iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Oase des Friedens
Verfügbare Informationen zu "Dieser Weg..."

  • Qualität des Beitrags:
  • Beteiligte Poster: girl - Gerhard - Kiki - Thomas - Aedin - Aysha
  • Forum: Oase des Friedens
  • Forenbeschreibung: Deine Religions-Community im Web
  • aus dem Unterforum: All Around The World
  • Antworten: 9
  • Forum gestartet am: Dienstag 23.11.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Dieser Weg...
  • Letzte Antwort: vor 3 Monaten, 16 Tagen, 7 Stunden, 27 Minuten
Alle Beiträge und Antworten
girl - 05.04.2008, 11:22
Dieser Weg...
.. wo führt er hin?

Nicht nur, das man menschliche Zellen in tierischen heranzüchtet, sondern das Männer jetzt auch Kinder bekommen scheint einen Weg aufzuzeigen, der manch einem das Blut gefrieren lässt.
Nachdem seit Tagen die Meldungen weltweit publik werden das eine chimäre Produktion (Kuh-Mensch) angestrebt wird unter dem Deckmantel der wissenschaftlichen Gesundheitsforschung - nein, nicht genug - jetzt machts auch in den Medien die Runde, das ein Mann (früher Frau) im Juli ein Kind gebären wird. Die Frage die sich stellt:
Wo scheiden sich die Geister?

http://www.bild.de/BILD/news/vermischtes/2008/03/26/mann-schwanger-usa/geschlechtsumwandlung-war-mal-frau,geo=4105844.html

Und nein, es ist keine typische Bild-Ente!
Ich persönlich habe auch nichts dagegen, das Menschen sich für das andere Geschlecht entscheiden - es ist ok. Nur finde ich das, wenn man sich schon dazu entscheidet, auch sämtliche Konsequenzen mitgetragen werden sollten. Sprich Männer bekommen keine Kinder - Frauen können auch keine zeugen. Es sei denn man legitimiert die biologische Zwittrigkeit.
Oder sehe ich das falsch; diskriminiere ich dadurch ein best. Geschlecht?
Geht hier die Gleichstellung nicht etwas zu weit?
Gerhard - 05.04.2008, 12:14

Hallo Gaby!

Ich denke, es ist die Konsequenz aus einer inkompletten Geschlechtsumwandlung. Zeitweise hat dieser Thomas die Geschlechtsumwandlung rückgängig gemacht um schwanger werden zu können. Es stellt sich natürlich auch die Frage, das er als Mann, sollte er keine (funktionstüchtigen) Hoden gehabt haben wohl kaum ein Kind hätte zeugen können, es sei denn, man hätte eine Samenbank oder einen dritten zu Hilfe geholt. Stillen wird er sein Kind nicht können.

Gruß
Gerhard
girl - 05.04.2008, 14:41

Darüber wird ja spekuliert und das Paar selbst deutet ja auf eine künstliche Befruchtung hin - gibt aber keinerlei auskunft darüber woher oder wer diese Befruchtung durch geführt hat, was ihr gutes recht ist.
Ob die beiden oder der Thomas allein von vornherein das entfernen der Gebährmutter ausschloss weil er möglicherweise später noch einmal auf den Kinderwunsch zurückgreifen wollte, sei dahin gestellt - das wäre eine Vorverurteilung ohne eingehende Beweise und nicht legitim.
Wenn ich mich als Frau jedoch dazu entscheide mich zum Mann umoperieren zu lassen, ist dies ein Schritt wo ich die Konsequenz daraus ziehe keine Nachkommen auszutragen und somit genau das was mich zu einem Mann macht. In wie weit ich als umoperierter Mann zeugungsfähig bin ist eine andere Geschichte. Hier ist zu beachten: Eins geht nur - entweder oder; aber - wie in diesem Fall - beides sein zu wollen ist für mich ethisch wie moralisch absolut unvereinbar. Ich hatte schon Schwierigkeiten in diesem Fall überhaupt eine geschlechtsspezifiische Zuweisung zu machen; die sich aber ausschliesslich nur auf genau diesen Umstand bezieht: Was ist dieser Mensch denn nun "Frau" oder "Mann" - 'er' oder 'sie'. Ich tendierte hier ganz tolerant zu einem Mix: "er(s)ie". Aber das kann es nicht sein. Es geht nicht.
Wenn sich eine Frau entscheidet ein Mann zu werden - ist das völlig in Ordnung;
entscheidet sich ein Mann eine Frau zu werden - ist das ebenfalls völlig in Ordnung.
Aber so wie hier in diesem Fall, stehe ich völlig zwischen den Stühlen und wie man bei dieser Geschichte sieht, kann man wohl auch eindeutig ableiten, das dieser Mensch scheinbar die gleichen Probleme hat. Er weiß nicht was er sein soll und ich finde das man ihm helfen sollte diese Entscheidung zu treffen.
Schau mal. Nur weil es möglich ist menschliche Zellen aus tierischen zu reproduzieren, kann man doch nicht gleich darauf schliessen, das dies der "Normalfall" ist. Genauso denke ich auch hier: Nur weil der Mensch noch eine Gebärmutter hat (sonst aber männlich ist), ist das nicht die Berechtigung sie zu nutzen. Das ausschliesslich Frauen die Gebärmutter haben, hat seine biologische und natürliche Ursache. Das Männer sie nicht haben ebenfalls. Wie weit wollen wir denn in der Medizin noch gehen???
Kiki - 06.04.2008, 15:35

Also hier ist nochmals ein genauerer Bericht darüber:
http://www.welt.de/vermischtes/article1838028/Thomas_Beatie_der_schwangere_Mann_aus_Oregon.html

Ich finde wir haben kein Recht so etwas zu verurteilen und die Entscheidung dazu war sicher auch nicht einfach. Er hat ja nun die Gebärmutter noch (ich nehme mal an, weil eine Entfernung einfach eine große OP gewesen wäre und sie ja wohl auch nicht stört, aber wissen können wir die Gründe natürlich nicht) Zumindest hier ist nichts Künstliches. Die Gebärmutter ist nun mal biologisch echt. Ob nun die Frau künstlich befruchtet wird (was aber nicht geht, da sie keine Gebärmutter mehr hat) oder der Mann, der eben noch diese echte Gebärmutter hat, ist doch eigentlich egal. Ich würde eher hinterfragen ob überhaupt künstliche Befruchtung sein muss, die ja auch ethische (und andere) Probleme mit sich bringt. Ob alles gemacht werden muss, was möglich ist, wenn man auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen kann.

Liebe Grüße
Kiki
Thomas - 06.04.2008, 18:02

Die Eingangsfrage von Gaby ist doch berechtigt: Wo führt das noch alles hin?

Technisch machbar wäre es auch gewesen, wenn der Mann nun keine Gebärmutter besessen hätte - sondern man ihm eine befruchtete Eizelle zunächst in die Bauchhöhle eingepflanzt hätte und bei Komplikationen die befruchteten Eizellen einer "Leihmutter" aufgedrückt hätte...

Das die moderne Wissenschaft letztlich keine Skrupel kennt, ist doch bekannt: Bei der künstlichen Befruchtung wird ja nicht nur eine Eizelle befruchtet, sondern mehrere - weil man ja auf Anhieb nicht weiss, ob sich eine befruchtete Eizelle auch in der Gebärmutter einnistet. So, und die restlichen, befruchteten aber nicht implantierten Eizellen - wandern nach der derzeitigen Gesetzeslage in den "Biomüll"... dass da die Wissenschaft folgerichtig sagt: "...man kann auch damit Stammzellenforschung betreiben..." ist erstmal einleuchtend und nachvollziehbar. Die ethische Frage, die sich hier stellt, ist aber eine ganz andere: 1. Ist es ethisch verantwortbar, zugunsten eines Kinderwunsches eine befruchtete Eizelle auszutragen oder austragen zu lassen, und die anderen befruchteten Zellen in die Forschung oder in den Müll zu "entsorgen"?, 2. Ist eine Stammzellenforschung in der Abwägung zwischen der Möglichkeit, hierdurch Durchbrüche bei der Behandlung bisher unheilbarer Krankheiten zu erreichen, versus der bewussten Tötung durch die Forschung von befruchteten Eizellen, ethisch vertretbar? Erkenntnisse der "Forschung am lebenden Objekt" in der Nazi-Zeit flossen nach Beendigung der Nazidiktatur ja auch in die "moderne Medizin" mit ein - war das unfreiwillige, erzwungene Opfer und Leid der KZ-Insassen hier "nachträglich" zu rechtfertigen weil ja nach der Diktatur aufgrund dieser Experimente andere Menschen besser überleben konnten?

Bei dem "schwangeren Mann2 stellt sich noch eine ganz andere Frage: Wenn der Mensch aus seiner persönlichen seelischen Not heraus eine Geschlechtsumwandlung begonnen und abgeschlossen hat - warum fällt ihm dann plötzlich ein, er will ein Kind austragen?
Aedin - 08.04.2008, 09:46

alles was mir hierzu einfällt ist: die moderne Medizin macht es möglich.

Die Frage warum der Mann jetzt doch ein Kind austragen möchte, weil es ihm oder ihr (?) ..meine Güte da wird man ja völlig plemplem :roll: ... anders nicht möglich gewesen wäre...wie auch immer...

Auch ich habe nichts gegen Geschlechtsumwandlung, bin ich doch der Meinung, da wohnt eine Seele im falschen Körper. Es wurden schon Stimmen laut die hier zu meinten, dass der betreffende Mensch dann halt etwas zu lernen hätte- Aussagen von Menschen die gegen solche Veränderungen sind.

Wo ich aber etwas gegen habe sind Befruchtungen ausserhalb des Mutterleibs, denn wie bereits erwähnt, wird nicht nur eine Eizelle befruchtet, sondern mehrere. Und aus den übrig gebliebenen entstehen dann Kuh Menschen, oder wie ? :?

Alles was ein Mensch mit seinem Körper macht oder machen lässt, sollte jedem seine Sache sein, aber bei Kindern - ich betitel dies als Gottspielerei bzw. empfindlichen Eingriff in die Natur- hört es für mich auf.
Aber hier geht es ja noch weiter, da werden Zellen zu Experimenten benutzt, die einfach völlig gegen die Natur sind und so einfach nicht "gedacht" waren. pfui, wo bleibt da der Respekt vor dem Leben an sich ?

LG
Aedin
Aysha - 08.04.2008, 10:54

Bevor ich zu diesem Fall komme, es ist medizinisch möglich, dass nicht wie in diesem Fall ein rein biologisches männliches Wesen seinen Nachwuchs austragen kann. Diesbezüglich wurde schon experimentiert.

Allerdings muss hier eine befruchtete Eizelle in die Bauchhöhle eingeplanzt werden, die Nährstoffe werden aus der Leber genommen, eine Geburt ist nur mit kaiserschnitt möglich. Aaaaber, es müssten sehr hohe Hormondosen verabreicht werden, so dass diese dem Fötus schaden würden. Daher wird dies auch bisher nicht beim Menschen angewandt, bei Tieren wurde dies allerdings schon so experimentiert.

Beim aktuellen Fall sieht das ja anders aus, aber das wißt ihr ja bereits. Wo hier nun die Grenzen liegen, ich weiß es nicht.
Sofern es dem Kind nicht schadet, ich meine gesundheitlich, spricht wohl nichts dagegen. In deutschland ist das jedoch schon von gesetzlicher Seite her nicht möglich, da Menschen mit Transsexualismus dauernd zeugungsunfähig sein müssen um in anderen Geschlecht angehören zu können.

Viele sprechen aber auch so Menschen mit Transsexualismus ab Kinder zu haben. Wenn z.B. eine "soweit gesunde" Frau sich bezüglich Kinderwunsch äußert, traurig ist, weil sie keine bekommen kann, dann wird hier mit Verständnis reagiert. Äußert sich aber eine Frau mit Transsexualismus diesbezüglich, wird sie für nicht ganz meschugge erklärt, doch leidet diese genau so darunter wie jede andere auch.

Bei diesem Paar hier kennen wir nicht die genauen Beweggründe, das wissen nur die beiden selber, wir können spekulieren. Genau so wenig wie ich es nachvollziehen kann, dass jemand im Alter von sagen wir 45/50 /55 kommt und behauptet, hoppala ich bin eine Frau, diese Person aber fleißig als Mann 3,4,5 Kinder gezeugt hat und bis dato dann glücklich verheiratet war. Ich verstehe das nicht ganz.
Ebenso abstrus ist es wenn eine Frau mit Transsexualismus vor der OP das eigene Sperma einfrieren läßt für eine spätere lesbische Beziehung zum so eigene Kinder zeugen zu können (das geht in Deutschland).

Vielleicht war es bei diesen beiden Liebe die sie zu dieser außergeöhnlichen Situation zwang die´Frau aber hier keine Kinder haben konnte, doch dagegen spräche wohl die Aussage, die gebärmutter drinnen zu lassen, falls man ja doch mal KInder haben möchte.

Na ja...........
girl - 08.04.2008, 11:17

Hallo da draussen,

was mich an der ganzen sache wirklich stört ist der Hintergrund, der mit Aysha's Wortwahl, ganz klar definiert was hier geschieht - auch in diesem besagten Fall.
Es wird "experimentiert"!!!
Das auch in "seine/ihre" Gebärmutter mehrere Eizellen gepflanzt werden mussten wird hier ganz offensichtlich nicht gesehen. Das allein zeigt schon die "experimentelle" Handlung. Der "Versuch", das "Experiment" in einem Körper - der zuvor durch agressive medizinische Behandlungen zum männlichen Geschlecht gewandelt wurde - unter zum Teil rückgängig zu machender Hormonbehandlung ein menschliches Lebewesen zu zeugen. Man mache sich das Ausmass einmal deutlich:
Ich verbiege etwas; verbiege es nochmal um es am Ende erneut rückgängig zu machen. Der Experimentierfreudigkeit sind keinerlei Grenzen gesetzt!! Mehrfache, direkte Eingriffe in die biologische Natur - zum Teil chemisch erzeugt. Wie lange soll der Körper "Mensch" solche Experimente aushalten?? Ich denke, es wird irgendwann das böse Erwachen geben. Das körperliche System leidet unter den ständigen Eingriffen und wird letztenendes in sich zusammenbrechen. Und ob das die ganze Sache wert ist...? Ich weiß ja nicht.
So sehe ich das.
Aedin - 08.04.2008, 11:42

Aysha hat folgendes geschrieben:
Viele sprechen aber auch so Menschen mit Transsexualismus ab Kinder zu haben. Wenn z.B. eine "soweit gesunde" Frau sich bezüglich Kinderwunsch äußert, traurig ist, weil sie keine bekommen kann, dann wird hier mit Verständnis reagiert. Äußert sich aber eine Frau mit Transsexualismus diesbezüglich, wird sie für nicht ganz meschugge erklärt, doch leidet diese genau so darunter wie jede andere auch.



Liebe Aysha,

allgemein sieht das wohl immer noch so aus, dass sich viele Menschen nicht vorstellen können, das transsexuelle Menschen auch einen Kinderwunsch haben, es passt nicht in ihr Weltbild.
Mir geht es hier aber primär um die künstliche Befruchtung. Diese lehne ich einfach ab.

Zu den Kinderlosen Paaren kann ich nur sagen: es gibt so viele Elternlose Kinder, es gibt auch noch die Adoption, und hier ist es doch egal ob transsexuell oder nicht, hier geh es doch nur um die Liebe an sich, die man einem Kind vermitteln möchte. Aber hier sind unsere Gesetze einfach zu streng, vor allem was Babys anbetrifft zu adoptieren, deswegen gehen ja so viele auch ins Ausland und holen sich dort ein Kind, aber das ist auch ein anderes Thema.

Was mich etwas verwundert ist die Tatsache dass es immer eigenes sein muss, dieses ich will ich will um jeden Preis.... und somit schliesse ich wie du liebe Aysha mit einem...naja....

LG
Aedin
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
Telefon-Abzocke - gepostet von Aysha am Dienstag 22.01.2008
Déjà-Vu - gepostet von Aedin am Mittwoch 27.06.2007
Quran ohne Sunna nicht praktikabel - gepostet von Charaf-Eddine am Dienstag 02.01.2007
Spinnen - gepostet von Aedin am Donnerstag 10.05.2007
Ein Bräutigam für Fräulein Maus - gepostet von Aysha am Dienstag 30.05.2006
Banken fragen in Zukunft nach der Kirchenzugehörigkeit - gepostet von Aysha am Dienstag 23.01.2007
Türkei registriert Rechtskörperschaft von Jehovas Zeugen - gepostet von Aysha am Donnerstag 23.08.2007
Iranische Motive im »Zostrianos« von Nag Hammadi - gepostet von Yesod am Donnerstag 28.09.2006
Ähnliche Beiträge
Schnittzeitpunkt: Fruktane im Heu - gepostet von Eddi am Samstag 13.10.2007
Crank - gepostet von asderle am Mittwoch 29.08.2007
Darwin Awards 2005 - gepostet von Speed am Sonntag 18.12.2005
Beegees Projekte - gepostet von beegee am Montag 22.10.2007
Gewinner vom Premiumgewinnspiel - gepostet von JohnCena am Montag 20.02.2006