iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Oase des Friedens
Verfügbare Informationen zu "Liebe im Islam/Qur'an"

  • Qualität des Beitrags:
  • Beteiligte Poster: Umay Hatun
  • Forum: Oase des Friedens
  • Forenbeschreibung: Deine Religions-Community im Web
  • aus dem Unterforum: Islam
  • Antworten: 28
  • Forum gestartet am: Dienstag 23.11.2004
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Liebe im Islam/Qur'an
  • Letzte Antwort: vor 3 Jahren, 7 Monaten, 17 Tagen, 3 Stunden, 51 Minuten
Alle Beiträge und Antworten
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:10
Liebe im Islam/Qur'an
Es Selamün Aleyküm,

ich kopiere fast den ganzen Tread von Sherni mal hierhin, da mir dieses Thema sehr am Herzen lag :)

Sherni
Hallo Leute,

ich möchte hier gerne diskutieren bzw. in Erfahrung bringen/Verse sammeln, was genau der Islam zur Liebe sagt.

Häufig gilt ja das Christentum als die "beste" Lehre bezüglich der Liebe, weil Nächstenliebe immer sofort ins Auge sticht.
Der Islam hingegen wird als viel zu grausam, vielleicht auch "unromantisch", hingestellt. Dem Gott im Qur'an wird oft vorgeworfen er wäre zu sehr der "Strafende" und weniger der "Liebende"

Hat mal jemand Verse zu der Liebe zu Gott, zu den Menschen, die Liebe zu den Eltern, Verwandten, "Nächsten", die Liebe in der Ehe etc gesammelt? Damit ich mal alles beisammen habe

Was mich aber noch verwirrt und eigentlich nur am Rande mit Liebe zu tun hat: Wieso meinen manche Muslime voreheliche Beziehungen wären im Islam nicht erlaubt und wieder andere, "moderne", Muslime sagen und tun das Gegenteil.

Was sagt ihr dazu? (Aber darauf dürft ihr mir erst antworten wenn ihr als Gegenleistung einen Vers zum Thema Liebe "bezahlt" - als Gebühr )

ws
_________________
Die allgemeine Torheit ist jetzt so riesengroß,
Dass jede Fliege annimmt, sie wäre ein Phönix stolz!

(Kalim)
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:11

Minnat Allah
Selam Sherni,

hier ist auch noch etwas zur "Liebe"....

http://www.religionsboard.org/viewtopic.php?t=916&postdays=0&postorder=asc&start=0

Aber es ist natürlich nicht rein islamisch, musst halt etwas suchen
Schreibe dir morgen früh den Text "Von der Liebe" von Khalil Gibran "Der Prophet" raus!
Ich habe mir diese Woche eine Enzyklopädie "Die Welt der Liebe im Islam" von Malek Chebel zugelegt!
mal sehen, ob sich da interessantes findet!


Oder soll die islamische Lyrik und die Mystik rausgehalten werden? Denn das würde ja einiges wieder eingrenzen!

Nun die Dame, wie hätten sie es denn gerne?

ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:12

Minnat Allah
PS: Übrigens auch dir Danke
Wir hatten dazu auch schon mal einen Tread

Klick here

http://www.religionsboard.org/viewtopic.php?t=104
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:12

Sherni
Salam Minnat Allah,

danke nochmals

Und immer her mit der Lyrik und Mystik! Ich nehme alles

ws
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:12

Sherni
So, und jetzt alles nochmal eingeloggt

Hab was vergessen:
Wie steht es mit vorehelichen Beziehungen? Ich hielt sie bisher immer für "nicht erlaubt", aber es wundert mich wieviele es für legitim erachten, deshalb frag ich lieber mal was denn hier so unter Muslimen darüber gedacht wird.

ws
sherni
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:13

Minnat Allah
Günaydin Sherni,
Selam Ukhti, ,

bevor ich frühstücken werde, noch schnell ein kleiner mystischer Beitrag von Rabi’a Al- Adawiyya (Verse zu der Liebe zu Gott):


"Alle Liebe zielt auf Einssein. Die höchste Liebe zielt auf das ewige Einssein mit Gott. Sie sucht den Geliebten, nicht seine Geschenke, nicht Visionen, Wunder und Macht über die Materie.
Liebe ist der Schlüssel zum Einssein, und Liebe heißt Hingabe: Dein Wille geschehe."

ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:14

Minnat Allah
Da bin ich wieder

Selam,

Von der Liebe (Khalil Gibran/ der Prophet, S. 19- 23)


"Dann sprich zu uns von der Liebe", sagte Almitra.
Er hob den Kopf und sah auf die Menschen, und Schweigen senkte sich über sie. Und er setze mit lauter Stimme an:

"Wenn die Liebe euch ruft, folge ihr, Wenngleich ihre Wege steinig und steil sind, Und wenn sie Euch umfängt, ergebt euch, Auch wenn das Schwert, das ihre Umarmung birgt, euch verwundet.

Glaubt ihr, wenn sie zu euch spricht,
Wenngleich ihre Stimme eure Träume zerschmettertn mag wie der Nordwind, der den Garten verwüstetet.

Denn ebenso, wie die Liebe euch krönt, so wird sie euch kreuzigen.
Sie fördert euer Wachstum, aber sie stutzt euch auch zurecht!
Wie sie sich zu euren Wipfeln hinaufschwingt und eure zartesten zweige liebkost, die in der Sonne beben, so
steigt sie hinab zu euren Wurzeln
und rüttelt sie, wo sie sich an den Boden klammern.

Wie Korngarben sammelt sie euch.
Sie drischt euch, um euch zu entblößen.
Sie siebt euch, um euch von der Spreu zu befreien,
Sie mahlt euch zu blütenweissem Staub.
Die Liebe knetet euch, bis ihr gefügig seit;
Und überantwortet euch dann ihrem heilogen Feuer, auf dass ihr heiliges Brot zu Gott heiligem Festmahl werdet.


All dies tut die Liebe mit euch,
damit ihr die Geheimnisse eures Herzens erkennt
und in diesem Wissen Anteil am Herzen des Lebens selbst habt.

Aber wenn ihr aus Furcht vor der Liebe in ihr nur Frieden und Wollust sucht,
Dann solltet ihr eure Blösse bedecken und von der Dreschtenne der Liebe
In die Welt ohne Jahreszeiten ziehen,
wo ihr lachen werdet, aber nicht aus vollem Herzen,
und weinen, aber nicht aus tiefster Seele.

Liebe gibt nichts als sich selbst und schöpft nur aus sich selbst.
Sie strebt nicht nach Besitz, noch will sie selbst Besitz sein,
Denn die Liebe ist sich selbst genug.

Wenn ihr liebt, sollt ihr nicht sagen:" Gott ist in meinem Herzen", sondern "ich bin im herzen Gottes."
Und glaubt nicht, ihr könntet den Lauf der Liebe lenken, denn wenn die Liebe euch würdig erachtet, bestimmt sie euren Weg.

Die Liebe kennt keine andere Sehnsucht, als sich selbst zu erfüllen.

Doch wenn ihr liebt und das Wünschen nicht lassen könnt, dann strebt nach folgendem:
Dahinzuschmelzen und zu einem leise dahinplätschernden Bach zu werden, der in der Nacht sein Lied singt.

Den Schmerz allzu vieler Zärtlichkeit zu erfahren.
verwundet zu werden durch das Verstehen der Liebe
Und willig und freudig zu bluten.

Beim Morgengrauen mit beschwingtem Herzen zu erwachen und zu danken für einen weiteren Tag der Liebe,

Zur Mittagszeit zu rasten
und über die Verzückung der Liebe nachzusinnen,

Des Abends voller Dankbarkeit heimzukehren,
Und dann zu schlummern, ein Gebet für das gelibte Wesen im Herzen und ein Loblied auf den Lippen."
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:14

Minnat Allah
Mehr von Khalil Gibran, klick here:
http://www.muenic.de/gedichte/gibran.html


Das kann man dazu setzen (S. 105- 107):

Von der Religion

Und ein alter Priester sagte: "Sprich zu uns von der Religion."

Und er erwiderte:
"Habe ich denn heute von etwas anderem gesprochen? Sind nicht alle Handlungen und alles Sinnen Religion,
Und auch alles, was weder Tätigkeit noch Nachdenken ist, sondern ein Wunder und ein Staunen, das beständig der Seele entspringt, selbst während die Hände den Stein behauen?

Wer kann seinen Glauben von seinen Taten trennen, oder seine Überzeugung von seinem Tun?
Wer kann seine Stunden vor sich ausbreiten und sagen: "Dies ist für Gott, und dies für mich, dies für meine Seele, und jenes andere für meinen Körper?"

All eure Stunden sind Schwingen, die von Ich zu Ich durch den Raum schlagen.

Wer seine Moral nur wie sein bestes Gewand trägt, der ginge besser nackt.

Der Wind und die Sonne werden ihm schon keine Löcher in die Haut reißen.

Und wer sein Verhalten nach den Sittenlehren richtet, der sperrt seinen Singvogel in einen Käfig.

Doch selbst das freieste Lied dringt nicht durch Gitterstäbe und Draht.

Und der, für den die Anbetung ein Fenster ist, das man öffnen, aber ebensogut verschließen kann, der hat das Haus seiner Seele noch nicht aufgesucht, dessen Fenster von einer Morgenröte zur anderen reichen.

Euer tägliches Leben ist euer Tempel und eure Religion.

Wann immer ihr ihn betretet, nehmt euren ganzen Besitz mit.

Nehmt den Pflug, den Amboß, den Hammer und die Laute,
Das, was ihr aus Notwendigkeit oder zu eurer Freude geschaffen habt.

Denn in Tagträumen vermögt ihr euch weder über eure Leistungen hinaus zu erheben noch tiefer zu stürzen als euer Scheitern.
Und nehmt alte Menschen mit euch: Denn in der Andacht könnt ihr weder höher fliegen als ihre Hoffnungen sind, noch euch tiefer erniedrigen als ihre Verzweiflung.

Und wenn ihr Gott kennenlernen wollt, dann macht euch nicht daran, Rätsel zu entziffern.
Schaut euch lieber um, und ihr werdet sehen, wie Er mit euren Kindern spielt.
Und seht in den Himmel, und ihr werdet Ihn auf den Wolken wandeln sehen, Seine Arme mit dem Blitz recken und im Regen hinabsteigen.
Ihr werdet sehen, wie Er in den Blumen lächelt, dann emporsteigt und euch aus den Bäumen zuwinkt."
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:15

Minnat Allah
Liebe Sherni,

es gibt so viele islamisch geprägte Geschichten über Liebespaare, wie
- Djamil und Buthaina
- Bishr und Hind
- Madjnun und Laila
- Bashshar und `Abda
- Salomo und Balkis
- Antar und Abla
- Khusrau und Shirin
- Urwa und Afra
- Omar Abi Rabi`a und Thurayya
- Kuthayyir und Azza
- Ibn Zaidun und Wallada
- Kerem und Asli http://www.aysen.net/geoanadolu.htm
- Yusuf und Suleika
- Adam und Eva

Algemein sterben diese Liebespaare jung und da es selten zu einem glücklichen Ende kommt, hinterlassen sie auch keine Kinder!

--> Ein Mann vom Stamme der Banu wurde gefragt:" Warum sind jene von euch so jung gestorben, die geliebt haben?"
Und er antwortete:" Weil unsere Herzen sich leicht entflammen und unsere Frauen schamhaft sind"

Ich denke aber persönlich sollte man da schon unterscheiden, was man unter einer "Beziehung" versteht!
Dieser Begriff definiert bestimmt jeder wieder etwasanders!? Oder?

Normalerweise ist es, denke ich auch, nicht erlaubt:
Muhammad (sav) äusserete sich ja so dazu: "Wer an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt, darf nicht mit einer Frau allein sein, ohne daß ein mahram (männlicher naher Verwandter, den zu heiraten der Frau untersagt ist) von ihr dabei ist, denn sonst wird der Seytan der Dritte sein."


Qur`an 33, Ayat 32 ff und 53 hegen noch einen Hinweis auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau, doch inwieweit man dies ausweitet und ob dies auf "alle" Frauen zutrifft (O Frauen des Propheten....), kann man daraus nicht genau entnehmen!




Wie begründen den diejenigen, die eine "Beziehung" für legitim erachten?
Und unter was ordnen sie eine "Beziehung"?

ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:16

Sherni
Salam liebe baji

Daaaaanke vielmals für die Posts!! Das Buch "Der Prophet" wurde mir schon einmal empfohlen, nur war ich zu faul es zu bestellen...jetzt muss ich wohl

Hm, ehrlich gesagt trau ich mich nicht so ganz die Mädchen, die nen "Freund" haben zu fragen, weil sie dann wohl meinen ich wär so ein Moralapostel und schnappen gleich ein. Hm, aber meist fällt das Argument: Solange es nicht zum Sex kommt, ist es ok.

Aber gut, dass du auch meiner Meinung bist

ws
sherni
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:16

Minnat Allah
Selam liebe Ukhti,

du solltest das Buch in jedem Fall mal gelesen haben!
Ist wirklich sehr schön und tiefsinnig!

Zitat:
Hm, aber meist fällt das Argument: Solange es nicht zum Sex kommt, ist es ok.


Hm, da sollte man aber doch vorsichtig sein!
Werde mich aber auch noch etwas weiter schlau machen müssen darüber!

ve selam
Öptüm canim
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:17

Qilin
Ja, das Buch ist wirklich wunderschön - ich habe es schon mehrfach gekauft
und weiterverschenkt...
Das Kapitel, das ich am häufigsten brauche, hat Mandingo schon mal hier
gepostet - hat wohl auch mit Liebe zu tun...

Wa salam
() qilin
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:17

ESU
Ueber die Liebe des "ICH" zum "DU".

Ein Verliebter kommt an die Türe der Geliebten und verlangt nach Eintritt und klopft. Sie fragt: "Wer ist da?". Der Verliebte antwortet: "Ich bin es, Dein Geliebter!".
Doch die Tür bleibt verschlossen.
Immer wieder versucht er es mit gleichem Erfolg.
Doch eines Tages kommt er als Liebender wieder an die Tür zurück und klopft - "Wer ist das?". Nun antwortet er: "Du bist es", und die Tür tut sich auf.

Dhu'n Nun traf eine alte Frau und fragte sie:
"Was ist das Ende der Liebe?"
Sie antwortete: "Dummkopf. sie hat kein Ende!" - "und warum?"
"Weil der Geliebte kein Ende hat."

"Deine Liebe macht Dich blind für alles andere."

Würdest hunderttausend Bücher Du studieren
wisse eins:
zum Liebsten wird Dich das nicht führen (Qadi Qadan)

() ESU
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:18

Minnat Allah
Selam liebe baji ,

Ibn Arabi (unter anderem Mystiker) definierte die Liebe so:

"Aus der Liebe sind wir hervorgegangen.
Der Liebe entsprechend sind wir gemacht.
Nach der Liebe streben wir.
In der Liebe gehen wir auf."

"Die Liebe (hubb) umfasst zahlreiche Seelenzustände, welche die Liebenden betreffen. Schon hier seinen erwähnt:
das brennende Verlangen der Liebe (shauq), das Beherrscht- sein von der Liebe (gharam), die verliebte Liebe (hiyam), der Liebesschmerz (kalaf), das Weinen (baka`), die Traurigkeit (huzn), die Verwunderung der Liebe (kabd), die Auszehrung (dhubul), das Liebessehnen (inkisar) und dergleichen den Liebenden Eigentümliches........."

Die Liebe im umfassenden Sinne (al- hubb) und das liebende Empfinden (al- gharam) ist in vielen Werken der islamschen Lyrik vorzufinden!

Einige Beispiele sind unter anderem:

- Diwan al- Ashiqin (Diwan der Liebenden) von Muhammed ibn Ziyad ibn al- Arabi
- Kitab al- Zahra (das Buch der Blüte) von Ibn Dawud
- Tauq al- Hamama (Das Halsband der Taube) von Ibn Hazm
- Masari al- ushaq (Die Arenen der Liebenden) von Abu Nasr al- Saradj
- Traktat der Liebe von Ibn Arabi
- Interessant ist das Werk von Abu`l Hasan Ali al- Masudi "Murudj al- dhahab" --> das Buch der Goldwäschen.
Dort sind 13 Definitionen zur Liebe zu finden.

ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:19

Minnat Allah
Es Selamün Aleyküm,

liebe baji,

hier etwas über den Qawwal (Heiliger Gesang; wörtlich: der Erzähler, vom arab. qaula:Ausspruch, Wort), oder auch Qewlê (Die Abstammung ist im sumerischen Wort Kalo zu finden. Im Sumerischen bezeichnet Kalo einen Religiösen mit weisem Charakter).
Sie Qawwali sind vor allem in Pakistan und in Afghanistan verbreitet, aber auch kurdische Eziden haben ihre eigenen Lobgesänge!

"Eine Qawwali beginnt mit dem Lobpreis des Propheten, dem folgt ein Liebesgedicht an Gott oder den Propheten, das in eine Phase mündet, die fana`, das Aufgehen in Gott und dann das Einssein mit dem Absoluten (baqa`) beschreibt, zum Schluss kehrt man zur Klarheit (sahw) zurück." (Glasse, S. 322)

Hier ein Beispiel:

Na`t sharif von Hazret Bedam Shahwarsi (ursprünglich in Urdu):

Ich kam aus dem Nichts und lebte in Liebe zum Propheten.
Ich irrte herum auf der Suche nach ihm,
Forschte nach seinen Spuren.
Ich wischte mit meinen Wimpern jeden noch so geringen Staub
Vom Weg, den er gegangen war.
Lob sei Gott, der meinem Herzen
Diese leidenschaftliche Liebe schenkte, die mich zum Propheten drängt.
Die Blumen in Zohras Garten blühen;
Sie haben die Farbe von Ali und den Duft des Propheten.
Welche ein entzücken am jüngsten Tag,
Wenn alle vor Gott erbeben,
Und ich, Bedan,
an der Seite des Propheten stehen könnte.



ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:19

Minnat Allah
Selam sherni,

Ibn Hazm al-Andaluzi sagte über die Liebe:

Die Liebe ist eine unheilbare Krankheit.
Aber wer von ihr befallen ist verlangt nicht nach Genesung,
und wer daran leidet wünscht nicht zu gesunden.

ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:20

Sherni
Salam,

danke euch allen für eure coolen Antworten, da ist wirklich ne ganze Menge dabei, dass ich überhaupt nicht wusste!

Es ist alles wirklich sehr schön zu lesen

ws
sherni
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:20

Minnat Allah
Selam Sherni,

du hast aber auch ein schönes Thema gestartet Dankeschön für diese Wahl

Ibn Hazm Andalusi
Das Halsband der Taube. Von der Liebe und dem Liebenden
(994-1064)

"Es gibt gewisse Kennzeichen der Liebe, die scharfsinnige Leute entdecken und kluge Menschen finden können.
Das erste davon ist das beständige Anschauen des geliebten Wesens. Das Auge ist die offene Pforte der Seele. Es erforscht ihre Geheimnisse, verleiht ihren Gedanken Ausdruck und kündet ihr Innenleben. Man sieht darum den Betrachter nicht mit der Wimper zucken, während er gleichzeitig mit dem Geliebten von der Stelle geht, mit ihm beiseite tritt und sich in der gleichen Richtung wendet wie er, so wie das Chamäleon immer mit der Sonne geht. (...)"


Abu Hamid Muhammad al- Ghazzali
Das Elixier der Glückseligkeit
(1058-1111)

"Die fünfte Ursache der Liebe ist die verborgene innere Verwandschaft zwischen dem Liebenden und dem Geliebten. Zuweilen befestigt sich die Liebe zwischen zwei Menschen, ohne daß Schönheit oder ein zu erlangendes Gut die Ursache wäre, nur infolge der Verwandschaft der Geister. (...)"


Ahmad Ghazzali (der jüngere Bruder des berühmten Abu Hamid Muhammad al- Ghazzali)
Gedanken über die Liebe
(gest. 1126)

"Das Geheimnis, warum die Liebe niemals jemandem voll das Gesicht zeigt, besteht darin, dass sie Vogel der anfangslosen Ewigkeit ist. Hier angekommen, fliegt sie in endloser Ewigkeit. Sie zeigt sich hier dem Anfangs-Auge nicht, denn nicht jedes Haus taugt dem zum Neste, dem die Herrlichkeit der anfangslosen Ewigkeit als Nest gedient hat. Manchmal fliegt sie zurück in diese Ewigkeit und verbirgt sich unter den Schleiern ihrer Macht und Herrlichkeit. Niemals hat sie sich in voller Schönheit dem Auge des Wissens gezeigt und wird es nie tun. (...)"


ve selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:21

Minnat Allah
Selam Aleyküm,

Al- Dailami (Abu`l Hasan Ali ibn Ahmad), 950- ca. 1030, ist der bekannte Verfasser des ältesten arabischen Essays über die Liebe. Darin versucht der Autor, die "sakrale Liebe und die profane Liebe" philosophisch miteinander in Einklang zu bringen, sowie eine vollständige Entstehungslehre der Liebe zu entwerfen. Eine Übersetzung dieses mystischen Hauptwerks "Atf al- alif al ma`luf ila`l- lam al- ma`tuf" (etwa: Die Bindung der Neigung des Alif an das geneigte Lam) wurde 1962 von Jean- Claude Vadet in Kairo unter dem Titel "Le Livre de l`inclinaison de l`Alif uni sur le Lam incline" vorgelegt. Louis Massignon zufolge waren sowohl die Wahl des Titels für dieses Traktat als auch dessen innere Struktur unmittelbar von den mystischen Erzählungen des Husain ibn Mansur al- Hallaj (857- 922) geprägt. Ausserdem verfasste al- Dailami eine Biographie des strengen Asketen (und Hallaj- Verehrers) Abu Abdallah ibn Khafif.

Lit: Dailami
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:21

Minnat Allah
Selam,

eine kleine Liebesgeschichte --> Leila und Madschnun



Wenn auch Deine Härte mein Leben verzehrt,
bist ob Deiner Schönheit der Verzeihung Du wert!
Der Tag bist Du, und die Lampe bin ich;
nur Recht ist, dass ich verlösche durch Dich.
Sähe das Feuer Dein Antlitz,
es müsste Dir neiden Dein Licht;
wess' Gartens Tulpen und Rosen bestünden
vor Deinem Gesicht?
So lange ich lebe, kann ich nur immer bekennen:
Ich gehöre Dir ganz
und kann mich von Dir nicht trennen;
ich bin Dir treu, und quälst Du mich, ist es gut.
Du bist mein Leben, mein Tod;
tötest Du, ist es Dein Blut ...

Nizami
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:22

ESU
Religionen Videoangebot -

http://religion.orf.at/projekt02/religionen/videoangebot/re_vi_c.htm

Videoangebot: Liebe im Islam. Der Film beleuchte die Bedeutung von Liebe und Partnerschaft in der islamischen Religion. >> Video.

() ESU

Auch weiter clips
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:23

Minnat Allah
Selam,

@ ESU

Vielen dank....


Nochmal --> Leila und Madschnun


In Madschnuns Zeit gab es schöne Mädchen,
die schöner waren als Laila,
aber sie waren nicht Madschnuns Geliebte.
Man sagte zu Madschnun:

„Es gibt schönere Mädchen als Laila; wir bringen sie dir!"

Er antwortete: „Nun, ich liebe Laila nicht um der Form willen.
Laila ist nicht Form. Laila ist wie ein Becher in meiner Hand,
aus dem ich Wein trinke. Also liebe ich den Wein,
den ich aus ihm trinke.

Ihr blickt nur auf den Becher und wisst nichts vom Wein.
Wenn man mir einen edelsteinbesetzten goldenen Becher brächte,
in dem Essig oder etwas anderes als Wein wäre
– was sollte ich damit machen?
Ein alter zerbrochener Kürbis, in dem Wein ist,
ist in meinen Augen besser als ein, nein,
als hunderte solcher Becher."

Rumi
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:23

Minnat Allah
Liebste Sherni

für dich noch einen schönen Text über den Begriff "Liebe":

Risale-i Nur,
"Das Licht des Qur`an"
von Bediuzzaman Said Nursi

Ein Auszug über die Liebe:

Die Liebe ist die Frucht und der Zusammenhalt des Kosmos

O meine den Egoismus verherrlichende Seele!
O mein die Welt verherrlichender Freund!
Liebe ist die Ursache der Existenz des Universums.
Liebe ist der Kitt des Universums.
Und Liebe ist das Licht des Universums und seines Lebens.
Da der Mensch die umfassendste Frucht des Universums ist, wurde in sein Herz der Samen einer Liebe gelegt, die das Universum zu erfüllen vermag. Doch solch eine unendliche Liebe kann sich nur auf jemand richten, der unendliche Vollkommenheit besitzt.

O du Ego und Freund!

Zwei Fähigkeiten, die Furcht und die Liebe, gehören zur Natur des Menschen.

Auf jeden Fall, diese Liebe und diese Furcht werden sich entweder auf Geschöpfe oder auf den Schöpfer richten.

Jedoch, die Furcht vor Geschöpfen ist eine schwere Bürde, und auch die Liebe zu den Geschöpfen ist eine schmerzvolle Bitternis.

Denn du fürchtest dich vor solchen, die weder Mitleid mit dir haben, noch einen Wunsch von dir erfüllen.

So ist die Furcht ein schweres Unheil.

Und was die Liebe anbelangt, der, welchen du liebst, weder wird er dich erkennen noch sagt er beim Gehen auf Wiedersehen - wie deine Jugend und dein Eigentum. Oder es wird dich wegen deiner Liebe herabsetzen.

Hast du nicht gesehen, dass in 99 von hundert metaphorischen Liebesfällen der Liebende über den Geliebten klagt?!

Denn weltliche Geliebte wie Götzen mit dem inneren Herzen anzubeten, welches der Spiegel des Ewig Angeflehten ist, das ist unterdrückerisch in der Sicht des Geliebten, und der Geliebte findet diese götzenhafte Liebe nicht passend und lehnt sie ab.

Denn die Natur des Menschen lehnt ab und verstößt Dinge, die zu ihr nicht passen und ihrer nicht würdig sind.

Das heißt, die Dinge, die du liebst, werden deine Liebe nicht erwidern oder sie werden dich herabsetzen oder sie werden dich nicht begleiten.

Sie werden dich verlassen trotz deiner.

Da dies so ist, richte die Furcht und die Liebe auf solch Einen, durch den deine Furcht eine angenehme Demut wird, und deine Liebe ein Glück ohne Schatten.

Ja, den allmächtigen Schöpfer zu fürchten bedeutet, einen Weg zu seiner mitfühlenden Barmherzigkeit zu finden und bei ihr Zuflucht zu nehmen.

Furcht ist eine Peitsche; sie treibt dich in die Umarmung von Gottes Barmherzigkeit.

Es ist gut bekannt, dass beispielsweise eine Mutter ihrem Baby sanft droht und es an ihre Brust zieht.

Die Furcht ist sehr wohltuend für das Baby, denn es wird dadurch zur Mutterbrust gezogen.

Aber die Zärtlichkeit aller Mütter ist nur ein einziger Funke der göttlichen Barmherzigkeit.

Das heißt, es gibt einen obersten Genuss in der Gottesfurcht.

Wenn solch Wohlgefühl in der Gottesfurcht ist, dann ist klar, welch unendlicher Genuss in der Liebe zu Gott zu finden ist.

Überdies, wer Gott fürchtet ist gefeit vor der schmerzvollen und bürdevollen Furcht zu anderen.

Und die Liebe, die der Mensch zu Geschöpfen hat, ist nicht getrübt mit Sorge und Trennung, wenn sie um Gottes willen ist.

Ja, der Mensch liebt zuerst sich selbst, dann seine Familie, dann seine Nation, dann die lebendigen Geschöpfe, dann das Universum und die Welt.

Der Mensch ist verbunden mit all diesen Sphären.

Die Freude dieser kann ihn erfreuen und das Leid dieser kann ihn schmerzen.

Jedoch, da in dieser Welt des Chaos nichts beständig ist, wie der Wind, der alles verweht, wird das armselige Herz des Menschen immer verwundet.

Die Dinge, an die sich seine Hände klammern, zerreißen die Hände beim Abschied, ja zertrennen sie sogar. Der Mensch bleibt ständig eingeengt und bedrückt, oder er ist benommen von Ignoranz.

Da dies so ist, meine Seele, wenn du etwas Verstand hast, sammle all diese Lieben zusammen und gib sie ihrem wahren Besitzer, und sei befreit vor jenen Unheilen.

Diese unbegrenzten Lieben sind Eigentum des Einen, der unendliche Vollkommenheit und Schönheit besitzt.

Wenn du die Liebe ihrem wahren Besitzer gibst, dann wirst du fähig sein, alle Dinge in Seinem Namen und als Seine Spiegel ohne Leid und Bedrückung zu lieben.

Das heißt, diese Liebe sollte nicht unmittelbar auf das Universum gerichtet sein.

Anderenfalls, während die Liebe an sich eine beglückende Wohltat ist, kann sie ein schweres Unglück sein.

Sözler, 24. Söz, 5. Dal


Ich habe jetzt auch einige der berühmten, "islamischen" Liebesgeschichten zusammen suchen können, werde sie dann nach und nach hier reinstellen

selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:24

Minnat Allah
Selam,

habe ich im Tadhkirat al- Auliya von Farid- al- Din Attar gefunden:

Was Amr ibn Usman über die Liebe sagte

Amr ibn Usman führte das folgende in seinem Buch über die Liebe aus.
Der Allmächtige Gott erschuf die Herzen 70 000 Jahre vor den Seelen, und Er bewahrte sie im Garten der Innigkeit. Er erschuf die Geheimnisse 70 000 Jahre vor den Herzen und bewahrte sie auf im Stande der Einheit.
Jeden Tag bewirkte Allah, dass den Seelen 360 Blicke der Gnade zuteil wurden und dass sie 360 Worte der Liebe zu hören bekamen. An jedem Tag enthüllte Er den Herzen 360 Glückseligkeiten der Vertrautheit. Jeden Tag offenbarte Er Schönheit 360 Mal den Geheimnissen.
So bewahrte Er also jedes Ding in der Welt der Wesen und sah nichts Kostbares als sie selbst. Prahlerischer Stolz und Betrug machte sich unter ihnen breit.
Allah unterzog sie deswegen einer Prüfung. Er setze das Geheimniss in der Seele gefangen. Er begrenzte die Seele im Herzen. Er warf das Herz in den Kerker des Körpers. Dann legte Er Verstand in sie.
Allah sandte die Propheten mit Seinen Geboten. Dann begann jeder von ihnen nach seinem angemessenen Stand zu suchen. Allah befahl ihnen, zu beten. So ging der Körper in den Gebetszustand; die Herzen erlangten Liebe; die Seele erreichte Nähe; das Geheimniss fand Ruhe in der Vereinigung.

selam
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:25

Minnat Allah
Selam ,

habe ich aus dem Buch "Die schönsten Märchen aus 1001 Nacht"


Tod eines Liebenden aus dem Stamme Uzra

Man erzählt ferner: Unter dem Stamm der Söhne Uzra war ein Mann, der keinen Tag ohne eine neue Liebe leben konnte. Einst liebte er ein schönes Mädchen aus seinem Stamm und warb um sie; sie aber verschmähte ihn und wies ihn immerfort ab. Der Mann wurde darüber krank und grämte sich so sehr, dass alle seine Kräfte schwanden und er so schwach und mager wurde, das seine Liebe kein Geheimniss mehr blieb. Lange baten seine und ihre Verwandten seine Geliebte, sie möchte ihn doch besuchen; aber sie weigerte sich, bis er dem Tod nahe war. Erst als sie sein nahes Ende vernahm, bemitleidete sie ihn und entschloss sich, ihn zu besuchen. Als er sie erblickte, flossen seine Tränen über, und er sprach die Verse:

"Wenn du meinen Leichenzug vorüberziehen siehst, wirst du ihm nicht folgen und den Verschiedenen grüssen, der dem Grab überlassen wird?"

Das Mädchen antwortete weinend:

"Ich dachte nicht, dass es so weit mit dir kommen würde; aber, bei Allah, ich will dir alles gewähren, was du von mir forderst:"

Da sprach er weinend den Vers:

"Sie naht sich mir, wenn Todesschatten uns trennen, und will mir gehören, wenn ich sie nicht mehr besitzen kann."

Dann atmete er tief und verschied. Das Mädchen weinte, küsste ihn und fiel in Ohnmacht, und nach drei Tagen starb auch sie und wurde in sein Grab gelegt.
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:25

ESU
Salam Minnat Allah

Wollte mich nur mal bedanken, für Deine Unermüdlichkeit uns hier wahrhafte Juwelen vor Augen zu führen.
Eine wundervolle Tat. Allah vergilt sie Dir.

Darf ich das eine oder andere Deiner Zusammenstellungen weiterverwenden?

fiamaanillah
() ESU
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:26

Minnat Allah
Selam ESU,

das ist wirklich nett von dir , vielen vielen Dank auch an dich!

Allah razi olsun lieber Bruder!

selam Minnat Allah

PS: Natürlich, wenn es so geheim wäre, hätte ich es sicher nicht veröffentlich Nein, im Ernst, natürlich und danke dir für das Interesse!
Umay Hatun - 07.12.2004, 13:27

Minnat Allah
Selam und Hallo,


Al-Ghazzali : " Der erste Geliebte jedes lebendigen Wesens ist es selbst und das eigene Ich. Diese Liebe zu sich selbst bedeutet, dass in der Natur jedes lebenden Wesens eine Neigung zur Erhaltung des eigenen Daseins und ein Widerwille gegen seine Aufhebung und Vernichtung liegt. Denn von Natur geliebt wird das, was dem Liebenden genehm ist. Was aber wäre ihm genehmer als das eigene Ich und die Fortdauer des Daseins, und was wäre ihm mehr zuwider und entgegen als dessen Aufhebung und Vernichtung. Der Mensch liebt die Erhaltung seines Daseins und scheut das Sterben. Und dies nicht bloß aus Furcht vor dem, was nach dem Tode kommt, und nicht nur aus Grauen vor dem Todeskampf, sondern selbst wenn er hinweggenommen würde ohne Schmerz und er den Tod erlitte ohne Lohn und Strafe im Jenseits, würde er doch nicht gerne sterben, sondern einen Widerwillen dagegen haben. Er liebt den Tod und das reine Nichtdasein nur, wenn er im Leben einen allzu harten Schmerz ertragen muss, denn wer von einem Leiden betroffen wird, der liebt das Aufhören des Leidens. Und wenn er dann auch das Nichtdasein liebt, so liebt er es doch nicht um seiner selbst willen, sondern weil es das Aufhören des Leidens bedeutet. Denn die Vernichtung und das Nichtdasein wird gehasst und die Erhaltung des Daseins geliebt "

*Ya salam*
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
Koordinationsrat der Muslime KRM vom 06.09.2007 - gepostet von Ji'un Ken am Montag 10.09.2007
Gebote oder Gesetze - gepostet von JCIV am Dienstag 12.09.2006
Grab von Jesus entdeckt? - gepostet von Aysha am Montag 26.02.2007
Gallerie - gepostet von Katzav am Montag 16.04.2007
Verzeihen / Vergeben von Sünden - gepostet von Aysha am Sonntag 02.01.2005
Keine Religion von Buddhadasa Bhikkhu - gepostet von Martin am Dienstag 20.03.2007
Offizielle Zweigeschlechtlichkeit - gepostet von Aysha am Mittwoch 07.02.2007
Nehemia - gepostet von Katzav am Samstag 30.06.2007
Ähnliche Beiträge
Ich liebe Ihn - moepsi (Mittwoch 11.07.2007)
~*Verbotene Liebe*~ [Slash] [pausiert] - Bill_my_love (Montag 15.01.2007)
Die Liebe der Engel - die_blonde (Donnerstag 26.01.2006)
Die liebe Familie - Angel (Samstag 07.04.2007)
Engel der Liebe ! - true (Sonntag 11.02.2007)