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Buettpader - 12.12.2006, 15:38
Regeln Texas Hold´em
Hold´em
Hold’em bezeichnet allgemein all jene Poker-Varianten, bei denen fünf offene Karten (Board cards auch Community cards) in die Mitte des Tisches gelegt werden, die für jeden Spieler zur Bildung seiner Pokerhand verwendet werden können, und bei der jeder Spieler nicht mehr als zwei seiner Hand-Karten (Hole cards) verwenden darf.
Neben Texas Hold’em wird in den Spielbanken auch Omaha als weitere Hold’em-Variation angeboten. Texas Hold’em wird häufig kurz Hold’em genannt, doch sollte man diese Abkürzung eher vermeiden, um Verwechslungen mit Omaha auszuschließen.
Karten
Texas Hold’em wird mit einem Paket französischer Spielkarten zu 52 Blatt von zwei bis maximal elf Personen gespielt.
Ziel ist es, die höchste Poker-Kombination zu erhalten bzw. durch geschickte Spielweise die anderen Spieler zur Aufgabe zu bewegen.
Dealer
Vor dem allerersten Spiel mischt der Croupier die Karten, lässt abheben und teilt zunächst jedem Spieler eine offene Karte. Der Spieler mit der höchsten Karte ist erster Geber (Dealer) und erhält den Dealer('s) button.
Haben zwei Spieler im Rang die gleiche höchste Karte, so entscheidet die vom Bridge her bekannte Ordnung der Farben: Kreuz bzw. Treff (♣) gilt als die niedrigste Farbe, gefolgt von Karo (♦), Herz (♥) und Pik (♠).
Anmerkung: In Bezug auf die Gewinnentscheidung haben die Farben bei Texas Hold’em – so wie bei allen Poker-Varianten – keine Bedeutung.
Die Rolle des Kartengebers wechselt nach jedem einzelnen Spiel im Uhrzeigersinn – tatsächlich teilt die Karten im Casino jedoch stets der Croupier, der Spieler mit dem Dealer button nimmt nur fiktiv die Rolle des Gebers ein.
Blinds
Der Spieler zur Linken des fiktiven Gebers muss einen vorgeschriebenen Einsatz, das sogenannte Small blind, z.B. 5 €, setzen, sein Nachbar das Big blind, im Allgemeinen den doppelten Wert des Small blind, also 10 €. Die übrigen Spieler müssen vor Erhalt der ersten Karten keinen Grundeinsatz (Ante) leisten, bei den Hold’em-Varianten wird im Allgemeinen nicht mit Ante, sondern mit Blind gespielt.
Der Spieler, der das Small blind zu setzen hat, erhält beim Teilen die erste Karte.
Hole cards und erste Wettrunde
Jeder Teilnehmer erhält zunächst zwei verdeckte Karten (Hole cards auch Pocket cards oder Pockets). Der Spieler links vom Big blind spricht als erster und eröffnet die erste Wettrunde (Betting interval), dieser Spieler kann nun entweder, halten auch mitgehen (call), also einen Betrag in Höhe des Big blind setzen, oder erhöhen (raise) oder aussteigen (fold).
Limits
Bei Texas Hold’em sind drei Arten von Limits gebräuchlich
No limit: Es gibt nur ein Minimum für ein Bet bzw. ein Raise aber kein Maximum.
Pot limit: Es darf nur höchstens so viel gesetzt werden, wie sich zur Zeit im Pot befindet.
Split limit: In den ersten beiden Wettrunden darf maximal bis zum Lower limit, ab der dritten Wettrunde bis zum Higher limit gesetzt werden. Beträgt das Small blind 5 € und das Big blind 10 €, so beträgt das Lower limit 10 € und das Higher limit 20 €. In jeder Wettrunde darf der Einsatz höchstens drei Mal gesteigert werden, d.h. ein Spieler eröffnet die Runde mit einem Einsatz (Bet), dieser kann nun erhöht (Raise), weiter gesteigert (Reraise) und die Wettrunde mit einer letzten Steigerung (Cap) abgeschlossen werden. Sind nur noch zwei Spieler im Spiel, so darf solange erhöht werden, bis ein Spieler entweder gleichzieht (hält) oder aufgibt.
Bei No limit und Pot limit ist die Anzahl der Erhöhungen pro Wettrunde nicht begrenzt.
Flop und zweite Wettrunde
Nach Beendigung der ersten Wettrunde legt der Croupier drei Karten offen auf den Tisch (Flop), darauf folgt die zweite Wettrunde. Der Spieler in First position, d.h. der Spieler links vom fiktiven Geber, also der Spieler, der das Small blind setzen musste, hat in dieser und allen weiteren Wettrunden als Erster zu sprechen.
Ab dieser Wettrunde kann der Spieler, der zuerst sprechen muss, auch abwarten (check) und keinen Einsatz tätigen.
Turn card und dritte Wettrunde
Vor der dritten Wettrunde wird eine vierte offene Karte (Turn card) in die Mitte gelegt. Wird mit Split limit gespielt, so gilt ab nun das Higher limit.
Rivercard und letzte Wettrunde
Nun wird die fünfte Karte (River card) offen aufgelegt und es folgt die letzte Wettrunde.
Show down
Kommt es nach der letzten Wettrunde zum Show down (siehe dort), so stellt jeder Spieler aus seinen zwei Hand- und den fünf Tischkarten die beste Poker-Kombination aus fünf Karten zusammen.
Wenn ein Spieler nur die fünf Karten des Tisches spielen möchte (Playing the board), so muss er das annoncieren, damit das Weglegen der Handkarten nicht als Aussteigen missverstanden wird.
Der Pot kann natürlich auch schon früher gewonnen werden, wenn in einer Runde alle Spieler bis auf einen ihre Karten ablegen und aufgeben (fold).
Pokerhände und Ihre Warscheinlichkeiten
Hand - Kombinationen - Wahrscheinlichkeit in Prozent
Royal Flush - 4.324 - 0,00003232 - 0,0032%
Straight Flush - 37.260 - 0,00027851 - 0,028%
Vierling / Poker - 224.848 - 0,00168067 - 0,17%
Full House - 3.473.184 - 0,02596102 - 2,60%
Flush - 4.047.644 - 0,0303255 - 3,03%
Straße / Straight - 6.180.020 - 0,0461938 - 4,62%
Drilling - 6.461.620 - 0,04829870 4,83%
zwei Paare - 31.433.400 - 0,23495536 - 23,50%
ein Paar - 58.627.800 - 0,438322546 - 43,83%
höchste Karte - 23.294.460 - 0,17411920 - 17,41%
Anmerkung: Es gibt vier mögliche Royal Flushs, da aber jedes Royal Flush mit zwei beliebigen weiteren Karten gebildet werden kann, ergeben sich insgesamt 4.324 mögliche Sieben-Karten-Kombinationen, die ein Royal Flush enthalten.
Die stärksten Hände bestehend aus zwei Karten sind in der Ordnung ihrer Gewinnerwartungen: AA, KK, QQ, AK suited (von einer Farbe), AQ suited, JJ, KQ suited, AJ suited, KJ suited, AK unsuited (von verschiedenen Farben).
Als allgemein schwächstes Blatt gilt 7–2 unsuited.
Der Spieler, der zu einem bestimmten Zeitpunkt während eines Spiels die bestmögliche Hand hält, hält die sogenannten Nuts.
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