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Rabea - 16.02.2007, 22:49
Lexikon der Gewürze
Lexikon der Gewürze, Komet Verlag, 7,95 Euro
Größe ca. DIN A5 nur etwas breiter
- Alles Wissenswerte über Gewürze von A bis Z
- Geschichte und Herkunft der Gewürze
- Botanische Angaben zu den Gewürzen: Merkmale, Vorkommen und Anbau
- Inhaltsstoffe und Eigenschaften
- Verwendung der Gewürze in der Küche und in der Medizin
- Mit den wichtigsten Gewürzmischungen
Ich habe das Buch heute bei Weltbild entdeckt und bin begeistert. Neben den Gewürzen sind nämlich auch alle Kräuter vertreten.
Je Gewürz oder vielmehr je Kraut (aber jedes Kraut ist ja auch wieder Gewürz :fg) gibt es 2 bis 4 Seiten im Buch. Immer mit großem Bild, dass auch der Kräuter-Unkundige weiß, wie das Kraut auszusehen hat, wenn er es in der Natur sieht (okay, ich müsste bei vielen Kräutern immer noch das Buch neben dran halten, aber was soll es :chen).
Hier mal am Beispiel Pfefferminz, wie das ganze aufgebaut ist:
Pfefferminze (Mentha x piperita)
Familie: Lippenblütler
Andere Namen: Grüne Minze, Edelminze
Vorkommen: Ursprung in Asien, heute in Europa, Asien und Nordamerika
Geschichte: Die heutige Kulturminze bzw. Echte Pfefferminze ging aus drei verschiedenen Wildformen hervor und ist seit Ende des 17. Jahrhunderts in England nachgewiesen, wo man wahrscheinlich auch die meisten Rezepte mti Pfefferminze kennt. Allen großen Kulturvölkern war die "wilde" Minze seit jeher mit ihren hoch geschätzten heilenden und aromatisierenden Eigenschaften bekannt. Zu biblischen Zeiten wurde sie sogar als Steuerzahlung akzeptiert, im Rom des Dichters Ovid schmückte man als Zeichen der Gastfreundschaft Tische und Räume mit ihr und spätestens ab dem 9. Jahrhundert war sie fester Bestandteil eines jeden Kräutergartens.
Merkmale: Ausdauernde Staude, buschig, 50-80 cm hoch, wuchert mit langen unterirdischen Wurzelausläufern; kantige Stängel mti länglich eiförmigen, dunkelgrünen Blüttern; hellviolette bis rötliche Lippenblüten in ärhenartigen Blütenständen, selten Fruchtausbildung.
Blütezeit: Juni - September
Inhaltsstoffe: Ähterisches Öl mit 50 % Menthol, Menthon, Jasmon und weiteren Komponenten; Gerbstoff Rosmarinsäure, Bitterstoffe, Flavonoide.
Eigenschaften: Krampflösend, wirkt bei Übelkeit, Brechreiz, Magen- und Verdauungsbeschwerden, fördert die Gallesekretion, blähungswidrig, antiseptisch, schmerzstillend bis leicht betäubend, entspannend, schweißtreibend und stärkend bei Erkältungskrankheiten; stark aromatischer, mentholartiger Duft; frischer, pfeffrig-minziger Geschmack.
Verwendung: Die frischen Blätter der Pfefferminze können über die gesamte Wachstumsperiode fortlaufen gepflückt werden. Die beste Zeit, um sie für das Trocknen zu schneiden ist kurz for der Blüte, da dann der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten ist. Pfefferminze wird seit jeher in der Heilkunde verwendet, als Tee zubereitet und dient als prägnantes Gewürz. Pfefferminzöl aus Blättern und Sprossen der blühenden Pflanze gewonnen aromatisiert Bonbons, Liköre und wird zu medizinischen sowie kosmetischen Zwecken eingesetzt.
Küche: Pfefferminze als Würze zu Salaten, Gemüsen, Fleischgerichten und Milchprodukten ist besonders in der angelsächsischen, süd-osteuropäischen und orientalischen Küche verbreitet. Sie passt gut zu Schaffleisch - wie z.B. in der englischen Mint Sauce - aber auch andere Fleischsorten sogar Fisch z.B. Aal - vertragen ihr typisches Aroma. Die Minze verfeinert Gemüse, vor allem Auberginen, Aufläufe oder Eintöpfe aus Erbsen, Kohl oder Karotten. In Joghurt und Quarkspeisen sowie Obstsalaten lässt sich die Minze gut mit anderen Würzkräutern beispielweise der Zitronenmelisse kombinieren. Schon mit einer kleinen Prise entfaltet sie ihre Wirkung.
Gesundheit: Die wirksamen Bestandteile der Pfefferminze befinden sich hauptsächlich in den ätherischen Ölen, die ausden Öldrüsen der Blätter stammen und aus etwa 130 verschiedenen Substanzen bestehen. Für eine gute Qualität spielt der Gehalt an Menthol und Menthon eine große Rolle, wobei Menthol den kühlenden Minzgeschmack bewirkt. Ihre Flavonoide und Gerbstoffe zeichnen für die heilenden Prozesse verantwortlich. Pfefferminztee schafft Abhilfe bei kolikartigen Verdauungsstörungen, bei Erkältungen, Grippe, Menstruationsbeschwerden und hilft Schwangeren über die Morgenübelkeit. Pfefferminzöl vertreibt Kopfschmerzen und wirkt als Einreibemittel entspannend, kühlend und antiseptisch bei Muskelschmerzen oder gereizter Haut. Achtung bei Allergien.
Außerdem ist bei manchen Gewürzen noch ein Tipp oder eine Info mit eingebaut.
Am Anfang des Buches erfährt man übrigens die Geschichte der Gewürze.
Bei den Gewürzmischungen gibt es nur 5 oder 6 (z.B. Curry, Herbes de Provence).
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