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Aysha - 14.04.2008, 17:44
"Bauer sucht Frau"
Hilfe, meine Braut war mal ein Mann!
Von T. SCHOLTYSECK
Naumburg – Er träumte von einer Frau, die er zum Altar führen kann, die für ihn da ist, im Stall hilft. Aber an SO eine Frau hatte er nicht gedacht ...
Großer Mist für Bauer Wolfgang Z. (55) aus Naumburg (Sachsen-Anhalt)! Seine Braut war mal ein Mann! Der Bauer wütend: „Unsere Ehe gehört annulliert. Als ich meine Frau kennenlernte – da war sie noch gar keine!“
Quelle:
http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/04/14/bauer-sucht-frau/hilfe-meine-braut-war-mal-ein-mann,geo=4260002.html
Aysha - 14.04.2008, 17:44
Ich finde das ganze sehr bedenklich, dass Männer immer bei bekanntgabe oder bekannwerden was da mal war zum Schweidungsrichter rennen und dann die Ehe annulieren lassen.
Denn im Grunde braucht es dann ja kein TSGesetz für was den auch? Denn bisher wurde noch jede Ehe die in dieser Richtung angefochten wurde erfolgreich annuliert, die Ehefrau verlor immer vor Gericht.
Klar ist es besser vorher zu sagen, was mal war und so, doch, wir sind nicht dazu verpflichtet, es is nicht illegal nicht szu sagen und auch keine Straftat. Daher würde ich es begrüßen, dass wenn schon so eine Ehe aufgelöst wird, diese den ganz normalen Prozess durchläuft und höchtens geschieden werden kann, wenn schon, aber niemals nicht annuliert, denn dies wiederspricht meiner meinung nach dem TSG, weil man ja nach der PÄ den weiblichem Geschlecht zugehörig ist und nicht als Zipfelamputiertet Mann geführt wird.
Man ist Frau und basta und eine Hochzeit mit einem Mann ist somit eine ganz normal Ehe, das muss auch mal in die Schädel der Scheidungsrichter. Aber bisher las ich immer nur von Annulierungen.
Aedin - 22.04.2008, 13:10
Nunja, also wenn sie es nicht gesagt hat und es erst nach der Eheschließung "heraus" kam, dann kann ich irgendwo den Mann schon verstehen. Die Angelegnheit hat etwas mit Vertrauen zu tun und ich denke das der Mann sich hier "hintergangen" fühlt und somit ist rechtlich eine Anullierung auch gerechtfertigt, alles andere liegt immer in der Betrachtungsweise und wie man zu etwas steht. Schwierig.
Menschlich gesehen sollte es egal sein was vorher mal war (vorausgesetzt aber auch hier wieder, dass man drüber gesprochen hat-sich vertraut hat!) denn wahre Liebe sollte nichts erschüttern !
Aedin - 22.04.2008, 13:18
hmmm hab noch mal nachgedacht....ich weiß jetzt nicht, wie das ist wenn sich jemand "hintergangen" fühlt, also ob es generell in solchen Fällen dann auch zu einer Anullierung kommt...z.B. wenn sich nach der Eheschließung herausstellt dass jemand mal wegen einem schwern Vergehen im Gefängnis war oder etwas verheimlicht hat, egal mal was.... ich denke mir vorerst heiratet man doch aus Liebe...und irgenwie hast du Recht, liebe Aysha, wenn du sagst dass es bei der Eheschließung ja so war, wie es war und ob es dann tatsächlich eine Anullierung geben muss..... also je mehr ich drüber nachdenke, desto mehr komme ich zu dem Schluß, dass diese Ehe auf normalen Wege hätte geschieden werden müssen....
Aysha - 22.04.2008, 14:19
Eben liebe Petra,
es ist ja auch so, wo beginnt bei so einem Menschen die Lüge, das Verschweigen?
Meist im Alten von 5-7 ist dies Menschen klar, da stimmt was nicht. es gibt zwar solche die leben dennoch weitere 15, 20 Jahre zwischen den geschlechtern, doch im Grunde ist das Weibliche einfach zu stark und früher oder später geht die betroffene Person ihren Weg.
Dann im Jahre 1981 wurde diesen Menschen mit einem Gesetz geholfen, es hat allerdings nichts mit den Krankenkassen zu tun. In diesem Gesetz wurde geregelt, dass solche Menschen nach erfolgter Operation, dem jeweils anderen Geschlecht als angehörig zu sehen sind. Heißt also, dass eine solche Frau ganz offiziell und schlicht und einfach Frau ist, sie darf alle Papiere bis hin eben zur Geburtsurkunde ganz legal ändern lassen, vor der Rentenreform konnte sie auch ganz normal mit 60 in Rente, und sie darf wie jede andere Frau auch einen Mann heiraten, mit einer Frau, darf sie nur wie andere lesbischen Paare eine dieser eingetragenen "Partnerschaften" (wie immer das heißt) eingehen.
Dann gibt es in diesem speziellen Gesetz noch einen Paragraphen, den § 5 TSG, dort geht es um das Offenbarungsverbot, heißt Fremde dürfen über die Vergangenheit dieser Person keine Auskunft geben, außer diese Person tut es selber. Doch viele Richter haben bisher dieses gesetz einfach ignoriert. Klagen in dieser Richtung wurden stehts abgewiesen, mit der Begründung, dass die Person die über diese "pikannte" Vergangenheit so einer Frau ungefragt Auskunft gab im Grunde ja nichts falsches sagen würde und somit nicht verurteilt werden könne.
Also der § 5 TSg wurde hier immer wieder ausser acht gelassen.
Im Grund ist diese "Vergangenheit" tief im keller einer solchen Frau und wird so gut wie nicht hervor geholt, weil sie im Grunde ja nicht der Realität entspricht. Dies Frau ist Frau und sieht daher keinen anlass zu sagen.
Hey Schatz ich wurde mal als Mann geboren und so weiter ...bla bla bla......
Aedin - 29.04.2008, 12:45
Puh die "liebe Petra" hätte sich mal den link ansehen müssen, hab ich eben erst gemacht...sorry.
Also hier in diesem Fall kann es ja wohl gar nicht um eine Anullierung gehen. Er wusste doch alles ! Alles andere war wenn es denn so stimmt wie geschildert, Betrug und sowas gibt es (leider) öfters. Deswegen wird aber keine Ehe anulliert..... *kopf-schüttel*
Alles weitere so wie du hier die Gesetzeslage schilderst, wenn es denn schon diese Gesetze gibt , dann müssen sie auch eingehalten werden. Punkt und um. Was nutzen aber Gesetze zum Schutz, wenn nicht mal die Gerichte selbst sie anwenden....? ..oder einfach ausser acht lassen, weil es sich um eine Betrachtungsweise handelt, wenn jemand über die "Vergangenheit" etwas erzählt, nur um...ja warum erzählt jemand soetwas überhaupt ? Der Betroffene dann nicht einmal in den Schutz kommt, müsste doch dann zur Anzeige kommen können, wenn dann aber gesagt wird, er/sie habe ja doch nur die Wahrheit gesagt, was soll dann dieses Schutzgesetz...oder hab ich da jetzt was mißverstanden....?
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