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wüstenblume - 04.06.2005, 00:15
Dioxin verseuchtes Viehfutter in NRW
Düsseldorf/Den Haag (dpa) - Nach Belgien und den Niederlanden hat ein neuer Fall von Dioxin versetztem Tierfutter nun auch in Deutschland zu Konsequenzen geführt. Drei Bauernhöfe in Nordrhein-Westfalen wurden gesperrt, weil sie mit verseuchtem Futter beliefert worden sein sollen.
Welche Höfe betroffen sind, wollte ein Ministeriumssprecher in Düsseldorf am Donnerstag nicht sagen. Die Schließung der Höfe sei veranlasst worden, weil sie auf Lieferlisten einer niederländischen Firma standen, sagte der Sprecher.
Bereits am Mittwoch waren in den Niederlanden und in Belgien mehr als 100 Höfe geschlossen worden. Das Krebs erregende Gift sei in Kartoffelschalen enthalten, die ein niederländischer Hersteller von Pommes frites an Viehzucht-Betriebe verkauft habe. Der niederländische Landwirtschaftsminister ordnete eine Untersuchung des Dioxingehalts im Fleisch der Tiere auf 140 Bauernhöfen an. So lange die Ergebnisse nicht bekannt sind, sollten auf keinen Fall diese Tiere in die Nahrungskette gelangen.
Erste Untersuchungen in den Niederlanden haben ergeben, dass das Dioxin in einer Art Mergel-Lehm enthalten ist, das in der Pommes- Fabrik bis zum vergangenen Sonntag genutzt wurde. Danach habe man das Material nicht mehr verwendet. Nach Angaben des Ministeriums werden alle Kartoffeln, die dort angeliefert werden, in ein Bad mit Lehm und Wasser geschüttet. Die Kartoffeln, die für die Pommes-Produktion verwendet werden können, sinken nach unten und werden geschält. Diese Schalen sind auf den Bauernhöfen an Tiere verfüttert worden.
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