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Anonymous - 05.02.2007, 22:39
Symetrische vs. asymetrische Rotorblätter
Hallo zusammen, ich habe im Forum rum geschaut, doch bin ich bis jetzt nicht fündig geworden. Kann mir jemand den Unterschied zwischen symetrischen und asymetrischen Rotorblättern erklären und den Einfluss auf das Flugverhalten? Grüsse durch die jetzt dunkle Nacht :wink:
helihunni - 05.02.2007, 23:32

http://www.hubschrauber.li/sogehts/aerodynamik/mai_aer_gru.htm

grundsätzlich kann man sagen ,, wenn du einen Strich seitlich durch das Profil von mitte Vorderkante und Hinterkante ziehst.

sieht es beim Symmetrischen Profil auf beiden seiten gleich aus !
für Hohe Rotor Geschwindigkeiten.

Beim Asymmetrischen eben nicht.
ein Asymetrisches Rotorblattprofil hat ein verbessertes Autorotations- verhalten und erhöht die Sicherheit

Der Walter kann dir da am besten helfen....
Anonymous - 06.02.2007, 00:30

Das bedeutet also, dass der Anfänger besser mit asymmetrischen Rötorblättern fliegt?
W_Else - 06.02.2007, 09:04

Hallo leinibeini,
Zitat: Das bedeutet also, dass der Anfänger besser mit asymmetrischen Rötorblättern fliegt?

Glaube kaum, dass ein Anfänger hier irgendwelche Unterschiebe bemerkt.
Assymetrische Blattprofile (oft mit S-Schlag) werden oft bei manntragenden Hubschraubern verwendet, weil die bessere Eigenschaften bez. aerodynamischem Widerstand, Druckpunktstabilität usw. haben.
Bei 3D-Modellhubschraubern, die ja auch auf dem Rücken fliegen sollen verwendet man natürlich symmetrische Blattprofile, die bei positiven und negativen Anstellwinkel die gleichen Eigenschaften haben.

Aus demselben Grund werden auch bei manntragenden Kunstflug- (Flächen) Maschinen symmetrische Profile verwendet.

Grüße
Walter
helihunni - 06.02.2007, 10:43

fällt mir gerade ein !!

schau dir doch mal ein Blatt von einem Koax oder deinem Piccoz an und vergleich das mal mit dem DF39!!
Anonymous - 06.02.2007, 12:39

Danke für die Antworten. Also optisch ist der Unterschied klar, physikalisch eigentlich auch. Aber ein Bericht aus der Praxis zum Flugverhalten wäre interessant :lol: :?:
Dragon_Crusher - 06.02.2007, 13:51

Der Unterschied in der Praxis ist doch auch ganz klar ...

Halte den Picco Z mit seinen asymetrischen Rotorblättern mal auf den Kopf und versuche dann zu fliegen ... Geht nicht, weil asymetrische Blätter nur ein einer Drehrichtung Auftrieb erzeugen.

Bei symetrischen Blättern, wie bei Deinem DF 39 kannst Du durch Veränderung des Anstellwinkels den Auftrieb steuern.

Bei asymetrischen Blättern ist ein gewisser Auftrieb durch die Blattform vorgegeben.

Wenn Du also in der Praxis mit asymetrischen Blättern auf dem Rücken fliegen willst, musst Du die Drehrichtung umkehren.

Michael
W_Else - 06.02.2007, 14:53

@Michael DragonCrusher,
Zitat: Wenn Du also in der Praxis mit asymetrischen Blättern auf dem Rücken fliegen willst, musst Du die Drehrichtung umkehren.

:?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:

Wenn ich dich richtig verstehe, müsste ein Flächenflugzeug mit assymetrischem Profil, wenn es im Rückenflug fliegen will, rückwärts fliegen :?: :?: :?: :?: :?:
Selbstverständlich müssen wir hier davon ausgehen, dass auch der Heli mit assymetrischem Blattprofil Pitch gesteuert ist. Von einfachen gebogenen Platten mit fixed Pitch, wie z.B. bei Koaxialhelis, reden wir hier nicht.

Theoretisch könnte ein Heli mit einem assymetrischen Profil bei negativem Anstellwinkel auch auf dem Rücken fliegen, nur mit was für einem (negativem) Anstellwinkel und mit was für einem Wirkungsgrad :?: :?: :?:


@leinibeini:
Zu deiner ursprünglichen Frage, wie unterschiedlich das Flugverhalten mit symmetrischem gegenüber einem assymetrischen Profil ist, kann ich dir nicht beantworten.

Grüße
Walter
Dragon_Crusher - 06.02.2007, 16:01

Uuups,

da habe ich dann etwas verwechselt.

Sorry, bisher war meine (Heli)welt immer so:

Symetrische Blätter ==> Tomahawk und jeder Heli mit Blattverstellung
Asymetrische Blätter ==> Piccolo oder DF 4 mit den feststehenden Blättern.

Aber es scheint dann doch wesentlich anders zu sein.

Michael
W_Else - 06.02.2007, 16:24

Hallo Michael,
ja, scheinbar hast du was falsch verstanden :)
Assymetrisch kann hier ein "richtiges" Profil sein, eben nicht symmetrisch, z. B. ein Profiol mit ebener Unterseite (Clark-Y) oder ein Profil mit S-Schlag (da ist die Unterseite auch gewölbt, die Endkante aber etwas nach oben gezogen) und, und , und ....

Grüße
Walter
black - 06.02.2007, 17:01

Kollektiv Pitch ==> Tomahawk und jeder Heli mit Blattverstellung
Fixed Pitch==> Piccolo oder DF 4 mit den feststehenden Blättern.


So sieht das aus was du meinst bzw. du verwechselt hast.
Anonymous - 07.02.2007, 02:05

Habe im Internet gesucht und gesucht. Die symmetrischen Rotorblätter scheinen hauptsächlich verbreitet zu sein, die asymmetrischen spielen kaum eine Rolle. Die Unterschiede werden in keinem RC-Hubschrauberhandbuch noch auf Webseiten für Grosshubschrauber erwähnt, wo bei es bei letzteren spezielle Verwindungsformen gibt zur verbesserten Auftriebsleistung, Stabilität und Geräuschdämmung. So bleibt das Warten auf den Jemanden, der die Unterschiede bewusst beobachtet hat und sie womöglich erklären kann. Wohl nicht so wichtig für`s Helifliegen, aber sicher interessant zu wissen. Der einzige Kommentar den ich gefunden habe lautet: "Mit den Originalen (asymetrischen) sind die Steuerausschläge härter und direkter als mit den asymetrischen (profilierten). Auch ist der Sound mit profilierten definitiv *ENDGEIL*! :) Ein richtig schönes flappern, wie die echten. (...) Nicht so mit den asymetrischen...". (flightforum.ch) :arrow: der hat wohl auch etwas ein Durcheinander :lol: Wir harren der weiteren Antworten :roll:
C1Olli - 07.02.2007, 18:17

Hi,

ich hatte auf meinem Logo 10 S-Schlagblätter (asymmetrisch) und dann auf symmetrisch gewechselt.

Leider kann man nicht sagen was nun besser oder schlechter ist, bzw. welche genauen Auswirkungen man im Flugverhalten merkt, da auch unter den einzelnen Arten erhebliche Unterschiede sind.

In der Regel haben asymmetrische Blätter einen besseren Auftrieb und können mit weniger Drehzahl geflogen werden, was sich durch höhere Flugzeit bemerkbar macht. Also für Anfänger und Scale gut geeignet.

Symmetrische Blätter sind eher für Kunstflug, und nach dem Wechsel von von asym. auf sym. muss in der Rehel ein höherer Grundpitch eingestellt werden.

Ich habe von asym CFK Blätter auf sym. Alu Blätter (M-Blades) gewechselt und die stellen die anderen Blätter aus meiner Sicht in den Schatten, da der Auftrieb besser und aufgrund des geringeren Blattquerschnittes der induzierte Widerstand noch geringer ist und die Flugzeit noch länger .
Der Sound der M-Blades ist übrigens genial.

Ob der Heli nun mehr oder weniger agressiv ist stell ich eh an der Funke ein.
helihunni - 08.02.2007, 17:01

Da fällt mir so ne Frage ein ,,,

gibt es für die grösse DF60 auch S Schlag Blätter und wenn ja wo bekommt man solche..

Ausprobieren würde ich so etwas auch mal.
W_Else - 08.02.2007, 18:16

Hallo Franz,
denke kaum dass sich das lohnt. Die Unterschiede werden wahrscheinlich so gering sein, dass du sie kaum bemerken wirst. Oder was versprichst du dir davon :?:

Grüße
Walter
helihunni - 08.02.2007, 22:10

Nö Walter ,, war jetzt mal reine Neugier !!

Speziell Drehzahl und Sound würde mich da mal interessieren...
R2*D2 - 17.02.2007, 16:08

Ich hab den direkten Vergleich beim DF 52, am liebsten fliege ich die asym. Blätter vom Pocketzoom, die Flugzeit verdoppelt sich fast, im Vergleich mit den symetr. Blättern. Es wird weniger Drehzahl benötigt, das schont die Mechanik und der Heli wird etwas ruhiger. Da ich keinerlei Kunstflugambitionen habe, benötige ich die Rückenflugoption nicht.
Anonymous - 19.02.2007, 12:54

Serwas,

rein vom technischen Standpunkt her sieht es so aus, dass die Form der Rotorblätter mal grundsätzlich bei Antrieb durch ELEKTROMOTOR nur einen sehr geringen Einfluß auf das Flugverhalten hat. Das liegt daran, dass der E-Motor einen sehr geradlinigen Drehmomentenverlauf aufweist.
Richtig zum Tragen kommt der Unterschied bei Verbrennungsmotoren. Da gibt es die unterschiedlichsten Arten, grundsätzlich kann man jedoch unterscheiden zwischen Motoren mit niedriger Nenndrehzahl, diese liefern auch schon bald einmal ein vernünftiges Drehmoment. Dafür bauen sie auch größer und sind dafür schwerer. Dafür bieten sich dann natürlich asymmetrische Rotorblätter an, da sie gleich wie eine Flugzeugtragfläche an der Oberseite einen Unterdruck erzeugen. Dafür wiederum müssen sie nach physikalischen Gesetzen einen höheren Widerstand aufweisen -> niedrigere Drehzahl, höheres Drehmoment ergeben ein stabiles. leicht zu kontrollierendes Auftriebsverhalten. Wird also vorzugsweise bei "Lasteseln" angewendet.
Dann gibts wiederum Motoren, die sehr hohe Drehzahlen erreichen können, dafür aber erst sehr spät ein vernünftiges Drehmoment zur Verfügung stellen. Kann man mit einem Formel 1 Wagen vergleichen. Solche Motoren bauen klein und leicht, das macht das Fluggerät wendiger aber schwieriger zu kontrollieren. Da müssen dann symmetrische Rotorblätter herhalten, die keinen Profilauftrieb und damit Widerstand erzeugen, da erreicht man das Ganze über die hohe Drehzahl. Die Funktionsweise ähnelt dann weniger einem herkömmlichen Flächenflugzeug, als vielmehr einem Senkrechtstarter.
Ein weiterer interessanter Aspekt kommt bei großen Rotoren hinzu - da bewegen sich die äußeren Enden der Rotorblätter mit Überschall. Für alle die's nicht wussten: Der Fluglärm eines Helikopters wird durch den Überschallknall an den Rotorblättern verursacht. "Lautlose" Hubschrauber (ja sowas gibts auch) drehen den Rotor einfach so langsam, dass dieser Überschallknall vermieden wird. Jedenfalls ändern sich im Überschallbereich natürlich die physikalischen Gegebenheiten, was sich negativ auf die Verlustleistung auswirkt. In welchen Größenordnungen sich das abspielt kann ich hier jetzt leider nicht ausführen, müßte ich mal überschlagsmäßig nachrechnen.

Zusammenfassend könnte man sagen die Rotorblätter wirken wie ein Getreibe - die symmetrischen mit kurzer Übersetzung wie ein Benzinauto, die asymmetrischen mit langer wie zum Beispiel ein Diesel oder LKW.

Greetz
Michael
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