Alle Beiträge und Antworten
Krümel - 15.05.2007, 15:14
Denken & Denkweisen
Hat einer Interesse an meiner Entwicklung zu diesem abstrakten Denken? Warum ich so denke?
Das hat nämlich eine lange Entwicklung hinter sich, und besteht jetzt ca. seit 5 Jahren, so dass ich damit mittlerweile sehr gut Leben kann, in meine innere Ballance gefunden habe.
Ansonsten schreibe ich es nicht auf, weil ich mich ja immer sehr schwer damit tue, sowas zu beschreiben :lol:
wolves - 15.05.2007, 16:30
Interesse hätte ich schon über deine Entwicklung darüber zu lesen. Wenn es dir nicht zu viel Mühe macht? Ob ich alles verstehen kann ist natürlich eine andere Sache, aber da hilft ja nachfragen :D
Wobei ich für mich noch wissen müsste, was du unter "abstraktem Denken" verstehst.
Coco - 15.05.2007, 18:05
Klar habe ich Interesse daran, was und wie Du worüber denkst - auch Entwicklungen finde ich immer sehr spannend - außerdem freue ich mich immer, wenn ich ggf. etwas lernen kann.
Aber, ich weiß jetzt nicht ganz genau, was Du meinst, kannst Du das bitte noch ein wenig erläutern ?
Krümel - 15.05.2007, 19:27
Wer mich als Teenager hätte kennen gelernt, der hätte höchstwahrscheinlich vor mir "etwas" Abstand genommen. Ich war nämlich hin und hergerissen, ein Jugendlicher mit zwei Gesichtern, mir selber immer im Weg, unausgeglichen, und auch aggressiv und mit Neigung zur Tobsucht. Zwei Seelen leben in meiner Brust, das war ein Zitat von Hesse im Steppenwolf, das traf mich so hammerhart, da konnte ich das Buch nur auf mich gemünzt lesen.
Ausgangssituation war, dass mein Verstand und meine Empfindungen immer gegeneinander spielten, sich ausspielten.
Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich ein Mat.-Nat. war, absolut logisch und rational denkend. 2 und 2 sind 4!
Damals habe ich aber auch begonnen mich für Geisteswissenschaften zu interessieren, auch Parapsychologe, Spiritismus, weil ich schon immer irgendetwas spürte und empfand.
Aber jeden Abend im Bett verschaukelte ich mich selber, entweder machte sich mein Verstand lustig über eine spiritistische Sitzung, oder meine Empfindungen haderten mit meiner Ratio.
Kennt das einer? Hat das jemand von euch auch gehabt.
Mittlerweile bin ich da angekommen, dass ich nicht nur glaube an mein spezielles Gottempfinden, sondern ich weiß es innerlich.
Ich weiß es, will sagen, mein Verstand steht mir nicht im Weg, sondern zieht mit. Mein Verstand weiß, ich fühle es, und mein Empfinden glaubt.
Dadurch muss ich aber ziemlich abstrakt denken, damit mein Verstand diesen Empfinden folgen kann, und meine Empfinden müssen immer sehr ideenreich meinen Verstand diese Päckchen beibringen. Hi, ne das hört sich total blöd an, aber es immer ein Spagat, ein Akt, aber ich habe Harmonie in mir reingebracht.
Beispiel sind die Steine.
Empfindung: Ich empfinde etwas. :D (freudig)
Mein Verstand: Du bist Jeck, tote Materie, leblos, da kann nix sein. :P
Empfindung: Doch da ist was! :evil:
So sah das bei mir aus, ja das trifft es.
Ich weiß nicht hat sich mein Verstand den Empfindungen angeglichen, oder meine Empfindungen den Verstand ausgetrickst? Aber mit den wandelnden Atomen mal Stein mal Mensch, ich muss Brücken schaffen, dann entsteht eine Harmonie in mir.
Das war es jetzt mal ... Ich weiß nicht, ob ich das gut beschreiben konnte :?
Katia - 16.05.2007, 08:52
Ich habe gestern schon darüber nachgedacht, Krümel, wie es mir damit geht. Aber tatsächlich bin ich in diesen Zwiespalt noch nie richtig geraten - mein Verstand und meine Empfindungen widersprechen sich selten. Ich glaube auch, dass ich meine Empfindungen und meinen Verstand nicht als wirklich getrennte Dinge wahrnehme.
Vielleicht weil ich ganz gut "von mir selbst zurücktreten kann" und mein Verhalten, meine Empfindungen halbwegs neutral überprüfen kann. Natürlich empfinde ich manchmal Dinge, die mein Verstand als völlig unsinnig abtut, ganz banal z.B. wenn ich beim Klettern in der Wand hänge, genau weiß, dass ich gesichert bin, mir nichts passieren kann und ich trotzdem Angst bekomme. Ist aber dann eben so und ich akzeptiere meine Angst, sie ist da, auch wenn sie irrational ist. Man hat ja viele Gefühle, die man nicht wirklich erklären kann, z.B. enden Erklärungsversuche, warum man einen bestimmten Menschen liebt, meist nicht so erfolgreich. Und das muss man auch nicht rational mit dem Verstand erklären können.
Mit eine Rolle spielt vielleicht auch, dass ich "Zufall" als Element, das unsere Leben sehr beeinflusst akzeptiere und nicht an Vorbestimmtheit glaube.
Tatsächlich neige ich dazu, die Welt um mich herum wissenschaftlich erklären zu wollen und bin damit auch noch nicht an essentielle Grenzen gestoßen. Obwohl es natürlich viele Dinge gibt, die wir (noch) nicht richtig verstehen und wie im anderen Thread schon erwähnt wurde, manche Dinge sich im Nachhinein als falsch herausgestellt habe. Obwohl ich da die flache Erde nicht dazuzählen würde, da hierfür keine wissenschaftlichen Beweise geführt wurden, sondern eher dogmatisch argumentiert wurde.
Katia
wolves - 16.05.2007, 12:11
Ich trau mich mal noch mal meine Frage zu stellen, was versteht man unter abstraktem Denken? Ist das ein Denken rein nur mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch? Also sehr realistisch und möglichst nicht gefühlsbetont?
Krümel - 16.05.2007, 12:37
wolves hat folgendes geschrieben:
Ist das ein Denken rein nur mit dem Kopf und nicht mit dem Bauch?
Das ist logisches Denken oder analytisches Denken. Abstrakt hebt dadurch ab, dass es den Raum der Logik verlassen kann, so ein bisschen wie ein Gummiband, verbiegbar, andere Sichtweisen einfließen lassen, aber nicht total abgehoben.
wolves - 17.05.2007, 11:52
Danke für eure Antworten :wink1:
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken