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Iskander - 09.02.2007, 15:32
Gedenken an Hatun Sürücü
Zitat: In Tempelhof ist heute an die vor zwei Jahren ermordete Hatun Sürücü erinnert worden. Die 23-jährige Mutter wurde von ihrem Bruder erschossen, weil er ihren freiheitlichen Lebensstil als Kränkung der Familienehre empfunden hatte. Bei der Mahnwache kam es jedoch zu einem Eklat.
Politiker sowie Freundinnen der Toten legten am Tatort in der Oberlandstraße Kränze nieder und stellten Fotos auf. Die 23 Jahre alte Mutter eines damals fünfjährigen Sohnes war an einer Bushaltestelle von ihrem jüngeren Bruder durch mehrere Schüsse getötet worden.
Grünen-Fraktionschefin Franziska Eichstädt-Bohlig und der Bürgermeister von Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band (SPD), erinnerten an den so genannten Ehrenmord, der bundesweit Entsetzen und eine Debatte über die Integrationspolitik ausgelöst hatte. Sie mahnten, dass Frauenrechte als Menschenrechte geachtet werden müssten.
Als „makaber” empfanden die Teilnehmer indes nach Darstellung Eichstädt-Bohligs den Auftritt eines Mannes, der sich als Familienhelfer der Sürücüs vorgestellt und über deren Trauer gesprochen habe. Der jüngere Bruder der Toten war wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt, zwei mitangeklagte Brüder mangels Beweisen freigesprochen worden.
(leicht gekürzt und überarbeitet)
Quelle:
http://www.meinberlin.de/nachrichten_und_aktuelles/44529.html
Passend dazu auch folgende Artikel:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,464849,00.html
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,464707,00.html
...
Ich würde es allerdings eher befürworten wenn man statt oder zusätzlich zu einer Gedenktafel eine Straße nach ihr benennen würde.
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