Alle Beiträge und Antworten
ES - 17.03.2008, 15:12
Spielberichte 21. Spieltag
Holzheim fehlen Alternativen
Handball-Oberliga Hessen: Niederlage beim Tabellenzweiten in Wetzlar
HSG Wetzlar II -
TuS Holzheim 36:31 (17:16)
MÜNCHHOLZHAUSEN. Nicht wenige Zuschauer standen nach 60 Minuten gequält von ihren Plätzen auf. Vermehrt hörte man den Kommentar "endlich Schluss - zum Glück". Die Gastgeber hatten zwar die Punkte in ihrer Halle behalten, doch ein handballerischer Leckerbissen war es wahrlich nicht.
Das hatte zwei Gründe: Der erste hieß Enrico Marcks, der zweite Daniel Krüger. Die beiden super-kleinlichen Schiedsrichter, die partout die erste Geige spielen und in einer keinesfalls überharten Partie 21 Zeitstrafen verhängten. Der Spielfluss blieb auf der Strecke. "Die Schiedsrichterleistung war der absolute Wahnsinn", schimpfte HSG-Trainer Mile Malesevic. "Es wurde einfach alles mit zwei Minuten bestraft." Sein Holzheimer Kollege Wilfried Prinz fügte hinzu: "Sie waren dafür verantwortlich, dass unnötige Aggression aufkam."
Doch die Schuld für die Niederlage des TuS lag nicht bei den Unparteiischen. "Dutenhofen hat sein großes Potenzial gezeigt. In der Kleingruppe und über den Kreis spielten sie richtig gut. Auf unserer Seite fehlten die Alternativen", zählte Wilfried Prinz die Gründe für das Ergebnis auf.
Ohne den unter der Woche am Knie operierten Jan Klawikowski, für den die Saison damit beendet ist, und den an der Schulter verletzten Christoph Ohl gingen die Ardecker in die Partie. Die Verletztenliste wurde frühzeitig um die Namen Jan Kah (Gehirnerschütterung) und Christoph Stahl (Daumenverletzung) erweitert. Auch Christopher Prinz hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn er nach einem Griff in den Arm Mark Allendörfers bei einem Tempogegenstoß außen vor gewesen wäre. "Da hätten die Schiris durchaus auch die Rote Karte ziehen können", gestand auch Wilfried Prinz nach Spielende.
In einer temporeichen Anfangsphase mit Toren im 20-Sekunden-Takt und zwei indisponierten Abwehr-, dafür allerdings treffsicheren Angriffsreihen erwiesen sich die Holzheimer als gleichwertiger Gegner. Die Mittelhessen waren über Linksaußen Chris Grundmann und Kreisläufer Philipp Schneider immer wieder erfolgreich, während sich beim TuS die Tore auf viele Schultern verteilten.
Nach zehn Minuten entwickelte sich Martin Fischer für die Prinz-Truppe zu einem sicheren Rückhalt. Auf der Gegenseite fasste sich Manuel Herold dreimal ein Herz, auch Jan Kah wurde einige Male frei gespielt, sodass der Gast nach 8:9-Rückstand mit 14:10 in Front lag.
Wetzlars erfahrener Coach Mile Malesevic reagierte sofort, zückte die Grüne Karte und ersetzte im Tor Alexander Scholz durch Michael Rocksien. Es sollte sich auszahlen. "Nach der Auszeit haben wir im Eins-gegen-Eins-Spiel wesentlich besser gespielt", kommentierte Malesevic und attestierte dem ehemaligen Bundesligakeeper Rocksien eine sehr gute Leistung. Vor allem von den Außenposition war der 41-jährige Zwei-Meter-Mann kaum zu bezwingen.
Holzheims Offensive rannte sich fortan häufiger fest, Frank Dittmar wurde wiederholt wegen Stürmerfouls zurückgepfiffen und Wetzlar kam in (teilweise doppelter) Überzahl schon kurz darauf wieder zum Ausgleich, ging noch vor der Pause sogar wieder in Führung. Trotz einer nicht unbedingt sattelfesten Deckung sprach Wilfried Prinz nachher von einer "super ersten Halbzeit".
Die zweite Hälfte begann nicht gut für die Ardecker. Manuel Herold setzte seine ersten beiden Würfe an den Pfosten, Heiko Ohl scheiterte von der Siebenmeterlinie und Fouls an Rojahn, Dittmar und Prinz wurden nicht geahndet. So zog die HSG mit vier Toren davon. Drei Treffer Frank Dittmars hielten Holzheim in den folgenden Minuten in Reichweite, dann folgten allerdings innerhalb einer Minute drei weitere Wetzlarer Treffer in Serie.
Dieser 26:21-Vorteil der Malesevic-Sieben war für die Rheinland-Pfälzer nicht mehr einzuholen. Trotzdem ließ der TuS auch in der Schlussphase die Köpfe nicht hängen. "Wir haben alles gegeben. 31 erzielte Tore sind für ein Auswärtsspiel richtig gut", so Prinz. Doch die 36 der Dutenhofener und Münchholzhausener waren eben besser. René Weiss
Wetzlar II: Rocksien, Dellner, Scholz - Schmidt (5), Pausch, König, T. Schneider (5/1), P. Schneider (8), Rompf, Agel, Allendörfer (1), Ludwig (4), Grundmann (13/5), Loh.
Holzheim: Fischer - Prinz (8), Zirnsak, Dittmar (6), Stahl, Herold (5), Kah (4), H. Ohl (7/5), Bittkau, Richter, Rojahn (1).
Schiedsrichter: Enrico Marcks / Daniel Krüger (TSG Oberursel / TGS Bieber).
Zuschauer: 250.
Spielfilm: 0:1, 3:3, 4:5, 8:7, 10:10, 10:14, 17:16 - 21:17, 23:21, 26:21, 30:23, 34:26, 35:29, 36:31.
Besonderheiten: Disqualifikationen gegen Wetzlars Philipp Schneider (58.) und gegen Holzheims Frank Dittmar (59.) nach jeweils drei Zeitstrafen.
MV - 18.03.2008, 14:07
Zehn Minuten lang auf Überholspur
Handball-Oberliga: TV Fränkisch-Crumbach steigert sich in starker Besetzung gegen Dotzheim zum 40:25-Erfolg
Der TV Fränkisch-Crumbach liegt im Kampf um den Klassenerhalt in der Handball-Oberliga wieder gut im Rennen. Beim 40:25 (15:13)-Kantersieg gegen die TuS Dotzheim warf am Sonntag allein Bernd Roos 14 Tore.
Fränkisch-Crumbachs scheidender Trainer Guido Heerstraß hatte wohl die richtigen Worte gefunden. Den was der abstiegsbedrohte Oberligist in den ersten zehn Minuten nach der Halbzeit ablieferte, war vom Allerfeinsten.
Aus dem 15:13 schaffte der TV innerhalb von nur zehn Minuten ein 26:15. Damit war das Abstiegsduell nach 40 Minuten entschieden.
Heerstraß: „Das waren die besten zehn Minuten der ganzen Saison.“ In dieser Phase legte seine Team den Grundstein für den so wichtigen Sieg gegen den Wiesbadener Abstiegskonkurrenten. Da Wettenberg überraschend in Vellmar verlor, ist der TV nun mit 16 Punkten wieder dicke im Geschäft um den Klassenerhalt.
Dabei sah es in der ersten Hälfte eher so aus, als würde es ein ganz knappes Ding werden. Beide Mannschaften begannen sehr nervös, man merkte die Bedeutung der Partie allen Akteuren an. Fränkisch- Crumbach, endlich wieder mit Bernd Roos und Geremia Massa angetreten, konnte sich trotz einer guter Möglichkeiten nicht absetzen.
Wichtig in Hälfte eins war, dass Bernd Roos die erarbeiteten Siebenmeter souverän verwandelte. Roos trug mit seinen 14 Toren einen wichtigen Anteil an dem Sieg. Guido Heerstraß: „Wenn wir komplett auflaufen können mit der Routine von Roos und Massa gehören wir nicht da unten rein.“ Davon konnten sich die 300 Zuschauer nach dem Wechsel überzeugen. Der TV Fränkisch-Crumbach, mit einem guten Markus Podsendek im Tor, arbeitete aggressiv in der Deckung und erarbeitete sich gute Tempogegenstoßchancen. Aber auch aus dem Positionsspiel lief es sehr gut, der Rückraum traf und setzte geschickt Kreisläufer Daniel Mäußler (6) ein. Diesmal gab es auch in den letzten 20 Minuten keine Schwächephasen.
Auch den von Wallau-Massenheim gekommenen Torjäger Jörn Laufersweiler (5) hatte die Abwehr der Gastgeber sehr gut im Griff. Guido Heerstraß: „Mit einem kompletten Kader kannst du immer durchwechseln, die Leistungsträger bekommen ihre Pausen. Das hat uns beinahe die ganze Runde über gefehlt.“
Tore: Roos 14/6, Lieb 7, Mäußler 6, Ripper 5, Eckert 3, Massa 2, Geist, Behrendt und Weidmann Zeitstrafen : 2/5, Siebenmeter : 6/6 und 5/4.
Quelle: Darmstädter Echo, kad 18.03.2008
Rasiewski - 19.03.2008, 13:38
SGB-Handballer distanzieren TV Reinheim mit 43:28 (23:10)
(wj) Die Oberligaherren der SGB landeten gegen den bis dato punktgleichen Tabellennachbarn TV Reinheim einen überragenden 43:28-Sieg und belegen mit 23:19 Punkten Rang fünf der Tabelle, punktgleich mit Eintracht Baunatal, die den 4. Platz einnimmt.
Obwohl die SGB weitgehend auf den an der Wurfhand verletzten Ramos-Nuez verzichten musste, legte sie bereits in der 1. Halbzeit einen Wahnsinnslauf aufs Dreispitzhallenparkett. Nach knapp 15 Minuten hatten Bader, See und Co. bereits einen deutlichen 12:4-Vorsprung erzielt. Gestützt auf eine gute Abwehr, allen voran Torhüter Niki Eul, rollte der Dreispitzexpress eine erfolgreiche Angriffswelle nach der anderen. Tempogegenstöße, 2. Welle, Rückraumtreffer und sehenswerte Kreisanspiele wurden mit einer fast 100 %-Wurfquote abgeschlossen. Der Halbzeitstand von 23:10 dokumentiert die Bruchköbeler Überlegenheit recht deutlich. Wer nun glaubte die SGB lässt es im zweiten Durchgang etwas langsamer angehen, der wurde positiv überrascht. Mit vollem Einsatz und hohem Tempo distanzierten die Gastgeber den TV Reinheim auf 18 Tore zum 33:15 in der 45. Spielminute.
Stefan Bader (10 Tore) und Florian See (12/3) hatten das Visier optimal eingestellt und ließen mit kernigen Distanzwürfen Reinheims Abwehr und Torhüter mehrfach schlecht aussehen. In der Schlussphase konnten die Gäste aus dem Odenwaldrand noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und die Tordifferenz auf 15 reduzieren , doch die wuchtige „Packung“ war nicht mehr zu korrigieren. In dieser Form dürfte die SGB noch weiteren Boden gutmachen und vordere Tabellenplätze anvisieren. Im nächsten Spiel am 29.3. um 19.30 Uhr gegen Holzheim, steht in der Halle im Sportzentrum Diez allerdings eine schwere Aufgabe bevor, denn Holzheim hat akute Abstiegsprobleme und ist als sehr heimstark bekannt.
SGB: Eul, Tefarikis; Ramos-Nuez, See 12/3, Breiler 6, Vuko 5, Bader 10, Franz 4, Weiß 2, Gast 4;
7m: SGB 5/4; TVR 3/3, Zeitstrafen: SGB 6; TVR 4; SR: Brocker/Norwig, Baunatal; Zuschauer: 200;
ES - 05.04.2008, 11:10
Über den Link http://www.giessener-anzeiger.de/voba/index.php konnte man immer die Spielberichte der mittelhessischen Vereine und Spielstenogramme aller Partien (bzw. alle Artikel, die in der Zeitung erschienen) lesen (gratis). Aber irgendwie scheint da seit 15. März nichts mehr aktualisiert zu werden. :( :?
Warum geht das nicht mehr? Oder gibts einen neuen Link? Weiß irgendjemand etwas?
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken