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schoko10 - 09.02.2007, 11:17
Vorberichte 18. Spieltag
Der Knoten soll endlich platzen
SVH Kassel muss zum Fünften Holzheim
Kassel. Die Oberliga-Handballer der SVH Kassel stehen mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft von Trainer Thorsten Lintl liegt derzeit nur wegen des besseren direkten Vergleichs nicht auf einem Abstiegsplatz. Nun müssen die Kasseler zum Tabellenfünften TuS Holzheim.
"Wir sind nach der Leistung im letzten Spiel diesmal krasser Außenseiter", meint Lintl mit Blick auf die Heimniederlage gegen Fränkisch-Crumbach. Doch vielleicht liegt in dieser Rolle ein Vorteil. "In unserer Situation müssen wir ja bald mal für eine Überraschung sorgen. Der Knoten muss endlich platzen."
Damit das wirklich gelingt, fordert der Coach von seinen Akteuren vollen Einsatz: "Jeder muss sein Potenzial abrufen. Bei unserem kleinen Kader geht das nicht anders. Ausfälle in der Leistung können wir uns nicht erlauben." Besonders die Trefferquote und die Deckung sollen sich gegenüber den vergangenen Partien verbessern.
Doch Lintl weiß auch, dass seine Mannschaft trotz der Außenseiterrolle unter Druck steht. So ist er froh, dass er unter der Woche wenigstens zweimal mit dem kompletten Kader trainieren konnte. Auch wenn Faruk Tataraga eine Platzwunde über dem Auge hat und Nemrude Verzano ebenso wie Danny Körber weiterhin von Verletzungen geplagt sind. (cl)
Eintracht mit breiter Brust
Oberliga-Handballer setzen gegen Dotzheim voll auf Sieg
Baunatal. "Wir wollen gewinnen", macht Jens Reinhold, Co-Trainer des Handball-Oberligisten GSV Eintracht Baunatal eine klare Aussage.
Die Mannschaft um Trainer Arnd Kauffeld empfängt am Sonntag, 18.15 Uhr (Rundsporthalle) den TuS Dotzheim und hat mit diesem noch eine Rechnung offen. "Es war das Freitagsspiel", erinnert sich Reinhold noch gut an das Hinspiel, welches die Eintracht nur knapp mit 32:24 verlor.
Entsprechend motiviert gegen die Gastgeber in die Begegnung, wenngleich sie wissen, dass es keine leichte Aufgabe werden wird. Erst am vergangenen Wochenende überraschten die Gäste, die auf Rang zwölf rangieren, mit einem Sieg gegen Tabellenführer Pohlheim.
Aufpassen muss die Eintracht dabei besonders auf die TuS-Akteure Simon Engel und Matthias Kröck. "Engel und Kröck sind gute Spieler. Ansonsten ist die Mannschaft nur Durchschnitt. Finden sie dennoch alle ins Spiel, kann es schwer werden", so Reinhold.
Entsprechendes Augenmerk soll daher auf die Abwehrarbeit gelegt werden. Kauffeld will seine Spieler mit der gleichen offensiven 6:0-Abwehr agieren lassen, mit welcher er bereits gegen Pohlheim gute Erfahrungen gemacht hat.
"Wir gehen mit breiter Brust ins Spiel und wollen die Zuschauer auf das Derby einstimmen", so Reinhold. Am 4. März nämlich empfangen die Großenritter die Nachbarn der SVH Kassel. (kr)
HSG ist klarer Favorit
Baunatal peilt in Büdingen dritten Auswärtserfolg in Serie an
Baunatal. Vor einer erneuten Auswärtshürde steht Handball-Oberligist HSG Baunatal. Am Sonntag sind die Hinz-Schützlinge zu Gast beim HC Büdingen (18 Uhr, Wilhelm-Lückert Halle, Büdingen), denen derzeit die rote Laterne der Liga anhaftet.
Mit gerade 5:25-Punkten steht der Aufsteiger auf einem der Abstiegsplätze. Im Hinspiel hatten die VW-Städter mit 39:34 die Oberhand und auch diesmal fordert Hinz ganz klar einen Sieg. Kann die HSG dabei den Schwung vom vergangenen Spieltag mitnehmen, dürfte dem dritten Auswärtssieg in Folge nichts im Wege stehen.
"Wir sind klar in der Favoritenrolle. Doch wenn ich mir die Spiele gegen vermeintlich leichte Gegner anschaue, haben wir uns immer schwer getan", meint Hinz.
Aufpassen müssen die VW-Städter besonders auf Jan Wacker. Der linke Rückraumspieler hat den Baunatalern bereits im Hinspiel das Leben schwer gemacht. Bis auf Timm Kohberger und Benedikt Stolte (beide verletzt) kann Hinz auf den gesamten Kader zurückgreifen. Auch Stefan Ditzel, der aufgrund einer Grippe zwei Wochen Trainingsrückstand hat, wird wieder voll ins Spielgeschehen eingreifen können.
"So haben wir besonders in der Abwehr weitere Alternativen und auch im Angriff ist sein Spielverständnis nicht zu unterschätzen", so Hinz über den Kreisläufer. (kr)
HSG Pohlheim vor Vorentscheidung
Neuer Tabellenführer TV Groß-Umstadt kommt zum Spitzenspiel - Markus Häuser vor Einstand bei Kleenheim
GIESSEN (mis/vk). An diesem Wochenende steht in der Handball-Oberliga die Sporthalle Holzheim im Blickpunkt. Denn nach dem Sprung an die Tabellenspitze muss der TV Groß-Umstadt (27:7 Punkte) beim bisherigen Primus HSG Pohlheim (26:6) seine Aufwartung machen. Die Pohlheimer haben zwar noch eine Partie nachzuholen und können damit wieder an den Umstädtern vorbeiziehen, doch angesichts der derzeitigen Spielstärke der Südhessen kommt der Begegnung vorentscheidender Charakter zu. Unbelastet kann dagegen der Rangvierte HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II (22:12) in das Heimspiel gegen die TSG Oberursel (10., 12:22) gehen und dabei noch der SG Kleenheim Schützenhilfe leisten, die im Kampf um den Ligaerhalt als Vorletzter (10:22) beim ebenfalls gefährdeten TV Fränkisch-Crumbach (9., 12:20) auf Zählbares hofft.
HSG Pohlheim - TV Groß-Umstadt (Samstag, 20 Uhr. Sporthalle Holzheim). Es hilft kein Beschönigen: Die Pohlheimer sind im neuen Jahr noch nicht wieder in die Pötte gekommen. Der 42:23-Erfolg gegen Schlusslicht HC Büdingen und der 32:23-Sieg gegen Eintracht Baunatal sind nur Teile einer 4:4-Punkte-Zwischenbilanz anno 2007, die ihren bisherigen enttäuschenden Abschluss mit der 25:26-Niederlage beim TuS Dotzheim fand. Deshalb hoffen die beiden HSG-Trainer Thomas Bley und Wilfried Schneider, dass ihre Schützlinge am Samstag wieder an die Form aus dem November und Dezember des Vorjahres anknüpfen. Denn mit dem TVG kommt der derzeitige Maßstab der Liga zu den Blau-Weißen. Der jüngste 35:23-Erfolg gegen den Dritten TuS Holzheim bei 7:1 Punkten im neuen Jahr sind Beleg dafür. Für den länger ausfallenden Ex-Pohlheimer Freddie Lang haben die Groß-Umstädter mit Tom Grunwaldt einen Rückraumspieler verpflichtet, der ausreichend Zweitliga-Erfahrung vom TV Gelnhausen mitbringt.
Dagegen hoffen die Gastgeber, dass sie Torhüter Sven Wösthoff nach dessen längerer Zwangspause (Fersenbruch) wieder einsetzen können. Zudem bleibt abzuwarten, ob der angeschlagene Nachwuchs-Torjäger Timm Schneider wieder zur gewohnten Form findet. "Wir müssen wieder konzentriert unsere Chancen verwerten", haben die HSG-Trainer eine weitere Lehre aus der jüngsten Niederlage in Dotzheim gezogen.
HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II - TSG Oberursel (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Münchholzhausen). "Die kommen mit neuem Selbstvertrauen. Das ist eine sehr gefährliche Mannschaft", warnt Gennadij Chalepo vor dem Gegner. In der Tat ist die TSG Oberursel nach dem Wechsel von Thomas Zeitz (nur noch Spieler) auf Andreas Klotz deutlich stärker geworden, auch wenn die Mannschaft jüngst eine 25:35-Klatsche bei der HSG Baunatal bezog. "Wir müssen da einiges tun, um zu gewinnen", weiß Chalepo, setzt aber auf den derzeit guten Lauf seiner Formation und den Heimvorteil. Routinier Andreas Klimpke laboriert zwar an einer Schultervletzung, und einige Spieler fehlten unter der Woche wegen Grippe, doch geht der HSG-Coach davon aus, dass er auf die derzeitige Bestbesetzung zurückgreifen kann.
TV Fränkisch-Crumbach - SG Kleenheim (Sonntag, 18 Uhr, Sporthalle Reichelsheim). Nach dem Trainerwechsel von Eckhard Mack auf Markus Häuser (mit Unterstützung von Jens Neumeyer) ist die SG im Odenwald zu Gast. Die Gastgeber gewannen fünf ihrer sieben Heimspiele und unterlagen nur gegen die Spitzenteams Groß-Umstadt und Dutenhofen/Münchholzhausen. Sie kamen am Wochenende erstmals auswärts zu zwei Zählern beim 36:33-Sieg beim SVH Kassel. Das Hinspiel gewann Kleenheim mit 21:18. Beim Gast wird Sebastian Fleck (umgeknickt) fehlen, Florian Eisenhardt soll der zweiten Mannschaft helfen, Florian Muck konnte beruflich nicht trainieren und Axel Hoyer ist angeschlagen, so dass möglicherweise zwei Spieler aus der zweiten Mannschaft den Kader ergänzen werden.
Erstmals mit Fischer
Handball-Oberliga: TV Fränkisch-Crumbach rechnet sich im Heimspiel gegen den Vorletzten aus Kleenheim gute Siegchancen aus
Weiter geht es mit Hochdruck beim Handball-Oberligisten TV Fränkisch-Crumbach: Am Sonntag (18 Uhr, Sporthalle in Reichelsheim) erwarten die Odenwälder den Vorletzten HSG Kleenheim, der sich zuletzt beim 19:25 bei der HSG Dutenhofen II achtbar geschlagen hat. Die Niederlage warf allerdings die Oberhessen zurück, denn die übrigen Mannschaften, die mit in den Abstiegskampf eingebunden sind, punkten.
Auch Fränkisch-Crumbach konnte sich – wie berichtet – nach dem 36:33-Sieg bei SVH Kassel um zwei Plätze verbessern. Es ist eine Crux: Die vier Mannschaften zwischen Platz acht und Rang 13 haben alle zwölf Pluspunkte. Den Fränkisch-Crumbachern, die mit einem Spiel weniger als Kassel und Dotzheim auf dem zehnten Platz rangieren, bleibt auch nach dem Erfolg in Kassel keine Zeit zum Verschnaufen. Dicht gedrängt stehen im Februar die entscheidenden Spiele im Kampf um den Klassenerhalt an. Nach Kleenheim geht es zur TSG Oberursel und dann kommt die SG Bruchköbel.
Deshalb kommt Trainer Guido Heerstraß nicht umhin, die Zügel straff zu ziehen. Diese sogenannte Vier-Punkte-Spiele lassen keine Zeit zur Regeneration, denn das Verharren in der unteren Tabellenregionen soll unbedingt verhindert werden.
Aufsteiger Kleenheim befindet sich in einer so genannten Konsolidierungssaison. Nach den glorreichen Staffelsieg in der Landesliga Mitte steht der Klassenerhalt für den Neuling an erster Stelle. Konsolidierung heißt aber auch, dass die Neuverpflichtungen ziemlich bescheiden ausfielen. Dies hatte auch einen finanziellen Hintergrund. Mit Andreas Fay haben aber die Oberhessen den führenden in Torschützenliste (145 Treffern) der Oberliga in ihren Reihen. Auf ihn hat Fränkisch-Crumbachs Trainer Herrstraß seinen Fokus gerichtet: „Fay müssen wir aus dem Abwehrverband heraus attackieren. Deshalb müssen wir in der Defensive kompakt stehen.“ Der Trainer weiß aber auch die Abwehrstärke der Gäste einzuschätzen. „Wir müssen versuchen schnell zu spielen, um über Konter zu leichten Torerfolgen zu kommen.“
Wie zuletzt in Kassel wird auch gegen Kleenheim Fränkisch-Crumbach in stärkster Aufstellung auflaufen. Erstmals ist zudem am kommenden Sonntag Michael Fischer für die Odenwälder spielberechtigt. Der Rückraumspieler kam – wie berichtet – Anfang des Jahres vom Landesligisten TV Reinheim zu den Gersprenztalern.
Quellen: HNA, GA, DE
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