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Re: Die KATHOLISCHE KIRCHE und die MUSLIME
M.M.Hanel - 22.06.2007, 09:16
Die KATHOLISCHE KIRCHE und die MUSLIME
Kardinal Lehmann: Islam rechtlich nicht gleichstellen
Von Daniel Deckers und Peter Schilder
FAZ 21.6.2007
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Mainzer Kardinal Lehmann, hat sich gegen die rechtliche Gleichstellung christlicher und nichtchristlicher Religionen in Deutschland ausgesprochen. „Die Neutralität des Staates im Blick auf die einzelnen Religionen darf nicht mit Gleichgültigkeit und unreflektierter Toleranz gegenüber dem Wirken von Religionen in der Gesellschaft verwechselt werden", sagte Lehmann.
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Re: Die KATHOLISCHE KIRCHE und die MUSLIME
M.M.Hanel - 22.06.2007, 09:34
Wahrlich - ist es uns nicht mehr gleichgültig, dass die Neutralität des Staates gegenüber Religionen sich nicht mehr in gleich gültiger Anerkennung derselben äussern solle, solange sich diese der gängigen Staatsräson unterordnen.
Die Epoche willkürlicher Beliebigkeit und Rechtsunsicherheit ist nun endgültig, nicht nur mit dem Einsturz der Zwillingstürme eingeleitet worden, sondern wird nun auch von den Kirchtürmen herab eingeläutet.
Wer kennt die Geschichte der HYDRA?
Re: Die KATHOLISCHE KIRCHE und die MUSLIME
M.M.Hanel - 22.06.2007, 10:08
http://www.netzeitung.de/deutschland/678373.html
Kardinal löst Parteienstreit über Islam aus
21. Jun 16:40
Weil ihr Generalsekretär die Gleichstellung des Islam mit den Kirchen
öffentlich ablehnte, muss sich die CDU von den Sozialdemokraten
Realitätsverlust vorwerfen lassen. Selbst die Protestanten sind dafür.
Mit seinen Vorbehalten gegen eine Gleichstellung des Islam mit den
Kirchen hat der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal
Karl Lehmann, eine Parteien-Kontroverse ausgelöst. Während die CDU dem
Kardinal beipflichtete, kam von den Sozialdemokraten scharfe Kritik.
Lehmann hatte bei einer Diskussionsveranstaltung in Freiburg gesagt, wie
die Kirchen als Körperschaften öffentlichen Rechts wirken zu können, sei
«Ausdruck europäischer Kulturidentität», der Titel dürfe nicht
leichtfertig vergeben werden.
Den Islam voreilig wie die Kirchen als Körperschaft des öffentlichen
Rechts anzuerkennen, wäre einmal mehr Ausdruck falsch verstandener
Toleranz, warnte auch CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. Der Islam und
andere Glaubensrichtungen seien Bestandteil der Gesellschaft. Das
Christentum jedoch sei «zentraler Baustein im kulturellen Erbgut
Europas» und verdienten eine herausgehobene rechtliche Stellung.
Die Islambeauftragte der SPD-Fraktion im Bundestag, Lale Akgün,
erwiderte, die rechtliche Gleichstellung habe nichts mit Toleranz zu
tun. Die Gleichstellung sei vielmehr das grundgesetzlich verbürgte Recht
des Islam, genauso wie die christlichen Kirchen behandelt zu werden,
sagte Akgün im Gespräch mit Netzeitung.de. «Unser Staat ist nicht
katholisch oder protestantisch, sondern neutral.» Akgün warf Pofalla
vor, für Unruhe in der Debatte zu sorgen. «Wer sagt, der Islam könne
nicht rechtlich gleichgestellt werden, schürt den sozialen Unfrieden.»
Pofalla argumentiere «völlig an der Lebenswirklichkeit in Deutschland
vorbei».
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