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Schlafmützchen - 09.09.2007, 13:42
Winterschläfer
Der Film spielt im einem tiefverschneiten Winterurlaubsort in der Nähe von Bad Tölz in den Bergen, die Handlung beginnt kurz nach Weihnachten.
Fünf Menschen kommen nach den Weihnachtsfeiertagen wieder in den Ort zurück. Die Krankenschwester Laura und die Übersetzerin Rebecca leben zusammen in dem Haus von Rebeccas Großtante, das sie geerbt hat. Das Haus ist recht groß und vollgestopft mit allerlei Möbeln und Lampen, er wirkt sehr gemütlich. Rene arbeitet als Filmvorführer und hat Probleme mit seinem Kurzzeitgedächtnis. Marco ist der Freund von Rebecca, er ist Skilehrer und fährt einen schicken Alfa Romeo. Theo ist Bauer und lebt zusammen mit Frau und Tochter auf einem ärmlichen Hof in dem Ort.
Als Marco wiederkommt, wird er stürmisch von Rebecca begrüßt und ins Haus gezerrt. Seinen Wagen lässt er offen, den Schlüssel gesteckt, vor der Haustür stehen. Viel später, am frühen Morgen, kommt Rene vorbei, er ist betrunken und macht Fotos von dem Wagen, schließlich steigt er ein und fährt los. Theo steht früh auf um das Pferd der Familie zum Tierarzt zu bringen, seine junge Tochter möchte mit, darf aber nicht. Der Vater bemerkt nicht, dass sie sich heimlich im Pferdetransporter versteckt. Auf winterlicher Landstraße gerät er abgelenkt auf die falsche Fahrbahnseite, kollidiert fast mit dem entgegenkommenden Rene und wirft sein Auto bei dem Ausweichmanöver auf die Seite. Der Alfa Romeo landet weitab von der Straße in einer Schneewehe. Rene ist unverletzt, befreit sich aus dem Auto und geht unter Schock nach Hause, halb vom Vater noch gesehen. Der Transporter aber ist beim Ausweichmanöver des Vaters umgekippt, Mädchen und Pferd sind schwer verletzt. Das Pferd wird noch am Unfallort vom verstörten Vater erschossen, das Kind kommt ins kleine Krankenhaus des Ortes.
Dort bekommt Laura als Krankenschwester das Leiden des Vaters mit, der besessen davon wird, den wahren Verursacher des Unfalls zu finden um seine Unschuld am Unfall zu beweisen. Keiner glaubt ihm, dass da noch ein zweiter Wagen war, denn dieser ist unter einer hohen Schneewehe verschwunden. Der Vater erinnert sich lediglich an eine Form, ein Symbol auf dem Hinterkopf eines Mannes, den er vom Unfallort hat weggehen sehen. Das junge Mädchen wird operiert und liegt fortan zwischen Leben und Sterben im Koma.
Rebecca ist in ihrer stürmischen Beziehung zu Marco unzufrieden, er ist ein eifersüchtiger Egoist, der es zudem mit seiner Treue nicht so genau hält. Seinen Wagen hat er bei der Polizei als gestohlen gemeldet.
Laura und Rene lernen sich nach einer Theateraufführung, in der sie mitspielt, kennen. Er schenkt ihr Freikarten für das Kino in dem er arbeitet. Sie verlieben sich ineinander. Fotos macht er deswegen von allem und jedem, damit er sich später erinnern kann. Er klebt sie in Alben und versieht sie mit Datum. Manche Fotos kann er nicht zuordnen, er weiss er muss das gesehen haben, was er fotografiert hat, kann sich aber nicht erinnern, wann oder wo das war.
Theo und seine Frau müssen den Hof wegen Schulden aufgeben. Er zeichnet die Form die er gesehen hat auf, vervielfältigt die Zeichnung und hängt sie im Ort aus mit der Bitte, sich zu melden, wenn einem die Form bekannt vorkommt. Es handelt sich um eine große Narbe am Hinterkopf von Rene. Seine Frau versucht ihn daran zu hindern, weil sie meint, er wolle nur vor seiner eigenen Schuld am Unfall davonlaufen.
Nachdem Marco im Haus von Rebecca und Laura eingezogen ist, findet Rene dort die Diebstahlsanzeige des Alfa Romeo. Zusammen mit den Fotos, die er in der Nacht von dem Wagen gemacht hat, beginnt sich ein Sinn für ihn zu ergeben. Laura wird von ihm schwanger.
Marco lädt Nina, eine seiner jungen Schülerinnen, eines Abends für ein Techtelmechtel in die luxuriöse Wohnung seines Chefs ein, vorgebend es sei seine. Er verbrüht sich an der Kaffeemaschine. Als er sich im Krankenhaus von Laura verarzten lässt, stirbt dort die Tochter von Theo und seiner Frau.
Als Theo den Wagen kurze Zeit später doch noch im Schnee findet, gerät er an dessen Besitzer Marco. Er versucht diesen an seiner Arbeitsstelle aufzusuchen und folgt seiner Spur in die Berge, wo er mit dem Mädchen skifahren gehen wollte. Die beiden haben sich im Nebel verloren, Nina landet verletzt bei der Frau von Theo, diese kümmert sich um das Mädchen. Als Theo in den Bergen auf Marco trifft, vermutet Marco, es handele sich um den Vater des Mädchens, mit dem er im Haus seines Chefs war. Er bekommt ein schlechtes Gewissen, und der Hund des Vaters fällt ihn an. Nachdem er den Hund mit einem Stein in Notwehr erschlägt, flüchtet er vor dessem wütenden Besitzer. Marco schnallt sich die Skier an und fährt auf den Abhang zu, verfehlt aber eine sichere Loipe und fährt über eine Bergkante, er fällt tief hinunter ins Tal. Der Fall von Marco scheint endlos zu dauern und endet nicht mit einem Aufprall, sondern im einem Tunnel, einem Nichts.
In einem Epilog fahren Rebecca und die verletzte Nina zusammen im Zug vom Ort fort, kennen sich aber nicht. Der Film endet mit der Geburt des Kindes von Rene und Laura.
Rolle von Marie-Lou Sellem: Laura
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