iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Lenns Castle
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Anonymous - 13.12.2006, 21:06
Inspirationen
ihr soll alles rein was euch inspiriert, oder was ihr gerne lest (gediche posten die nicht von uns sind etc.)

ich fang gleich mal an: ein gedicht gegen den faschismus, erstmals gehört vom onkel der anne frank bei einer lesung (bernard eglesias) von Hanns Dieter Hüsch....das Phänomen

Das Phänomen (Hanns Dieter Hüsch)

Was ist das für ein Phänomen
Fast kaum zu hören kaum zu sehn
Ganz früh schon fängt es in uns an
Das ist das Raffinierte dran

Als Kind hat man's noch nicht gefühlt
Hat noch mit allen schön gespielt
Das Dreirad hat man sich geteilt
Und niemand hat deshalb geheult

Doch dann hieß es von oben her
Mit dem da spielst du jetzt nicht mehr
Das möcht ich nicht noch einmal sehn
Was ist das für ein Phänomen

Und ist man grösser macht man's auch
Das scheint ein alter Menschenbrauch
Nur weil ein andrer anders spricht
Und hat ein anderes Gesicht

Und wenn man's noch so harmlos meint
Das ist das Anfangsbild vom Feind
Er passt mir nicht er liegt mir nicht
Das ist das nicht und find ihn schlicht

Geschmacklos und hat keinen Grips
Und auserdem sein bunter Schlips
Dann setzt sich in Bewegung leis
Der Hochmut und der Teufelskreis

Und sagt man was dagegen mal
Dann heisst's: Wer ist denn hier normal
Ich oder er du oder ich
Ich find den Typen widerlich

Und wenn du einen Penner siehst
Der sich sein Brot vom Dreck aufliest
Dann sagt ein Mann zu seiner Frau
Guck dir den Schmierfink an die Sau

Verwahrlost bis zum dorthinaus
Ja früher warf man die gleich raus
Und heute muss ich sie ernähr'n
Und unsereins darf sich nicht wehr'n

Und auch die Gastarbeiterpest
Der letzte Rest vom Menschenrest
Die sollt man alle das tät gut
Spießruten laufen lassen bis auf's Blut

Das hamwer doch schon mal gehört
Da hat man die gleich streng verhört
Verfolgt gehetzt und für und für
Ins Lager reingepfercht und hier

Hat man sie dann erschlagen all
Die Kinder mal auf jeden Fall
Die hatten keinem was getan
Was ist das für ein Größenwahn

das lodert auf im Handumdrehn
Und ist auf einmal Weltgeschehn
Denn plötzlich steht an jedenm Haus
Die Juden und Zigeuner raus

Nur weil kein Mensch derselbe ist
Und weiß und schwarz und gelbe ist
Wird er verbrannt ob Frau ob Mann
Und das fängt schon von klein auf an

Und wenn ihr heute Dreirad fahrt
Ihr Sterblichen noch klein und zart
Es ist doch eure schönste Zeit
voll Phantasie und Kindlichkeit

Lasst keinen kommen der da sagt
Dass ihm dein Spielfreund nicht behagt
Dann stellt euch vor das Türkenkind
dass ihm kein Leids und Tränen sind

Dann nehmt euch alle an die Hand
Und nehmt auch den der nicht erkannt
Dass früh schon in uns allen brennt
Das was man den Faschismus nennt

Nur wenn wir eins sind überall
Dann gibt es keinen neuen Fall
Von Auschwitz bis nach Buchenwald
Und wer's nicht spürt der merkt es bald

Nur wenn wir in uns alle sehn
Besiegen wir das Phänomen
Nur wenn wir alle in uns sind
Fliegt keine Asche mehr im Wind
Anonymous - 16.12.2006, 14:11

mich inspiriert dieses bild^^:

LadyLenn - 16.12.2006, 14:14

timo,das gedicht ist wirklich schön,habs gleich nochmal gelesen...

(ich mag auch schoggi^^)
Anonymous - 16.12.2006, 14:46

hm ich möchte dann nochmal eines posten, zum ersten mal in einem buch gegen krieg und gewalt gefunden und immer wieder gelesen: Stimmen aus dem Massengrab von Erich Kästner

Da liegen wir und gingen längst in Stücken.
Ihr kommt vorbei und denkt: sie schlafen fest.
Wir aber liegen schlaflos auf den Rücken,
weil uns die Angst um Euch nicht schlafen läßt.

Wir haben Dreck im Mund. Wir müssen schweigen.
Und möchten schreien, bis das Grab zerbricht!
Und möchten schreiend aus den Gräbern steigen!
Wir haben Dreck im Mund. Ihr hört uns nicht.

Ihr hört nur auf das Plaudern der Pastoren,
wenn sie mit ihrem Chef vertraulich tun.
Ihr lieber Gott hat einen Krieg verloren
und läßt Euch sagen: Laßt die Toten ruhn!

Ihr dürft die Angestellten Gottes loben.
Sie sprachen schön am Massengrab von Pflicht.
Wir lagen unten, und sie standen oben.
"Das Leben ist der Güter höchstes nicht."

Da liegen wir, den toten Mund voll Dreck.
Und es kam anders, als wir sterbend dachten.
Wir starben. Doch wir starben ohne Zweck.
Ihr laßt Euch morgen, wie wir gestern, schlachten.

Vier Jahre Mord, und dann ein schön Geläute!
Ihr geht vorbei und denkt: sie schlafen fest.
Vier Jahre Mord, und ein paar Kränze heute!
Verlaßt Euch nie auf Gott und seine Leute!
Verdammt, wenn Ihr das je vergeßt!
Tyros - 16.12.2006, 18:21

Also es gibt einiges was mich inspieriert
Da wären zum Beispiel Musik
vor allem Schandmaul *g*
und dann noch dinge die mir manche Leute sagen oder was so passiert
etwas von lenn hat mich einmal inspieriert!

Lenn schrieb
Liebe ist wie Glas
trink daraus nur woher weißt du, dass du kein Gift trinkst?
Du kannst sie zerbrechen und wieder zusammen kleben
die Risse bleiben

ach Lenn wenn du nicht willst das das hier drin steht sags mir und ich nehm es wieder raus
Nevalor - 16.12.2006, 22:34

ich nehm inspiration auch vorallem aus musik. mehr kann cih dazu eigentlich end sagen...
Gerwynn - 17.12.2006, 11:36

Im Eragonerforum wird ein Adventskalender geschrieben. Der Eintrag von Moonwitch war der letzte. Ich finde das Gedicht so gut, daß ich es hier reinstellen möchte

Merry Christmas

When the snow falls wunderbar,
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And wie all a Glühwein need,
Then you know es ist soweit:
She is here the Weihnachtszeit
Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hinverbrannte things
And the Christmasglocke rings.
Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuß-, and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...
Finallyy the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh Christmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Mama finds under the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks on TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, Tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!"
Christmas is - now - im A****...
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...
Anonymous - 17.12.2006, 13:07

boh wie geil ist das denn man...
LadyLenn - 17.12.2006, 14:12

wow,ich habe mich schlappgelacht...ach zu geil...ich habe ihr grade eben einen brief geschribeen,ich werde ihr dazu noch ein PS hintendrann schreiben!!

And es sings the family
Schauerlich: "Oh Christmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Mama finds under the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.


das ist echt das beste XD
Anonymous - 17.12.2006, 17:22

boah... :shock: :shock:
das ist recht mal....geil (scheiss wort aber es triffts)
*beneid*
Anonymous - 17.12.2006, 18:01

was ist denn goosen?
LadyLenn - 17.12.2006, 20:42

ich werde nun auch immer sagen,das war die weihnachtsmaus!
*grins*

Die Weihnachtsmaus
Nicht nur den Weihnachtsmann gibt es zur Weihnachtszeit!

Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
sogar für die Gelehrten,
Denn einmal nur im ganzen Jahr
entdeckt man ihre Fährten.

Mit Fallen und mit Rattengift
kann man die Maus nicht fangen.
Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
noch nie ins Garn gegangen.

Das ganze Jahr macht diese Maus
den Menschen keine Plage.
Doch plötzlich aus dem Loch heraus
kriecht sie am Weihnachtstage.

Zum Beispiel war vom Festgebäck,
das Mutter gut verborgen,
mit einem mal das Beste weg
am ersten Weihnachtsmorgen.

Da sagte jeder rundheraus:
Ich hab´ es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen.

Ein andres Mal verschwand sogar
das Marzipan von Peter;
Was seltsam und erstaunlich war.
Denn niemand fand es später.

Der Christian rief rundheraus:
ich hab es nicht genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
an dem die Kugeln hingen,
ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
nebst andren leck`ren Dingen.

Die Nelly sagte rundheraus:
Ich habe nichts genommen!
Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
die über Nacht gekommen!

Und Ernst und Hans und der Papa,
die riefen: welche Plage!
Die böse Maus ist wieder da
und just am Feiertage!

Nur Mutter sprach kein Klagewort.
Sie sagte unumwunden:
Sind erst die Süßigkeiten fort,
ist auch die Maus verschwunden!

Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
sobald der Baum geleert war,
sobald das letzte Festgebäck
gegessen und verzehrt war.

Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus, -
bei Fränzchen oder Lieschen -
da gäb es keine Weihnachtsmaus,
dann zweifle ich ein bißchen!

Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
Das könnte euch so passen!
Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
bleibt jedem überlassen


James Krüss
Gerwynn - 17.12.2006, 23:56

lach, die weihnachtsmaus kenne ich auch
Minath - 28.12.2006, 14:31

ach wie geil xD
vorallem das christmasding mit dem weihnhactsbaum un dem gemischten englisch deutsch *lach*
Anonymous - 28.12.2006, 15:38

ehm das gemischte englisch deutsch...
ich will ja nichts sagen aber das kahm bei uns gerade im radio...
und so langsam glaube ich nicht das sie das selber geschrieben hat...
ausser sie hat es dem baslerradio verkauft
LadyLenn - 28.12.2006, 15:45

nein,sie hats nciht selbst geschrieben, das weiß ich.
es ist trotzdem gut!
ugnar - 28.12.2006, 16:13

ich kenne dieses weihnachtsgedicht schon seit 4 oder 5 jahren.. weiss noch dass es damals jmd in die schule gebracht hat und der leherer hats dann vorgelesen.. daher wird es 1000% nicht von ihr sein :wink:

sry lenn will mit diesem post nicht deine glaubwürdigkeit anzweifeln sondern deine aussage bestätigen!

mfg

ugnar
Anonymous - 28.12.2006, 17:18

ich habe gedacht sie hat es selber geschrieben so schade.....naja egal^^
Tyros - 05.01.2007, 21:24

entschuldigung wenn ich frage aber wer hat welches gedicht geschrieben`??

Was mich auch noch inspiriert falls ich das nciht schon geschrieben habe ist auch der Schnee oder ein Lagerfeuer
LadyLenn - 12.01.2007, 23:35

Besessen?
DU HAST MICH BESESSEN?!
verhext? verglüht wie ein Komet
mein Herz du solltest nie vergessen,
während du glaubst hab ich gesät,-
denn nichts geschah!-
nicht mal bei dir
der du mein Herz warst ,mein Gefilde,
mein Liebreiz, meine Gier!
so stand ich da unter der Brücke,
gebar die Unfrucht im Gehirn
die ich gesäht
die du genährt, gestreichelt hast
unter meiner Stirn
Sie weint.
Ich bin nun fort von dir,
nur quält mich eine Frage,
Was wolltest du von mir?

leider weiß ich nicht,wer das geschrieben hat,aber ich finde es wunderschön =)
Minath - 14.01.2007, 20:38

stimmt...es ist wunderschön^^
Anonymous - 23.01.2007, 19:47

oomph-das letzte streichholz


sie küsste sanft ihr liebstes spielzeug
bevor sie es zerbrach
dann schlich sie sich voll dunkler sehnsucht
ins kalte schlafgemach

sie holte leis das letzte streichholz
aus vaters schrank hervor
"warum hast du mir nie geholfen?"
schrie sie in mutters ohr
"ich hoffe, dass wir uns nie wiedersehn!"

"damit ihr wisst, wie es ist
in der hölle zu sein
damit ihr wisst, wie es ist
nach erlösung zu schrein
nur deshalb komm ich zurück
mit flammendem blick
ich nehm das letzte streichholz
und verbrenne eure schöne heile welt"

sie kochte sich die letzte mahlzeit
bevor sie sich erbrach
dann spuckte sie voll tiefer abscheu
ins schwarze schlafgemach

"ich hoffe, dass wir uns nie wieder sehn!"

"damit ihr wisst, wie es ist
in der hölle zu sein
damit ihr wisst, wie es ist
nach erlösung zu schrein
nur deshalb komm ich zurück
mit flammendem blick
ich nehm das letzte streichholz
und verbrenne eure welt"

"wisst ihr jetzt, wie die hölle wirklich ist
wisst ihr jetzt, wie die hölle wirklich ist
wisst ihr, dass euer spiel zu ende ist
wisst ihr, dass eure liebe tödlich ist?"

(nie wieder! nie wieder!)

"damit ihr wisst, wie es ist
in der hölle zu sein
damit ihr wisst, wie es ist
nach erlösung zu schrein
nur deshalb komm ich zurück
mit flammendem blick
ich nehm das letzte streichholz
und verbrenne eure welt"
Anonymous - 23.01.2007, 20:25

eines meiner lieblingslieder^^...geiler refrain und guter inhalt
Anonymous - 24.01.2007, 14:43

stimmt das lied ist wirklich geil als ich zum ersten mal den clip gsehen habe musste ich fast weinen...
die schlinge von oomph ist auch cool
LadyLenn - 24.01.2007, 18:44

das letzte streichholz kenne ich, den clip habeich mir eben noch angeschaut, ich finde,er ist gut gelungen =)

die schlinge kenne ich nicht,aber das wird sich jetzt gleich ändern^^
Anonymous - 24.01.2007, 20:08

japs gut gelungen aber so traurig...

der hofnarr-subway to sally

Ich bin bei Hofe hier allein
ein Witz aus Menschenfleisch
wenn keiner lacht lach ich mich tot
und lass mich einfach hängen.

Ich bin der Krone Sonnenschein
damit sie lacht mit viel Gekreisch
ich bin der hässliche Pierrot
auf Königins Empfängen.

Ich bin der Narr der Königin
sie schlagen mich ans Narrenkreuz
weil ich der Narr für alle bin.

Ich bin der Spass den Gott sich macht
die Missgeburt die immer grinst
mein Buckel bringt den Menschen Glück
deswegen dieses Lachen.

Als Kind hat man mich hergebracht
der Vater hat mich umgewinzt
jetzt bin ich hier am Hof allein
um allen Spass zu machen.

Ich bin der Narr der Königin ...

Ich bin der Spass den Gott sich macht
wenn keiner lacht lach ich mich tot
dann werden sie mich hängen hier
es ist ihr Spass der mir hier droht.

Ich bin der Narr der Königin ...
LadyLenn - 24.01.2007, 20:23

das ist irgendwie eine mischung aus
der kurier und hofnarr (beides von Schandmaul)
allein schon die strophe "ich bin der narr der königin"
wie "ich bin kurier der königin"
naja,mir gefällt der text nicht sondelrich gut. liegt vielleicht daran,dass ich etwas gegen narren und clowns und das ganze habe...
Nevalor - 25.01.2007, 09:54

hofnarr isn geiles lied... naja sind praktisch alle von subway^^
schandmaul hör ich im moment nur die "sanfteren" sprich: sonnenstrahl, dein anblick etc

zu oomph müsst ihr euch auch augen auf anschauen auch das video ist nett
Anonymous - 10.02.2007, 21:54

Gerwynn hat folgendes geschrieben:Im Eragonerforum wird ein Adventskalender geschrieben. Der Eintrag von Moonwitch war der letzte. Ich finde das Gedicht so gut, daß ich es hier reinstellen möchte

Merry Christmas

When the snow falls wunderbar,
And the children happy are,
When the Glatteis on the street,
And wie all a Glühwein need,
Then you know es ist soweit:
She is here the Weihnachtszeit
Every Parkhaus ist besetzt,
Weil die people fahren jetzt
All to Kaufhof, Mediamarkt,
Kriegen nearly Herzinfarkt.
Shopping hinverbrannte things
And the Christmasglocke rings.
Mother in the kitchen bakes
Schoko-, Nuß-, and Mandelkeks
Daddy in the Nebenraum
Schmücks a Riesen-Weihnachtsbaum
He is hanging auf the balls,
Then he from the Leiter falls...
Finallyy the Kinderlein
To the Zimmer kommen rein
And es sings the family
Schauerlich: "Oh Christmastree!"
And the jeder in the house
Is packing die Geschenke aus.
Mama finds under the Tanne
Eine brandnew Teflon-Pfanne,
Papa gets a Schlips and Socken,
Everybody does frohlocken.
President speaks on TV,
All around is Harmonie,
Bis mother in the kitchen runs:
Im Ofen burns the Weihnachtsgans.
And so comes die Feuerwehr
With Tatü, Tata daher,
And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.
And they schrei - "Wasser marsch!"
Christmas is - now - im A****...
Merry Christmas, merry Christmas,
Hear the music, see the lights,
Frohe Weihnacht, Frohe Weihnacht,
Merry Christmas allerseits...


Passt jetzt vielleicht nicht unbedingt^^
Aber dieses Gedicht liest unser Geschichtslehrer schon seit ca. 30 Jahren jedes Weihnachten seinen Schülern vor^^ Ist sozusagen schon eine Tradition geworden *lol*

Ach ja, und wenn ich Inspiration brauche, dann schnappe ich mir einen Block und einen Kuli und gehe raus in den Wald. Da setze ich mich irgendwo hin... auf eine Bank oder sonstwohin und warte darauf, dass mir etwas einfällt. Meistens dauert es nicht lange, aber zur Zeit ist es für sowas ein bisschen kalt deswegen muss ich warten bis es wieder war wird :(
Alatar - 11.02.2007, 21:58

:lol: :D des is ja oba geil!! Kriegen nearly Herzinfakt!! loool
Anonymous - 11.02.2007, 22:04

And they bring a long, long Schlauch
And a long, long Leiter auch.

Echt der hammer^^
Wenigestens hat unser Geschilehrer sich ein gescheites Gedicht ausgesucht :lol:
Nevalor - 11.02.2007, 22:51

ich find aber everybody does frohlocken noch am besten^^
Gerwynn - 12.02.2007, 09:46

vor allem, weil es so wahr ist. Mutter muß sich freuen über eine blöde Bratpfanne und Vater bekommt immer sockenoder einen Schlips! :wink:
Anonymous - 12.02.2007, 17:43

Also das habe ich bei meinen Eltern jetzt noch nicht gemerkt^^

Bei uns sind es immer die Frauen, die schöne warme selbstgestrickte Socken von meiner Oma bekommen^^
Alatar - 12.02.2007, 18:13

:D echt bei uns sins die männer!
Anonymous - 12.02.2007, 19:30

Ich liebe diese Socken^^ Wenn ich zu Hause kalte Füße hab werden sie sofort rausgeholt *hehe*
Alatar - 12.02.2007, 21:41

ich hasse die! Deswegen krieg ich au keine mehr von meiner oma!
Anonymous - 13.02.2007, 16:03

Ich hasse es, wenn die so kratzig sind^^ Aber ich zieh die immer an, wenn ich kalte Füße habe. Halt nur zu Hause xDDD
Alatar - 13.02.2007, 20:31

ich zieh die nie an!
LadyLenn - 17.02.2007, 18:00

Zum Fressen geboren, zum Kraulen bestellt,

im Schlummer verloren gefällt mir die Welt.

Ich schnurr' auf dem Schosse, ich sitze im Bett,

in lieblicher Pose, ob schlank oder fett.

So gelte ich allen als göttliches Tier,

sie stammeln und lallen und huldigen mir!

Liebkosen mir glücklich Bauch, Öhrchen und Tatz-

ich wählte es wieder,

das Leben der Katz!
Goethe
Gerwynn - 17.02.2007, 19:57

Da schnurren meine beiden tiger ganz begeistert. ein Leben als meine katze würde mir auch gefallen.
LadyLenn - 17.02.2007, 20:30

ich wusste garnciht,das goethe solche texte geschrieben hat*g* aber ich finds genial^^
Gerwynn - 18.02.2007, 09:49

ja, irgendwie unglaublich modern
Gerwynn - 18.02.2007, 17:07

ich habe noch einen schönen Text von Ullrich Schaffer gefunden. Ich finde, er paßt genau für euren Lebensabschnitt, den ihr gerade durchlauft

Du meintest dich zu kennen,
deine Haltungen und Träume.
du warst bei dir zu Hause
und fühltest dich wohl.

jetzt bricht etwas Neues in dir auf.
du bist überrascht und verunsichert.
Dein Horizont wird weiter.
Ahnungen suchen dich heim.
du kannst dich nicht mehr
an der Person festhalten,
die du einmal warst.

Weil du unterwegs bist,
gehört auch deine Veränderung zu dir.
auch sie ist einmalig.
du bist auch, was du wirst.

Wenn ich es recht überlegen, paßt der Text genauso gut auch auf mich. auch ich bin unterwegs und entdecke ständig etwas Neues.
LadyLenn - 19.02.2007, 10:14

nunja. ich fand den ersten irgendwie schöner uns ansprechender. aber der hier ist genau so richtig!
LadyLenn - 20.02.2007, 11:37

Ist alles stumm und leer
Ist alles stumm und leer;
Nichts macht mir Freude mehr;
Düfte, sie düften nicht,
Lüfte, sie lüften nicht;
Mein Herz so schwer!

Ist alles öd' und hin;
Bange mein Herz und Sinn;
Möchte, nicht weiß ich, was;
Treibt mich ohn' Unterlaß,
Weiß nicht, wohin!

Ein Bild von Meisterhand
Hat mir den Sinn gebannt;
Seit ich das holde sah,
Ist's fern und ewig nah,
Mir anverwandt.

Ein Klang im Herzen ruht,
Der noch erquickt den Muth,
Wie Flötenhauch ein Wort,
Tönet noch leise fort,
Stillt Thränenfluth.


Frühlinges Blumen treu
Kommen zurück auf's Neu;
Nicht so der Liebe Glück,
Ach, es kommt nicht zurück -
Schön, doch nicht treu!

Kann Lieb' so unlieb sein,
Von mir so fern, was mein?
Kann Lust so schmerzlich sein,
Untreu so herzlich sein?
O Wonn', o Pein!

Phönix der Lieblichkeit,
Dich trägt dein Fittig weit
Hin zu der Sonne Strahl,
Ach was ist dir zumal
Mein einsam Leid!



(Günderode: Gedichte aus dem Nachlaß)
Anonymous - 07.06.2007, 17:54

Gerwynn hat folgendes geschrieben:ich habe noch einen schönen Text von Ullrich Schaffer gefunden. Ich finde, er paßt genau für euren Lebensabschnitt, den ihr gerade durchlauft

Du meintest dich zu kennen,
deine Haltungen und Träume.
du warst bei dir zu Hause
und fühltest dich wohl.

jetzt bricht etwas Neues in dir auf.
du bist überrascht und verunsichert.
Dein Horizont wird weiter.
Ahnungen suchen dich heim.
du kannst dich nicht mehr
an der Person festhalten,
die du einmal warst.

Weil du unterwegs bist,
gehört auch deine Veränderung zu dir.
auch sie ist einmalig.
du bist auch, was du wirst.

Wenn ich es recht überlegen, paßt der Text genauso gut auch auf mich. auch ich bin unterwegs und entdecke ständig etwas Neues.

Das gedicht was du da gepostet hast finde ich richtig gut gelungen, ich finde es ist auch wirklich wahr. Ganz ungewohnt und merkwürdig aber bei
"du kannst nicht mehr
an der person festhalten,
die du einmal warst."
sind mir sogar ganz plötzlich die Tränen gekommen. Das Gedicht hat mich irgendwie merkwürdig berührt.
Gerwynn - 07.06.2007, 22:45

Das stimmt, man ändert und verändert sich. Manche Dinge, die einmal wichtig waren, verlieren an Bedeutung, während andere dafür in den Vordergrund rücken.
LadyLenn - 05.07.2007, 14:49

ich hab heute in deutsch das "merry christmas gedicht" vorgetragen. ich glaube,es ist recht gut angekommen,der lehrerin hats auch gefallen...*schleim*^^
Gerwynn - 05.07.2007, 15:02

Du meinst das aus dem Weihnachtsteil im Eragonerforum?
LadyLenn - 05.07.2007, 15:03

ja,genau das. wir hatten es hier auf der 2. oder 3. eite gepostet.hat gut zum thema gepasst^^
Gerwynn - 05.07.2007, 15:05

Wieso besprecht ihr denn jetzt im sommer Weihnachten?
LadyLenn - 05.07.2007, 19:25

tun wir nich,wir haben anglitismen als thema^^
Gerwynn - 05.07.2007, 19:43

war heute bei uns wieder eine in der zeitung- da stand groß Sale und in Klammern darunter (reduziert)
Elfaron - 03.10.2007, 12:38

Hahahaha... :wink:
Anglizismen, hatte ich als Thema in meiner Abschlussprüfung in Deutsch fürs Fachabitur. Die kleinen Biester sind echt furchtbar! Ich find sie in der Regel auch eher störend und lästig! Es gibt so viele Leute, die gar nicht mal verstehen, was dieses englische Wort bedeutet.
Das "Sale" und das "Reduziert" sind doch ein ziemlich gutes Beispiel, für solch ein Missverständnis! :wink:
Gerwynn - 03.10.2007, 13:43

verstehe ich jetzt nicht ganz Elfaron. Wenn in England Sale am Schaufenster steht, heißt das soviel wie Ausverkauf, Sonderpreise oder Reduziert
Haqim - 04.10.2007, 15:23

Nein Sale heißt nur ,,zu verkaufen '' wenn ich mich recht erinnere
Gerwynn - 04.10.2007, 22:18

nicht,wenn es in großen Lettern am Schaufenster der geschäfte klebt. Aber streiten wir uns nicht, im Lexikon hat Sale die Bedeutung von Verkaufen
Gerwynn - 08.11.2007, 13:43

DFas Gedicht der woche bei jokers. Ich finde es sehr originell

Das Stinktier

Das Stinktier, wie der Name sagt,
tut etwas, was uns nicht behagt:
Sobald ernste Gefahren winken,
beginnt es, penetrant zu stinken.
Dadurch geht allen Aggressoren
die Lust auf einen Krieg verloren.
Die Menschheit könnte sich bequemen,
ein Beispiel sich daran zu nehmen,
denn, anstatt atomar zu rüsten,
wär's klüger, sich damit zu brüsten,
dass man vermeidet Streit und Zank
einfach und preiswert durch - Gestank.
Nicht wahr, ein bisschen Atemnot
ist besser doch als dauernd tot. --

Günter Kröger
LadyLenn - 08.11.2007, 15:44

Das gedicht finde ich sehr gut!
Gerwynn - 21.11.2007, 21:45

Nochmals ein Gedicht der woche bei Jokers. Ich finde die melodie der Sätze sehr schön

November

Schwarzbefrackte kahle Bäume
stehen nass in den Alleen,
Nebel löscht die Farbenträume
schweigend im Vorübergehn.

Und die Häuser, müd und leise,
ducken sich im Nebelhauch,
einsam klingt der Krähen Weise,
überm Dache kriecht der Rauch.

Ingrid Drewing
LadyLenn - 22.11.2007, 08:01

Wow...DAS ist schön!! *hach,seufts*
LadyLenn - 22.11.2007, 15:35

ICh liebe Gedichte von Frederike Kempner...hatte ich das schonmal gesagt? Ja wahrscheinlich schon...Ich habe einen wunderschönen Gedichteband von ihr =)
Die Gedichte sind so niedlich und gefühlvoll...nicht zu fassen dass sie die meisten davon in hohem alter schrieb!
besonders gut gefällt mir zur Zeit der Goldfischer:


Der Goldfischer

Am Rande des Meeres,
Am Rande der Flut,
da weilet der Knabe
gar freundlich und gut

Er stahl seinem Vater
die Goldfischlein fein
und wirfet sie wieder
ins Meer hinein

Der Vater er jaget
dem Ufer entlang
Da wird auch dem Knaben
so ängstlich und bang

Er fürchtet den Vater
Es sinkt ihm der Mut
Fast möchte er lieber
hinab in die Flut

Da färbt sich das Wasser
wird schwarz und wird grün
Und weiße Gespenster
Darüber hinziehn

Die Tiefe sie donnert
der Abgrund geht auf
Die Fluten beginnen
den rasenden Lauf

Sie stoßen den Knaben
den Goldfischlein nach
Das rufet des Vaters
Gewissen erst wach

Frederike Kempner
Gerwynn - 22.11.2007, 15:37

wirklich toll
Elfaron - 23.11.2007, 22:49

Sehr schönes Gedicht, Lenn! Das von Jokers aber auch! :wink:
Haqim - 24.11.2007, 12:01

Wow die sind beide echt gut ...sie haben irgendwie einen ,,Flow'' sie fliesen einem richtig von der Zunge.
Gerwynn - 24.11.2007, 14:30

nehmen wir sie uns als Beispiel für uns selber und streben ihnen nach :D
LadyLenn - 10.12.2007, 22:21

Mal wieder Zeit für Frederike:

Holdes Blümlich,Du willst nützen,
Auf der weiten,grünen Au?
Sieh,die Sonne scheint so golden,
Und der Himmel,er ist blau!

Hohe Pläne, kühne Pläne
werden Dir das Blut erhitzen,
Holdes Blümlein, um dich schau:
Pläne werden meistens grau.

Röselein sich tiefer bückte,
Was das kleine Herz entzückte.
Kalter Zweifel wills ihm rauben!
"An das Schöne will ich glauben!"-
Sprach es- " Ob auch Blättlein sich entlauben"
Und dem Röslein alles glücket!-
Gerwynn - 11.12.2007, 08:58

Das ist ein ein schönes Gedicht lenn.
Nochbesser gefällt mir aber deine neue sig von aston-wilde rosen. Könntest eu eigentlich auch hier hineinsetzen, damit uns das Gedicht erhalten bleibt
LadyLenn - 11.12.2007, 09:03

Mein signaturgedicht hatte ich schonmal gepostet hier, aber vollständig^. in meiner signatur ist ja nur ein Auszug davon
Gerwynn - 14.12.2007, 16:52

Gedicht der Woche in der jokers Lyrik Datenbank :wink:

Brief an den Weihnachtsmann

Du lieber, lieber Weihnachtsmann,
schau dir mal meine Liste an.
In diesem Jahr bin ich bescheiden.
Ich weiß, du kannst es garnicht leiden,
sind die Wünsche allzu groß.
Ich hätte gern ein Jahreslos
für einen super guten Zweck.
Wenn ich gewinn, gibt's einen Scheck
von mir für ein Kinderheim.
Du siehst, mein Herz ist groß und rein.

Einen Fernseher, nen flachen,
möcht ich auch und ein paar Sachen
für den Urlaub nächstes Jahr.
Taschengeld dazu, ganz klar.
Leider fiel meine Kreuzfahrt aus,
und ich saß deprimiert zu Haus.
Das soll mir nicht noch mal passieren,
die Reise lass ich mir spendieren
von dir, das wird das Beste sein,
meine Wünsche sind ja klein.

Eventuell ein Abendkleid,
denn ich geh von Zeit zu Zeit
in die Oper, ins Konzert.
Auf Kultur, da leg ich Wert.
Was ich dann noch gerne hätte,
wär ne schöne Perlenkette.
Die Teuerste muss es nicht sein,
meine Wünsche sind ja klein.

Und wenn ich ganz ehrlich bin,
mein Auto ist schon ziemlich hin.
Viel zu oft bleibt es jetzt stehen,
ich muss nach einem neuen sehen.
Ja, das wäre wirklich nett,
wenn ich ein neues Auto hätt.
Es braucht auch kein so großes sein,
meine Wünsche sind ja klein.

Du lieber, lieber Weihnachtsamnn,
ich hoffe, meine Post kommt an.
Das soll's erst mal gewesen sein,
meine Wünsche sind ja klein.

Sigrid Wallborn
LadyLenn - 26.12.2007, 12:08

Ich habe am 22. einen Brief von meiner Ärztin bekommen, wird wohl an alle Patienten verschickt, und ich fands echt schön:


Du bist so jung wie Deine Zuversicht
Jugend ist nicht ein Lebensabschnitt, sie ist ein Geisteszustand.
Sie ist Schwung des Willens, Regsamkeit der Phantasie,
Stärke der Gefühle, Sieg des Mutes über die Feigheit,
Triumph der Abenteuerlust über die Trägheit.
Niemand wird alt, weil er eine Anzahl Jahre hinter sich
gebracht hat. Man wird nur alt, wenn man seinen Idealen
Lebewohl sagt.

Mit den Jahren runzelt die Haut, mit dem
Verzicht auf Begeisterung aber runzelt die Seele.
Sorgen, Zweifel, Mangel an Selbstvertrauen,
Angst und Hoffnungslosigkeit, das sind die langen, langen
Jahre, die das Haupt zur Erde ziehen und den aufrechten
Geist in den Staub beugen. Ob siebzig oder siebzehn,
das erhebende Staunen beim Anblick der ewigen Sterne
und der ewigen Gedanken und Dinge,
das furchtlose Wagnis, die unersättliche kindliche Spannung,
was der nächste Tag bringen möge, die ausgelassene Freude und Lebenslust.

Du bist so jung wie deine Zuversicht, so alt wie deine Zweifel,
so jung wie deine Hoffnung, so alt wie deine Verzagtheit.
Solange die Botschaften der Schönheit, Freude, Kühnheit, Größe,
Macht von der Erde, den Menschen und dem Unendlichen
dein Herz erreichen, solange bist Du jung.
Erst wenn die Flügel nach unten hängen und das Innere deines
Herzens vom Schnee des Pessimismus und vom Eis des Zynismus bedeckt sind,
dann erst bist du wahrhaft alt geworden.

Lebensgedanken von Albert Schweitzer
Gerwynn - 26.12.2007, 19:43

das ist wirklich sehr schön geschrieben lenn, Albert Schweizer hat in jedem wort hier Recht. runzeln der selle, sehr nett ausgedrückt. Gegen diese runzeln kämpfe ich auch :wink:
Elfaron - 29.12.2007, 00:58

Auf die Seele gehören die aber definitiv nicht Gerwynn! :wink:
Im Gesicht dürfen die schonmal sein und dafür muss man sich nicht schämen!

Sehr schöne Gedichte. Da möchte man gleich selbst wieder losschreiben. :D
Gerwynn - 29.12.2007, 09:20

Was hält dich davon ab elfaron, schreib nur wieter, wir lesen gerne etwas Neues
Elfaron - 10.01.2008, 21:01

Ja, ich weiß Gerwynn! :wink: Ich bin mal wieder überfällig, mit Posten. Ich hab eine Kurzgeschichte angefangen. Ich denke, ich werd am Wochenende fertig. Dann werde ich sie hier reinstellen!
Gerwynn - 11.01.2008, 09:25

aber nicht hier in Inspirationen, sondern in eigene Geschichten, bitte :D
Es ist überhaupt von allen schon lange nichts mehr geschrieben worden
Elfaron - 11.01.2008, 20:39

Stimmt. Naja, vermutlich wegen Zeitmangels wie bei mir! :wink:
Und mir haben einfach auch ein paar wirklich gute Ideen gefehlt...
LadyLenn - 13.02.2008, 19:27

Wir hatten heut eind er Schule Methdentraining. In einer stunde ging es um Sprache und Vortragen. Das wurde geübt anhand dieses Gedichts. Jeder musste es in verschiedenen Betonungen lesen und es kamen wirklich geniale Dinge dabei raus. Ich empfehle euch, dieses Gedicht laut zu lesen^^



Hugo Ball (1886-1927)

Karawane

jolifanto bambia o falli bambla
großgiga m'pfa habla horem
egiga goramen
higo bloiko russula huju
hollaka hollala
anlogo bung
blago bung blago bung
bosso fataka
ü üü ü
schampa wulla wussa olobo
hej tatta gorem
eschige zunbada
wulubu ssubudu uluwu ssubudu
tumba ba-umf
kusa gauma
ba - umf
Alatar - 14.02.2008, 19:31

XD ja des war ganz lustig. wir mussten ein stammtischgespräch daraus machen!
Gerwynn - 17.02.2008, 18:53

Gedicht der woche bei Jokers

Im Wochenendparadies

Ach, man kann es kaum erwarten:
Wochenend im Schrebergarten,
wo man Ärger, Stress und Sorgen
runterschluckt bis übermorgen,
denn auf seiner Gartenscholle
kriegt man sich nicht in die Wolle,
hier sind Zeit und Ruhe heilig,
niemand stört und hat es eilig.

Und so müht man sich im Stillen,
seine Pflichten zu erfüllen:
Wasser holen aus der Tonne,
Rasen mähen in der Sonne,
hacken in Gemüsebeeten,
graben, harken, Unkraut jäten,
damit alles nach der Reihe
wachse, blühe und gedeihe.

Doch vor dem Erfolg, ihr Götter,
liegt ein Kampf mit Wind und Wetter,
aber auch mit den versteckten
Käfern, Raupen und Insekten,
die vom nahen Komposthaufen
über Land und Leute laufen
und, weil sie den Frieden stören,
nicht in diese Welt gehören.

Legt man dann die müden Glieder
nach getaner Arbeit nieder,
trinkt im Schatten der Spaliere
eines jener kühlen Biere
und bemerkt, dass bei den Bäumen
schon die Gartenzwerge träumen,
fühlt man sich auf seiner Wiese
wie dereinst im Paradiese.

Welch ein Glück, wenn man hier hätte,
seine letzte Ruhestätte!

Manfred Burba
Elfaron - 17.02.2008, 20:47

Das Gedicht das du gepostet hast Lenn, kenne ich auch aus der Schule. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es aus dem Dadaismus stammt, die haben nämlich so verrückte Texte geschrieben (und genauso verrückte Bilder gemalt). Der Text hat nämlich rein gar nixhts mit einer Karawane zu tun, aber wenn er richtig gelesen wird, entsteht dieser Rythmus, der an das Stampfen einer Karawane erinnert... - schon auch wieder irgdendwie genial! :D
LadyLenn - 17.02.2008, 21:29

Ja, ich hatte schonmal ein ähnliches Gedicht gepostet..auch aus der schule- der zipferlake...
Minath - 02.03.2008, 13:14

U-Bahnhof Miquel-Adickes-Allee, 15 Uhr 301

Der Knall. Der bittre
Geruch von Bier.
Die spritzenden Scherben
über kreischenden Fliesen.
Einer, der sich entfernt
in die U-Bahn-Unterführung.
Einer, der, stehengeblieben,
ihm ungläubig nachschaut:
"Was muß der für eine Wut im Bauch haben!"
Die Furcht. Der kahle
Hinterkopf. Das breite
Kreuz. Die geballten
Fäuste an den Jeansnähten.
Einer, dessen Schritt hallt
in der leeren Unterführung.
Einer, der im stillen
der Bierflasche dankt:
"Was, wenn der statt dessen seine Wut an mir ausgelassen hätte!"

Robert Gernhardt (zeitgenössischer Autor)

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.04.97
Gerwynn - 14.03.2008, 15:54

Gedicht der woche in der Jokers Lyrik Datenbank


Lebensabschnittspartner

Erste Phase. Tiefe Blicke, sanfte Worte,
grundlos lachen, viele Fragen,
rosarote Brille tragen;
bald darauf die Hochzeitstorte.

Zweite Phase. Tage kommen, gehn vorbei,
ernste Mienen, Zukunftspläne,
Grundrisszeichnung, Sägespäne;
zweiter Sohn wird drei.

Dritte Phase. Zu zweit alleine, leeres Herz,
verletztes Schweigen, Einzelbetten,
wirkungslose Schlaftabletten;
für die Kinder Abschiedsschmerz.

Vierte Phase. Neues Glück, nur kurze Zeit,
rastlos suchen, ohne Pause,
Liebeleien, kein Zuhause;
erst im Grab Zufriedenheit.
LadyLenn - 14.03.2008, 15:55

das klingt...schrecklich. Ichhattemir meine Zukunft so bunt vorgestellt,hoffentlich wird sie nicht so grau,wie sie in diesem Gedicht beschrieben ist. Das klingt unglaublich negativ!
Gerwynn - 14.03.2008, 15:57

das finde ich auch, aber symptomatisch für unsere heutige Gesellschaft. Deshalb habe ich es hier hereingestellt. Schrecklich, so ein Leben!
LadyLenn - 20.03.2008, 14:08

hier Ausschnitte aus der rede einer berühmten Wicca:

Die Wicca-Rede:

Auf das Hexenrecht wirst du bauen
in wahrhaft Liebe und rechtem Vertrauen.

Lebe und lass alle anderen leben,
sei mässig beim Nehmen und mässig beim Geben.

zieh den Kreis auf dreimal aus,
und halte alles Böse raus.

Wächst der Mond, geh sonnenwendig,
tanz und sing das Pentakel lebendig.

Achte den Vollmond und sei bereit,
für Sehnsucht im Herzen ist die richtige Zeit.

Erreicht das Jahresrad Walpurgisnacht,
brenne ihr Feuer, in voller Pracht.

Ist das Rad bei Jul arriviert,
dann zünde die Fackeln, und Pan regiert.

Alle Pflanzen sollst Du pflegen,
denn dies trägt der Göttin Segen.

Die murmelnden Wasser sind Dein Gewissen,
wirf einen Stein und Du wirst es wissen.

In Deiner Not wirst Du Dich bewähren,
und nicht den Besitz Deiner Nächsten begehren.

Die, die Dich lieben wirst Du nie betrügen,
sonst werden auch sie Dich ins Antlitz belügen.

Zum Schluss noch acht Worte und da gilt's,
Schadet es keinem, dann tu' was Du willst!
Selena - 20.03.2008, 23:30

Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe 

so müd geworden, dass er nichts mehr hält. 

Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.


Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,

der sich im allerkleinsten Kreise dreht,

ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,

in der betäubt ein großer Wille steht.


Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille

sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –

und hört im Herzen auf zu sein. 



Rainer Maria Rilke, 6.11.1902, Paris


eines meiner absoluten lieblingsgedichte!!
LadyLenn - 20.03.2008, 23:49

Wenn du mal ein paar eiten zurückblätterst....hab ich das dort schonmal gepostet^^
Ja,das Gedicht ist wirlich genial..Ich kanns immernoch au der 6. Klasse auswendig.
Selena - 20.03.2008, 23:53

echt?!? :shock: ich habs hier noch nirgends gesehen.... das tut mir leid :(

EDIT: achso im kleine oder auch große gedichte... habs gefunden! >.>
LadyLenn - 21.03.2008, 00:03

macht doch nischts :3some:
Selena - 21.03.2008, 01:44

dann ist ja gut!! 8) ich hab noch dieses in meiner kleinen sammlung:

Für ein langes Leben (Irland, 8. Jahrhundert)


Ich rufe die sieben Töchter des Meeres an,
Welche die Lebensfäden derer wirken, die lange leben auf Erden.
Dreimal soll der Tod von mir genommen sein.
Drei volle Leben seien mir geschenkt,
Und die sieben Wogen des Glücks seien mein.

Gespenster sollen mich nicht erschrecken, noch sollen sie mir schaden,
Wenn ich in blitzendem Panzer des Weges ziehe.
Bekannt soll ich sein bei den schönen Frauen auf dieser Erde,
Und erst in hohem Alter soll ich sterben.
Ich rufe den Mond, den unsterblichen Silberkämpen.
Eine Zeit von der Güte weißer Bronze werde mir zuteil.

Möge mir Nachkommenschaft geschenkt werden,
Möge mein Recht gewahrt bleiben.
Möge meine Kraft sich mehren.
Möge mein Grab nicht bereitet sein,
Und der Tod mich nicht am Weg überfallen.

Meine Reise will ich glücklich beenden.
Die kopflose Natter soll mich nicht ergreifen,
Noch der grimme, graue Wurm,
Oder der kopflose, schwarze Käfer.
Kein Dieb soll mir Böses anhaben können.

Die Frauen sollen mich nicht verwirren in meinem Denken und Handeln,
Bewaffnete Haufen sollen mich nicht erschlagen.
Der König des Alls möge mir eine lange Lebensdauer schenken.
Ich rufe Senach an, der sieben Lebensalter durchlebte,
Ihn, den Feen an den Brüsten der Fülle ernährten:
Mögen meine sieben Kerzen nicht erlöschen.

Ich bin eine unbezwingliche Feste,
Ich bin ein unverrückbarer Fels,
Ich bin ein kostbarer Stein.
Ich bin ein Alter, reich an Wochen.
Hundert mal hundert Jahre möge ich leben.
Ein Jahrhundert nach dem anderen!
Draco - 26.03.2008, 17:59

ich hab viele gedichte dir mich inspirirt ham und so^^ nur leider hab ich die namen der verfaser vergessen

Drachenliebe
Als kleines Kind lief sie umher,
im weißen langen Kleid aus Seide,
mit Stickereien reich verziert,
hinunter zu der alten Weide.
Bei der Weide da wohnt er,
der große goldene weise Drache,
hebt mit Pranken sie hinauf,
und hört erfreut die kindlich Lache.
Liebe ist es was er fühlt,
gefürchtet von den Menschen sehr,
doch kümmerts nicht das kleine Kind,
das liebt den Drachen wirklich sehr.
Doch was ist Liebe in der Zeit,
verweilt kurz nur, flügge im Wind,
auch vom Drachen, dem goldenen,
zu einem kleinen Menschenkind.
Zeit vergeht und verblasst zu Staub,
gehalten von Erinnerung,
er bleibt erhalten der ewige Traum,
doch wiederkehren tut die Frau.
Verstehen zu können wie die Zeit vergeht,
in Menschenjahren dazu ist es zu spät,
alt geworden mit runzeliger Haut,
sieht er die alte Frau heute kaum.
Die Drachenliebe wird ewig währen,
von Zeit zu Zeit und Jahr zu Jahr,
er weiß nicht warum sie nicht wieder kehrt,
doch er ist traurig man glaubt es kaum.
Er kann nicht verstehen,
daß das Kind wird zur Frau,
daß der Traum verblasst,
wie in fernem Traum.
Für ihn ist kaum die Zeit vergangen,
er hängt Gedanken hinterher,
das Kind ist längst zur Frau geworden,
das Gehen fällt ihr schwer.
Oh Drache deine Liebe währt
für ewig und für alle Zeit,
und jeder Mensch, kein einzelner,
wird längst von ihr verzehrt, befreit.
Doch auch die Menschen lieben dich,
die Stärke und die Majestät,
du strahlst sie aus für alle Zeit,
zur Drachenliebe seid ewiglich.

Der Tod des alten Drachens
Die Glieder sind steif,
Die Augen sind zu.
Jetzt ist er reif
Für die ewige Ruh´.
Die Schuppen sind glanzlos
Und der Schwanz hängt schlapp.
Die Trauer ist groß
denn der Drache ist matt.
Dunkle Wolken verdecken den Wald
in dem der alte Drache liegt.
Sein letzter Brüller ertönt alsbald
der Drache nun leblos am Boden liegt.
Das Licht ist verschwunden.
Die Seele erliegt -
Der alte Drache wird das Jenseits erkunden.
Der Sensenmann siegt.

Drachen
Schwingen, die majestätisch die Luft, wie ein Schwert zerschneiden,
die ihnen helfen, durch das Blut der Erde zu schwimmen,
die die einzige Möglichkeit bieten, sie durch ihre Träume segeln zu lassen
und alles andere zu vergessen.
Weise Augen, die auf alles achtsam herabblicken,
klar und unergründlich, wie ein Meer aus Rätseln,
wie herabfallende Sterne, die im Licht des Morgensternes,
Tränengleich funkelnd, in die Unendlichkeit blicken.
Glänzende Schuppen, welche die Vergangenheit widerspiegeln
Und die Zukunft ahnen lassen,
wie Spiegel dieser und ferner Welten,
ein ewig wechselndes Muster aus Farben.
Ein Leib, aus dem Blute der Mutter Erde
Und des Herzens des Vater Himmels,
geschaffen für das ewige Leben und
für die immer währende Bereitschaft in den Lauf der Welt einzugreifen.
Riesige Klauen, die eines Tages alles umfassen, was schlecht ist,
um es aus der Welt zu tragen,
dorthin, wo es niemand mehr finden kann.
Dorthin, wo niemals die Seele eines anderen Geschöpfes angelangen wird.
Ein Verstand der den jedes anderen Lebewesens übertrifft,
dem keiner etwas vormachen kann,
mit dem Wissen um alles, um jedes Geheimnis, um jedes Rätsel,
das jemals existierte.
Wesen mit einer Seele, wie kein anderer sie besitzt,
rein wie der Fluss des Himmels, rein wie das Meer der Erde,
die Empfindungen jedes einzelnen Lebewesens teilend,
verpflichtet dazu die Bürde des Schicksals zu tragen.
Nicht sichtbar für die Sterblichen,
thronen sie auf ihren Säulen aus weißen Wolken im Reiche des Himmels
und auf ihren Säulen aus erstarrtem Erdenblut im Reiche der Erde,
wartend auf die Erfüllung ihrer Träume und
auf denjenigen, der ihnen dabei helfen wird.

Die Träne des Drachen
Tausende gingen den Drachen zu finden
mit Fackel und Seil, mit Forke und Speer,
nirgendwohin konnt der Drache sich wenden
sie waren zu viele, zu viele und mehr.
Und so kamen sie, den Drachen zu binden
mit Wut in den Augen und dennoch leer,
der Drache bat sie Vernunft zu finden
doch in ihren Ohren waren die Worte leer.
Er kämpfte verzweifelt, mit all seiner Kraft,
doch zu jung er war für solch eine Schlacht,
er kämpfte verbissen den Tag und die Nacht,
doch nichts konnt er tun gegen solch eine Macht.
Die Flügel zerrissen, der Körper geschunden,
die Seele voll Angst ward er schließlich gebunden,
und die Leute kamen, ihn anzusehen
den mächtigen Drachen der nun ward gezähmt.
Nur einer ging näher und blieb bei ihm stehen,
ein Junge, gerade elf oder zehn,
er strich durch den Kamm und konnt nicht verstehen
wie in so einem Wesen man böses kann sehen.
"Nie habe ich getötet, nie habe ich verbrannt,
und doch hasst mich jeder in diesem Land."
Der Junge blieb lange beim Drachen noch stehen,
und konnte des Drachen Tränen sehen.
Eine der Tränen hob der Junge auf,
sie war wie aus Glas, vollkommen und blau,
der Drache er blickte ein letztes mal auf
in die Augen des Jungen wie im Traum.
"Nimm diese Träne und nimm meinen Dank,
weil ich ein wenig Trost bei dir fand,
geh schnell nach Haus und sieh nie zurück,
und bringe die Träne dir ewiges Glück."
Der Junge er rannte, wollte dem Orte entfliehen,
nie wieder zurück, und nie wieder hin,
was hatten die Leute, oh, was nur getan,
getötet den letzten Drachen von Arn.
Der Drache, er starb an jenem Tag,
vergessen von allen und jederman,
doch eine Träne, sie erinnert daran,
an die stolzesten Wesen, die Drachen von Arn.
Von Zeit zu Zeit zieht ein junger Mann
durch die gefüllten Tavernen des Landes Arn,
er erzählt die Geschichte wie sie damals gewesen,
wie der Pöbel auszog den Drachen erlegen.
Und niemand weiß bis zum heutigen Tag,
ob es wirklich der letzte Drache war,
doch seid gewiß so soll es stehn,
seit der Träne ward nie mehr ein Drache gesehen.
Die Drachen sind wieder da
Die Sonne wird dunkel, durch das Volk geht ein Gemunkel.
Die Blicke wenden sich gegen den Himmel,
die Glocken beginnen mit ihren Gebimmel.
Gefahr, Gefahr, klingt es durch das Land und das am laufenden Band.
Die Sonne wird dunkel, doch was ist hier der Grund, es sind keine
Wolken, hinter denen sie sich versteckt,
es sind keine Wolken, die sie verdeckt.
Es sind riesige Drachen, sie kreisen um die Erde,
die Drachen fliegen wieder,
was immer auch aus ihnen werde.
Die Drachen sind zurück, ein Teil der Erde ist verzückt,
der Andere verrückt.
Ein Teil erfreut, der Rest zerstreut.
Die Drachen fliegen um die Erde,
wie eine große Herde, die Drachen sind zurück,
oh wie bin ich verzückt.
Wieder bringen ins Lot werden die Drachen das,
was haben die Menschen gemacht tot.
Die Drachen waren nicht da, die Erde wäre gestorben um ein Haar.
Die Drachen bringen das Wasser zurück, daher bin ich so beglückt.
Die Drachen speien Feuer, daher sind sie vielen einfach nicht geheuer.
Die Drachen sind wieder da, oh wie ist nun die Erde wieder klar.
Die Erde ist wieder grün, wie sie einmal war.
DIE DRACHEN SIND WIEDER DA

ich besitze noch ein parr aber ich wil es ja net übertreiben^^
Haqim - 27.03.2008, 11:33

Die sind beide echt schön...mehr kann man dazu eigentlich nciht sagen ....beide übermitteln so ein Flair.
Ich habe gerade Lux Aeterna gehört als ich das erste gelesen habe, und fast Pippi in den Augen ......aber nur fast *g*
Gerwynn - 02.04.2008, 08:32

Gedicht der woche bei Jokers


Erde an Frühling

Erde an Frühling, bitte kommen, es eilt!
Erde an Frühling, bitte kommen, es eilt!
Hier spricht der Frühling, ich bin auf Empfang.
Erde an Frühling, wo bleibst du so lang?
Hier wieder Frühling, nun mach keinen Terz.
Erde an Frühling, es ist bereits März!
Hier funkt der Frühling, nun gut, ich bin spät.
Erde an Frühling, jetzt werd mal konkret.
Hier nochmals Frühling, die Sache ist die:
Schuld ist mal wieder die Bürokratie.
Arbeitsverträge mit Krokus und Co.,
E-Mails und Faxe ans Sonnenbüro,
Visum für Schwalbe, für Storch und den Star,
Landeerlaubnis für selbige gar.
Antrag auf Formblatt bezüglich des Baus,
wegen der Schnecken, grad derer mit Haus.
Weckdienst für Igel nach DIN Nummer vier,
schnell geht hier gar nichts, bei soviel Papier.
Also Geduld drum, und mach kein Geschrei.
Ende und over, bis frühestens Mai.

Andrea Kohn
LadyLenn - 02.04.2008, 13:34

hihi,der ist echt gut..nd schön flott zu lesen =)
Minath - 02.04.2008, 14:01

Gerwynn, das Gedicht find ich echt klasse :)
Gerwynn - 02.04.2008, 14:31

Das fand ich auch Minath, eine ungewöhnliche Idee.
LadyLenn - 04.04.2008, 07:29

Herr Mumpitz im April

Eine heftige Strasse fegte durch den Wind.
Das Postamt kam aus Herrn Mumpitz und musste
mit seinem Hut die Hand festhalten.
Von Zeit zu Zeit blies ihm ein Gesichtsstoss Wind in den Staub.


"Herr Mumpitz macht, was er will!",
sagte der April.
Da fing es auch schon an vom Tropfen
zu himmeln. Ach, der Regenschirm hatte
Herrn Mumpitz zu Hause stehen gelassen!

Bald prasselte ein Strassenschauer
auf den Regen und Herr Mumpitz
wurde pudelnass wie ein Patsch.

Beinahe wäre ihm noch ein Kopf
auf seinen Blumentopf gefallen.
Daheim zogen die Kleider rasch
Herrn Mumpitz aus.

Frau Mumpitz kochte auf dem Wasser einen Elektroherd
für den Tee und holte für ihre Kleider einen trockenen Mann.
"Hoffentlich kommt Herr Mumpitz bald", rief der Mai,
"dann ist Wetter mit dem scheusslichen Schluss!"
.
Text von Heinrich Hannover


Das Gedicht haben die Kinder in meiner klasse gelesen und ich fand es sehr niedlich =)
Gerwynn - 04.04.2008, 07:53

ich finde es auch niedlich, Hintergrund, die Kinder sollen den Unsinn herausfinden, also auch pädagogisch wertvoll.
LadyLenn - 20.04.2008, 20:45

Wilde Rosen


Ich begrüße euch, ihr Rosen,
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Sturmestosen,
Großgesäugt vom Thau der Nacht!
Nicht im traulichen Gehege,
In des Gartens Mutterschoß,
Ohne eines Gärtners Pflege
Wird das Kind der Berge groß.

Wolken, die sich niedersenken,
Wolken voll Gewitterglut,
Müssen seine Kelche tränken,
Tränken mit lebend'ger Flut.
Drüberhin im Abendrothe
Träumerisch die Höh'n erglüh'n,
Und der Blitz, der irre Bote,
Grüßt es im Vorüberflieh'n.

Einen Kranz von wilden Rosen
Wand das Schicksal mir in's Haar,
Mir, der Fremden, Heimathlosen,
In den Stürmen der Gefahr.
Wilde Rosen: – die Gedanken,
Voll von Lebens-Uebermuth,
Wuchernd auf in üpp'gen Ranken,
Prangend in Gewitterglut!

Doch zu früh ins wilde Leben
Trieb mich eine finstre Macht;
Meiner Jugend Bilder schweben
Einsam durch den Traum der Nacht!
Und von Mißgeschick zerschmettert
Klagt in Trauer mein Gemüth:
Meine Rosen sind entblättert,
Ihre Farbenpracht verglüht!

Einsam, wie dem Geisterzuge
Blinde Seher einst gelauscht;
Lausch' ich dem Gedankenfluge,
Der im Sturm vorüberrauscht –
Meines Lebens irre Geister,
Haltet ein auf mein Geheiß!
Euch beschwört der Zaubermeister,
Bannt euch in der Dichtung Kreis!

Und aus schönen, glüh'nden Nächten,
Und aus Träumen frei und kühn,
Will ich wilde Rosen flechten,
Die in ihrem Thau erblüh'n!
Flechten mir der Dichtung Rosen
In der Freiheit wilder Pracht,
Eingewiegt von Liebeskosen,
Großgesäugt vom Thau der Nacht!


Louise Aston
Gerwynn - 20.04.2008, 20:58

immer wieder schön zu lesen, lenn
LadyLenn - 20.04.2008, 21:34

Ja ich hatte schonmal einen Teil gepostet ( Auch in meiner Signatur ist ein Auszug) aber ich wollte es nochmal in seine rganzen Schönheit posten =)
:jö:
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