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Handballpapa - 14.04.2008, 08:50
Spielberichte 24. Spieltag
TSGO erarbeitet den Sieg über Kampf
Von Eckhard Fiukowski

Oberursel. TSG Oberursels Handballer machten am Samstagabend mit dem 30:26-Sieg gegen den Tabellenletzten TSV Vellmar einen weiteren Schritt in Richtung Oberliga-Klassenerhalt.

600 Zuschauer (Rekord aus dem Vorjahr damit eingestellt!) sorgten in der Partie gegen den designierten Absteiger aus Nordhessen vom Anpfiff weg für eine tolle Stimmung in der Sporthalle der Erich-Kästner-Schule. Sie sahen eine engagiert auftretende Gästemannschaft, die in der Anfangsphase nicht nur mithielt, sondern bis zum 6:5 sogar die Führung innehatte. Alle fünf Oberurseler Treffer hatte übrigens Patrick Heidl markiert, der auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit die treibende Kraft im TSGO-Team war.

Dieses offenbarte allerdings unübersehbare Abwehrschwächen. Die Oberurseler Deckung ließ den Gästen immer wieder zu viel Freiraum. Beim 7:6 rissen die Hausherren zwar erstmals die Führung an sich, vermochten sich aber bis zum Ende des ersten Abschnitts nicht zu lösen. Beim Stand von 13:11 wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederanpfiff markierte der TSV Vellmar innerhalb von 120 Sekunden zwei Treffer zum 13:13-Ausgleich. Das Spiel blieb spannend und umkämpft. Lediglich beim 21:22 geriet die TSG Oberursel noch einmal ins Hintertreffen, als sich in dieser Phase TSV-Spielmacher Dino Duketis mit vier Toren in den Mittelpunkt geworfen hatte. In den letzten zehn Minuten steigerte sich mit der Stimmung auf den Rängen auch die Oberurseler Abwehr, hinter der auch Torwart Christoph Heidl noch zum großen Rückhalt avancierte (parierte u. a. einen Siebenmeter) und nur noch drei Vellmarer Tore zuließ. Bis zum 28:26 mussten die „Orscheler“ allerdings in den verbleibenden fünf Minuten zunächst um die beiden Punkte zittern. Dann leistete sich Vellmars Rückraumspieler Ivars Geislers gegen Carsten Heil ein Revanchefoul und sah folgerichtig die Rote Karte. 18 Sekunden später „meckerte“ TSV-Trainer Gordon Hauer erneut gegen die Schiedsrichter und handelte sich eine Zeitstrafe ein. In doppelter Überzahl sorgten die Gastgeber mit dem 29:26 für die Vorentscheidung. Und auch der letzte Treffer der Partie war den Schützlingen von Trainer Christian Witusch vorbehalten.

Dieser atmete nach dem 30:26-Erfolg dann auch tief und erleichtert durch: „Die Abwehr hat sich erst gegen Ende des Spiels stabil gezeigt. Wir haben uns aber über Kampf den Sieg erarbeitet. Und diesen wollte die Mannschaft auch unbedingt. Das habe ich schon die ganze Woche gespürt.“

TSG Oberursel: C. Heidl, Lehnert; Mauch (7), Heil, Hitzel (3), Kilp (2), Perl, Krmek (2), P.Heidl (9/1), Heid (4), Durkaya (3/2), Pfeffer, Wehl-Ohrdorf.
Bruni - 14.04.2008, 10:00

Vellmar fehlte in Schlussphase die Kraft

OBERURSEL. Wenn die Oberliga-Handballer des TSV Vellmar ihre Saison mit einem Filmtitel beschreiben sollten, es wäre wohl "Und täglich grüßt das Murmeltier", denn so, wie sich in diesem Film ein und derselbe Tag immer wiederholt, so gleichen sich die Spiele der Vellmarer. 26:30 (11:13) unterlagen die Nordhessen bei der TSG Oberursel, und für TSV-Trainer Gordon Hauer begann Altbekanntes schon vor der Partie.

Simon Schlichenmeier meldete sich mit Magen-Darm-Virus krank, Henning Höhmann fehlte aufgrund von Schulterproblemen, und Torhüter Sebastian Klink war aus beruflichen Gründen entschuldigt. Doch die verbliebenen Vellmarer hielten, wie schon so oft in dieser Saison, zunächst gut mit. "Wir sind weite Wege gegangen und haben mit einer aggressiven 5:1-Deckung agiert", so Hauer. Den Zwei-Tore-Rückstand zur Pause glich der TSV nach dem Seitenwechsel schnell aus (13:13) und führte in der 46. Minute mit 22:21. Bei einer besseren Chancenverwertung hätte das Hauer-Team diesen Vorsprung sogar ausbauen können, doch der Angriff scheiterte immer wieder am gut aufgelegten Torhüter der Gastgeber.

So blieb die Begegnung bis fünf Minuten vor dem Ende spannend, Oberursel führte 27:26. "Dann hat uns die Kraft gefehlt", meinte Gordon Hauer, "auch, weil wir bis zum Ende fast dauerhaft mit einem oder zwei Spielern weniger auf dem Feld standen." Die Gastgeber nutzten ihre Überzahl geschickt aus und setzten sich in den letzten Minuten ab. Doch das war ja schon oft so in dieser Saison beim TSV Vellmar. (cl)  TSV: Paul, Igielski; Duketis 4, Geislers 7/1, Hermenau 3, Kudzma 2, Melzer, Pilz 8/4, Richter 2, Rittmeier, Vogt
Bruni - 14.04.2008, 10:03

Mit Disziplin und Kampf
HSG Baunatal schlägt den GSV Baunatal im Handball-Stadtderby mit 38:30
Von Peter Fritschler

BAUNATAL. Der letzte Punktgewinn datierte vom 24. Februar beim 36:29 gegen Dotzheim. Seitdem war die HSG Baunatal ohne Sieg und Unentschieden und rutschte langsam, aber sicher in den Tabellenkeller ab. Jetzt, wo es fast schon fünf nach zwölf ist, gelang der erste Erfolg nach der Durststrecke. Im Baunataler Stadtderby gab es ein 38:30 (15:11) gegen den GSV Eintracht. Ein Sieg, der letztlich aufgrund der disziplinierteren Spielweise verdient war, ein Sieg, der lange offenblieb, in der Schlussphase dann aber etwas zu hoch ausfiel.

Allerdings sollten die Großenritter in diesem Derby nur einmal führen. Nach knapp vier Minuten stand es 2:1 für die Eintracht, sechs Minuten später 4:4, danach lag stets die HSG in Front.

Die Eintracht fand in ihrer Abwehr gegen das gebundene Spiel der Gastgeber, das im richtigen Moment aufgelöst wurde und nicht wie zuletzt zu oft in erfolglosen Einzelaktionen endete, nur selten ein probates Mittel. Dazu kam, dass umgekehrt die HSG in der Abwehr mit einer enormen Steigerung aufwartete und Pascal Zügler im Tor ein starkes Spiel lieferte.

Dem GSV Baunatal fehlte der verletzte Michael Griesel (Meniskusquetschung) an allen Ecken und Enden. Gerade in den Spielen, in denen er nicht dabei ist, wird deutlich, wie wichtig er für den Aufbau im Angriff und in der Abwehr ist. Die HSG kompensierte dagegen das Fehlen ihres Rückraumspielers Philipp Jungermann (Schulteroperation). Trainer Helmut Krug gab fast allen Akteuren der jungen junge Truppe Spielanteile und durfte sich freuen, dass es dabei keine Ausfälle gab.

Unter den Augen des alten Trainers Sven Hinz ("Ich halte nach wie vor zu meinen Jungs") setzte sich die HSG in einer kämpferisch starken Partie bis zur Pause mit 15:11 ab. Die Eintracht versuchte mit allen Mitteln, das Spiel offen zu halten. Selbst Paul Gbur (Bänderriss im Daumen) kam zu einem Kurzeinsatz, und Jonggi Pasaribu (Knieverletzung) trat zur Siebenmetervollstreckung an.

Nach der Pause entschärfte Zügler erst einen "Hammer" von Sven Wilhelm, dann einen Siebenmeter von Pasaribu. Das gab der HSG den richtigen Schwung, als dann noch Renke Behrends für zwei Minuten auf die Bank musste, stand es 19:14 (36.). Im Gefühl, dass der erhoffte Sieg nun möglich war, fanden die Gastgeber immer mehr zu sicherem, überlegtem Spiel. Die Eintracht kämpfte gegen die Niederlage an, brachte sich aber immer wieder durch individuelle Fehler um den Lohn. Mark Potthoff mit seinen blitzsauberen Treffern aus der halbrechten Position und Florian Ochmann mit seinen wuchtigen Treffern aus der Nahdistanz versuchten, die Gäste im Spiel zu halten.

So stand es nach 54 Minuten und 14 Sekunden 33:29, und die Eintracht bäume sich noch einmal auf. Als 15 Sekunden später Eintracht-Geburtstagskind Robin Führer die zwei Finger der Unparteiischen sah und auf die Bank musste, war die Partie gelaufen. Als Ochmann 51 Sekunden vor Schluss das 38:30 gelang, standen Einwechselspieler und Betreuer bereits auf der Bank und feierten.
Bruni - 14.04.2008, 10:04

Abwehr fehlte der Biss
SVH unterliegt in Reinheim 27:30

REINHEIM. Die zweite Saisonniederlage kassierte die SVH Kassel in der laufenden Saison der Handball-Oberliga. Beim TV Reinheim unterlag der Meister und Aufsteiger in die Regionalliga mit 27:30 (12:16). Ohne die drei "K", Kolpak, Kopeinigg und Kurtagic, kamen die Harleshäuser in der Mehrzweckhalle Spachbrücken nicht wie gewohnt zum Zuge.

Die SVH stand vor allem in der ersten Halbzeit in der Abwehr schlecht. Es wurde nicht aggressiv genug gearbeitet, nicht geschoben, nicht ausgeholfen. So hatten die Gastgeber, die sich gegen den Meister besonders ins Zeug legten, wenig Mühe, zu Torerfolgen zu kommen. Zumal auch die beiden SVH-Torhüter nicht richtig ins Spiel fanden. Auf der anderen Seite arbeitete Reinheim in der Abwehr mit viel Einsatz und Kampf und kaufte den Harleshäusern frühzeitig den Schneid ab.

Nach dem Wechsel versuchte die SVH Kassel in der Abwehr konzentrierter zu Werke zu gehen. Dies gelang auch zeitweise, allerdings war Reinheim den Nordhessen immer zwei, drei Treffer voraus. Im Angriff hatte man zudem zu viel Fehlwürfe. Lichtblick in der zweiten Halbzeit war im Angriff Igor Sharnikau, der auf der halbrechten Position spielte. Er sorgte für Druck im Spiel, erzielte vier Feldtore und verwandelte sechs Siebenmeter sicher. Die Wende im Spiel konnte aber auch er nicht bringen. So blieb es beim letztlich verdienten Sieg der Reinheimer. (fri)  SVH: Deussen, Rizvanovic; Adam 1, Brücker n.e., Basic 3, Botte 1, Ditzel 5, Kreß 2, Kurtagic n.e., Lindt 5/2, Reinbold, Sharnikau 10/6
Rasiewski - 14.04.2008, 11:14

14.04.2008 WIESBADENER KURIER

Dotzheimer klammern sich an den letzen Strohhalm
Nur wenn kein hessischer Verein aus der Regionalliga absteigt, ist Klassenerhalt noch zu schaffen/ Laufersweiler geht nach Nieder-Olm


WIESBADEN Es war ein Bild mit Symbolcharakter: Yves Gramlich stürmte nach vorn. Voller Elan, voller Tatendrang. Den Ausgleich 60 Sekunden vor dem Ende vor Augen. Nichts und keiner sollte ihn bremsen. Mit dem Kopf durch die Wand. Und mitten durch Tegaday Ramos-Nuez. Stürmerfoul. Im Gegenzug traf Kazimir Balentovic, besiegelte die 38:40 (19:20)-Pleite des TuS Dotzheim im Duell der beiden dienstältesten Handball-Oberligisten gegen die SG Bruchköbel. Und damit aller Wahrscheinlichkeit nach den Dotzheimer Abstieg nach 20 Jahren in Hessens Oberhaus. "Wir wollten zuviel. Das hat uns gehemmt", urteilte TuS-Trainer Norbert Schleith.

Schlimmer noch: Wie gelähmt wirkten die Gastgeber in der Abwehr. Bemüht - auf alle Fälle, aber "wir waren oft einen Schritt zu spät", konstatierte Kapitän Thomas Amelung. Anfangs düpierte die Achse Ramos-Nuez und Kreisläufer Ante Vuko die TuS-Abwehr, im Verlauf der Partie marschierten die Gäste - allen voran Linkshänder Florian See - ohne erkennbaren Widerstand durch die immer offensiver agierende Dotzheimer Defensive. Da nutzte es wenig, dass Jugend-Nationalspieler Maxi Schubert und der ebenfalls erst 17-jährige Lukas Lorenz im Angriff brillierten, auch Simon Engel zu alter Form fand, so das Fehlen von Spielmacher Ioannis Tsoultsidis - weilte auf einer Familienfeier im Allgäu - kompensieren konnten. Bitter für die Hausherren: die Leistung des Gespanns Pioro und Wilck. Nicht, dass das Schiedsrichtergespann aus Melgershausen und Sömmerda einseitig gegen Dotzheim pfiff, aber während die Bruchköbeler die fragwürdigen Entscheidungen angesichts der Bedeutungslosigkeit der Partie aus ihrer Sicht lediglich mit einem Kopfschütteln quittierten, war "das Spiel für uns zu wichtig, um die Emotionen abzuschalten", sagte Jörn Laufersweiler, der im Anschluss an die Partie seinen Wechsel zum TV Nieder-Olm bekannt gab. "Die Entscheidung hatte ich schon vor dem Spiel getroffen, und sie ist mir sehr schwer gefallen." Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt den Dotzheimern noch, nachdem die HSG Wettenberg 26:33 gegen Dutenhofen/Münchholzhausen II verlor. Die Schützenhilfe von Eintracht Baunatal blieb indes (erwartungsgemäß) aus, verlor der bisherige Vierte das Stadtderby gegen die HSG Baunatal überraschend klar 30:38. Dazu müssen die Dotzheimer auf jeden Fall Wettenberg überflügeln, hoffen dass kein hessisches Team aus der Regionalliga absteigt. Nach dem 19:19 zwischen der HSG Pohlheim und der HSG Nieder-Roden rangieren beide Teams derzeit knapp vor den Abstiegsrängen.

TuS Dotzheim: Großkurth, Ellermann; Ücel; Amelung (3), Engel (5), Lorenz (6), Kröck, Christ (2), Leyser (n.e.), Gramlich (3), Schubert (11/1), Laufersweiler (8/3), Heller.

SG Bruchköbel: Tefarikis, Eul; Balentovic (3), Franz (6), Breiler (1), Ramos-Nuez (5/1), Vuko (4), Bader (2), Gast (6), See (13/7), Weiß (1).

SR: Pioro/Wilck (SV Melgershausen/HV Sömmerda).- Zuschauer: 200.-Zeitstrafen: 10:8.- Rot: Vuko (43./dritte Zeitstrafe).-Siebenmeter: 5/4:8/8.- Spielfilm: 2:1, 4:4, 7:8, 10:8, 12:10, 12:13, 14:17, 17:17, 19:20 - 22:22, 22:26, 23:28, 28:31, 30:34, 33:36, 36:36, 36:38, 37:38, 37:40, 38:40.



SGB gewinnt in Dotzheim – ewiges Oberliga-Duell damit zum letzten mal?

Handball Oberliga Hessen: Tus Dotzheim – SG Bruchköbel 38:40 (19:20)

(mz) Wieder einmal standen sich am vergangenen Samstag die beiden Urgesteine der Handball Oberliga Hessen, der Tus Dotzheim und die SG Bruchköbel gegenüber. – Seit über 15 Jahren möglicherweise zum letzten mal für die nächste Zeit. Denn durch den 40:38 Sieg der Bruchköbler sind die Chancen für Dotzheim, seit 20 Jahren auch weiterhin der stärksten Liga Hessens erhalten zu bleiben, auf ein Minimum gesunken.

Dotzheim ging zu Beginn entsprechend motiviert zu Werke und konnte die Lücken in Bruchköbels Abwehr gleich zur 2:1 Führung nutzen. Man konnte in den Gesichtern der Heimmannschaft regelrecht ablesen, um was es für Sie in diesem Spiel ging. Jedoch glich Bruchköbel vorerst immer wieder aus, und ließ das Ergebnis bis zum 8:8 bestehen. Trotz vieler Fehler auf beiden Seiten, konnte sich Dotzheim kurzzeitig über 10:8 auf 12:10 absetzen und der Enthusiasmus in der Halle wurde größer. Dies sollte jedoch die letzte Führung für die Heimmannschaft in diesem Spiel gewesen sein. Bruchköbel konterte nun die mehr und mehr verkrampft wirkenden Angriffe der Dotzheimer mit schnellem Gegenstoßspiel und glich beim 12:12 wieder aus, konnte sich in der Folge sogar erstmals selbst durch zwei Tempogegenstoß-Tore von Dennis Franz, der heute endlich auch mal in der Fremde sein Leistungsvermögen unter Beweis stellte, auf zwei Tore zum 14:16 absetzen. Die frühe zweite Zeitstrafe gegen Ante Vuko in der 21.Minute allerdings zwang Trainer Kazimir Balentovic zu einer taktischen Änderung in der Abwehrformation. Da sich die Personalsituation der SGB nicht weiter verbessert hat, und aufgrund des parallel stattfindenden Spitzenspiels der zweiten Mannschaft auch nur ein Ersatzfeldspieler auf der Auswechselbank befand (bei der Gelegenheit übrigens die besten Glückwünsche der ‚Zwoten’ zum endlich geglückten Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga!), sprang der Coach höchstpersönlich ein und versuchte mit seinem ersten Einsatz in der Oberliga seit langem, die Lücke in der Abwehr zu schließen. Die allerdings immer offensivere Deckung der Dotzheimer gegen die auftrumpfenden Rückraum-Asse Florian See und Tegaday Ramos-Nuez, verhinderte das ursprünglich geplante Wechselspiel zwischen Angriff und Abwehr, womit ein weiterer Ausbau der Führung leider bis zum Halbzeitstand von 19:20 nicht möglich war.

Auch die zweite Halbzeit wurde von Dotzheim mit der offensiven Abwehrvariante begonnen, was Bruchköbel vorerst ein wenig verunsicherte. Beim 22:22 hatte Dotzheim durch mehrere Tempogegenstöße des heute sehr treffsicheren Jugend-Nationalspielers Maxi Schubert wieder ausgeglichen und das Publikum witterte Morgenluft. Doch der Trainer der Dotzheimer erwies seiner Mannschaft in dieser Phase einen Bärendienst, als er nach einer Schiedsrichterentscheidung so lautstark protestierte, dass das leitende Gespann keine andere Möglichkeit sah, als eine Zeitstrafe gegen die Dotzheimer Bank auszusprechen. In Anbetracht dessen, dass sich Dotzheim bereits in Unterzahl befand, einfach nur eine überflüssige Aktion. Doch Bruchköbel nutzte die Phase in doppelter Überzahl, und damit ohne offensive Manndeckung gegen See/Ramos-Nuez rigoros aus, um sich binnen weniger Minuten auf 22:26 abzusetzen. – Eine Vorentscheidung mag man meinen, doch auch Bruchköbel bekam nun in der Folge mehrere Zeitstrafen hintereinander aufgebrummt, eine davon beendete das Spiel für Ante Vuko in der 43.Minute schon vorzeitig. Die SGB konnte diese Führung bis zum 31:35 behaupten und sah 5 Minuten vor dem Ende schon wie der sichere Sieger aus. Doch eine Zeitstrafe gegen Oliver Weiss und zwei fahrlässig verworfene Chancen brachten Bruchköbel binnen weniger Minuten fast um den Lohn der ganzen Mühe, die offensive Deckung der Dotzheimer biss sich wieder fest und bescherte wiederum durch den flinken Maxi Schubert den 36:36 Ausgleich. Die darauf folgende Auszeit von Trainer Kazimir Balentovic fruchtete allerdings, noch einmal riss sich die SGB am Riemen und konterte in den zwei darauf folgenden, konzentriert vorgetragenen Angriffen auf die nächste 2-Tore Führung u.a.durch einen der heute zu 100% verwandelten Strafwürfe von Florian See, welche dann auch bis zum Endstand von 38:40 bestand hatte und Dotzheim quasi in ein Tal der Tränen beförderte.


SG Bruchköbel: Tefarikis (TW), Eul (TW), See (13/7), Gast (6), Franz (5), Ramos (5/1), Vuko (4), Balentovic (3), Bader (2), Breiler (1), Weiss (1),

Zuschauer: ca. 350

Siebenmeter: SGB 8:8 / TusD. 5:4
MV - 15.04.2008, 13:35

Dreißig Wurfchancen nicht genutzt Handball-Oberliga: TV Fränkisch-Crumbach scheitert im Heimspiel gegen die HSG Kahl an seiner Abschlussschwäche

Eine bittere 23:27 (12:16)Niederlage gab es am Sonntag in der Handball-Oberliga für den TV Fränkisch-Crumbach. Gegen den Tabellendritten HSG Kahl/Kleinostheim verpasste der TV Fränkisch-Crumbach zu Hause die große Chance, sich im Abstiegskampf etwas Luft zu verschaffen. Trotz der Niederlage belegt der TV aber den noch sicheren zehnten Tabellenrang.
Kahl/Kleinostheim hatte zuletzt gegen die Abstiegskandidaten Dotzheim und Wettenberg verloren, präsentierte sich im Odenwald aber sehr engagiert. Die Niederlage für den Gastgeber in der sehr harten Begegnung (18 Zeitstrafen) hatte einen ganz plausiblen Grund: Insgesamt hatten die Hausherren 30 Fehlwürfe zu beklagen, davon 15, laut Trainer Guido Heerstraß, hundertprozentige Wurfchancen.

Kahl konnte sich beim überragenden Torwart Jan-Steffen Redwitz bedanken, an ihm schienen die TV-Akteure zu verzweifeln. Redwitz entspringt übrigens aus der Talentschmiede des TV Groß-Zimmern.

Fränkisch-Crumbach hatte zudem das Handikap zu verkraften, erneut auf Geremia Massa verzichten zu müssen. Angeschlagen ging Routinier Bernd Roos (4/1) ins Spiel, zog sich zudem im zweiten Spielabschnitt eine Rippenverletzung zu.

Bereits nach elf Minuten führten die Gäste 9:4, die Odenwälder hatten den Start völlig verschlafen. Nach 20 Minuten wurde es besser, mit dem 8:11 war der Anschluss wieder hergestellt. Fränkisch-Crumbachs Abwehr arbeitete hart und verbissen, das Problem lag aber im Angriff, der Ball wollte einfach nicht den Weg ins Tor finden.

Trainer Guido Heerstraß: „Einstellung und Moral haben gestimmt. Aber bei dieser Abschlussschwäche kannst du einfach nicht gewinnen.“ So auch beispielsweise in der 38.Minute. Der TV hatte sich gerade auf 18:19 herangearbeitet. Ein Tempogegenstoß und ein freier Wurf vom Kreis verhinderten aber den Ausgleich. Auch nach 53 Minuten (22:24) waren die Gastgeber noch mal ganz nahe dran, die Wende gelang jedoch nicht.

In den letzten zwei verbleibenden Partien sollte Fränkisch-Crumbach unbedingt noch zwei Punkte holen, trotz der hochkarätigen Gegner Dutenhofen/Münchholzhausen und Bruchköbel, um auf der sicheren Seite zu bleiben.

TV-Tore: Mäußler 6/1, Lieb 4, Ripper 4, Roos 4/1, Behrendt 3 und Geist 2; Zeitstrafen 8/10; Siebenmeter 4/2 und 4/4; Zuschauer: 250.

kad 15.4.2008 Da Echo

14.04.2008

Erster Pflichtspielsieg beim TV Fränkisch-Crumbach!!!
TV Fränkisch-Crumbach – HSG94 23:27 (12:16)
Nach zwei Niederlagen gegen die jeweiligen Tabellenvorletzten reiste unsere Truppe am Sonntag zum wieder erstarkten TV Fränkisch-Crumbach. Die Mannschaft von Trainer Heerstraß hatte die letzten vier Spiele in Folge gewonnen und sich so etwas vom vorletzten Platz absetzen können.
Die Hein-Crew begann furios und lag nach 14 Minuten schon mit 10:4 in Führung. Dabei erzielte Jens Berberich allein fünf seiner sieben Tore. Doch die Mannschaft um den Ex-TVG Profi Bernd Roos, der diesmal nur vier Tore erzielte und von der HSG-Deckung einiges einstecken musste, gab nicht auf und verkürzte bis zur Pause auf 12:16.
Genau wie im Vorjahr führte die Hein-Crew zur Halbzeit mit vier Toren und verlor damals.
Und dies schien sich in dieser Partie zu wiederholen, denn direkt nach Wiederbeginn kamen die Odenwälder bis auf ein Tor heran.
Doch die 94er nahmen den Kampf an und gaben die Führung dieses Mal, auch Dank eines Jan-Steffen Redwitz, der teilweise 1000%ige Einwurfmöglichkeiten der Hausherren vereitelte, nicht mehr her.
Die Einheimischen konnten im weiteren Spielverlauf nie mehr als bis auf ein Tor verkürzen. Als Christoph Ludwig mit seinem fünften Strafwurftreffer in der 55. Minute den Vorsprung auf drei Tore erhöhte, wurde es dann langsam etwas ruhiger in der Reichelsheimer Sporthalle.

Nach diesem Auswärtserfolg belegt unser Team weiterhin den 3. Tabellenplatz und muss am nächsten Sonntag erneut in der Fremde antreten. Dann geht die Reise in den Norden Hessens zum schon feststehenden Absteiger TSV Vellmar. Und auch dort konnten die 94er in der Oberliga noch nie gewinnen.

Unsere Sieger: J.-St. Redwitz, Chr. Huber (n.e); J. Berberich 7, Chr. Ludwig 5/5, C. Wienand 4, B. Mantel 4, Chr. Baumgärtner 3, Th. Koch 2, Ph. Thomaßen 1, Ph. Vongries 1, B. Christoffel, T. Clasen, M. Klein


Strafwürfe: TV 2/4, HSG94 5/5

Zeitstafen: TV 8, HSG94 11 ( Berberich 3, Mantel 3, Clasen, Klein, Koch, Wienand)

Disqualifikation: TV 0, HSG94 1 (Ludwig, 56. Min)

Spielverlauf: 3:8 (10. Min.) 7:11 (20.) 12:16 (Hz.) 18:20 (40.) 21:24 (50.) 23:27 (Ende)

Schiedsrichter: Pfeifer/Krispenz
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