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Bladde - 03.10.2005, 17:24
Spielberichte 3. Spieltag
TV Groß-Umstadt vs. TuS Holzheim = 34:23 (12:9)
Spielbericht aus Sicht des TVG - www.weininsel-power.de
TVG Handballer bleiben Tabellenführer
TuS Holzheim in der Weininsel chancenlos
Mit einer bärenstarken Leistung im 2. Durchgang verteidigten die Handballer des TV Groß-Umstadt die Tabellenführung der Oberliga Hessen und ließen der Überraschungsmannschaft des letzten Spieltages, dem TuS Holzheim, beim 34:23 (12:9) nicht den Hauch einer Chance.
Die Truppe von Trainer Müller startete jedoch mit kleinen Anlaufschwierigkeiten in dieses Match. Zwar stand die 6:0 Deckung von Beginn an gut, dahinter agierte ein über die gesamten 60 Minuten stark aufgelegter Nico Jope im TVG-Tor, doch die Chancenverwertung im Angriff ließ anfangs einiges zu wünschen übrig. Und so konnte der TuS Holzheim, der in diesem Spiel in keiner Weise an die starke Leistung der Vorwoche anknüpfen konnte, als der Meisterschaftsfavorit aus Baunatal klar geschlagen wurde, Halbzeit 1 lange offen gestalten.
Beim 2:4 nach gut 10 Minuten gelang den Gästen sogar erstmals eine 2 Tore Führung, die Beer erst beim 9:8 in der 22. Spielminute in die erste TVG-Führung umwandeln konnte. „Ich war aber dennoch sehr ruhig“, beschreibt Trainer Müller diese ersten 20 Minuten des Spiels. “Man hat eindeutig gesehen, dass wir schon zu diesem Zeitpunkt die klar bessere Mannschaft waren. Nur unsere Unkonzentriertheiten und Mängel im Abschluss haben Holzheim im Spiel gehalten.“ Nach dem 9:9, dem letzten Ausgleich in dieser Partie, zog der TVG jedoch unaufhörlich davon und konnte mit dem Halbzeitpfiff durch Pana Nastos erstmals mit 3 Toren in Führung gehen. In dieser ersten Halbzeit verdienten sich neben Torwart Jope vor allem auch Mittelmann Beer und der Halblinke Martin Geist Bestnoten. Beer hielt konsequent das Tempo hoch und zeigte beim Abschluss seine bekannte Kaltschnäuzigkeit, während der junge Geist gegen Ende der 1. Halbzeit mit 2 blitzsauberen Toren die Wende im Spiel einleitete.
In Halbzeit 2 waren kaum 5 Minuten gespielt, schon war das Spiel entschieden. 13:9, 15:10, 20:12, 28:17 waren im Folgenden die Stationen. Der Gast aus Holzheim hatte dem Angriffswirbel des TVG nichts mehr entgegen zu setzen. Die Abwehr der Odenwälder stand zudem weiterhin sicher und erlaubte den schnellen Außen nun einen Konter nach dem anderen. Zudem begann nun auch der in dieser Saison bislang so treffsichere Sebastian Conradt aus dem Rückraum, der 6:0 Abwehr des Gastes ihre Grenzen aufzuzeigen.
Trainer Müller konnte sich bei diesen Zwischenständen den Luxus erlauben, seine etablierte Spieler die letzten 20 Minuten auf die Bank zu beordern, um seinem jüngeren Personal längere Einsatzzeiten zu ermöglichen. Kai Kramer, Marc Geissler und Tim Gotta fügten sich nahtlos in das Spiel ihrer Mannschaft ein und zeigten dem eigenen Publikum Tempohandball vom feinsten. Vor allem Spielmacher Gotta zeigte dabei eine sehr starke und konzentrierte Leistung, die er mit 3 sehenswerten Treffern und etlichen Anspielen an seine Nebenleute krönte.
Thomas Müller zeigte sich nach der Partei natürlich sehr zufrieden: „Die Mannschaft hat in Halbzeit 2 nahezu alle Vorgaben gründlich umgesetzt und eine sehr starke Leistung gezeigt. Diese einzuordnen fällt jedoch nach wie vor schwer. Holzheim war zumindest heute nicht der erwartet starke Gegner. Andererseits spielt eine Mannschaft auch nur so gut, wie es der Gegner zulässt – und wir haben heute nicht viel zugelassen. Die Tabellenführung mit 6:0 Punkten und 36 Plustoren ist irgendwie noch ein Muster ohne Wert. Wo wir wirklich stehen, wissen wir am nächsten Sonntag, wenn wir aus Baunatal zurück kommen und uns mit dem Top-Favoriten auf die Meisterschaft gemessen haben. Doch mit der Leistung von heute brauchen wir uns auch in Nordhessen sicherlich nicht zu verstecken! Soviel zumindest ist sicher.“
Es spielten: Bolling, Jope; Conradt 5, Weber 3, Waigand 4, Shnyakin 2, Beer 9/1, Nastos 3, Kütemeier 1, Gotta 3/1, Geissler, Kramer 2, Siebenschuh 1, Geist 2
Bladde - 03.10.2005, 17:30
TGB Darmstadt vs. HSG Pohlheim = 30:25 (16:9)
Spielbericht aus Sicht der TGB - www.tgb-handball.com
40 Minuten hui, 20 Minuten pfui!
TGB Darmstadt präsentierte sich mit zwei unterschiedlichen Gesichtern beim 30 : 25 (16 : 9) Erfolg über die HSG Pohlheim
Nach anfänglichem Abtasten der beiden Teams bis zum 7 : 7 in der 15. Spielminute setzten die Darmstädter klare Zeichen zum deutlichen Sieg gegen den letztjährigen Tabellendritten der Oberliga Hessen. Mit geradlinigem druckvollem Angriffsspiel, unterstützt durch eine stabil stehende Abwehrformation, legte das Team Tor um Tor vor und ließ Pohlheim in dieser Spielphase nicht die Spur einer Chance. Neben dem wiederum stark agierenden Torhütern Alexander Weit und Fabian Ruhl (bei 7-Metern und in der zweiten Halbzeit) zeichneten sich besonders Jochen Dieter und Sven Seeger als Vorgezogene in der defensiven 3:2:1 Deckung aus. Auch der Mittelblock stand nun so massiv, dass Pohlheims Angreifer nur noch durch Einzelaktionen Druck auf Darmstadts Tor ausüben konnten- dies jedoch zunehmend ohne Erfolg.
Ganz anders lief dagegen das TGB-Angriffsspiel. Pfeilschnelle Gegenstosstore, schlitzohrige Kombinationen und druckvolle Rückraumaktionen ließen ein Debakel für Pohlheim erwarten. Hätten die Bessunger in der ersten Halbzeit nicht 8 Fehlwürfe, 2 technische Fehler und einen Pfostenwurf zu verzeichnen gehabt, wäre der Gast bis zur 30. Minute mit 10 oder mehr Toren Differenz in die Kabine geschickt worden. Doch sprach auch das 16 : 9 eine deutliche Sprache.
Nach dem Seitenwechsel lief das Spiel richtig nach dem Geschmack der Zuschauer. Bis zur 37. Minute wurde der Vorsprung auf 11 Tore Abstand (21 : 10) ausgebaut.
Doch dann war es erstaunlicherweise und unerwartet mit Bessungens Herrlichkeit vorbei. Hektisch, unorganisiert, eigensinnig, leichtfertig – vielleicht auch überheblich – liefen sich die Angreifer immer wieder in Pohlheims Deckung fest. Technische Fehler (11 in der 2. Halbzeit !) häuften sich. Fehlwürfe waren dagegen selten, da man erst gar nicht bis zum Abschluss kam. Pohlheim witterte plötzlich seine Chance, verkürzte Tor um Tor, auch unterstützt durch 4 Zweiminutenstrafen für die TGB.
Bis zur 57. Minute war der Vorsprung auf 3 Tore zusammengeschmolzen. Erst die Kontertore von Jochen Dieter und Frank Weitz ließen die Zuschauer wieder aufatmen. Am Ende stand ein klarer 30 : 25 Sieg auf der Anzeigetafel, der jedoch den Spielverlauf nur unzureichend dokumentiert.
Nach dem Abpfiff erkannte Trainer F. Ludwig selbstkritisch, dass auch durch seine Wechseltaktik in der Phase der deutlichen Überlegenheit erhebliche Unruhe in das Spiel seiner Mannschaft kam. Die Mannschaft und auch die Bank müsse erkennen, dass in der Oberliga – im Gegensatz zur Landesliga – reine Ergebnisverwaltung nicht funktioniere. Er machte dabei den eingewechselten Spieler keinen persönlichen Vorwurf, sondern erkannte, dass ein situationsbezogenes rechtzeitiges Wechseln von einzelnen Spielern der Stabilität sicherlich dienlicher sei.
Da aus Fehlern bekanntlich besonders viel gelernt werden kann, sollte dieses Spiel allen Beteiligten eine wahre Lehrstunde gewesen sein. Mit nun drei Auswärtsspielen in Folge (in Ober-Eschbach, bei Wallau II und in Bürgstadt) steht der Mannschaft ein hartes Programm bevor. Doch wenn das Team seine Lektionen aus den ersten drei Spielen lernt, sollte man nicht bangen. Auch auswärts sollten Punktgewinne im Bereich des Möglichen sein.
Für die TGB spielten: Alexander Weit und Fabian Ruhl im Tor; Markus Schmidt (1); Sven Trautmann (6); Frank Weitz (4); Jochen Dieter (4); Sven Seeger (2); Mario Büscher; Ingo Darmstädter; Jens Hrach (2); Frederik Lang (1); Oliver Kohlmann (1); Uwe Eckert;
Sven Etzold (7/1); Frank Hagelauer (1); Jörg Unger
Für Pohlheim waren erfolgreich: Bayer (2); Schäfer (6); Vogel (8/7); Kartak (2); Hirz (2); Nr 6 (6)
Zeitstrafen
TGB: Frederik Lang, Jens Hrach, Jörg Unger und Markus Schmidt je 2 Minuten
Pohlheim: Jacobi (3 x 2 Minuten – rote Karte)
Spielfilm: 3 : 3 (6. Min.) ; 7 : 7 (15.) ; 12 : 8 (24.); 16 : 9 (30.); 21 : 10 (37.); 24 : 14 (41.);
27 : 22 (52.); 28 : 25 (57.); 30 : 25 (60.)
Bladde - 03.10.2005, 17:38
GSV Eintracht Baunatal vs. HSG Kahl/Kleinostheim = 29:28 (15:13)
Spielbericht aus Sicht des GSV - www.gsv-eintracht-baunatal-handball.de
Packende Schlussphase
BAUNATAL. Eine gelungene Heimpremiere ihrer Eintracht und gleichzeitig die ersten beiden Punkte in der noch jungen Oberligasaison bejubelten gestern Abend die zahlreichen Zuschauer in der Baunataler Rundsporthalle. In einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel setzten sich die Mannen um Spielertrainer Arnd Kauffeld knapp, aber letztlich verdient mit 29:28 (15:13) gegen die Mannschaft der HSG Kahl/ Kleinostheim durch.
In einer harten, aber fairen Partie war die Eintracht über weite Strecken die bestimmende Mannschaft. Nach einer Phase des gegenseitigen Abtastens zogen die Gastgeber innerhalb weniger Minuten von 3:3 (10.) auf 6:3 (12.) davon. Gestützt auf eine gute Deckung baute die Eintracht den Vorsprung bis zur 12. Minute auf 11:4 aus. Doch zwei Zeitstrafen in Folge gegen die Hausherren sowie acht Minuten ohne zählbares Ergebnis ließen die Gäste aus Südhessen fünf Minuten vor Ende der ersten Hälfte auf 11:10 verkürzen. Baunatal fing sich aber wieder, ließ sich auch von einer kurzzeitigen Zwei Mann-Unterzahl nicht beirren und ging mit einer 15:13 Führung in die Pause.
Auch den besseren Start in die zweite Hälfte erwischten die Hausherren. Angetrieben vom siebenfachen Torschützen Moritz Ellenberg sowie dem treffsicheren Timo Köhler auf Außen warfen sie bis zur 40. Minuten eine SechsTore-Führung heraus. Doch wie schon in der ersten Hälfte verpasste es Baunatal, weiter nachzusetzen. Die Gäste kamen auf und verkürzten Tor um Tor. Folge: In der 25. Minute stand es 25:25. Die nun beginnende Schlussphase war an Spannung kaum zu überbieten und fand ihren Höhepunkt in der Schlussminute. 20 Sekunden vor Schlusspfiff scheitert ein Angriff der Eintracht am Keeper der Gäste, aber auch die Südhessen fanden im Gegenzug, zum Jubel der zahlreichen Baunataler Zuschauer, einmal mehr an diesem Abend ihren Meister in Schlussmann Constantin Paar. Ein letztlich knapper, aber über die gesamte Spielzeit betrachtet verdienter Heimsieg der Eintracht.
Baunatal: Paar (1.-60.), Wasmann (bei zwei 7m) - Feld: Ellenberg (7), Köhler (6), Kauffeld (5), Schwietzke (3), Grabowski (3/2), Griesel (2), Reith (1), Brede (1), Höniges (1),Landau, Ladwig, Worst (n.e.).
Kahl/Kleinostheim: Sauer (1.-60.), Maika (bei einem 7m) - Feld: Schuster (5), Berberich (5), Ludwig (5/4), Hofmann (4/ 2), Wienand (3), Koch (2), Schmidt (2), Klein (1), Bäumgartner (1), Ribic, Nubert.
Bladde - 04.10.2005, 08:04
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II vs. TSG Oberursel = 32:20
TV Fränkisch-Crumbach vs. TSG Ober-Eschbach = 36:24
Spielberiche aus der Frankfurter Neuen Presse - www.fnp.de
Fürs Oberliga-Taunusduo gibt es nichts zu erben
Von Eckhard Fiukowski
Münchholzhausen/Reichelsheim.Die beiden Taunusvereine kassierten in der Handball-Oberliga der Männer deutliche Niederlagen: die TSG Oberursel am Sonntag mit 20:32 bei HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, die TSG Ober-Eschbach gestern Abend mit 24:36 beim TV Fränkisch-Crumbach.
Nach gutem Start (3:1) geriet die TSG Ober-Eschbach dann nach dem 3:3 zwischen der 5. bis 23. Minute fast schon vorentscheidend in Rückstand. Denn von diesem 6:12 vermochte sich der Regionalliga-Absteiger im weiteren Verlauf der Partie nicht mehr zu erholen. Die Abwehr wirkte unbeholfen und machte es den Odenwäldern leicht, zu ihren Toren zu kommen. Pech allerdings für die Gäste, das jeweils vor und nach der Pause fünf Mal die Latte des HSG-Kastens im Wege stand. Fränkisch-Crumbach traf einfach besser und legte bis zur Pause ein 16:11 vor.
Nach dem Wiederanpfiff änderte sich nichts mehr an der klaren Führung der Hausherren. Nach 38 Minuten stand es 22:14, dann 29:17 (44.). TSG Ober-Eschbachs Spielausschuss-Boss Otto Damm: «Die Abwehr war wie ein Hühnerhaufen.» In der folgenden Phase avancierte der eingewechselte Torwart Benjamin Fritzel zum großen Rückhalt. Die Gäste konnten auf 22:29 verkürzen. Dann war der Spuk jedoch bereits wieder vorbei. Endstand: 36:24.
Bei der TSG wurde vor allem der Siegeswille vermisst. Lediglich Torwart Benjamin Fritzel und Christoph Witzke gingen mit großem Einsatzwillen voran. Der angeschlagene Jan Ludwig war zwar doch dabei, konnte allerdings nur bei Ausführung von Siebenmetern eingewechselt werden.
TSG Ober-Eschbach: Hamas, B. Fritzel; M. Fritzel (2), Witzke (7), Neumann (4), Mertens (2), Raumer, Ergül (2/1), Schawaller (2), Schwara (1), Ludwig (4/4), A. Salzer.
«Wir haben einen ganz schwarzen Tag erwischt», kommentierte TSG Oberursels Betreuer Bernhard Schmidt die 20:32-Pleite bei HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II. Das Gäste-Team hatte sich weit unter Normalform präsentiert und nach sieben Minuten bereits mit 2:5 in Rückstand gelegen. Nach 17 Minuten hieß es 4:10. Die Abwehr war viel zu offen und bekam vor allem den starken Kreisläufer der Gastgeber nie in den Griff. Der Angriff war ohne Konzept und leistete sich zu viele Abspielfehler. Der Rückstand vergrößerte sich bis zur Pause auf 9:16.
In der Pause folgte die erwartete Kabinenpredigt von Spielertrainer Thomas Zeitz, der – angeschlagen – sich nur aufs Coachen beschränken musste. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff sah Zeitz die rote Karte für eine angeblich beleidigende Bemerkung in Richtung Schiedsrichter. Drei Minuten später lagen die Gäste bereits mit 9:21 im Hintertreffen, ehe beim 12:26 der höchste Rückstand notiert werden musste. In der Schlussphase war dann in erster Linie Schadensbegrenzung angesagt.
TSG Oberursel: C. Heidl, Mertens; Schimanski (4/3), Britz (1), Krmek, See (4), Pfeffer (1), Hitzel (2), Perl (3), KIlp (2), Heil (2), Kramer, Lodders (1), Otto.
Fürst - 04.10.2005, 08:23
Dotzheim - Bürgstadt
..aus beider Vereine Sicht:
Jetzt muss Dotzheim beweisen, was es kann
Nach drei Erfolgen kommen die dicken Brocken
DOTZHEIM Der Jubel über den dritten Sieg im dritten Spiel hielt sich in Grenzen. Sie gingen schnell zur Tagesordnung über, die Oberliga-Handballer des TuS Dotzheim. Einhelliger Tenor nach dem ungefährdeten 33:24 (19:11)-Sieg über den TV Bürgstadt: Die Pflicht ist getan, nun wartet die Kür. Jeder sei sich bewusst, dass die drei Auftaktsiege nicht überbewertet werden dürften, erklärt etwa Ibo Ücel.
Zu harmlos präsentierten sich bislang die Dotzheimer Widersacher. "In Holzheim wollen wir zeigen, dass wir nicht nur gegen leichte Gegner gewinnen können", ist der 25-Jährige ebenso wie seine Teamkameraden heiß auf das Bezirksderby am Samstag gegen den Aufsteiger mit dem ehemaligen Dotzheimer Coach Peter Lohaus. Auch der heutige TuS-Trainer Jürgen Kleinjung ist gespannt, "wie wir uns jetzt gegen die starken Gegner verkaufen". Gefestigt sei seine Mannschaft inzwischen, ist der 50-Jährige überzeugt. Und spielerisch habe man sich deutlich weiterentwickelt. Eine Kostprobe der neuen Spielkultur gab es in Durchgang eins gegen überforderte Mainfranken. Die wirbelten die Dotzheimer gehörig durcheinander, sorgten früh für klare Verhältnisse.
Einmal mehr dabei treffsicherer Vollstrecker: Oli Klump. Der 38-Jährige erlebt seinen x-ten Frühling und erfüllt die ihm von Jürgen Kleinjung zugedachte Aufgabe in seiner "definitiv letzten Saison" bislang zur vollsten Zufriedenheit. Kleinjung: "Er ist mit seiner Erfahrung noch sehr wichtig für uns und soll unsere zwei Youngster behutsam aufbauen." Gemeint sind Manuel Löffler und Jan Heimer.
Das Risiko, nur mit zwei Jungspunden, die in der vergangenen Saison kaum Spielpraxis gesammelt hatten, in die Runde zu gehen, sei ihm zu groß gewesen, gesteht Dotzheims Coach. Und Jan Heimer kann mit seiner Rolle bislang gut leben. "Auch wenn der Druck hoch ist, sich während der kurzen Einsatzzeit beweisen zu müssen. Aber das kenne ich aus Wallauer Zeiten. Da hatte ich immer einen Tobias Hahn vor mir." Im Gegensatz zu den beiden ersten Spielen ging Heimer diesmal leer aus. In einer Mannschaft, die nach der Pause nicht mehr zeigen musste, gegen einen Gegner, der nicht mehr zeigen konnte.
TuS Dotzheim: Eichhorn, Schermuly; Anthes (2/1), Engel (3), Heimer, Christ (4), Heller (4), Klump (7), Kröck (4), Löffler (n.e.), Paraskevopoulos (3), Ücel (6).
Spielfilm: 2:3, 7:3, 11:7, 15:7, 17:8, 19:11 - 19:13, 22:13, 24:18, 31:21, 33:24.- SR: Foucar/Sommerfeld (Dreieichenhain/Altenhaßlau).- ZS: 180.- Zeitstrafen: 3:3.- Siebenmeter: 3/1:7/6.
Auswärtsniederlage beim TuS Dotzheim
Voller Optimismus und Tatendrang fuhr der TV Bürgstadt zum Tabellenzweiten der Oberliga, dem TuS Dotzheim. Bis zur 5. Spielminute verlief das Spiel auch ganz nach dem Geschmack des TV Bürgstadt. Die Gäste führten 2:3 und waren voller Hoffnung. Jetzt kam der Gastgeber mit voller Wucht und Kraft ins Spiel und riss die Führung bis zur 11. Minute mit 8:5 an sich. Bürgstadt währte sich mit allen Kräften, jedoch hatte die Abwehr nicht ihren besten Tag erwischt und es schlichen sich immer wieder Fehler ein. Bis zur Halbzeit erhöhte Dotzheim mit schnellen Gegenstößen auf 19:11.
Nach dem Wechsel wollte Bürgstadt sich wieder herankämpfen. Man schaffte es zwischenzeitlich auch, den Abstand etwas zu verkürzen, vergab aber zu diesem Zeitpunkt einige klare Torchancen, so dass zum Ende des Spieles beim 33:24 doch eine 9 Toredifferenz zu Buche stand. Diese Lehrstunde sollte die Mannschaft nicht entmutigen, sondern sie sollte versuchen, die Fehler in künftigen Spielen abzustellen.
Trainer Michael Schlegel wird die richtigen Hebel ansetzen und die geknickten Spieler wieder aufrichten.
Torschützen: Sebastian Eck 6, Christof Walter 4, Philipp Fleischmann 3, Sebastian Fürst 7/5, Felix Breitenbach 1, Martin Hench 1, David Klingenbeck 1 und Stefan Schüßler 1/1.
Koordinator - 04.10.2005, 13:11
Spielbericht TuS Holzheim
TV Groß-Umstadt - TuS Holzheim 34:23 (12:9)
Der TuS Holzheim wurde im ersten Auswärtsspiel beim letztjährigen Regionalligisten recht unsanft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Es war einfach überdeutlich, dass man beim Saisonauftakt weit über den Verhältnissen gespielt hatte und nun offensichtlich auch mit zuviel Respekt an diese Aufgabe heranging.
Obwohl eine stattliche Anzahl Fans die Lohaus-Truppe unterstützte, fand diese zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel. Dabei gehörte die Anfangsphase den Holzheimern, die nach dem 1:2 drei Treffer in Folge erzielten und mit 4:2 nach vorne marschierten. Doch bereits in dieser Phase deutete sich an, wo das Manko an diesem Sonntag liegen würde. Die Chancenverwertung war geradezu fahrlässig. Frank Dittmar bekam zudem am Kreis einige Würfe abgepfiffen, so dass die Ausbeute äußerst dürftig blieb. Glücklicherweise stand die Abwehr in diesem Zeitraum recht stabil und hatte die starke rechte Umstädter Angriffsseite im Griff. So behaupteten die Gäste die Führung bis zum 8:6, ehe es einen minutenlangen Durchhänger gab. Der einheimische Torwart stellte sich immer besser auf die Würfe der Holzheimer ein und machte seinen Kasten dicht. Der Holzheimer Rückraum erwies sich als völlig harmlos. Der Berichterstatter kann sich nicht erinnern, wann Manuel Herold nur einen einziges Mal traf und Lukas Bolder sogar ohne Torerfolg in sechzig Minuten blieb !
Die Hausherren erzielten in dem genannten Zeitraum drei Tore und gingen mit 9:8 in Führung. Der folgende 9:9 Ausgleichstreffer in der 25. Minute sollte das letzte Erfolgserlebnis der Gäste im ersten Durchgang gewesen sein. Selbst zahlenmäßige Überlegenheit konnte nicht in Tore umgemünzt werden, vielmehr traf Groß-Umstadt zweimal in Unterzahl. Mit nachlassender Angriffsleistung gab es nämlich auch in der Deckung immer mehr Lücken.
Zu allem Überfluss kassierte man mit dem Halbzeitpfiff von der Außenposition nach den zwölften Gegentreffer.
Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs brachten dann schon die Entscheidung. Holzheim schien mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein, da legte der Ex-Regionalligist los wie die Feuerwehr. Innerhalb von drei Minuten hatte man den Vorsprung beim 16:10 verdoppelt. Doch dann wurde es ganz bitter für Ohl, Dittmar & Co. In der 39. Minute gab es eine Zeitstrafe gegen Herold. Als Heiko Ohl bei den Unparteiischen intervenierte, marschierte auch er auf die Strafbank. Nun bekamen die Groß-Umstädter erst recht Oberwasser. Mit fünf Toren in Serie zum 23:12 entschieden sie die Partie zu ihren Gunsten. TuS-Coach Peter Lohaus versuchte verzweifelt Ordnung in seine Truppe zu bringen, aber selbst ein Torwartwechsel brachte nicht mehr den erhofften Erfolg. In der verbleibenden Spielzeit taten die Gastgeber nicht mehr als nötig. Mit Tempospiel überlief man den Gegner ein ums andere Mal, vernachlässigte jedoch auch selbst die eigene Deckung, so dass Holzheim in der Endphase noch das ein oder andere Tor erzielen konnte. Der Aufsteiger wird sicherlich seine Lehren aus dieser Niederlage ziehen. Am nächsten Samstag steht dann das Derby auf dem Programm, wenn der mit 6:0 Punkten gestartete TuS Dotzheim in Diez seine Aufwartung macht.
Holzheim: Steckel, Klawikowski, Weiner, Fetter (1), Dittmar (8), C. Ohl (3), Herold (1), H. Ohl (7/3), Schlier (1), Bolder, Rojahn (3), Bittkau
SR: Gorzowski/Günther (Offenbach/Hanau)
Zuschauer: 350
Zeitstrafen: TV G: 10 Min.; TuS: 8 Min.
Siebenmeter: TV G: 3/3 ; TuS 4/3
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