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Thomas - 29.01.2007, 19:27
Wien, Zagreb, Sibenik...
Die letzten 10 Tage war ich geschäftlich in Wien, Zagreb und Sibenik. Wien kennt ein jeder.... wenn man nachts von der Autobahn aus auf Wien zufährt, sieht man eine strahlende Stadt. Leider jedoch verliert sich der Glanz bei Tag - sicher, die Bezirke 1 bis 5 sind schön herausgeputzt; dafür fehlen aber die neuen Anstriche an der Gründerzeithäusern des 16, 19 oder 20 Bezirks (Wien hat 22 Stadtbezirke).
Die Wiener sind ein freundliches Völkchen, leider ein wenig schwer zu verstehen... und Kaffeesorten haben die Wiener... also, ich hätt`den ganzen Tag nur Kaffee trinken können....
Von Wien dann nach Zagreb - vom Bürgerkrieg ist nichts mehr zusehen. Kroatien bereitet sich langsam aber sicher auf einen EU-Beitritt vor - dementsprechend herausgeputzt ist die Stadt Zagreb. Stellenweise erinnert die Skyline an Frankkfurt/Main, es gibt aber auch Stadtviertel, an denen sich putzige Häuschen aneinander drängen - nach vorne hin kaum Voprgarten, vielleicht mal ein Bäumchen, zur Seite hin auch nix - aber nach hinten raus einen Garten, den man sich mit dem dahinter wohnenden Nachbarn teilt.
Von Zagreb nach Sibenik - stellt Euch mal ein Städtchen an norwegischen Fjorden mit italienischem Flair am Mittelmeer vor - und ihr wisst, wie Sibenik aussieht. Die Stadt liegt 85 Km nördlich von Split; die Kalkberge reichen wie bei den Fjorden direkt an und in das Mittelmeer. Und da fahren noch Autor `rum, die bei uns längst im Museum stehen - Fiat 500 und Fiat 650 (da heissen sie Zastava und sind in Lizenz gefertigt), hunderte von den guten alten Bauernschleudern und Studentenkarren namens R4, Simca 1000 und Lada als Lizenz des Fiat 127, VW 184 und alle Sorten von Mercedessen der Baujahre 1955 bis 1980.... da sind die 10 Jahre alten Autos auf unseren Strassen eher Rarität....
Zagreb und Sibenik sind 487 KM auseinander. Gut 300 KM ziehen sich die Kalkberge vom Mittelmeer aus in den Norden - karges Land, vereinzelt gibt es Schaf- und Ziegenzucht. Und Olivenhaine... im biblischen Libanon mit Zedern und Oliven könnte es ähnlich ausgesehen haben. Am Ende der Kalkberge kommt ein 4 KM langer Tunnel -man fährt bei strahlendem Sonnenschein und 13,5 Grad Aussentemperatur in den Tunnel ein - und am Tunnelausgang ist dichter Nebel, Tannen- und Fichtenwald, lehmige Erde, Vieh- und Getreidebewirtschaftung - und es ist 5 Grad kühl...
Schade das ich nur geschäftlich unterwegs war.... man müsste sich mal mehr Zeit nehmen (können)....
Aedin - 18.02.2007, 10:28
Lieber Thomas,
da kommt man ja ins träumen, wie schön Du die Landschaft beschreibst... da mag man ja am liebsten gleich los fahren ! :D
Wie klappt das denn mit der Verständigung dort...?
LG
Aedin
qilin - 18.02.2007, 13:11
Hallo Aedin -
ich kenne die Gegend vom Segeln - wirklich wunderschön, und die Leute freundlich
(soweit nicht vom Fremdenverkehr verdorben). Da sehr Viele dort lange in D oder A
gearbeitet haben, kommt man mit Deutsch gut durch, und mit Englisch ebenfalls.
Thomas - 24.02.2007, 13:43
Deutsch - mit starkem österreichischem oder würtembergischen Akzent- sprechen dort mindestens 30% der Bevölkerung - irgendwo gibt`s immer irgendeinen,. der Deutsch kann. Mit Englisch ist es nicht ganz soweit her - Englisch als anerlernte Fremdsprache kommt eher in Bosnien und Serbien vor. Aber wer polnisch kann - versteht auch serbo-kroatisch, wer russisch kann, kommt auch in Beograd, in Maribor oder in Zagreb durch. Die Sprachen sind nämlich miteinender verwandt.
Ich spreche nun weder russisch, noch polnisch - aber meine Kenntnisse reichen aus, um nach dem Weg zu fragen und Cevappcici zu bestellen... Alles weitere ergibt sich wie von selbst... :lol:
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