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Cyra - 20.09.2004, 22:52
Meine Erfahrungen mit Medikamenten
Hallo Ihr lieben,

ich möchte Euch hier meine Erfahrungen mit Medikamenten schildern.

Und wie gesagt es sind meine Erfahrungen, es kann bei jeder ja anders sein :!:

Also alles fing damit an das ich mein Hauptsymptom behandeln wollte. Das war die Übelkeit. erst fing alles ganz locker an mit Iberogast und hörte bei MCP auf.
Das war aber alles nichts weil ich die Ursache nicht behandelte! Noch dazu kam das das MCP als Nebenwirkung Angst auslösen kann ,worunter ich so wie so schon lit.

Als ich vor einem Jahr am ende meiner Kraft war und ins Krankenhaus musste bekam ich das erste mal Tavor, ein Beruhigungsmittel!
Das half auch eine weile bis ich rausbekam das es abhängig macht.
Ich nahm es über 3 Monate und musste dann unter Entzugserscheinungen wieder davon loskommen.
War garnicht so leicht! Und ich für meinen Teil fand es auch nicht sehr hilfreich, da es auch wieder nur die wahrnehmung dämpfte und sonst nichts.

Der nächste Versuch war dann Paroxetin, ein Antidepresivum, ein halbes Jahr quälte ich mich mit den Nebenwirkungen rum und hatte sogar das Gefühl das sie meine Angst , gegen die sie ja helfen sollten auch noch verstärkten.

Dann besann ich mich wieder auf die Homöpathi und erreichte so das erste mal das ich mich öffnen konnte und das ich mich den Ursachen stellen konnte!

Seit über 14 Wochen nehme ich nur noch Homöopathische Mittel und es geht mir endlich besser.
Ich habe kaum noch Schlafstörungen und die Angst und Panikattacken sind wesentlich besser geworden.
Seit einer Woche ist noch eine Mischung aus Australischen Buschblüten dazu gekommen und das ergebnis ist toll.

so weit meine erfahrungen!

Ich hoffe euch ergeht es besser, mit lieben Grüßen Regina
Hana - 02.10.2004, 11:06
Das Medikament Tavor
:twisted: Als ich dieses Jahr für 3,5 Monate in der Tagesklinik war, nannte das
Pflegepersonal das Medik. Tavor "Teufelszeug", weil das so abhängig macht!
Ich mache seit 11 Jahren Therapie, habe Rente, will sagen:
Mit gewissen Symptomen & Ängsten muß ich halt leben & "klarkommen".
Also ich war ganz früher Medik.-Abhängig, und nehme Tavor nur auf Bedarf,
so 2x pro Woche, aber "nur" 1/4 bis 1/2 Tablette.
Meine Therapeutin in der Tagesklinik hat gesagt, manche nehmen TÄGLICH "nur" 1/4 Tavor, aber VORSICHT! - Sie nennt das eine SCHLEICHENDE
Abhängigkeit, womit man sich mächtig aufs Glatteis begiebt - auch so wirst Du
süchtig davon, und hast einen ordentlichen Entzug !!
Soviel zu meiner Erfahrung mit Tavor. :shock:

(Wenn Du natürlich z.B. in der Psychiatrie oder akuten Kriese Tavor über einen kurzen Zeitraum in höherer Dosis einnehmen mußt, nach Ärztlicher absprache, ist das was anderes, aber setze dich therapeutisch unbedingt mit der Ursache
deiner Erkrankung auseinander! Und setze Tavor baldmöglichst wieder ab!)
Cyra - 02.10.2004, 12:00
Tavor"Teufelszeug" ja das stimmt!
Hallo Liebe Hana,

da hast Du vollkommen recht , das ist ein Teufelszeug!
Ich hatte Morgens Mittags Abens eine ganze von dem Zeug!
Bei einem anderen Patieneten war es noch schlimmer der kam auf vier bis fünf am TAg!
Aber ich habe es geschafft, da ganz weg von zu kommen, Ich habe sie zwar noch im Haus , aber ich habe mehr Angst davor sie zu nehmen als ich Angst davor habe das es mir nicht gut geht!

Deine Lösung dazu ist auch toll, so nach bedarf! Klappt das denn Gut?

Liebe Grüße , Regina
Hana - 02.10.2004, 16:47
Medikamente auf Bedarf
:? Also das ist so ne Sache, mit den Medik. auf Bedarf.
Durch die Erkrankung PTBS bin ich oft so angespannt und fühle mich einfach
irgendwie nicht wohl in meiner Haut. Und da neige ich halt dazu, einfach mal
"was einzunehmen", was langfristig gesehen auch ins Auge gehen kann.
Viele mit dieser Erkrankung sind ja (meines Wissens nach) auch
Sucht Gefährdet. Z.B. macht mir vieles Angst, obwohl ich Real gar nicht das
Gefühl habe, das es mir Angst macht. Der Körper reagiert natürlich entsprechend
auf Angst, ich fühle mich dann sehr angespannt, und würde mich am liebsten irgendwo verkriechen. Schon nur den Gehsteig zu betreten bereitet mir ein
unangenehmes Gefühl. Andererseits habe ich aber keine Angst vor dem Bus / Zug fahren, auch nicht vor offenen Plätzen oder so.
Oder ich trinke ab und zu 1-2 Bier am Abend.
Und als ich im April in die Tagesklinik gekommen bin, mußte ich mir nach ein paar
Wochen eingestehen, daß ich fast von einem anderen Medikament abhängig
geworden wäre. Das gibt es niedrig dosiert in Basel (CH) zu kaufen, rezeptfrei,
(in Deutschland nicht so zum kaufen), das macht aber trotzdem abhängig.
Jetzt habe ich ein richtiges Geständnis abgelegt, was?!?
Ach ja, ich nehme das jetzt nicht mehr, das Medik. aus der Schweiz!
Lia - 18.10.2004, 21:05
Hey Ihr Lieben...
Interessant, von Euren Erfahrungen mit Tavor zu lesen, da dieses "Wundermittel" erst vorgestern Thema eines Gesprächs war. Es hieß, dass es abhängig mache, aber dann keines der PTBS-Symptome mehr hat. Mein Bekannter, der auch PTBS hat, meinte, es wäre ihm egal, wenn er abhängig würde, solange er nur endlich halbwegs normal leben könnte...
Ich selber nehme bewußt nichts, außer in Krisensituationen Trimipramin. Ich wurde über zehn Jahre mit Sachen wie Doxepin, Fluoxetin, Citalopram, Diazepam, Imap...etc. vollgepumpt und jetzt mag ich einfach meine Tage nicht mehr im Dämmerzustand verbringen. Zwar waren die Symptome erträglicher, aber auch sämtliche andere Empfindungen waren abgeflacht. Ich hoffe, dass ich das auch weiterhin so schaffe... :)
Eure Lia.
Cyra - 18.10.2004, 21:21
Liebste Lia,
Deine Einstellung zu Tavor und dem Restlichen Mist finde ich Toll!!!!!!!!!

Wenn Du Diazepam genommen hast kannst Du dir in etwa vorstellen wie Tavor wirkt! Es ist in etwa das selbe. Mir hat es nicht so gut geholfen und meine symptome waren immer noch da!

Wie gesagt ich nehme seit gut 2 Monaten nichts mehr außer Homöopathie und es geht mir viel besser als mit dem Ganzen chemichen kram!

Ich denke mit Imaginationsübngen kann man viel mehr erreichen!

Liebe Grüße Regina

Ps: Behalte Deine einstellung sie ist Richtig!
veteran - 06.12.2004, 12:23

Paroxetin ist ein medikament was ich einnehme. Zu empfehlen sei das von hexal. (auf die rezeptur kommt es an !!!)

gerade bei dem wirkstoff muss man ziemlich gewissenhaft vorgehen (von 10mg auf 20mg dann in viertelschritten weiter , in harten fällen dann auf max 50mg)(ggf!)dann schlägt es nach ca 2 wochen an. Ebenso wenn man es absetzt muß sehr gewissenhaft gearbeitet werden.

Neben dieser sache muß ich sehr starke schmerzmittel einnehmen bzw. eine recht heftige dosis.

*

Ich kann mir vorstellen das man bei dir das med paroxetin unrichtig zum einsatz gebracht hat. Vielleicht erst mal die blut und leberwerte checken lassen dann das medikament von einem guten facharzt erneut einsetzen. Das, also ein guter facharzt ist oft ein wichtiger aspekt der leider viel zu wenig beachtet wird. Ich kenne da als bspl und ohne an werbung zu denken die drs hiltmann in trier, bahnhofstrasse. Ein echt tolles ehepaar und tolle ärzte auf dem sektor.
Cyra - 06.12.2004, 13:44
Hallo Veteran
Ja ich glaube auch das mein Arzt mir das Falsch gegeben hat.
Aber anderer Seits konnte ich auch nie mehr nehmen als 10 mg. Auch über mehrere wochen hat sich nichts geändert, ganz im Gegenteil die Angst wurde immer Großer und Nachts konnte ich nicht mehr Schlafen.

Nun bin ich schon viele Wochen ganz ohne alles, und ich schlafe Gut , jede Nacht 7 Stunden, und die Angst ist wieder weniger geworden.
weil ich sie nun mit Klarem Kopf bearbeiten kann.

Ich habe von Rüdiger Dahlke eine Tolle CD die sich mit der Angst befasst und muss sagen das bringt mir mehr als Jedes Paroxetin.

Ich meine Wenn es Dir Hilft dann freue ich mich, und es ist gut das es diese Medikamente gibt.

Doch ich bin ein Mensch der sich gegen die einwirkung auf meinen Körper wehrt , daher hatte dieses Medikament keine Chance.

Ich habe so sehr versucht meinen Körper zu Kontrolieren das der Körper mir sagte ich solle das nicht nehmen.

An den Blut werten kann es auch nicht gelegen haben die waren in Ordnung.

Liebe GRüße Regina
veteran - 11.12.2004, 11:57

Nun ja ich komme auf 50 mg je nach lage nebst heftigen schmerzmittel ... das aber nur am rande.

ich denke in den meisten aspekten sind es die falschen ärzte.

Aber was auch super ist wäre der fakt das du ohne die sachen auskommen kannst. ob du nun musik hörst oder filme schaust wie auch immer, der weg ist doch egal, hauptsache es geht dir gut dabei.

Sieben std schlaf - also dafür bewundere ich dich fast schon salopp gesagt. Ich schaffe es seit jahren nicht mehr; stets heftige alpträume (im schlaf) später kamen alpträume (tag wachzustand) hinzu. Das med. hilft schon. Ist halt eine sache für sich. man muß es langsam "ertesten" und einen guten arzt haben. ich konnte testen hab nen guten arzt und habs ja auch selbst studiert. nun ja, gute grundlage.

Blutwerte - hier dachte ich an die werte nachdem das med abgesetzt wurde. Hin und wieder spielen die werte verrückt. Aber wenn alles ok ist dann bist dui salopp gut aus der geschichte raus gekommen.
Cyra - 11.12.2004, 13:49
Hallo Veteran
Das Du nicht schlafen kannst ist sehr schlimm.

Ich träume auch immer sehr viel doch bin ich immer sehr froh darüber weil ich mit den Träumen arbeite.
Ich überlege mir was der eine oder andere Traum für Bedeutung haben könnte und so mit sind es nicht immer wieder kehrende Träume.
es sind dann immer andere.

Bist Du eigentlich in einer Therapie, weiß ich grad nicht mehr! Aber eine Traumatherapie wäre da schon echt gut.

Doch wenn es mit dem Paroxetin besser geht mit dem Schlafen dann ist da ja schon etwas entlastung.

Ich wünsche mir für Dich das es Dir bald besser geht und das Paroxetin seinen Job richtig macht! :)

Und das man die Blutwerte danach testen sollte wusste ich nicht, und von daher habe ich es auch nicht gemacht. War jetzt über ein Jahr nicht mehr beim Arzt, wegen der Panik . Aber so lange nichts ernstes ist komme ich schon gut klar, denke ich.

Alles liebe Dir ,
REgina
veteran - 13.12.2004, 14:04

Salopp nennen wir die uns gemachte auflage freiwillige selbstkontrolle fsk. Wir müssen jede woche ! einen kollegen aufsuchen usw usw. Ich habe freiwillig noch einen weiteren kollegen hinzu.

Etwas "lustig" auf seine art ist therapie. Also da ist so gesehen noch keine erfunden worden. Alleine wenn man einzelheiten anführen müßte würde das wochen dauern, dann in detail gehen usw usw. Wären wir fertig mit reden wäre ich uralöt und würde eher alterbedingt sterben.

Um auf das med. zu kommen, ein durchaus gutes präparat. Wie schon gesagt, man muß wissen wie man es anwendet und da hilft ein guter arzt. Alleine in deiner sache sehe ich die menge 10mg eher als fraglich.

Ja und dann zum aspekt alpträume. Es gibt die die im schlf kommen und andere bei welchen man hell wach ist. Vielleicht wenn du willst kannst du einmal berichten welche "grund"art bei dir ist, evt auch den groben inhalt (natürlich wenn du willst den genauen inhalt), welcher traum ist heftig, welcher ganz schwach, gibt es auch schöne träume usw usw.
Ich denke einmal angemerkt gesagt das alleine schon das hinterfragen hier bei dir von den werten kollegen scheinbar nicht getan wurde wobei gerade diese infos sehr wichtig sein können. Oftmals sind es nicht die riesigen dinge im leben die was ausmachen, es können ganz kleine noch so unwesentliche aspekte sein die fast alles entscheidend sind.
NikiSib@web.de - 09.12.2006, 12:05
Meine Erfahrungen mit Medikamenten
Hallo Regina! Und natürlich auch Ihr anderen!
Ich bin hier noch nicht so lange auf dem Forum. Ich steh gerade vor der furchtbaren Frage, wieder Medikamente oder wie?
Da hab ich hier von Regina gelesen, daß es auch mit homöopatischen Mitteln Lösungnen gehen kann. Weil ich kann mir absolut nicht vorstellen, mich wieder so volldröhnen zu lassen.
Meine Diagnose lautet schizaoffektive Psychose. Kennt das einer von Euch?
Bin ein bißchen ratlos. Eine äußerst komplizierte Mischform aus verschiedenen Krankheitsbildern, Schizophrenie, Depression, manisch depressiv.
Kennt sich da einer aus eigener Erfahrung aus? Hintergrund zu mir könnt Ihr in "Mein Weg" lesen.
Aber ich will eben keine Hammermittel nehmen. Setzen mich so außer Gefecht, ganz abgesehen von den vielen Nebenwirkungen.
Hoffe, hier lesen ab und zu noch ein paar Leutchen.
Bis dann.
Es grüßt Euch
NikiSib
Gina64 - 15.12.2006, 20:35
Keine Probleme
Hallo an alle!
Meine PTBS ist jetzt seit fast 7Jahren bekannt.Am Anfang hab ich mich gegen sämtliche Medikamente gestreubt.Da ich in meiner Kindheit eine Esssucht entwickelt habe,und stark übergewichtig bin wollte ich auf keinen Fall Medis nehmen.Aus Angst davor,noch mehr zu zu nehmen.Irgendwann,als ich ziehmlich depressiv bei meinem hausarzt auflief,sagte er zu mir ich sollte vielleicht doch mal ein Antidepressiva ausprobieren.Ich erzählte ihm von meiner Angst zu zu nehmen und er sagte mir,das es auch Medis gibt die in den Nebenwirkungen nicht so heftig sind.Ich bekam Fluoxetin,was aber nicht lange wirkte.Nach einem Jahr und einer heftigen Kriese wurde ich auf Trevilor eingestellt.Damit komme ich wirklich super klar.Ich kann meinen Alltag gut meistern.Sicher gibt es trotz des Medikaments noch kleine depressive Phasen,aber die sind dann auszuhalten.Da ich nachts sehr schlecht schlafe,hat mir mein Psychiater Doxepin verschrieben.Damit muß ich allerdings ganz vorsichtig umgehen,weil ich bei über 10mg schon völlig neben mir stehe.Ich denke es ist schon sehr wichtig,das man auf seinen Körper hört,wenn man Medis einnimmt.Und noch viel wichtiger ist es einen Arzt zu haben,der einen auch ernst nimmt,wenn man sagt das man mit einem Medikamen nicht klar kommt.
Da jeder Körper anders auf ein Medikament reagieren kann, ist es halt sehr wichtig,wenn man mit seinem Arzt auch darüber sprechen kann.

LG Gina
NikiSib@web.de - 28.12.2006, 19:35
Meine Erfahrungen mit Medikamenten
Hi Ihr da! + Gina!
Da hast Du wirklich recht. Der Arzt muß wirklich vertrauenswürdig sein. Manchmal denke ich, meiner will mir die Medies geben, weil er Mitleid mit mir hat. Ich habe mich zum Teil dagegen entschieden. Nehme gerade mal Beruhigunsmittel, aber keine antipsychotischen Mittel. Habe das Gefühl, die hauen mich mehr zurück, so daß ich mit mir selbst nicht mehr weiterkomme. Du sagst, Du hast mit den Antidepressiva besser Deinen Alltag weiter machen können?.
Bei mir ist eher das Gegenteil der Fall. Ich habe das Gefühl, ich stumpfe dann so ab, daß gar nichts mehr geht. Wobei Antidpressiva eine andere Wirkung haben als Neuroleptika. Und die Nebenwirkungen sind auch nicht zu unterschätzen. Kennst Du auch so starke Suchtgefühle, wenn Du an bestimmte Punkte in Deiner Geschichte gerätst? Ich habe dann das Gefühl, ich möchte mich am liebsten mit irgendwas zudröhnen, nur um nichts mehr zu spüren. Habe ich aber bisher eher weniger getan. Habe dann doch versucht, es irgendwie auszuhalten. Aber das ist oft ganz schön schwer. Und trotzdem ist es mir lieber, ich spüre, was mit mir los ist, als betäubt in der Ecke zu sitzen.
Ich wünsch Euch erst mal einen Guten Start ins Neue Jahr.
Es grüßt Euch

NikiSib
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