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Damoia - 18.04.2007, 11:42
EM 2012
Ukraine und Polen....
Captain (hann)oi! - 18.04.2007, 11:47

jetzt heisst es dort klotzen und nicht kleckern. die stadien und die infrastruktur werden bisher ja so gut wie gar nicht den ansprüchen einer em gerecht.
aber fünf jahre sind genug zeit.
Damoia - 18.04.2007, 11:51

interessanter artikel (vorbericht) aus der sueddeutschen zur wahl...

http://www.sueddeutsche.de/sport/weltfussball/artikel/475/110365/
Jenenser - 18.04.2007, 11:53
Re: EM 2012
Damoia hat folgendes geschrieben: Ukraine und Polen....
:D Jawohl...........
BBC - 18.04.2007, 12:29

EM 2012 in Polen/Ukraine

Die Europameisterschaft 2012 findet in Polen und der Ukraine statt. Diese Entscheidung traf das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) am Mittwoch in Cardiff. Letztmals hatte vor 31 Jahren in Jugoslawien (1976, Europameister Tschechoslowakei im Finale gegen Deutschland) eine EM-Endrunde in einem osteuropäischen Land stattgefunden. Die Doppelbewerbung setzte sich gegen Italien sowie Kroatien/Ungarn durch.

Ursprünglich hatten sich zehn nationale Verbände mit acht Bewerbungen um die Ausrichtung de EURO 2012 beworben. Im November 2005 waren die Türkei und Griechenland aus dem Rennen ausgeschieden. Die Bewerbungen von Aserbaidschan, Rumänien und Russland scheiterten schon vorher.

Trotz der organisatorischen Schwierigkeiten die eine Doppelbewerbung mit sich führt, gab es zuletzt viel Sympathie in der UEFA-Spitze, erstmals den Titelkampf nach Osteuropa zu vergeben. "Wenn wir zeigen wollen, dass wir ein europäischer Verband sind, müssen wir die EM auch einmal in den Osten geben", meinte der ehemalige Schatzmeister der UEFA Mathieu Sprenger.

Der Jubel bei den Polen war groß. Tausende haben am Mittwoch in Warschau und anderen Städten bei der Bekanntgabe der Ausrichterländer für die Fußball-Europameisterschaft 2012 mitgefiebert. Als UEFA-Präsident Michel Platini der Doppelbewerbung Polens und Ukraine den Zuschlag erteilte, brach Jubel aus. Fahnen in den weiß-roten Nationalfarben wurden geschwenkt, von Balkons regnete Konfetti, Cheerleader tanzten auf den Open Air-Bühnen, vor denen die Entscheidung in Cardiff live übertragen wurde.

Mit ausschlaggebend für Polen und die Ukraine dürfte die glanzvolle letzte Präsentation gewesen sein. Mit den Präsidenten Viktor Juschtschenko (Ukraine) und Lech Kaczynski (Polen), Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko oder den Fußball-Assen Andriy Shevchenko und Jerzy Dudek hatten sie das größte Star-Aufgebot nach Cardiff geschickt.

Spielorte

Da von einer Aufstockung der EM-Endrunde von 16 auf 24 Mannschaften zunächst wieder Abstand genommen wurde, stehen für die beiden Gastgeberländer keine zusätzlichen organisatorischen Herausforderungen an. Als Spielorte in der Ukraine sind Donezk, Kiew, Dnepropetrowsk und Lwiw vorgesehen. In Polen dürften sich gleich sechs Städte über EM-Spiele freuen: Danzig, Krakau, Warschau, Breslau, Chorzow und Posen.

Quelle: Kicker



Könnte ja sehr lustig werden... :wink: 8)
PSTR - 18.04.2007, 13:23

Voll geil, mal sehen ob die Masche mit der Krankenkasse wieder zieht.....
Mr. X - 18.04.2007, 13:33

Vor allem ist das ganze sehr weitläufig ! Posen in Polen ist als Austragungsort 1562,739 km Luftlinie von Donezk; Austragungsort in der Ukraine, entfernt !!!
MrD - 18.04.2007, 13:40

Mr. X hat folgendes geschrieben: Vor allem ist das ganze sehr weitläufig ! Posen in Polen ist als Austragungsort 1562,739 km Luftlinie von Donezk; Austragungsort in der Ukraine, entfernt !!!
bis dahin haben easyjet oder ryanair sicherlich auch ne direktverbindung posen-donezk in ihren flugplänen.
Captain (hann)oi! - 18.04.2007, 13:41

von danzig nach donezk sind es sogar 1896km.
Anonymous - 18.04.2007, 15:51

PSTR hat folgendes geschrieben: Voll geil, mal sehen ob die Masche mit der Krankenkasse wieder zieht.....

Genau dieser Gedanke schoss mir auch durch den Kopf! :lol:
RoyalBlue1904 - 18.04.2007, 18:28

Sorry, aber ich finde die Wahl mehr als lächerlich...
Lauren - 18.04.2007, 18:34

RoyalBlue1904 hat folgendes geschrieben: Sorry, aber ich finde die Wahl mehr als lächerlich...

Und warum?
strongbow - 18.04.2007, 18:50

Lauren hat folgendes geschrieben: RoyalBlue1904 hat folgendes geschrieben: Sorry, aber ich finde die Wahl mehr als lächerlich...

Und warum?

Das frage ich mich allerdings auch?
RoyalBlue1904 - 18.04.2007, 19:14

In der Ukraine wäre vor kurzem fast ein Bürgerkrieg ausgebrochen, ständig Unruhen etc.

Dazu die Infrastruktur. Das wird nie den Stand von Westeuropa erreichen.

Sorry, aber meine Wahl wäre anders ausgefallen!
Lauren - 18.04.2007, 19:24

RoyalBlue1904 hat folgendes geschrieben: In der Ukraine wäre vor kurzem fast ein Bürgerkrieg ausgebrochen, ständig Unruhen etc.

Dazu die Infrastruktur. Das wird nie den Stand von Westeuropa erreichen.

Sorry, aber meine Wahl wäre anders ausgefallen!

Gut, das stimmt schon.
Aber es waren ja wirklich nur scheiss Länder in der Auslosung. Ungarn hat wahrscheinlich noch weniger Infrastruktur. Bei Italien war sicherlich auch Catania ein ausschlaggebendes Argument. Vielleicht waren die Korruptionsgelder diesmal nicht so hoch um die Entscheidung zu beeinflußen. :-D

Einzig Kroatien wäre für mich eine Alternative gewesen. Ohne die Ukraine wäre Polen meine erste Wahl gewesen. Aber die Argumente gegen die Ukraine sind nicht von der Hand zu weisen.
Captain (hann)oi! - 18.04.2007, 19:43

dieser sz-artikel von thomas kistner trifft es schon gut, war eben (ganz überspitzt) eine wahl zwischen pest und cholera.
eigentlich sollte italien es werden, aber die haben eben es sich eben durch zig skandale versaut. als die dadurch untragbar wurden als gastgeber, blieben eben nur die leichtgewichte aus dem ehemaligen ostblock übrig, die viele nachteile haben gegenüber mittel-, nord- und westeuropa.
Lauren - 18.04.2007, 19:47

Captain (hann)oi! hat folgendes geschrieben: dieser sz-artikel von thomas kistner trifft es schon gut, war eben (ganz überspitzt) eine wahl zwischen pest und cholera.
eigentlich sollte italien es werden, aber die haben eben es sich eben durch zig skandale versaut. als die dadurch untragbar wurden als gastgeber, blieben eben nur die leichtgewichte aus dem ehemaligen ostblock übrig, die viele nachteile haben gegenüber mittel-, nord- und westeuropa.

Hier der entsprechende Artikel:

Zitat: Die Wahl der Qual

Die Uefa blickt auf drei missglückte EM-Kandidaturen für 2012. Verantwortlich dafür, dass es bei der heutigen Wahl des Gastgebers der übernächsten Europameisterschaft keine vernünftigen Alternativen gibt, ist sie zum großen Teil selbst.

Dieser Tage trugen ein paar altgediente Uefa-Manager in der Verbandszentrale in Nyon ihr Wissen zusammen und erstellten das Szenario für Cardiff. Erkenntnis: Ratlosigkeit pur, nie war der Wahlausgang ungewisser als vor diesem Mittwoch, 11.30 Uhr, wenn der europäische Fußballverband den Ausrichter der Europameisterschaft 2012 bestimmt.

Dazu die schlechte Nachricht: Nie hat es die Funktionäre ähnlich intensiv berührt, wer nun das EM-Turnier austrägt aus dem Trio Italien, Ungarn/Kroatien und Polen/Ukraine - oder ob in China ein Sack Reis umkippt.

Schildbürgerstreich und Eigentor

Frustration liegt über Cardiff. ,,Einen Favoriten gibt es nicht‘‘, sagt Uefa-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder, doch die Situation, die ja sonst Herz- und Blutdruck-Kurven hochschnellen lässt, ist in diesem Falle das Ärgernis.

Viele der 14 Wahlleute im Uefa-Vorstand beklagen, dass die Kür in Wales keine vernünftige Alternative bietet. Sie tun das intern, laut sagen darf es keiner, weil sie selbst diese Alternativlosigkeit von langer Hand eingefädelt hatten. In Cardiff stehen Europas Fußballfunktionäre vor der Erkenntnis, dass sie sich selbst einen Schildbürgerstreich gespielt haben.

Als Schildbürgermeister gilt auch heute noch Franco Carraro. Einst war Carraro italienischer Verbandspräsident, heute sitzt er zwar nur noch in der Uefa-Exekutive, aber von dort aus konnte der Mann aus Rom den Auswahlprozess der Kandidaten beeinflussen. Im Rücken hatte Carraro den Fußballgoliath Italien, zur Hand allerlei Seilschaften, mit deren Tricks und Drehs er es schaffte, bis jetzt zur Schlussrunde in Cardiff jeden größeren Brocken aus dem Weg zu räumen.

Potentielle Rivalen waren einst die Schotten mit den Iren, die den Gedanken an eine Kandidatur aber ebenso früh verwarfen wie das skandinavische Trio Dänemark/Schweden/Norwegen. Frühe Sondierungen hatten ergeben, dass die Uefa eine Allergie gegen Gemeinschaftskandidaturen entwickelt habe, ausgelöst durch die EM 2000 in Belgien/Niederlande.

Dann stieg Russland aus, und weitere Bewerber, die heute aussichtsreich im Ring stünden, wurden bei der Vorauswahl im November 2005 rausgekegelt: die Türkei und Griechenland, der sportliche Titelverteidiger. ,,Man wollte ganz sichergehen‘‘, sagt ein hoher Manager der Uefa, ,,dass Italien die EM kriegt.‘‘

Italien und die Belächelten

So verblieben im Ring nur die belächelten Doppelkandidaturen von Polen/Ukraine und Ungarn/Kroatien - die Spielwiese war gemäht für Italien, den viermaligen Weltmeister. Der aber begann Monate später, Eigentore am Fließband zu produzieren. In der Serie A flogen Manipulationen auf, die selbst ein manischer Geldverbrenner wie José Mourinho, Trainer des FC Chelsea, abfällig kommentieren durfte: ,,Bei uns werden Spieler eingekauft, in Italien die Ergebnisse!‘‘

Zur Betrugsaffäre gesellten sich Fankrawalle, der Sumpf ist endemisch. Im Disziplinarbüro vermuten die Uefa-Hauptamtlichen, dass ,,es eine ganze Reihe weiterer Spiele gibt‘‘, die mit Schmiergeldern gelenkt und versenkt wurden - darunter ein Spitzentreffen aus dem Jahr 2004: Juventus - AC Mailand 0:0.

Italiens Calcio ist eine Schlammlandschaft, die paar hastig gelegten Drainagen, die Juventus Turin in die zweite Liga spülten, können daran nichts ändern. Gerade klagt die Staatsanwaltschaft Neapel 48 Schiedsrichter und Funktionäre wegen Sportbetrugs an. Und die Uefa, unter den skeptischen Augen der Politiker in der Europäischen Union, kann es sich kaum leisten, ihr EM-Turnier ins Reich einer Fußballmafia zu vergeben, deren Drahtzieher noch nicht alle ermittelt sind.

Zur verheerenden Außenwirkung käme ein weiteres Problem: Sollte dieser Calcio die EM erhalten, würde dies das Klima im europäischen Osten nachhaltig vergiften. Eine erste bittere Pille wurde bereits verabreicht, denn am Dienstag beschloss die Uefa, den Teilnehmerkreis der EM 2012 nicht wie von Platini vorschnell versprochen von 16auf 24 Mannschaft zu erhöhen.

Blatters Polen-Sympathie

Damit steckt Platini in der Bredouille. Schließlich hatte er seine Kampfkandidatur gegen den Schweden Lennart Johansson im Januar nur mit Hilfe der osteuropäischen Stimmlieferanten gewonnen - und die EM-Kür ist nun die Chance, all die blumigen Versprechen an die armen Fußballzwerge in die Tat umzusetzen. Heikle Tage also für Platini, den Franzosen, der in Italien spielte, Geburtsland seiner Eltern und Favorit seines Herzens.

Sportpolitische Zwänge drängen ihn nun zu Polen/Ukraine, dorthin, wo jüngst sein Mentor Sepp Blatter, der Präsident des Fußball-Weltverbandes (Fifa), seine Sympathien lokalisiert hat. Blatter, heißt es im Uefa-Hauptquartier, steht auf gutem Fuß mit Polens Verbandschef Michal Listkiewicz. Diesem besonders Affären-resistenten Zeitgenossen wollte unlängst sogar die Regierung das Handwerk legen. Doch Blatters Fifa warf sich in die Schussbahn und drohte Polen mit dem Ausschluss.

Und die Ukraine? Auch hier steht ein Mann mit filmreifer Sportvita an der Verbandsspitze. Grigorij Surkis war als Klubchef von Dynamo Kiew in einen Bestechungsfall involviert, es ging um Pelzmäntel für den Schiedsrichter gegen ein gutes Europacup-Resultat, und am En-de wurden Surkis’ Bruder und ein Vorstandsmitglied lebenslänglich gesperrt, Dynamo Kiew wurde ein Jahr von Europas Bühnen verbannt.

Diese Bewerbergemeinschaft Polen/Ukraine also ist leicht favorisiert und doch ein problematischer Kandidat, denn die Zuschauerfrage ist offen. Nur die Spielorte Warschau, Kiew und Krakau bieten ausreichend Hotels, überdies sind die Reisewege in der Ukraine lang und beschwerlich. Und dann ist da noch die polnische Hooligan-Szene, die der deutschen nicht nachsteht.

Also Ungarn/Kroatien? Diese Kombination hat in Vlatko Marcovic gleichfalls einen bizarren Strippenzieher als Verbandsobersten. Gemeinsam mit den Rivalen hat der Doppelkandidat auch die geringe Erfahrung mit großen Sportereignissen sowie die Defizite in Infrastruktur und Marketing. Dazu ein bemerkenswertes Problem: Nicht einmal die Hälfte aller Ungarn unterstützen die Bewerbung, in Kroatien ist es ein bisschen mehr.

Also doch Italien? Irritiert eigentlich nur, dass die Wahl in Cardiff stattfindet, und nicht in Schilda.

(SZ vom 18.04.2007)
KingsRoad - 18.04.2007, 20:30

Ich hätte Kroatien/UNgarn genommen, da fahren inzwischen Jahr für Jahr soviele Urlauber hin, da ist schon eine gewisse westeuropäische Struktur gegeben.
Lauren - 18.04.2007, 20:31

Wenn man hört, dass Irland und Schottland und Komplett-Skandinavien schon im Vorentscheid rausgeflogen sind, dann frag ich mich echt, was für Köpfe bei der UEFA sitzen.
Captain (hann)oi! - 18.04.2007, 20:42

naja, die haben gar nicht erst kandidiert. warum auch immer.
Concerned Hanover - 19.04.2007, 00:55

Lächerlich dieser Entschluss, absolut lächerlich. Komisch auch, dass dieser Klitschko aufeinmal als Aushängeschild mit in Cardiff war, ich dachte der ist jetzt Deutscher :roll:
Die Uefa ist ein reiner lächerlicher Sauhaufen, alles senile, gestörte Gestalten an der Macht.
Naja, scheiss was drauf. :roll:
2_Old - 19.04.2007, 07:15

Absolut nicht nachvollziehbar. Wieder Ausrichter ohne Stadien und Infrastruktur. Wie Südafrika. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die beiden Länder die Massen Fans ordentlich unterbringen und transporieren wollen.
gerne! - 19.04.2007, 08:14

Dnepropetrowsk 8)
Concerned Hanover - 19.04.2007, 09:21

2_Old hat folgendes geschrieben: Absolut nicht nachvollziehbar. Wieder Ausrichter ohne Stadien und Infrastruktur. Wie Südafrika. Ich kann mir nicht vorstellen, wie die beiden Länder die Massen Fans ordentlich unterbringen und transporieren wollen.

Genauso, ich meine 5 Jahre sind eine lange Zeit, aber es sollte zumindest eine Basisstruktur vorhanden sein. Ich nehme mal unser Land als Beispiel der WM, ich meine Stadion hatten wir ja, das Verkehrsnetz war auch vorher schon hervorragend und dann wurden neue Stadion gebaut, bzw. alte saniert usw. Wo bitte soll dass in Polen passieren, wo wird das Geld herkommen. Poland ist doch immer noch eines der ärmsten Länder in Europa. Bis vor gut 2 Jahren hatten die Polen das niedrigste Einkommen pro Kopf in Europa, man nannte sie die Chinesen Europas usw. und da soll eine Europameisterschaft stattfinden? Die Ukraine will ich gar nicht mal ansprechen, da sieht es doch nocht finsterer aus.
Bin mal gespannt wo die Gelder herkommen, wahrscheinlich aus zum Grossteil aus Deutschland, vonwegen Deutsche Unternehmer bauen die Stadion mit Polischen Arbeitskräften usw. Ganz grosses Tennis. Der Europäische Fussball ist so lächerlich geworden, mal ganz ehrlich, diese ganzen Schiebereien, Schummeleien kotzen einen richtig an.
Ich weiss zwar nicht, was in 5 Jahren ist, aber dort kriegt man mich bestimmt nicht freiwillig hin.
Einfach lächerlich diese Entscheidung und das ist nicht allgemein gegen die Polen oder Ukrainer als Volk gemeint, aber ich war in beiden Länder recht häufig in den letzten Jahren mit der Arbeit und was man da so zu sehen bekam ist schon erschreckend und wiegesagt, man kann in 5 Jahren nicht eine ganze Infrastruktur eines Landes umkrempeln, zumal die Gastgeberländer nicht gerade für ihren Wohlstand bekannt sind.
Captain (hann)oi! - 19.04.2007, 10:04

bei der extremen kommerziellen ausrichtung eines solchen turniers, haben die beiden länder natürlich noch eine menge aufzuholen.
wenn ich ehrlich bin, könnte das turnier von mir aus da auch nächsten sommer steigen. fans brauchen keine sterilen arenen, können auch in jugendherbergen oder turnhallen pennen anstatt in luxushotels und würden auch auf dem polnischen oder ukrainischen straßen- und schienennetz irgendwie von a nach b kommen. des weiteren schön mit preiswerter unterkunft und preiswerter verpflegung.
diese fussballromantik ist natürlich von einer uefa em soweit entfert wie der pluto von der sonne, aber ich bin mir zumindest bei polen sicher, dass die 2012 ihren part des turniers ausrichten können. die bekommen 20 milliarden von der eu für die infrastruktur und werden ihr bisher eher karges autobahnnetz noch weiter ausbauen. warschau, krakau, breslau und danzig sind touristisch eigentlich attraktiv genug, dass neue hotels nach der em nicht gleich wieder abgerissen werden müssen.
und auch die ukraine wird schon alles stemmen können, auch wenn dnjprpetrowsk und donezk nicht so klingen, als könnte man da nachhaltig die infrastruktur für 100.000 touristen errichten. aber hinter beiden ländern steht ja nun auch die uefa, die ja auch in der pflicht ist nach ihrer entscheidung und mit zuschüssen und anleihen ihren teil zum gelingen des turniers beitragen kann und wird.
Concerned Hanover - 19.04.2007, 10:17

Wiegesagt, alles Schiebereien, Schmiereien um EU Gelder zu bekommen und das Land auf den Vordermann zu bringen mit dem Deckblatt EM. Meistens finanziert durch Deutsche Staatsgelder. Wie immer, Deutschland zahlt und alle sind glücklich.
erwin - 19.04.2007, 10:18

Also mein Favorit wäre in jedem Fall auch Kroatien/Ungarn gewesen, auch wenn sich da kein Mensch für die EM interessiert. Aber das hätte man mit etwas Marketing und den üblichen Mätzchen ganz schnell hinbekommen.
Diese beiden Länder gehören für mich wenigstens zum zivilisierten Teil Europas. Ungarn ebenso wie Kroatien sind auch heute in großen Teilen touristisch erschlossen und bieten einen Mindeststandard für die Ausrichtung der EM (Infrastruktur!).

Polen geht entfernungsmäßig noch, aber Ukraine? Und die örtlichen Gegebenheiten haben meine Vorredner schon erwähnt.

Also ob ich da hinfahre?? :?
Captain (hann)oi! - 19.04.2007, 10:29

Concerned Hanover hat folgendes geschrieben: Wiegesagt, alles Schiebereien, Schmiereien um EU Gelder zu bekommen und das Land auf den Vordermann zu bringen mit dem Deckblatt EM. Meistens finanziert durch Deutsche Staatsgelder. Wie immer, Deutschland zahlt und alle sind glücklich.

die gelder haben sie schon längst ohne em von der eu bewilligt bekommen. da zahlen wir natürlich am meisten ein (nominal), aber wenn man die gelder pro kopf rechnet sind wir nur der zehntgrößte einzahler. wir haben eben auch über 80 millionen bürger, während das gros der eu-mitglieder 10 millionen und weniger staatsbürger hat.
AlexMcLeish - 19.04.2007, 11:00

Einen optimalen Kandidaten gab es in der Tat nicht (wenngleich ich Ungarn/Kroatien gut gefunden hätte!), man muss sich aber auch nicht über jede Entscheidung von FIFA/UEFA künstlich aufregen. WM in Deutschland war vielen zu teuer, zu viele Pseudofans, zu viel Bullenterror, Südafrika ist zu unsicher, zu weit weg, hat eine zu schlechte Infrastruktur, bei einer Vergabe der EM nach Italien hätten hier doch auch fast alle gemeckert, Korruption usw.

Ich halte jedenfalls gar nichts vom neuen Trend, Turniere in zwei Ländern abzuhalten. Andererseits könnte es 2012 eine EM geben, bei der man leichter an Tickets kommt, zumal die Kapazitäten der Stadien ganz gut klingen (75.000 in Kiev, 70.000 beim Neubau in Warschau). Dagegen sind Schweiz und Österreich der absolute Witz mit ihren der Bayarena ähnelnden Zweitligastadien.
Jenenser - 19.04.2007, 15:38

ich verstehe gar nicht warum man sich hier so aufregt?! Hauptsache ist doch das die Italiener es nicht bekommen haben. Das wäre der blanke Hohn gewesen...
Mit Polen und Ukraine sehe ich gar nicht so schwarz...nette Damen, billiges Gesöff, abgefahrenes Nachtleben.... mal was anderes als diese geschnickelten westeuropäischen Städte.
Ausserdem ist Polen nun mal nicht soweit weg wie z.B. Portugal vor drei Jahren...
(zumindest für mich :D )
BBC - 19.04.2007, 15:44

Jenenser hat folgendes geschrieben: ich verstehe gar nicht warum man sich hier so aufregt?! Hauptsache ist doch das die Italiener es nicht bekommen haben. Das wäre der blanke Hohn gewesen...
Mit Polen und Ukraine sehe ich gar nicht so schwarz...nette Damen, billiges Gesöff, abgefahrenes Nachtleben.... mal was anderes als diese geschnickelten westeuropäischen Städte.
Ausserdem ist Polen nun mal nicht soweit weg wie z.B. Portugal vor drei Jahren...
(zumindest für mich :D )

Seh ich ähnlich. Deshalb versteh ich auch die Bedenken wegen der mangelnden Infrastruktur nicht ganz.
Lieber ne gefährliche Abenteuerreise mit hohem Spassfaktor als eine steril durchgeplante Kommerzveranstaltung! :!:
Mr. Casual - 19.04.2007, 15:51

Na wenn sich die richtigen Länder qualifizieren könnte es doch bei einigen Spielen ganz lustig werden.....na mal abwarten wie das Sicherheitskonzept bis dahin aussieht.
Knochenjäger - 19.04.2007, 16:19

bin eigentlich auch sehr zufrieden.

Hauptsache nicht Italien.

Zu dem üblichen Geschiebe brauch man ja nix mehr zu sagen.

Oder muss man sich gerade da Gedanken machen, dass die ordentlich manipulierenden Italiener wohl nicht genug Geld hatten um sich die EM zu kaufen ?

Abenteuerurlaub im Osten ... was will man mehr.

Viel mehr würde mich allerdings mal interessieren wer von euch tatsächlich schonmal in der Ukraine war.


Ich war geschäftlich 3 Tage dort.
Kiev hat einiges zu bieten !!

Was aus den anderen Städten gemacht wird .... abwarten
MrD - 19.04.2007, 16:20

Jenenser hat folgendes geschrieben: ich verstehe gar nicht warum man sich hier so aufregt?! Hauptsache ist doch das die Italiener es nicht bekommen haben. Das wäre der blanke Hohn gewesen...
Mit Polen und Ukraine sehe ich gar nicht so schwarz...nette Damen, billiges Gesöff, abgefahrenes Nachtleben.... mal was anderes als diese geschnickelten westeuropäischen Städte.
Ausserdem ist Polen nun mal nicht soweit weg wie z.B. Portugal vor drei Jahren...
(zumindest für mich :D )
so sieht's aus.

wenn ich die kommentare hier so lese, dann wundere ich mich wirklich, wieso ich hier ständig was von "wladiwostok wär' ein geiles los" in bezug auf europapokal-auslosungen lese..
Jenenser - 19.04.2007, 16:47

Dazu möcht ich behaupten das Danzig, Warschau und Kiew schon alleine absolut geile Städte sind....
Prag hat hier doch auch einigen gefallen oder? :wink:
2_Old - 19.04.2007, 18:01

Ich habe nochmal nachgedacht. Für die Jungen unter Euch ist das eigentlich eine Tour, die man machen muss. Ist doch was anderes als nach Turin zu gondeln, in einer langweiligen Arena einen trüben Kick anzuschauen und wieder nach Hause oder an den Gardasee zu fahren.

Da hört sich die Ukraine schon mehr nach Abenteuer an - und die Engländer? - die kommen trotzdem. :wink:
strongbow - 19.04.2007, 19:01

Das sind doch gerade die Fahrten in diese Länder, die Spass machen und Abenteuer mit sich bringen; wenn man denn darf :roll: Was will man denn mehr?
virulent - 19.04.2007, 19:08

Wunderbar! Was will man mehr? :D
Und Italien versteht die Welt nicht mehr. Göttlich!
Fritz Honka - 19.04.2007, 20:35

Statt Adria und Plattensee nun also das Schwarze Meer und die Ostsee.
Man darf gespannt sein, was die beiden Ländern in den kommenden 5
Jahren bewegt kriegen. Die Entfernungen sind natürlich der Hammer,
kein Vergleich zu Deutschland, Schweden, England, Belgien/Holland und
Portugal. Für die Logistiker und Strategen unter uns natürlich ein Traum.
Anonymous - 19.04.2007, 22:55

strongbow hat folgendes geschrieben: wenn man denn darf :roll:
:?
highdelberg - 19.04.2007, 23:13

3 monate vorher läuft mein gs-eintrag ab.

da wird bestimmt nichts dazwischen kommen... :? :roll:
6655321 - 19.04.2007, 23:17

highdelberg hat folgendes geschrieben: 3 monate vorher läuft mein gs-eintrag ab.

da wird bestimmt nichts dazwischen kommen... :? :roll:

2012 wird man über nen GS Eintrag nur noch lachen, wenn man seine elektronische Fußfessel betrachtet...
red star bgd - 20.04.2007, 10:01

BBC hat folgendes geschrieben: Jenenser hat folgendes geschrieben: ich verstehe gar nicht warum man sich hier so aufregt?! Hauptsache ist doch das die Italiener es nicht bekommen haben. Das wäre der blanke Hohn gewesen...
Mit Polen und Ukraine sehe ich gar nicht so schwarz...nette Damen, billiges Gesöff, abgefahrenes Nachtleben.... mal was anderes als diese geschnickelten westeuropäischen Städte.
Ausserdem ist Polen nun mal nicht soweit weg wie z.B. Portugal vor drei Jahren...
(zumindest für mich :D )

Seh ich ähnlich. Deshalb versteh ich auch die Bedenken wegen der mangelnden Infrastruktur nicht ganz.
Lieber ne gefährliche Abenteuerreise mit hohem Spassfaktor als eine steril durchgeplante Kommerzveranstaltung! :!: ICh denke mal das bis dahin sich diverse Fluggesellschaften auch was winfallen lassen werden. Ab DO fliegen ja bereits einige Gesellschaften nach Polen. Wie es mit der Ukraine aussihet weiss ich nicht. Ob es bis dahin billig bleibt, was das trinken und sonstiges angeht, weiss ich nicht. Höre nur das es immer teuerer wird in Polen, seit dem die in der EU sind! Italien hat es wenn man es so sieht nicht verdient!
Jenenser - 20.04.2007, 11:04

Eben, da wird sich zwecks Billigflügen bestimmt einiges tun. Oder man fährt mitn Zug rüber, das soll auch ne interessante Fahrt sein...
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