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Anni-Bunny - 18.03.2007, 19:41
Neues Album, neue Liebe [abgeschlossen]
Neues Album, neue Liebe

Autorinnen: Paige 13 (Hanna), Anni-Bunny (Anne)
Genre: Romanze
Hauptpersonen: Gustav, Georg
Rating: PG-12 [Slash]
Warnungen: siehe Rating und Genre, GuxGe
Disclaimer: Keine der Personen gehört uns, wir verdienen mit dieser FF kein Geld und es entspringt alles unserer Fantasie.
Claimer: Unsere Idee und Umsetzung.
Summary: TH arbeiten am 2.Album - und Gustav hat ein "kleines" Problem. Er liebt Georg und es fällt ihm immer schwerer, das zu verheimlichen. Wie wird Georg reagieren, wenn er es herausfindet? Fühlt er das Gleiche?

Diese FF habe ich mit meiner Freundin Hanna, die hier allerdings nicht angemeldet ist, geschrieben. Sie schreibt aus Gustis Sicht und ich aus Georgs.
Die FF ist bald beendet und ich werde die Kapitel nur hochladen.
Ihre werdet ihr immer in Dunkelblau und meine in Lila (Indigo ;3) zu lesen bekommen.
Beginnen wird es mit einem Kapitel von mir. (Sorry, für meinen schlechten Stil...damals war alles anders. xD)

Ich wünsche viel Spaß dabei.^^

Dat Bunny
=3
______________


Georg

Und noch mal die Melodie...zum wievielten Mal heute? Aber gut, solange wir dann einen schönen neuen Song fertig haben. Wir arbeiten nämlich gerade an unserem zweiten Album. Zwar haben wir schon viele Ideen, wie es aussehen soll, welche Lieder darauf kommen, aber doch noch keinen Titel...
Und solange niemanden was eingefallen ist sollen wir doch bitte "unsere musikalischen Künste perfektionieren", wie Pat vorhin meinte. Das heißt im Klartext: Songs proben und einspielen.
"Das war so, wie ich's mir vorgestellt hab!", lächelt Bill. Hö? Worum ging's denn? Ich sehe ihn fragend an.
"Ihr habt perfekt zusammen gespielt.", antwortet er auf meinen Blick hin und zeigt zu Gustav. Ach so...ich lächle dann auch zu unserem Drummer. Wir sind eben ein eingespieltes Team.
"Wir beide sind halt ein tolles Team, stimmt's?", lacht er mir zu. Oh wow, zwei Dumme, ein Gedanke!? Ich nicke grinsend.
"Na klasse...dann könnt ihr ja auch zusammen hier aufräumen!", lacht uns David entgegen. Was soll das jetzt? Sind wir vielleicht an der ganzen Sauerei (das heißt leere Pizza-Kartons, zerknüllte Zettel mit Noten etc, halb ausgetrunkene Flaschen und auch Klamotten) im Studio schuld?
"Warum?", fragt nun Gustav gespielt vorwurfsvoll.
"Wir können hier sonst nicht wirklich gut arbeiten, meint ihr nicht?!", antwortet David mit hochgezogenen Augenbrauen und zeigt auf den zugemüllten Boden. Gustav steht auf und gesellt sich neben mich.
"Wie ein Feldwebel...", flüstert er mir zu, ich grinse fies. "Hab ich gehört.", ruft David, der gerade wieder aus unserem Aufnahmeraum gehen will. "Solltest du auch!"
"Jaja...und jetzt räumt auf, ihr beiden."
Und dann sehen wir etwas beleidigt zu Bill, der uns frech wie immer seine Zunge rausstreckt.
Wir beide zeigen ihm gleichzeitig den Finger.
"Und Tom und du, Bill, ihr werdet natürlich mithelfen...", lacht David. Er hält gerne mal zu uns. Allerdings ist er dennoch sehr gerecht...meistens. Wir strecken nun Bill die Zunge raus. Er schnauft und nimmt sich eine Mülltüte. Die haben wir jetzt immer hier rumliegen, da unsere lieben Produzenten es einfach nicht ersehen können, wie wir im Dreck versinken...sie übertreiben maßlos.
Ich selber hole nun die Rolle, wo die Tüten aufgewickelt sind und schmeiße sie kurz Gustav zu, der wie immer gekonnt fängt, sich eine abreißt und sie zurück zu mir wirft. Dieses "Zuspiel" sind wir schon gewohnt.
Man könnte denken, wir leben supergut und sorgenfrei, aber unsere Crew beweißt uns dann doch jeden Tag auf's Neue das Gegenteil...
Ich bin wieder in meine pessimistischen Gedanken versunken, als Tom den Raum betritt.
Wortlos drückt ihm sein Zwilling eine Mülltüte in die Hände.
"Was geht'n hier ab?", fragt er erst erstaunt. "Die Putzteufel...", lacht Gustav. Ich stimme mit ein.
"Oh nein, schon wieder Saubermachen?", meint dann unser Gitarrist theatralisch und muss schließlich mit uns lachen. Nur Bill sammelt weiter still und unberührt die Schachteln unserer Pizzen auf, bis wir alle grinsend auf ihn zugehen.
"Was soll das?", fragt er, ich lege ihm die Hände auf die Schultern, die anderen nehmen je eine seiner Hände.
"Nein! Nicht wieder das! Kein Mülleimer!", lacht er. Es stimmt, als er mal, es ist schon eine Weile her, total mies drauf war, haben wir ihn in einen Mülleimer gesetzt...und in letzter Zeit tun wir oft so, als wollten wir das wiederholen.
Aber gut, sobald er bessere Laune bekommt lassen wir von ihm ab, wie auch jetzt. Dann lachen wir alle.
Doch, doch...damals war es echt lustig...
"Hey, weitermachen Jungs!", sagt David sarkastisch und lehnt dabei entspannt am Türrahmen. "Und ihr sitzt faul da rum und trinkt in Ruhe euren Kaffee!?", kommen wir ihm entgegen.
"Tja...wer sich so oft verspielt, der braucht eben jemanden, der wieder alles richtig vertont und mischt, wa!?", lacht er und wir alle werfen ihm die zerknüllten Zettel entgegen. Er duckt und verzieht sich schnell.
Puh...wir sind so gut wie fertig und haben danach endlich mal Pause. Nur noch eins bis zwei Songs, dann ist gut.
"Okay, jetzt Gitarrensolo, dann steigen Bass und Drums gleichzeitig ein.", gibt uns Pat die Anweisung von draußen. "Aber ihr wisst’s ja."
Allerdings...also beginnt Tom zu spielen. Hört sich echt gut an. Neue Songs bedeuten eh immer Freude. Kurz darauf kommt Gustavs und mein Einstieg, wie immer passt alles perfekt zusammen. Ich grinse ihm zu.
Ist schon so ein Zeichen, dass da nachher wieder Eigenlob kommen wird. Tja, wir mögen uns eben. Und unsere geliebten Zwillinge werden uns aufziehen wie immer...genau daran scheint mein Mitspieler auch zu denken und grinst jetzt fröhlich frech.
Ich grinse breiter und versuche, mir mal ein kurzes Lachen zu verkeifen, dass würde nur alle hier irritieren.
Und dann singt Bill ins Lied hinein. Klingt ja schön, mann oh mann...Wir sind echt klasse, auch wenn das jetzt vielleicht etwas abgehoben klingt. Bei uns stimmt gerade alles...und ich bin glücklich. Das will was heißen!
Wieder sehe ich zu Gustav, heute haben wir glaube ich echt so unsere Macken damit. Aber es liegt vielleicht auch daran, dass Tom grade zu Bill sieht. Die werden sich sicher wieder irgendwas Fieses für uns ausdenken, irgendwelche tollen Sprüche...
Gustav grinst nun wieder und dann sehen wir uns nur an, spielen weiter. Hm...in letzter Zeit kommt es mir so vor, als spalte sich da etwas heraus. Je zwei von uns verstehen sich echt gut. Ach was, sicher nur so ein Gedanke, der mir Sorgen machen soll, das kenne ich schon.
Aber trotzdem stimmt er mich nachdenklich. Ich sehe immer noch in die Augen unseres Drummers. Bin wohl total in Gedanken versunken, da ich auf einmal merke, dass Tom nicht mehr spielt.
"Oh...", flüstere ich. Was denn nun? Hab ich was verpasst? Denn Gustav spielt ja auch noch...
"Hallo? Drummsolo!", ruft mich Bill wieder zurück in die Realität. "Upps..." Ich höre auf zu spielen. Hab ja wirklich nichts mitbekommen. Jetzt können wir sicher noch mal alles einspielen. Bills Rufe können wir noch rausnehmen, aber das Solo kriegen wir nicht noch mal so hin.
Ich sehe alle entschuldigend an. Aber Gustav spielt noch zu Ende.
"Sorry Jungs, ich war irgendwie abgelenkt...", will ich mich schließlich entschuldigen.
"Super! So nehmen wir das!", kündigt aber Pat plötzlich an und ich sehe überrascht zu ihm.
Unsere Crew grinst uns zu. Was ist jetzt kaputt? Ich würde glatt meinen, dass ich mich verspielt habe freut sie.
"So könnt ihr das jetzt immer spielen.", meint dann David. Meine Bandmitglieder stimmen zu. Mir ist das eigentlich egal...fragend sehe ich zu Gustav.
"Klasse Georg!", sagt er und lächelt gutgelaunt. Na okay, dann ist ja alle super...
Obwohl es ziemlich komisch ist...so habe ich mich noch nie bei Bassspielen ablenken lassen...

Es ist Abend, ziemlich spät schon. Ich habe mich auf die Dachterrasse verzogen, mache ich mittlerweile öfters. Ist ja auch echt schön hier oben, dass Studio an sich ist toll. Größer als unser Letztes. Und auch endlich für jeden ein Bett in je einem eigenen Zimmer.
Unsere Leute wohnen in einem kleinen Hotel in der Nähe, dass heißt, dass wir von abends bis morgens allein sein können. Leider bekommen sie ja mit, wenn wir länger aufbleiben...
Seufzend sehe ich in den Himmel. Heute sind ein paar Wolken, aber sonst nur Sterne zu sehen. Noch ist es hell genug, dass die Straßenlaternen unten nicht ganz erleuchtet sind. Und am Horizont sieht man noch ein paar orange und rote Streifen. Total schön eben.
Ich muss mich eigentlich langsam auf den Weg in mein Zimmer machen, oder zumindest in unseren Wohnraum. Sozusagen Küche und Wohnzimmer in einem. Aber irgendwie ist es doch zu schön hier.
Jaja, morgen werden sie es mir alle ansehen, aber das ist es gerade wert. Denn ich denke nach. Hier gehe ich sehr viel hin, um nachzudenken. Hier habe ich meine Ruhe. Ich sitze am Rand des Hauses, kann meine Beine ausstrecken, weil das Dach eben ist. Meinen Oberkörper habe ich auf meine Arme gestützt, die hinter mir ausgesteckt sind. Mein Kopf liegt auf meinen Schultern.
Und wieder seufze ich. Ist einfach zu schön. Also irgendwie falsch...
Tja, meine Gedanken drehen sich eben um jede Kleinigkeit. Ich möchte einmal mit jemandem ernsthaft über alles reden. Was alles? Na alles, was uns passiert ist, bis wo wir es geschafft haben, was uns erwartet.
Ich hoffe sehr, dass unser neues Album auch den Durchbruch schaffen wird. Aber was mache ich mir Gedanken, wir machen ja doch nur Musik. Nur...
Ich atme tief ein. Gute Luft hier oben, man kann einen klaren Kopf kriegen. So würden vielleicht auch mal die anderen Jungs ernster reden wollen. Denn so machen sie ja nur Späße. Ich kann nicht mit Tom reden, mit ihm labere ich lieber über unsere Konzerte, die Mädels und so was...
Und Bill, ja der hat entweder supergute Laune, wo er bitte nicht über solche Dinge quatschen will, oder aber er erzählt pausenlos. Und dann kann es auch sein, dass er sehr schlecht gelaunt ist. Da trete ich ihm nicht zu nahe.
Zu aller letzt könnte ich mich mit Gustav unterhalten. Nur ist es halt in letzter Zeit etwas anders...wir hängen zuviel zusammen rum. Keine Ahnung, ob das wirklich schlimm ist, aber ich möchte unsere Zwillinge nicht vernachlässigen.
Trotzdem werde ich Gustav wohl doch mal mit hierher nehmen, ihm mal alles erzählen, mich einfach nett unterhalten eben. Aber damit warte ich, bis wir mit unserer Arbeit weiter sind, alles weniger stressig abläuft, wir mal mehr Zeit für uns vier haben. Wird das beste sein...
Und wieder seufze ich, zum einen erleichtert, zum anderen schon richtig ungeduldig, über was wir reden werden. Ich freue mich schon...

[R&R pls!]
geLogeN - 20.03.2007, 16:23

Gustav & Georg? Hmm..jah, das mag ich mal lesen :)
+anfang+


awww x3 das is toll, toll...
hab so lang nix gelesen und nu hab ich mal alles nachgeholt und bekomm auch noch gleich was neues..und dann so toll..
aber alles was iwie von dir is, is ja toll. möp.
xXNamidaXx - 21.03.2007, 15:45

^find ish au tolli <3
Leela - 23.03.2007, 22:57

ai das hört sich toll an......*les*
ja wirklich ok alle sklar wird weitergelesen :-D
super idee
Anni-Bunny - 24.03.2007, 18:13

Hey Leute.^^ Endlich kann ich wieder on kommen - mein PC war nämlich kaputt...
Eigentlich hätte es das erst morgen gegeben, aber da bin ich auf der Buchmesse in Leipzig. :D
Also bekommt ihr es heute. (ABER: Diesmal ist es von meiner Freundin.)
Danke auch noch mal für die lieben Kommis! Wir freuen uns da immer drüber.^^

Dat Bunny
=3
___________________


Gustav

Ich liege, wie fast jeden Abend, wach im Bett - und es ist bereits nach Mitternacht. Eigentlich sollten wir alle schon schlafen, wir müssen ja morgens immer um 9 Uhr fertig sein und ich frühstücke – im Gegensatz zu den anderen drei – ganz gerne in Ruhe.
Warum ich also noch wach bin? Ich weiß es nicht sicher, ich habe bloß Vermutungen, und die sind auch nur vage… zumindest bin ich mir nicht sicher, ob es an dieser Sache liegt, dass ich nicht schlafen kann.
Ich bin nach dem gemeinsamen Abendessen direkt in mein Zimmer gegangen, wie immer. Ich kann meine fröhliche Fassade nicht immer aufrechterhalten. Die Jungs, vor allem Georg, dürfen auf keinen Fall erfahren, dass ich nicht so glücklich bin, wie ich immer scheine und vor allem der Grund dafür darf auf keinen Fall bekannt werden.
Jedenfalls habe ich so gegen halb 10 gehört, wie die Twins in ihre Zimmer verschwunden sind. Sie müssen dabei nämlich bei mir vorbei. Aber von Georg habe ich noch immer nichts gehört, obwohl er meistens mit oder kurz nach den Twins in sein Zimmer geht. Das ist irgendwie seltsam.
Ich krabbele aus meinem Bett und tapse, nur in Shorts und T-Shirt, in unsere Wohnzimmer-Küche. Doch dort ist Georg nicht. Ich sehe in sein Zimmer, in die Zimmer der Twins, auch ins Bad – überall Fehlanzeige.
Mir fällt bloß noch die Dachterrasse ein; er wird ja wohl nicht raus gegangen sein, ohne uns Bescheid zu sagen. Da ist es noch wahrscheinlicher, dass er auf dem Dach ist, auch wenn ich nicht weiß, was er um diese Uhrzeit da machen sollte.
Ich gehe also rauf und sehe mich suchend um. Dahinten! Da liegt er ja! Warum liegt Georg da?
Ich laufe schnell herüber. Georg liegt auf dem Bauch, die Beine von sich gestreckt, den Kopf auf die verschränkten Arme gelegt. Ich lege meine Hand auf seinen Rücken. Sein Rücken hebt und senkt sich regelmäßig. Aber er ist total kalt. Kein Wunder, es ist ja auch kalt hier draußen mitten in der Nacht. Noch dazu ist es windig und ich weiß nicht, wie lange er schon hier ist. Was bin ich froh, dass ihm nichts Schlimmeres passiert zu sein scheint.
Schnell nehme ich Georg auf meine Arme und trage ihn in sein Zimmer. Will ja nicht, dass er noch krank wird oder sich erkältet oder so. Ich weiß, ich bin nicht der Größte, doch ich bin immerhin stark genug, um Georg oder auch David tragen zu können. Die Twins eh, so leicht wie die sind.
Georg schläft anscheinend tief und fest. Also lege ich ihn in sein Bett – natürlich nachdem ich ihn bis auf die Unterwäsche ausgezogen habe, man schläft ja nicht vollkommen angezogen.
Ich kenne seinen Körper zwar schon lange, aber ich bin im Moment – eigentlich schon seit einiger Zeit – so anfällig für ihn, dass ich daraufhin gleich aus seinem Zimmer eile, vorsichtig die Türe zumache, damit er nicht doch noch aufwacht, und dann schnell in unser Bad husche. Mein kleines Problem will gelöst werden… Unter der kalten Dusche denke ich – wieder einmal – darüber nach, wie alles angefangen hat.
Vor schon fast einem Jahr hatte ich noch eine Freundin; war glücklich mit ihr. Doch schon da meinte sie, ich würde zuviel Zeit für Musik und meine Kumpels und Bandproben und zuwenig für sie benutzen. Dann kam der lang ersehnte Durchbruch; wir waren viel unterwegs, ich verbrachte meine Zeit fast nur noch mit Musik und Bill, Tom und Georg. Ich hatte fast nie mehr Zeit für sie. Auch meine Gefühle für sie verschwanden. Damals wusste ich nicht warum, heute schon: Ich verliebte mich, langsam aber sicher, in Georg.
Noch bevor ich das wusste, machte ich Schluss mit meiner inzwischen Ex-Freundin und begann, nachzudenken, warum ich sie auf einmal nicht mehr liebte. Wir waren so glücklich gewesen. Bloß an Zeitmangel konnte es einfach nicht liegen.
Ich war ja schon immer ein Mensch, der zu dem Spruch passt „Stille Wasser sind tief.“, doch nachdem ich mir eingestand, dass ich mich in Georg verliebt hatte, wurde ich noch stiller. Auch die ganzen Späße, die ich mit den Jungs mache, sind nur noch gespielt, ich halte eine Fassade. Immer, wenn ich alleine bin, bricht sie zusammen, da ich einfach nicht die mentale Kraft habe, immerzu fröhlich zu spielen, wenn ich eigentlich am liebsten den ganzen Tag weinen würde.
Aber warum musste es ausgerechnet Georg sein? Georg, der jede Nacht mit Tom durch die Clubs ziehen würde, wenn er es dürfte, beziehungsweise, wenn’s die Produzenten nicht verboten hätten.
Ich steige aus der Dusche. Problem beseitigt. Meine Gedanken wandern wieder zu Georg. Was hat er da auf dem Dach gemacht? Vielleicht frage ich ihn morgen einfach mal. Mit dem Gedanken lege ich mich dann – abgetrocknet und in Shorts und T-Shirt – in mein Bett.

7:30 Uhr… und ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Ich habe meine Gedanken schweifen lassen und auch geweint, weil es einfach aussichtslos ist.
Wenn wir nicht die Band hätten, würde ich einfach gehen; versuchen, Georg nicht mehr begegnen zu müssen, versuchen ihn zu vergessen. Aber der Band zuliebe stecke ich das zurück. Ich kann nicht einfach die anderen drei im Stich lassen.
Im Moment schlafen diese drei noch, wie immer halt. Tom und Georg stehen eigentlich erst auf, wenn wir noch 10 Minuten bis zum Fertigsein-Zeitpunkt haben. Bill stehe ein bisschen früher auf, aber auch bloß, weil sein Styling länger dauert.
Auch wenn ich todmüde bin und am liebsten eine Runde schlafen würde, kämpfe ich mich aus dem Bett. Es bringt ja eh nichts, jetzt noch mal versuchen zu schlafen… Klappt eh nicht, keine Chance.
In aller Seelenruhe ziehe ich mich an. Dunkelblaue Jeans und schwarzes Poloshirt. Auch wenn es ziemlich warm ist darin, mag ich im Moment die dunklen Sachen lieber. Ich denke, ich könnte jetzt nicht in beiger kurzer Hose und weißem Shirt rumlaufen. Es passt einfach nicht zu meinem momentanen Gefühlszustand. Trauer wegen einer aussichtslosen Liebe.
Ich laufe langsam in die Küche, reibe mir nebenbei immer wieder über die Augen um die Müdigkeit zu verscheuchen. Ich decke für uns alle vier den Tisch; auch wenn die anderen drei eher selten frühstücken; ich decke jeden Tag wieder. Es könnte ja sein, dass sie doch noch mal kommen. Wie man so schön sagt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Ich stelle Teller, Gläser und Besteck hin, dazu hole ich die Semmeln, die wir jeden Morgen geliefert bekommen, und die Brotaufstriche – sprich: Marmelade, Nutella, etc. Ich beschließe, noch ein bisschen zu warten; um halb acht müssen die drei echt noch nicht wach sein. So Langschläfer, wie die sind.
Ich lasse mich aufs Sofa plumpsen und schalte den Fernseher an. Ich zappe durch alle Kanäle, doch es läuft nichts Gescheites. Bei Viva bleibe ich schließlich hängen… „Boybands vs. Girlbands“. Na ja, wenn ihnen nichts anderes einfällt… Aber immerhin Musik.
Gerade verklingen die letzten Töne des Liedes. Auf dem Bildschirm erscheint eine schwarze Kerze. Das ist ja von uns! „Durch den Monsun“…Das ist ja schon ewig her… Damals hatte ich mir noch nicht meine Verliebtheit in Georg eingestanden. Aber ich war schon verknallt. Ich lasse es laufen.
Wie wir da noch aussahen. Bill mit seiner Mangafrisur, Georg mit Locken…. Ich verstehe nicht, wieso er sie immer wieder raus macht, ich finde sie eigentlich total süß. Aber das kann ich ihm ja schlecht sagen.
Oh mein Gott! Georg – da, wo er klitschnass ist, sieht er so heiß aus! Sein Körper ist echt ein Traum…
Schon wieder versinke ich in trübsinnigen Gedanken. Wieso Georg?
Auf einmal holt mich lautes Geräusch aus meinen Gedanken. Ich drehe mich um und sehe Bill, der anscheinend gerade im Vorbeigehen ein Messer vom Tisch gefegt hat. Warum ist er denn schon wach?
Er kommt zu mir und setzt sich neben mich. Dann schaut er mich besorgt an und fragt: „Gustav, was ist denn los?“
Scheiße! Ich habe meine Fassade vergessen! Auch daran, dass er mich nicht mit Spitznamen anspricht, erkenne ich, dass er echt zu viel bemerkt hat. Was mache ich denn jetzt? Kurz denke ich über eine Ausrede nach, doch in Bills Gegenwart kann ich keine Fassade hochziehen und so ohne merkt er es garantiert sofort, wenn ich ihn anlüge. Also muss die Wahrheit raus. Ich bin jetzt zu müde um mir Gedanken über eine Teilwahrheit zu machen.
Vielleicht tut es ja auch ganz gut, mich jemandem anzuvertrauen. Und bei Bill kann ich noch am ehesten auf eine positive Reaktion hoffen. Na dann, Augen zu und durch.
Während ich den Fernseher abschalte, merke ich, wie Bill mich weiterhin besorgt mustert. Ich seufze. Das wird nicht leicht jetzt.
„Okay, Bill, kann ich mit dir reden? Aber du musst mir versprechen, nicht auszurasten und auch auf keinen Fall Tom oder Georg etwas zu verraten.“
Bill nickt. „Okay, versprochen. Muss ja was sehr Wichtiges sein. Komm, gehen wir in dein Zimmer; da kann schlechter wer reinplatzen.“
Also gehen wir in mein Zimmer und setzen uns auf mein Bett. Bill lächelt aufmunternd.
„Na, dann fang mal an.“
Ich nicke, schlucke noch einmal, kratze meinen gesamten Mut zusammen und beginne zu erzählen. Alles, von Anfang an. Noch von der Zeit mit meiner damaligen Freundin, über die Trennung und dass ich mich in Georg verliebt habe. Ich habe den Kopf gesenkt, betrachte meine Bettdecke, als hätte ich sie noch nie gesehen und warte darauf, dass Bill ausrastet. Wie kann ich mich nur in Georg verlieben und so weiter. Doch nichts geschieht. Vorsichtig blicke ich auf.
Bill lächelt. Er LÄCHELT?! Wie kann er bei so etwas LÄCHELN? Das ist verdammt ernst! Als Bill meinen empörten Blick sieht, sagt er:
„Sorry, dass ich jetzt grinsen muss, das ist bloß, weil ich mir Liebeskummer schon gedacht hatte, weil du in deinen Augen immer traurig bist und sie pure Sehnsucht zeigen. Und ich dachte, du hättest dich irgendwie mit Georg gestritten, weil du einfach dauernd zu ihm geschaut hast. So ähnlich ist es jetzt ja auch. Danke, dass du dich mir anvertraut hast. Versuch, nicht zu viel darüber nachzudenken. Außerdem glaube ich nicht, dass es ganz so aussichtslos ist, wie du denkst.“ Dann lächelt Bill geheimnisvoll und bevor ich fragen kann, was er meint, ist er auch schon verschwunden. Vermutlich in sein Zimmer, denn er war vorhin noch im Schlafzeug.
Ich gehe langsam zurück zum Esstisch. Ich bin froh, dass ich mich Bill anvertraut habe. Jetzt kann meine Fassade auch manchmal etwas abgeschwächt sein, denn es ist Bill, der am meisten schaut, wie es den anderen so geht. Auch wenn wir im Moment mehr zwei Zweiergruppen als eine Vierergruppe sind. Zum Glück hat Bill mein Schwul- oder Bi-sein so gut aufgenommen. Auch meine Verliebtheit in ausgerechnet Georg hat ihn nicht gestört.
Langsam macht sich meine Müdigkeit deutlich bemerkbar und ich muss gähnen. Dann sinkt mein Kopf auf den Tisch und ich schlafe ein.

[R&R pls!]
Leela - 24.03.2007, 18:19

hihi*grins*
woe süß.also ich meinich kann Gustavs gedanken udn zweifel ja durchaus verstehen aber trotzdems o süß.vor allem die vorstelluhg er trägt georg
hach herrlich<3
und ich find ein gespräch, wen auch nur mit bill tut ihm sicher gut und dann wird das iwie sicher
schön geschrieben
lg
geLogeN - 24.03.2007, 21:08

OMG..mir gehts grad total mies und dann les ich auch noch was, wos Gustav nich gut geht..oh jee...
Aber...aww x3 das is ja so süß, das gibts gar nich...
Ich finde, ihr lasst euch gaaaar keine Zeit und schreibt sofort weiter =D


achja..aber was ich mich gefragt hab is...ob gustav georg echt ohne probleme tragen könnte und natürlich, ohne dass der dann aufwacht xD
xXNamidaXx - 25.03.2007, 14:28

total knuffig wie bill reagiert hat <3
so ne reaktion kann man sich
in der situation echt nur wünschen
is ja nicht immer so :'(
supi geil geschrieben <3
xXNamidaXx - 25.03.2007, 14:28

total knuffig wie bill reagiert hat <3
so ne reaktion kann man sich
in der situation echt nur wünschen
is ja nicht immer so :'(
supi geil geschrieben <3
Anni-Bunny - 01.04.2007, 14:55

Tagchen Leute.^^ Heute gibt es mal kein Kapitel...nee, Scherz.
April April. xDD :D (Das musste raus.)

Habe mich sehr über eure Kommis gefreut und komme auch gleich mal zur Beantwortung der mir wichtigsten Frage:

Kann Gustav Georg tragen?
Und die Antwort lautet JA, kann er, allerdings wohl kaum so lange und so weit. *lach* Aber damals hat Hanna das einfach mal so geschrieben und wir befanden es für gut. Außerdem ist es ja auch nicht so gravierend und vor allem irgendwie...niedlich. :cute:
Und wieso Georg net wach wird; der hat eben 'nen tiefen Schlaf. :roll:

Ich hoffe, das reicht als Beantwortung.
Wünsche euch nun viel Spaß beim Lesen! :3nod:
______________________


Georg

Brrr~ ist das kalt. Was ist denn los? Bin ich etwa auf dem Dach eingeschlafen? Das wird's sein...
Schell ziehe ich mir die Decke bin an die Nase. Warte mal...Decke?
Sehr unwahrscheinlich, dass es auf einem Dach so etwas geben soll. Ich gähne und setze mich langsam auf.
Wieso bin ich in meinem Bett? Wie ich wohl hierher gekommen bin...mich muss jemand hergebracht haben. Aber gestern waren doch schon alle im Bett, als ich dort oben saß und gegrübelt habe, wenn ich mich nicht irre...
Na ja, immerhin bin ich jetzt hier und nicht vom Dach gefallen.
Wie spät ist es eigentlich? Doch noch etwas verpennt sehe ich auf meinen Wecker. Grade mal 8.05 Uhr. Ungewohnt früh.
Da kann ich ja sicher sein, dass die anderen noch schlafen. Na ja, unsere Zwillinge auf jeden Fall...
Nochmals gähnend steige ich aus meinem gemütlichen Bett und strecke mich. Sehe an mir herunter. Ausgezogen bis auf die Shorts hat mich auch jemand. Wenigstens die trage ich noch. Zum Glück.
Mein erster Gang geht ins Bad, wo ich mich munter mache. Kaltes Wasser ins Gesicht. Bah, wirklich kalt! Dann erleichtere ich mich noch mal und gehe wieder hinaus, bis in unsere Wohnküche.
Hier riecht es ja schon nach Frühstück, wie lecker! Ich gehe leise in Richtung Tisch. Da sitzt Gustav.
Ich meine nur leise "Moin!", doch er hört nicht. Langsam gehe ich auf ihn zu und beuge mich zu ihm runter. Er schläft. Das ich das noch erleben darf: Scheinbar übermüdet sitzt da der einzige Frühaufsteher von uns Vieren. Vorsichtig lege ich ihm die Hand auf den Rücken, woraufhin er sofort hochschreckt.
Er dreht sich zu mir um, sieht erschrocken hoch.
Ich lächle ihn an: "Bist du hier eingepennt, weil dich das Tischdecken überanstrengt hat?" Er wird rot und nickt. Schon klar...
"Guten Morgen erstmal.", meine ich dann und setze mich an den Tisch, wie immer an meinen Platz; ihm gegenüber.
"Äh...Morg'n.", nuschelt er, scheint nachzudenken und sieht mich dann etwas überrascht an. "Wieso bist du schon wach?", kommt es von ihm...leise.
Ich zucke mit den Schultern. "Mir war halt kalt und da konnte ich nicht mehr pennen. Und du? Etwa die Nacht durchzecht!?"
Grinsend nehme ich mir ein Brötchen, schneide es auf und lege es noch einmal zur Seite. Noch ziemlich heiß.
"Ich hab kein Auge zumachen können.", seufzt er, aber dann schreckt er wieder hoch. Sollte ich das nicht wissen? Er verstummt ganz und überlegt wohl, was er mir jetzt für einen Grund nennen kann.
"Mir ging's nicht gut.", sagt er dann ehrlich.
Besorgt sehe ich ihn an und frage sofort: "Was hattest du?"
Er sieht auf den Tisch, scheint nach der Milch zu suchen und antwortet wieder etwas leiser: "Weiß nicht. Magenverstimmung vielleicht." Nervös zappelt er mit seinen Fingern und nimmt sich schließlich die Milchpackung.
"Dann ruh dich heute lieber ein bisschen aus.", sage ich darauf und gieße mir Kaffee. Er nickt und steht auf. Hm?
"Kakao vergessen.", grinst er. Okay, alles scheint normal zu sein...
Nickend nehme ich einen Schluck aus meiner Tasse und stelle sie wieder ab, nehme mir anschließend wieder das Brötchen und suche mir einen Belag dazu. Wir reden wenig. Ich mag das eigentlich nicht. "Ich mach' mal das Radio an."
Dann stehe ich auf und gehe zur Küchenzeile, wo in einer Ecke eben dieses Radio steht, schließe es an und drehe auf. 'Good-Morning-Songs', wird mir angesagt. Na ja meinetwegen...
Gustav lächelt und beschmiert sein Brötchen mit Marmelade, beißt hinein. Wir warten gar nicht erst auf die Twins, das würde zu lange dauern.
Gerade, als ich mein zweite Hälfte essen will höre ich ein Grummeln und eine Tür knallen, daraufhin einen kurzen Aufschrei und den Fluch "Verdammt, wer hat hier seine Schuhe abgestellt!?"
Sie sind wach...ist doch nicht mal halb zehn, was ist denn heute los? Sind wir alle mutiert?
"Irgendwie ist das eigenartig.", grinst daraufhin Gusti und ich schüttle ebenfalls grinsend den Kopf. Wieder so ein Gedanke...von uns beiden.
Er mampft munter weiter und beachtet die Zankereien der Zwillinge nicht weiter. Ich aber auch nicht viel...
Bill kommt zuerst hereinstolziert, bleibt dann aber abrupt stehen.
"Hey ihr...zwei.", meint er schon fast verschmitzt, Gustav sieht in mit hochgezogenen Augenbrauen und sarkastischem Blick an. Was ist denn? Ich grinse und rücke Bill seinen Stuhl weg.
"Höflich, höflich.", meint er, nickt mir dankend zu und setzt sich. Tom kommt auch hereingeschlürft und lässt sich auf seinen von Gustav bereit verschobenen Stuhl fallen. "Ich brech' mir noch mal das Genick, wenn hier keiner Ordnung halten kann."
Wir glucksen nur und sagen lieber nichts weiter zu seiner 'Ordnung'. Diese ist ebenso herausragend wie auch meine.
Dann greifen sie auch schon nach Essen und stopfen sich den Mund voll. Wie die Kleinkinder. Na ja, Bill benimmt sich sonst schon, aber morgens ist es immer so...
Beide essen viel, aber sind trotzdem so dünn...tja...
Da denke ich wieder an mein Aufwachen zurück. Wer hat mich nun ins Bett gebracht?
Wenn ich genau darüber nachdenke, können es die Zwillinge nicht gewesen sein, nicht mal, wenn sie zu zweit gewesen wären und David (oder einer der Anderen) wäre ja wohl kaum mitten in der Nacht vorbeigekommen, nur um mich da weg zu holen...
Da bleibt ja wohl nur noch einer übrig.
"Du hast mich also ins Bett gebracht!", grinse ich schließlich Gusti entgegen.
Bill spuckt sofort die Milch aus, die er grade getrunken hat und Tom verschluckt sich an seinem Käsebrötchen. Beide machen große Augen.
"Hä?", macht Tom nur dümmlich, ich grinse unbeirrt weiter.
Bill sieht nur etwas erschrocken zu Gusti. Was denn jetzt schon wieder?
Gustav selbst hat nur sein Messer fallen gelassen und sieht mich leicht schockiert an. Sein Blick birgt tausend Fragen.
"Du bist der Einzige, der es gewesen sein kann.", meine ich überlegen.
"Äh...warte mal, wieso hat er dich ins Bett gebracht? Getragen oder wie? Und von wo!?", fragt dann Tom sofort los und gestikuliert wild fuchtelnd mit seinen Händen. Er ist sichtlich verwirrt. Ich will ihm aber nicht sagen, dass ich dort oben, auf dem Dach geschlafen hab. Noch nicht...
Es ist MEIN Lieblingsplatz und das soll auch erstmal so bleiben.
"Ist doch egal...", antworte ich leise, stehe auf und begebe mich in Richtung Zimmer. Toms Rufe ignoriere ich. Jaja, so war das also.
Dann gehe ich mit einem Packen Klamotten ins Bad, mache mich dort fertig und trete wieder heraus. Ich bin gerade auf dem Weg zum Studio, als Gustav aus seinem Zimmer kommt. Das liegt dort auf dem Weg.
Grinsend sehe ich ihn an.
"Danke." Er versteht sofort und wird rot. "Ab...aber woher willst du wissen, dass..."
Mein Grinsen geht in ein sanftes Lächeln über. Wieso ist ihm das denn peinlich? Also ich fand es sehr nett von ihm...
Er sagt nichts weiter, da ich ihn dann doch unterbreche, es er sich zu tief in diese Sache reinreden kann. Muss ja nicht sein, ich will ihm doch größere Peinlichkeiten ersparen. Der Kleine tut mir da immer so Leid...
"Wirklich, ich fand es lieb von dir. Ich wäre ohne dich bestimmt vom Dach gerollt oder so..."
Er sieht zu mir hoch. Setzt einen fragenden und interessierten Blick auf.
Man schläft ja nicht auf so was, ich weiß schon. Aber dort ist es schön und ich döse öfters weg.
Soll ich ihm erzählen, dass es mein Lieblingsort ist, dass ich mich dort freier fühle und mir keine Sorgen mache? Dass ich immer dorthin gehe, wenn ich allein sein möchte und ihn trotzdem gerne mitnehmen will? Dass dort alles so unwirklich erscheint, obwohl es nah am Boden, also nah an der Realität ist und ich dort am liebsten jeden Tag wäre? Dass ich nur dort (heimlich) rauche?
Mein Blick ist ihm wohl etwas zu wissend.
"Ich...ich...muss proben.", sagt er hibbelig und macht auf dem Absatz kehrt. Er scheint es auf einmal eilig zu haben...
Ich lege ihm mit schneller Reaktion meinen rechten Arm auf die Schultern und halte ihn fest, ziehe ihn etwas zu mir. Er murrt etwas nervös und sieht wieder zu mir hoch, diesmal fast schon ängstlich.
"Ich hab doch gesagt, es ist besser, wenn du dich ausruhst. Da ist Schlagzeugspielen sicher nicht das Richtige.", lächle ich und meine Worte sind leise, aber doch bestimmt. Da hab eich eine Idee:
"Willst du nicht mal mit mir mitkommen? Ich will dir meinen Lieblingsplatz hier im Haus zeigen..."

[R&R pls!]
Leela - 01.04.2007, 15:07

aldo ne also was habt ihr euch denn dabei gedacht .sowas schlechtes hier ey boah ich bin enttäuscht











scherz :lol: sorry...bin gerade zu gut drauf und es is 1. april^^
wirklich toller teil. gusti( eigentlich hast er den namen ja :wink: ) is ja so süß verlegen und das verhalten der 4 am morgen :lol: genial
und ja jetzt ghen die beiden mal schön zusammen da oben hin hihi
+wirklich zu süß......und dann noch toms fragen ich ahbe herzhaft gelacht
super teil
lg
xXNamidaXx - 02.04.2007, 10:22

Oo wauuuuuuuu
war das vielleicht niedlich
Oo die grinse von georg
wie der gustav anschaut
OMG XD *vorstell*
einfach zuuuuu süß

<3 weiter so
geLogeN - 02.04.2007, 21:32

awww x3
hab schon längst gelesen, aber kam nich zum kommentitatieren, weeeeil ich iwie im stress bin z.zt. xD

aaaber jetzt..
OMFG! das ist so übersüß eeh..
voll realistisch geschrieben iwie und..ja..echt nur süß...hach..
ich freu mich aufs weiter :P
Anni-Bunny - 08.04.2007, 15:10

Soooo. Ich wünsche allen einen wunderschönen und schokoladenreichen Ostersonntag und schenke euch damit auch gleich das nächste Kapitel verpackt in einer quietschebunten Eierschale...:cute:
<3
Und danke mal wieder für die lieben Kommis, es freut mich noch immer - Hanna natürlich auch - dass unsere FF so super ankommt.^^

Und nun geht's auch schon los.

Wünsche viel Spaß beim Lesen und gehe erstmal um meine Maus trauern. .__. Tüdelü. <3 <3
___________________________


Gustav

Nach dem Frühstück verdrücke ich mich in mein Zimmer. Georg hat uns alle geschockt, als er gesagt hat, das ich ihn wohl ins Bett gebracht habe – Tom aus vollkommener Unwissenheit, Bill aus Überraschung über dieses Detail und mich einfach, weil ich gehofft hatte, er würde es nicht herausfinden. Eigentlich eine schwachsinnige Hoffnung.
Nach kurzer Beruhigungspause trete ich aus der Tür und laufe – drei Mal darf man raten – ausgerechnet Georg in die Arme. Er grinst mich an: „Danke.“
Natürlich weiß ich sofort, wovon er spricht und werde rot, doch ich unternehme noch einen letzten Versuch mich da rauszureden: „Ab…aber woher willst du wissen, dass…“
Georg unterbricht mich mit einem sanften Lächeln: „Wirklich, ich fand es lieb von dir. Ich wäre ohne dich bestimmt vom Dach gerollt oder so…“
Ich sehe vom Boden, den ich interessiert angestarrt habe, hoch in Georgs Gesicht. Mein Blick wird fragend; was hat er dort eigentlich gemacht?
Doch anstatt zu antworten wird sein Blick auf einmal sehr wissend. Weiß er, was ich über ihn denke? Mir wird etwas unwohl unter diesem Blick und ich werde nervös. Die einzige Ausrede, die mir gerade einfällt, stottere ich heraus: „Ich…ich…muss proben.“
Dann drehe ich mich um, doch bevor ich zwei Schritte gemacht habe, liegt Georgs Hand auf meiner Schulter und zieht mich zu ihm zurück, was ich mit einem nervösen Murren und einem ängstlichen Blick quittiere. Georg lächelt und sagt leise, aber bestimmt: „Ich hab doch gesagt, es ist besser, wenn du dich ausruhst. Da ist Schlagzeugspielen sicher nicht das Richtige.“
Er macht eine kurze Pause und fährt dann fort: „Willst du nicht mal mitkommen? Ich will dir meinen Lieblingsplatz hier im Haus zeigen.“
Erwartungsvoll blickt er mich an. Kurz überlege ich noch, zu verneinen und mich in mein Zimmer zurückzuziehen, doch dann wird sein Blick bittend und ich muss einfach ja sagen. So nicke ich zögerlich.
Georg lächelt erleichtert und sagt: „Na dann, folge mir.“ Er wendet sich zur Treppe, die zur Dachterrasse führt und steigt sie mit mir im Schlepptau hoch. Er zieht mich zu der Stelle, wo ich ihn in dieser Nacht gefunden habe, und wir setzen uns hin. Nachdenklich lässt Georg seinen Blick über die Dächer schweifen, bevor er zu reden beginnt.
„Weißt du, ich bin einfach gerne hier. Ich fühle mich so frei, keinerlei Sorgen belasten mich hier oben. Es erscheint mir alles so unwirklich, auch wenn ich bloß eine Treppe hinabsteigen muss, um wieder mitten in der Realität zu sein. Es ist einfach schön hier, ab und zu döse ich auch weg. Hast du ja gemerkt.“
Er lächelt. Und irgendwie hat er Recht. Es ist schön, man fühlt sich frei, sorgenlos. Ich nicke zustimmend und er verstummt. Schweigen breitet sich aus, doch ist es kein peinliches. Wir hängen nur beide unseren Gedanken nach.
Meine landen auf einmal bei einem Lied, das ich letztens im Radio gehört habe. Der Text passt – mit minimalen Änderungen – praktisch perfekt auf meine momentane Situation:

We’re the best of friends
And we share our secrets
He knows everything that is on my mind
But lately something’s changed
As I lie awake in my bed
A voice here inside my head
Softly says…

Why don't you kiss him?
Why don't you tell him?
Why don't you let him see
The feelings that you hide?
’cause he'll never know
If you never show
The way you feel inside

Oh, I’m so afraid to make that first move
Just a touch and we could cross the line
Every time he's near
I wanna never let him go
Confess to him what my heart knows
Hold him close

Why don't you kiss him?
Why don't you tell him?
Why don't you let him see
The feelings that you hide?
’cause he'll never know
If you never show
The way you feel inside

What would he say?
I wonder would he just turn away
Or would he promise me
That he's here to stay?
It hurts me to wait
I keep asking myself

Why don't you kiss him?
(Tell him you love him)
Why don't you tell him?
(Tell him you need him)
Why don't you let him see
The feelings that you hide?
’cause he'll never know
If you never show
The way you feel inside

Why don’t you kiss him?

Eigentlich ist Jesse McCartney ja gar nicht mein Musikgeschmack, doch dieses Lied mag ich; es ist sogar auf meinem mp3-Player. Auf einmal stupst mich eine Hand an. „Was summst du da eigentlich?“, fragt Georg neugierig. Ups, ich hab vor mich hingesummt? Ich werde ein bisschen rot und stottere ein kleines „Nichts.“ heraus. Natürlich stimmt das nicht, weshalb Georg auch seine Augenbraue hochzieht, als wolle er so richtig sarkastisch sagen „Ja klar.“
Das ist ein Verhaltenszug, den ich an ihm so liebe, seinen sarkastischen Blick. Um ihn abzulenken frage ich schnell: „Woran hast du gerade gedacht?“
„Daran, wann ich wohl das nächste Mädel flachlegen kann.“ Eigentlich müsste man – besonders ich, wenn man davon ausgeht, wie gut ich ihn kenne – bemerken, dass er das nur scherzhaft dahingesagt hat, doch mich verletzt es trotzdem. Schnell stehe ich auf und renne rein, bevor Georg reagieren kann, damit er nicht sieht, wie die ersten Tränen sich auf den Weg über mein Gesicht machen. Ich spüre, dass Georg mir verdutzt hinterher schaut, doch heute habe ich mich einfach nicht richtig unter Kontrolle, sonst wäre ich ja oben geblieben.
Als ich aus der Tür trete, weiß ich zuerst nicht, was ich jetzt machen soll. Doch dann nehme ich wie automatisch mein Bike und fahre weg. Zum Glück sind unsere Produzenten noch nicht da, das würde Ärger geben. Ich fahre in den Wald, der ganz bei uns in der Nähe ist. Darin ist ein kleiner See, der aber meistens ruhig da liegt. Im Winter wird er zum Schlittschuhfahren genutzt, doch Schwimmen darf man darin nicht. Also sind die einzigen, die im Sommer hier vorbeikommen, ältere Ehepaare oder Leute, die ihre Hunde Gassi führen. Doch die interessieren sich meistens auch nicht für den See.
Ich lehne mein Rad an einen Baum, der direkt neben einer Bank steht und setze mich dann auf diese. Ich musste jetzt einfach da raus und weg. Diese ständige Nähe zu Georg tut mir nicht gut. Ich genieße die Stille am See, ziehe dann aber meinen mp3-Player heraus und beginne, Musik zu hören.
Eigentlich bin ich ja kein Schmierfink, doch während „Why don’t you kiss her“ in Endlosschlaufe läuft und mir immer wieder Tränen in die Augen treibt, schreibe ich mit einem Bleistift, den ich in einer meiner Taschen gefunden habe, den Text auf die Bank, neben mich. Also den geänderten. Ein kleines Herz mit einem G darin male ich auch noch dazu. Mein Gott, ich beginne, mich wie ein kleines verliebtes Schulmädchen zu benehmen. Der Stift findet seinen Platz wieder in einer Tasche meiner Jeans und die Tränen tropfen weiterhin auf die Bank, bilden nasse Flecke um und auf dem Text.
Die Übermüdung, die durch nächtelanges Wachliegen entstanden ist, konnte auch durch das kleine Nickerchen am Frühstückstisch nicht ausgeglichen werden. Mein Oberkörper sinkt zur Seite, der Text befindet sich nun zwischen meinem Kopf und meinen angewinkelten Beinen. Georg weiß gar nicht wie er mich verletzt hat. Ich schlafe unter Tränen ein.
Ich habe den Schlaf so nötig, dass ich gar nicht merke, wie der Vormittag verstreicht. Ich schlafe einfach in aller Seelenruhe weiter, nicht einmal Georg würde mich jetzt wach bekommen. Mein mp3-Player dudelt einfach weiter vor sich hin.

[R&R pls!]
geLogeN - 08.04.2007, 15:14

+hopps+ ;)
und lesen..


oooh :/
da könnt man ja gleich mitheuln +gustav umknuddl+

aber nee..das is sooo toll geschrieben und...hach...
als würd man da so selbst mit drin stecken, jawoll...
ich find echt ganz toll was ihr da fabriziert ;)

und ich werd und werd im kommentare schreiben einfach nicht besser -.-'
xXNamidaXx - 08.04.2007, 15:18

wow echt hammermäßig geschrieben
kann im mom nich mehr schreiben,
da meine sis mir im nacken sitzt.
frohe ostern wünsch ich dir^^
Leela - 08.04.2007, 15:37

wow
das war wirklich real.armer Gustav....ok also iwas wird georg sichschon dneken jetzt.also das was los is XD
da bin ich ja mal gespannt.....nich das georg jetzt gustav ins bett bringt xD
nein dafür is das viel zu triurig gerade
er tut mir so leid,das muss wirklich verletztend sein.
super teil
lg
ps:das mit deiner maus tut mir leid
Nelefee - 08.04.2007, 17:12

Das war mit abstand heut das schönste Osterei ^^

Ach, darfi ch mich vorstellen? Bin eine neue Leserin x)
geworben von geLogen, danke Süße ;)

Die Story ist echt toLL, total niedlich.
Bitte weiter schreiben!

Lg nelefee
jennü-kaulitz - 12.04.2007, 19:42

*Stillleser bins*

Wann gehts weiter *vorsichtig frag*
Anni-Bunny - 12.04.2007, 21:08

Juhu, zwei "neue" Leser in der Gemeinde. :D
Freue mich, dass es wieder so tolle Kommis gab, aber trotzdem kommt noch kein neues Kapitel.

Das folgt nämlich erst am Sonntag. <- Immer.

Und ich warne schon mal für nächste Woche vor: Da ich das Wochenende über in Baden-Baden bei einer Freundin bin, mit der ich zum Mannheim-Konzert gehen werde, wird es kein Kappi geben. Auch davor werde ich nicht da sein, bin im KZ (lol) also liegt eigentlich die komplette nächste Woche für FFs flach. Sorry schon mal...^^°

Danke an der Stelle noch mal für Kommis, finde es toll, wenn Leser ihre Meinung sagen. :3nod:
Nelefee - 12.04.2007, 23:16

NEIN! Antrag abgelehnt... das kannst du doch nicht machen Oo
Ich bin total da gegen... protestiere... so lange ohne FF? Ohne mich!
Ich mache hunger streik!^^
Anni-Bunny - 14.04.2007, 20:03

Okay, okay...weil ich ja nicht so bin und auch, weil ich dann wieder Kommis kriege, ich altes Kommerzkind, :lol: bekommt ihr das nächste Kapitel heute schon von mir.
Aber das ist die Ausnahme, da ich ja nächste Woche nicht da bin! Ò.ô Wird nicht zur Gewohnheit...aber wer weiß, vielleicht schaffe ich es Freitag, bevor ich nach Baden-Baden fahre noch mal, hier was reinzustellen. Lasst euch überraschen. ;3

Nun aber erstmal viel Spaß hiermit, freue mich über jede Meinung. ;)


EDIT: Ich hätte das Kapitel echt noch net hochladen müssen, hat ja fast keiner drauf reagiert. *drops* x3
_________________


Georg

Nun habe ich Gustav also mit hier hoch genommen. Wir sind beide ruhig, denken einfach mal nach und ich habe ihm auch erzählt, wie es mir hier geht...
Gerade beobachte ich einen Fahrradfahrer da unten auf der Straße, als ich etwas höre...Gusti summt leise vor sich hin.
Einige Zeit lang höre ich ihm einfach nur zu, dann will ich aber auch wissen, was das denn ist.
Ich tippe ihn vorsichtig an.
"Was summst du da eigentlich?", frage ich neugierig. So leise und ruhige Töne kennt man sonst gar nicht von ihm. Okay, Metallica ist auch keine wirkliche Entspannungmusik. Er scheint erschrocken zu sein und wird sogar etwas rot...so schlimme Musik? Ist ja beinahe lustig.
"Nichts.", kommt es nur leise von seiner Seite. Na das glaube ich ihm aber nicht.
Ich ziehe eine Augenbraue hoch und sehe ihn sarkastisch an. Ja klar doch, Gusti. Er sagt erst nicht weiter, aber dann fragt er mich: "Woran hast du gerade gedacht?"
Na ist ja auch egal, was er gesummt hat.
Ich grinse kurz und antworte dann aus Spaß: "Daran, wann ich wohl das nächste Mädel flachlegen kann." Das war wirklich nicht ernst gemeint, dass weiß er ja wohl auch.
Er sieht mich aber nur ausdruckslos an und steht dann plötzlich auf, dreht sich um und rennt nach unten.
Was hat er denn? Hab ich was Falsches gesagt? Aber was denn...?
Verdutzt stehe ich auf und gehe auch nach unten.
"Gusti?", rufe ich durch die Wohnung, doch es kommt keine Antwort.
"Der? Ist gerade raus, glaube ich.", kommt es von Tom, der im Türrahmen seines Zimmers steht. Ach so...na dann. Vielleicht musste er auch etwas besorgen und hat sich dann einfach ganz schnell auf den Weg machen müssen. Könnte bei ihm schon mal sein.
Also muss ich mir erstmal keine Sorgen machen...
Ich begebe mich ins Wohnzimmer und mache erstmal den Fernseher an. Bis Nachmittags zappe ich durch das Programm, dann gehe ich ins Studio.
Schließlich spiele ich mich lange Zeit warm und bin erst abends fertig. Puh, hat Spaß gemacht.
Nach einer Dusche ziehe ich mich aber wieder an, vielleicht haben wir ja noch was vor, man weiß ja nie. Die Zwillinge sitzen nun vorm TV, doch Gustav scheint immer noch nicht wieder da zu sein. Dabei ist es doch schon so spät...
"Sagt mal, habt ihr Gusti mal gesehen?", frage ich einfach mal und bleibe neben Bill und Tom stehen. Bill sieht auf.
"Ist der etwa seit heute morgen weg?", fragt er dann verwundert. Er bemerkt meinen leicht besorgten Blick.
"Wie...er ist nicht wieder da gewesen? Leute, es ist fast zehn, was soll er noch draußen machen? Außerdem ist es kalt...sollen wir ihn lieber suchen?", sage ich dann und bin schon irgendwie ziemlich besorgt. Er hätte uns doch bescheid gesagt! Das ist wirklich untypisch für ihn.
"Okay, ich sag auch gleich David bescheid.", stimmt mir Tom zu und steht auf, ruft ihn auch sofort an. Ah stimmt, das Handy. Ich wähle Gustis Nummer, auf einmal klingelt es von irgendwoher...nein, er hat es vergessen...das kann doch nicht sein.
Bill zieht sich schon mal seine Schuhe an, ich ebenso. Als auch Tom wie wir komplett umgezogen ist, müssen wir nur noch auf David warten. Saki wird auch mitkommen. Na das klingt gut, so finden wir ihn schneller.
Schon klingelt es an der Tür. Sie sind da.
"Also, was ist los? Wo ist Gustav hin, hat er nichts gesagt?", werden wir gleich gefragt. Ich erkläre, dass er einfach so abgehauen ist und wir uns nun doch etwas um ihn sorgen. Dass er aber mit mir auf dem Dach war erwähne ich nicht, ich will wirklich weiterhin meine Ruhe dort oben haben. Wenn das mal noch möglich ist. Denn wenn Gusti was passiert, werde ich wohl kaum noch Ruhe finden.
"Teilen wir uns auf. Damit keiner von euch so alleine gehen muss, wird einer hier bleiben, nur falls Gustav wiederkommen sollte. Tom, machst du das? Okay...Bill, Saki wird mit dir hier in der Umgebung suchen, ich fahre mal herum. Er scheint ja mit dem Rad weg zu sein. Und Georg...du kannst ja vielleicht doch alleine gucken...wird schon klappen."
David hat uns somit alles gesagt, wir sind einverstanden. Na ja, Tom hätte sicher lieber mitgesucht, aber am Ende kommt Gusti nicht wieder hier in die Wohnung rein, dass muss nicht sein.
Wir machen uns auf den Weg. Die anderen suchen mehr in der Stadt, ich bin also außerhalb.
Eine ganze Weile suche ich. Ob es vielleicht doch an mir liegt? Habe ich doch etwas Falsches gesagt? Aber eigentlich hatte ich nur einmal diesen Spaß gemacht, wenn ich mich recht erinnere.
Wo könnte er sein? Was ist typisch für ihn? Ich laufe etwas durch den Vorort, bis ich zu einem Seitenweg komme. Er führt in Richtung See. Da könnte er natürlich auch sein...
Es ist spät und ich hoffe wirklich, dass ihm nichts passiert ist. Er sollte einfach nicht alleine los. Das klingt zwar kindisch, aber ihm kann sonst was passieren. Wer weiß, wer es auf uns abgesehen hat!
Ich entschließe mich also, diesen Weg zu gehen. Mit meinem Handy leuchte ich auf den Boden. Okay, Fahrräder fahren hier viele lang, danke für die Info.
Ich gehe einen Schritt schneller. Da vorne gibt es sogar ein paar Laternen, wofür ich sehr dankbar bin.
"Gusti? Hey, Gustav, bist du hier?", frage ich mal wieder. "Gustaaav!?!"
Das habe ich heute schon ein paar Mal versucht, aber nie kam Antwort, jetzt auch nicht. Wahrscheinlich ist er eh nicht hier...und das macht mir noch mehr Sorgen. Wenn ich Schuld bin, dass da was passiert ist, werde ich mir das nie verzeihen...
Gerade, als ich wieder kehrtmachen will, sehe ich auch schon eine Bank, daneben ein Bike...okay, das sieht ganz nach seinem aus. Ich gehe langsam darauf zu und als ich etwas Zusammengekauertes auf der Bank sehe werde ich immer schneller und rufe ihn noch mal. Er ist es!!
Schließlich sinke ich neben der Bank nach unten und hocke so vor ihm, rüttele an ihm. Er schläft hier, das darf ja nicht wahr sein! Und wir machen uns auch noch Sorgen...
"Gusti!! Wach auf, los!!", rufe ich und schließlich blinzelt er, gähnt und richtet sich etwas auf.
"Mhh...wo bin ich denn? Und wieso isses dunkel?", fragt er verpennt und reibt sich über die Augen. Dann scheint er doch wach zu sein und erstmal zu merken, dass er hier am See ist.
Ich schüttle nur schnaufend den Kopf und richte mich etwas auf, dann schlinge ich meine Arme um ihn und drücke ihn an mich.
"Hey, wir haben uns schon richtige Sorgen gemacht! Wieso hast du nicht bescheid gesagt, wo du hin willst!?", werfe ich ihm vor und er scheint nun wirklich verwirrt zu sein, legt seine Hände an meine Brust und drückt mich etwas weg, aber nicht sehr. Nebenbei nimmt er seine Kopfhörer raus. Die Musik läuft weiter...was ist das nur?
"Georg? Was machst du hier?", fragt er dann.
Wahrscheinlich ist er noch richtig verpeilt im Moment...kein Wunder.
"Na ich hab dich gesucht! Wenigstens ist dir nichts weiter passiert...", antworte ich und lächle dann, setze mich neben ihn. "Warte..."
Ich ziehe meine Jacke aus und lege sie ihm über die Schultern. Ihm muss doch echt kalt sein...
"Danke...", nuschelt er nur und zieht sie nah in sich heran. Dann sieht er entschuldigend zu mir rüber. Ich lächle weiter. Ist ja alles nicht so schlimm, ich bin nur richtig froh, dass nichts mit ihm ist. "Mir geht's schon gut."
Doch irgendwas muss los sein...als ich ihm direkt in die Augen sehe erkenne ich, dass nicht alles gut ist. Er muss geweint haben. Unter seinen Augen zieht sich ein dunkler Rand entlang und durch das Laternenlicht kann ich sehen, dass sich Spuren über seine Wangen ziehen, nur ganz feine Salzlinien.
Wieso ging es ihm so schlecht? Und hat er immer noch ein Problem? Ob es etwas mit seiner 'Flucht' vorhin zu tun hat...?
Etwas muss ihn wirklich bedrücken. Aber er kann ja mit uns...mit mir darüber reden.
"Sag mal...wieso bist du eigentlich vorhin einfach weggerannt?", frage ich dann direkt, er sieht sofort nach unten und sucht sich wohl eine Antwort zusammen. Aber ich will ihn jetzt auch nicht damit nerven, wenn er es nicht sagen will, dann muss er es auch nicht. Seine Sache...
Außerdem geht es mich wahrscheinlich wieder mal nichts an. Solange es ihm gut geht, ist es auch egal, ob er es mir wirklich sagen will.
"Ach, vergiss es, dir ist nichts passiert, dass ist die Hauptsache.", lächle ich dann lieb und drücke ihn noch mal kurz an mich. Wir sollten uns wieder auf den Rückweg machen, aber erstmal muss er wieder ganz munter werden...
Dann sind wir beide wieder ruhig. Ihm geht's wohl grade echt mies und irgendwie mache ich mir Vorwürfe, dass ich das nicht bemerkt habe...sonst kriege ich so was eher mit. Aber es ist bei ihm auch selten so, dass er Probleme hat.
Ich sehe mich etwas peinlich berührt um, bis mein Blick auf die Bank, beziehungsweise auf den kleinen Platz zwischen uns fällt. Was ist denn das?
Langsam beuge ich mich etwas nach unten...ein Text. Ein Lied. Aha...ich kann nicht alles lesen, dazu ist es zu dunkel, aber es ist Gustis Handschrift, so wie es aussieht. Und es klingt irgendwie ziemlich traurig...
"Sag mal, was ist das denn?", frage ich dann und zeige auf das Geschreibsel. Er sieht mich erst fragend an, dann merkt er, was ich meine...
"Keine Ahnung.", meint er irgendwie ertappt. "Na klar, ich erkenn' doch deine Schrift! Wieso hast du das denn geschrieben?", meine ich darauf direkt und sehe ihn abwartend an. Der kann mir nicht erzählen, dass es dafür keinen Grund gab, so was zu schreiben.

[R&R pls!]
Leela - 14.04.2007, 20:16

wuh der text auffe rbank hab ich aj gar nich mehr dran gedacht
aber gut das sie ihn gescuht haben und georg hat ihn gefunden..jetzt muss gustav nur mal mitter sprache rausrücken
bin sher gespannt und m,uss agen wirklich guter teil. kam real rüber und ich hatte kopfkino^^
lg
Nelefee - 15.04.2007, 15:17

Neee Leela, so schnell muss das nicht alles gehn... nen bisschen spannend muss das ja auch noch alles bleiben, finde ich!
Also alles wie immer richtig geil geschrieben.
Nur an das Gusti kann ich mich nich gewöhnen... ich lese immer automatisch Gustav. Weil er es nicht mag so genannt zu werden ^^ Egal...

Liebe grüße von geLogeN. Sie kann leider nicht on kommen, ihr Internet ist tot... sie würde sooo gern lesen... kann aber nicht. Sie wird das nachholen sobald ihr Net wieder geht.

Lg Lena
Leela - 15.04.2007, 15:22

Nelefee hat folgendes geschrieben: Neee Leela, so schnell muss das nicht alles gehn... nen bisschen spannend muss das ja auch noch alles bleiben, finde ich!
Lg Lena
meinte auch nicht das das gleich passieren muss sondern so allgemein ;)
geLogeN - 17.04.2007, 09:05

ich bin wieder on.
und nun werd ich lesen x33

hehe..lena, meine nachrichtenüberbringerin +muah+


so..fertig..

OMFG! x333
eeh, das is soo süß....
ach gott, gustav tut mir leid x3 armes....nein, ich sag jetz nich wieder baby xD das sag ich -wie lena meint- viel zu oft..oder?^^
aber..ach das is soo süß geschrieben und..aww x3
+nich in der lage was vernünftiges von mir zu geben+ =D

aber das mit gusti..ja das sagen ja soo viele, aber dran gewöhnen kann ich mich nich, seit ich halt mitbekommen hab, dass gustav selbst meinte, man sollte ihn doch nicht gusti nennen :lol:
Anni-Bunny - 23.04.2007, 20:43

Habe es eilig und gehe mal net auf eure Kommis ein. Aber ein großes Danke noch mal an alle!

Wünsche viel Spaß beim Lesen.

Und ich bitte darum, Geduld bei meinen anderen FFs zu haben, habe kein Net zu Hause, bin bei Nachbarn, also kann es erstmal nicht weitergehen. Sorry dafür, hoffe, dass ich bald wieder on kann. ><°________________________


Gustav

„Gusti!! Wach auf, los!!“, höre ich eine recht leise Stimme. Irgendwas rüttelt an mir. Dann öffne ich die Augen, muss einige Male blinzeln, gähne dann und setze mich auf. Noch im Halbschlaf frage ich: „Mhm...wo bin ich denn? Und wieso isses dunkel?“
Dann reibe ich mir über die Augen und bemerke, dass sie trocken sind, also dass ich nicht mehr weine. Wie konnte ich nur hier einschlafen? Die Anderen machen sich bestimmt total Sorgen!
Auf einmal werde ich feste umarmt. Was is denn jetzt los?
„Hey, wir haben uns schon richtige Sorgen gemacht! Wieso hast du nicht Bescheid gesagt, wo du hin willst!?“, wirft mir die Stimme vor, die ich wieder nur gedämpft höre. Da merke ich, dass ich noch die Kopfhörer in den Ohren habe. Ich schiebe die Person etwas von mir weg, nehme die Hörer raus, und merke dann, dass es Georg ist, der mich umarmt hat. Was will er hier?
„Georg? Was machst du hier?“, frag ich dann auch gleich „etwas“ verdutzt. Während er sich neben mich setzt, bekomme ich eine Antwort. „Na ich hab dich gesucht! Wenigstens ist dir nichts weiter passiert...“
Nach einer kurzen Pause, während der er wohl meine Gänsehaut gesehen hat (es is aber auch kalt hier im Wald… so abends, beziehungsweise mehr nachts…), sagt er: „Warte...“ und legt mir seine Jacke über die Schultern.
Ich nuschle einen Dank und kuschle mich in diese. Mhm…riecht gut nach Georg…
Ich sehe ihn entschuldigend an, sie haben bestimmt alle nen großen Schreck bekommen, als ich nicht da war. Er lächelt, doch sein Blick zeigt immer noch etwas Besorgnis. Ich hoffe, er merkt nicht, wie dreckig es mir in echt geht, also sage ich schnell: „Mir geht's schon gut.“
Georg blickt mir direkt in die Augen, dann fragt er: „Sag mal...wieso bist du eigentlich vorhin einfach weggerannt?“
Ich sehe auf den Boden, doch bevor ich mir irgendwas ausgedacht habe, unterbricht Georg meine noch nicht gestarteten Erklärungsversuche mit einem: „Ach, vergiss es, dir ist nichts passiert, dass ist die Hauptsache.“, einem lieben Lächeln, dass ich sehe als ich auf diese Worte hochblicke, und einer festen Umarmung.
Das folgende Schweigen durchbricht wieder Georg, mit den Worten: „Sag mal, was ist das denn?“
Erst weiß ich überhaupt nicht, was er meint, doch dann sehe ich, wie er auf den Liedtext zeigt.
Oh, scheiße… Ich bringe ein „Keine Ahnung.“ heraus, doch er merkt natürlich, dass das nicht stimmt.
„Na klar, ich erkenn' doch deine Schrift! Wieso hast du das denn geschrieben?“
Scheiße, scheiße, scheiße… Ich merke, wie mir die Tränen kommen. Er darf es einfach nicht wissen.
Mit brüchiger Stimme antworte ich: „Bitte, frag nicht weiter. Ich kann es dir nicht sagen.“
Ich drehe mich zur Seite, damit er die hervor schießenden Tränen nicht sieht.
Doch natürlich lässt Georg mich nicht. Er dreht mich einfach wieder zu ihm um. Meinen Blick hefte ich fest auf die Bank. Eigentlich hätte ich mir jetzt sehr, sehr gerne über die Augen gewischt, um das Weinen zu vertuschen, ich will schließlich, dass er nichts mitbekommt, doch Georg hält mich an den Handgelenken fest. Und dass er nichts mitkriegt ist inzwischen auch sehr unwahrscheinlich.
Aber anstatt mich auszuquetschen, was denn jetzt los ist, umarmt er mich einfach und murmelt mir zu: „Ich will dich nicht bedrängen, aber bitte, erzähl mir, warum es dir so schlecht geht. Nicht unbedingt jetzt, aber du kannst immer zu mir kommen, wenn du willst. Okay?“
Ich lasse meinen Tränen an seiner Schulter freien Lauf und nicke einfach nur auf seine Frage. Ich weiß, dass er das spürt.
Einige Minuten später löse ich mich aus der Umarmung, streiche mir noch einmal mit den Händen übers Gesicht und murmele dann etwas verlegen: „Müssen wir nicht so langsam mal los? Also zurück zu den Anderen?“
Georg schaut mich erschrocken an. „Mist, ich muss denen noch Bescheid sagen, dass ich dich gefunden hab!“ Flink fingert er sein Handy aus einer Jackentasche und ruft dann David an. Er sagt ihm, dass er mich gefunden hat und wir jetzt dann zurückkommen, dass es mir gut geht und dass David Saki und den Twins Bescheid sagen soll.
Dann stopft er es zurück in die Tasche und zieht mich von der Bank hoch. Er nimmt mein Rad, das ich eigentlich ganz vergessen habe, in die eine Hand und meine Hand in die andere.
Ich weiß nicht, warum er das macht, doch ich mag diese Berührung, auch wenn es irgendwie auch weh tut, weil ich ihn nicht so berühren darf, wie ich gerne möchte. So laufen wir gemütlich zusammen zur Wohnung.

Als wir ankommen haben wir unsere Hände schon wieder gelöst, ist ja nicht so normal für Jungs, händchenhaltend durch die Straßen zu laufen, auch wenn Mädchen das immerzu machen. Bei denen ist das absolut normal.
Vor der Tür steht schon Davids Auto, in der Wohnung brennt Licht. Und das mitten in der Nacht. Genauer gesagt, um Mitternacht. Schon höre ich die Schläge der Kirchturmuhr. Um die Uhrzeit bin ich nicht mehr so gerne draußen. Daher bin ich froh, dass wir gleich hineingehen können.
Georg schiebt mein Rad in den Fahrradschuppen und kommt dann zu mir. „Wieso hast du noch nicht geklingelt?“
Ich zucke mit den Schultern. Wollte nicht alleine da rein, aber das kann ich ja schlecht sagen. Georg lächelt belustigt und betätigt dann den Klingelknopf.
Schnell geht die Tür auf und vor uns steht Bill. Er streift Georg kurz mit einem Blick und fällt mir dann um den Hals.
„Man, Gusti, was machst du immer für Sachen… du kannst doch nicht einfach so abhauen! Was meinst du, was für Sorgen ich mir gemacht hab! Mehr als die anderen auf jeden Fall, ich hatte schon Angst, du hättest dir was angetan oder so! Mach so was NIE, NIE, NIE wieder, okay?“
Ich lasse nur ein ersticktes Keuchen hören, denn obwohl Bill nicht der Schwerste ist, hat er eine enorme Kraft, wenn er anscheinend versucht, jemanden zu erwürgen.
Tom scheint das auch zu merken und lässt es Bill mit einem enormen Grinsen, dass ich sogar höre, wissen: „Bill, du weißt schon, dass du ihn grade erwürgst?“
Wie von der Tarantel gestochen lässt Bill von mir ab. Ich würge ein „Danke“ hervor und reibe mir den Hals. Bill lächelt entschuldigend, doch ich winke nur ab. Ist ja nicht so schlimm.
Doch da kommt Saki aus dem Wohnraum. Und er sieht nicht besonders freundlich aus. Zwar erleichtert, doch auch ziemlich sauer. Ich weiche zurück bis ich hinter Georg stehe und halte mich dann an ihm fest.
Die anderen drei Lachen zwar, doch ich habe im Moment wirklich etwas Angst vor Saki. Ich meine, er ist nicht umsonst Bodyguard. Er ist groß und muskelbepackt; wenn man so klein ist wie ich, dann ist er echt beängstigend, wenn man ihn nicht kennt. Auch wenn ich ihn kenne fürchte ich mich gerade vor ihm.
Georg sagt lachend: „Ach Saki, hör auf. Ist doch noch mal gut gegangen. Der arme Kleine hat schon richtig Angst vor dir, er zittert total.“
Bei dem „Kleine“ knurre ich Georgs Rücken an; er weiß, dass ich das hasse. Aber dann merke ich, dass er Recht hat, ich zittere wirklich. Und mir ist trotz Georgs großer Jacke ein bisschen kalt.
Saki lächelt. „Ja, so mag ich das. Ihr müsst doch Respekt haben vor mir!“ Alle lachen. Außer mir. Ich bin einfach gerade nicht zum Lachen aufgelegt. Ich habe Georg jetzt losgelassen, ziehe seine Jacke enger um mich. Auf einmal muss ich kräftig niesen.
„Gesundheit!“, schallt es aus fünf Mündern.
Georg dreht sich um. „Du wirst doch jetzt nicht krank werden?“ Ich zucke hilflos mit den Schultern. Was weiß ich denn?
Er legt mir seine Hand auf die Stirn. Diagnose: „Warm.“ Na toll, was soll das heißen?
Langsam melden sich auch die Kopfschmerzen wieder, die ich öfters mal habe. Ich schiebe sie immer auf das viele Nachdenken, aber im Moment bin ich mir da nicht so sicher.
Was, wenn ich jetzt wirklich krank werde? Dann können wir Aufnahmen vergessen, bis ich wieder gesund bin. Und das kann zwei Tage oder auch drei Wochen dauern. Heißt: es wäre absolut bescheuert, jetzt krank zu werden.
Warum muss ich auch immer nachts wach liegen und dann tagsüber einpennen, wenn es gerade absolut ungünstig ist? Zum Beispiel irgendwo im Wald wo es nachts kalt wird?
David sieht mich besorgt an. Was hab ich jetzt schon wieder verpasst? Anscheinend nur seine „Untersuchung“…
„Leg dich mal ein bisschen hin. Ich rufe einen Arzt an, vorsichtshalber mal. Georg, geh doch mit ihm mit.“
Bills Blick ist alarmiert, er versucht mich vor zuviel Zeit alleine mit Georg zu bewahren, glaube ich. Doch ich sende ihm einen beruhigenden Blick, ich glaube nicht, dass er mich jetzt ausquetschen wird. Sonst ist ja alles okay zwischen uns. Na ja, fast. Von ihm aus zumindest.
Ich gebe ihm seine Jacke zurück, er häng sie auf und dann gehen wir in mein Zimmer, während David einen Arzt ruft, Bill uns besorgt hinterher blickt (das spüre ich richtig) und Saki und Tom sich abwartend und etwas besorgt aufs Sofa setzen.
Kaum sind wir außerhalb der Sichtweite der Anderen wird mir schwindelig. Ich stütze mich ein bisschen an der Wand ab, gehe aber weiter, nicht dass Georg sich noch mehr Sorgen macht. Trotzdem bemerkt er es.
„Alles in Ordnung, Gusti?“
Ich nicke verbissen. Ich will jetzt nicht krank werden! Schnell gehe ich einige Schritte vor. Doch das ist ein Fehler.
Auf einmal wird mir schwarz vor Augen und ich merke nur noch, wie ich falle…

[R&R pls!]
geLogeN - 23.04.2007, 20:45

aaaaaaaaaahh..teieeeeel. xD
+les+


ohgottohgott...armes juschtelchen..
ach er soll georg mal sagen was is x33

aber..wieder ganz toller teil, ja x3
ich will meheheeer =)
Leela - 23.04.2007, 21:08

ah gustav
umgekippt?
war das alles zuviel für sien armes herz oder was? oO
aber wirklich süßer teil iweie
ganzzzzzzz toll =)
lg
Nelefee - 02.05.2007, 21:16

Loooos neuer Teil... ich sterb sonst bald!
geLogeN - 03.05.2007, 00:12

lenaaa..geduld xD
Nelefee - 03.05.2007, 21:17

Geduld? was ist das?
Hört sich nach nem Holländischen Nationalgericht ans xD
Ich gebe wenigstens zu das das nicht meine Stärke is, nicht so wie georg O.o "Was ist deine Stärke" "Geduld"
ja is klar x)
Anni-Bunny - 06.05.2007, 20:21

Also fast hab ich verpeilt, dass es ja heute ein neues Kapitel geben muss...xDD Schlag mich net. Bin etwas durch den Wind, hatte in letzter Zeit viel um die Ohren, aber nun geht es wieder.
Und zum Glück geht die Seite endlich wieder bei mir...Mensch, ich hatte voll Panik, als ich sie net öffnen konnte. oO°
Aber nun wünsche ich erstmal viel Spaß beim Lesen und bedanke mich bei allen Kommischreibern, freut mich, wenn es euch gefällt. ^^
______________________


Georg

Ich bin echt froh, dass ich Gusti gefunden habe und dass ihm nichts passiert ist. Zumindest nicht körperlich...
Als wir vor unserem Studio stehen bringe ich sein Bike weg, dann laufe ich zu ihm zurück. Hm, will er nicht rein? Ist doch so kalt hier draußen.
"Wieso hast du noch nicht geklingelt?", frage ich ihn, doch er zuckt nur mit den Schultern.
Na er wird doch keine Angst vor einer Standpauke von den anderen haben? Ich grinse leicht und klingele dann selber. Ewig können wir ja auch nicht hier rumstehen. Fast sofort geht auch schon die Tür auf, Bill steht ihm Rahmen.
Er sieht kurz zu mir, dann fällt er Gusti im den Hals. Er redet aufgeregt auf ihn ein. Was soll das denn heißen? Ist da wirklich etwas so Schlimmes, dass er sich solche Gedanken machen muss? Und muss ich mir diese auch machen?
Da kommt Saki auf uns zugelaufen, Gusti versteckt sich hinter mir. Hat der etwa Schiss?
Okay, Saki kommt mir auch schon etwas beunruhigend vor, ganz ehrlich. Aber wir anderen lachen, während Gusti sozusagen an meinem Rücken klebt.
"Ach Saki, hör auf. Ist doch noch mal gut gegangen. Der arme Kleine hat schon richtig Angst vor dir, er zittert total.", grinse ich. Saki soll lieb gucken.
Hinter mir ertönt ein leises Knurren. Gusti mag solche Anspielungen auf seine Körpergröße nicht, ich weiß. Aber er zittert wirklich...
"Ja so mag ich das. Ihr müsst doch Respekt haben vor mir!" Wieder lachen wir, nun auf Sakis Satz hin. Da niest Gusti auf einmal. "Gesundheit.", kommt es wie aus der Pistole geschossen von uns allen. Ich drehe mich ganz zu ihm um. Ob ihm die Kälte doch geschadet hat? Nicht, dass er sich erkältet.
"Du wirst doch jetzt nicht krank werden?", frage ich leicht besorgt. Er sieht wirklich nicht so gesund aus, wenn man ihn genauer betrachtet. Er zuckt nur mit den Schultern, allerdings eher schlapp. Ich lege ihm eine Hand auf die Stirn. Also Normaltemperatur ist es schon mal nicht.
"Warm.", stelle ich fest. Eigentlich sieht Gusti genau genommen ziemlich elend aus...
Auch David scheint besorgt zu sein und meint, Gusti solle ich sich hinlegen und er würde solange für alle Fälle einen Arzt rufen. "Georg, geh doch mit ihm mit.", sagt er dann noch an mich gewandt.
Natürlich mache ich das. Gusti soll ja nichts passieren!
Er gibt mir meine Jacke zurück, die ich aufhänge und dann machen wir uns auf den Weg in sein Zimmer.
Er schwankt bedächtig und muss sich sogar an der Wand abstützen.
"Alles in Ordnung, Gusti?", frage ich, aber natürlich ist es das nicht, merkt man ja. Selbst, wenn er nickt. Auf meine Frage hin geht er schneller, doch plötzlich kippt er nach vorne.
"Gustav!!", rufe ich, stürze zu ihm und halte ihn geradeso fest, bevor er auf dem harten Boden aufkommt.
Dann knie ich mich hin und halte ihn in den Armen. Mittlerweile ist seine Stirn heiß, er total rot und sein Atem geht nur stockend. Ihm geht's echt mies, er hätte dort nicht bleiben dürfen! Er hätte nicht einschlafen sollen...er hätte nicht wegrennen sollen.
"Leute, kommt schnell her!", rufe ich die anderen und lege dabei Gustavs Arme um meinen Hals, stehe mit ihm auf und nehme ihn dann hoch. Danach trage ich ihn in mein Zimmer, weil wir einfach näher daran sind.
Schon höre ich Schritte. Während ich Gusti in mein Bett verfrachte und zudecke taucht auch schon Bill auf, hinter ihm irgendwo die anderen.
"Was ist passiert?", fragt er aufgeregt. "Er hat Fieber, ist umgefallen.", antworte ich.
"Der Arzt ist gleich da.", meint David dann, um uns zu beruhigen.
Erleichtert sehe ich Gusti an, der jetzt wenigstens im Warmen liegt und sich ausruhen kann. Ich streichle ihm kurz über den Kopf und seine Haare dabei etwas zur Seite und drehe mich dann noch mal um. Die anderen, außer Bill, sind schon wieder weg. Sie müssen nach dem Arzt Ausschau halten, logisch.
"Solange bleibe ich hier."
Ich denke, wir werden heute Nacht abwechselnd nach Gustav sehen, zumindest hoffe ich es mal. Ich mache mir nämlich wirkliche Sorgen. Bill lächelt nachsichtig und nickt, dann dreht er sich zur Tür um, will also gehen.
"Bill?", meine ich aber eilig, eine Frage hätte ich noch an ihn. Er wendet sich zu mir um und sieht mich fragend an.
"Sag mal...was meintest du damit, also du zu ihm gesagt hast, dass du schon dachtest, er hätte sich was angetan?", frage ich vorsichtig. Bill zieht eine Augenbraue hoch und grübelt über seine Antwort. Schließlich seufzt er und kommt etwas näher zu mir, damit wir leise reden können. Wir müssen Gusti ja schlafen lassen.
"Er...ihm geht es nicht so gut, deswegen war er in letzter Zeit etwas durcheinander. Ich dachte nur..."
Dann sieht er auf den Boden und sagt nichts mehr. Gibt es hier was, was die beiden mir verheimlichen oder bilde ich mir das nur ein?
"Hat es was damit zu tun, dass...er, na ja...er hat also ein Problem...Ich hab ja auch gemerkt, dass es ihm echt mies ging, aber er wollte mir einfach nichts sagen. Hat es was mit dem zu tun, was du gesagt hast?"
Ich mache mir Sorgen und Bill merkt das. Ich weiß es.
Aber er sieht mich nur überrascht an. Ob er sich nicht denken konnte, dass ich es merke, wenn Gusti Probleme hat oder es ihm schlecht geht? Tja, leider falsch gedacht, er ist einer meiner besten Freunde, also kriege ich das sehr wohl mit.
"Bitte, wenn du was weißt, wenn er dir was erzählt hat, dann sag es mir!", flehe ich ihn benahe schon an.
Er sieht mich nur weiter so an, bis er schließlich kurz lächelt. Dann sieht er nachdenklich zu Gusti rüber, der noch ruhig in meinem Bett liegt und schläft.
"Das sollte er dir selber erklären, glaube ich."
Mit diesem Satz lässt er mich im Raum stehen und geht zu den anderen. Na toll, ich darf also warten und mir solange wieder Gedanken machen. Ich weiß ja, dass es keinen Sinn macht, Bill weiter auszufragen, er wird nichts verraten.
Ich muss einfach warten, dass ich wieder mit Gustav reden kann, dann wird das schon. Und vielleicht kann ich ihm auch helfen?
Ich decke Gusti grade etwas mehr zu, als der Arzt auch schon eintritt.
Ich lasse ihn machen...er untersucht ihn dann und meint, er hätte sich da draußen wirklich erkältet und erklärt uns, was wir so machen müssen. Aber das wissen wir doch eh alles...na egal.
Dann redet er noch mit David und schließlich noch mal kurz mit uns, wie lange es wohl alles dauern wird.
"Unsere Arbeit wird nun also um eine Woche zurückliegen...und danach fangen wir auch nicht gleich wieder ganz normal an.", meint er an seinem Handy, er reißt gerade unsere Produzenten aus dem Bett.
Ja, also Gusti wird noch eine Woche im Bett bleiben müssen oder sich zumindest nicht sonderlich anstrengen dürfen, meinte der Doc. Das ist aber gut so, dann kann er sich wirklich erholen und bald geht es weiter.
Am besten werde ich auch bald mal mit ihm über seine Probleme reden, jetzt haben wir da Zeit für.
Nach einer Stunde ungefähr, die ich bei ihm gesessen hab, hole ich ihm erstmal einen Lappen, den ich ihm auf die Stirn legen kann. Wird vielleicht helfen. Danach setze ich mich wieder hin. Ich könnte ihn auch schlafen lassen, aber irgendwie kriege ich immer Angst, dass ihm was passiert.
Das irgendwas ist, wenn er hier alleine sein muss. Was auch immer das sein soll.
"Sag mal, willst du nicht mal schlafen?", fragt mich da eine Stimme, jemand legt mir eine Hand auf die Schulter und ich schrecke hoch. Muss wohl kurz eingenickt sein...
Ich sehe mich um, es ist Tom. Ob ich schlafen soll?
Na ja, eigentlich bin ich ja schon müde, aber ich möchte bei Gusti bleiben...ich weiß auch nicht, aber ich mache mich etwas dafür verantwortlich, dass es ihm nicht gut geht.
Nun weiß ich ja, dass er ein Problem hat, das selbst Bill mir nicht sagen kann. Und sonst kommt Gusti immer zu uns allen, wenn ihn etwas bedrückt. Also muss es auch irgendwas mit uns, außer mit Bill, wie mir scheint, zu tun haben.
Vielleicht sogar etwas mit mir direkt? Sie verschweigen mir ja wirklich alles...und das ist nicht normal. Sonst sind wir ehrlich, aber nun...?
"Und? Soll ich nun mal aufpassen?", fragt mich die Stimme wieder. Ach ja, Tom...der hat auch von nichts 'ne Ahnung.
Ich schüttle den Kopf und reibe mir kurz über die Augen. Ach, ich bin nicht müde, quatsch! Und ich bleibe jetzt hier. Tom zuckt mit den Schultern. Mh, dann kann er wenigstens ins Bett, soll er sich doch drüber freuen...
Ich schnaufe leise, dann sehe ich wieder auf Gusti und rutsche mit meinem Stuhl näher ans Bett, so kann ich meine Arme da aufstützen.
Schließlich werde ich dann doch müde, während ich überlege, was wohl passiert sein könnte, dass ihn so aus der Bahn geworfen hat. Ich kannte das gar nicht von ihm...

[R&R pls!]
geLogeN - 06.05.2007, 22:40

aaah..lena und ich machen jetz zusammen lesen..am telefon..so xD

hachja..georg denkt nach..
hmm..
soll gustav ihm aber auch ma sagen was is x3 :roll: :lol:
Nelefee - 06.05.2007, 22:53

Oh nee ehy
Georg eh... der hat sooo ne Lange Leitung. Und Bill die Quasseltante kanns auch nich lassen.
Leela - 07.05.2007, 15:00

kann man wirklich wegen enr erkältung umkipenß oO
ansonsten woah sehr geil.es wird^^
Bill hat da schon rehct,soll gustav mal besser seölbst sagen auch wenn georg mir leid tut wie er da ahnngslos rumsitzt.
aber allmählich könnte er sich aml gedanken amchen warum er da nich weg will :lol:
super geschrieben
lg
geLogeN - 07.05.2007, 17:04

Leela hat folgendes geschrieben: kann man wirklich wegen enr erkältung umkipenß oO
nich wegen ner normalen erkältung vielleicht, aber übermüdung, überforderung, dann noch die kälte...
ich denk das war einfach alles zu viel für ihn..
xXNamidaXx - 07.05.2007, 18:39

wow bis jetzt ist die story einfach traunhaft
ist der gusti etwa in georg verliebt? xD
das würde schließlich vieles erklären *gg*
aber finds von bill cool,
dass er gustav es alleine erklären lässt
georg&gustav sind mir
dennoch ans herz gewachsen <3

mimo <3
Leela - 07.05.2007, 20:38

geLogeN hat folgendes geschrieben: Leela hat folgendes geschrieben: kann man wirklich wegen enr erkältung umkipenß oO
nich wegen ner normalen erkältung vielleicht, aber übermüdung, überforderung, dann noch die kälte...
ich denk das war einfach alles zu viel für ihn..
ok einverstanden^^ =)
Nelefee - 13.05.2007, 15:25

(Anmerkung: Ich bin Kindergarten geschädigt!^^)

Kommt heut nen neuer Teil? Wann kommt der? GLeich? Biiiitte!
Kommt jetz gleich nen neuer Teil? Wann denn? Jetz? oder Jetzt?
Wann denn? x)

Ich will den Jetzt. Ich hab keine Lust mehr zu warten! +schmoll+ ^^
Anni-Bunny - 13.05.2007, 15:43

Okay, tagchen. xD
Sorry, fast hab ich wieder vergessen, hier weiterzuposten, bin weiterhin im Stress. Aber ihr bekommt einen neuen Teil, natürlich. ^^
Danke auch noch mal für die Kommis.
Natüüüürlich ist Gusti in Georg verliebt, muss ja so sein! x3
Und geLogeN hatte recht; Gustav leidet nicht nur unter einer normalen Erkältung...aber ich denke, das wird sich noch bemerkbar machen.
Nun erstmal viel Spaß mit dem nächsten Teil.
_____________________


Gustav

Eine Bank an einem ruhigen See. Georg und ich. Nebeneinander. Wir reden miteinander, wir scherzen, machen Blödsinn. Ungezwungen wie schon lange nicht mehr.
Die Sonne scheint hell, es ist angenehm warm, nicht übermäßig heiß, aber warm.
Wir beide tragen nur Badehosen; schon nimmt Georg meine Hand und zieht mich ins Wasser. Er bespritzt mich, ich spritze zurück und starre dann wie hypnotisiert auf die Wassertropfen, die an seinem absolut nicht schlecht gebauten Oberköper herab laufen.
Er scheint es zwar zu merken, doch es wirkt nicht so, als würde es ihn groß stören. Er lächelt mich lieb an, ich kann nicht anders und starre ihn weiter an.
Doch auf einmal trifft mich eine überraschende Menge Wasser an der Stirn. Angenehm kühl, aber trotzdem kneife ich reflexartig die Augen zusammen, damit kein Wasser herein kommt. Dann höre ich Georg lachen, ein himmlisches Lachen.
Ich öffne die Augen und muss sofort mitlachen, denn mit einem lauten Platschen fällt Georg um und taucht unter im Wasser. Nur Sekunden später ist sein Kopf auch wieder über Wasser. Zusammen lachen wir, das ist wahnsinnig befreiend, so in der Ruhe des nachmittäglichen Seeidylls.

Nach einigem Spielen im angenehm warmen Wasser legen wir uns auf die Wiese neben der Bank in die Sonne zum Trocknen. Georg liegt auf dem Rücken und beobachtet Wolken, ich liege auf dem Bauch und beobachte Georg.
Auf einmal zeigt Georg auf eine Wolke:
„Sieht die nicht aus wie unser Zeichen? Also wie das von Tokio Hotel?“
Ich drehe mich auf die Seite, schaue die Stelle an, auf die Georg zeigt.
„Mhm“, brumme ich zustimmend. Doch dann entdecke ich etwas, was mich sehr verwundert. Eine herzförmige Wolke, die zwei kleine G’s umschließt. Georg scheint sie nicht zu sehen oder nicht interessant zu finden. Ich tue es aber schon.
Was soll das bedeuten? Das ich und Georg…? Aber woher sollen Wolken das wissen? Und seit wann beschäftige ich mich eigentlich so intensiv mit Wolken, was sie wohl darstellen und was das Dargestellte bedeuten soll?
Bevor ich weiter nachdenken kann, öffnet sich mein Mund selbstständig und ich murmele leise, aber laut genug, dass Georg neben mir es hören kann:
„Du, Georg? Ich muss dir was sagen, was Wichtiges… ich liebe dich.“
Ich drehe mich weg, und sehe jetzt in Richtung Bank. Warum habe ich das jetzt gesagt? Einfach so, Kopf durch die Wand. Das kann fast gar nicht gut gehen. Doch einen winzigen Funken Hoffnung trage ich noch in mir. Prompt kommt von neben, beziehungsweise fast mehr hinter, mir ein sehr erschrockenes, wenn nicht sogar schon eher schockiertes Keuchen.
„Gustav, bist du verrückt? Du verarscht mich jetzt doch nur, oder? Du kannst doch mich nicht echt lieben! Du bist doch gar nicht schwul!“
Georg springt aufgeregt hoch. Mein letzter Funken Hoffnung wurde gerade ausgelöscht. Von dem, den ich am meisten von allen Leuten auf der Welt liebe.
„Doch, ich bin schwul… und nein, ich verarsche dich nicht.“, gebe ich leise zurück. Niedergeschlagenheit macht sich in mir breit...
„Das glaub ich dir jetzt nich’… nein, das darf einfach nicht wahr sein! Du kannst mich nicht lieben! Ich glaub das einfach nicht!“
Georg läuft nervös, aber auch sauer, hin und her. Mir steigen Tränen in die Augen. Ich hätte es nicht sagen sollen. Eigentlich hätte ich wissen müssen, dass er meine Gefühle nicht erwidert. Dass er es ekelhaft finden würde, hätte ich aber nicht wissen können. Mein Gott, ich dachte immer, ich würde ihn kennen! Ich dachte, er sei tolerant!
„Aber versuch doch mal, dich in meine Situation zu versetzen! Weißt du, wie dreckig es mir geht?!“
Ich setze mich auf, sehe ihn aber nicht an. Mein Gesicht ist tränenüberströmt, doch ich mache mir gar nicht die Mühe, sie wegzuwischen, ich weiß doch, dass immer neue kommen werden. Noch weine ich leise. Doch die Betonung liegt auf noch.
„Nein, weiß ich höchstwahrscheinlich nicht, und ich will es auch überhaupt gar nicht wissen! Du bist doch wirklich ekelhaft! Du Schwuchtel, du! Ich will dich nie, NIEMALS wieder sehen! Verstehst du? Hörst du mir zu? Nie wieder!!“
Mit den Worten läuft er weg. Hemmungslos schluchzend sitze ich jetzt auf der Wiese, ich bin alleine. Georg ist gegangen. Und auch die Sonne ist auf einmal fort.
Dunkle Wolken ziehen, auf, von weitem ertönt leises Donnergrollen. Rasch wird es dunkler und kalt. Nach sehr, sehr kurzer Zeit ist das Gewitter fast direkt über mir, Blitze zucken über den Himmel, weniger als eine Sekunde ist der zeitliche Abstand zwischen Blitz und Donner. Es schüttet auch richtig heftig. Innerhalb von Sekundenbruchteilen bin ich wieder klatschnass, da war das ganze Trocknen in der Sonne umsonst. Meine Badehose klebt durchnässt an meinem Körper, vor wenigen Sekunden war sie noch, beziehungsweise schon, ganz trocken.
Ich bekomme richtig Angst. Ich zittere, und nicht nur wegen der Kälte. Hier ist nichts, wo ich mich unterstellen könnte! Keinerlei Schutz vor dem Gewitter. Was soll ich jetzt nur machen? Wenn Georg bloß da wäre!
„GEORG! BITTE, komm her…“
Keine Reaktion.
„Bitte, ich brauche dich, hilf mir!“, schluchze ich.
Ich schließe die Augen, will die Blitze nicht sehen. Doch den lauten Donner höre ich noch immer. Ich kugele mich zusammen, mache mich so klein wie ich nur kann. Meine Ohren halte ich mir zu, auch wenn es nicht wirklich viel bringt.
Weiterhin höre ich Donner, als ich die Augen öffne, sehe ich, wie auch immer noch Blitze über den Himmel zucken.
Schnell krabbele ich unter die Bank, rolle mich wieder zusammen. Sie bietet kaum, beziehungsweise eigentlich gar keinen Schutz vor dem prasselnden Regen, doch ich fühle mich dort einfach sicherer. Wieder schließe ich meine Augen und stecke meine Zeigefinger in die Ohren.
Keuch-schluchzend bringe ich noch einmal heraus: „Georg, bitte, komm und hilf mir, ich brauche dich jetzt! Komm zurück!“
Mein ganzer Körper bebt, wird von Weinkrämpfen geschüttelt...

…doch auf einmal sind es nicht nur noch die Weinkrämpfe, die mich schütteln. Ich fühle Hände, die an mir rütteln. Benommen öffne ich meine Augen, das Gewitter und der See sind verschwunden, stattdessen ist Georg wieder da, sein besorgtes Gesicht ist direkt über mir.
Ich bin so glücklich, dass er da ist, am liebsten würde ich ihm jetzt um den Hals fallen. Ich hebe meinen Körper ein wenig an, um ihn zu umarmen, doch auf halbem Weg verlässt mich wieder die Kraft und ich falle zurück ins Kissen.
Georg zuckt vor, reagiert aber zu langsam. Dann nimmt er schnell einen feuchten Lappen und fährt mir vorsichtig über die Stirn und die Augen, wischt auch die ganzen Tränen im Gesicht weg. Das ist schön angenehm… kühl…
Aber was war jetzt mit dem ganzen Tag am See? Nur ein Traum? Es wirkte doch so real? Ich bin total verwirrt deswegen.
Trotzdem merke ich, wie Georg mich mustert. Teils besorgt, teils neugierig, teils unsicher. In seinen Augen steht ein großes Fragezeichen. Schließlich scheint er einen Entschluss zu fassen. Jedenfalls fragt er dann: „Du, Gustav, stimmt das, was du gesagt hast, als du geschlafen hast?“ Ich sehe ihn an, überlege eine Antwort - was habe ich denn eigentlich alles gesagt? -, doch schon sagt er: „Ach, vergiss es. Deine Augen sind schon so fiebrig, deine Stirn ist so heiß. Da wird es wohl nur ein Fiebertraum gewesenen sein.“
Doch trotz meinem Fieber oder was ich habe, sehe ich, wie er das sich selber sagt und es dann auch glaubt. Ich blicke mich etwas um. Das ist Georgs Zimmer, wie ich erstaunt feststelle. Das erklärt natürlich auch, warum es so gut nach ihm riecht. Aber doch nicht, was ich denn hier mache, warum ich hier bin, wie ich hier hergekommen bin. Das versuche ich dann auch zu fragen, doch meine Stimme ist total rau, ich bekomme kein Wort heraus. Georg lächelt verständnisvoll und sagt: „Ich hol dir schnell was zu trinken, in Ordnung?“
Auf mein Nicken hin verschwindet er und taucht kurz darauf wieder auf, mit einem Glas Wasser in der Hand. Ich trinke es schnell, es ist schön, die trockene Kehle wieder zu befeuchten. Dann frage ich: „Was mache ich hier, wieso bin ich hier, wie komme ich hierher?“

[R&R pls!]
Leela - 13.05.2007, 17:29

boah böser traum
der arme Gustav.
aber er soll bloß nochmal mit georg reden was er im schlaf gesagt hat^^ sonst dauert das ja noch ewig hier :lol:
aber wirklich mitreißend der traum und sehr süß wie georg sich kümmert und gustavs gedanken<3
ganz toll
lg
geLogeN - 13.05.2007, 22:44

awwwwwww <3
ihr werdet mich nochmal töten mit dieser ff xDD

heiliger, is das tooooooll O______________________________O
armer gustav O.O

aber..oh gott oh gott..^^
Nelefee - 13.05.2007, 23:00

Nicht nur dich Nina, mich tötet sie auch!!!
Ahhh du heiliges.... shice eh.
nina dieser Traum erinnert mich an unsere beiden Träume. Weißt du noch? DIe Haarfarbe, das Foto? ALBTRAUM

Aber die FF ist soooooo toLLiq! Jetz wieder ne Woche warten. Das halte ich garnicht aus. Es ist sooo schön...
Und NEIN bloß nicht zu schnell drüber redne. Alles schööön in die länge ziehn. Dann haben wir alle mehr davon ;)

Lg Lena x3
geLogeN - 14.05.2007, 15:43

genauuu :)

schön lang machen, das alles..da hab ich mehr zum quieken^^
Nelefee - 20.05.2007, 11:38

Es ist Soooooooooonntag :D
Wo is der neue Teil? +umguck+ +unter Sofakissen such+ +Wohnung auf den kopf stell+ +nix find+
maaan +schmoll+
Damit war gemeint die Geschichte schön lang zu ziehn... nicht die Wartezeit :roll:
^^
Anni-Bunny - 20.05.2007, 20:55

Lass mich doch in Ruhe.
x.X
Hab es fast schon wieder verpeilt, ein Kapitel reinzustellen...*drops*

Aber ich hab es doch noch gepeilt und deswegen bekommt ihr es auch gleich zu lesen.^^
So ist das, wenn man mit seinem neuen Forum beschäftigt ist. xD
Btw; ich mach' mal etwas Werbung. ^^

www.billshido.foren-city.de

Könnt ja mal reinschauen, falls es euch interessieren sollte. ^^ <3

Nun erstmal viel Spaß beim Lesen!
_____________________


Georg

Eine Weile sitze ich einfach da und achte auf ihn, werde aber immer müde und muss auch zwischendurch schlafen...es ist schon mitten in der Nacht, sehr spät, bald wird es hell...
Gerade hat Gustav etwas gelächelt, im Schlaf. Das hat mich beruhigt. So schlecht kann es ihm nicht gehen...
Ich lächle auch etwas, doch da höre ich ein leises Brummen von ihm, sehe ihn weiter an. Ziemlich bald schon murmelt er etwas. Er scheint im Schlaf mit mir zu reden, doch ich weiß nicht genau, was er sagt. Nur etwas davon, das er verliebt ist...hat es was mit mir zu tun? Ach was, was soll das schon sein!?
Ich sehe ihn fragend, aber auch besorgt an. Er zuckt etwas und kneift die Augen zusammen, nur kurz...dann ist er wieder ruhiger, aber er murmelt weiter.
"Doch, ich bin schwul...", mehr kann ich nicht wirklich verstehen...was?
Ob er wirklich nur träumt? Er beginnt sogar, etwas zu weinen, ihm laufen einzelne Tränen an den Schläfen entlang.
"Aber versuch doch mal, dich in meine Situation zu versetzen! Weißt du, wie dreckig es mir geht?!", höre ich ihn murmeln, diesmal verzweifelt, aber doch sehr deutlich. Was hat er nur? Das kann er sich ja nicht nur erträumen, es muss doch auch was Ernstes dabei sein. Ich spüre es...
Auf einmal weint er heftiger, windet sich und reißt an der Decke, will sich einrollen, dreht sich aber wieder. Er ist vollkommen fiebrig. Ihm muss es wirklich schlecht gehen.
"Gustav!", meine ich ruhig, will ihn festhalten, er sinkt in sich zusammen, zuckt dann aber wieder und weint stärker.
Und er zittert, noch nie habe ich jemanden so zittern sehen. Er hat Angst, ihm ist nicht kalt.
"GEORG! BITTE, komm her…", ruft er auf einmal, packt sich mein Shirt und zieht daran, dann verliert er es sozusagen, es rutscht ihm aus den Fingern. Und er zittert wieder, windet sich weiterhin, ich bekomme immer mehr Angst und versuche, ihn zu wecken.
"Bitte, ich brauche dich, hilf mir!", schluchzt er und sein Körper wird immer wärmer, sein Gesicht noch dunkler, der Schweiß läuft ihm von der Stirn, eigentlich überall.
Er keucht etwas, zuckt immer wieder zusammen, als würde er Stromstöße abbekommen und ruft nach mir. Er braucht Hilfe, er braucht mich.
Ich rüttele nun an ihm, halte seine Schultern fest und versuche einfach nur noch, ihn zu wecken.
Da reißt er seine Augen auf und sieht mich vollkommen verwirrt an. Muss sich erstmal wieder klar darüber werden, was gerade passiert ist, wo er ist...
Er beugt sich etwas hoch, scheint erleichtert zu sein. Lächelt fast. Doch dann kann er nicht mehr und fällt wieder ins Bett, ehe ich ihn halten kann.
Er keucht weiter, immer noch laufen Tränen über sein Gesicht.
Ich nehme mir einen Lappen aus der Schüssel auf meinem Nachttisch und wringe ihn etwas aus, dann lege ich ihn auf Gustis Stirn und fahre darüber, auch über seine Augen, damit erstmal der Schweiß und vor allem die Tränen weg sind.
Es wird ihn hoffentlich etwas kühlen, damit er wieder klar denken kann, oder zumindest aus dem Traum erwacht.
Nur...was hat er da gemeint? Ich mache mir Sorgen, da es wirklich etwas Schlimmes sein muss, dass in ihm vorgeht. Aber was das wohl ist?
Ich weiß ja nichts von seinen Problemen, doch er hat sie und sie werden nicht einfach verschwinden...
Ob ich einfach fragen soll? Ob er fähig ist, mir zu antworten? Ich werde es einfach versuchen. Einfach fragen.
"Du, Gustav, stimmt das, was du gesagt hast, als du geschlafen hast?"
Eine andere Frage, als die, an die ich dachte. Eine völlig andere Frage, doch sie kam einfach. Und es interessiert mich eigentlich auch viel mehr...
Doch es war ein Traum. Außerdem kann es auch einfach daran liegen, dass ich immer bei ihm war in letzter Zeit. So kann er ja all diese Gedanken auf mich übertragen haben. Daran kann es wirklich liegen. Also denkt er sicher über einen anderen Menschen nach, wenn er weint, wenn er sich so schlecht fühlt und wenn er einfach nichts sagen will...
Ich entscheide mich um, er muss mir nicht antworten.
"Ach, vergiss es. Deine Augen sind schon so fiebrig, deine Stirn ist so heiß. Da wird es wohl nur ein Fiebertraum gewesen sein."
Ja, so wird es sein und nicht anders. Das glaube ich nicht. Ich glaube nicht, dass er an mich gedacht hat!
Wieder sehe ich Gusti an, der sich umsieht. Er fragt sich sicher, wieso er nicht in seinem Bett liegt...wieso er überhaupt in einem Bett liegt. Und er versucht auch, mich zu fragen, doch aus seinem Mund kommt nur ein raues Krächzen.
Ist ja aber kein Problem, ich lächle nur ruhig: "Ich hol dir schnell was zu trinken, in Ordnung?"
Er nickt und schon stehe ich auf, gehe nach draußen in die Küche, wo Bill steht.
"Die anderen sind wieder weg...was war eben los?", meint er zu mir und nippt an seinem Red Bull. Wieso ist er nicht im Bett?
"Er...er hatte einen Albtraum.", antworte ich und denke daran zurück. Das war schlimm...Bill versteht und dreht sich wieder zum Schrank um, kramt dort nach etwas. Ich lasse ihn einfach und gehe wieder in mein Zimmer zurück, habe ein Glas Wasser in der Hand, was ich Gusti gleich reiche.
Er trinkt und räuspert sich leise. Dann sieht er wieder zu mir. Was er wohl will?
"Was mache ich hier, wieso bin ich hier, wie komme ich hierher?", fragt er mich dann. Zwar klingt seine Stimme noch immer rau, doch wenigstens kann er reden.
Ich seufze kurz und erkläre ihm dann, dass er einfach umgekippt ist. Und da wir ja noch etwas zu weit von seinem Zimmer weg waren, habe ich ihn kurzerhand in mein Bett getragen. Und der Arzt war auch da, was ich ihm erkläre. Als ich noch sage, wie lange er sich ausruhen soll, stöhnt er genervt auf.
"Nur wegen mir fallen wir so weit zurück mit der Arbeit.", meint er schuldbewusst, doch eigentlich trägt er ja keine Schuld. Er kann nichts dafür, dass er krank ist. Fast nichts.
"Nein, es ist nicht so schlimm. Hauptsache, du wirst wieder gesund, danach können wir ja wieder weitermachen. David meinte, dass wir uns Zeit lassen können und ja nichts überstürzen müssen...mach dir keine Gedanken.", lächle ich und reibe mir übers Gesicht. Gusti sieht mich mitfühlend an.
"Stört es dich, wenn ich kurz mal rausgehe? Ich brauche frische Luft...", frage ich vorsichtig. Also ich muss nicht gehen, wenn er nicht will. Dann bleibe ich selbstverständlich bei ihm. Nur dröhnt mir der Schädel.
"Nein, schon okay, geh nur raus. Ich kann auch alleine bleiben.", meint Gusti lieb und lächelt etwas. Ich sehe ihn dankend an, dann stehe ich auf, nehme mir aus meinem Nachttisch eine Schachtel Zigaretten und mache mich auf den Weg. Durch die Kippen habe ich mir einen mahnenden Blick von Gusti eingefangen. Na ja, ich komme eben nicht davon los, Bill und Tom ja auch nicht...aber sie lassen es hier. Ich kann das grade nicht. Ich bin überfordert...irgendwie.
Auf dem Weg zum Dach geht Bill an mir vorbei, in Gustis Zimmer. Was will er denn? Vielleicht redet er noch mal mit ihm und dann frage ich doch noch mal...okay.
In Ruhe mache ich mich auf zu meinem Lieblingsplatz. Dort angekommen sitze ich nur da und starre auf die Stadt. Viele Lichter, was eigentlich ungewöhnlich ist für diese Uhrzeit, doch es sieht wunderschön aus...ich sitze lange Zeit nur so da.
Nebenbei nehme ich meine Schachtel, ziehe ein Zigarette und das Feuerzeug heraus und zünde sie mir dann an. Nach ein paar Zügen lege ich meinen freien Arm auf die Knie und darauf den 'Zigarettenarm'.
Dann blicke ich mich wieder um. Mittlerweile sind meine Kopfschmerzen komplett verschwunden, wofür ich sehr dankbar bin. Frische Luft tut gut, richtig gut. Selbst, wenn auch noch die schlechte Stadtluft damit vermischt wird.
Am Horizont sehe ich schon ein paar helle Streifen, doch es wird noch nicht Tag. Es muss auch noch nicht heller werden. Ich mag es so. Außerdem fühle ich mich so unbeobachteter. Na ja, im Moment beobachtet mich doch jemand...ich spüre das.
Gustav ist es ja nicht...wäre auch unpassend. Das würde mich wohl richtig aus meinen Gedanken werfen, da ich nur noch an seine Worte denke. An das, was er im Traum gemurmelt hat. Was er meinte und wie ich wohl damit umgehen soll.
Denn ganz ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass er einfach so meinen Namen sagte. Nein, so ist er nicht. Wenn er sich mit etwas beschäftigt, dann auch richtig und er würde nicht an andere Personen denken. Also war das alles wirklich an mich gerichtet? Ich hoffe es nicht...weil ich nichts falsch machen will, weil ich nichts kaputtmachen will.
Der jemand, der mich beobachtet hat tritt neben mich und setzt sich.
"Und...über was habt ihr geredet?", frage ich und sehe Bill kurz an. Er lässt seinen Blick über die Dächer schweifen und antwortet erst nach ungefähr einer Minute: "Er hat mir etwas erzählt...aber ich denke, du hast es bemerkt."
Ich nicke kurz und ziehe noch mal an meiner Kippe. "Und du weißt also jetzt, dass ich hier öfters bin?"
Das ist eigentlich etwas, was ich nicht in Ordnung finde...aber na ja. Wer soll es Bill sonst verraten haben? Und er wird sicher nicht ohne Grund hier hoch gekommen sein.
"Ja, ich hoffe, dass das nicht so schlimm ist.", lächelt er.
"Und was willst du?", frage ich dann direkt, drücke meine Kippe auf dem Boden neben mir aus, puste den letzten Schwall des grauen Qualms aus und sehe wieder zu Bill. Er sagt wieder nichts, setzt sich dann in einen Schneidersitz und scheint nachzudenken. So kenne ich ihn auch.
"Was dachtest du vorhin...? Was dachtest du, als du ihn auf der Bank gefunden hast und als ihr zusammen hergekommen seid?", fragt er mich dann und ich ziehe die Augenbrauen hoch. Ob ihm diese Fragen selber gekommen sind?
"Ich war erleichtert, unendlich erleichtert...und ich habe mich gefreut, dass es ihm, na ja, gut geht. Außer eben, dass er Probleme hat. Die will er mir ja aber nicht erzählen.", antworte ich. Bill nickt und grinst dann.
"Und was hast du dir dabei gedacht, seine Hand zu nehmen?" Okay, Gusti hat definitiv mit ihm erzählt. Ich gluckse und zucke mit den Schultern. Tja, es war eben so. Außerdem wollte ich ja nicht, dass er mir wieder verloren geht. Ich will gar nicht, dass er je wieder verloren geht. Das steht für mich fest.
"Weiß nicht.", meine ich dann. Bill lässt nur ein 'überzeugtes' aber doch zufriedenes 'Aah!' ertönen. Und wieder grinst er.
"Ich hoffe, der Traum hat dich nicht zu sehr überrascht. Gusti meinte nur, du brauchst dir keinen Kopf darüber zu machen." Und damit erhebt er sich, klopft mir kurz auf die Schulter und geht dann wieder. "Ich muss Tom ablösen.", höre ich ihn noch murmeln. Und wieder bin ich alleine...
Keinen Kopf soll ich mir machen...vonwegen, ha. Den mache ich mir sehr wohl...denn wie würde ich reagieren, wenn es wirklich so wäre? Wenn einer meiner besten Freunde, eigentlich mein derzeit allerbester Freund sich in mich verliebt hätte? Kann ich damit umgehen...?

[R&R pls!]
Leela - 20.05.2007, 21:07

er hat etwas gemerkt *feier*
sehr geil......
hast du toll geschrieben ich hatte kopfkino......also du setzt das richtig tollum
ich bin ja gespannt was weiter passieren wird
lg
Nelefee - 21.05.2007, 14:04

Sry Anni :cry: so war das nich gemeint...
Aber der Teil war wieder mal sehr gut!
Eiinfach toLL! Bin krank und sitze heimlich bei meinem Bruder am PC.
Ich musste mich echt zusammenreißen nicht irgendwelche geräusche von mir zu geben damit man mich nicht erwischt x)
Ohwei... BIll is so ein original eh. Einfach highlight.
Nya muss wieder ins Bett >.< Freu mich auf Sonntag :D
Lg und Danke für den tollen Teil
Lena
geLogeN - 22.05.2007, 10:43

hab auch noch gar nix geschreibselt..hab gelesen als ich soooo müde war und wollt danach ins bett...

hmm..ich weiß gar nicht, was ich jedes mal dazu sagen soll, außer dass das sooo toll is^^
so süß geschrieben und alles... <3

und ich freu mich immer auf sonntag, jaaah =)
geLogeN - 28.05.2007, 03:17

jetz is schon montag O.O
Nelefee - 02.06.2007, 16:37

hmpf jetz muss es aber morgen 2 neue teile geben weils letzten Sonntag keinen gab =(
ich bin schon auf extrem entzug O.o
geLogeN - 02.06.2007, 18:02

jaa ich auch..aber sowas von O.O
Anni-Bunny - 02.06.2007, 23:53

Leute, tut mir leid. T__T
Diesmal hab ich es nicht vergessen, aber ich hatte kein Net und auch leider keinen PC, deswegen gab es nichts Neues...
Und da ich nachher nach England fahren werde, bekommt ihr heute schon mal neuen Stoff.

Und richtig, wegen dem Ausfall letzter Woche gibt es diesmal zwei Kapitel zu lesen. Hoffentlich auch doppelt so viele Kommis. :wink:
Nee, Scherz, wird eh nicht klappen (da Doppelposts nicht zählen)...

Also erstmal viel Spaß mit den beiden Teilen.
_________________


Gustav

Nachdem Georg mit einer Schachtel Zigaretten - warum können die drei nich einfach aufhören mit dem Scheiß? - verschwunden ist, vermutlich aufs Dach, er hatte wohl Kopfweh und wollte an die frische Luft, öffnet sich die Türe und Bill kommt herein. Er lächelt.
„Hey. Geht’s wieder?“
Georg hat ihm wohl von meinem Traum erzählt. Ich nicke nur. Bill setzt sich auf s Bett, neben mich. Er hält etwas in der Hand merke ich gerade…
„Was hast du da?“, frage ich dann auch. Bill grinst. „Das hab ich gerade bei unseren Fotos gefunden. Schau mal, wart ihr nicht süß?“
Er hält mir ein Bild unter die Nase, ist schon älter. Darauf zu sehen sind Georg und ich, er hebt mich gerade hoch, wir beide lachen. Er fand es schon immer lustig, sich über meine geringe Körpergröße lustig zu machen… Das hat er da auch gerade gemacht.
Schlagartig drängt sich das Bild, wie Georg einfach gegangen ist, in meine Gedanken. Wieder kommen mir die Tränen. Aber ich will doch gar nicht weinen, mach ich eh schon viel zu viel!
Bill beugt sich bestürzt vor. „Du brauchst doch jetzt nicht weinen! War der Albtraum so schlimm?“
Ich nicke nur.
„Willst du mir erzählen, was war? Also, als Georg dich gefunden hat, und was du geträumt hast?“
Ich nicke zögerlich. Kann ja eigentlich nicht schaden. So erzähle ich ihm alles, wie er mich gefunden hat, was wir geredet haben, doch den Liedtext lasse ich aus, irgendwie möchte ich nicht, dass sie wissen, dass ich so ein Lied mag. Dann wie er meine Hand genommen hat, hier erröte ich ein bisschen, wie wir wieder hier waren, wie mir dann schwindelig geworden ist. Auch meinen Traum erzähle ich ihm. Wie sehr es mir wehgetan hat, als Georg einfach gegangen ist. Dann wie Georg mich geweckt hat. Ich schließe mit den Worten: „…und dann ist er raus gegangen, hatte wohl Kopfweh, und kurz darauf bist du rein gekommen.“
Er nickt immer mal wieder verstehend, unterbricht mich aber nicht. Ich greife nach dem Glas und leere es. Als ich mich aufrichten will, um mir neues zu holen, drückt Bill mich zurück ins Bett und sagt: „Ich mach das schon, ja?“
Ich nicke. Also verschwindet er.
Kurze Zeit später kommt er mit dem aufgefüllten Glas wieder und reicht es mir. Ich nippe daran und stelle es dann auf den Nachttisch zurück, neben die Schüssel mit dem kühlen Wasser für den Lappen.
Bill lächelt. „Weißt du, wo Georg hin ist?“
„Eigentlich wollte er das für sich behalten, glaube ich, aber ich sag’s dir jetzt trotzdem, okay? Also nich verraten, ja?“
Nachdem er genickt hat, beantworte ich ihm seine Frage. „Ich glaube, er ist auf der Dachterrasse. Willst du zu ihm gehen?“
Ich bekomme erneut ein Nicken zurück. „Sag ihm doch bitte, er soll sich nich den Kopf über meinen Traum zerbrechen... ich hab ja geredet im Schlaf und das hat er wohl gehört… Ich will nicht, dass er zu viel drüber nachdenkt, sonst bekommt er es noch heraus!“ Meine Stimme wird panisch. Er DARF es einfach nicht wissen, er wird mich verabscheuen!
Bill nickt: „Okay, mach ich. Tom müsste gleich kommen, er bleibt dann bei dir, bis ich wieder da bin. Nicht, dass irgendwas ist und niemand ist da. Denk nicht so viel über Georg nach, ja?“ Er streichelt mir noch ein Mal beruhigend über den Arm, steht dann auf und öffnet die Tür.
Tom steht mit erhobener Hand davor. Die Twins grinsen wie auf Kommando los und tauschen noch einige leise, kurze Sätze.
Doch dann geht Bill recht bald raus, auf die Terrasse, zu Georg…
Einerseits wäre ich jetzt gerne bei ihm, seine Anwesenheit wäre schön.
Doch andererseits ist es vielleicht besser so, dass er gerade nicht da ist. Er überlegt so viel, was mein Problem ist, warum ich es ihm nicht sagen kann... Ich meine, er ist mein bester Freund, da macht er sich halt Sorgen. Aber wenn er darauf kommt, bin ich geliefert… Also wenn er sich dann sicher ist. Ahnen tut er ja jetzt schon etwas…
Was, wenn dann die Band aufhören muss? Nur weil ich mich in Georg verliebt habe? Das soll einfach nicht sein. Ich glaube, das würde ich mir nie verzeihen.
Tom setzt sich schweigend auf den Boden neben dem Bett. Er ist irgendwie am uneingeweihtesten von uns allen vieren. Bill weiß sowieso immer mehr als alle anderen, meistens sagt er es Tom, aber da das ihn ja gar nicht betrifft, hat er es wohl nicht gemacht. Im Stillen danke ich ihm dafür. Georg kann es ahnen, und ich weiß es ja eh, ich bin ja Schuld an dem ganzen Mist.
Dann sieht Tom zu mir und fragt: „Na, wie geht’s dir so? Besser geworden in den paar Stunden?“
Ich nicke… Körperlich ist es ein bisschen besser geworden, aber sonst ist eher schlechter geworden, mit dem Traum und so. „Passt schon.“, murmele ich noch.
Dann lehne ich mich zurück in die Kissen, atme Georgs Geruch ein, umschließe das Foto fest mit einer Hand und döse dann etwas weg.

Ich wache wieder auf, als Bill murmelt: „Seid doch leise, ihr zwei, er soll doch weiter schlafen können!“ Tja, zu spät, aber danke für den Versuch, Bill.
Meine Augen lasse ich noch geschlossen, versuche, noch einmal einzuschlafen.
Anscheinend sind außer Bill noch Tom und Georg da. Denn Tom sagt: „Ich geh dann mal, ihr kommt hier ja zurecht.“ Und kurz nachdem die Tür leise zufällt, murmelt Georg: „Er sieht so niedlich aus, wenn er schläft. Irgendwie… weiß nicht... süß…“
Das Geräusch, was dann von Bill kommt, könnte man als ein zufriedenes „Ich hab’s doch gewusst“ deuten. Von Georg kommt ein drohendes: „Das verrätst du ihm aber nicht!“ Na, Georg, das weiß ich jetzt schon… aber es erstaunt mich… er findet mich süß, wenn ich schlafe? Wie kommt er darauf? Und seit wann ist er eigentlich wieder hier, er war doch gerade noch auf dem Dach? Lange geschlafen habe ich sicher nicht.
Doch dann sagt Bill: „Ich mach ihm mal Mittagessen, falls er aufwacht, dass er dann was essen kann. Er hat ja schon heut früh nichts gegessen und es ist ja auch schon halb eins…“
…HALB EINS?! So lange habe ich geschlafen? Das glaub ich jetzt ja erst mal nicht.
Anscheinend nickt Georg, denn das nächste, was ich höre, ist das erneute Zufallen der Tür.
Dann bemerke ich ein Papier in meiner Hand, anscheinend etwas zerknautscht… Ach ja, das Foto…. Ich hatte es die ganze Zeit in der Hand, hab ich gar nicht gemerkt…
Nach kurzer Zeit Ruhe spüre ich eine Hand, die sanft über mein Gesicht streicht, meine Gesichtskonturen nachfährt. Es kann nur Georg sein, die andern beiden sind ja gegangen… Ich schmiege mich unbewusst in die Berührung und bekomme ein amüsiertes Lachen zu hören.
„Ja, du bist ja anhänglich auf einmal… Wenn ich nur wüsste, ob du echt mich gemeint hast…“
Mist… Ich wusste doch, er denkt noch drüber nach. Auf einmal verschwinden die Finger von meinem Gesicht... ich bin noch so müde… ich döse wieder weg.
Nur ganz kurz später, diesmal bin ich mir wirklich sicher, stupst mich eine Hand an und Bills Stimme ertönt. „Komm, wach auf, Gusti. Du musst doch was Essen!“
Ich öffne widerwillig die Augen, doch die erwartete Helligkeit bleibt aus. Irgendwer hat die Vorhänge vors Fenster gezogen… Ich danke wem auch immer stumm dafür. So ist es viel angenehmer. Ich gähne und strecke mich erst mal ein bisschen.
Dann bin ich so wenigstens annehmbar wach und blicke mich um. Bill steht neben dem Bett und hält ein Tablett, auf dem ein Topf mit dampfender Suppe und noch ein Becher mit Pudding steht. Also lang geschlafen habe ich dann bestimmt nicht. Mein Blick schweift durchs Zimmer, Georg ist auch noch da. Ist er die ganze Zeit hier und passt auf? Wie lieb… Ich lächele und er erwidert es sanft.
„Georg, komm her und hilf ihm, schau dass er aufisst. Ich geh mal zu Tom.“ Langsam wirkt Bill fast mütterlich... ‚schau, dass er aufisst’… Als wäre ich ein Baby oder so.
Georg zieht sich einen Stuhl ans Bett, nimmt dann Bill das Tablett ab und lässt ihn somit gehen. Oh Mist, jetzt bin ich mit Georg alleine… das ist nicht so gut, wenn man davon ausgeht, dass er zu viel weiß… Er kennt mich einfach zu gut, er musste es irgendwann herausfinden… aber hätte doch auch gereicht, wenn es irgendwann später gewesen wäre.
Georg zieht mich ein bisschen hoch und stopft mir ein paar Kissen hinter den Rücken, zum Anlehnen. Dann beginnt er, mich zu füttern. Erst will ich protestieren, doch als ich nur den Mund aufmache, habe ich sofort einen Löffel Suppe darin… Mm. Ich mag Tomatensuppe.
Schnell ist sie aufgegessen. Es ist lustig, so gefüttert zu werden, Georg lacht die ganze Zeit, weil ich wieder irgendwo im Gesicht Suppe hab. Was kann ich dafür, wenn der die mir lieber ins Gesicht schmiert als in den Mund schiebt?
Dann wischt er mir mit dem Lappen noch mal durchs Gesicht, ich nehme das Glas und trinke einen Schluck und lehne mich dann zurück in die Kissen. Georg grinst und zieht dann den Puddingbecher vom Tablett, das inzwischen neben einer Flasche Wasser auf dem Boden steht.
Er nimmt einen kleinen Löffel und rührt darin herum. Dann hebt er ihn an und führt ihn auf meinen Mund u, aber als ich ihn aufmache, zieht er den Löffel wieder weg. Und wenn ich nach dem Pudding schnappe, nimmt er ihn zurück. So kriege ich nur ganz langsam etwas vom Pudding. Aber es macht Spaß…
Nach dem Essen beobachtet Georg mich nachdenklich. An was denkt er nur? Immer noch an meinen Traum? Das ist jetzt einen halben Tag her, er könnte es doch echt mal vergessen… oder zumindest nicht mehr sosehr drüber nachdenken…
Ich bin schon wieder ziemlich müde und muss gähnen. Als Georg das sieht, zieht er die Kissen weg und ich bringe mich wieder in eine liegende Position. Ich reibe mir noch mal über die Augen, doch die Müdigkeit geht nicht, sie wird eher stärker. Georg lächelt mich an: „Schlaf gut. Ruh dich einfach ein bisschen aus, genieße die Ruhe, bevor wir wieder ins Studio zum Aufnehmen müssen.“
Er lacht, und auch ich muss leise lachen. Dann fallen meine Augen langsam zu und ich schlafe wieder ein, eingekuschelt in die Decke, die Georg mir noch einmal hochzieht.

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Georg

Noch einige Zeit sitze ich so auf dem Dach und denke über Gusti nach. Was, wenn es echt so ist? Und wenn ich mir nun zu viele Gedanken um nichts mache? Sicherlich bilde ich mir das mal wieder ein, es sind einfach Spinnereien, aber ich komme diesmal nicht davon los.
Ich wüsste nicht mal, ob es mich irgendwie ekeln würde, aber ich glaube kaum. Er ist und bleibt mein Kumpel, egal, wie er für mich empfindet. Und er wird in Wahrheit normale Gefühle zu mir haben, das weiß ich. Ich spinne eben nur. Da ist gar nichts...!
Aber je mehr ich mir das einrede, desto weniger glaube ich es. Wenn man bedenkt, dass er mir partout nicht sagen möchte, was ihn bedrückt und dass er mir wirklich oft ausweicht in letzter Zeit, dann muss man sich schon Sorgen machen.
Ich fände es nur schade, wenn an so etwas unsere Freundschaft zerbricht. Insofern es für ihn nur Freundschaft ist...aber ich muss einfach wieder mit ihm reden. Am besten werde ich das nachher gleich machen, da ich es nicht aushalte. Dann habe ich wenigstens Klarheit. Wenn ich nun doch eine Riesensache daraus mache, dann kann er es mir ja sagen. Ich werde schon merken, was Sache ist...
Nach meiner vierten Kippe stehe ich auf und gehe wieder nach unten. Erstmal gucken, ob ich nicht wieder aufpassen soll. Das ist etwas, wofür ich mich gerne verantworte, da ich mittlerweile gewisse Schuldgefühle habe, aber einordnen kann ich sie noch immer nicht...wieso sollte ich mir die Schuld geben, dass Gusti krank ist? Ich weiß es nicht.
Als ich in mein Zimmer komme, sitzt Tom noch da. Er passt zwar noch auf unseren Drummer auf, scheint aber schon ziemlich müde zu sein. Ich kann ihn ja jetzt ablösen.
Dankend geht er und gähnt mir ein "Gute Nacht." zu, schon ist er verschwunden.
Ich lasse mich wieder auf den Stuhl vor meinem Bett fallen und betrachte Gustav etwas...ich hab keine Ahnung, wie ich dann anfangen soll. Wenn ich mit der Tür ins Haus falle und frage, wie er für mich empfindet, lacht er mich vielleicht aus oder denkt, ich hab sie nicht mehr alle. So ist's ja auch, aber wenn er es genauso sieht, hab ich ein Problem.
Nach einer Zeit Ruhe lehne ich mich auf mein Bett, bin nahe bei Gusti und beobachte ihn eine Weile. Er sieht friedlich aus, wenn er schläft. An was er wohl denkt? Oder ob er träumt? Wenigstens scheint es diesmal kein Albtraum zu sein...
Mein Blick fliegt über ihn, wie er eingekuschelt in meinem Bettzeug liegt. Als ich zu seiner Hand sehe merke ich, dass er etwas festhält. Gerne würde ich jetzt wissen, was es ist, aber so wecke ich ihn vielleicht auf, was ich ja nicht will.
Irgendwann werde ich auch müde vom vielen Nachdenken und schlafe ein, liege halb mit in dem Bett. Nur kommt es mir so vor, als würde Tom mich nur Minuten später wecken. Na ja, ist auch nicht so schlimm.
"Wir müssen uns mal abwechseln, du bist doch bald total k.o., wenn du nicht mal ausspannst.", tadelt unser Gitarrist, aber ich sehe ihn verständnislos an.
"Ich will aber nicht...muss doch auf ihn aufpassen!", grummele ich noch leicht verpennt, versuche aber, es möglichst zu verstecken. Doch Tom seufzt genervt und verleiert die Augen, als er mich vom Stuhl schieben will.
"Jetzt LASS mich!", maule ich, sodass Gusti sich kurz knurrend umdreht.
Tom und ich bewegen uns kein Stück, doch der Kleine pennt in aller Seelenruhe weiter.
"Du bist doch nicht sein Leibwächter, also...hallo!?", raunt Tom, doch ich drücke ihn schon weg. Da geht die Tür hinter uns auf und ich höre eilige leichtfüßige Schritte.
"Seid doch leise, ihr zwei, er soll doch weiter schlafen können!", meckert Bill, wir beide sehen leicht betreten zu Boden, bis es Tom wohl zu blöd wird und er sich genervter als eben schon umdreht. "Ich geh dann mal, ihr kommt hier ja zurecht."
Schon etwas erleichtert drehe ich mich für einen Moment zu Gustav um. Ich bin froh, dass er weiterschlafen konnte. Ich möchte ja, dass er weiter so friedlich daliegen kann. Nur finde ich irgendwie nicht die richtigen Worte dafür und murmele:
"Er sieht so niedlich aus, wenn er schläft. Irgendwie… weiß nicht... süß…"
Nach diesen Worten werde ich irgendwie leicht rot. Das wollte ich gar nicht so sagen...eigentlich...tja, ich weiß auch nicht genau, was ich wollte, aber so war es nicht gemeint. Zumindest nicht so, wie es Bill wohl auffasst. Sein leises Glucksen lässt mich noch dunkler im Gesicht werden.
"Das verrätst du ihm aber nicht!", drohe ich peinlich berührt, reite mich damit nur noch mehr in die Sache rein, doch Bill scheint es wohl leicht leid zu tun, da er meint, er könnte Gusti langsam mal was zu Essen machen. Stimmt, es ist schon ziemlich spät. Ohne Essen wird's ihm nicht besser gehen.
Ich lasse mich, nachdem Bill wieder weg ist, zurück auf den Stuhl fallen und sehe den Kleinen erneut nachdenklich an. Wenn er so daliegt, denkt man nicht, dass er solche Probleme und Sorgen hat. Nur wenn man ihn kennt, bemerkt man so was...und ich habe eindeutig zu lange dafür gebraucht.
Vorsichtig hebe ich meine Hand und fahre kurze über seine Stirn. Immerhin ist sein Fieber gesunken. Lächelnd streiche ich weiter über seine Wange, auch hier hat er beinahe Normaltemperatur. Mein Daumen streichelt seinen Mundwinkel auf und ab. Nur sachte, ich möchte ihn nicht wecken.
Nach ein paar Sekunden drängt er sich an meine Hand. Sein Traum scheint ja schön zu sein...um wen es wohl geht? Mich sicher nicht...
"Ja, du bist ja anhänglich auf einmal… Wenn ich nur wüsste, ob du echt mich gemeint hast…", meine ich amüsiert, nachdem ich leise lachen musste. Ist schon niedlich...oh Mann, ich sollte das lassen. Da kommt man ja glatt auf falsche Gedanken...!
Etwas verwundert über mich selbst ziehe ich meine Hand zurück. Noch ein bisschen, dann ist wohl sein Essen fertig...
Ich sehe aus dem Fenster. Wenn er seine Augen öffnet, wird er sich wohl erst an Tageslicht gewöhnen müssen. Ich werde ihm das mal erleichtern. Langsam stehe ich auf und beuge mich zum Fenster, von welchem ich die Vorhänge zuziehe. Danach betrachte ich ihn weiter.
Schon nach weniger Zeit erscheint Bill wieder im Raum und versucht, Gusti zu wecken. Ich sehe dabei zu, wie er sich gähnend streckt. Der Kleine ist echt...nein, nicht schon wieder! Ich wollte das lassen...wieso eigentlich? Wahrscheinlich bin ich schon zu vertieft in die Sache um seine Gefühle...verdammt...!
Als er mich vorsichtig anlächelt, erwidere ich es sofort. Ich passe gerne auf ihn auf...
Nachdem Bill mich anweist, Gusti beim Essen zu helfen, nehme ich das Tablett und lasse ihn gehen. Ja Bill, ich werde ihn füttern, am besten kaue ich ihm alles vor...schon klar.
Aber nach einiger Zeit mache ich daraus Ernst und habe es sogar geschafft, wenn auch mit einigen Star