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JüJü - 01.04.2008, 04:20 am
Meine Geschichte
Meine Tiergeschichte:
Also vorweg schon mal, es ist keine schöne Geschichte. Es fing alles damit an, dass ich, bzw meine Schwester und ich) einen Hund geschenkt bekamen. Eine deutsche Schäferhündin. Der Hund hatte es vorher sehr schlecht und kam dann wie gesagt zu uns. Das war für mich einerseits sehr schön, andererseits "hasste" ich den Hund, weil für mich war es irgendwie ein billiger Ersatz für den Vater, der abgehaut war. Ich war dann auch nicht gerade ein gutes Herrchen für den Hund. Obschon ich sie über alles liebte, war ich oft gemein zu ihr. Ich wollte dann zum Training mit ihm, um seine Begabung zu fördern, doch als ich die Methoden dort sah, beschloss ich, die kriegen meinen Hund nicht. Ich erinnere mich noch als wärs gestern. Sie liebte das Wasser, fuhren wir zum zelten, war die Hündin sofort im Wasser. Genauso liebte sie den Schnee und ärgerte sich, wenn sie einen Schneeball,welchen ich weg schmiss, dann im Schnee nicht wieder fand. Sie liebte es Soft eis zu "fressen". Sie war irgendwie verrückt, sammelte im Fluss Steine, die sie vors Zelt brachte (das waren nicht wenige) oder brachte "Stöckchen", das zwei meter lang war. Einmal beim spazieren verletzte sie sich an einer Pfote. Irgendwelche Dreckskerle hatten Flaschen in den Wald geschmissen, sie schnitt sich daran. Erst als wir aus dem Wald raus waren fiel es mir auf. Das Blut spritzte förmlich raus. Und was tat ich? Ich nahm diesen schweren Brocken auf den Arm und ging so schnell es ging nach Hause. Ihr gings echt dreckig, hatte wohl schon etwas Blut verloren. Kurz, Tierarzt kam und alles wurde gut, allerdings die Nacht schlief ich nicht in meinem Bett, sondern im Wohnzimmer auf dem Boden, bei meiner Hündin. Auf Kommando biss sie richtig doll zu und hätte einen Verfolger/Einbrecher, wen auch immer nicht mehr aufstehen lassen. Aber wie erwähnt, nur auf Kommando. Sonst war sie das liebste Wesen überhaupt. Meine Schwester hatte noch eine Katze, einen Hamster und einen Piepmatz. Und die Hündin, ja das war wie es ausschaute die "Mutter" der Bande. Als mein Neffe geboren wurde, ritt er sogar auf ihr, obgleich mein Schwager bleich vor Angst war. Aber niemals passierte irgendwas. Eines Tages dann bemerkte ich einen Knoten, ging mir ihr zum Arzt, liess sie operieren und hoffte dass alles gut wird. Für eine Zeitlang war es gut, dann kam es wieder und es gab drei Möglichkeiten, ignorieren, erneut operieren oder ihr alles ersparen. Ich entschied mich fürs letzte, ging nochmal mit ihr zum Doc, und liess sie tot spritzen. Das war mir am humansten. Vielleicht hätte sie noch ein Jahr gehabt. Ich weiss es nicht. Aber ich wollte sie nicht leiden lassen (oder sehen?). Das alles ist nun über zwei Jahrzehnte her. Und immer noch kommts mir wie gestern vor. Der Spass, die Freude und dieser verdammte Schmerz als ich sie gehen liess. In den vergangenen Jahren ist sie mir auch öfters in Träumen begegnet, und meistens war dann auch irgendwas, was sich irgendwie auch stets zum Guten wendete.
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