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Nadine - 15.02.2007, 14:28
Lena's Geburt
Huhu ihr Lieben,
hier kommt Lena's Geburtsbericht:
Es war der 05.10.06 und ich hab mal wieder ne Einweisung ins Krankenhaus bekommen. War ein paar Tage zuvor auch schon dort wegen beginnender Gestose und Fruchtwasserverlust. Da das aber nicht so tragisch war durfte ich nach 2 Tagen Aufenthalt wieder nach Hause. Ich war zwar traurig ohne sie im Arm das Krankenhaus verlassen zu müssen; aber wieder auch glücklich darüber nicht länger "sinnlos" dort rumzuliegen. Die haben dort nicht wirklich was mit mir gemacht - hab mich tierisch gelangweilt.
Naja, auf jeden Fall war ich wieder beim Gyn und der meinte jetzt haben wir auch noch zu wenig Fruchtwasser zusätzlich zu der beginnenden Gestose und meine Wassereinlagerung wär auch nicht so gut. Also wieder ab in die Klinik. Ich dachte mir nur "nicht schon wieder". Ich hab aber an meine Süsse gedacht und wollte ja auf keinen Fall irgendein Risiko eingehen. Also wir wieder ab in die Klinik - die kannten mich ja schon und fragten mich ob meine Kleine raus möchte? Ich sagte nur von mir aus gerne, aber im Moment geht es wohl darum das eine Gefahr für Mutter und Kind ausgeschlossen wird. So durfte ich 5 mal am Tag zum CTG runter und hab meinen Mann arbeiten geschickt. Mir war tierisch langweilig und irgendwann hab ich dann auch geweint; die Hormone sind mit mir durchgegangen. Die Hebammen waren so lieb zu mir und haben mich getröstet. Ich solle doch meine Freundin und Schwester anrufen ob die nicht Zeit haben. Die dürfen auch mit in den Kreißsaal zum CTG. Das hab ich dann auch gemacht und es ging mir ein wenig besser. Abends kam dann auch mein Mann wieder und ich hab ihm Essen rausgeschmuggelt und wir haben dann gemeinsam gefuttert. Er ist dann gegen neun uhr gegangen und ich sagte ihm das wenn irgendwas sein sollte ich ihn anrufe und er doch das telefon neben das bett legen solle.
Ich hatte zwar den ganzen tag über wehen aber die taten mir überhaupt nicht weh. die hebamme meinte das wehen aber schon ganz schön aussehn. ich hab nur zu ihr gesagt das wenn das geburtswehen sind dann krieg ich 10 kinder sie lachte nur und meinte "schaun wir mal". heute weiß ich was sie damit meinte. es waren "keine" geburtswehen. nach dem letzten ctg bin ich wieder hoch auf meine zelle und hab mich lange mit meiner bettnachbarin unterhalten. irgendwann hab ich dann wehen gekriegt die mir die sprache verschlagen haben. ich war nicht mehr in der lage - während einer wehe - weiter mit ihr zu sprechen. ich hab das aber so hingenommen und überhaupt nicht darauf geachtet in welchen abständen und versucht mich weiter mit ihr zu unterhalten. bin auch überhaupt nicht auf die idee gekommen irgendjemanden mal bescheid zu geben und war der festen überzeugung dass das gleich wieder aufhört. ich habe keinen gedanken daran verloren das meine kleine sich vielleicht auf den weg macht. unglaublich wenn ich da heute so drüber nachdenke. irgendwann war gar kein gespräch mehr mit ihr möglich und sie meinte ob es nicht besser sei wenn sie die schwester rufen würde. ich sagte ne ne, lass mal - das hört sicherlich gleich auf! HA... fehleinschätzung. bin dann etwas auf dem gang spazieren gegangen aber es war mir nach ein paar minuten nicht mehr möglich. ich konnte nicht mehr laufen, reden oder sonst was machen. es war mittlerweile nach 22 uhr. irgendwann hat eine schwester das mitbekommen und meinte jetzt aber ganz schnell in den kreißsaal. ich sagte nur: stopp, ich brauch noch mein handy und den fotoapparat - für alle fälle. sie meinte nur "und sonst alles klar" und fing an zu lachen? ich sagte daraufhin "mir gehts super" obwohl ich das "super" kaum noch aussprechen konnte.
dann war ich im kreißsaal und es hieß muttermund 4 cm und starke wehen. na wird heut wohl noch was kommen? ich sagte "im ernst? bin ich denn schon bereit dazu?" sie lachte und ging raus. die schmerzen wurden immer heftiger und ich wußte nicht wie ich liegen sollte. ich sollte noch ein wenig spazieren gehen und sagte ok; die nächste sitzgelegenheit gehört mir. das haben sie irgendwie nicht so ernst genommen aber ich hab mich wirklich auf dem flur auf die couch gesetzt und die waren sprachlos als sie das sahen. ich solle ein wenig laufen; aber ich konnte nicht mehr. sie sahen es ein und stützten mich. kaum wieder im raum angekommen hab ich mich erst mal übergeben und mich tausend mal entschuldigt. war mir total unangenehm. sie meinte das ist ein gutes zeichen und wäre überhaupt nicht schlimm. ich lag wieder und wurde gefragt ob ich ne pda haben möchte und ich nur noch: JAAAAAAAA. kurze zeit später kam der anästesist und hat mich erst mal zugetextet. ich weiß gar nicht mehr was er mir alles erzählt hat; auf jeden fall war er sehr gesprächig. er wollte mir die nadel legen und ich sollte bescheid geben wenn eine wehe kommt. leider war ich ja nicht in der lage zu sprechen wenn eine wehe kam und so mußte er immer mit raten und ich hab dann meinen kopf bewegt. die pda war gelegt und ich fühlte mich super. wollte nur noch trinken und schlafen. der anästesist hat mich immer noch zugetextet und ich hab nen liter wasser getrunken. dann war ich mit ihm alleine und lag da; konnte mich nicht mehr bewegen und wollte ein nickerchen machen. dann wurde mir aber so schlecht und ich hab mich wieder übergeben. der anästesist hat sich so erschrocken weil er dacht ich ersticke. ich konnte mich nicht aufrichten und hab mich und alles um mich herum vollgespuckt. er ist nur rausgelaufen und hat gerufen "HILFE". ich hab nur gedacht "was ist jetzt". naja gut, irgendwie fand ich das auch witzig.
dank pda konnte ich ein wenig schlummern und wurde zwischendurch immer wieder untersucht. so gegen 4 meinte die hebamme dann ich solle meinen mann anrufen das er kommt. und ich "kommt sie wirklich heute noch?" und sie "aber garantiert". ich konnte es kaum glauben und war überglücklich! mein mann kam gegen 4.30 uhr und ich schlummerte wieder. er dachte das ich ihn veräppelt hätte. wie kann man während einer geburt schlafen? aber er hat es hinterher alles verstanden. irgendwann waren die schmerzen wieder da und ich mußte mitarbeiten. mein mann durfte mich während der "heißen phase" weder anschauen noch anfassen. tut mir im nachhinein total leid. aber er war froh das es für ihn noch so glimpflich abgegangen ist; da hat er schon anderes gehört (was die frauen den männern so an den kopf schmeißen). nach 4 oder 5 presswehen war mein sonnenschein dann da. ich selber hab es gar nicht mitbekommen aber mein mann "sie ist da - hör auf zu pressen". es war aber kein mucks von ihr zu hören und ich sagte nur "warum schreit sie nicht" und bekam keine antwort. es war für mich wie eine ewigkeit bis ich was gehört habe. sie hatte ihre nabelschnur fest um den hals gewickelt und sie haben erst mal geschaut ob alles ok ist. ich dann "ist es wirklich ein mädchen?" und sie "ja, ein mädchen". mein mann fing an zu weinen und ich spürte so viel liebe und glück als sie dann auf meinem bauch lag, wie ich noch nie vorher gespürt habe.
ich bin eine mami geworden. mein glück war/ist vollkommen; ich habe mein eigens baby in den armen. sie schaute mich an und ich sagte zu ihr "willkommen mein engel; ich bin deine mami und liebe dich über alles - schön das du da bist". mein mann weinte immer noch und wir waren soooooo glücklich!
dann fing die ärztin an an mir rumzuschnibbeln weil ich geschnitten wurde und das hat mich nur noch genervt. wollte mein vollkommenes glück genießen. als sie fertig war wurden wir woanders hingeschoben und mein mann nahm sie auf den arm. wie er sie angeschaut hat und mit ihr gesprochen hat, hat mich zum weinen gebracht. es war so viel liebe und zuneigung zu spüren. ich bat ihn dann mit ihr ans fenster zu gehen damit sie vom universum aufgenommen und willkommen geheißen wird. wird bei uns so gemacht. hat er dann auch gemacht. wir lagen dann zu dritt im bett und haben uns nur angeschaut. wir waren nun überglückliche eltern... :klee:
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