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selma - 23.05.2007, 15:35
Neues altes Mitglied
Hallo,
ich möchte mich auf diesem Weg gern vorstellen. Ich bin bis zum Ende der OE-Webseite oft auf dieser Webseite gewesen. Nach dessen Ende habe ich ein wenig Abstand genommen, da ich der Meinung war, dass mir eigentlich nur eine Therapie weiterhelfen kann. Da ich aber nach dem baldigen Ende meines Studiums evtl. in den öffentlichen Dienst gehen möchte, wäre so eine Therapie ein eindeutiger Ausschlussgrund für eine Einstellung. Daher muss ich noch eine Weile warten, bis ich mir privat eine Therapie finanzieren kann. Nach einiger Abstinenz bin ich also wieder auf dieser Webseite gelandet, da ich nur hier offen und ehrlich über meine Situation (die ziemlich verfahren ist) reden kann. In meiner Familie ist dieses Thema für mich ein absolutes Tabu.
Letztendlich ist diese Webseite eine unglaubliche Erleichterung für mich, da ich nun doch nicht allein mit meiner Situation auf der großen weiten Welt bin.
Papageno - 23.05.2007, 16:29
He Selma!
Herzlich Willkommen bzw. Willkommen zurück!
Zitat: Da ich aber nach dem baldigen Ende meines Studiums evtl. in den öffentlichen Dienst gehen möchte, wäre so eine Therapie ein eindeutiger Ausschlussgrund für eine Einstellung.
Ist das wirklich so? :surprise: Meine Güte, ich selbst mach' ja auch eine Therapie, machen doch viele Leute heutzutage, und das ist wirklich ein Ausschlussgrund?
Viele Grüsse,
Papageno
Tanguy - 23.05.2007, 22:35
Re: Neues altes Mitglied
selma hat folgendes geschrieben: Da ich aber nach dem baldigen Ende meines Studiums evtl. in den öffentlichen Dienst gehen möchte, wäre so eine Therapie ein eindeutiger Ausschlussgrund für eine Einstellung. Daher muss ich noch eine Weile warten, bis ich mir privat eine Therapie finanzieren kann.
Willst Du Beamtin werden? Und schnüffeln die bei Deiner Krankenkasse rum? (Habe schon mal gehört, dass das beim "Staatsdienst" problematisch werden kann.) Hey, und das nennt sich Datenschutz!
Ansonsten schön, dass Du hierher gefunden hast! Hier leben viele in mehr oder wenige "verfahrenen" Situationen. (Mich eingeschlossen!) :wink:
Tanguy
selma - 24.05.2007, 17:01
HALLO
die Problematik einer Therapie in Bezug auf einen zukünftigen Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst ist in der Tat ziemlich schwierig.
Die Arbeitgeber, die für mich in Frage kommen würden sind allesamt Bundesbehörden und in Bezug auf eine Psychotherapie ihrer Bewerber ziemlich eindeutig. So etwas ist ein K.o.-kriterium.
Ich finde,dass jeder Therapeut zu Beginn einer Therapie das erwähnen sollte, damit man vor einer etwaigen bösen Überraschung bei einem Berufswechsel gefeit ist.
Gollum - 24.05.2007, 17:16
Hi Selma,
wenn Du eine (stationäre) Therapie machst, kannst Du Dich da auch an eine(n) Sozialdienstmitarbeiter(in) wenden. Die sind meistens besser als ihr Ruf. Den meisten psychosomatischen Kliniken ist die (Wieder)eingliederung ins Erwerbsleben sehr wichtig.
Außerdem kenne ich auch Angestellte im Öffentlichen Dienst, die eine Therapie hinter sich haben und nicht gefeuert wurden.
Gruß
Gollum
Anonymous - 05.08.2007, 23:28
Hallo selma,
habe jetzt durch Zufall Deine erste Vorstellung gefunden. Falls Du wirklich noch eine Therapie suchst, versuche es doch mal im Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe (www.havelhoehe.de) in Spandau (da Du, wie ich sehe, auch aus Berlin kommst).
Ich weiß zwar nicht, ob Du ein Problem mit der anthroposophischen Lehre hast, denn dieses Krankenhaus funktioniert nach dieser Lehre.
Die haben nämlich eine psychosomatische Abteilung vom Allerfeinsten, Psychologen vor Ort, aber v.a eine wöchentliche psychoedukative Gruppensitzung, die lt. Webseite Montag, Mittwoch und Freitag um 14.00 Uhr stattfindet, da kannst Du ja einen der Ärzte fragen, was diese Dir in Deiner Situation raten.
Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, wenn ein Krankenhaus in Berlin, dann dieses. Dort wird man mit soviel Hingabe und v.a. Verständnis empfangen, wie es noch nirgends erfahren habe. Meine 2 Wochen dort waren wie Urlaub.
Gruß
kaufmann
Sissifuss - 07.08.2007, 09:59
Gollum hat folgendes geschrieben: Hi Selma,
wenn Du eine (stationäre) Therapie machst, kannst Du Dich da auch an eine(n) Sozialdienstmitarbeiter(in) wenden. Die sind meistens besser als ihr Ruf. Den meisten psychosomatischen Kliniken ist die (Wieder)eingliederung ins Erwerbsleben sehr wichtig.
Außerdem kenne ich auch Angestellte im Öffentlichen Dienst, die eine Therapie hinter sich haben und nicht gefeuert wurden.
Gruß
Gollum
Man muß hier erstmal zwischen Angestellten und Beamten unterscheiden.
Beamte: beamte müssen die hohe Wahrscheinlichkeit bieten, dass sie bis zu Ihrer Pensionierung arbeiten können. Wenn die Behörde Wind von einer Psychotherapie bekommt (ich glaube nicht, dass sie beim Arzt nachfragen kann, aber diese Frage könnte im Rahmen der Einstellung dem Bewerber gestellt werden) könnte das dazu führen, dass man sagt: Die Bewerberin wird möglicherweise aufgrund ihrer psychischen Verfassung vorzeitig in den Ruhestand gehen.
Erst ab dem Abschluß der Probezeit (ca. 2,5 Jahre nach Einstellung als Beamtin auf Probe) ist frau sicher vor solchen Vermutungen des Dienstherrn.
Problematisch ist auch, dass bei Beamten der Arbeitgeber zum Teil die Krankheitskosten bezahlt, d.h der Arbeitgeber hat alle Arztbelege vorliegen!! Fraglich ist aber, ob es einen Datenaustsuche zwischen Personalstelle und Beihilestelle gibt. Beim Bund würde ich das aufgrund der Größe des Arbeitgebers weniger vermuten.
Angestellte: Psychotherapie ist meines Wissens kein Kündigungsgrund (solange man auch während der Therapie arbeitet und nicht krankheitsbedingt ausfällt). Vor der Einstellung kann dieses natürlich problematisch sein. Aber wie soll der Arbeitgeber davon erfahren?
julchen - 30.05.2008, 23:22
:cheerleader:
Gruß,
julchen
karl.m - 31.05.2008, 22:30
julchen hat folgendes geschrieben: :cheerleader:
auch von mir nachträglich alles gute....nicht mehr lange hin und ich folge dir nach :roll:
taabahati - 31.05.2008, 22:37
schließ mich karl an : Alles Gute nachträglich!
selina - 01.06.2008, 09:37
auch noch von mir nachträglich Alles Gute zum Geburtstag. :vielglueck:
ElizaJane - 01.06.2008, 12:34
Ich bin Angestellte im Öffentlichen Dienst und habe auch Therapieerfahrung. Ebenfalls kenne ich Beamte, die Therapien gemacht haben. Das hat nie zu Problemen geführt. Lediglich eine Beamtin ist gefeuert worden, allerdings hatte sie Fehlzeiten von ca. 10 Monaten im Jahr.
Allerdings hat man mit Therapieerfahrung keine Chance, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu bekommen.
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