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wüstenblume - 04.06.2005, 00:17
Eigenblut Therapien
Diese Methode war schon im alten China bekannt und wurde auch in Ägypten bereits im 15. Jahrhundert vor Christus angewandt. Für die Eigenblut-Therapie wird Blut aus der Vene entnommen. Dieses wird daraufhin in kleinen Mengen in den Muskel oder unter die Haut injiziert. Das zirkulierende Blut dient in erster Linie als Transportmedium für Nährstoffe und Sauerstoff. Darüber hinaus enthält es aber auch Informationen über erfolgreich bekämpfte und überstanden Krankheiten (z.B. Antikörper, Gedächtniszellen)
Durch die Rückinjektion des Blutes ins Gewebe erden dem Immunsystem diese Informationen an einem "unerwarteten" Ort präsentiert. Dadurch sollen Immunreaktionen ausgelöst werden, die das gesamte Abwehrsystem stimulieren. Die gesteigerte Abwehr entfaltet ihre Wirkung dann im Gesamtorganismus und soll zur Abheilung eines chronischen Prozesses führen. Bei Allergien soll die Eigenbluttherapie umstimmend (modulierend) auf die körpereigene Abwehr wirken. In manchen Fällen wird das Eigenblut auch mit Sauerstoff, Ozon, Heilpflanzen-Extrakten (z.B. Mistel, Echinacea) oder homöopathischen Präparaten angereichert.
Anwendungsgebiete
In Frage kommt eine Eigenblut-Therapie bei allen chronischen Erkrankungen, Infekten oder Allergien, die durch Immunmodulationen verbessert werden können. Wie bei allen "Reiztherapien", die zu einer veränderten Immunantwort führen sollen, ist die Wirkung nur schwer zu beurteilen. Weiter besteht aufgrund der invasiven Methodik eine erhöhte Gefahr von Abszessen, allergischen Schockreaktionen oder Kreislaufkollaps (Synkopen).
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