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Handballpapa - 21.04.2008, 07:22
Berichte 25. Spieltag
TSG Oberursel „kämpft wie
verückt“, verliert aber 27:30
Von Eckhard Fiukowski

Oberursel. Die TSG Oberursel verlor das letzte Heimspiel in der Handball-Oberligarunde 2007/08 der Männer gegen den TV Reinheim am Samstagabend vor erneut 600 Zuschauern in proppenvoller Halle der Erich-Kästner-Schule mit 27:30. Sollte es drei Oberliga-Absteiger geben, wie es im Moment auch aussieht, dann wäre die TSG Oberursel gerettet.

Aus der Regionalliga Südwest müssen drei Vereine runter und davon wäre zum heutigen Zeitpunkt mit der HSG Nieder-Roden ein Hessenverein betroffen. Sollte es mit der ebenfalls noch gefährdeten HSG Pohlheim einen zweiten Hessenvertreter treffen, dann würde sich die Zahl der Oberliga-Absteiger auf vier erhöhen. Die dann betroffene TSG Oberursel muss also wie schon in der vergangenen Saison „in eine Warteschleife“, ehe der letzte Regionalliga-Spieltag am 24. Mai absolviert ist. Für die TSG Oberursel steht nun am kommenden Samstag noch die Partie bei TuS Holzheim aus. Mannschaftsbetreuer Betreuer Bernhard Schmidt: „Das wird bestimmt kein Betriebsausflug.“

Die Oberurseler taten sich am Samstag gegen das körperlich überlegene Team des TV Reinheim ungeheuer schwer. Es entwickelte sich ein reines Kampfspiel, in dem die Gäste sehr engagiert auftraten. „Reinheim wollte wohl unbedingt die Schlappe vom Hinspiel wettmachen“, mutmaßte Schmidt. In der ersten Viertelstunde wechselte die Führung ständig. Die Gastgeber konnten sich zwar auf eine gute Abwehr verlassen, doch nicht verhindern, dass die Reinheimer einen 15:11-Vorsprung mit in die Halbzeitpause nahmen.

Nach dem Wechsel gelang es der TSGO trotz aller Bemühungen und guter Vorsätze nicht, den Gäste-Angriff zu stoppen. Zeitweise wuchs der Rückstand auf sechs Tore an. „Wir machten zu viele technische Fehler und hatten zu viele Fehlwürfe. Wir haben zwar wie verrückt gekämpft, da kann man der Mannschaft wirklich keinen Vorwurf machen, aber wir waren in der Endphase zu hektisch“, merkte Betreuer Schmidt an, der sich allerdings auch mit der Leistung der Unparteiischen nicht ganz einverstanden zeigte („Die wollten offenbar keine Heimschiedsrichter sein“).

TSG Oberursel: C. Heidl, Lehnert; Wehl-Ohrdorf (2), Krmek (1), Mauch (3), Hitzel (2), Perl (1), Heil (2), Heid (4), P. Heidl (11/4), Weber, Durkaya (1/1), Pfeffer.
Koordinator - 21.04.2008, 08:32
Spielberichte 25. Spieltag
Überraschender Strauchler
HSG vergeigt letztes Heimspiel gegen Fränkisch/Crumbach - "Ganz schlecht gespielt"

MÜNCHHOLHAUSEN (st). "Meine Mannschaft hat ganz schlecht gespielt", ärgerte sich der Trainer des heimischen Handball-Oberligisten HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II, Mile Malesevic, nach der doch etwas überraschenden 27:30 (12:15)-Heimniederlage seines Teams gegen die um den Klassenerhalt kämpfenden Gäste des TV Fränkisch-Crumbach.

HSG Dutenhofen/Münchholzh. II - TV Fränkisch/Crumbach 27:30
Im letzten Heimspiel der Oberligasaison musste Malesevic wie in der Vorwoche auf die mit der ersten Mannschaft gegen Wilhelmshaven eingesetzten Kevin Schmidt, Timm Schneider und Timo Ludwig verzichten, so dass der Trainer doch einige Umstellungen vornehmen musste. Das steckten die verbliebenen Spieler um Andy Klimpke aber zunächst gut weg und gingen zum Start mit 4:1 (6.) in Führung. Per Tempogegenstoß markierten die Gastgeber schnell ihre Tore, "da haben einige von uns gedacht, das läuft von selbst so weiter", so Klimpke.
Doch bis zur 13. Minute stand es 5:5-Unentschieden gegen Gäste, die aufopferungsvoll kämpften und alles in die Waagschale legten, um drei Punkte gegen den Abstieg zu holen. In der 20. Minute stand es bereits 12:8 für den TV, der in Rückraumhüne Sebastian Lieb und Bernd Roos mit jeweils acht Toren ihre besten Schützen hatten. Zur Pause lagen die Gastgeber mit 12:15 hinten und sahen sich in der Defensive gegen einen Kontrahenten, der mit begrenzten handballerischen Mitteln, aber unbändigem Willen auftrat.
Nach dem Wiederanpfiff "kam es gleich knüppeldick" für die HSG II, wie Andy Klimpke meinte. Denn bis zur 40. Minute setzten sich die Fränkisch-Crumbacher auf 22:16 ab. Zehn Minuten vor Schluss nahmen die Melsevic-Schützlinge doch noch ihr Herz in die Hand und versuchten die Partie zu drehen. Über das 23:26 in der 51. Minute kam es zum 27:27-Ausgleich in der 54. Minute. Doch jetzt taten sich die Schiedsrichter mit aus Dutenhofener Sicht fragwürdigen Entscheidungen hervor, die die Gäste bevorteilten. Trotz aller Anstrengungen in der Schlussphase blieben die Gäste in Führung und holten sich schließlich die Punkte.
"An diesem Abend hat von der ersten bis zur letzten Minute nichts geklappt", ärgerte sich der HSG-Trainer, der seinen Blick schon auf die nächste Saison geworfen hat, für die er eine "hundertprozentige Vorbereitung" ankündigt. "Wir wollten im letzten Heimspiel unseren Zuschauern natürlich mehr bieten, das ist schade", war auch Klimpke enttäuscht, erkannte aber, dass "die einen Tick heißer auf die Punkte" waren.

Im Stenogramm
Dutenhofen/Münchholzhausen: Rocksien, Scholz, Dellner; König (1), Grundmann (4), Klimpke (2), Agel (4), Allendörfer (5), P. Schneider (4), Pausch (1/1), Rompf (3), Loh (2), Dannwolf (1).

Fränkisch-Crumbach: Zimmer, Podsendek; Giebenhain, Lieb (8), Mäußler (4), Eckert (2), Schnatz (3), Geist, Ripper (3). Behrendt (2), Roos (8/7).

Schiedsrichter: Gorzawski/Günther (Offenbach). - Zuschauer: 150. - Zeitstrafen: 12/4 Minuten. - Siebenmeter: 1/1:6/6.

Giessener Anzeiger


Fränkisch-Crumbach hat nach dem Erfolg in gleicher Höhe den Klassenerhalt so gut wie sicher

Im Gleichschritt haben die beiden südhessischen Handball-Oberligisten ihre Auswärtsaufgaben gelöst. Reinheim gewann in Oberursel 30:27, Fränkisch-Crumbach schaffte mit dem gleichen Ergebnis bei der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II beinahe schon den Klassenerhalt.
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II – TV Fränkisch-Crumbach 27:30 (12:15).
Ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt. Drittletzter kann der TV Fränkisch-Crumbach schon nicht mehr werden. Es war allerdings ein hartes Stück Arbeit beim Tabellenzweiten. Zwar hatte die Bundesliga-Reserve der HSG Wetzlar in den letzten Wochen einige Leistungsträger abgegeben, trotzdem verfügt das Team über eine vorzügliche Abwehr mit dem bundesliga-erfahrenen Torhüter Michael Rocksien.
Nach nervösem Start spielte Fränkisch-Crumbach stark auf. Die 6:5 Führung (10.Minute) bauten die Odenwälder bis zur 45.Minute kontinuierlich aus. Trainer Guido Heerstraß: „Da haben wir abgezockt gespielt. Vor allem die Siebenmeter-Tore von Bernd Roos gegen Rocksien haben der Mannschaft Mut gemacht.“ Rocksien musste sich auch der Wurfgewalt von Sebastian Lieb (9) beugen, der sich mit jeder Spielminute steigerte.
Trotz des klaren Vorsprungs von 22:16 kam in der 45. Minute ein Bruch ins Spiel der Gäste. Dutenhofen mit dem starken Marc Allendörfer (5) steckte nie auf und erzielte in der 57.Minute den Ausgleich zum 27:27. Bei Fränkisch-Crumbach stimmte aber die Einstellung, kein weiteres Gegentor wurde zugelassen. Guido Heerstraß meinte nach dem Erfolg voller Stolz: „Die letzten drei Minuten haben noch mal deutlich gezeigt, dass wir in diese Klasse gehören. Das war einfach gut.“
Tore: Lieb 9, Bernd Roos 9/6, Mäußler 4, Ripper 3, Behrendt 3 und Eckert 2;
Zeitstrafen: 6/2, Siebenmeter: 3/3 und 7/6, Zuschauer: 100.

Darmstädter-Echo
Rasiewski - 21.04.2008, 09:58
SBG Homepage
Abwehrbollwerk in der zweiten Halbzeit stellt Kräfteverhältnisse klar

Handball Oberliga Hessen: SG Bruchköbel – HSG Wettenberg 33:27 (16:18)


(mz) Das letzte Heimspiel der Handballer in der Saison 2007/08, welches ausnahmsweise an einem Samstag-Abend stattfand, sollte nocheinmal ein Highlight der ausklingenden Saison werden. Eine Hütchenbar nach Spielende versprach schon vor Anpfiff einen feuchtfröhlichen Ausgang des Abends. Als dann Bruchköbel noch mit einer bärenstarken Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit aufzeigte, warum sie in dieser Saison in der Tabelle so weit oben stehen, und den Sieg einfuhren, konnte die Party dann endgültig beginnen. Denn während Wettenberg in Halbzeit eins noch ein ums andere Mal die Lücken in Bruchköbels Abwehr nutzen konnte, vernagelte Niki Eul hinter einem geschlossen auftretenden Abwehrbollwerk in Halbzeit zwei seinen Kasten und ließ nur die Hälfte der Treffer zu, welche noch in Halbzeit eins eingeschlagen waren.

Hohes Tempo prägte den Spielbeginn und Wettenberg konnte nach mehreren schnell vorgetragenen zweiten Wellen auch gleich mit 2:5 in Führung gehen. Individuelle Abwehrfehler machten es den Gästen in dieser Phase leicht, frei vor dem Tor zum Wurf zu kommen. Schon Mitte der ersten Halbzeit fing Trainer Kazimir Balentovic an, munter durchzuwechseln um die Abwehr zu festigen. Auch eine Auszeit beim 6:10 brachte nicht den gewünschten Erfolg, Wettenberg schaffte es weiterhin Bruchköbel bis zum 11:14 auf Distanz zu halten. Dann allerdings schaffte es Bruchköbel einen kleinen Zwischenspurt hinzulegen, und über den für Dennis Franz auf der linken Aussenposition gekommenen Oliver Weiss als auch Goalgetter Florian See innerhalb weniger Minuten auf 14:14 auszugleichen. Die routiniert leitenden Unparteiischen Bärtl/Janisch ließen sich auch in dieser heissen Phase nicht durch eine ungeschickt aussehende Mann-gegen-Mann Aktion zweier Spieler am Spielfeldrand aus der Ruhe bringen, bei welcher die zahlreich mitgereisten Fans der HSG Wettenberg ziemlich aufgebracht reagierten und teilweise auf dem Spielfeld standen. Wer jetzt aber erwartet hatte, das Spiel würde kippen, der sah sich getäuscht. Von diesem Zwischenspurt anscheinend abgekämpft, gönnte Bruchköbel sich wieder eine kleine Pause, und lies Wettenberg über 14:17 kurzerhand zur Halbzeit wieder auf 16:18 davonziehen.

Die Gardinenpredigt von Kazimir Balentovic hatte wohl gefruchtet: binnen weniger Minuten in der zweiten Halbzeit, konnten die Mannen um den nun enger gedeckten Tegaday Ramos Nuez zum 18:18 ausgleichen und blieben von nun an dran an Wettenberg. Eine plötzlich wie ausgewechselt auftretende Abwehr, die dem Gegner nur noch kleinste Räume zur Spielentfaltung ließ, verunsicherte Wettenberg zusehends, so dass auch größte Chancen gegen den über sich hinauswachsenden Niklas Eul vergeben wurden. Über die erste Bruchköbler Führung beim 21:20 freuten sich leider nicht einmal 200 Fans aus den eigenen Reihen, was dem Spiel aber keinen Abbruch tat. Über 25:22 konnte sich Bruchköbel vorentscheident auf 30:24 absetzen. Besonders hervor tat sich in dieser Phase der am Ende der Saison wohl leider den Verein verlassende Christian Breiler, der mit sieben seiner insgesamt acht Tore, in der zweiten Halbzeit einen großen Anteil an der Durchschlagskraft im Angriff hatte. Er unterstrich damit, dass er der Mannschaft in der nächsten Saison sowohl im Angriff, wie auch in der Abwehr als tragende Figur nur zu deutlich fehlen würde.

Mit dem Endstand von 33:27 stellte Bruchköbel dann endgültig die Kräfteverhältnisse wieder klar, und behielt auch im zweiten Spiel binnen einer Woche gegen einen potentiellen Abstiegskandidaten die nötige Motivation aufrecht, auch in solch einem Spiel alles zu geben und in der Tabelle nach oben zu schauen. Denn durch die gleichzeitige Niederlage des Tabellennachbarn Kahl/Kl.Ostheim konnte man sich in der Tabelle nun auf den dritten Tabellenplatz vorschieben und wird versuchen, diesen auch im letzten Spiel am kommenden Sonntag zu verteidigen.

SG Bruchköbel: Eul (TW), Tefarikis (TW), See (10/3), Vuko (4), Bader, Ramos (3), Franz (1), Gast (3), Breiler (8/2), Weiss (4), Schadeberg, Spors.

Zuschauer: ca. 250

Siebenmeter: SGB 5:6 / HSG 3:4

Zeitstrafen: SGB 4 / HSG 2
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