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Baline - 05.04.2008, 21:47
Tierversuche in Deutschland
Ungeheuerlich! Und das in Deutschland.
Als ich das zum 1. Mal las, konnte ich es kaum glauben.

Tierversuche an Katzen aus deutschen Tierheimen.

Recherchen eines TSV
(gekürzte Mail)

"...Ich habe Ihnen mal was angehängt, der Name wurde von mir abgekürzt.
Aus dem Scheiben geht, je nachdem wie man es liest, hervor, dass zum Schutz von Streunerkatzen, bei Versuchstieren die nicht speziell für Versuche gezüchtet wurden, der Name des Vorbesitzers genannt werden muss.
Meine persönliche Interpretation: Wenn jemand Katzen klaut und sie verkauft, kann er sicherlich auch einen Weg finden einen Vorbesitzer zu benennen.

Wir haben aus den 90er Jahren einen Film, in dem man sehen kann, wie geklaute Tiere an die Pharmaindustrie verkauft wurden. Im Internet haben wir einen Artikel gefunden, aus dem hervor geht, dass damals gestohlene Hunde für den Tierversuch verwendet wurden. An einer Uni in Österreich wurden vor nicht allzu langer Zeit grausame Versuche an gestohlenen Katzen gemacht.

Im Internet gefunden haben wir Tierversuche, die von einer deutschen Uni auch an Freigänger Katzen, wild gefangenen Katzen usw. gemacht wurden. Sie wurden von einer Firma geliefert. In den USA ist es gang und gäbe Tiere jeglicher Art, auch Tierheimtiere zu verwenden. Eine deutsche Uni hat im Zusammenhang mit diesen Versuchen mit den Tierärzten zweier Tierheime zusammen gearbeitet.

Nach unseren Recherchen ist es auch in Deutschland erlaubt, dass Tierheimtiere verwendet werden dürfen. Aussage eines Amtsveterinärs im Beisein einer Zeugin war, dass das Tierschutzgesetz extra so geändert wurde, dass die Tiere für Versuche verwendet werden dürfen.

Es gibt diverse Firmen die Altkleidersammlungen machen und im Verdacht stehen sollen Tiere zu stehlen. Mir ist aber noch kein Fall bekannt, in dem man die Täter auf frischer Tat erwischt hat.

Unser Verein gibt seit Jahren nur Katzen ab, die im Haus gehalten werden. Die Leute müssen dafür unterschreiben. Bei Zuwiderhandeln holen wir die Tiere wieder ab.
Das machen wir nicht, weil wir überspannte Tierschützer sind, sondern weil wir seit Jahren mit wachsender Sorge beobachten, wie drastisch die Vermisstenzahlen ansteigen.

In den letzten Jahren habe ich zu dem Thema Tierversuche viele Grausamkeiten erfahren.

Im Ausland sind viele Tierschützer besorgt, weil sie davon überzeugt sind, dass nicht alle Tiere, die von dort weggeholt werden, auch wirklich in Sicherheit sind.

Schon vor Jahren gab es einen Bericht, in dem ein italienischer Arzt davon schrieb, dass er davon überzeugt sei, dass viele Tiere für den Tierversuch aus dem Ausland geholt würden. Auch wir bekommen immer wieder Hinweise, die in diese Richtung gehen. Schwierig ist es nur den Nachweis zu erbringen. Solange das nicht zu schaffen ist, kann man auch nichts unternehmen. Es sollen aber auch schon Transporte gestoppt worden sein, bei denen der Verdacht nahe lag, dass die Tiere für den Tierversuch bestimmt waren..."


Brief eines Ministeriums an den TSV

"...Tierversuchslabore werden streng durch die zuständigen Veterinärämter kontrolliert. Das Tierschutzgesetz sieht vor, dass Versuchstiere speziell gezüchtet werden müssen. Versuche an anderen Tieren sind nur zulässig, wenn speziell gezüchtete Tiere nicht zur Verfügung stehen, sie stehen unter einem besonderen Genehmigungsvorbehalt. Nach § 9a TierSchG sind bei Wirbeltieren zum Schutz streunender Katzen und Hunde der Vorbesitzer anzugeben.

Gemäß § 90a BGB sind Tiere keine Sachen, jedoch sind auf sie die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist..."


Es gibt zwar noch eine Aufzeichnungs- und Kennzeichnungspflicht des Züchters aber wie wird kontrolliert, ob das eingehalten wird?
reiko - 06.04.2008, 01:25

Holla ja das glaube ich dir,das du das kaum glauben konntest.
Ich habe auch so ein Beispiel,wie falsch sich z.b. Tierheime verhalten wenn es um Fundtiere geht. Nach Eingang einer Fundmeldung muss jeder 6 Monate warten bevor die Sache in seinem Besitz übergeht,die meisten Tierheime vermitteln aber diese Fundsachen nach ein paar Tagen.Dies ist ein ganz klarer Verstoss gegen das Fundgesetz.
§ 90 a des Bürgerliches Gesetzbuches (BGB) steht, dass Tiere keine Sachen sind, jedoch die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden sind, soweit nichts anderes bestimmt ist. Mangels spezieller gesetzlicher Regelungen zu Fundtieren gelten somit die Bestimmungen über Fundsachen (§§ 965 ff. BGB) auch für diese.

Grundsätzlich sind aufgefundene Tiere, die üblicherweise vom Menschen gehalten werden - wie Hunde, Katzen, Ziervögel, landwirtschaftliche Nutztiere oder Tiere, die nicht den hier sonst wildlebenden Arten zuzurechnen sind -, als Fundtier zu behandeln.

Auch hier ist klar geregelt wie mit Fundtieren umgegangen werden muss,aber an dieser Regelung hält sich kein Tierheim.Ein Berliner Tierheim setzt seine Fundkatzen schon nach 3-4 Tagen in die Vermittlung,wie soll ein Tierhalter dann zb seine Katze finden.Nicht jede Katze sitzt im zuständigen Tierheim und richtige Streuner sind auch schon mal ein paar Tage unterwegs bevor sie nach hause kommen.
Gruß Reinhard
Mariele - 06.04.2008, 10:20

Darum wichtig, auch Wohnungstiger kennzeichnen zu lassen, und Hunde die nur an der Leine gehen dürfen.
Aber- wie auch beim Impfungen oder Prophylaxen wird hier oft an falscher Stelle gespart.
Aber was nutzt das alles, wenn die Gesetzte eh so schwammig sind, und niemand kontrolliert wo die Tiere herkommen.
Baline - 06.04.2008, 16:57

@ Reiko:

Das mit den Fundsachen und den Tierheimen, das kann ich mir nur aus Kostengründen erklären. Wer soll das Futter usw. für das halbe Jahr bezahlen?
Wie wird das dann wohl rechtlich gehandhabt, wenn sich ein Vorbesitzer für ein bereits voreilig neu vermitteltes Tier meldet?

Aber auch Unwissenheit kann eine Rolle spielen.

VG
Baline
Baline - 16.04.2008, 12:57

Quellen:
http://www.tierrechtstermine.de
http://www.versuchstiere.de
http://www.regina-rau.de/
(Themen: Tiermißhandlungen)
http://www.hundeseelen-in-not.de/krebs.htm
http://bibd.uni-giessen.de/ghtm/2002/uni/d020045.htm
http://www.the-aps.org/pa/resources/bionews/classBdogs.htm
http://www.nal.usda.gov/awic/legislat/cat1.htm
http://www.the-underdog.de/tierversuche.html

Quelle:

http://www.iamscruelty.com/
http://www.peta.de
http://www.peta.org/

Warum haben Hynde und PETA Iams/Eukanuba satt? Bei verdeckten Ermittlungen hatte PETA die furchtbaren Zustände in dem von Iams beauftragten Labor aufgedeckt. Mindestens 27 Hunde waren getötet worden, andere an Erkrankungen gestorben, die unbehandelt geblieben waren, trotz aller von Iams abgegebenen Versicherungen, dass in den Iams-Tests kein Tier jemals vorsätzlich getötet würde. PETA’s Ermittler deckte folgendes auf:

- Hunde und Katzen wurden bis zu sechs Jahre lang in kleinen, vergitterten Käfigen gehalten.
- Hunden hatte man die Stimmbänder durchtrennt, damit sie nicht bellen können.
- Mitarbeiter berichteten von einem lebenden Kätzchen, das einen Abfluss runtergespült worden war.
- Tiere waren vollkommen verängstigt ohne jegliches Sozialverhalten und kauerten in ihren Käfigen.
- In den Zwingern herrschten extreme Hitze und Feuchtigkeit während der
Sommermonate und Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt im Winter.
- Hunde wurden mit Pflanzenöl über eine in den Schlund eingeführte Röhre zwangsgefüttert.

Gegen Tierversuche überhaupt:
Ständig wird behauptet, dass wir an schrecklichen Krankheiten sterben müssten, wenn Tierversuche abgeschafft würden.
Verwunderlich ist nur, dass jedes Jahr mehr Menschen an schweren Krankheiten sterben, obwohl die Zahl der Tierversuche ständig steigt. Tierversuche verhindern offensichtlich den wissenschaftlichen und medizinischen Fortschritt.


Wenn man sich unser Tier"schutz"gesetz einmal genau ansieht, fällt auf, dass es alles andere als ein umfassender Schutz ist. Es enthält nämlich die Klausel, dass einige Absätze dann nicht gelten, wenn die Tierversuche (an durch Züchtung oder bio- oder gentechnischen Maßnahmen veränderten Wirbeltieren) für wissenschaftliche Zwecke notwendig sind.
Das bedeutet, dass dadurch bei den Versuchstieren oder bei deren Nachkommen Körperteile oder Organe fehlen können, untauglich oder umgestaltet sein können und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden für die Tiere entstehen können.
Es bedeutet weiter, dass bei den Nachkommen mit Leiden verbundene erblich bedingte Verhaltensstörungen oder mit Leiden verbundene erblich bedingte Aggressionssteigerungen auftreten können, dass jeder artgemäße Kontakt mit Artgenossen bei ihnen selbst oder einem Artgenossen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen kann oder dass die Haltung der Tiere nur unter Bedingungen möglich ist, die bei ihnen zu Schmerzen oder vermeidbaren Leiden oder Schäden führen können. Es bedeutet, dass absichtlich behinderte Tiere gezüchtet werden dürfen.

Gruß,
Baline
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