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knuddelmutti - 10.02.2007, 20:17
Herpesvirus – CHV – infektiöses Welpensterben
Herpesvirus – CHV – infektiöses Welpensterben
Herpesvirus-Infektion beim Hund

Ein Herpesvirus beim Hund, in der Literatur meist als canines Herpesvirus Typ 1 (CHV-1)
bezeichnet, ist eine wesentliche Ursache für den Tod von Welpen, vor allem bei Welpen bis
zum Alter von drei bis vier Wochen; bei älteren Welpen verläuft die Erkrankung meist
nicht mehr tödlich.

Übertragung
Über die Auswirkungen von CHV-1-Infektionen beim erwachsenen Hund gibt es wenig Informationen. Eine respiratorische Form der Herpes-Infektion beim erwachsenen Hund ist wenig auffällig mit etwas klarem Nasenausfluss und gelegentlichem Niesen. Die Symptome verschwinden ohne Behandlung nach wenigen Tagen von selbst und werden vom Besitzer meist nicht als Krankheit wahrgenommen. Dieser "leichte Schnupfen" spielt jedoch eine große Rolle bei der Virus-Übertragung. Das Virus besiedelt die Atemwege und die Geschlechtsorgane; gelegentlich entwickeln sich vorübergehend kleine Bläschen an der Scheidenwand bzw. der Vorhaut. Wie bei vielen Herpesvirus-Infektionen anderer Spezies können erwachsene Tiere über Jahre mit der Infektion leben; unter Stress kann es zu einer Reaktivierung und zur Ausscheidung der Erreger kommen, ohne dass die Tiere irgendwelche Krankheitserscheinungen zu zeigen; sie werden als
symptomlose "Träger" bezeichnet. Praktisch alle Hunde mit Kontakt zu anderen Hunden haben schon einmal Kontakt mit dem Herpes-Virus gehabt. Es handelt sich bei der Erkrankung nicht primär um eine Geschlechtskrankheit; sie wird weder normalerweise noch notwendigerweise durch den Deckakt übertragen, sondern fast immer durch eine von erkrankten Hunden ausgehende Tröpfcheninfektion. Jede Infektion resultiert in einer nur kurzzeitigen Produktion von Antikörpern; bald danach ist der Hund wieder empfänglich für eine neue Infektion. Die nachlassende Immunität kann auch für das Wieder- Aufflackern der
Erkrankung verantwortlich sein, nicht zu unterscheiden von einer neuerlichen Infektion. Schon der Besuch beim Deckrüden zum ersten kennen lernen, noch ohne sexuelle Kontakte, kann der Hündin eine Infektion eintragen, wenn vorher andere besuchende Hündinnen die Viren hinterlassen haben. Wenn der Deckrüde oder andere Hunde des Zwingers regelmäßig auf Ausstellungen oder Prüfungen gehen, können in
diesem Umfeld hohe Viruskonzentrationen ausgeschieden werden; es ist für Hunde schlicht unmöglich, dem Virus in der Umgebung eines viel eingesetzten Rüden aus dem Weg zu gehen. Abgesehen von den ersten drei Lebenswochen ist die Trächtigkeit die einzige andere extrem sensible Zeit für eine Herpesvirus-Infektion. Frische Infektionen in der Frühträchtigkeit können zur Resorption oder zum Frühabort führen, Infektionen nach einigen Wochen der Trächtigkeit verursachen manchmal kein Verwerfen, können aber Ursache sein für sehr niedrige Geburtsgewichte und lebensschwache Welpen.Bei Hündinnen, die bei einer gründlichen Kontrolluntersuchung vor dem Decken für gesund und frei von bakteriellen Infektionen befunden worden waren, die dann bei einer Untersuchung am 28. Tag nachweislich trächtig waren und trotzdem später keine Welpen brachten, ließen sich bei Blutuntersuchungen um den erwarteten Geburtstermin in etwa 80% der Fälle positive Antikörper-Titer gegen das Herpesvirus nachweisen. Welpen können sich auf verschiedenem Wege infizieren. Das Virus kann schon vor der Geburt die Plazenta durchdringen und den Wurf in der Gebärmutter infizieren, oder die Welpen können sich auf dem Weg nach außen in der Scheide infizieren. Die Mutter kann auch mit ihrer Atemluft und dem Nasensekret Viren ausscheiden, welche die Welpen schon mit ihren ersten Atemzügen einatmen. Durch den engen Kontakt mit den Wurfgeschwistern und stetiges Belecken verbreitet sich das Virus schnell von einem Welpen zum anderen.

Symptome
Nach der Ansteckung dauert es bei Neugeborenen meist etwa eine Woche bis zum Krankheitsausbruch. Demzufolge ist leicht zu verstehen, dass vor allem Welpen im Alter von 1 - 3 Wochen das höchste Risiko haben zu erkranken. Stark infizierte Welpen hören plötzlich auf zu saugen, fühlen sich schlapp an und beginnen zu schreien und zu wimmern. Der Kot kann weich und gelb-grün aussehen. Die Leber schwillt an, und die Welpen haben Bauchschmerzen. Einige zeigen auch Störungen der Atmung mit Nasenausfluss, andere haben eine gerötete Bauchdecke. Blutungen aus der Nase oder in kleinen Flecken in den Schleimhäuten können vorkommen. Etwas ältere Welpen können Störungen des Nervensystems entwickeln mit schwankendem Gang und Erblindung. Bei jüngeren Welpen tritt der Tod meist innerhalb von 24 bis 48
Stunden ein. Neugeborene Welpen haben eine vergleichsweise niedrige Körpertemperatur und können diese noch nicht selbst regulieren; sie sind daher auf die Wärmezufuhr aus der Umgebung (Raumtemperatur, Mutter, andere Welpen) angewiesen. Sie können auch kein Fieber als Abwehrmechanismus gegen die Viren bekommen, erst ab dem Alter von ca. 3 Wochen ist das möglich. Da sich das Virus am besten bei niedrigeren
Gewebetemperaturen vermehrt, sind ältere Welpen in einer besseren Abwehrsituation.

Diagnose
Die Erkrankung der Welpen breitet sich schnell innerhalb des Wurfes aus, jeder erkrankte Welpe ist selbst hoch ansteckend. Dringend anzuraten ist die baldige Sektion jedes in den ersten Wochen gestorbenen Welpen (gut kühlen, aber nicht einfrieren!) - die Pathologen finden typische Herpes-Veränderungen in Nieren und Leber mit charakteristischen Zellschädigungen. Beim erwachsenen Hund erfolgt die Diagnose einer akuten Infektion durch die Ermittlung des Verlaufs des Antikörper-Titers mit zwei Blutuntersuchungen im Abstand von etwa 2 Wochen. Manchmal ist auch in Scheidenabstrichen, Sperma, oder aus dem Inhalt von Schleimhaut-Bläschen an den Geschlechtsorganen das Virus nachweisbar. Die Erkrankung hinterlässt ein Immunität mit hohen Antikörper-Titern, die allerdings meist nicht lange anhält. Welpen, welche die Erkrankung überleben, können Dauerschäden an Niere, Leber oder Nervensystem zurückbehalten.

Behandlung
Gegenwärtig gibt es keine virusspezifische Therapie gegen eine CHV-1-Infektion. Jede Behandlung der Welpen kann nur eine Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte zum Ziel haben, etwa in Form von Sonden-Ernährung oder der Gabe von Medikamenten gegen Durchfall. Die Todesrate bei Welpen unter 3 Wochen ist hoch, erkrankte Welpen sterben rasch. Die anderen Welpen sollten so warm wie möglich gehalten werden, allerdings nicht so warm, dass die Mutter ihre Welpen verlässt. Da das Herpesvirus wie alle Viren gegen Antibiotika unempfindlich ist, gibt es keinen Grund für deren Verabreichung, es sei denn, dass bakterielle Sekundär-Infektionen hinzukommen oder dass Zweifel bestehen, ob es sich wirklich um eine CHV-1- oder eher eine bakterielle Infektion handelt. Die Gabe von Paramunitäts- Inducern zur Hebung der unspezifischen Abwehr-Lage ist sinnvoll, kommt aber bei schwerkranken Welpen meist zu spät.

Wie groß ist das Risiko bei weiteren Würfen?
Natürlich ist jeder Züchter daran interessiert zu wissen, ob er wieder mit Welpenverlusten rechnen muss, wenn er die Mutter eines an einer CHV-1-Infektion erkrankten oder gestorbenen Wurfes erneut decken lässt. Er will auch wissen, ob der Deckrüde ebenfalls infiziert sein muss, und mit welchen Langzeitschäden bei evtl. überlebenden Welpen gerechnet werden muss. Der Deckrüde kann infiziert sein oder auch nicht. Er kann entweder der Hund sein, der die Hündin angesteckt hat, oder er hat sich bei ihrer eigenen akuten CHV-Infektion angesteckt, als er sie deckte. Wenn es sich um einen Rüden handelt, der in einem aktiven Zwinger mit vielen Schau- und Trainingsbesuchen lebt und häufiger fremde Hündinnen deckt, hat er aber mit hoher Wahrscheinlichkeit die Infektion schon (u.U. mehrmals) durchgemacht; um ihn muss man sich keine Sorgen machen. Hier noch mal zur Erinnerung: Die CHV-1-Infektion der Atemwege beim erwachsenen Hund verläuft so mild, dass der Hundebesitzer sie kaum jemals bemerkt. Nur zwei Blutproben im Abstand von 10 - 14Tagen können einen Anstieg (frische Infektion) oder Abfall (Infektion in der Abheilphase) der Antikörpertiter feststellen, sinnvoll sind solche Untersuchungen vor allem bei Leerbleiben von Hündinnen in der Ursachenforschung.

Hunde: Das canine Herpesvirus 1 verursacht eine schwere Erkrankung bei Welpen, die innerhalb der ersten Lebenswoche eine Mortalität von 80 % aufweist. Ältere Tiere erkranken weniger schwer. Das Virus wird auch mit Scheidenentzündungen (Vaginitis) und Erkrankungen der Luftwege (Tracheobronchitis) in Verbindung gebracht. Infektionen während der Trächtigkeit können zu Fehlgeburten und Totgeburten sowie zu Unfruchtbarkeit der Hündin führen. Die bakterielle Vaginitis ist zunächst harmlos. Sie begünstigt aber das Aufsteigen gefährlicher Keime (u.a. Chlamydien) über den Uterus in die Eileiter und Eierstöcke. Eine solche fortgeschrittene Infektion kann zu Unfruchtbarkeit führen. Deshalb wird bei der gynäkologischen Routineuntersuchung regelmäßig der PH-Wert gemessen und ein mikrobiologisches Nativpräparat angelegt, um eine Vaginitis zu erkennen. Eine Infektion durch das Humane Papillomvirus (HPV) kann auf Dauer zum Zervixkarzinom führen.

Es lassen sich verschiedene Formen unterscheiden:
der Abortus completus: vollständiger und gleichzeitiger Abgang der gesamten Frucht (also Chorionhülle, Amnionsack und Embryo zusammen), meistens Frühabort, selten nach der 16. Schwangerschaftswoche
der Abortus incompletus: unvollständig, da oft Plazentateile in der Gebärmutter bleiben, und mehrzeitig; oft geburtsartiger Abgang sowohl des Fetus' als auch der Plazenta mit Wehen und Blasensprung, vorwiegend Spätabort zwischen 16. und 28. Schwangerschaftswoche der Spontanabort oder Abortus spontaneus ist eine Fehlgeburt ohne Einfluss von Außen (auch ohne Medikamente); darunter fallen: der Abortus habitualis: Der habituelle Abort ist eine spontane Fehlgeburt nach mindestens zwei vorherigen, ohne dass eine konkrete Ursache bekannt wäre, man vermutet anlagebedingt, entweder als primärer habitueller Abort bei wenigstens drei Fehlgeburten, ohne eine Schwangerschaft ausgetragen zu haben, oder als sekundärer habitueller Abort, wenn eine Serie von mindestens drei Fehlgeburten durch eine reguläre Geburt unterbrochen wird
der ovuläre Abort bis zur achten Schwangerschaftwoche ist die Ausstoßung eines so genannten Abortiveis (Molen-Eis, Windeis), welches nicht zur weiteren Entwicklung fähig ist (vergleiche Blutmole)
der Abortus febrilis bezeichnet eine fiebrige Fehlgeburt, entweder als unkomplizierte Form bei nur lokaler Infektion des Endometriums, als komplizierter Abort: geht mit einer Entzündung von Gebärmutter und Eierstöcken einher, oder als septischer Abort mit massiver Bakterienbelastung des Blutes, Entzündungen der Beckenorgane und der Gefahr der Bauchfellentzündung (Peritonitis) und v.a. eines septisch-toxischen Schocks; diese Form evtl. als putrider Abort mit bakterieller Gasbildung
der Abortus imminens: drohende Fehlgeburt bei geringen Wehen bzw. Blutungen, der Gebärmutterhals ist noch geschlossen; ein Austragen des Kindes ist, je nach Umständen, noch zu erreichen der Abortus incipiens hingegen ist eine schon beginnende, meistens nicht mehr aufzuhaltende Fehlgeburt, allerdings nun mitweiterer Öffnung des Muttermundes der verhaltene Abort, auch englisch missed abortion, bedeutet das (bis zu monatelange) Verbleiben einer bereits abgestorbenen Leibesfrucht im Uterus und kann zum Dead-Fetus-Syndrom führen. der Abortus cervicalis ist eine seltene Form dessen, bei der z.B. ein durch Narben verhärteter Muttermund (an der Zervix) die abgestorbene Leibesfrucht zurückhält.

Behandlung des Genitalherpes
Eine Behandlung des Herpes simplex der Geschlechtsorgane ist mit Tabletten oder Infusionen möglich.Hierbei werden Wirkstoffe wie Aciclovir, Famciclovir und Valaciclovir angewendet. Cremes oder Lösungen sind in leichteren Fällen auch ausreichend wirksam. Die Behandlung gehört auf jeden Fall in die Hand eines Arztes.

Häufig gestellte Fragen: Kann der Virus durch Streicheln von einem Hund auf den anderen übertragen werden? Oder durch riechen vom infizierten Hund bei einer läufigen Hündin?

Sowohl als auch. Da es aber inzwischen mehrere Arten von Tierlichen Herpes gibt sollte per Bluttest schnellstmöglich festgestellt werden um welchen es sich handelt. Herpes ist nicht aus heilbar aber sie können eine Art Resistenz erhalten durch Medikamente eingedämmt werden
Jeder TA gibt hierzu fachliche Auskunft
Diesbezüglich sollte auch vor jedem Deckakt ein Titer Bestimmung gemacht werden, oder ein Bakterientest so das sich der Rüdenbesitzer und auch Hündinnenbesitzer sicher sein können
Herpes kann durch Tröpfcheninfektion ,Speichel oder durch Geschlechtsverkehr übertragen werden

Selektieren der Tiere ist maßgeblich
Sowohl müssen mehrere Test durchgeführt werden da die Inkubation 10 Tage beträgt .
die Welpen teilresistent werden, aber auch diese Tiere nicht zur Zucht zugelassen werden sollten

Nimmt eine Hündin auf, wenn sie den Virus hat???ja aber die Frucht kann absorbiert werden oder es kann zu einem Abgang kommen "Fehlgeburt" Sie können aber auch die Welpen austragen

Herpes kann und ist eine ernstzunehmende Erkrankung

Quelltext :Uniklinik Gießen

Am Institut für Virologie in Gießen wurde eine Studie über das Vorkommen und die Verbreitung von caninem Herpesvirus durchgeführt. Es konnten Züchter und Zuchtrüdenbesitzer ihre/n Hund/e kostenlos auf eine Infektion mit einem caninen Herpesvirus testen lassen.
Insbesondere angesprochen wurden /sind Züchter, die Probleme in der Zucht haben (z.B. Leerbleiben, der Hündin, Sterben von Welpen u. ä.). Welche Folgen eine Infektion mit caninem Herpesvirus für die Zucht haben kann, ist im folgenden Artikel näher beschrieben.
Für die Untersuchung muß dem Hund vom Tierarzt Blut entnommen werden. Der Tierarzt sollte dann 1 ml Serum an folgende Adresse schicken:

Institut für Virologie
Fachbereich Veterinärmedizin
z.Hd. Frau Vida
Frankfurter Straße 7
35392 Gießen

Das Ergebnis der Untersuchung wird dem Tierbesitzer schriftlich mitgeteilt.
Wer Fragen hat, kann sich an Frau Vida wenden.
Tagsüber:
Tel: 0641-99383-63 • Fax 0641-99383-79 • privat: 06401-960667

Infektöses Welpensterben
Infektion des Hundes mit caninem Herpesvirus (Fam. Herpesviridae)
Viren sind besonders kleine Krankheitserreger (ca. 0,0001 mm), die sich nur in lebenden Zellen vermehren. Das canine Herpesvirus (CHV) wurde 1965 erstmalig als Erreger des infektösen Welpensterbens in den USA beschrieben. Der Name der Familie (Herpesviridae) wurde von "herpein" (griech. = kriechen) abgeleitet, nachdem man erkannt hat, daß die durch Herpes simplex-Virus beim Menschen ausgelösten Herpesbläschen immer wiederkehren können.
Hauptmerkmal der Infektion mit caninem Herpesvirus ist die lebenslange (persistierende) und verborgene (latente) Infektion. Anders herum gesagt: Ist der Hund erst einmal infiziert, bleibt er es sein Leben lang und ist somit Virusträger. In Situationen, in denen das Immunsystem dieses Hundes belastet wird (Streß wie z.B. in Zusammenhang mit Geburt oder mit Krankheit, bei der Gabe von Corticoiden), kann es zur Reaktivierung und damit zur Ausscheidung des Virus kommen. Das Virus kann mit Speichel, Tränen- oder Nasenflüssigkeit und auch Genitalsekreten ausgeschieden werden. In diesem Falle können sich Hunde durch direkten Kontakt (gegenseitiges Belecken, Deckakt u.ä.) gegenseitig infizieren.
Eine akute Infektion bei einem erwachsenen Hund wird nicht unbedingt bemerkt. Der betroffene Hund zeigt meist Symptome, die an eine leichte Erkältung erinnern, z.B. Hüsteln, vermehrter Augen- und Nasenausfluß. Bei der Hündin kann es zu einer leichten Entzündung des vorderen Genitalbereiches (Vaginitis) kommen und es können sich wenige kleine Bläschen an den Schamlippen zeigen.
Meist werden die Hundebesitzer erst aufmerksam, wenn es zu Störungen in der Fortpflanzung kommt. So bleibt eine Hündin nach dem Deckakt leer, oder, wenn sie nachweislich aufgenommen hat, bringt sie nur wenige, keine oder tote Welpen auf die Welt. Welpen können sich schon im Mutterleib, bei der Geburt oder kurz nach der Geburt infizieren. Solche Welpen können innerhalb der ersten 2-3 Lebenswochen erkranken und sterben.Entscheidend für den Verlauf einer Infektion beim Welpen ist seine Versorgung mit Muttermilch, die bei einer infizierten Hündin Antikörper gegen das canine Herpesvirus enthält. Die Aufnahme dieser Antikörper kann die Infektion zwar nicht verhindern, kann aber den Welpen vor einer schweren oder gar tödlichen Erkrankung schützen. Die Wahrscheinlichkeit, das der Hundewelpe an dieser Infektion stirbt, sinkt ab der 3. Lebenswoche: ein infizierter Welpe wird jedoch - wie bereits oben beschrieben - das canine Herpesvirus lebenslang beherbergen.
Akut erkrankte Welpen fallen dadurch auf, das sie keine Lust haben, Futter (Milch) aufzunehmen und einen veränderten Kot bis hin zum Durchfall haben. Es können sich Symptome wie Speichel- und Nasen Ausfluss, Atembeschwerden und sogar zentralnervöse Störungen einstellen. Am auffälligsten ist das anhaltende Schreien der Welpen. Die Körpertemperatur der Welpen, die üblicherweise bei ca. 390 C liegt, sinkt ab, sie werden schwächer, verlieren an Gewicht und sterben.
Derzeit sind keine Impfstoffe gegen die Infektion mit canidem Herpesvirus verfügbar. Als Therapie kann versucht werden, die Abwehr des tragenden Muttertieres mit Hilfe so genannter Paramunitätsinducer zu steigern und allgemeine hygienische Maßnahmen einzuhalten.
Die Erkennung von infizierten Hunden und damit auch von Virusträgern ist möglich, indem fragliche Tiere auf Antikörper gegen canines Herpesvirus untersucht werden. Hierzu wird dem Hund Blut entnommen und daraus Serum gewonnen. In einem so genannten Neutralisationstest wird das Serum auf das Vorkommen von Antikörpern, die sich gegen das canine Herpesvirus richten, geprüft.

Gießen 20.01.2000
med. vet. L. Vida
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