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Dynamo - 15.07.2008, 12:31
Junge Wilde mit großem Potenzial
Junge Wilde mit großem Potenzial
Kickers mit Durchschnittsalter von 23,3 Jahren
Offenbach (joko) - Als die Offenbacher Kickers Ende April ihr Zweitligaspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 1:2 verloren, hatte die Mannschaft ein Durchschnittsalter von 29,5 Jahren. Nur zwei Spieler (Bungert und Bancé) waren jünger als 26. Keine drei Monate später hat die wohl jüngste Offenbacher Mannschaft aller Zeiten beim Hessen-Cup den Zweitligisten SV Wehen Wiesbaden mit 1:0 besiegt. Die elf Spieler, die beim Abpfiff auf dem Platz standen, hatten ein Durchschnittsalter von 21,5 Jahren. Fouad Brighache und Daniel Damm waren dabei mit 26 Jahren die ältesten Spieler. Kapitän war Benjamin Baier, der nächste Woche seinen 20. Geburtstag feiert.
Etwas älter als die vermeintliche B-Elf war die Mannschaft, die zuvor den FSV Frankfurt vorgeführt hatte. Aber auch nach der Verpflichtung von Mirnes Mesic (30) stellen die Offenbacher Kickers neben den U23-Teams der Bundesligisten die jüngste Mannschaft der 3. Liga. Die 21 "jungen Wilden" im Offenbacher Kader haben ein Durchschnittsalter von 23,3 Jahren.
"Ich denke, wir haben ein großes Potenzial", sagt Daniel Endres, einer von nur vier Spielern, die aus der Zweitligaepoche des OFC in die dritte Ära von Hans-Jürgen Boysen übernommen wurden. Der neue/alte OFC-Trainer hat nach dem Abstieg erst einen neuen Kader zusammengestellt und dann in vier Wochen Vorbereitung die Mannschaft mit einem komplett neuen System (4-2-3-1) schon zu einer erstaunlichen Reife entwickelt. Der Turniersieg und die starke Vorstellung beim Hessen-Cup haben bestätigt, dass Boysen auf dem richtigen Weg ist.
Doch der erfahrene Fußball-Lehrer lässt sich von der Frühform nicht blenden. "Wir müssen noch zulegen", warnt Boysen vor Selbstzufriedenheit und fordert eindringlich, die Mannschaft weiter zu verstärken. Drei, vier neue Spieler schweben dem Trainer noch vor. "Die Wünsche von Trainern und die Möglichkeiten von Schatzmeistern sind oft unterschiedlich", legt Vizepräsident Thomas Kalt sein wirtschaftliches Veto ein. "Derzeit können wir wahrscheinlich noch eine Position besetzen."
Es sei denn, es gibt Zusatzeinnahmen, wie DFB-Pokal (1. Runde gegen Spvgg. Greuther Fürth), weitere Sponsorengelder - trotz des Abstiegs sind fast alle Business-Plätze wieder verkauft worden -, einen guten Start mit höherem Zuschauerschnitt als den kalkulierten 7 000. Boysen ist bekannt dafür, dass er gerade im Endspurt der Transferperiode (bis 31. August) immer wieder ein glückliches Händchen bewiesen hat. Auch diesmal ist (noch) Geduld gefragt. Sowohl auf dem Platz mit den jungen Wilden, als auch im Transferpoker.
Heute Abend (18.30 Uhr) bestreiten die Kickers ein Testspiel beim Hessenligisten 1. FC Eschborn, der vom ehemaligen OFC-Kapitän Thomas Biehrer trainiert wird.
quelle:op-online
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