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Crawling - 12.11.2006, 00:10
I'm so sorry - Letter 4 u
Autor: ich, Crawl
Art der Story: Sad/Depri
Hauptpersonen: "Sie" und "Er" ?
Rating: G
Warnungen: --
Disclaimer: da ich keine Namen kenne, gehört alles mir
Claimer: alles meins ^^

Er hatte sie geliebt, nein, er liebte sie.
Sie konnte nichts dafür, deshalb hatte er ihr immer verziehen und das zerstörte sie beide.

Hey mein Schatz,
ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, geschweige denn wie. Zwar hatte ich mir so vieles überlegt was ich dir sage wollte, doch jetzt fallen mir einfach keine passenden Worte ein.
Vielleicht sollte ich einfach anfangen.
Danke. Ich möchte mich bei dir bedanken, für die schöne Zeit die wir hatten, auch wenn es manchmal nicht ganz einfach war mit uns, mit mir. Du hast mir das Gefühl vermittelt, wirklich geliebt und akzeptiert zu werden, mit allen Macken und Fehlern. Nie zuvor hatte ich mich so geborgen gefühlt wie bei dir. Egal was passiert war, ich wusste ich konnte mich an dir anlehnen, du warst mein Fels in der Brandung, eine Mauer die mich immer Stützte. Ich könnte dir gar nicht genug danken, für das was du mir gegeben hast, doch wie alles andere, hat auch unsere Zeit ein Ende.
Eine Mauer bekommt risse, durch Schläge die man ihr verpasst und irgendwann hält die Mauer nicht mehr stand, das Salz und die Wucht der Wellen, zerfressen die
breitesten Felsen und zerstören sie, so wie ich unsere Beziehung zerstört habe.
Ich brauch dir ja nicht zu erzählen, das wir wirklich schlimme Sachen zusammen durchgemacht haben, oder besser gesagt, du mit mir durchgemacht hast. Ich hab dich betrogen, mehrere male, belogen und verletzt. Habe Wunden aufgerissen, wohl so tief wie kein anderer Zuvor.
Wie oft habe ich dich enttäuscht? 10 mal? 1000? Und jedes einzige mal gingen die Risse tiefer, der Schmerz wurde größer, sowohl für dich, als auch für mich. Denn ich konnte deine Leiden sehen, deine Augen verrieten mir deine Qualen, auch wenn deine Lippen verschlossen waren, doch ich war machtlos, gelenkt von meinen Trieben.
Es zerreist mir das Herz, wenn ich daran denke, wie sehr ich dich genau in diesem Moment, indem du dies liest, mal wieder verletzen muss.
Oh Gott… es tut mir so schrecklich Leid, alles.
Wie gerne würde ich die Zeit zurückdrehen und alles ändern. Doch selbst wenn ich das Geschehene ändern könnte, noch einmal von vorne beginnen, würde ich wohl die selben fatalen Fehler begehen und das würde ich nicht mehr aushalten, genauso wenig wie ich es ertragen könnte, dich weiter zu Verletzten, dir solch ein Leid anzutun. Deshalb ziehe ich einen Schlussstrich, sonst würde es ewig so weiter gehen, wenn ich diesen Schritt nicht täte, das weißt du, deshalb sei mir nicht böse, wenn ich nun geh.
Ja ich werde aus deinem Leben treten, für immer. Das ist der einzige Weg dich zu schützen, vor mir, vor uns. Ich liebe dich über alles, doch das reicht nun mal nicht aus um meine Zwänge, mein schizophrenes Ich in Zaun zu halten. Die Liebe kann vieles überwältigen, doch auch sie hat ihre Grenzen.
Deshalb muss und werde ich gehen. Du braust nicht nach mir zu suchen, denn finden kannst du mich nicht. Ich werde durch das Feuer gehen und nie wieder zurückschauen, um Frieden zu finden, Frieden, den ich dir in deinem Leben ohne mich Wünsche.
Ich liebe dich und hoffe, dass du irgendwann ohne den Schmerz der Vergangenheit durchs Leben gehen kannst.

Bye.
… wenn es reichen würde zu lieben, dann wäre ich noch bei dir….

Das Papier, das seinen Platz auf dem großen, leeren Tisch gefunden hatte, war von Tränen gespickt, rote und salzige. Blut und Wasser. Eine schwarz gekleidete Frau erhob sich vom Stuhl und schlürfte mit schwer hängendem Kopf durch den Raum. Ihr Gesicht war blass, kreide bleich. Ihre großen Augen Blutunterlaufen, gereizt von den anhaltenden Heulkrämpfen, die sie plagten, wie so vieles andere sie plagte. Zitternd hielt sie ihren Arm, der von Narben übersäht war, alte und ganz frische. Teils waren die Wunden noch offen und blutverschmiert.
Ja, man konnte ihr das Leid ansehen. Es war ihr Buchstäblich auf das Gesicht tätowiert. Sie war eine geteilte Seele, die nun ihren Weg in der ewigen Dunkelheit suchte. Als sie die Hölzerne Wohnungstüre hinter sich schloss, hielt sie kurz inne, atmete tief ein uns aus, um dann ihren Weg fort zu setzten. Der Abschied viel ihr Schwer, doch noch schwerer würde es ihr fallen zu bleiben und so ging sie, für immer.
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