung wie schwer es ist ein Hotel zu führen! Du musstest ja nie Arbeiten. Doch irgendwann, nach meinem Tod, werde ich dir das Hotel überlassen und dann wirst du sehen was Arbeit bedeutet!” Dann schluchzte sie wieder. “Du hast einfach kein Verständnis, kein Verständnis! Ab und an muss ich doch auch noch Spaß haben und den Gästen eine Show bieten.” weinte sie. Ich bemerkte das es keinen Zweck hatte mit ihr weiter zu diskutieren, stattdessen griff ich das eigentliche Thema wieder auf. “Mutter ich wurde an der GTS angenommen!” Sie hörte auf zu weinen und sah mich einige Sekunden einfach nur an. Ich konnte in ihren Augen nicht lesen ob sie sich nun freut oder entrüstet war, wütend oder traurig. Alles was ich sehen konnte, war Unentschlossenheit ich würde fast sagen, Verlegenheit. “Du, du wurdest angenommen?” dann strahlte sie. “Oh Dawn das ist ja wunderbar!” ,“Wann wirst du abreisen?” fragte sie und kam näher zu mir um sich neben mich zu setzen und meine Hände in ihr zu nehmen. “In etwa Vier Wochen beginnt das neue Schuljahr, Mutter.” “Oh, ach ja. Richtig...”, “Du hast gerade Ferien?” Mir wurde eiskalt, sie wusste noch nicht einmal das ich Ferien hatte? “Ja, schon seit fast drei Wochen” Sie Nickte. “Oh wir werden eine Feier veranstalten!” sie lachte und hupfte auf den Bett auf und ab wie ein junges Kind dem es das erste mal erlaubt bekam Schokolade zu essen. “Alle wichtigen Gäste werden eingeladen und bedeutende Leute! Oh Schätzchen!” Sie kniff mir in die Wangen. “alle werden so stolz auf ich sein!” Sie dache einen Moment nach. “Vielleicht kann ich es sogar arrangieren das du uns ein Stück vortanzt! Oh Himmel, das muss ich William erzählen, er wird so stolz sein, das eine halbe Cutler. Ich meine natürlich eine Cutler; auf eine solche vornehme schule geht!” “Am besten du gehst jetzt auf der Stelle und suchst ihn; Schick ihn zu mir herauf.. Ich bin erschöpft von den ganzen Gefühlen die gerade über mich Hereingebrochen sind.” Sie schmiss mich regelrecht von ihre Bett. Dann legte sie sich herein und lies sich auf ihre Tausende von Kissen fallen. “Sieh nur was du angerichtet hast!”, rief sie mir nach. “Ich bin völlig fertig!” Ich sah sie Noch einmal an. “Sieh nur, was du aus mir gemach hast! Du hast aus mir, auf deine eigene art und weise, ein Weisenkind gemacht!” dachte ich mir, und ging.


Kurz vor meiner Abreise an die Grace Thommesen School, veranstaltete meine Mutter tatsächlich ein riesiges Fest für mich, mich erstaunte das sie es nicht vergessen hatte, wie sie so viel Ereignisse von mir verpasste! Im ganzem Hotel huschten die Dekorateure umher; meine Mutter hatte sich wirklich ausfallendes einfallen lassen: Sie beschloss, das die Tischdecken alle Perlmutweiß waren und Rosa Deckchen darauf waren. Dann wurden überall Körbchen hingestellt in denen sich die Gäste ein Gastgeschenk mitnehmen durften, zum Beispiel gab es für die Frauen einen Handspiegel auf der Rückseite stand eingeprägt: D.C (DAWN CUTLER) für die Männer gab es Echtsilberne Gratwattennadeln. Mutter hatte ein Haufen aus getanzter Spitzenschuhe aufgetrieben und sie überall, wo es nur passte, drapiert. Außerdem hat sie einen Flügel in den Ballsaal bringen lassen; und Bilder von meine Aufführungen vergrößern lassen. Unser Koch, hatte ein riesiges Buffet gekocht, meine Mutter hat alles so arrangiert, das zwischen jedem Gang ein wenig Zeit bleibt, so, das die Gäste noch Tanzen konnten. Ich war so nervös, und die hitzig umher laufenden Angestellten macht mich nur noch nervöse, das ich schließlich beschloss aus dem Hotel zu flüchten und einen Spazierganz durch die Stadt zu machen. Ich zog mir meine Übergangsjacke an und lief aus dem Hotel. Als ich aus der Tür trat kam mir eisiger Wind enteggen. Es war erst Anfang September und trotzdem war es eisig kalt draußen gewesen. Ich lief über das Anwesen vom Hotel und dachte nach. Wenn ich erst mal weg bin, wird sich das Verhältnis zu meiner Mutter noch mehr verschlechtern? Wohl kaum, dachte. Ich sitze täglich hier im Hotel und bekomm meine Mutter ja erst nicht einmal zu Gesicht. Ich werde mich wohl damit abfinden müssen das meine Mutter einen neuen Liebling hatte, und der nannte sich das Hotel Cutler. Und dann dachte ich an Jimmy. Ich würde ihn fürchterlich vermissen! Er ist weit aus mehr als mein Halbbruder geworden.. Ich kann nicht definieren was er ist; aber er ist mehr als nur ein Halbbruder für mich. Langsam rieselten vereinzelte Regentropfen zu Boden und ich zog meine Jacke noch höher zum Kinn. Doch so sehr ich versuchte mich zu schützen, es schien als würde der eisige Wind immer wider ein Schlupfloch finden und zu mir herein kriechen um mich frösteln zu lassen. Schließlich ging ich wieder ins Hotel, es wurde ohnehin schon Zeit das ich mich fertig machte. Ich nahm ein heißes Bad und wusch meine Haare dann drehte ich Lockenwickler herein und zog mein neues, extra für den heutigen Anlass gekauftes, Abendkleid an. Ich trat vor den Spiegel in meinem Zimmer und betrachtete mich. Ich trug ein Perlweißes Kleid, mit nur ganz, ganz feinen Spaghetti Trägern die am Rücken überkreuzt waren, es hatte ein Wenig ausschnitt, doch Mama hatte mir einen Push- Up BH gekauft, so das es den Ausschnitt füllte auch mit nur meinem kleinen Busen. Ich wunderte mich - was so ein BH alles konnte.. Das Kleid war hauteng, und lang, wie das Kleid meiner Mutter. Es betonte meine Taille und ich fand, es betonte auch meine Langen Beine. Ich war so von meinem Spiegelbild fasziniert das ich gar nicht merkte wie Jimmy hinter mir stand und auf mich sah. “Jimmy!” rief ich und presste mir die Hände auf die Brust. “Du hast mich erschreckt!” Ich lächelte Schelmisch. Und seine Augen funkelten wieder so. “Du..” er lächelte und lies seinen Blick über mich schweifen. “Du siehst wunderschön aus, Dawn!” Ich errötete und sah auf mein tiefgeschnittenes Dekollete und meinen Busen der hochgehoben wurde - natürlich nur mit Hilfe des BHs. Plötzlich schämte ich mich dafür. “Du siehst deiner Mutter mit jedem Tag ähnlicher, Dawn! Du wirst mit jedem Tag Hübscher!” “Wenn’s nur das ist!” sagte ich und verschränkte die Arme vor der Brust. Jimmy kam näher. “Darf ich der Frau, für die der ganze Trubel veranstaltet wird” er lachte, “einen Kuss geben?” Ich nickte. Jimmy küsst gemeine Wange und dabei streiften seine Lippen meine. Ich erschrak und trat einen Schritt zurück. Doch Jimmy kam wieder näher und sein Blick war auf meine Lippen gerichtet. Seit dem ich mich erinnere, habe ich immer mit Jimmy als Bruder und Schwester zusammen gelebt, auch wenn wir es nicht waren, und mich ängstigte der Gedanke, Jimmy könnte es anders sehen. “Wir sollten runter gehen, Jimmy! Die Gäste warten! Ich drängte mich an ihm vorbei. “Ja, sicher!” rief er mir hinterher und lief mir eilig nach. Als wir die Treppe zur Lounge runter kamen standen schone ein duzend Leute rum und unterhielten sich, ich war so nervös das ich dachte mein Herz würde mir gleich aus der Brust springen. Jimmy drückte mich fest und zwinkerte mir lächeln, aufmuntern zu. Einige Leute sahen jetzt zu und nickten. “Herzlichen Glückwunsch Mrs. Cutler!” von überall bekam ich Glückwünsche, nahm kleine Sträuße und Küsse und Umarmungen in empfang. Ich hoffte irgendwo Mutter zu entdecken doch ich fand sie nicht, ich kam mir so hilflos vor, ich wusste nicht worüber man mit solche Reichen und vornehmen Leuten sprach. Zum Glück blieb Jimmy immer an meiner Seite und erzählte, ich stand daneben und lächelte. Als sich der Trubel langsam legte flüsterte mir Jimmy ins Ohr: “Wir könnten in den Ballsaal gehen und uns was zu essen holen, dort werden die Leute uns bestimmt nicht beim Essen stören.” “Das ist eine gute Idee!” Im Ballsaal aß kaum jemand etwas. Alle standen um eine Frau herum, meine Mutter! “Sie sieh dir nur an, Dawn! Sie kann innerhalb von Sekunden alle Aufmerksamkeit auf sich zehn.” er lächelte. “Ja, und sie schämt sich nicht einmal!” Ihr perlendes Lachen hallte durch den Saal. Jimmy und ich setzten uns. “Irgendwann wirst du die jenige sein, die von Menschen Scharren umgeben sein wird, Dawn!” er nahm meine Hand in seine. Ich entzog sie ihm, wie konnte er nur-, in aller öfentlichkeit! “weil du genauso Schön bist wie deine Mutter und weil du das Hotel irgendwann leiten wirst.” erklärte er, als wäre alles selbstverständlich. Mir sprang der Mund auf. “Genau damit hat Mutter mir gedroht! Sie sagte, irgendwann würde ich das Hotel leiten! Ich will das Hotel nicht leiten! Ich will tanzen! Außerdem bist du der leibliche Cutler! Ich bin doch nur von deinem Vater Adoptiert!” zischt ich ihn an. “Ja, aber mein Dad wird dir mehr als mir vom Hotel geben - davon bin ich überzeugt!” “Wie meinst du das?” fragte ich. “Nichts, Dawn, schon gut!” Plötzlich fiel Mutters Blick zu Jimmy und mir, sie stand auf und führte den Scharren von Menschen um sich herum, zu uns. “Dawn, liebste, mein Schätzchen!” rief sie lächelnd. Ihr heller Teint wirkte jetzt Rosig frisch, und jetzt, sah sie noch hübscher aus! “Meine Lieben, meine Tochter. Dawn wurde an der Grace Thommesen School in New York angenehmen! Sie wird Tänzerin!” gab Mutter an. “Ich bin ja so stolz auf dich!” rief Mutter so laut das es alle hörten, ich Lächelte gezwungen und lies mich von Mutter Küssen.
Mutter hatte alles so arrangiert das die Gäste zwischen Dem Menü Gängen immer wieder Zeit zum tanzen blieb. “So, bevor der Hauptgang beginnt, würde ich Dawn gerne noch zum Tanzen bitten!” schlug Jimmy vor und zog mich aus der Menschen Menge. “Danke” flüsterte ich ihm zu, er lächelte.
Der Restliche Abend verging wie im Fluge und ich bekam jeder Menge Blumensträuße und Kleinigkeiten Geschenkt. Die Hotelpagen brachten sie auf mein Zimmer. Und als sich der Trubel langsam legte, durfte auch ich nach Oben gehen, auf mein Zimmer.
Ich sah auf meinen gedeckten Schreibtisch; Die Geschenke türmten sich wahrhaftig. Mich beschlich ein Anflug von Panik und Vorfreude auf New York, es schien, als würden all die Menschen wirklich auf mich zählen, ich durfte sie nicht enttäuschen!


P.S Ich Liebe Dich

Am Tag meiner Abreise überraschte mich Mutter mit einem sagenhaften Frühstück au feinem Zimmer. Es klopfte an der Tür. “Herein!” , “Miss Cutler? Ihre Mutter lässt ihnen ein Frühstück aufs Zimmer bringen.” erklärte er. “Oh, ahm.. Vielen Dank stellen Sie es neben mein Bett, Bitte!” Er nickte und brachte mein Frühstück auf einem Wagen in mein Zimmer.
Ich blieb noch ein wenig im Bett liegen. Ich war unglaublich Müde, weil ich gestern Abend vor Aufregung vor heute, meine Tag der Abreise, nicht einschlafen konnte. Doch schon bald berührte der O- Saft , die frisch gebackenen Croissants und die Trauben meine Sinne, so auch mein Hungergefühl, ich stieg aus dem Bett und lief zum Wagen. Ich fand einen kleine Brief vor, von Mutter: Guten Morgen, Dawn liebes, ich hoffe du freust dich auf das Frühstück, ich hab eigens ausgewählt was du zu Essen bekommst und was nicht, ich möchte ja das du gestärkt abfliegst, Schätzchen. Ich habe viel im Hotel zu tun.. Dein Vater und ich werden aber zu deiner Abreise bei dir vorbei schauen. Mama.
Ich seufzte, zumindest wollten sie sich Zeit nehmen um mich zum Flughafen zu begleiten... Ich biss in mein Croissant und schaute aus dem Fenster. Die Sonne schien vor Lebensfreude zu Protzen den sie seine besonders stark und hell über das Hotelgelände. Würde ich das alles je vermissen? Mein Herz schlug immer heftige gegen meine Brust und trotz des Hungersgefühles, bekam ich kaum einen Bissen herunter. Schließlich stand ich auf und lief zum Fenster und lies meinen Blick über das Gelände schleifen... Aus dem Fenster aus dem ich sah, konnte man den Eingang des Hotels sehen, einige Gäste unterhielten sich, andere ließen ihre Koffer vom Pagen ins ihre Zimmer tragen und wieder andere, fuhren mit der Limousine ab- wieder nach Hause, vermutlich. Ich schätze ich würde nichts hier vermissen; ich konnte den Genuss des Hotels, und dem des Reichtums wundervolle Fünfzehn Jahre Genießen, jetzt war es Zeit in das wirkliche Leben ein zu tauchen. In einer Welt voller Erfurcht, liebe und Magie.

Ich verabschiedete mich von einigen Gästen, unserem Koch und den Empfangsdamen, sowie von einigen Empfangsdamen zu denen ich einen gutes Verhältnis hatte. Manche weinten sogar und auch ich fing an zu Weinen als sie die Angestellten mit mir im Foyer des Hotels versammelten. “Wir wünschen Ihnen alles, alles Liebe, vom ganzen Herzen! Machen Sie es gut, Miss Cutler!” Ich nickte den ich war nicht fähig etwas zu sagen, mein Hals brannte höllisch. “Sie werden und doch besuchen, oder nicht?” “So oft es geht!” versprach ich.
Dann kam der Portier und hielt meine Koffer in der Hand. “Bringen Sie sie bitte in die Limousine, Charles!” Er nickte. “Ich muss noch etwas erledigen!” ich eilte durch das hotel auf der Suche nach Jimmy, den ganzen Morgen lang habe ich ihn noch nicht gesehen. Ich suchte ihn in seinem Zimmer, in meinem Zimmer, im Karten Zimmer, im Ballsaal, in der Bibliothek, er war nirgends auf zu finden. Schließlich ging ich aus dem Haus und suchte dort weiter. Auch hier, war nirgends eine Spur von Jimmy, ich fing an zu Weinen. Wollte er sich etwa nicht von mir verabschieden? Mir liefen die Tränen über die Wangen und mein Blick war verschleiert. Ich würde nicht gehen! Ich würde nicht eher gehen bevor Jimmy sich von mir verabschiedet hatte! Meine Schultern bebten und zitterte noch immer am ganzen Körper, als ich schließlich beschloss noch mal, auf dem gesamten Gelände, nach Jimmy zu suchen, irgendwo musste er ja sein! Ich lief weiter zum Swimmingpool und zum Strand der nahe gelegen war, und dann lief ich die Sandwege entlang und letztendlich in den Garten, in den Rosengarten und ins Gewächshaus, als ich ihn endlich fand! “Jimmy” schluchzte ich und lief dabei Geistesabwesend auf ihn zu. “Dawn!” Ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht um wieder deutlich zu sehen, ich erkannte das auch in Jimmys Augen Tränen standen. Ich liefen seine Arme und vergrub mein Gesicht auf seiner Brust. “Wieso hast du das getan, Jimmy Newton Cutler?” “Ich wollte nicht sehen, wie du abfährst.” “Ich wäre niemals gefahren ohne mich von dir zu verabschieden.” sagte ich. “Ich weiß. Ich hatte nur die Hoffnung.” Wir verweilten einige Minuten in der Umarmung bis wir beide wieder in die Realität zurück kamen. “Alle werden dich suchen, Dawn! Wir sollten langsam zurück kehren.” Ich nickte.
Wir liefen zurück vor das Hotel und tatsächlich hatten sich dort William, Mutter, der Chauffeur und ein paar Gäste. Als Mutter uns sah, lächelte sie den Gästen zu und wand ihr Gesicht unseren zu als sie eilig auf uns zu lief. Ihre Nasenlöcher bebten. Sie packte mich schroff am Arm. “Dawn Cutler!” schnaubte sie. “Was fällt dir ein weg zu laufen, du hast dein Flugzeug verpasst! Wir müssen Last Minute buchen, und das ist eine Unmengen, weg geworfenes Geld! Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen, Dawn?” Ihre Augen loderten vor Wut, jeder Blick auf mir, schien wie ein Eisfahl zu sein den sie erbarmungslos in mich stieß. Ihr Nägel krallten sich in mein Fleisch und mir traten die Tränen in die Augen, als sie dies bemerkte wurde sie sanfter. Dein Vater hat alles geregelt; wir müssen uns beeilen ehe wir den nächsten Flug auch noch verpassen!”
Ich zögerte und sah Jimmy an. “Na los, auf geht’s! Steig ein!” rief mir Mutter hinterher als ich nicht kam. Als sie einwenig von uns entfernt war, fiel ich Jimmy um den Hals. “Ich werde dir so oft ich kann Schreiben und wir werden Telefonieren und ich werde Nach haus bekommen wann immer es geht!” versprach ich. “Ich werde dich vermissen, Dawn! Flüsterte er. Dann drückte er mich sanft von sich. Er sah mir in die Augen und versank in seinen. Plötzlich griff Jimmy mit seine Händen nach meinem Gesicht und drückte seines an meins. Bis sich unsere Lippen berührten. Ich erschrak und ging einige Schritte zurück. Ich war völlig Überrascht das ich einfach ging. Als ich zurück sah, sah ich wie Jimmy die Worte: Ich Liebe Dich bildete.




das wars, vorerst.. ich hoffe auf Feedback , egal ob Negativ oder Positiv, eure Meinung lieg tmir am Herzen.

glg die Tami
crossgirl14 - 13.09.2007, 22:51

ooooh.. das is schön

ich mag deine geschichte und den stil... sind n paar tippfehler drinnen;) aber sons.. voll toll

schreib bidde bidde bidde gaaaanz schnell weiter!!!!!!! :D:D:D
merci - 14.09.2007, 13:24

Daaankeschön :)

Jaaa, meine Tippfehler :oops: Also, ich arbeite jetzt schon mit nem Word dokument der die Rechtschreibungsfelher korriegiert, doch wenn ich so nen ich richtigen Kaudawelsch rein schreibe, verständlich das der PC das dann auch nicht mehr verbessern kann *lach*

Danke noch mal :)

liebe grüße, Tami
merci - 23.09.2007, 18:03

Hallo ihrs :)
Ich hab wieder ganz viel weiter geschrieben, ist es zu viel? oder mögt ihr meine Geschite nicht??? i.wie postet hie rkeine rKritik.. :( Aber ich brauch sie doch um besser zu werden Mädels :)))

naja hier mal n weitere Teil:

New York, New York


Ich dachte Mutter und William würden mich noch bis zum Flughafen begleiten, doch beide verabschiedeten sich an der Limousine von mir. Ich lies mich von jedem noch mal Drücken und Küsse aufdrücken, und nahm Glückwünsche an. Sogar Mama weinte. Ich glaube, es waren sogar wahre Tränen.. Nur konnte ich nicht unterordnen wie die Tränen zu Definieren waren; Weinte sie weil sie mich doch vermissen würde? Weinte sie, weil sie ihr Glück mir los zu haben, kaum fassen konnte? Oder weinte sie um den Gästen voraus spielen, wie sie es so oft tat?

Nachdem sich die Lehrer alle vorstellt haben, wurden wir auf unsere Zimmer geschickt. Ich suchte meine Zimmernummer, Nummer Einhundertundzwölf. Ich lief die lange Korridore entlang, Treppen hinauf und wieder hinunter, das ich mir sicher war, müsste ich wieder zum Schuleingang, wüsste ich nicht wo hin ich laufen müsste. Letztendlich fand ich die Tür, und sie stand offen. Mein Herz klopfte vor Aufregung schneller, ich klopfte sanft an und lief schüchtern ins Zimmer. Es war keiner zu finden. Ich sah mich im Zimmer um: Ein Stockbett und ein Einzelbett waren darin, drei Schränke und ein Tischchen mit Zwei Stühlen. Das Einzelbett und das Obere des Stockbettes waren offensichtlich benutzt; beide hatten farbige Bettdecken. Ich ging davon aus das untere, würde meines sein. Den es war das einzigste wo nicht mit farbiger Bettwäsche war, und es hingen auch keine Fotos an der Wand. Ich lies meine Koffer auf dem Bett sinken und sah mich weiter um. Es hingen haufenweise Bilder an den Wänden, über, neben, hinter, den Betten. Über dem Einzelbett war auch eine rote Lichterkette mit Herzchen gehängt. Es sah hier sehr wohnlich aus, auch wenn das Mobiliar nicht sehr schön aussah, und es war äußerst Sauber. Ich lief in unser Badezimmer und sah mich dort um. Die Badewanne, die Wandfließen und das Waschbecken waren Grün. Nur die Toilette und die Dusche waren einigermaßen weiß, der Boden war aus weißem Linoleum. Jetzt erst wurde mir bewusst was ich im Hotel doch hatte! Unsere Badezimmer hatten Eckbadewannen und Duschen und die Wände waren Weiß gestrichen, der Fußboden war Marmoriert... Doch ich wollte nicht schimpfen, ich hätte es besser wissen müssen, zumindest sah auch hier alles sehr sauber aus. Ich ging wieder zurück ins Zimmer und sah mich erneut und diesmal warf ich ein Blick auf die Bilder und auf den Tisch. Auf dem Tisch war eine kleine Karte, die ich vorhin übersehen haben muss, auf der stand:
Für die neue Mitbewohnern
Ich öffnete die Karte:
Hallo Liebes, du wirst dir wohl das Zimmer mit mir (Cathy) und Tinka teilen müssen! Ich hoffe wir werden uns verstehen. Wir sind beide beim Unterricht und können dich leider nicht Begrüßen, das werden wir dann nach holen! Bis dann,
Carry und Julie.

Deswegen war also niemand da, dachte ich. Ich beschloss meine Koffer aus zuräumen du zu schauen, welcher der Schränke meiner war...
“Hallihallu!” rief jemand hinter mir. Ich erschrak und lies mein Kleid zu Boden fallen, das ich gerade in den Händen hielt. Ich drehte mich um. Vor mir standen meine neuen Mitbewohnern. Eine war groß und mittelstark gebaut, sie hatte lange Braune Haare die glänzten und ihre Haut war sonnengebräunt. Sie lächelte mich strahlend an und ihre Braunen Augen sahen mich freundlich an. Das andere Mädchen war noch größer, als die andere, ihre Haut war sehr hell und sie wirkte sehr, sehr Dürr. Ihr Roten Haare fielen ihr einfach nur lustlos über die Schultern. Ihr Blick war forschend. “Oh, Sorry! Wir wollten dich nicht erschrecken” lachte das große, Braunhaare Mädchen. Ich lächelte verlegen. Ehe ich etwas sagen konnte kam sie näher zu mir. “Du bist also unsere neue Mitbewohnern?” “Ja” “Das ist ja echt Cool! Jetzt sind wir zu dritt!” sie drehte sich zu dem anderen Mädchen um. Sie musterte mich von oben bis unten. “Das wird so lustig werden!! Wie heißt du?” “Dawn, Dawn Cutler. Und ihr?” fragte ich ehe sie mir wieder dazwischen plapperte. Schon jetzt merkte ich das das Mädchen wie ein Wirbelwind war. “Ich bin Carry! Und das” sie deutete auf das Mädchen das immer noch im Türrahmen stand. “Das ist Julie!” Ich lächelte Julie an doch sie sah mich nur argwöhnisch an. Carry kam näher zu mir um mir ins Ohr zu flüstern. “Sie ist ein wenig Schüchtern, aber sie kann auch ganz anders!” Sie zog die Augenbrauen hoch. War das eine Warnung? “Wie ich sehe hast du dein Platz im Zimmer schon gefunden.” Ich nickte. “Warst du schon mal in New York?” “Zum Einkaufen, aber wirklich viel konnte ich von New York nicht sehen..” erklärte ich schnell. “Macht nichts! Du wirst schnell lernen wie man sich in New York verhält und mit welchen Taxis und Bus Linien du fahren musst. Ich schlage vor wir gehen ein Eis essen, und du erzählst mir alles von dir! Von deiner Geburt an bis zu dem Zeitpunkt an dem du das Zimmer hier betreten hast!” lachte sie und zog mich am Arm durch Die Tür. Wir eilten durch die Kreuzungen und langen Straßen. Ich wunderte mich wie gut sich Carry hier auskannte, hier herrschte wirklich ein Trubel! Autos hupten, und die Menschen liefen quer über die Straßen außerdem waren hier überall Häuser und Läden gemischt und alles sah irgendwie gleich aus. Carry hatte mich immer noch an der Hand genommen und plapperte an einer Tour. Sie war wie ein Wirbelwind! Letztendlich bogen wir um die Kurve, an einem Tante Emma laden vor bei, über die Straßen Kreuzung hinüber und Geradwecks zum Italiener.
Wir aßen beide große Eisbecher und lachten über den anderen wenn er versuchte sich die langen Eislöffel in den Mund zu schieben. Wir verbachten einen wundervollen Tag. Carry zeigte mir noch die Bibliothek, und einige ihrer Lieblings Kleidungsläden bis wir letztendlich müde und erschöpft zum Abendessen an der Akademie ankamen. Kaum angekommen zog mich Carry gleich weiter. “Komm wir setzen uns an einen Tisch!” An der Kantine war relativ wenig los, die meisten hatten sich schon zum Essen gesetzt. Carry und ich schlugen uns die Tablette mit Essen voll, bis nichts mehr drauf passte. Dan sahen wir uns nach einem freien Platz um. Julie saß allein und stocherte lustlos in ihrem Salat herum, Carry beschloss das wir uns bene sie setzen sollten um ihr Gesellschaft zu leisten. “Oh nein!” rief Carry auf. Julie und ich starrten sie beide fragend an. “Ich muss noch was erledigen, ganz schnell! Bin sofort wieder da!” sie lächelte uns an, “Fangt ja nicht ohne mich an!” lachte sie und eilte davon. Als Carry weg war saßen Julie und ich einfach nur da die Hände im Schoß gefaltet und beide irgendwo hin schauend.. Ich hoffte Carry würde gleich wieder kommen doch nach ein paar Minuten war sie immer noch nicht da. Und die Inne die wir hielten machte mich halb verrückt, deswegen drehte ich mich zu Carry um. Dabei fiel mein Blick auf ihren Teller. Ein winziger Salat mit Essigdressing und eine Flasche Wasser standen auf ihrem Tablett. Ich starrte wie hypnotisiert darauf. Julie hatte sie Salatblätter in ganz kleine Stückchen geschnitten. Sie schien es zu bemerken den sie Räusperte sich. Ich sah auf. “Ich. Ahm..” stammelte ich. Ihre winzige Portion Essen und ihre Magere Figur machten mir schon jetzt große Sorgen. Irgendwann dann schaffte ich es dann doch meinen Blick von ihrem Tablett und ihrem dünnen Armen zu wenden und ihr ins Gesicht zu sehen. “Bist du auch schon länger da? Oder bist du auch neu?” “Ich bin mit Carry hier her gekommen!” erklärte sie. “Wir sind schon circa Zwei Jahre hier, wir haben unser Aufnahmeprüfung schon mit Zwölf bestanden!” erklärte sie Majestätisch. Sie hob ihr Spitzes Kinn. “Ich habe mit Zwölf noch gar keine Aufnahmeprüfungen gemacht.” verteidigte ich mich. “Dann warst du eben nicht gut genug. Dein Lehrer hätte dich sonst zur Prüfung geschickt!” Ich nickte und wand mich dann wieder meinem Essen zu. Als Carry kam verschwand die trübe Stimmung den Carry brachte gleich den neuesten Klatsch mit. Sie plauderte wild drauf los und wir lachten unaufhörlich, ich glaube, wir waren sogar die lautesten von allen!
Nach dem Abendessen beschloss ich Jimmy anzurufen. Es gab so viele Neuigkeiten die er unbedingt erfahren musste.
Ich rief auf seiner Zimmernummer an. Tut, Tut, Tut, nach dem vierten mal hob jemand ab.
“Jimmy Cutler”, “Jimmy!” rief ich. Und mein Herz fing an zu pochen, mein Magen schlug Saltos. “Dawn! Oh Dawn! Wie geht’s es dir?” “Gut, Jimmy! Gut! Und dir?” “Ich vermisse dich, aber ansonsten gut.” erklärte er. “Was macht das Hotel?” fragte ich. “Deine Muter springt die ganze zeit durch die Gegend, sie plant irgend ein Ereignis.. Ich glaube es soll so ne Art HappyHour werden.” Ich seufzte. Ich hatte eigentlich gehofft das Mutter mich vermissen würde... Doch genauso schnell wie die Melanochi über mich kam genauso schnell wurde ich auch wieder Glücklich, und erzählte Jimmy alles über die Schule und die Lehrer die ich bis jetzt kennen gelernt habe, ich erzählte ihm von meinem Stunden plan und Carry und Julie. “Das klingt alle sehr aufregend, Dawn! Doch am meisten wüsste ich ganz gerne wann du wieder kommst?” “Ich weiß es noch nicht” erklärte ich, “also die nächsten Ferien werde ich durchtrainieren müssen, das steht auf meinem Stundenplan. Die Lehrer müssen sehen wie weit und gut ich mich entwickle” “Hmm..” “Ich muss jetzt auflegen, Jimmy! Ich habe schon ohne hin zu lang Telefoniert, mein halbes Taschengeld ist weg! Ferngespräche sind so teuer, vergiss nicht Mutter darum zu beten das sie mir etwas Geld schickt.” Stille. “Ich hab dich lieb, Jimmy Newton Cutler!” flüsterte ich. “Ich liebe Dich, Dawn!” antwortete er. Dann hörte ich nur noch das Klacken des Telefons. Auch ich legte auf. Und eine Woge von Traurigkeit überfiel mich. Plötzlich wurde das angenehme Bauchgefühl zu einem Übergebenden Übelkeit, und mein Herz fing fühlte sich an, als würde es jemand versuchen es zusammen zu quetschen. Mein Hals schmerzte, wie als hätte ich einen Tennisball verschluckt, meine Nase brannte und die Tränen verschleierten meinen Blick. Langsam trottete ich zu den Mädchenschlafsaalen. Ich hörte ein paar Stimmen hinter mir, ich wollte nicht das sie sahen wie ich weinte und deswegen rannte ich den Aufgang entlang obwohl der Tränenschleier vor meinen Augen klaren Blick nicht zu lies. Doch ich hörte nicht auf zu rennen und plötzlich fiel ich über meine eigen Füße, in die Arme eines jungen Mannes der im selben Augenblick aus einem der Zimmer rechts von mir kam. “Junge Dame! Das rennen in den Gängen ist verboten!” schallt er mich aus. Ich wischte mir endlich die Tränen aus dem Gesicht und rappelte mich auf, hinaus aus seinen Armen die mich immer noch fest hielten. Als er mich nicht los lassen wollte sah ich ihm ins Gesicht: Der junge, gutaussehende Mann schien nicht Älter als Zwanzig zu sein. Er hatte Rabenschwarzes Haar, wunderschöne Blaue Augen und ein schmale Nase, außerdem hatte er volle Lippen und ein keckes Kinn. Ich glaubte noch nie einen so gut aussehenden Mann gesehen zu haben.
Als er meine Tränen bemerkte wich sein mich musternde Blick und er sah mich besorgt an. “Was ist den los?” fragte er. “Nichts!” sagte ich schnell. “Nach nichts siehst du aber nicht aus, möchtest du mir nicht erzählen was mit dir ist?” fragte er nachdrücklich. Er hielt mich immer noch in seinen Armen. Ich wollte gerade zu einem Satz ansetzen als eine etwas ältere Lehrerin den Aufgang entlang, zu uns kam. Es war einer der Lehrerinnen die ich heute morgen auch schon mal gesehen hatte. Sie räusperte sich. Wir drehten uns zu ihr um. Als sie sah das der junge Mann seine Hände immer noch um meine Arme schlang, wich sie zurück. Dann kniff sie ihre Augen zusammen und ihr Mund öffnete sich einen Spalt. “Was soll das?” rief sie wütend. “Lassen sie augenblicklich unsere neue Schüler in los!” Erst jetzt schien der Mann zu bemerken das er mich hielt den er sah an sich herunter und nahm seine Hände zurück. Die Dame kam auf uns zu, immer noch mit den zwei Schlitzen um die Augen. “Was haben Sie hier zu suchen, Mrs.-” “Cutler!” erklärte ich. “Mrs. Cutler!” wiederholte sie. Ich sah mich um, irgendwie sah hier wirklich nichts nach Mädchensaal aus, unser Aufgang war doch Gelb, erinnerte ich mich. Der hier war Grau. Ich dachte einen Moment nach. Ich muss in dem Aufgang für die Jungenzimmer gelandet sein! Ich schlug die Hände vor mein Gesicht. Die Dame stemmte ihr Hände in die Hüften. “Ich, ich bin neu” erklärte ich. “Ich muss mich verirrt haben! Ich war im Gemeinschaftszimmer, ich habe Telefoniert und dann wollte ich in mein Zimmer!” Die Frau musterte mich von Oben bis unten. “Mhm” brummte sie. “Die Schule ist groß, als Neuling kann man sich da schon verirren!” stimmte sie mir zu. “Doch ich hoffe das ich Sie hier nicht mehr auffinden muss! Am besten Sie begeben sich nicht mehr ohne eine unser älteren Schülerinnen fort!” Ich nickte steif. “Nun los, gehen Sie schon!” sie versuchte ein Lächeln doch es sah eher nach einem Zucken an ihrem rechten Mundwinkel aus. “Den Treppenaufgang runter, links über den Gemeinschaftsraum, die Zweite Tür rechts, das ist der Aufgang für die Mädchenzimmer!” ich bedankte mich und eilte die Treppen hinunter bis ich endlich in meinem Zimmer ankam.
Ich knallte die Tür hinter mir zu. “Was ist den mit dir passiert? Du siehst aus als hättest du einen Geist gesehen!“ scherzte Carry. Ich erzählte ihr das ich mit Jimmy telefoniert hatte und mich plötzlich furchtbares Heimweh überkam, so das ich weinen musste und nichts mehr sah und versehentlich in den Aufgang für die Jungen stürzte. Sie lachte nur. “Oh Dawn! Das passier jeden Neuling mal, so wie du die Dame beschreibst, hört sie sich ganz nach Madam Streichen an, die kann dir nichts! Im Herzen ist sie ein wundervolle, gutmütige Lehrerin! Den Zwischenfall hat sie sicherlich schon vergessen, und außerdem erzählst du ja das sie dir geglaubt hat.” Ich nickte. “Mach dir keinen Kopf! Das gibt keine Straffpunkte, du bist noch neu da passiert so was eben mal. Und jetzt komm her lass dich von mir drücken und trösten! Außerdem will ich alles über den Gutaussehenden jungen Mann hören! Der muss nämlich neu sein, ich kenne ihn nicht.” Carry streckte ihre Arme nach mir aus und lächelte liebevoll Mütterlich. Ich warf mich zu ihr aufs Bett und sie küsste meine Stirn und hörte mir noch einmal zu. “Ich hatte auch furchtbares Heimweh, Dawn. Ich hänge unheimlich an meinem Papa, noch jetzt vermisse ich ihn oft!” sie seufzte. “Es werden noch harte Zeiten auf dich zu kommen, ich durfte jetzt schon die letzten Drei Ferien nicht nach hause. Doch es lohnt sich! Irgendwann werden wir dafür belohnt!” beteuerte sie mir. Ich seufzte, Plötzlich war mir alles egal, ich würde das Tanzen aufgeben, könnte ich nur zu Jimmy zurück gehen, dachte ich mir. “Irgendwann” sagte Carry, “werden wir auf der Bühne der Deutschen Staatsopern stehen und Ballett Tanzen, so wie wir es uns vorstellen!”

Es war ein unglaublich Gutes Gefühl jemanden zu haben, mit den man Lachen und Weinen konnte. Der dir beteuert alles mit dir durch zu stehen.
Carry half mir wirklich sehr über die Sehnsucht von Jimmy hin weg. Doch er war immer noch in meine Herzen und dort sollte er auch bleiben, für alle Ewigkeiten!, das schwor ich mir an jenem Abend. . .
merci - 23.09.2007, 18:03

Der Neue

Heute ist mein Erster Schultag an der GTS. Ich schlug total müde die Augen auf und blinzelte hinaus in die Morgen Sonne. Die aufgehende Sonne liebkoste mein Gesicht und benetzte es Wärme. Carry schlief noch. Sie hatte ihr Kissen über ihr Kopf gedrückt, weil die Sonne sie sonst gestört hätte. Julies Bett war leer. Wie spät war es eigentlich? Ich sah auf meinen Wecker: Sechs Uhr Fünfunddreißig. Wieso war Julie schon auf? Wir mussten doch noch gar nicht auf stehen? Ich dachte einige Minuten darüber nach, bis mich schließlich die Müdigkeit wieder packte und ich in einen tiefen Schlaf fiel. Schlaf der mir die letzte Nacht fehlte, vor lauter Nervosität vor heute, konnte ich gestern Abend nicht einschlafen. Doch schon kurze Zeit später wurde ich von dem schrillen Klingeln meines Weckers geweckt. Ich schlug drauf aber er wollte nicht still sein, also schaltete ich ihn doch aus. Plötzlich war ich wieder hellwach, ich war ja so nervös wegen heute! Ich würde heute zum Ersten mal meine neue Klasse besuchen. Auch Carry schlüpfte langsam aus ihrem Bett. Ihr, bis Taillen langes Haar war total zersaust. Als sie mich sah lächelte sie und ihre Augen strahlten. “Guten Morgen, Dawn!” gähnte sie. Sie strich sich ihr aus dem Gesicht. “Scheinbar hast du die Nacht gut überstanden” scherzte sie. “Julie hat sich am Anfang darüber aufgeregt das ich in der Nacht rede.“ “Ehrlich? Davon hab ich nichts mit bekommen.” Wir lachten. “Wo ist sie eigentlich?” fragte ich. “Wer?” “Na Julie, ich wurde heute morgen schon einmal wach, da war Julie schon aus dem bett, da war es gerade kurz nach Halbsieben.” erklärte ich. “Hmm.. Ich weiß nicht, sie steht immer so früh auf!” winkte Carry ab. “Ich geh zuerst ins Bad” teilte sie mir mit. Damit lies sie mich im Zimmer stehen. Irgendetwas stimmte da doch nicht, und ich glaubte zu wissen das es meine Aufgabe war das heraus zu finden.
Pünktlich um halbacht ging ich los um mein Klassenzimmer zu suchen. Ich lief durch die langen, lichtdurchfluteten Korridore und an sämtlichen Zimmern vorbei. Endlich, ganz hinten, war meine Klasse: 10C. Die Tür stand Offen und ich spickte herein. Scheinbar war noch kein Lehrer da, den alle saßen auf den Tischen und plauderten. Ich sah mich nach einem freien Platz um und langsam schienen die ersten Schüler mich zu bemerken. Manche Gespräche verstummten und ale sahen mich mit großen Augen an. Ich spürte wie mir das Blut ins Gesicht schoss. Ich kam mir vor wie unter einem Vergrößerungs- Glas. Alle starrten mich mit neugierigen Augen an. Was jetzt wohl in ihren Köpfen umher ging? Wie sie mich wohl fanden? Ich wusste das die Mädchen über meine Haare, mein Make up und meine Kleidung spekulierten und ich fürchtete mich mit jedem Schritt mehr. Als ich endlich, in der dritten Reihe ganz rechts, an der Fensterseite ankam, atmete ich erleichtert auf. Ich packte meinen Schulblock und Schreibzeug heraus und wartete einfach auf den Lehrer und sah den anderen zu wie sie sich unterhielten.
Fünf Minuten später kam unser Klassenlehrer herein. “Guten Morgen meine Damen und Herren!” rief der kleingewachsene runde Mann aus. Er war gebaut wie eine Kugel, zusammengesetzte aus noch kleineren, weiteren Kugeln. Die größte Kugel stellte der Bauch dar, dann kam der Kopf, und die Arme und Beine. Selbst seine Hände sehen aus wie Kugeln, mit dicken Wursten als Finger. Dazu trug der Lehrer Knäuel Nase, und ein liebevolles Lächeln im Gesicht. Seine Zähne waren etwas vergilbt, und seine Brille rutschte ihm halb von der Kurzen Nase, sein Bart war lang und stählern Weiß, wie sein lockiges Haar.
“Ich möchte euch zu einem neuen Schuljahr Willkommen heißen! Mein Name ist Mr. Brightman. Manche kennen mich vielleicht noch vom letzten Jahr, andere, die neuen Schüler der Grace Thommesen School noch nicht. Doch das wird sich schon bald ändern, für dieses Jahr, bin ich euer Klassenlehrer.” er machte eine Pause, “na dann, fangen wir mit Sozialkunde an.”
Es stellte sich heraus das Mr. Brightman ein sehr netter und ruhiger Lehrer war. Viele Schüler warfen sich Zettel über die Tische, doch Mr. Brightman blieb gelassen. “Robert, du solltest das Zettelchen schreiben lassen” er mahnte er seinen Schüler, “du hast nicht die entsprechenden Noten dazu” erklärte er ruhig. Dann wand er sich seiner Tafel zu.
Denn restlichen Vormittag verbrachte ich mit Algebra Aufgaben, Deutsch und schließlich einer Doppelstunde Anatomie. Als der Unterricht dann endlich vorbei war, durften wir entweder gehen oder noch da bleiben, und uns Hilfe bei den Hausaufgaben geben lassen, Ich beschloss mich auf mein Zimmer zurück zu ziehen und dort meine Hausaufgaben zu erledigen. Als ich die Zimmertür öffnete kam mir eine Welle von Hitze und prallem Sonnenlicht entgegen das durch die Fenster fiel. Ich öffnete die Fenster und zog die Vorhänge etwas vor, so das das Licht noch durchbrach aber nicht blendete. Dann setzte ich mich an den Schreibtisch, Julie und Carry waren offensichtlich noch nicht da. Ich packte gerade meine Matheaufgaben heraus als ich das schreckliche Geräusch von Erwürgen wahr nahm. Ich drehte mich zur Badzimmertür doch das Geräusch verstummte. Ich lauschte noch einen Blick, doch es kam nicht wieder. Wahrscheinlich hatte ich mich nur getäuscht, dachte ich. Doch als ich mich gerade umdrehen wollte ertönte das fürchterliche Erbreche Geräusch weder. Diesmal noch lauter. Mein Herz fing heftig an zu pochen, was ist wenn sich mein Glaube, Julie sei Magersüchtig, doch als Wahr heraus stellte? Oder war hinter der Badezimmer Tür etwa Carry der Übel geworden war weil sie heute morgen so viel aß? Ich beschloss der Sache auf den Grund zu gehen. Ich klopfte sachte an die Tür doch keiner Antwortete oder machte auch nur ein Geräusch. Ich klopfte erneut, diesmal energischer gegen die Tür. “Carry? Julie? Alles Okay?” “Mir ist nur schlecht, verschwinde!” rief Julie hinter der Tür. “Julie” fing ich an, ich wusste nicht wie ich sie auf meinen Verdacht ansprechen sollte. Sie mochte mich von Anfang an nicht. Oder mochte sie mich nur nicht, weil sie glaubte ich konnte eine Gefahr für sie, ihr Geheimnis, darstellen? “Julie, vielleicht ist die schlecht weil du heute Morgen kaum gegessen hast!” “Lass mich in Ruhe! Verschwinde! Mir ist nur Übel!” Sie warf etwas gegen die Tür was mit lautem Klirren zerbrach, ich schreckte zurück. Ich seufzte und lies sie dann zurück. Ich setzte mich an meine Aufgaben, doch darauf konnte ich mich natürlich nicht mehr Konzentrieren. Was war mit Carry? Sie musste doch mitbekommen haben das etwas nicht mit Julie stimmte?” Lenzendes brachte ich meine Aufgaben doch fertig, und eilt direkt zum Ballettunterricht weiter. Mein erster Ballettunterricht an der GTS.


Heute achtete ich ganz besonders auf die Passende Frisur, und darauf das ich etwas Modernes trug: Ich trug ein Schwarzes Trikot und eine Weiße Leggin, die grund Ausstattung an der GTS. Dazu trug ich eine Lila Wickeljacke und Lila Wadenwärmer. “Mensch, du siehst mal wieder Super aus Dawn!” rief Carry mit großen Augen, aus. Ich senkte den Kopf und flüsterte ein leises Danke. “Wir bekommen direkt einen neun Lehrer. Weißt du, es ist nicht üblich einen Lehrer zu haben, normalerweise haben die Mädchen eine Lehrerin und die Jungen einen Lehrer, doch da unsere Lehrerin für die nächsten Wochen ausfallen wird,- hat irgendwas mit dem Fuß” erklärte Carry in einem Satz das ich kaum nach kam “haben Wir halt nen Lehrer.” Sie holte Luft. “Ich bin schon ganz aufgeregt!” gestand sie mir kichernd. Ich lächelte, was sollte ich wohl sagen? Ich hatte hier meinen ersten Schultag und meine erste Ballettstunde! Ich kannte kaum jemanden und von überall kamen Musternde Blicke. Die anderen, neuen, die kamen meist in eine Zimmer und daher kannten sie sich auch schon.
Wir liefen alle in den Tanzsaal und erwärmten uns. Als Plötzlich jemand in die Hände klatschte. Wir drehten uns um. Unser Ballettlehrer! Es war der Mann mit den ich gestern zusammen gestoßen war!


“Hallo meine Lieben” rief er. Seine wunderbare Stimme hallte durch den Saal. Ich erinnerte mich an den gestrigen Zwischenfall: Ich war ausersehen in den Jungenschlafsaal gelaufen und wäre fast gestolpert, doch seine kräftigen Arme hielten mich auf. Plötzlich wurde mir Heiß und ich zitterte immer wenn er in meine Richtung sah. Mein Herz pochte so stark das ich glaubte die andere könnten es sehen oder hören, nur der Gedanke daran, und mein Kopf wurde Putern rot. “Ich bin Christian Mr. Mc Murphy. Ich bin seit diesem Jahr an eurer Schule. Ich bin im Normalfall, für den Jungen Unterricht tätig, doch da eure Lehrerin ausfällt, und alle andere Lehrerinnen sich um die höheren Klassen kümmern müssen, bin eben ich hier, nur für heute, morgen werden wir weiter sehen.” Ich betrachtete jede Gestik und jede Mimik an ihm. Es schien als sei er ein Vollkommener Mensch zu sein. Er verlagerte sein Gewicht vom linken zum rechten Bein, er schlenderte auf uns zu und wieder zurück, er lächelte währen der redete, und seine Augen funkelten schelmisch. Er erinnerte mich.. Er erinnerte mich an..
Ich betrachtete ihn weiter, und mein Herz schlug mit jeder Sekunde noch schneller noch kräftiger gegen meine Brust, ich hatte das Gefühl mein Herz würde gleich zerspringen und ich tot umfallen.
“Wir beginnen mit einigen Erwärmungsübungen, vor allem für eure Füße. Wir möchten uns heute ausschließlich mit euren Füßen arbeiten. Relevé auf Spitze, und so weiter!” er klatschte erneut in die Hände.
Den größten Teil der Stunde beschäftigten wir Mädchen uns selbst, ab und an verbesserte er unsere Arme, aber im Grunde sah er uns nur zu. Männer hatten ja eine ganz andere Technik was das Ballett anging, nur die Grundübungen im Ballett, die stimmten mit denen von unseren über ein.
Und ob ich versuchte mich zu konzentrieren, fiel es mir immer wieder schwer. Meine Gedanken waren die ganze zeit nur bei Ihm, Christina Mc Murphy! Als wir eine neue Übung begannen, fiel es mir wie Schuppen von den Augen, und mein Herz schien eine Sekunde aus zu setzten: Ich hatte die ganze zeit darüber nach gedacht, an wenn mich Mrs. Mc Murphy erinnerte.. Es war Jimmy! Seine Gestik und Mimik stimmten mit der von Jimmy überein. Mein herz fing wieder an wie wild zu flattern, deswegen fand ich Mr. Mc Murphy auch so Attraktiv! “Dawn!” rief er mir zu. Ich sah auf und er lief eilig auf mich zu. Er wusste meine Namen also noch´, schon wieder fing men Herz an heftig zu flattern, wenn ich hier nicht noch an einem Herzinfarkt erleide! “So geht das nicht!” rief er scharf doch als er mein verwundertes Gesicht sah lächelte er schnell wieder, seine Augen funkelten. “Was machst du den nur?” lachte er und legte seine Hand auf meine Schulter. “Die Position „effacé" bedeutet, dass sich der Körper schräg zum Publikum befindet. Das Spielbein ist offen, überschreitet aber niemals die vordere Körperlinie. Die Position lässt offene Beinarbeit nach vorn und hinten zu.“ Beschämt sah ich an mir herunter, meine Füße waren einfach nur im Demi Plie. Ich errötete. Scheinbar entzückte ihn das, den sein Lächeln wurde zu einem frechen Grinsen. seine Finger glitten von meiner Schulter hinunter über meinen Arm. Er sah mir lange in die Augen, länger als er es bei anderen tat. Erst als er sich vollständig abwand, ließen seine von meinen Augen. Ich fühlte mich wie im 7. Himmel.
Wir machten eine kurze Pause um etwas trinken zu können, danach mussten wir weiter arbeiten. Schon jetzt merkte ich das das Niveau hier, weit über das tägliche Stunden Pensum heraus ging, das ich kannte. Total erschöpft lehnte ich mich über die Ballettbarren und holte Luft. Ich stützte mich einige Zeit einfach so ab, doch es schien als würde sich mein Atem und mein Herzschlag gar nicht mehr beruhigen wollen. Plötzlich kam Mr. Mc Murphy wieder von hinten an und strich mir über den Rücken. Ich erschrak, sagte aber nichts. ´´Dawn, du musst unbedingt an deiner Kondition arbeiten“ erklärte er mir, seine Hand lag immer noch auf meinem verschwitzten Rücken. Ich nickte, immer noch außer Atem. „Und an deiner Konzentration“ lachte er. Ich sah auf, sein wunderschönes Lächeln... Es erinnerte mich an das von Jimmy. „Was war den nur los mit die?“ fragte er. „Ich.. Ich weiß es nicht!“ log ich. „Wenn es an dem gestrigen Abend lag, das ist schon vergessen!“ er trat einen Schritt näher und legte seinen Arm, den er gerade noch auf meinem Rücken hatte, um meine Taille und drückte mich nah an sich. Sein Gesicht kam näher an meines. „Keiner muss etwas davon Erfahren, das wird unser Geheimnis bleiben!“ Sein heißer Atem wirkte Frisch und roch nach Minze. Sein After save da sich jetzt deutlich riechen konnte, vernebelte mir die Sinne, ich schloss die Augen um noch mehr zu genießen, noch intensiver seine Nähe zu spüren und zu riechen. Dann nickte ich. Als die Mädchen wieder in den Saal runter kamen ging er wieder und das gerade eben, so vertraute, Private Gefühl wich dem eines neutralen Ballettlehrers.
Ich war richtig enttäuscht den er kam nicht wieder um mich zu verbessern oder seinen Arm um meine Taille zu legen. Doch die Erinnerung blieb.
SpAtZiLeIN - 23.09.2007, 19:17

die geschichte gefällt mir:)

sie ist so viel ich beurteilen kann gut geschrieben:)
und da ich selber auch ballet tannze gefällt sie mir noch meh;)
Tabbi - 23.09.2007, 23:32

Ich finde die Geschichte richtig gut...sie hat mich schon wie ein buch gefesselt...schreib auf jeden fall weiter!!Ich freu mich auf mehr!!! =)
Tabbi - 01.10.2007, 13:18

Schreib weiter!!! BITTE :!:
merci - 04.10.2007, 18:17

Alte Erinnerungen

Gegen Nachmittag hatten wir dann Freizeit und durften unsere Zeit frei einplanen. Carry und ich beschlossen eine heiße Schokolade trinken zu gehen. Genau passend für die eisige Jahreszeit. Wir hasteten wie üblich über die Straßen und mittlerweile konnte auch ich Carry durch die Stadt führen.
Als wir in unsere Standart Eisdiele „Picco Bello“ ankamen und wir uns beide einen Eisbecher bestellt hatten, beschloss ich endlich Carry auf meinen Verdacht gegen über Julie an zu sprechen. Genau das richtige um mich abzulenken. „Carry“ fing ich an, „Du teilst dir doch schon sein ein paar Jahren das Zimmer mit Carry, oder?“ „Seit genau einem Jahr. Julie wurde sogar noch früher aufgenommen! Sie ist seit ca. drei Jahren hier! Kannst du dir das vorstellen?“ sie gab sich selbst die antwort: „Natürlich kannst du dir das vorstellen! Hast du sie schon mal tanzen gesehen? Sie ist ein echtes Naturtalent, aber auch ein echtes Monster! Ihre Launen machen mich noch wahnsinnig!“ Ich nickte ging aber nicht darauf ein. „Ich glaube Julie hat ein Problem“ fing ich an. „Oh ja, das hat sie! Sie hat einen knall! Sie ordnet ihre Wäsche nach Farben! Hast du das schon einmal gesehen? Die spinnt doch! Außer dem mag sie es nicht wenn ich meine „moderne“ Musik höre. Sie hört ausschließlich Klassische Musik.“ Sie seufzte. „Ach was, eigentlich sollt eich nicht über sie Lästern, das arme Ding kann wahrscheinlich nicht mal was dafür! Du müsstest ihre Eltern sehen.. Ihre Mutter hat drei Schichten Make-up drauf!“ Carry verzog das Gesicht, „und ist von Kopf bis Fuß mit Goldschmuck und Designer Kleidung eingewickelt. Ihr Vater genauso- ich glaube ja das Julie gar nicht tanzen will. Ich glaube das ist auf den Mist ihrer Mutter gewachsen, aber wissen tu ichs nicht.“ Sie stopfte sich eine Eislöffel in den Mund. „Carry, ich glaube sie hat eine Essstörung!“ erklärte ich. Carry senkte ihre Augen. Als sie nicht antwortete erzählte ich ihr von gestern Mittag wo sie kaum etwas aß, und von heute Mittag, als sie sich im Klo eingesperrt hatte und sich übergab. Außerdem war sie ja auch unnatürlich Dünn. „Dawn, nimm es mir nicht persönlich, aber ich will nichts über ihre Probleme hören! Natürlich hatte ich den verdacht auch schon. Ich hab sie auch darauf angesprochen, aber sie sagt wenn ich irgendjemanden etwas darüber Erzähle, würde sie dafür Sorgen das ich von der Schule fliege- sie ist eine großartige Tänzerin und ihre Eltern haben großartige Beziehungen, glaub mir, die würden dafür Sorgen da sich fliege und sie bleibt! Ihre Mutter ist ja selbst nicht ganz gesund im Kopf! Eine totale Ballettfanatikerin - sie hat es damals selbst nicht geschafft soweit zu kommen, deswegen muss es zumindest ihre Tochter schaffen.. Ich weiß von nichts und ende!“ Ich riss die Augen auf, mein Verdacht hatte sich tatsächlich bestätigt! „Aber Carry wir müssen ihr Helfen! Sie ist Krank, sie wird sich zu Tode hungern!“ „Dawn, ich hab‘s dir doch eben gesagt: Wenn du irgendjemanden von ihrem Problem erzählen wirst, wird sie dafür sorgen das du fliegst! Sie hat ungeheuerliche Mächte, allein durch ihre reichen Eltern. Du würdest nichts erreichen - sie würde nicht fliegen und daher auch nichts gegen ihre Krankheit tun und du würdest wieder daheim sitzen. Die Aufnahmeprüfungen werden mit jedem Jahr schwerer! Und wenn du schon einmal geflogen bist, kommst du kaum bis gar nicht mehr wieder rein.“ klärte mich Carry auf. „Aber Carry!“ rief ich hilflos aus. „Dawn“ Carry legte ihren Löffel hin und schob ihr Eis beiseite, dann lehnte sie sich zu mir vor um mir besser in die Augen schauen zu können „lass es gut sein! Du wirst ihr nicht helfen können! Ich hab‘s auch versucht, ich hab mit ihrer Mutter gesprochen doch die will kein Wort davon hören. Glaub mir, ich bin alles andere als Egozentrisch, aber was meine Karriere an geht, da geh ich über Leichen!“ Ihre Augen fanden meine und warfen mit Feuerfahlen die mich mitten im Herz trafen. Es stimmte also doch wo Jimmy einmal sagte: „Wenn du erst einmal eine großartige Tänzerin bist, wirst du mich vergessen!“ Ich lachte damals und verneinte. Doch Jimmy sagte: „Künstler sind Egoisten! Wer erst einmal in den Bann hineingezogen wurde, in dem, vom Traum eines tollen, beliebten Tänzers zu werden - und vor allem wenn man schon so weit ist, kämpfen die sich mit ihrer Egozentrischen Art nach ganz Oben! Alles und jeder ist ihnen dann egal“ prophezeite er mir und ich lachte darüber.
Jetzt war ich mir selbst nicht mehr so sicher. Den tatsächlich, wenn ich mich zwischen meiner Karriere und Julie entscheiden müsste, wüsste ich nicht wie ich mich entscheiden sollte. Julie tut mir leid und ich will ihr helfen, ich will es wirklich! Aber wenn Carry recht haben sollte, würde ich wohl nichts erreichen, und anstatt ihr das leben zu retten würde ich meine Karriere und ihre in Gefahr bringen...
Wir sprachen nicht mehr über Julie. Aber ich würde nicht aufgeben!, das war sicher.

Carry musste noch etwas für die Physik Stunde vorbereiten und ging dafür in die Bibliothek, ich ging zurück in die Schule. Ich wollte gerade die Treppen hinauf in unseren Aufgang der Akademie huschen als ich von Agnes Morris, unserer Betreuerin, aufgehalten wurde. „Dawn!“ rief sie, ich sah zu ihr herunter. „Dawn, ein Brief für dich!“ Ihre rosigen Wangen glühten und sie schien sehr zu schwitzen den als sie zu mir hoch eilte, atmete sie schwer. Ihre liebevollen Braunen Augen sahen mich an. Mit ihrer pummeligen Figur und der Livree die sie täglich trug, sah sie wie eine richtig gutmütige Erzieherin aus. Ich nahm den Brief an. Er war von Jimmy. Eilig bedankte ich mich bei ihr und rannte schließlich den Weg zu meinem Zimmer hinauf. Mein Herz klopfte heftig gegen meine Brust als ich den Brief öffnete.

Liebste Dawn,
Wie geht es dir? Mir geht es gut. Hat sich Mutter schon einmal bei dir gemeldet? Gesagt hab ich es ihr nun oft genug. Wie gefällt es dir auf der Akademie? Und was ist jetzt eigentlich mit dieser Julie? Ist sie immer noch so komisch? Gestern war im Hotel der Teufel los! Unser Koch hatte gestern einen Schlaganfall, du hättest Mutter sehen sollen, sie wurde Kreideblass als sie davon hörte. „Wer bekocht den jetzt unser Gäste?“ hatte sie gefragt als sie wieder fähig war zu Sprechen. Wir haben jetzt einen Aushilfskoch, er wird bleiben und Brown bei der Arbeit helfen.

Erinnerst du dich noch an dein Versprechen? Du hast versprochen mir jeden Tag zu schreiben oder mich anzurufen... Nun bist du schon seit fast Einer Woche weg, und ich hab keinen einzigen Brief erhalten, und nur einmal mit die Telefoniert.
Ich vermisse dich, Dawn, mein Herz schmerzt. Seit dem du nicht mehr hier bist, habe ich kein einziges Mal dein Zimmer betreten. Es würde zu sehr schmerzen, die Erinnerung wider auf leben zu lassen. Doch, bitte, Dawn, melde dich doch mal wieder bei mir!

In Liebe,
Jimmy

Als ich den Brief sinken lies liefen mir einige Tränen über die Wangen. Oh Jimmy, dachte ich mir, Oh Jimmy. Ich vermisse dich so sehr!
Ich lies den rief auf den Boden sinken und rollte mich zusammen, nahm den Kopf in den Schoß und weinte. Wiegte mich und erinnerte mich an Jimmy und an unsere Ersten gemeinsamen, nicht Geschwisterlichen Kuss. Dabei fror ich und schwitze ich. Ich hasste mich plötzlich dafür, das ich Jimmy liebte und meinen Tanzlehrer begehrte. Wie konnte ich nur! Rief ich mir ins Gedächtnis. Ich nahm meine kleinen Fäusten und trommelte mir damit auf den Kopf ein. Wie konnte ich nur! Ich liebe Jimmy doch! Aber liebe ich ihn auch so wie ein Mann und eine Frau sich liebten? Wir haben fast Zehn Jahre wie Geschwister mit einander gelebt. Und doch wusste ich: Uns verband etwas ganz besonderes. Doch es war es tatsächlich Liebe? Und was fühlte ich dann für meinen Trainer? Ich begehre ihn wirklich, dachte ich. Er war so umwerfend Hübsch und seine Augen funkelten immer so wunderschön. Doch war es Liebe?
Die ganze Grübelei machte mich fast Wahnsinnig. Ich lief im Zimmer auf und ab, legte mich aufs Bett, lächelte an den einen oder anderen Erinnerungen und weinte in einem anderen Moment wieder. Schließlich packte ich meine Trainingssachen und lief in die Trainingshalle.

Ich lief an jedem stumm vorbei. Ich überhörte Grüße und übersah jedes Lächeln, alles was ich jetzt noch wollte war Tanzen! Ich schaute am Stundenplan ob der Trainingssaal frei war, er war zu meine Freude frei. Ich lief in die Umkleiden und zog mich geschwind um. Als ich Musik war nahm. Ich lauschte einen Moment. Es kam aus der Traingshalle! Hatte ich mich etwa am Stundenplan getäuscht? War etwa doch Unterricht? Ich ging aus der Umkleide und lief zur Halle. DIE Tür war geschlossen und die Jalousien waren herunter gelassen. DIE Musik war jetzt deutlich erkennbar: HipHop! Ich wusste gar nicht das hier außer Ballett, Jazz und Modern auch HipHop getanzt wurde. Jetzt wurde auch meine Neugierde geweckt.
Ich lief zu den Fenstern und schob die Jalousien bei Seite: Ich konnte aus dem Fenster und der kleine Jalousien Öffnung nicht sehr viel erkennen. Links.. Sah ich nichts. Direkt vor mir, da lag eine Jacke, eine Weiße Trainingsjacke! Und ganz rechts.. Ich schob die Jalousien noch einen Spalt größer weg den ich sah nichts, da stand Christian Mc Murphy! Mein Mund wurde kreisrund als ich ihn da sah, in lockerer Hiphop Kleidung. Wie er sich bewegte graziös, perfekt und doch locker und mit der Musik überein stimmend. Plötzlich lief Chris weg und die Musik verstummte. Ich verdrehte meinen Hals noch mehr nach rechts doch er war nirgends zu sehen. Plötzlich nahm ich den Knall einer zufallenden Tür wahr und das räuspern einer dunklen, tiefen Männerstimme. Ich erschrak heftig und mich durchzuckte Eiseskälte und eine Welle von Hitze zu gleich. Mein Atem stockte, ich musste mich bemühen gleich mäßig zu Atmen. Irgendwann dann drehte ich mich um. Mein Gesicht fühlte sich feuerheiß an. Chris lächelte mich spitzbübisch an. „Na?“ fragte er und lehnte sich lässig an die Wand. Dabei nahm er das Handtuch das er um seinen Hals hängen halte ab und tupfte sich die Stirn ab. „Ich.. Ahm.. Ich.. Ich wollte..“ stotterte ich und rang mit den Händen um Wörter. Plötzlich fing Chris an zu lachen. „Ich wollte trainieren!“ platzte es schließlich aus mir heraus. „Auf dem Stundeplan stand es wäre niemand hier, und deswegen bin ich gekommen, doch ich nahm Musik wahr und wollte nach sehen wer hier ist!“ Ich schluckte. „Entschuldigen Sie Mr. Mc Murphy!“ ich zerdrückte meine Spitzenschuhe und wollte eilig an ihm vorbei laufen doch er hielt mich fest. Mit seine kräftigen Armen packte er mich an der Taille und zog mich zurück. „Du brauchst dich nicht zu Entschuldigen! Eigentlich hätte die Halle ja auch wirklich frei sein sollen! Ich sollte mich Entschuldigen, Dawn.“ „Oh, nein“ ich schluckte wieder. „Mr. McMurphy schon Okay, ich geh dann mal wieder!“ „Bleib doch hier!“ rief Chris als ich weiter lief. „Was?“ Er lief zurück zum Eingang der Halle. „Komm mit! Wir trainieren gemeinsam! Ich glaube es gibt einiges auf zu holen!“ Ich zögerte. Chris lächelte. „Du hast wirklich Talent, Dawn. Doch du bist zu schnell am ende und kannst nicht mehr alles geben! Machen wir doch ein paar Kondition Übungen! Mir wird das auch nicht schaden“ Er streckte seine Hand zu mir aus. Mein herz klopfte wieder schrecklich fest gegen meine Brust. Und ich fing an zu schwitzen. Dann nahm ich seine Hand und wir liefen in die Halle.

„Mit was für einer Musik möchtest du Trainieren?“ Ich zuckte mit den Schultern. „Okay, ahm..“ Chris legte den Kopf in den Nacken und dachte einen Moment lang nach. „du hast außer Ballett nicht viel Tanzerfahrung, oder?“ Ich Nickte. „Ich habe ein Jahr, oder so, Jazz Dance getanzt.“ erklärte ich. „Lyrical Jazz!“ „Na also!“ Er grinste frech. „Also kennst du auch moderne Musik!“ Ich nickte wieder. „Gut, dann.. dann leg ich etwas Zeitgemäßes ein. Wir beginnen mit einem Warm Up das ich dir beibringen werde. Es ist überhaupt nicht klassisch, doch ich mag es sehr. Ich hoffe es wir dir gefallen!“ er lächelte mich wieder an und seine Augen ruhten auf mir. Sine Blicke wurde mir langsam unangenehm und deswegen lief ich schon einmal zum großen Spiegel vor.
Chris hatte HipHop Musik eingelegt und mir ein tolles Warm Up gezeigt. Am Anfang tat ich mir schwer als diese dinge nach zu machen, doch schon bald hatte ich den Dreh raus und ich fand riesige Freude am HipHop Tanzen. Es war so viel lockerer, ich durfte meine Knie richtig hängen lassen, und mich richtig fallen lassen. Wir tanzten wild drauf los, Chris tanzte vor und ich Amte es nach so gut es eben ging. Manchmal lachten wir, weil ich eher aussah wie ein möchtegern- Gangster als eine Tänzerin doch die meiste zeit arbeiteten wir Konzentriert. Irgendwann dann tanzte ich auch allein und Chris sah mir bewundern zu. Ich vergaß Jimmy und den Brief und ich vergaß das Chris mir beim Tanzen zu sah und seine Augen auf meinen Körper hafteten ich vergaß das strenge Ballett und tanzte nur noch zum Rhythmus der Musik, tauchte in eine völlig andere Welt ein..
.. Doch auch mich packte irgendwann mal die totale Erschöpfung. Chris und ich machen noch ein paar Liegestützen, bauch, Beine Po Übungen und dehnten uns noch ein wenig zu wesentlich ruhigerer Musik, so das wir auch mal zum Quatschen kamen.

„Ich wollte eigentlich Tänzer werden“ erzählte Chris. „doch daraus wurde nichts. Hatte ne Verletzung!“ „was hattest du?“ fragte ich, und im gleichen Augenblick fiel mir wieder ein das Chris mein Lehrer nicht mein Kumpel war, ich wurde in Sekunden Putern Rot. „Oh mein Gott! Tut.. tut mir leid, tut mir wirklich Leid Mr.-“ „Hey ist nicht so schlimm, du kannst mich Chris nennen! Ich bin ja gar nicht wirklich dein Lehrer. War heute halt ne Ausnahme morgen werdet ihr Mädchen eine Lehrerin bekommen.“ Sein Gesicht verfinsterte sich und sein lächeln schwand. „Ich hoffe das wir uns trotzdem.. Ab und an sehen können. Vielleicht trainieren wir mal wieder?“ Ich nickte. Wir hielten Inne bis Chris das schweigen wieder brach: „Na ja, ich hatte eine Verletzung am Knie. Bin Gestürzt, weißt du. Eigentlich darf ich gar nicht mehr tanzen, sagt mein Arzt. Doch ohne Tanzen geht gar nichts mehr. Ohne tanzen..“ wieder legte Chris den Kopf in den Nacken und blinzelte in die Deckenlampen, erblinzelte ein, zweimal „würde ein Teil von mir nicht mehr leben. Ich wäre ein halber Mensch.“ sagte er schließlich. „Kann ich gut verstehen!“ „Tja, wer nichts kann wir Lehrer! So ist es einfach!“ Ich kicherte. Und Chris sah mich aus seinen Augenwinkel wieder an und seine Lippen um spielten ein sanftes Lächeln. „Und was ist mit dir?“ fragte er. „Was planst du?“ Ich seufzte. „Ich weiß es nicht. Ich will Tänzerin werden, doch ich weiß nicht ob ich es schaffen kann!“ rief ich verzweifelt aus. „Mit dem richtigen Trainings Konsum und den richtigen Lehrkräften wirst du eine werden! Glaub mir! Du hast Talent!“ Ich lächelte verlegen. Was sollte ich nur auf ein Kompliment antworten? „Ich bin mir da nicht so sicher! Meine Lehrerin hat schon früher gesagt ich kein gutes Auswärts habe. Auch hier wurde ich nur knapp aufgenommen.“ erklärte ich. Chris kam und setzte sich neben mich. Dann legte er seinen Arm um meine Taille. „Du wirst es schaffen da bin ich mir sicher! Und ich will dir dabei helfen!“ Ich sah zu ihm. Unsere Gesicht waren so nah aneinander das ich seinen Atem auf meinem Gesicht spürte. Er vernebelte mir augenblicklich die Sinne. Ein Kälteschauer lief mir über den Rücken und mein Bauch wurde Heiß. Ich fürchtete die Hand die Chris jetzt auf meinen Bauch legte könnte verbrennen doch er zog sie nicht zurück. Langsam drückte er mich auf den Boden, und legte sich über mich. Ich schloss die Augen. Doch ich sah nicht Chris sondern Jimmy vor mir! Augenblicklich schlug ich die Augen auf und mein herz hämmerte kräftig. Ehe ich was sagen konnte berührten Chris Lippen meine. Ich zögerte. Meine Gedanken waren einmal bei Jimmy und dann wieder bei Chris. Einmal hasste ich mich und dachte ich würde Jimmy betrügen. Und einenderes mal loderte das Feuer in mir, das Chris so sehr begehrte, und dann war ich wieder völlig durcheinander, ging das alles nicht viel zu schnell? Chris ist ein Lehrer! Wir durften uns nicht lieben!, schoss es mir durch den Kopf. Doch schon bald legten Chris Lippen sich wieder auf meine und ich lies mich auf einen innigen Kuss ein. Ich lies mich völlig fallen und dachte nicht mehr über Jimmy oder irgendetwas anderes nach. Ich genoss einfach nur noch sein sanften Küsse auf meinem Gesicht und meinem Hals, und ich genoss wie er mich berührte, mir durchs haar fuhr meine Lippen mit den Fingern nachfuhr, meinen Hals liebkoste oder seine Hände meinen Körper berührten.

Ich schwebte in unser Zimmer zurück, ich lächelte jeden an, egal ob ich ihn kannte oder nicht. Ich grüßte hier, dort und da. Manche sahen mich komisch an, ich schätze, weil sie mich vor der Stunde mit Chris sahen. Wie ich deprimiert und Traurig durch die Gegend lief.. Doch daran wollte ich jetzt nicht denken! Mit einer schwungvollen Bewegung öffnete ich die Tür zu Carry, Julie und meinem Zimmer. Julie saß am Schreibtisch und schreib irgendetwas in ein Notizbuch sie sah erschrocken auf als sie mich sah. Carry lag auf ihrem Bett und lass ein Buch. Als sie mich sah, empfing sie mich wieder mit ihrem Herzlichen lächeln. „Was ist den mit dir passiert?“ rief sie freudig und deutete, ich solle neben ihr platz nehmen. Was sollt eich antworten? Ich konnte ihr ja schlecht erzählen, das ich mit einem der Lehrer Küssend in der Halle lag. „Ich weiß nicht, ich habe einen Brief von Jimmy bekommen!“ erzählte ich. Dabei machte mich der Gedanke an Jimmy oder den Brief eher Traurig als glücklich. „So? Was stand den drin?“ fragte Carry. „Ach nichts besonderes, nur das das Hotel gut läuft..“ erzählte ich beiläufig und zog meinen Pulli aus. „Und deswegen bist du so gut gelaunt?“ fragte Carry ungläubig. „Wieso nicht?“ Carry grinste“ Ich werde es heraus bekommen! Was auch immer du im Schilde führst!“ Sie attackierte mich mit Seitenstichen. Wir lachten. Julie fühlte sich offensichtlich gestört den sie seufzte laut hör bar. Carry und ich sahen uns an. „Julie?“ fragte ich. Carry zwickte mich in den Arm und sah mich Fragend an. „hättest du vielleicht Lust morgen mit Carry und mir ins Kino zu gehen?“ Julie sah mich mit ihren großen Blauen Augen an. Sie formte Lautlos Wörter mit ihren Lippen. „Wir wollten uns mal was lustiges ansehen, nicht immer nur Ballett!“ erzählte ich und sah sie vielversprechend an. Julie zögerte, ihre Augen wanderten von Carry zu meinen. Immer wieder. „Ach komm schon! Zu dritt ist es viel witziger!“ animierte ich. „Also.. O- okay!“ endlich lächelte sie. „Super!“ rief ich. Sie lächelte wieder. „Ich muss dann jetzt ergehen!“ murmelte sie und ging aus dem Zimmer.
“Dawn!” rief Carry aus und lies sich rücklings aufs bett plumpsen. “Wir wollten doch alleine, nur wir beide, de Film anschauen! Wieso lädst du sie ein?” “Ich glaube sie braucht Freunde, Carry!” “Hat sie sich doch selbst verbogt, das sie keine Freunde hat.” Carry stand auf “Wenn sie So durch die gegen läuft” Carry animierte ein Hochnäsige Dame. Wir lachten. “Vielleicht ist sie nur unsicher, und ist deswegen so, vielleicht möchte sie zeigen das sie nicht alleine ist und das sie Stark ist! Und deswegen läuft sie eingebildet.” mutmaßte ich. “Hmm” Also, komm. Es ist schon Spät! Machen wir uns zum Schlafen fertig.” Carry zog mich hoch.


Home, Sweet Home

Zu meinem Erstaunen hatten wir die nächsten Tage immer noch Chris als Lehrer.
Es war wie in einem Liebesfilm: Er lächelte mich ab und an und warf mir spielerisch verstohlene Blicke zu, doch wir beiden nahmen unsere Rollen perfekt ein. Ich war die Schülerin und er der Lehrer. Ich nannte ihn, wie die anderen auch. Mr McMurphy.
Wir genossen jede Minute die wir allein verbringen konnten. Wir flirteten und sahen uns tief in die Augen, ab und an Küsste er mich sogar. Heimlich trafen wir uns nachmittags zum “Trainieren”, ich genoss das Gefühl von Herzklopfen und den überschwinglichen Gefühlen in der Magengrube. Wir hatten ein heimliche Affäre und ich war noch nie so glücklich wie zu vor. Ich beantwortete Jimmys Brief nicht und wann auch immer ich an ihn dachte, verbann ich ihn direkt aus meinem Kopf, für mich sollte es nur noch Chris geben.

Eines wunderschönen spät November Morgens kitzelte mich die Morgensonne und ich schlug versonnen die Augen auf. Ich sah aus dem Fenster: und siehe da es Schneite! “Carry!” rief ich und sprang aus dem Bett um sie auf zu wecken. “Julie” ich rüttelte auch sie wach. “Oh.. Dawn!” schrie Julie zu mir herüber als ich wieder bei Carry war um sie aus dem Bett zu zerren. “Es schneit!” rief ich Julie herüber. “Es schneit!” Julie sah desinteressiert aus dem Fenster, sah dann mich an und packte ihr Kissen um mich damit zu schlagen! “Du kleine Göre!” rief sie und lachte. “Du bist verrückt! Du weckst mir nur um mir zu zeigen das es Zeit wurde dicke Kleidung zu tragen und unattraktiv zu wirken?” sie schlug erneut zu, diesmal energischer doch da es ein Federkissen war tat es nicht weh. “Es schneit!” rief ich erneut und lachte. Julie schlug noch mal zu dann legte sie sich wieder hin.
Trotz ihres sehr komplizierten Charakters, ihrer ständigen Launen Schwankungen, freundeten Julie und ich uns allmählich an. Doch ihre Krankheit blieb mir ein verschlüsseltes Geheimnis. Doch mich tröstete das ich allmählich das Gefühl bekam sie würde mehr essen als zu vor, wenn auch noch nicht genug meiner Meinung nach. Ich lief wieder zu carry die wieder einschlief. Ihr Engelsgesicht presste sich gegen das Federkissen, sie hatte sich bis zu den Ohren zu gedeckt. Ich bekam mitleid mit ihr und lies sie allein, stattdessen beschloss ich mich fertig zu machen. Es war ein Samstagmorgen, daher hatten wir heute keine Schule und erst um Zehn Uhr früh Ballettunterricht. Doch da ich jetzt sowieso schon wach war...
Ich duschte mich lange und freute mich darauf bald Chris wieder zu sehen. Als ich fertig war, war es gerade einmal Halb Acht. Samstags gab es aber erst gegen halb Neun Frühstück.
Ich beschloss mir meinen Mantel, Stiefel und einen Schal an zu ziehen und dann über das Gelände zu spazieren, schließlich Schneite es ja!
Als ich die schwere Holztüre aufschob blies mir der erste eisig kalte Wind entgegen. Kleine Schneeflocken fielen mir ins Gesicht und liebkosten mit ihrer Kühle meine Nasenspitze. Ich sah über das Gelände: Alle Bäume und Wiesen und Bänke waren eingeschneit. Die Fenster der Schule waren beschlagen und die Zwiebeldächer sahen aus wie riesige Schneetrauben. Ich lief mit meinen Stiefeln über die Wiese und hörte den Schnee unter meine Füßen knirschen. Ich lachte und drehte mich im Wind. Immer mehr Schneeflocken flogen herab. Mein Haar war schon nach kurzer zeit ganz eingefroren. Ich lief unter den Bäumen hindurch und schüttelte kräftig an ihren Zweigen bis der Schnee ganz auf dem Boden landete. Plötzlich hörte ich jemand hinter mir Lachen. Ich drehte mich um. Vor mir stand Chris. “Chris!” “Du spielst im Schnee wie ein kleines Kind!” neckte er mich und zwickte mich in die gefrorene Nase. Ich lachte. “Ich finde das alles einfach so schön.” rief ich aus und drehte mich wieder. “Weißt du, Chris, mir ist noch nie der Winter so schön, so romantisch vor gekommen wie jetzt!” lächelte ich. “Hmm.” brummte Chris und sah an mir vorbei, hinaus in die Ferne. Seine Augen wirkten verschleiert. ”Was ist den los?” fragte ich. “In einer Woche hast du Weihnachtsferien” “Na und?” Ich dachte unwillkürlich ans Hotel, und an Jimmy, und an Mama. Doch ich blies den Gedanken einfach, wie der Wind der Wind die Schneeflocken, weg. Ich würde nicht heim gehen! Er lächelte. “Willst du nicht nach hause gehen? Es ist ein Luxus wenn man dich nach Hause lässt!” “Ich will aber nicht nach hause!” schrie ich und beulte meine kleine Hände zu Fäusten. “Sicher nicht? Schau mal, Dawn, Wenn du jetzt nicht nach Hause gehst, kann es gut möglich sein das du die nächsten Ferien nicht mehr daheim verbringen werden kannst. Deine Ballettlehrerin ist wieder auf den Beinen, sie wird dich unterrichten. Heute.” “Heute?” Mein Herz schien in die Hose zu rutschen. Meine Kehle brannte, ich war wieder drauf und dran zu Heulen. “Ja, heute. Und deswegen möchte ich auch das du nach Hause gehst. Sie ist soviel Strenger als ich. Sie wird dich Arbeiten lassen bis du nicht mehr laufen kannst” erklärte Chris ruhig. Seine Augen ruhten auf meinen. “Aber ich will nicht heim! Und ich will auch nicht diese doofen Lehrerin, ich will dich!” Am liebsten hätte ich mich auf ihn gestützt mein Gesicht in seiner Brust vergruben und mich fest an ihn gepresst, ihn nie mehr los gelassen. Doch die Gefahr uns könnte jemand sehen war zu groß. “Psst!” Chris legte seinen Finger auf die Lippen. “Beruhige dich. Ich wollte dich nur Warnen, es liegt einzigst und allein an dir, ob du nach Hause fahren möchtest oder nicht. Ich jedenfalls, werde es tun. Mach dir keine Sorgen wegen uns, Dawn. Wir könne uns immer noch heimlich treffen. In der Halle oder Nachmittags an einem entferntem Cafe.” Ich nickte resigniert. “Wieso bleibst du nicht auch hier?” fragte ich und schob die Unterlippe vor. Wie ein trotziges kleines Kind. ER lachte. “Oh Dawn!” “Wieso bleibst du nicht hier?” fragte ich noch einmal, nachdrücklicher. “Weil ich eigentlich davon ausgegangen bin das du auch weg gehst!” “Aber ich gehe nicht weg! Bleibst du jetzt hier?” “Nein!” Mein Herz setzte aus. Seit wann wiedersetzte Chris sich meiner Wünsche so sehr? “Aber du kannst zu mir kommen” er lächelte schelmisch. “Was?” fragte ich ungläubig. “Ja, allerdings musst du angeben nach Hause zu fahren! Und du musst auch tatsächlich zum Flughafen gehen!” warnte er mir. “Das wäre ja wundervoll Chris!” rief ich und lies die Hände vor mein Gesicht fallen. Mir liefen die Tränen unwillkürlich die Wangen herunter. “Hey, hey! Nicht weinen, kleines!” Chris trat näher, blieb dann aber doch einfach nur stehen. “Es tut mir leid, Chris. Ich möchte es ja nicht, aber es kommt einfach nur so über mich!” ich lächelte durch meine Tränen und wusch mir die Tränen aus dem Gesicht.
Wir liefen noch ein Weilchen durch die Wiesen und planten meine Abreise, und wie ich dann zu ihm kam. “Aber das muss unser kleines Geheimnis bleiben!” flüsterte er mir zu. Ich nickte. Dann ging er. Und ich ging ins Ballett.


“So, meine Damen!” Madam Marishas stimme hallte durch den Saal. Madam Marisha hatte eine wunderbare Tänzer Figur. Ein bleiches Gesicht und dunkle Augen und Schwarze Haare die sie streng zu einem Dutt frisiert hatte. Sie sah so jung aus, doch im laufe der Stunde erfuhr ich das sie schon über Vierzig war und einmal selbst als Tänzerin arbeitete. “Wir müssen Arbeiten, arbeiten, arbeiten!” kündigte sie mit ihrer leicht Italienischen Akzent an. “sonst” sie deutete mit ihrem hellen, dürren Arm zur Tür, “fliegt ihr heraus!”
“Und nun, ein neues Exercise!”
Madam Marisha zeigte uns eine Erwäm Übung, danach machen wir viele Sit Ups und Liegestützen. Und nach den anstrengen Übungen ging es dann an die Stange. Sie verlangte nicht viel, nur ein paar Plie, Demi Plie, Vierte und Fünfte Position.. Nichts schwieriges doch es Strängte mich heute mehr den je an. Das merkte auch Madam Marisha. “Wie ist dein Name?” fragte sie und verbesserte meinen Arm. “Dawn, Dawn Cutler” flüsterte ich. “Mhm. Du hast ein schlechtes Auswärts, Dawn!” Ihre Aussage hörte sich wie ein Vorwurf an. “Ich arbeite daran.” erklärte ich schnell und lächelte. Sie trat hinter mich, nahm mein Bein und drehte es weit nach Außen. Ich verzog mein Gesicht vor schmerzen. “Immer schön Lächeln, Dawn!” tadelte sie. Ich lächelte. “So ist es gut, schaffst du das?” “Ja”.
Immer wider kam Madam Marisha Kopfschüttelnd zu mir und ich fühlte mich wie an meiner ersten Stunde Ballett. Jede einfach Übung schien mir wie ein neuer Bewegungsablauf vor zu kommen, obwohl ich es doch schon seit mehr als Zwölf Jahren kannte. Doch ich konnte nichts gegen tun, ständig waren meine Gedanken wieder bei Chris und wie es wohl sein würde wen ich erst einmal bei ihm sein würde, über die Ferien, ich würde jeden tag mit Chris verbringen. Vielleicht würde ich sogar das Bett mit ihm teilen? Mein Herz schlug wieder schneller und mein Kopf lief rot an.
Als die Stunde endlich zu ende war lief ich direkt zu meiner Leiterin um ihr mit zu teilen das ich “nach Hause” fliegen wollte.
“Das solltest du auch tun, Dawn” ihre dünne Piepsige Stimme hallte in meinen Kopf nach. “Wieso den?” Sie strich ihr blondes Haar zurück. Nahm ihre Brille von der schmalen, langen Nase und sah mich einen Moment lang forschend an. “Deinem Vater..” “Er ist nicht mein Vater!” knurrte ich erbost. Ich kniff die Augen zusammen. “Wie auch immer.” sagte sie, “William Cutler, hatte einen Schlaganfall erlitten!” Mein erboster Gesichtsausdruck schwand, jetzt stand große Sorge auf meinem Gesicht. “Was?” flüsterte ich. Ich war geschockt! Zu tiefst geschockt, ich empfand mitleid. Doch ich empfand Mitleid für einen fremden Mann, so fühlte ich zumindest. Mein Adoptiv Vater hatte sich ja nie großartig um mich gekümmert. “ja. Es ist heute Morgen passiert. Ich wollte dich nach dem Ballett sowieso schon zu mir rufen.. Ich schätze, du packst am besten gleich deine Koffer.” “WAS?” “Deine Mutter wünscht es so, sie braucht dich jetzt, Dawn! Du darfst natürlich so bald wie möglich wieder kommen, ich möchte das du so wenig wie möglich von deiner Ausbildung verpasst!”
Resigniert und mit Tränen in den Augen lief ich in mein Zimmer um zu packen. Das war’s dann wohl, mit schön Chris Urlaub machen.
merci - 04.10.2007, 18:18

Vielen dank für eure tollen Postings, sie ermutigen mich immer wieder weiter zu schreiben! :)

grüße Tami
Tabbi - 04.10.2007, 18:58

Einfach nur schön und toll.Das gefällt mir immer noch richtig gut...schreib weiter!!Ich kann es kaum erwarten!! :D
Carrot - 04.10.2007, 21:07

wow mir gefällt das auch richtig gut!! Kennst du den Film "Center Stage"? Deine Geschichte erinnert mmich total daran. Das Magersüchtige Mädchen, dass dreierzimmer, die Affäre mit einem Lehrer... ^^ Der ist schon älter, hab ihn leider nicht zu Ende gesehn.
Schreib unbedingt weiter!!!
crossgirl14 - 04.10.2007, 23:07

ja... deine geschichte is echt toll.. =) ich finde, die fesselt einen richtig... =)
schreib bitte schnell weiter!!!
Puma - 11.10.2007, 12:26

ooooh, die is sooooo schön, schreib bidde bidde weiter!!!!!
sälä - 17.10.2007, 17:58

wow!! du kanst :bravo: x-trem gut schreiben
stellst du bald den nächsten teil rein? büdde büdde büdde
Tabbi - 20.10.2007, 17:23

Ich weiß,dass ich ungeduldig bin!!Aber wann geht es denn endlich weiter????? *gespanntsei* :shock:
Puma - 27.10.2007, 13:02

jaaaaa, och komm büdde, büdde! :shock: :D
merci - 30.10.2007, 19:23

Gott, danke für euer Lob :) Das ermutigt mich immer wieder weiter zu schreiben, i.wie bin ich einfach nicht zu fireden.. aber ich weiß nicht woran es liegt, und die ganze Storry umarbeiten.. dafür bin ich einfch zu faul :D Aber wenn es euch so gut gefällt, schreibe ich natürlich weiter und Knie mich natürlich auch richtig für euch rein!

Vielen Dank, :cry: :oops:


gaaaaaaaaaaaaaaaaaang mega liebe Grüße, die Tami
merci - 30.10.2007, 19:23

fast hät ichs vergessen:


Der Flughafen war über sehen von Menschen. Fast hätte ich die Stewardess gar nicht gesehen, die ein Schild mit meinem Namen hochhielt. Als ich sie endlich sichtete drängelte ich mich durch die Menschenmengen. Es war eisig geworden am NewYorker Flughafen, der Schnee der jetzt auf die Flugbahnen prasselte oder auf den Schultern der Passagieren rastete freute mich nun gar nicht mehr, und ihre eisige Kälte kam mir größer als Je zuvor vor. “Miss Cutler?” fragte sie mich. “Ja.” ”Folgen Sie mir bitte!” Ich lenkte mich mit den Gedanken ab ob die arme Frau den fror? Sie trug lediglich eine kurzes Minikleidchen in dunklem Blau- ihre Uniform, und eine Schwarze Nylonstrumpfhose, dazu rote hochhackige Pumps. Doch lange wollte ich mich nicht um so was Sorgen, ich dachte lieber wieder an Chris. Was er jetzt wohl tat? Ob er mich vermisste?
Das Flugzeug stand tatsächlich schon da, ich musste nicht lange warten dann brachte mich die Stewardess zu meinem Platz. Dort saß ich dann erst mal einige Stunden. Ich beobachtete die vorbeiziehenden Wolken, sah auf die Menschen, sofern sie zu erkennen waren, herunter und dachte immer wieder an Chris. Letztendlich fielen mir die Augen vor Müdigkeit zu...
Washington D.C war wirklich nicht viel Wärmer als New York. Im Gegenteil. Es schneite sogar noch heftiger als in New York! Die Menschen hier am Flughafen zogen ihre Mäntel bis ans Kinn herauf und hielten ihre Mützen, sofern es nur ging, fest das sie Sie nicht verloren.. Der Schneesturm vernebelte mir die Sicht, doch irgendwie gelang es mir trotzdem Bart, unseren Chauffeur, zu erreichen. “Guten Tag Miss Cutler!” “Hallo” “Ich nehme Ihre Koffer!” sofort stürzte Bart los um meine Koffer zu holen, dann machte er mir die Tür auf. Die Fahrt kam mir endlos lang und Langweilig vor. Ich spürte keinerlei von Vorfreude oder Nervosität das ich gleich meiner Familie begegnen sollte. Nur bei Jimmy packte mich ein wenig Angst doch die verdrängte ich schnellst möglich wieder. Ich sah aus den Fenstern hinaus auf die Schneeweißen Straßen. All das.. Ist mir so bekannt, dachte ich mir. Ich kenne diese Straße die wir gerade entlang fuhren, kannte die Häuser. Doch alles schien an mir wie im Traum vornüber zu ziehen. Ich fühlte einfach nichts. Plötzlich hielt Bart an.
Und erst jetzt schien es als würde ich aus meinem Tagtraum erwachen, erst jetzt nahm ich wirklich wahr wo ich war. Bart kam zu mir herum und öffnete die Tür. “Miss Cutler? Wir sind angekommen!” Ich nickte. Plötzlich verspürte ich den dicken Kloß der mir währen der ganzen Fahrt hier her gewachsen sein muss. Ich versuchte ihn herunter zu schlucken. Langsam stieg ich aus. Bart mir direkt auf den Fersen, trug meine Koffer. Wir nahmen den Hintereingang vom Hotel, ich wollte nicht gleich durch das ganze Hotel laufen müssen und al die verwunderten Gäste beruhigen müssen.. Er klingelte. Mein Herz pochte heftig. Was, wenn Jimmy aufmachte? Wie sollte ich reagieren? Eine welle der Panik überfiel mich. Ich atmete hektisch. Plötzlich, viel zu schnell, wurde die Tür aufgerissen. Becky, eines unserer Zimmermädchen öffnete die Türe. Becky war eine dunkelhäutige, kleine, rundliche Frau deren Weiße Zähne immer blitzten. Sie hatte wohl das herzlichste Lächeln auf ganz Erden. “Dawn!” rief sie und schlug sich die Hände vors Gesicht. “Oh Dawn, liebes!” Sie breitete ihre kurzen Ärmchen aus und ich fiel ihr in die Arme. “Du hast die Neuigkeiten wohl schon gehört, was liebes? Ich hab den anderen doch gesagt sie sollen dir nichts sagen bevor nichts fest steht! Aber wer hört schon auf ein Zimmermädchen!” schmollte sie. Ich lachte. Beckys Anblick erleichterte mich schon etwas. “Wie geht es dir, Kind?” “Gut, gut. Wie geht es William?” Langsam machte sich Becky von mir los und zog mich mit sich zu einem der kleinen Seitentischchen. “Dein Stiefvater hat einen Schlaganfall erlitten!” Beckys Augen verfinsterten sich doch ihre Hände streichelten meine liebevoll weiter. “Einen Schlaganfall!” erst jetzt wurde mir der ganze Ernst der Lage bewusst. “Ja, aber es geht ihm schon viel Besser, es war nur ein kleiner, leichter! Himmel sei dank das es nur ein kleiner, leichter war!” “Ja Gott sei dank!” flüsterte ich. “Wie geht es Mama?” “Den Umständen entsprechend!” “was heißt ´den Umständen entsprechend´ ?” bohrte ich weiter. “Sie sitzt in ihrer Suite und versinkt im Selbstmitleid.” “Hab ich mir fast schon gedacht!” seufzte ich. “Dawn, liebes, jetzt erzähl doch mal von dir, ich hab dich schon so lang nicht mehr gesehen!” “Becky, tut mir leid, später oder Morgen, ich muss erst mal Mama aufsuchen, und danach William besuchen!” Jetzt hatte ich wirklich keinen Nerv für solche Dinge. Ich rannte aus der kleinen Abstallkammer, die Treppen hinauf durch das Hotels Foyer und die Wendeltreppe zum Flügel der Familie.
Plötzlich stand Jimmy vor mir. Ich stoppte abrupt. Wir sahen uns direkt in die Augen. Seine guckten erst Resigniert doch das Bild in seinen Augen wurde immer Schärfer. Der Resignierte Ausdruck wurde zu einem verwunderten und letztendlich zu einem liebevollen. Ich neigte meine Augen zum Boden. Mich überfiel tiefstes Schuldbewusste sein. Die Bilder von Chris und mir zogen wie bei einem Film an mir vorbei, und dann mischte sich immer wieder Jimmy in die Bilder, Mein Herz schlug heftig. “Dawn!” rief Jimmy und holte mich aus meinen wirren Gedanken heraus. “Jimmy!” Meine Stimme war nicht mehr als ein dünner Hauch. “Du bist zurück?” fragte Jimmy, immer noch auf sicherheits- Abstand. Am liebsten wäre ich Jimmy um den Hals gesprungen hätte ihn geküsst und gedrückt, gesagt wie sehr ich ihn vermisste.- Doch ich tat nichts. Statt zu Antworten ging ich langsam auf Jimmy zu. Auch Jimmy kam langsam näher. “Du hast dich nicht mehr auf meine Anrufe und meine Briefe gemeldet. Ich dachte du hättest mich vergessen, Dawn!” flüsterte Jimmy. Seine Stimme hörte sich an als könne sie jeden Moment gleich wegbrechen. “Wie könnte ich das nur tun, Jimmy!” rief ich erbost aus. Er lächelte dann kam er näher und drückte mich fest an sich. Ich lag in seinen Armen wie ein nasser Sandsack, unfähig mich zu bewegen oder etwas zu sagen. Ich genoss einfach nur Jimmys Nähe. Jimmy roch anders also vor einigen Wochen noch. Es schien sogar als wäre er in der kurzen Zeit meiner Abwesenheit um Zentimeter gewachsen! Er drückte mich plötzlich noch fester an sich. Ich hatte Bemühungen um noch richtig zu atmen. “Ich bin so glücklich dich zu sehn, Dawn! Wieso hast du mir nicht mehr geantwortet? So viele Stunden gehabt?” Plötzlich riss er mich von sich und sah mich von Kopf bis Fuß an. “Du bist noch genauso schön wie vorher, Dawn. Nur dünner!” stellte Jimmy etwas Unglücklich darüber, fest. Ich war noch nie eine der Mädchen gewesen die Kurvig aussahen, eher wie die, die aussahen wie ein junges Mädchen. Das ich während des vielen Trainings ab nahm, unterstützte das wohl. Ich lächele benommen. “Wieso hast du mir das angetan, Dawn? Wieso?” fragte Jimmy mit wesentlich energischer Stimme. “was?” fragte ich. “Wieso bist du gegangen? Und wieso hast du dich nicht mehr gemeldet? Hast du eine Ahnung wie sehr ich dich vermisst habe? Hast du eine Ahnung wie sehr..” er brach ab und wandte sich ab. Ich stand da, völlig benommen von dem plötzlichen Gefühlsausbruch. Jimmy stellte so viele Fragen auf einmal! Ob ich Jimmy die Wahrheit erzählen sollte? Aber ich will sie ihm nicht sagen! Ich liebe doch auch Jimmy! “Ich hatte sehr viel Training.” log ich. Er drehte sich zu mir herum. “So?” “ja. Ich.. Ich dürfte die Ferien über nicht einmal zu Hause sein, normalerweise.. Training!” erklärte ich etwas unbeholfen. “Du hast die Neuigkeiten also schon gehört?” “ja, Jimmy, Hab ich. Wie geht’s dir eigentlich?” “Nach dem ich dich wieder bei mir habe” seine Miene erhellte sich, “Viel besser! Und Papa geht es auch schon viel besser!“ Ich nickte. “Ich. Ich muss zu Mutter. Sie hat mich noch gar nicht gesehen!” “Ich komme mit, ich war auch gerade auf den Weg zu ihr.” Ich schluckte. Reichte dann aber Meine Jimmys Hand.
Gemeinsam liefen wir den langen Korridor entlang, zu Mutters Suite. Die Tür war verschlossen. Ich klopfte. “Ja, bitte?” hauchte meine Mutter. Statt zu Antworten öffnete ich dir Tür. Im Zimmer meiner Mutter hatte sich nichts verändert. Rein gar nichts. Alles wie vorher. Auch Mutter hatte sich nicht verändert, strahlend schön wie sie war, lag sie in ihrem großen Bett voller Kissen. Als sie mich sah erhellte sich ihr gequälter Gesichtsausdruck. Sie lächelte. “Dawn!” rief sie aus und warf die Decke von sich. “Ja, Mutter hier bin ich.” erwiderte ich Kühl. Ich war noch immer sehr, sehr wütend darüber das Mutter sich nie gemeldet hatte, während der ganzen Zeit meiner Abwesenheit! Und ich war Sauer weil sie William nicht besuchte. Ich war mir sogar ziemlich sicher, das sie noch gar nicht im Krankenhaus war. Jetzt nach seinem Schlaganfall! (Ich schwor mir, an jenem Abend, wenn mein Mann mal im Krankenhaus liegen würde, würde ich Tag und Nacht bei ihm bleiben!)
Sie kam eilig zu mir und drückte ihren zierlichen Körper fest an meinen. “Oh Dawn!” schluchzte sie jetzt. “Du hast mir ja so gefehlt! William ist im Krankenhaus! Im Krankenhaus! “ erzählte sie halb weinend. “Ich bin so Fertig. Ich weiß gar nicht was ich tun soll! Er hat einen Schlaganfall erlitten, kannst du dir das vorstellen? Ich meine William!” Ich schob sie sachte von mir. “Ich weiß, ich weiß Mutter!” Verdattert sah sie mich an. Ihre großen Blauen Augen und ihre langen dunklen Wimpern wirkten Tränen nass. Auf ihren leicht rosigen Wangen konnte ich noch ein paar wenige versiegte Tränen sehen. “Oh mein Gott, Dawn! “ schluchzte sie weiter , sank auf den Boden wie einer nasser Sandsack, hängte sich wie ein kleines Kind an meine Beine. “Dawn! Ich musste das Hotel schließen! Ich wusste einfach nicht weiter!” Ich dachte nach. Ich sah keine Gäste, jetzt wusste ich weshalb. “Dawn, du darfst nicht mehr gehen! Du musst mir hier helfen! Ich komme alleine doch gar nicht klar!” weinte sie. “Mama bitte! Lass mich endlich los!” ich zog meine Beine an und Mutter plumpste einfach auf den Boden und wimmerte weiter. “Du darfst nicht wieder gehen! Am Freitag muss das Hotel wieder weiter laufen, doch William wird nicht stark genug sein um wieder zu Arbeiten, wen er überhaupt noch arbeiten kann!” Mutter schrie Hysterisch aus: “William wird für immer ein Krüppel sein!” “Mutter!” ich kniete mich zu ihr herunter. Der Anblick wenn deine eigene Mutter am Boden liegt und weint ist einfach Furchtbar. Mitleid packte mich. “Mutter, bitte! Steh auf!” ich zog sie sachte an den Händen auf ihre Füße. “Mama, das muss doch gar nicht sein! Becky sagt es war nur ein leichter Schlaganfall!” beruhigte ich sie. “Nein!” schrie sie. “Nein!” immer wieder. Ich legte ihren Kopf in meinen Schoß, so verweilten wir einige Minuten und hüllten uns in die Stille ein. Jimmy holte eine Beruhigungs Tablette für Mutter und setzte sich dann neben mich. “Hier, nimm das!” flüsterte ich meiner Mutter zu. Sie nahm die Pille. “Gleich wird es dir besser gehen” erklärte ich. Jimmy und ich standen auf und ließen Mutter in ihr Bett. “Dawn, ich habe William noch gar nicht besucht!” Sie sagte es wie als würde sie mir etwas beichten. “Das wirst du noch tun, mit mir gemeinsam!” erklärte ich schroff. “Ich kann nicht, Dawn! Ich will ihn nicht so sehen!” “Schlaf jetzt, Mutter. Morgen werden wir weiter sehen.”

Ich beschloss den heutigen Tag so beruhen zu lassen und mich in mein eigenes Zimmer zurück zu ziehen. All diese Neuigkeiten musste ich erst einmal verarbeiten. “Ich werde jetzt in mein Zimmer gehen, ich hab meine Koffer noch gar nicht ausgepackt.. Und.. Müde bin ich auch.” Jimmy kam näher. Es schien als wollte er mir etwas sagen, seine Hand bewegte sich auf mein Gesicht zu, doch er lies sie hängen. “Okay. Ich geh später Papa besuchen, kommst du mit?” “Ja, natürlich!”
Ich lief eilig zu meinem Zimmer, so eilig als müsste ich vor etwas fortlaufen. So fühlte ich mich zumindest, ausgelaugt und Traurig an diesem Ort. Hinter mir schloss ich die Tür und lehnte mich an. Ich senkte meine Lieder. Ich brauchte einige Minuten bis ich sie wieder öffnen konnte, irgendetwas hinderte mich daran. War es die Erschöpfung?
Als ich sie wieder öffnete sah ich mich um. Nichts, rein Garnix hatte sich verändert. Meine Kleider hingen noch über meinem Stuhl, mein Buch das ich damals lass es aber dann doch aufgab, (so eine langweilige Schnulze!) lag noch geöffnet auf meinem Schreibtisch. Es schien als wäre ich nie weg gewesen. Ich lies meine Augen zum Bett wandern. Nicht einmal mein Bett wurde gemacht. Und das wunderte mich wirklich, normalerweise machen das doch die Zimmermädchen? Ich schwebte schier zu meinem Bett und lies mich darauf fallen. Das weiche Federkissen umhüllte mein Gesicht. Ich war zu müde gewesen um mir eine Schuhe und meinen noch nassen Mantel aus zu ziehen, ich schlief einfach so ein.
Es klopfte an der Tür doch ich nahm es gar nicht wirklich war. Ich war einfach zu Müde und so drehte ich mich einfach um und schlief weiter. Irgendwann dann kitzelte mich ein Sonnenstrahl der durch die Fenster lugte und mein Gesicht wärmte. Ich schlug meine Augen flatternd auf und sah aus dem Fenster. Die Sonne hatte sich schon etwas geneigt doch sie war noch da. Gähnend drehte ich mich zur anderen Seite. “Jimmy!” schrie ich auf. Er lachte. “So schnell warst du noch nie wach!” er lächelte verschmitzt. Er muss mir beim Schlafen zu gesehen haben, den er saß direkt neben mir, auf einem Stuhl. “Oh du kleiner..!” Ich packte mein Kissen und warf es auf Ihn. Jimmy nahm es uns lächelte mal wieder eines seiner wunderschönen Schiefen lächeln, so das ich ins Schwärmen geriet. Das ist gemein!, dachte ich mir, Du darfst mich nicht derart außer Fassung bringen! Ich bin mit Chris zusammen! Und du bist nur mein Bruder!
“Mach dich fertig, Paps freut sich dich zu sehen!” erzähle Jimmy. “William weiß das ich hier bin?” “Hmm” brummte Jimmy und musterte mein Gesicht versonnen. Ich musste mich abwenden um nicht zu erröten.
Ich brauchte nicht lang im Badezimmer. Wenn ich eins in der kurzen Zeit meines Aufenthalts in der Grace Thommesen School gelernt habe, Dan war es das Zeit zu wichtig war um sie sinnlos zu versäumen! Ich legte ein wenig getönte Tagescreme auf, etwas Rouge, fuhr mit der Masscara über meine Wimpern und machte meinen Pferdeschwanz lose.
“Fertig!” Jimmy musterte mich von oben bis unten. “du warst schnell, lernt man das auch an der GTS?” “Nicht nur das, Bruderherz!” lachte ich. Doch Jimmys Miene verfinsterte sich. Hatte ich etwas falsches gesagt? Mochte er nicht das ich ihn Bruder nannte? Aber er war doch mein Bruder! Ich traute mich nicht zu fragen, stattdessen lief ich schon mal zum Wagen vor.
Den Rest des Tages sprachen Jimmy und ich nur wenig. Immer wenn ich ihn anlächelte presste er die Lippen aufeinander, verschränkte die Arme vor der Brust und sah aus dem Fenster. Wie konnte ich das nur wieder Kitten?
Der Chauffeur hielt an. “Wir machen unsere Türen selbst auf, danke Bart!” Jimmy stieg aus und öffnete mir die Tür. Diesmal traute ich mich nicht einen neuen Versuch zu wagen, ich sah zu Boden als ich ausstieg. Mein Herz brannte wie Feuer, es gab Momente, da wollte ich es heraus schneiden und auf den Ozean hinaus werfen, Jimmy ist nur mein Bruder!” redete ich mir im Gedanken immer wieder ein. Chris ist meine Zukunft, Chris!
Wir liefen die steilen Treppen bis zur Privat Klinik hinauf, an der Rezeption sprach Jimmy flüsternd mit einer Frau, sie nickte. Dann winkte Jimmy mich zu sich. Langsam begann ich tatsächlich Nervös zu werden, ich habe William schon so lang nicht mehr gesehen.
Wir liefen die langen, medizinisch riechenden, grauen Korridore entlang, in den Aufzug Zwei Stockwerke hinauf und Zwei Türen rechts nach dem Lift war das Zimmer von William. Mein Herz pochte heftig. Jimmy klopfte behutsam an der Tür, als sich niemand rührte ging er einfach rein. Ich blieb im Türrahmen stehen. Mein Magen schien Saltos zu drehen. Was sollte ich nur sagen? ,,Hallo William, wie geht’s?“. War er überhaupt schön fähig wieder richtig zu reden? Jimmy sah mich auffordern an. Ich packte meinen ganzen Mut und ging ins Zimmer.

Wenn ich mir das grausamste der Welt vorstellte wie ein Mensch nur aussehen konnte nach einem Schlaganfall, kam es nicht ansatzweise an das heran, was sich hier ab spielte. Einige Sekunden hielt ich den Atem an, als Jimmy plötzlich meine Hand drückte merkte ich erst das ich nach Luft schnappen sollte. Wäre Jimmy nicht bei mir, wäre ich wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen! William lag in seinem Krankenbett und schlief. Seine Haut schien in nur kurzer Zeit um Jahre gealtert zu sein, sie war blass und trocken. Seine Lieder waren im Schlaf halbgeöffnet und er hatte dunkle Schatten unter den Augen. Seine dunklen lockigen Haare wirkten dünn, fedrig fast schon, ölig, einfach ungepflegt. Sein Mund stand halb Offen. Er sah so kränklich, so alt aus. War das der gutaussehende Mann mit den Eisblauen Augen, den charmanten Lächeln, den schön gebräunten Gesicht, der Mann der die Haare immer nach hinten kämmte, der Mann der allen Frauen den Kopf verdrehte? Seine Gestalt unter der Bettdecke wirkte zerblich und dünn. Ich stand einfach nur da und sah William an. Plötzlich, unerwartet liefen mir ein paar Tränen die Wangen herunter.
“Du weinst ja” stellte Jimmy fest. Er streckte seine Hand nach meinem Kinn aus und wischte die Tränen mit seinen Fingern fort. “Tut mir leid!” ich drehte mich von ihm und wischte meine Tränen selbst weg. Plötzlich spürte ich Jimmy heißen Atem an meinem Ohr, seine Finger berührten meine Schultern. “Hey, warum weinst du?” “Nichts, Jimmy.” Was sollte ich nur antworten? Ich wusste es ja selbst nicht. Es sah einfach furchtbar aus wie William dort liegt. “Ich habe William noch nie so zerbrechlich gesehen!” “Ich auch nicht, es war wie ein Schlag mitten in die Magengrube als ich hörte was mit meinem Dad passiert ist!” Seine Finger kreisten noch immer auf meinen Schultern. “Wie” ich holte tief Luft, “Wie sieht’s eigentlich aus mit ihm?” fragte ich so neutral wie nur möglich. “Es war nur ein leichter, er wird keine Schäden davon tragen. Aber er muss sich unbedingt erholen und braucht mehr Hilfe beim Arbeiten.” erklärte Jimmy. “Ich werde ihm beim Arbeiten helfen, so gut es eben geht.” sagte Jimmy. “Was ist mit meiner Mutter? Sie möchte doch immer so Eifrig sein!” protestierte ich. “Dawn” Jimmy lachte, “nimm es mir nicht persönlich, aber deine Mutter fühlt sich schon überanstrengt wenn sie nur die Gäste begrüßen muss und mit Schönheit prahlen soll!” Jimmy hatte recht, sie würde wohl keine große Hilfe sein. Da würde wohl jemand anderes dran glauben müssen.

Zweifel

Jimmy und ich blieben noch eine weile, doch William wachte nicht auf, letzt endlich beschlossen wir wieder zu gehen. Jimmy benahm sich immer noch sehr Distanziert mir gegenüber. Und ich trug einen inneren Kampf aus. Jimmy hatte mich in der kurzen Zeit die ich hier war, völlig durcheinander gebracht! Wenn ich Jimmy ansah, seine liebevoll glühenden Augen und die Traurigen Schatten unter ihnen, schlug mein Herz heftig gegen meine Brust und eine angenehme wärme schoss mir durch den Körper, doch es fühlte sich falsch an! Es fühlte sich nämlich genauso an wenn Chris mich berührte! Als wir zu Hause ankamen beschloss ich direkt in mein Zimmer zu gehen, ich wollte mich mit niemanden unterhalten, mich einfach nur dem Chaos meiner Gefühle hingeben. Ich legte mich auf mein Bett und dachte nach. Über Chris über Jimmy.. Und wieder liefen mir diese blöde Tränen die Wangen herunter! Ich wischte sie fort. Das Weinen wollte ich mir für die Nacht aufheben. Also stand ich wieder auf und lief unruhig in meinem Zimmer herum, betrachtete die Porzellan Puppen in meiner Vitrine, lass noch einmal das Vorwort eines meiner Bücher durch, doch nichts schien mich wirklich ab zu lenken. Vielleicht musste ich wirklich erst einmal gründlich über alles nach denken. Also zog ich mir meinen Mantel an, und meinen Schal und ging über das Gelände.
Die Wiesen waren Schnee überdeckt. Die Bänke und Blumen, alles eingeschneit. Nur die Winter bar war vor dem eisigen Schnee erbarmt geblieben. Ich schlich weiter durch den Garten wo ich dann am Wintergarten ankam. Im Wintergarten schienen ein paar Kerzen. Wer wohl darin war? Ich wurde Neugierig und lief näher ran.
Die Gestalt saß mit dem Rücken zu mir, auf einem kleinen Hocker und fummelte an irgendwelchen Winterblumen herum. Ich trat leise näher, das Rötlich- Braune Haar kam mir sehr bekannt vor, keiner hat diese Farbe. Es konnte nur Jimmy sein!
“Jimmy!” rief ich eher unbewusst. Er zuckte zusammen und drehte sich zu mir um. Eine Sekunde lang loderten seine Augen vor Wut, die Furche zwischen seiner Stirn wurde tiefer und er fletschte die Zähne. Ich erschrak und stolperte rücklings aus dem Garten. Doch in der selben Sekunde lächelte Jimmy mich an und seine Stirn wurde glatt. “Entschuldigung! Dawn!” “Schon, Schon Okay!” log ich. “Tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken.” “Da haben wir uns wohl gegenseitig erschreckt!” lächelte ich verlegen. “Hmm” Jimmy sah mich versonnen an und seine Lächeln wurde schief. Sein wundervolles schiefes Lächeln. Als er sich wieder fasste, bat er mich, mich doch zu ihm zu setzten. Verunsichert setzte ich mich zu ihm, was kam jetzt?
Er sah mich lange Zeit nur an. Dann wanderten seine Augen hinab zu meinen Händen, er nahm sie in seine und rubbelte sie warm. “Besser?” “Nein” Er rubbelte weiter und pustete “Und jetzt?” “Ein wenig!” wir lachten. Jimmy rubbelte kräftig weiter, meine Hände röteten sich, er pustete tapfer weiter dann legte er sie auf seine Wangen und sah mich wieder mit diesem versonnen Blick an. Ich sah auch in seinen Augen und versuchte zu lesen was darin stand, doch er verschloss seine Gefühle zu gut vor mir. Plötzlich verfinsterte Jimmys Miene sich. “Warum hast du mir nicht mehr geschrieben und warum hast du nicht mehr Angerufen? Warum hast du meine Anrufe nicht entgegen genommen? Es waren nicht die vielen Stunden, richtig?” sprudelte es aus ihm heraus, wie als wären all diese Fragen eine Last die er die letzten Stunden, Tage, Wochen, mit sich herum trug. “ich, ahm” plötzlich wurde mir Heiß vor Verlegenheit. “Ich..” fing ich an, “Ich glaube” Ich schluckte und Schloss die Augen. “Ich glaube ich muss dir da etwas sagen!” Mit geschlossenen Augen ging es viel leichter, ich kniff meine Augen zusammen und sprach weiter: “Ich.. Also.. Ich, ich habe einen Freund!” erklärte ich so schnell das ich mich selbst nicht hören konnte. Doch im gleichen Moment zersprang mein Herz in Tausend Teile, so fühlte ich zumindest. Nicht etwa vor Erleichterung es endlich gesagt zu haben, eher vor Verzweiflung. Jimmy, der meine Hände immer noch in seinen hielt verstärkte seinen Griff kurz, dann lies er meine Hände einfach fallen. Ich öffnete meine Augen und sah in schimmernd Saphire Augen. Er presste die Lippen aufeinander. “Jimmy!” wimmerte ich. “Es tut mir so leid, ich wusste nicht wie ich es dir sagen sollte, Jimmy!” weinte ich, ich lies meinen Kopf auf seinen Schoß fallen. Zu meinem Erstaunen streichelte er ihn. “Jimmy ich -” “Dawn, du brauchst dich nicht zu Verteidigen.” unterbrach er. Ich weinte weiter. Jimmy nahm meinen Kopf und hob ihn an. “Ich hätte es wissen müssen, für dich sind wie nur Bruder und Schwester!” Dann ging er. Lautlos wimmernd legte ich mich auf den eisigen Boden. Trotz das ich im Wintergarten saß fror ich, doch ich wollte nicht aufstehen.
Ich weiß nicht wie lang ich da lag und fror, und nach dachte, doch als die Schmerzen unerträglich wurden beschloss ich doch aufzustehen. Ich kam mir vor wie eine Betrügerin! Eine hinterlistige Betrügerin! Ich hatte Jimmy betrogen. Und ob mich das schlechte Gewissen quälte wollte ich meine Romanze mit Chris nicht aufgeben.
In meinem Zimmer angekommen zog ich mich aus und lies mir heißes Wannen Wasser ein. Diesmal lies ich meine Tränen einfach laufen, ich fühlte mich elend! Ich sehnte mich nach Chris der mich hielt und küsste, und mir sagte das ich nichts falsch machte! Und ich sehnte mich nach Jimmy, der mich in seinen Armen hielt, rein Geschwisterlich!
Das warme Badewasser tat so gut, es fühlte sich an als würde jeder einzelne Muskel auftauen. Ich schloss die Augen und versuchte zu Träumen. Von Chris, von Jimmy und vom Ballett.

Am nächsten Morgen ging ich nicht zum Frühstück mit Mutter und Jimmy. Ich beschloss gleich nach dem aufstehen ins Krankenhaus zu gehen und William zu besuchen.
Ich hatte einen relativ guten Orientierungssinn weshalb ich das Krankenzimmer von William schnell fand. Auch die Aufregung und Übelkeit verhielt sich in Grenzen, schließlich wusste ich ja was auf mich zu kam. Selbstbewusst öffnete ich dir Tür - und hätte sie am liebsten wieder zu geschlagen!
Die Krankenschwester die gerade bei William war, fühlte sich offensichtlich bei der Arbeit gestört als ich plötzlich rein platzte. Sie drückte ihr breites Kreuz durch und stemmte ihre dicken Fäuste in die hüften. “Ich.. Ahm.. Entschuldigung!” stotterte ich. “Morgen!”, selbst ihre Stimme klang hart und kalt, “Eine Viertelstunde!” knurrte sie und zwängte sich dann an mir vorbei. William war wach. Und er sah schon etwas frischer als gestern aus.
Ich trat näher zu ihm. “Guten Morgen, William!” Einige Sekunden vergingen. Es schien als müsse er erst darüber nach denken wer ich eigentlich war? “Dawn,” Seine Stimme wirkte brüchig, ausgeraubt, doch mit der Autorität wie ich sie kannte. “meine Prinzessin, was suchst du den hier? Solltest du nicht tanzen?” Ich lachte, hab belustigt halb erleichtert. Er hatte mich also nicht vergessen! “Ich bin gekommen um dich zu besuchen, wie geht es dir?” “Den Umständen entsprechend.” er fasste sich kurz. So wie er es früher tat. Jeder seiner Worte klang wie ,,Dawn, Schätzchen, raub mir nicht meine kostbare Zeit!” Er würde wohl immer ein eingebildeter Möchte- gern bleiben! “Wo ist Catherine?” ”Mutter..” was sollte ich sagen? Sie fühlt sich zu schwach um dich so zu sehen? “sie ist im Hotel beschäftigt!” Ich entschied mich für die Lüge. “Das Hotel..” William zog die Brauen zusammen und verzog das Gesicht als hätte er schmerzen. “Ist dir nicht gut?” “Alles gut, Dawn, danke.” Allmählich entspannten sich seine Nerven wieder und seine Mimik wurde wieder freundlicher. “Welche Entscheidungen hat sie getroffen?” fragte er, es hörte sich besorgt an. “Sie hat das Hotel schließen lassen.” Ich wartete auf eine Reaktion, als keine kam sprach ich weiter: “Sie hielt es für die vernünftigste Idee, das Hotel zu schließen, du kennst sie ja, sie fühlt sich schnell belastet. Außerdem finde auch ich es angemessen eine paar Tage das Hotel still zu legen - schließlich geht es dir ja auch nicht gut.” Ich erschrak selbst über meine Wortwahl.. So .. Erwachsen, vernünftig, klang sie, zumindest in meinen Ohren. “Papalapp! Meine Mutter, Dawn, meine Mutter, sie hat das Hotel auch in den wüstesten Zeiten für alle Leute offen gehalten! Wie sie immer zu sagen pflegte: Die Show, muss weiter gehen!” Ich möchte das du, dein Bruder, und deine Mutter dafür sorgt dass das Hotel weiter laufen wird!” “Aber William, Muter kann das Hotel nicht leiten, Jimmy muss zur Schule, und ich.. Ich muss zurück zum Ballett.” Und zu Chris fügte ich in Gedanken hinzu. Plötzlich wurde William laut: “Ballett! Das ich nicht lache! Dawn, wir brauchen dich! Hier!” seine Stimme klang laut, aufgeregt und irgendwie auch flehend. Ich zuckte zusammen. “Was meinst du? Das ich nach meinem Schlaganfall drei Tage später wieder auf den Beinen stehe? Willst du sehen wenn ich versuche auf zu stehen? Willst du es sehen?” schrie er mich an. Mir stand der Mund Offen. Ich war unfähig etwas zu sagen. Ich glaubte noch nie so viele Worte mit William gewechselt zu haben wie jetzt, und auch nicht auf so einem Niveau! Ich hatte William noch nie so in Rage erlebt, im Gegenteil, eigentlich hatte ich ihn nur gesehen wenn er der Gastgeber und Inhaber des berühmten Cutler Hotels spielte. Ich war so in Gedankenversunken das ich gar nicht merkte wie der Monitor, wo Williams Herzschläge aufgezeichnet wurde, schneller lief. “William, bitte beruhige dich!” bat ich mit gepresster Stimme. “Dawn” er nahm meine Hand in seine. “Du musst uns helfen, Du allein, du bist die klügste von allen, Dawn!” “Ich.. Also.. Ich” “Sieh mal, Dawn, deine Mutter ist eine der wunderschönsten Frauen auf Erden, ich liebe sie, ich vergöttere sie, aber was das Hotel angeht, kann ich sie vergessen!” stieß er fast schon abfällig hervor, “Jimmy ist klug, doch allen wird er an der Arbeit im Hotel zerbrechen, er ist aus dem Holz seiner Mutter geschnitzt.” Zum ersten mal in meinem Leben führte ich ein solch tiefes Gespräch mit William. “Also” folgerte er, “bleibst nur noch du, Dawn. Du und Jimmy, ihr werdet ein unschlagbares Team sein, wenn ihr jetzt zusammenhaltet.”
Tabbi - 30.10.2007, 21:42

Wow..und an solch einer Stelle hörst du einfach auf zu schreiben...das ist gemein!! :D Schreib auf jeden Fall weiter!!
- SULEIKA - - 30.10.2007, 22:02

cooooooooooooooooooooooooool
sälä - 31.10.2007, 15:28

mensch du musst uuuunbedingt weiterschreiben :n178:
merci - 02.11.2007, 18:54

Ich schüttelte den Kopf. Ich spürte das Blut das mir durch die Adern schoss, und hörte das Rauschen in meinen Ohren. “Doch, Dawn!” Williams Augen bohrten sich in meine, seine Blicke waren eisig, es schien als wollte er mich Hypnotisieren. Ich schüttelte den Kopf noch heftiger, ich lies meinen angespannten Nerven freien lauf. Ich verzog das Gesicht und schluchzte aus tiefster Seele auf. Mir schossen die Tränen wie Rinnsale über die Wangen dann machte ich meine Beine, die die ganze Zeit über wie fest genagelt waren, frei und rannte aus dem Zimmer. Ich machte keine Anstalten auf die Ampeln zu sehen und auf den Verkehr, ich rannte waghalsig über die Straßen. Und ich spürte, es tat gut.
Als ich an der U- bahn Haltestelle angelangt war stoppte ich plötzlich, lies mich auf eine der Bänke sinken und weinte. Ich schluchzte laut ohne auf die Passagiere rücksiecht zu nehmen. Ich zog meine Knie an und wippte auf meinem Gesäß hin und her, bis die U- Bahn kam, dann stieg ich ein und fuhr nach Hause.

Als ich zuhause ankam, lief ich auch direkt los, hinauf auf mein Zimmer bevor Mutter oder Jimmy mich nur zu sehen bekamen. Auf gar keinen fall würde ich hier bleiben, unter keinen Umständen der Welt! Ich stürzte in mein Zimmer und holte meinen Koffer unter meinem Bett hervor, wischte mir mit dem Ärmel den rotz und die Tränen aus dem Gesicht. Ich war fest entschlossen: Ich würde zurück nach New York fahren!
Ich packte alles ein was mir in die Hände fiel, meine T- shirts, ein paar Hosen, Strümpfe, Unterwäsche, en paar Bonbons.. Ich weinte noch immer, wenn ich es gar nicht mehr aushielt, weinte ich lauter, schrie hysterisch auf. Ich überhörte auch Jimmy der jetzt hinter mir stand.
Plötzlich fasste er mir um die Taille. “Dawn, was ist den los?” Ich erschrak kurz dann weinte ich noch lauter. Ich lies mich auf den Boden sinken und trommelte mit meinen kleinen Fäusten gegen meine Knie. “Dawn, was ist passiert? Was hast du?” Jimmy versuchte mich zu heben, doch ich drückte mich mit aller Gewalt hinunter, letztendlich gab er es auf und setzte sich neben mich, er legte seinen Arm um mich und ich fiel ihm um den Hals. Ich legte meine Kopf gegen seine Brust und weinte. “Psssst, ganz ruhig!” Er streichelte mir sanft übers Haar. Als ich mich einigermaßen beruhigt hatte rekelte ich mich auf und sah ihn an. Seine Saphiren Augen schimmerten besorgt. “William ist verrückt geworden!” flüsterte ich. Ich schluckte und holte noch einmal Luft. “Er will das wir die Hotelführung übernehmen werden.” erzählte ich. Jimmys Augen wurden zu zwei kleinen Schlitzen, die Furche zwischen seinen Brauen wurde tiefer. Plötzlich, viel zu schnell, stand Jimmy auf. “Er hat es mir versprochen” murmelte Jimmy, er sprach so leise das ich ihn kaum verstand. “Was hat er dir versprochen?” “Dawn, ich,” Jimmy presste die Lippen aufeinander, seine Wütender Blick schwand und ein flehender wich ihm. “Es steht in seinem Testament.” Ich verstand rein gar nichts. Von wesen Testament sprach er? Ich stand auf, Jimmy lief auf und ab, er schien angeregt nach zu denken. Ich nahm Jimmys Hand in meine. “Wesen Testamen?” “Dawn, ich” fing er an, “Ich glaube ich muss dir was sagen.” Das konnte nichts gutes bedeuten. “William, also,” Er seufzte. “Es war von Anafang an klar, das wir die Leitung des Hotels mal übernehmen werden!” Ich fühlte mich als hätte man mir einen Eiskübel über den Kopf geschüttet, ich zuckte zusammen und fror am ganzen Körper. “Was?” mein Ton war energischer als gewollt. “Ja. Nach dem Tod meiner Mutter.. Und nach der Heirat deiner Mutter, hat mein Vater angefangen sein Testament um zu schreiben. Er bestand darin, das wir einmal die Hotelführung übernehme würden. “ Er wartete auf meine Reaktion, als keine kam sprach er weiter. “Dawn, ich wusste doch auch nicht das dass schon so bald sein sollte! Ich dachte, das hätte alles noch Zeit, ich dachte, du könntest erst noch Tänzerin werden, und dann irgendwann einmal, mit mir das Hotel leiten! Ich konnte es ja nicht hervorsehen.” verteidigte Jimmy sich. Ich schüttelte nur den Kopf. Was für ein verlogenes Pakt diese Familie doch war! Ich drehte mich zu meinem Koffer um und packte noch den restlichen Stapel Langarmshirte ein. Dann machte ich ihn zu und verschwand mit ihm ins Foyer.
Bart stand zu meinem Glück an der Rezeption und besprach sich mit einer Angestellten. “Bart!” rief ich. Er sah auf und lächelte, wie immer. “Bringen Sie mich sofort, und auf der Stelle zum Flughafen!” Auch Jimmy kam jetzt zu dem geschehen, “Dawn, bitte, sei doch nicht böse auf mich! Ich kann doch nichts dafür!” Ich drehte mich zu ihm um, plötzlich war ich von Wut und Hass auf die Familie so erfüllt das ich keine Rücksicht achtete. “Jimmy!” knurrte ich hasserfüllt. “Du hättest mir früher schon davon erzählen müssen! Ich hätte mich darauf einstellen müssen dürfen! Aber du hast den Mund gehalten, genauso hinterhältig wie Mutter und William! Oh ich hasse euch!” schrie ich jetzt laut heraus. Die Mädchen an der Rezeption rissen die Augen weit auf. “Dawn, bitte,” Jimmys stimme brach weg. “bitte verzeih mir.” “Ihr könnt euch auf den Kopf stellen, ich werde niemals, niemals dieses Hotel leiten!” schrie ich. Ich überlegte ob Mutter mich hören konnte, selbst wenn, sie würde sich sicherlich nicht auf die Auseinadersetzung einlassen.
“Bart!” forderte ich. “Mrs. Cutler, ich weiß ich sollte mich nicht in ihre Familien Gelegenheiten einmischen, doch..” “Lassen Sie sie gehen!” unterbrach Jimmy Bart. Wir beide, Bart du ich sahen verwundert zu Jimmy rüber. “Bitte,” fügte er noch hinzu, “bringen sie sie zum Flughafen.” Ich sah das Jimmys Augen von Tränen verschleiert waren, doch ich ging nicht weiter darauf ein, ich ging lieber schon einmal zum Wagen.
Hatte ich den Kampf etwa schon so schnell gewonnen?, ich traute garnicht daran zu denken. Nein, dachte ich dann, so schnell würde William nicht aufgeben.
( ich schreibspäte rnoch weiter)
sälä - 02.11.2007, 19:21

wow... du kannst das so gut schreiben. man ist richtig in der geschichte drinn.
(like a real) Jojo - 02.11.2007, 19:52

oh un jez hörst du mittendrin aufdas is unfair!!! WEITERSCHREIBEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Tabbi - 02.11.2007, 22:16

JAAAAAAAAA weiterschreiben!!!!!BITTE!!! :D
merci - 04.11.2007, 14:45

wieder mal ein teil mit dem ich absolut nicht zufireden bin -.- trotzdem, ich stell ihn mal hier rein:

Zurück, daheim

Natürlich mussten wir erst bei der Bank halten und Spät Buchen, die Frau am Ticket Schalter sah uns wütend an. “Sie haben glück! Es sind noch drei Plätze frei, das nächste mal Buchen sie aber bitte etwas früher!” Laut dem Ticket soll das Flugzeug frühestens in Zwei Stunden ankommen, doch das störte mich nicht. Mir war alles recht, wenn ich nur wieder weit, weit weg von meiner Familie war.