iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Blumenwiesen-PTBS- Forum
Verfügbare Informationen zu "wieder da!"

  • Qualität des Beitrags:
  • Beteiligte Poster: maikäfer - Träumerin
  • Forum: Blumenwiesen-PTBS- Forum
  • Forenbeschreibung: Das ist unser Forum zur Posttraumatischen Belastungsstörung auf www.blumenwiesen.org
  • aus dem Unterforum: schon ganz lange her
  • Antworten: 8
  • Forum gestartet am: Mittwoch 18.08.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: wieder da!
  • Letzte Antwort: vor 1 Jahr, 3 Monaten, 10 Tagen, 17 Stunden, 10 Minuten
Alle Beiträge und Antworten
maikäfer - 18.06.2007, 16:38
wieder da!
hallo an alle, die mich vielleicht noch kennen,

bin seit dieser woche zurück aus der klinik. 14 wirklich harte, aber auch gute wochen liegen hinter mir. es ist schon ganz schön heftig wieder auf sich allein gestellt zu sein.....*zitter*

aber ich denke mir geht es ganz gut soweit.....trotzdem freu ich mich von euch allen "mitleidenden" zu hören.

ganz liebe grüße
maikäferin
Träumerin - 19.06.2007, 20:10

Hallo Maikäfer,

kenn dich leider noch nicht... Aber das wird sich ja jetzt ändern :lol:

14 Wochen puh. Da hast du aber hart gearbeitet - Respekt! Die erste Zeit ist schon komisch, gell? Man gewöhnt sich, wenn man ein gesundes Umfeld hat, aber schnell wieder ein :D

LG
maikäfer - 21.06.2007, 14:18

hallo träumerin,

ja...du sagst es. es ist seltsam, wenn man keine klingel mehr hat, wo man nach der nachtschwester mal eben so klingeln kann....fühl mich schon etwas unsicher im moment.....hmm....

warst du auch schon mal in der klinik? also ich kann nur sagen, die beste entscheidung meines lebens das zu machen. hat wirklich viel gebracht.....viel verständnis für was da überhaupt mit mir passiert, viel stabilität und selbstvertrauen....

ich hoffe es bleibt so wie jetzt.....viele sagen ja, dass es nach der klinik erstmal schlechter wird. hast du da vielleicht erfahrungswerte?

lg
maikäferin
Träumerin - 25.06.2007, 12:44

Hallo Maikäfer,

ja, ich war vor zwei Jahren für 7 Wochen stationär. Es war ebenfalls das beste, was ich machen konnte, sonst gäbe es mich heute gar nicht mehr...

Gleich nach der Klinik ging es mir relativ gut und war zum Kämpfen bereit (was auch nötig war/ist bis heute). Es kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen innerhalb der nächsten 3 Monate, so dass ich mir dachte, viel kann ja jetzt nicht mehr passieren. Das einzige, was mir noch genommen werden kann, ist meine Wohnung und mein Leben. Beides konnte ich behalten :wink: Hab für den Rest nun 2 Jahre lang gekämpft und wie es bis jetzt aussieht umsonst. Das nimmt mich grad ziemlich mit. Gefühlsmäßig will ich grad nicht mehr kämpfen, aber verstandesmäßig weiß ich, das muss ich noch durchstehen und selbst wenn es nichts gebracht hat, weiß ich hinterher, ich hab mein Möglichstes getan und kann mir nie Selbstvorwürfe machen. Und ich möchte gern, wenn das ganze Kapitel endlich mal abgeschlossen ist, nochmal in die Klinik. Denn momentan bin ich wieder sehr ausgelaugt und zehr von der Erinnerung an die Klinikzeit.

Ich hatte/habe glücklicherweise seit meiner Klinikzeit wieder ein gesundes Umfeld, in dem ich so sein darf, wie ich nun mal bin und mir geholfen wird. Bekomme viel Verständnis und meist sagen mir die anderen, ich muss kürzer treten, weil ich mich übernehme. Das tut gut. Aber ich fühle mich manchmal auch sehr allein trotzdem. In der Klinik hat man ja doch die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, wenn man es braucht, aber auch sich unter Gleichgesinnte zu begeben, wenn man sich allein fühlt. Und das ist daheim schwieriger.

Nach der Klinikzeit sind auch viele PTBS Symptome erst rausgekommen, die ich zuvor noch nicht hatte. Das hat es auch oft schwer gemacht. Aber wie gesagt, ich hab ein gutes Umfeld, und das hilft viel, damit klar zu kommen.

Wie gehts dir mittlerweile? Bist ja jetzt schon paar Tage daheim.

LG
maikäfer - 26.06.2007, 11:57

hallo liebe träumerin,

das mit dem umfeld ist schon eine ganz wichtige sache. ich denke mein umfeld ist mittlerweile auch sehr "gesund". es hat sich allerdings erst durch den klinikaufenthalt herausgestellt, wer oder was gut tut oder nicht.

wie es mir im moment geht ist unterschiedlich...ich habe mich in den letzten wochen von meiner familie (mutter und vater) getrennt, was mit meiner erkrankung zusammen hängt. auch wenn es höchste zeit für diese trennung war, so ist es trotzdem seltsam jetzt ganz alleine zu sein....ich hab ja tolle freunde und fühl mich gut aufgehoben, aber es war ein sehr konsequenter schritt für mich....

aus der klinik hab ich für mich sehr viel mitgenommen. ich denke ich kann jetzt mit meinen erinnerungen und meiner vergangenheit leben und weiß was zu tun ist, wenn es mal wieder kritisch wird.....ich hab auch gelernt, dass man sich wohl von dingen oder menschen trennen muß, die nicht gut tun. und zwar nicht nur, das man sich trennen kann, sondern ich "muß" es, um mich zu schützen. und das ist eine sehr wichtige erkenntnis für mich.

und immerhin bin ich jetzt seit zwei wochen draußen, schlafe ganz gut, keine bedarfsmedikamente nötig (nur meine obligatorischen happy pills :wink: ) fange ab juli wieder mit der arbeit an und denke, dass mich das leben wieder hat....

etwas angst bleibt natürlich.....und das auffangen der gruppe von gleichgesinnten in der klinik fehlt mir schon sehr....wer kann einen besser verstehen als der, der selbst solche gefühle schon erlebt hat....aber dafür haben wir uns ja auch hier in diesem forum.....

ich hoffe für dich, dass du etwas zu ruhe kommst - denn es hört sich so an, als hättest du viele zusätzlichen sorgen im moment....und gerade mit PTBS ist dauerstress nicht wirklich das wahre....machst du eigentlich ambulant noch eine therapie? man hat mir in der klinik geraten auf jeden fall ambulant weiter zu machen.

so. jetzt geh ich mal mit meinem hund gassi - ist irgendwie auch so ne art therapie... :)

ganz liebe grüße
maikäferin
Träumerin - 26.06.2007, 16:03

Hallo Maikäfer,

find ich schön, dass du dir das Gelernt so gelingt zum Umsetzen. Ähnlich war es meinerseits. Ich hab mich damals von meinem schlimmen Mann getrennt. Und der gibt einfach keine Ruhe. Es läuft seit über einem Jahr die Scheidung per Anwälte und Gericht. Aber jedes Friedensangebot meinerseits wird abgeschlagen - es sei denn, ich würde auf meine Rechte verzichten. Ich bin es momentan Leid zu kämpfen, aber ähnlich wie du es gesagt hast, "muss" ich das. Sonst mach ich mir mein Leben lang Vorwürfe, dass er wieder mit mir machen konnte, was ER wollte!

Und das strapaziert gehörig. Dazu kommt die Unsicherheit um meinen Arbeitsplatz und die nervigen Macken von meinem Chef...

Ich mache noch eine ambulante Therapie. Problem: Ich hab kein Auto und um zu ihr zu kommen, brauch ich jedesmal einen Urlaubstag. Entsprechend selten sind dann die Sitzungen... Merke aber, wie dringend ich sie bräuchte. Hatte heute eine Email zu ihr geschrieben und meine Gedanken, wo ich eine Änderung bei mir ansetzen müsste, mitgeteilt mit der Frage, ob ich das richtig erkannt habe.

So kämpfen und wursteln wir weiter :wink: Irgendwann werden ich doch siegen und den Dauerstress minimieren :roll:

LG
maikäfer - 27.06.2007, 12:49

hallo träumerin,

ich find du bist sehr mutig und hast viel kraft, um zu kämpfen! das ist gut so - das zeigt, dass du viel positives in dir trägst.... :wink:

und ich weiß, wie nervenaufreibend so eine gerichtsgeschichte sein kann.....mein mann und ich hatten 1,5 jahre lang einen ganz hässlichen gerichtsprozess wegen unterhalt an der backe.....das war extrem anstrengend und auch sehr unfair....

naja...zur zeit trenne ich mich von meinem mann....was ja meine momentane situation auch nicht wirklich entspannter macht.....aber was uns nicht umbringt,macht uns nur härter, oder wie war das?....haha

heute nacht ging´s wieder los - mit den fiesen träumen.....hab mich bis jetzt noch gar nicht richtig davon erholt...eigentlich geht´s mir ja ganz gut.....aber irgendwas "lauert" schon wieder....kennst du das auch? dieses "lauern" in der magengegend?....fies.....

magst du darüber reden, warum du um deinen arbeitsplatz bangst? ich gehe jetzt ab nächsten montag nach einem jahr krankenstand wieder in die arbeit.....*zitter* vielleicht geht es mir ja bald ähnlich....

danke, übrigens, dass du mir immer zurückschreibst. das freut mich total....

liebe grüße
maikäferin
Träumerin - 27.06.2007, 14:53

Hallo Maikäfer,

es macht Spaß, sich mit netten Leuten zu "unterhalten", das mach ich immer, wenn ich in der Arbeit kurz vorm Durchdrehen bin und z. Zt. bin ich das ständig...

Es sind sehr viele Sachen, die mich hier nerven und bangen lassen. Im Hintergrund ist ja eben auch der Scheidungskrieg. Das Thema Unterhalt ist eigentlich abgeschlossen - nur kenn ich den Ausgang noch nicht. Diese Ungewissheit lässt die Nerven zum Zerreissen anspannen. War mir eigentlich sicher, dass ich Geld bekomme und jetzt siehts so aus, dass ich auch noch SEINE Kosten tragen darf...

In der Arbeit - Wir werden nur nach Erfolg bezahlt. Und der Erfolg ist sehr mager. Sollte eigentlich seit Januar angestellt sein. Da war aber die finanzielle Lage schon so schlecht, dass wir zwei Monate Praktikum machten. Ging dann immer noch nicht, also nebenbei gearbeitet. Dann war mein Anspruch auf Arbeitslosengeld ausgeschöpft, nahm auf Hartz IV die restlichen 4 Wochen Praktikum, die mir noch zur Verfügung standen. Anschließend, d. h. jetzt am 9. Mai erhielt ich endlich eine Anstellung. Für 3 Monate hab ich Festgehalt, danach wird neu berechnet ->demnach ab August. Und wo nichts verdient wird, kann auch nichts bezahlt werden... So hab ich noch einen Monat und dann, wenn ich nichts Neues habe, bin ich wieder Hartz IV....

Na, mal schauen. Und der Chef der bringt mich jeden Tag noch mehr zur Weißglut mit seinen Macken, der kann sich nichts merken, alles muss man ihm dreimal sagen und dann macht er es auch noch nicht. Hab einfach keine Lust mehr. Ich soll aber immer alles wissen und mir merken.

Ich denke, das ist auch der Grund, warum ich gestern Nacht auch so einen intensiven Traum gehabt hab (ich träum sehr selten und meist weiß ich in der Früh gar nicht mehr was.) Ich bin gestern Amok gelaufen mit einem Flammenwerfer. Jeder, der sich mir in den Weg gestellt hatte, bekam was ab. Als der Wecker mich weckte, fühlte ich mich so k.o. und ich dachte mir, kein Wunder, bei dem Wutanfall. Überlegte, wie ich von dort eigentlich ins Bett gekommen bin... Und als ich so überlegte und wacher wurde, wurde mir bewusst, dass das nur geträumt sein muss: Ich würde nie Amok-Laufen, außerdem war ich im Traum ein Mann und ich hab auch keinen Flammenwerfer im Haus :lol: Dann war ich wieder beruhigt.

Aber es zeigte mir doch sehr deutlich, dass endlich an mir arbeiten muss. Offensichtlich will mir das Unterbewusstsein sagen, dass ich dringend meine Grenzen setzen muss, bevor ich durchdrehe. Und dass dem wirklich so ist, hat sich dann auch im Laufe des gestrigen Tages gezeigt. Ich hatte derart Magenschmerzen und hätte abends eben den Chef am Liebsten zusammengeschrieen. Und auch heute hab ich wieder Magenschmerzen....

Da arbeiten wir beide sehr hart am Abgrenzen gerade, was?
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
Mal vorstellen möchte...... - gepostet von Sweety am Sonntag 01.04.2007
Hilfe - gepostet von nebelwand am Sonntag 03.12.2006
***** :o) ******** - gepostet von Tagra am Dienstag 07.06.2005
Was hilft bei einem schlimmen Flashback - gepostet von Lisakind am Samstag 22.07.2006
Immer wieder anders und doch dasselbe - gepostet von NikiSib@web.de am Sonntag 21.01.2007
Ein Holländer ... (Teil 2) - gepostet von solobodo am Freitag 07.07.2006
Hallo..Bin neu hier! - gepostet von Molle am Freitag 16.02.2007
Photo von Ingrid - gepostet von Ingrid am Dienstag 31.07.2007
Ähnliche Beiträge
Nie wieder - Jasmin (Freitag 30.09.2005)
und wieder - seemann123 (Samstag 24.03.2007)
Wir sind wieder da... - Amokhoensche (Montag 26.11.2007)
Wieder stumpf und wieder p00ps - p00psfr0sch (Freitag 06.10.2006)
... da bin ich wieder... - Karbit (Donnerstag 09.08.2007)