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Verfügbare Informationen zu "Resinegießen für Anfänger, Teil 2: Schwenkverfahren"

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Taffy - 14.09.2007, 22:33
Resinegießen für Anfänger, Teil 2: Schwenkverfahren
Hallo, Homer,
habe gerade eine fleißige Phase :-), daher geht es:

Weiter mit dem eigentlichen Resineguss, und zwar mit dem sog. "Schwenkverfahren".
Ich verwende ein relativ schlagzähes Resin, das im Verhältnis 1:1 angemischt wird. Die benötigte Menge muss man durch ausprobieren bestimmen, am besten ist es, weitere Formen (z.B. Fahrerfiguren, Felgeneinsätze, Fahrerköpfe) bereitzuhalten, die man mit evtl. angerührtem Überschuss komplett ausgießen und dann beiseite stellen kann, damit man auch hier von dem Zeug nichts vergeudet.
Angaben zu Resin und Hersteller erhaltet Ihr von mir gerne auf Nachfragen per PN.

Was brauchen wir zum Resinegießen?



Resin
Messbecher
Anmischbecher
Anmischspatel oder –stab
Einweghandschuhe
Gießform

Bitte achtet bei dem von Euch verwendeten Resin unbedingt auf die Gefahrstoffkennzeichnung. Bei diesem hier lautet sie „reizend“, das ist das schwarze Kreuz auf orangenem Grund. Verhaltensmaßregeln für den Umgang mit reizenden Stoffen findet Ihr hier:

http://www.chm.tu-dresden.de/oc/arbeitssicherheit/Dokumente/Gruppen_BA/reizend.pdf

Also: wenn vielleicht beim Abformen die Einweghandschuhe vor allem die Verschmutzung der Hände verhindern sollen, dann dienen sie beim Umgang mit dem Resin unbedingt dem Schutz der Hände! Wer so blöd ist (wie ich), diese Hinweise in den Wind zu schreiben, darf sich nicht wundern, dass die Haut der Hände das nicht gut findet. Wie beim Abformen sei auch hier noch mal der Hinweis auf Kleidung und Untergrund gegeben, denn beim beschriebenen Schwenkverfahren kann der Ungeübte gehörig kleckern. Meine Lieblingsjeans ist jedenfalls hinüber, beim nächsten Mal ziehe ich definitiv „was altes“ an…

Nun also: im richtigen Verhältnis angemischt und hinein in die Form mit der wasserflüssigen Masse. Wiederum: Isolieren ist bei der Reckli-Abformmasse nicht nötig.



Jetzt wird die Form mit gleichmäßigen Bewegungen in alle Richtungen so lange ausgeschwenkt, bis das Material nicht mehr fließt, was relativ schlagartig nach etwa zwei Minuten passiert. Die ausgeschwenkte Form beiseite stellen und geduldig abwarten, bis das Material wirklich ganz ausgehärtet ist (bei der von mir verwendeten Gießmasse etwa 20 Minuten)



Beim Entformen vorsichtig ringsherum die Abformmasse von dem Resineobjekt wegziehen, damit sich die Form ablöst, dann das Werkstück aus der Form herausnehmen.

Hier Original und Nachguss, mit dem ich sehr zufrieden bin:



Probleme beim Schwenkverfahren sind:

Kleckern bei unvorsichtigem Schwenken
Evtl. ungleichmäßige Schichtdicke
Fehlguss, wenn das Material im falschen Moment erstarrt
Bei komplizierten Formen mit vielen Unterschnitten nicht zu empfehlen

Den Guss mit Innenform werde ich in Kürze an einem geeigneten Objekt ausprobieren und dann in einem dritten Teil schildern, falls Interesse besteht.

Gruß, Taffy
Loddar M - 15.09.2007, 00:08

Hallo Taffy

Ist das ein besonders edles Resin das du verwendest weil du den Namen nicht nennen willst??
Es gibt ja nicht soviel Hersteller .
2, 3.
Oder ist das ein neuer ,der auf seinen Packungen einen Verweis stehen hat ihn öffentlich nicht zu nennen ??

Schöne grüße
Lothar

P.S.
Ich möchte dich nicht damit angreifen nur verstehe ich das mit der PN nicht
Taffy - 16.09.2007, 11:43

Hallo, Lothar,

nein, es handelt sich nicht um eine geheimes Material. Der Hersteller fordert aber bei Verwendungszwecken, die nicht ausdrücklich in der Verwendungsliste für das Material angegeben sind, eine ausführliche Information über den "neuen" Verwendungszweck. Wenn ich hier also den Namen öffentlich nenne, und so quasi Werbung für das Material mache, müsste ich dem Hersteller auch die Angaben machen. Da habe ich keine Lust zu, da ich mit den hergestellten Karossen kein Geschäft betreiben möchte, sondern das nur für den Hobby- und Eigenbedarf mache.

Gruß, Taffy
blacky - 16.09.2007, 14:29

Taffy hat folgendes geschrieben: Hallo, Lothar,

nein, es handelt sich nicht um eine geheimes Material. Der Hersteller fordert aber bei Verwendungszwecken, die nicht ausdrücklich in der Verwendungsliste für das Material angegeben sind, eine ausführliche Information über den "neuen" Verwendungszweck. Wenn ich hier also den Namen öffentlich nenne, und so quasi Werbung für das Material mache, müsste ich dem Hersteller auch die Angaben machen. Da habe ich keine Lust zu, da ich mit den hergestellten Karossen kein Geschäft betreiben möchte, sondern das nur für den Hobby- und Eigenbedarf mache.

Gruß, Taffy


Hallo Taffy,

wer ist der Hersteller dieses Geißharzes ?

Freundliche Grüße,

Blacky
Loddar M - 16.09.2007, 15:02

Hallo Taffy

Danke für diese Info.
Wußte garnicht das es sowas auch gibt.:shock:

Nix für ungut
Lothar
Taffy - 16.09.2007, 16:31

@ blacky: Du hast PN

Gruß, Taffy
Slotter32 - 17.09.2007, 17:34
Re: Resinegießen für Anfänger, Teil 2: Schwenkverfahren
Taffy hat folgendes geschrieben: Den Guss mit Innenform werde ich in Kürze an einem geeigneten Objekt ausprobieren und dann in einem dritten Teil schildern, falls Interesse besteht.


Stahlbaron - 06.01.2008, 01:52
Re: Resinegießen für Anfänger, Teil 2: Schwenkverfahren
Taffy hat folgendes geschrieben:
Den Guss mit Innenform werde ich in Kürze an einem geeigneten Objekt ausprobieren und dann in einem dritten Teil schildern, falls Interesse besteht.

Gruß, Taffy

Hi Taffy,

Es besteht großes Interesse meinerseits an deiner Testphase mit der Innenform.

Lg. Dirk
Division-Models - 06.01.2008, 18:34

Hallo,

@ Taffy und andere, die Idee von Taffy ist echt gut und habe ich selbst auch schon ausprobiert. Bei der Resin Wahl hat man wirklich die Qual der Wahl !! Es gibt so viele Sorten von unterschiedlichen Resinarten, das selbst Experten nicht mehr durchblicken.
Ich verwende für meine Eigenproduktionen 3 verschieden Arten von Resin. Alle 3 sind von SIKA Chemie und haben die Kennung BIRESIN G 27. Dieses BIRESIN G 27 gibt es aber in mehreren Varianten, die untereinander kombinierbar sind je nach der gewünschten Anforderung. Normales BIRESIN G 27 Harz und G 27 Härter „beige“, haben eine Konsistenz ähnlich Büchsenmilch und härten nach 2-3 Minuten aus. Nimmt man den BIRESIN G 27 LR Härter hat man die gleiche Konsistenz aber das Gemisch bindet erst nach 5-6 Minuten ab. Die beste Wahl, da man bei den anderen Gemischen echt schnell sein muss. Benutzt man den Härter G 27 „weiß“, so hat man eine Konsistenz ähnlich Milch, (fast schon wie Wasser) und hat aber auch nur 2-3 Minuten. Dieses letzte Gemisch ist natürlich hervorragend für Hinterscheidungen, da sich die Flüssigkeit auch in kleinste Ecken, Kanten und Teile setzt. (Man sollte aber trotzdem mit eine kleinen Nadel oder Umgebauten Vibrator die Luftblassen herausrütteln). Kurz gesagt 3 x dasselbe Harz (G 27), aber 3 verschiedene Härter ( G 27 „beige“ / G 27 LR / G 27 „weiß“), die ich benutze. Als allgemeiner Tipp sei noch gesagt, dass man durch das Herunterkühlen der Resine, (2-3 Liter ca. 10-15 min) im Gefrierschrank, die „Topfzeit“ (Reaktionszeit), fast verdoppeln kann ! Für größere Teile kühle ich also mein Resin immer ab !!

Nun zurück zu Taffy’s „Schwenk-Tipp“: Man kann außer Schwenke die Form auch mit einem Pinsel auspinseln, oder Hinterschneidungen erst einmal mit einer Spritze/Kanüle ausspritzen. (Pinsel und Spritze sofort danach mit Verdünner reinigen, dann kann man sie immer wieder verwenden.) Da Resin, sich auch während der Aushärtungsfase noch miteinander verbindet, kann man dann direkt eine zweite Mischung anmachen, bei der man dann den Rest der Form ausgießt. Ich habe komplexe Formen bei denen ich in 3 Schritten Mischungen anmache bis das Modell ausgegossen ist. Und die Verbindung der unterschiedlichen Mischungen fällt später nicht auf und hält auch zusammen !

Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

Gruß, Thomas

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