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Alle Beiträge und Antworten zu "Packet Row"

Re: Packet Row

Barbie Cue - 03.04.2014, 09:39
Packet Row
Name: Packet Row

Spieler: 2 - 5

Dauer: ca 45 Minuten

Sprache: Deutsch

Erweiterungen:

Thema: Hafen, Handel

Kategorie: alle

Regel: einfach

Glücksfaktor: mittel

Spielelemente: Handmanagement, Sammeln



Bei Packet Row versucht man - durch Sammeln von zueinanderpassenden Karten - Waren zu verschiffen und so Geld für Siegpunktkarten zu bekommen.

Es gibt dafür 4 Tableaus mit dazughörigen Kartenstapeln:

- Docks (Schiffe, Kapitäne, Goldbarren, die als Joker fungieren usw.)
- Zunfthaus (Handelsverträge, Taktikkarten usw.)
- Bank (Siegpunktkarten usw.)
- Markt (Waren etc.)

Auf den Tableaus gibt es dann jeweils eine aktuelle Auslage, die in der jeweiligen Runde zur Verfügung steht und eine zukünftige Auslage. Die Menge der Karten in der aktuellen Auslage richtet sich nach der Spielerzahl. Karten darf man für gewöhnlich (wenn man keinen Gehilfen besitzt) nur aus der aktuellen Auslage nehmen.

Nun kommt der neuartige Mechanimus: Es wird ein Hafenmeister bestimmt. Dieser sagt für die aktuelle Runde an, von welchem Tableau man Karten nehmen darf. ABER: der Hafenmeister selbst ist erstmal gar nicht dran, sondern der Spieler links von ihm. Da immer eine Karte weniger liegt, als es Spieler gibt, muss sich nun jeder Spieler fragen: nehme ich eine Karte (und bezahle sie evtl.), oder nicht? Denn wenn der Hafenmeister wieder dran ist, kann dieser sich für folgende Möglichkeiten entscheiden:

- Karte vom aktuellen Tableau nehmen; dann ist die Runde vorbei und ein Spieler kann so leer ausgehen, wenn er voher noch keine Karte genommen hat

ODER

- ein neues Tableau aktivieren; dann ist aber erst wieder der nächste Spieler links von ihm, der noch keine Karte genommen hat, an der Reihe


Der Hafenmeister nimmt immer als letztes eine Karte (wenn er eine Karte nehmen möchte). Jeder Spieler kann max. 1 Karte pro Runde nehmen.

So kann man etwas pokern, wer welche Karte gebrauchen könnte und wer mir evtl. eine Karte vor der Nase wegschnappt.

Insgesamt geht es darum, mit Waren vom Markt und Schiffen von den Docks Verträge aus dem Zunfthaus zu erfüllen, Geld zu verdienen und davon Gebäude/Bankiers zu kaufen, die am Ende des Spiels Siegpunkte bringen. Zusätzlich gibt es in den Kartenstapeln noch Karten, die es zum Beispiel erlauben die Flagge eines Schiffes zu ändern (lt. den Verträgen dürfen Waren nur an bestimmte Länder verschifft werden), oder die vorhandenen Waren gegen andere Waren auszutauschen (aus Fell wird Tabak o.ä.).

Nach jeder Runde werden die Karten der aktuellen Auslage der aktivierten Tableaus zur Seite gelegt, die zukünftige Auslage rutscht nach unten in die aktuelle Auslage und die Karten werden aufgefüllt. Dann wird der nächste Spieler Hafenmeister.

Wer am Ende (Kartenauslage kann nicht mehr aufgefüllt werden) die meisten Siegpunkte hat, gewinnt das Spiel.


Fazit:

Die Regeln sind recht einfach zu verstehen und die Runden gehen sehr schnell, denn jeder Spieler hat ja nur genau eine Aktion zur Verfügung: Karte nehmen oder nicht. Das Material ist stabil, allerdings verlieren sich die Sachen in der großen Schachtel etwas. Liegt aber möglicherweise daran, dass man die Tableaus ausreichend groß machen musste. Kann man drüber streiten.

Die Grafik ist wieder sehr schön von Menzel gemacht.

Mein Problem mit dem Spiel ist, dass es überhaupt keine Emotionen erzeugt. Oft wird darüber gestritten, wie man ein Vielspielerspiel (z.B. Mage Knight) bewertungstechnisch einem kleinen Familien-Kartenspiel gegenüberstellen soll. Dabei ist es eigentlich recht einfach: ich kann mit einem kleinen Bohnanza ebensoviel Spaß haben, wie mit einem Strategiespiel. Das Eine ist lustig, das Andere lässt uns mitfiebern, das Nächste erzeugt Stress (Escape z.B.).... Packet Row macht in dieser Hinsicht einfach gar nichts.

Selbst wenn man Hafenmeister ist, kann man zwar kurz überlegen, ob ich die anderen Spieler kurz auf ein Tableau locke, um mir vom nächsten Tableau die gewünschte Karte zu holen, aber das dauert dann 10 Sekunden an und das war's auch schon wieder. Dafür ist eine Runde dann einfach zu schnell um. Den Rest der Zeit wartet man eben auf die Aktion der Mitspieler und wenn die sich Karten schnappen, überlege ich mir halt was Anderes.

Irgendwie passiert einfach nichts. Das Spiel plätschert so vor sich hin und am Ende gibt es absolut keinen Punkt, an den man sich zurückerinnert, weil es irgendwie außergewöhnlich gewesen wäre. Mit 2 Spielern funktioniert es erst recht nicht, weil man nichtmal mehr pokern kann.

Die Frage ist also: für welche Zielgruppe ist das Spiel? Vielspieler sind es definitiv nicht, dafür ist es viel zu monoton. Familien? Wer hin und wieder mal ein einziges Spiel spielt, möchte was erleben und hinterher sagen können "Das war super". Also Nein! Bleiben mal wieder die Gelegenheitsspieler, die jüst in diesem Moment Lust auf etwas Taktik haben. Mit Betonung auf "etwas". Schade, hatte mir wirklich mehr erhofft. Pegasus greift in letzter Zeit verdammt häufig in die Tonne...

4 Punkte

Neues Bewertungssystem:

10 = DAS Spiel überhaupt, darf in keiner Sammlung fehlen
9 = Großartiges Spiel; hoher Spaßfaktor, spiele ich immer gerne
8 = Sehr gutes Spiel; schlage ich oft vor
7 = Gutes Spiel; möchte ich meistens spielen
6 = Nettes Spiel; spiele ich sporadisch, wenn ich in der Laune bin
5 = Durchschnittliches Spiel; etwas langweilig; kann man spielen, muss man aber nicht
4 = Nicht so gut; spricht mich nicht an, aber könnte mich bei Gelegenheit breitschlagen lassen es zu spielen
3 = Schlechtes Spiel; würde ich wahrscheinlich nicht mehr spielen, obgleich ich überzeugt werden könnte
2 = Sehr schlechtes Spiel; spiele ich garantiert nie wieder
1 = Ab in die Presse; unspielbar
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