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powerpaul - 15.05.2008, 08:45
Notlandung mit ohne Heckriemen
... ja es soll ja Leute geben die haben nen Autorot. Schalter
... und dann soll es welche geben, die glauben erfahrenen Piloten und wechseln ihren originalen Heckriemen gegen einen Neoprenriemen
Leider gehöre ich nicht zu diesen Leuten
...und so isses passiert, Riemen gerissen Heli dreht wie Brummkreisel. Zum Glück blieb er aber noch einigermaßen steuerbar und driftete auch nicht weg. So konnt ich Ihn noch sanft im hohen Gras aufsetzen.
Bilanz: Heckriemen
Landegestell
Blattlagerwelle
Der Riemen hatte ca. 50 Flüge drauf. Erstes Anzeichen: Er hatte sich geweitet (was ich natürlich auch nicht beachtet, sondern einfach nachgespamnnt habe :cry: )
Sniping-Jack - 15.05.2008, 08:53
Ersmal Glückwuinsch zur fast heilen Landung trotz Brummkreiselheck! :)
Zitat: ... ja es soll ja Leute geben die haben nen Autorot. Schalter
Da kann ich dich beruhigen, wenn der Heckriemen ab ist, nutzt dir der auch nichts mehr.
Beim AuRo-Schalter wird halt der Motor abgestellt und das Heck in Neutralstellung gebracht, da es ja nun nichts mehr zu kompensieren gibt. Aber es DREHT sich eben noch und kann daher noch gesteuert werden.
Da bei dir aber der Riemen seinen Dienst versagte, hattest du auch nichts mehr zum steuern und ein Auroschalter hätte dir auch nix genützt.
Du hast also das Beste aus der Situation gemacht und es bleibt quasi nur noch der Heckriemen übrig, den du dir als Schuldgeständnis in die Bücher schreiben müsstest. ;)
Deluxe1 - 15.05.2008, 09:04
Warum sollte er nichts nutzen?
Der Heli dreht ja nicht direkt mit 250rpm um die eigene Achse, der braucht schon nen bisschen um zu beschleunigen.
Wenn man nun den Auroschalter betätigt, hört er recht schnell auf zu drehen. ;)
Meinen DF37 hab ich so heil runter bekommen. :lol:
Man sollte in dem Moment natürlich direkt den Pitch runterziehen sonst steht der Rotor genauso schnell. :n69:
Sniping-Jack - 15.05.2008, 10:57
Ämja, du hast recht, der Motor erzeugt ja weiter sein Drehmoment und wenn man ihn abstellt, nimmer.
Mein Fehler. :oops:
W_Else - 15.05.2008, 11:03
Zitat: Mein Fehler.
Genau :wink:
Wollte mich eigentlich auch schon kritisch äussern, aber Deluxe hat mir die Antwort abgenommen :( .
Sniping-Jack - 15.05.2008, 11:40
Zitat: ...aber Deluxe hat mir die Antwort abgenommen :(
Nicht dein Tag heut, was? :wink:
Na, ich werde dir schon wieder ne Steilvorlage liefern,
das weißt du doch. :lol:
W_Else - 15.05.2008, 11:45
Du weisst, ich lauer doch schon drauf :wink: :wink: :wink:
W_Else - 15.05.2008, 12:00
Nur zur Ergänzung und zur Info:
Bei manntragenden Hubschraubern besteht bei Heckrotor/Heckrotorsteuerungsausfall im Schwebeflug die einzige Chance einigermassen gut herunterzukommen darin zu autorotieren und zwar mit abgestellten Triebwerken oder mindestens im Leerlauf, damit sie beim Abfangen nicht mehr einkuppeln können.
Im Vorwärtsflug sieht die Sache anders aus, da kann wegen des Windfahneneffekts des Leitwerks eine Landung mit Vorwärtsgeschwindigkeit durchgeführt werden.
Roger - 15.05.2008, 20:57
Hi Ihr,
jupp, es kann sich lohnen, auch beim Modell nicht im Schwebemodus herunter zu gehen, sondern leichten Vorwärtsflug einzuleiten:
- Windfahneneffekt, stabilisiert das Heck
- Blätter brauchen weniger Kraft (30% mehr Energie)
Letzteres hilft, wenn man nicht mehr zu hoch ist. Ich musste übrigens so 2fach notlanden, unfreiwillig. Aber nicht wegen Heckriemenriss, der ist gegen einen Karbonriemen getauscht, sondern wegen Empfangsstörungen!
Eine Frage noch an Powerpaul: wie viele Stunden Flugzeit hat denn Dein Riemen hinter sich? Ich führe genaues Flugbuch, da kann ich das sagen. Aber könntest Du das wenigstens schätzen? Wäre interessant, um zu wissen, wann sowas ausgetauscht werden sollte...
Viele Grüße,
Roger
powerpaul - 16.05.2008, 08:24
Hi,
ja ja das einleiten des Vorwärtsfluges war auch mein erster Gedanke
...der 2. war :evil: ich hab kein Autorot-Schalter und somit auch keinen Vorwärtsflug sondern ehr einen leicht drehenden :wink:
@Roger
Der Heckriemen hatte so ca. 50 Flüge also so 8-9Stunden drauf. Wie gesagt, als erstes Anzeichen hatte er sich stark geweitet :!: :!:
Grinch - 16.05.2008, 11:43
Vorwärtsflug ist aber je nach Höhe und Lage auch nicht immer toll..
Zwar mag es mehr Drehzahl geben, aber die Gefahr steigt auch nicht mehr richtig bremsen zu können und so ein Umkipper/Überschlag mit viel Drehzahl ist meist schlimmer als ein etwas unsanfteres Aufsetzen ggf. mit Umkippen bei dann fast stehenden Blättern.
Allgemein ist es in der Größenklasse schwierig in jeder Lage eine saubere Autorotation hinzubekommen. Ich würde da nicht noch Energie drauf verwenden wieder Energie zu bekommen sondern versuchen so wenig wie möglich zu verlieren und kurz vorm Aufsetzen so viel wie möglich loszuwerden. Das bremst nicht nur den Aufschlag, es verringert auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Restenergie am Rotorkopf oder sonstwo austobt.
Wenn der Heli dann sauber ohne Schaden auf den Kufen steht ist gut, und wenn nicht hat man wenigstens den Schaden auf ein Minimum reduziert.
Roger - 16.05.2008, 22:19
Hi Grinch,
yes, sehe ich genau so! Die kleinen 450er würde ich auch nicht wie die großen steuern, wo man sich nochmals Schwung auf den Rotor holt, bevor man unten abbremst.
Wenn man aber einfach so absteigt, geradlinig, dann bildet sich leider auch bei den kleinen Helis sehr gerne ein Wirbelringstadium aus: der Heli sackt schnell durch und kann nicht mehr abgebremst werden, Strömungsabriss (Blätter werden zu langsam).
Daher war mein Tipp so gemeint, wenn möglich, noch etwas Fahrt aufnehmen, um gerade dieses Stadium zu verhindern. Mein Fail-Safe ist übrigens mit Absicht so eingestellt, dass der leicht einen Touch nach vorne macht...
Viele Grüße,
Roger
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