iphpbb - Forenarchiv: Archivbeitrag des Forums Untitled
Verfügbare Informationen zu "Lesungen"

  • Qualität des Beitrags:
  • Beteiligte Poster: Pippilotta - Katia - Cassa Dar - Karthause - Krümel - wolves - Siebenstein - Coco - alwin03 - Nerolaan - Wirbelwind - Susannah - Anonymous
  • Forenurl: Klick
  • Forenbeschreibung: Das Literaturblog
  • aus dem Unterforum: Allgemeines
  • Antworten: 115
  • Forum gestartet am: Mittwoch 19.04.2006
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Lesungen
  • Letzte Antwort: vor 21 Tagen, 17 Stunden, 46 Minuten
Alle Beiträge und Antworten
Pippilotta - 25.10.2006, 18:05
Lesungen
Hallo!

Ich war gestern bei einer Lesung in unserer Bibliothek von Robert Schneider zu seinem letzten Buch "Kristus"

Ich war total überrascht (eigentlich enttäuscht), dass nur etwa 20 Leute gekommen sind (unsere Stadt hat immerhin 25.000 Einwohner und namhafte Autoren wie Robert Schneider verirren sich normalerweise nie zu uns).

Dennoch was es ein total schöner Abend! Er las ca. 1 Stunde Sequenzen aus dem Buch. Zu Beginn schon sagte er, dass er die Lesung kommentarlos halten wird. D.h. er wird einzelne Stellen lesen und der Zuhörer soll sich selber ein Bild machen, selber einen roten Faden finden. Das war sehr interessant und es macht wirklich Lust darauf, das Buch als Ganzes kennen zu lernen.

Anschließend gab es noch eine kleine Plauschrunde bei einem Glas Wein und man hatte auch die Möglichkeit, Bücher widmen und handsignieren zu lassen. Dabei erzählte Robert Schneider vom Dasein als Schriftsteller, zu Verfilmungen von Büchern (aktuell: "Das Parfum") und zeigte sich sehr interessiert an dem Thema, wie man Schüler zum Lesen bringen kann.

Ich habe da einen sehr interessanten, ruhigen und sympathischen Autor kennengelernt. Und natürlich ging ein signiertes Exemplar des "Kristus" mit mir nach Hause :wink:

Ich war zum ersten Mal auf einer Lesung, es war eine sehr schöne Erfahrung.
Wie sieht das bei Euch aus, interessiert Euch sowas? Habt Ihr schon Lesungen besucht?
Katia - 25.10.2006, 20:21

Hallo Pippi,

ich war vor einem Jahr auf meiner ersten und bisher einzigen Lesung - so viele interessante gibt es auch in einer Stadt mit 250.000 Einwohnern nicht, die Nähe zu München tut ein übrigens. Bei mir war es Adolf Muschg - ein Schriftsteller, den ich sehr schätze und dessen neuestes Buch "Eikan, Du bis spät" ich kurz vorher zum Geburtstag bekam. Muschg hat ebenfalls etwa eine Stunde gelesen, allerdings mit verbindenden Kommentaren, in denen er die Handlung zusammengefasst hat, ich denke das war auch nötig, sonst wären die Episoden wirkliche Episoden ohne Zusammenhang gewesen. Mein Eindruck war allerdings, dass ich eine der wenigen war, die das Buch bereits gelesen hatte. Die Stellen, die er gelesen hat fand ich sehr passend, haben einen guten Überblick über das Buch gegeben und für mich ist es sehr schön, dass ich seinen Tonfall immer noch im Ohr habe, wenn ich diese Stellen wiederlese. Signieren und Wein gab es hinterher allerdings auch, natürlich habe ich mir mein Exemplar signieren lassen und mich geärgert, dass ich meine anderen Muschgs nicht auch mit dabei hatte.

Doch: Ein schöner Abend, würde ich gerne mal wieder machen, aber leider hat mich seitdem nichts mehr wirklich angesprochen.

Katia
Cassa Dar - 25.10.2006, 23:55

Heute Abend war eine Lesung in meiner Stammbuchhandlung. Das erste Mal mit Verkostung!

Vorgestellt wurde das Buch Whisky. Alle Marken und Destillerien der Welt von Michael Jackson. Humorvoll und interessant referierte einer der Mitautoren (Jügen Deibel) über das Buch, welches schon etliche Auszeichnungen bekommen hat.

Die Teilnehmerzahl war auf neunzig Trinkwillige begrenzt. Und die durften sechs verschiedene Whiskysorten probieren. Absolut spitze. Ich war überrascht, wieviel man an einem Abend über Whisky lernen kann. :wein:
Karthause - 26.10.2006, 08:58

Im vergangenen Jahr bekam Wladimir Kaminer den "Literaturpreis der Stahlstadt" (Eisenhüttenstadt). Da war er hier und hat aus "Schönhauser Allee" gelesen. Es war köstlich. Allerdings habe ich mir dieses Buch später aus der Bibliothek geholt und gelesen, das fand ich dann nicht mehr so toll. Kaminer hat bei der Lesung durch seinen Dialekt und seine Mimik so vieles rübergebracht, was das Buch als solches gar nicht bieten konnte.

Allerdings bedaure ich es sehr, hier am A.... der Welt zu leben. Um an Lesungen teilnehmen zu können, müsste ich schon nach Berlin und das ist nach Feierabend nur in Ausnahmefällen drin.
Cassa Dar - 08.11.2006, 23:16

So, nun bin ich wieder zurück. Ingrid Noll hat eben in meiner Buchhandlung ihr neuestes Werk Ladylike vorgestellt. Bis auf den letzten Platz alles besetzt.
Die erste Hälfte der Lesung war es totenstill, dann wurde hier und da gelacht. Auch ich mußte mich erst auf die feine Ironie und staubtrockene Nonchalance einlassen; war es doch das erste Buch von ihr für mich. Aber dann war es köstlich.
Allerdings schien Frau Noll nicht ganz einig mit ihren dritten Zähnen, was bei längerem Zuhören verblasste.
Ich habe das Buch zum Verschenken mitgenommen und das Hörbuch für mich gekauft. Auch wenn ich noch nicht weiß, wann ich es hören soll.
Karthause - 09.11.2006, 15:23

Cassa Dar hat folgendes geschrieben:
Ich habe das Buch zum Verschenken mitgenommen und das Hörbuch für mich gekauft. Auch wenn ich noch nicht weiß, wann ich es hören soll.

Die CD legst du einfach in deinen tragbaren Player, dieser kommt in eine Tasche mit Gürtelhalterung oder direkt in eine Gürteltasche, das kann man dann wunderbar beim Putzen, der Gartenarbeit oder sonstigen Verrichtungen hören. :wink:
Cassa Dar - 14.11.2006, 09:11

Genau Karthause,

aber ich glaube, dass ich bei diesem Hörbuch lieber nicht putzenderweise durch's Haus toben sollte. Da ist genau hinhören angesagt. Und ich will es geniessen. Ich habe mir aus dem TT schon ein zweites Buch von Ingrid Noll geholt - "Der Hahn ist tot".
Die Lesung war also ein voller Erfolg.
Krümel - 14.11.2006, 11:57

Mögt ihr die Noll. Mir ist sie einwenig suspekt, oder eher ein männerfressender Vamp :mrgreen:
Karthause - 14.11.2006, 13:15

Ich kenne nur "Die Apothekerin" von ihr. Das habe ich in recht guter Erinnerung. Am Wochenende habe ich sie bei Biolek in Alfredissimo gesehen, sie hat Rotweinzwiebeln mit Rindfleisch gekocht. Das sah echt lecker aus, ich habe mir das Rezept schon notiert und werde es nachkochen.
Pippilotta - 14.11.2006, 13:40

Ich kenne die Person Ingrid Noll gar nicht, habe aber vor einigen Jahren einen Sommer lang ihre Krimis gelesen. War ich von den ersten beiden sehr angetan ("Die Apothekerin", "Kalt ist der Abendhauch") so musste ich feststellen, dass eigentlich alle nach dem selben Muster gestrickt waren und wurden deswegen eigentlich dann langweilig.
Ich hab genug von ihr :-|
wolves - 14.11.2006, 16:25

[quote="karthause"] Cassa Dar hat folgendes geschrieben: Die CD legst du einfach in deinen tragbaren Player, dieser kommt in eine Tasche mit Gürtelhalterung oder direkt in eine Gürteltasche, das kann man dann wunderbar beim Putzen, der Gartenarbeit oder sonstigen Verrichtungen hören. :wink:
Du bringst mich da auf eine phantastische Idee. In dieser Mini-Wohnung in der wir zur Zeit leben (oder je nachdem wie man es sieht uns gemütlich drängeln :mrgreen: ) kann ich locker meinen CD-Player etwas lauter stellen und ich kann noch verhältnismäßig gut alles verstehen. Ich habe mich allerdings gefragt, was ich später machen soll. Das ist eine richtig gute Idee mit dem tragbaren Player.

Was die gute Frau Noll betrifft, ich kenne auch nur zwei Bücher von ihr. Es war zwar keine große Literatur, aber ich fand sie waren nett zu lesen. Sie als Person kenne ich auch nicht.
Cassa Dar - 21.11.2006, 00:48

Ingrid Noll machte einen sehr sympatischen Eindruck. Natürlich und bescheiden. Sie pflegt ihre 105jährige Mutter bei sich zu Hause und während einer Lesereise vertritt sie ihr Mann. Deswegen geht sie auch nicht so viel auf Lesungen wie sie könnte.
Ich hatte bis zu dem Abend in meiner Buchhandlung nichts von ihr gehört und gelesen.
Ich werde mich erstmal den beiden Bücher, die ich jetzt habe widmen. Ob dann noch mehr von Ingrid Noll dazu kommt? Ich denke mal nicht.
Katia - 24.02.2007, 19:26

Meine nächste Lesung steht in zwei Wochen an: Louis Begley im Literaturhaus in München. Ich freue mich schon sehr, auch wenn mir im Moment noch nicht klar ist, ob Begley selbst lesen wird, wahrscheinlich kann er ja kein Deutsch, oder? Oder er liest Englisch?
Das Literaturhaus hat ein wirklich tolles Programm an Lesungen, Irene Dische, Jonathan Franzen, Tschingis Aitmatow sind nur eine Teil der Autoren, die im März dort lesen.
Werde natürlich berichten, wie es war!

Katia
Siebenstein - 24.02.2007, 19:54

@Katia

Am 22. März wird er hier in Berlin im Jüdischen Museum lesen. Ich würde auch wahnsinnig gern hingehen und hoffe, dass ich es irgendwie einrichten kann (unter der Woche sind solche Unternehmungen bei mir immer schwer unterzubringen... :-( ).

Im meinem Programm steht, dass Peer Steinbrück (wieso ausgerechnet der?) das Buch vorstellen und dann ein Gespräch mit Louis Begley führen wird. Aus dem deutschen Romantext wird jemand vom Suhrkamp Verlag lesen.

Liebe Grüße
Siebenstein
Krümel - 24.02.2007, 20:03

Och menno habt ihr es gut :mrgreen:
Pippilotta - 24.02.2007, 20:08

ja, das ist wirklich beneidenswert!

Bei den Eulen hat ein Mitglied schon einmal Begley "live" erlebt und hat dann recht ausführlich berichtet. Es handelte sich aber offenbar um keine "herkömmliche" Lesung, sondern um eine Uni-Dozentur.
hier ist der Link, falls Du diesen Beitrag nicht kennst.
Katia - 24.02.2007, 21:02

Danke für den Link, Pippi.

Ich hatte das eigentlich auch so verstanden, dass jemand anders für ihn auf deutsch liest, was ich eigentlich schade finde - ich würde lieber ihn selbst auf englisch hören :-( Die Ankündigung heißt auch nur "Ein Abend mit Louis Begley". Bin ja schon gespannt, wie das wird, und ringe im Moment mit mir, ob ich das Buch vorher schon kaufen und lesen werde, oder es mir direkt dort kaufen. Und "Lügen in den Zeiten des Krieges" wird eingepackt und ich lasse es auch signieren.

Katia
wolves - 24.02.2007, 22:05

@Katia: Da beneide ich dich richtig! Ich habe kürzlich im Fernsehen eine Reportage über ihn und sein neues Buch gesehen.

@Siebenstein: So was kenne ich nur zu gut. Unternehmungen in der Woche sind für mich auch immer schwierig unterzubringen. Ich drücke dir die Daumen, dass du es organisieren kannst! :thumright:
Katia - 12.03.2007, 01:03

Ein Abend mit Louis Begley im Literaturhaus München.



(erste Bemerkung, Louis spricht man ohne "s" aus, wie das französische, war mir irgendwie nicht klar).
Das Literaturhaus in München ist ein Ort, der tatsächlich hauptsächlich Lesungen gewidmet ist, ein bis zweimal die Woche lesen dort bekannte Autoren. Schon der Aufgang in den dritten Stock zum Saal macht irgendwie Appetit, denn an der Wand sind eine Menge Namen von Autoren aufgemalt und von vielen hängen die Portraits darüber oder darunter. Ich schätze mal ca. 200-300 Menschen hatten sich zusammengefunden, um Louis Begley zu sehen, in einem schönen Saal mit Glasfront und tollem Blick über die Münchner Innenstadt, was Begley in seiner Begrüßung mit "What a nice sunday and you decided to stay indoors" verleitet hat.
Der "Abend" = die Stunde, begann mit einer kurzen Lesung Begleys aus seinem neuen Roman "Ehrensachen", er las (auf englisch) den Anfang von Kapitel 3, dann übernahm ein angeblich bekannter SChaupieler (André Kaminski) und las ein etwas längeres Stück - leider etwas zu schnell. Schließlich stellte ein Professor der Judaistik von der LMU einige Fragen, die Begley ausführlich beantwortete, einschließlich zweier Fragen aus dem Publikum. Die Diskussion fand auf englisch statt und wurde in ihren wesentlichen Zügen von dem Prof. ins Deutsche übersetzt. Mich persönlich hat das eher gestört, weil so alles doppelt kam.
Begley war äußerst sympathisch, er hat wunderbar liebenswürdige Lachfältchen in den Augenwinkel und antwortete lakonisch, ironisch. Autobiographische Bezüge seiner Romane weißt er eher von sich. Da die Veranstaltung im Rahmen eine Jubliäums einer jüdischen Buchhandlung ist, betrafen fast alle Fragen das Judentum, den Umgang seiner Romanfiguren und seiner Person damit. Interessant fand ich eine Frage aus dem Publikum, wie er seine Arbeit als Rechtsanwalt mit seinem Schriftstellertum vereinbart: bis 2004 hat er vollzeit als Antwalt gearbeitet und nur am Wochenende und in den Ferien geschrieben! Die zweite Frage aus dem Publikum war fast ein bisschen unverschämt, es wurde gefragt, wieso er denn ein Stipendium in Harvard bekommen hat, was er mit "Oh, you know, I was quite a clever guy, when I was young" beantwortet hat, was mit einem herzlichen Lachen und Applaus vom Publikum quittiert wurden - er brachte das so natürlich, selbstironisch, sympathisch rüber und nahm der Frage so die Spitze. (Sie zielte, zumindest hatte ich diesen Eindruck, in die Richtung "Sie haben das Stipendium nur bekommen, weil sie Jude sind")
Die Bemerkungen des Autors über seinen neuen Roman "Ehrensachen" werde ich in die Rezi einarbeiten, wenn ich das Buch gelesen habe, es war wunderbar, dass sich ein Autor etwas über die Schulter hat schauen lassen, wie der Roman entstanden ist.
Das anschließende Signieren lief leider etwas unpersönlich ab, da Begley weiterhin auf dem Podium saß, die Organisatorin neben ihm, die ihm die Bücher zugereicht hat. Aber sein interessierter Blick, als ich meine drei Bücher auf den Tisch geschoben habe, hat mir doch irgendwie gut getan, auch wenn ich natürlich zu feige war ihn etwas zu fragen ...

Katia :D
Pippilotta - 12.03.2007, 07:28

Da hattest Du wohl einen sehr schönen Abend!
Danke für den Bericht, er scheint ein angenehmer Zeitgenosse zu sein!
Krümel - 12.03.2007, 12:43

Das hört sich nach einen sehr interessanten Abend an Katia, ich beneide dich :D
Ich habe letztens Louis Begley bei Druckfrisch sehen können. Auch mit Denis Scheck hat er sich sehr natürlich, etwas ironisch, und auf jedem Fall mit einer guten Portion Humor unterhalten. Herr Scheck musste eingestehen, dass er ein großer Fan von ihm ist, da wollte Begley ihm doch glatt umarmen oder knutschen :D
wolves - 13.03.2007, 19:19

Hallo Katia,

gestern hatte ich Probleme mit dem Internet und konnte nicht antworten, jedesmal habe ich gesagt bekommen "Server nicht gefunden" :evil: Netterweise durfte ich wenigstens die Beiträge lesen, aber ohne reagieren zu können. :-(
Vielen Dank für deinen tollen Bericht! Ich konnte mir die Lesung so richtig vorstellen. Ich bin schon sehr neugierig wie dir das Buch von ihm gefällt. :D
Coco - 24.04.2007, 11:36
Literarische Lesung
Ich war bislang in meinem Leben leider bislang auf wenig Lesungen.
Gestern abend hat mich mein Freund, anlässlich des "Welttag des Buches" zu einer Lesung eingeladen: Jan Seghers - Die Braut im Schnee.

Dazu muss vielleicht noch gesagt werden, dass sich in meiner Stadt die 2. grosse Buchhandlung breit gemacht hat, somit verschwinden leider mehr und mehr der kleinen Buchläden. Die verbliebenen haben sich nun zu einem lockeren Bund zusammengeschlossen und versuchen, mit eben solchen Veranstaltungen auf sich aufmerksam zu machen und ihren Untergang zu verhindern. Ich finde, eine super Sache.

Jan Seghers kannte ich nur dem Namen nach, ich weiß er schreibt unter diesem Pseudonym Krimis. So war ich mal gespannt.

Also erstmal waren kaum Leute da - sehr schade ! Aber unter diesen Menschen kam ich mir mit meinem Freund vor wie ein exotischer Papagei.
Ich habe mich dann gefragt, na, wie soll ich sagen "sieht so eine literarisch interessierte Zielgruppe aus ?" Dann dürfte ich nicht lesen, wäre die Antwort meinerseits.
Wie soll ich das jetzt beschreiben ? Mein Freund sagte spontan: "verhuscht", so nach dem Motto: ich finde mich in der realen Welt nicht zurecht, daher versinke ich lieber in der fiktiven der Bücher ...
Ich weiß, das ist jetzt etwas gemein, aber es war sehr skuril.

Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich des Publikums bei Lesungen ?
Krümel - 24.04.2007, 11:43

Ich verschiebe diesen Beitrag, den gibt es schon :idea:
Katia - 24.04.2007, 11:50
Re: Literarische Lesung
Coco hat folgendes geschrieben:
Welche Erfahrungen habt Ihr bezüglich des Publikums bei Lesungen ?

Also in München bei Begley waren es fast ausschließlich ältere wohlsituiert wirkende Menschen, so halb gealterte Schwabinger Schickeria mit Grünwalder Einschlag :wink: Bei einige schien mir das "sehen und gesehen" werden wichtiger als das literarische Interesse und viele kannte wohl auch kein Buch von ihm. Entsprechend war die "Signierschlange" kurz gegenüber der Zahl der Anwesenden.
Bei Muschg wirkte das Publikum am Autor interessierter, passend zu Augsburg provinzieller, mit ähnlicher Alterstruktur, "Verhuschte" konnte ich nicht bemerken ....

Katia
Coco - 24.04.2007, 12:10

Krümel hat folgendes geschrieben: Ich verschiebe diesen Beitrag, den gibt es schon :idea:

Danke, da habe ich wohl in der falschen Abteilung gesucht :-)
Pippilotta - 20.06.2007, 20:45

am 4. Juli kommt

HAPE KERKELING

nach Linz zu Thalia!
Ich habe für die ganze Familie Karten reservieren lassen und freue mich total! :hurra:
Karthause - 20.06.2007, 20:53

Toll, Pippi. Den Hape würde ich auch gern mal live erleben. Ich wünsche euch viiieeel Spaß! :D
wolves - 21.06.2007, 08:32

Da beneide ich euch richtig darum, Pippi :D Das ist ja suuuper! Ich wünsche euch viel Spaß bei der Lesung und vergeßt die Taschentücher nicht, damit ihr euch die Lachtränen wegwischen könnt :mrgreen:

Unverschämterweise freue ich mich schon auf einen Bericht von dir über die Lesung *ganzliebguck*
Pippilotta - 21.06.2007, 14:35

Vorfreude vergeblich ....

Ich habe eine Antwortmail von Thalia bekommen. Die Lesung ist bereits bis auf den letzten Platz besetzt. :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry: :cry:
wolves - 21.06.2007, 14:36

Och nööö! Das ist schade :-( :-( :-( :-(
Krümel - 21.06.2007, 15:05

Ach wie schade :cry: :cry: :cry:
Katia - 21.06.2007, 15:25

Och wie schade, Pippi! :-(

Katia
alwin03 - 21.06.2007, 15:38

Schade,




... hab das Buch gelesen und hätte mich über Deine Eindrücke der Lesung gefreut !!!
Cassa Dar - 31.07.2007, 20:57

Meine Buchhandlung hat für Ende September ein Highlight angekündigt.

Eine Krimi-Lesenacht in einer unserer sieben Kirchen.
Autoren und Prominente lesen vor. Unter anderem steht als Vorleser schon Sky Du Mont fest.

Obwohl Krimis nicht unbedingt zu meiner Lieblingslektüre gehören, habe ich schon für meinen Mann und mich Plätze reserviert.

Bin schon gespannt wie es wird - nachts in der Kirche mit "Mördern". Die Vorfreude ist am Schönsten.
Krümel - 31.07.2007, 21:30

Wow, das hört sich aber super an :D *neidischausderröhreschau* :P
wolves - 01.08.2007, 08:36

Krümel hat folgendes geschrieben: Wow, das hört sich aber super an :D *neidischausderröhreschau* :P
Hätte hier auch so etwas gerne in meiner neuen Heimatstadt. *auchganzneidischguck*
Sky Du Mont soll ein ganz toller Vorleser sein! Ich wünsch dir und deinem Mann viel Spaß dabei und freu mich schon auf deinem Eindruck dieser Krimi-Lesenacht.
Cassa Dar - 02.08.2007, 22:38

Der Termin steht fest: 29. September.
Ich werde euch dann berichten wie es uns gefallen hat. Oder ob die Mörder uns erwischt haben. :lol:
Karthause - 31.08.2007, 16:25

Mit eineigen von euch hatte ich ja Chat schon mal darüber gesprochen, dass am 09. September Mario Vargas Llosa und am 16. September Isabel Allende in Berlin zu Lesungen sind und ich mich nicht entscheiden kann, zu wem ich gehe. Ich habe nun Krümels weisen Rat befolgt und mir für beide Veranstaltungen Karten gekauft. :hurra:

Ich werde dann berichten.
wolves - 01.09.2007, 11:25

Das war eine sehr weise Entscheidung, liebe Karthause (und ein super guter Tipp von Krümel!). Oh, wie ich dich beneide! Ich bin schon jetzt ganz hippelig was du uns berichten wirst.
Ich freu mich mit dir!!!!!!
Coco - 01.09.2007, 14:15

Für eine Lesung mit "Mario Vargas Llosa" würde ich auch etliche Kilometer fahren.
Hm, mal eine Frage: in welcher Sprache wird diese Lesung stattfinden ?

Ich freue mich sehr für Dich und wünsche Dir jetzt schon sehr viel Vorfreude und Spaß am Geschehen ! :D
Karthause - 01.09.2007, 15:16

Ich mal beide Veranstaltungen sind auf jeden Fall zweisprachig.

Hier mal die Links dazu:

Mario Vargas Llosa

Isabel Allende
wolves - 02.09.2007, 11:24

:shock: Da gibt es ja noch einige ganz tolle Lesungen mit hochkarätigen Autoren z.B. von David Grossman, António Lobo Antunes, Arno Geiger und und und....
Ich bin mir gerade vorgekommen, wie das berühmte Kind im Bonbonladen beim stöbern in dem Link.

Will auch nach Berlin :cry:
Karthause - 02.09.2007, 11:43

Dieses Festival ist wirklich nicht schlecht. Leider kann ich auch nur am Wochenende dorthin.
wolves - 02.09.2007, 11:57

Das glaube ich dir gerne! Aber immerhin kannst du am Wochenende hin, für mich ist Berlin leider zur Zeit viel zu weit weg. Freu mich schon riesig auf deine Eindrücke! :D
Karthause - 09.09.2007, 20:11

Heute war es nun so weit, wir haben Mario Vargas Llosas Lesung beim Berliner Literaturfestival gehört, gesehen und genossen.

Um Punkt 12.00 Uhr kamen nach einer kurzen musikalischen Einstimmung 3 Herren aus die Bühne. Ein weißhaariger, sympathisch erscheinender und elegant gekleideter Herr, das war er, Vargas Llosa, gefolgt vom Moderator Ignacio Olmos und dem deutschen Sprecher Frank Arnold. Letztere kannte ich beide nicht. Kurz wurde der Autor vorgestellt, dann begann die Lesung. In dem knackevollen Saal hätte man die berühmte Stecknadel fallen hören können. Frank Arnold und Mario Vargas Llosa wechselten sich beim Lesen von Passagen aus "Das böse Mädchen" ab, wobei Arnold die deutlich längeren Parts las. Ich kann zwar nicht behaupten Spanisch zu verstehen, aber Mario Vargas Llosa beim Lesen seiner Textstellen zu erleben, hat mir voll und ganz ausgereicht. Er lebte sein Buch. An einer Stelle begann er zu lachen, "das war gut, ich habe das geschrieben??" Es war wirklich unterhaltsam, auch ohne gemeinsame Worte.

"Das böse Mädchen" ist die "Geschichte einer erotischen Obsession, die im Lima der 50er Jahre ihren Lauf nimmt. Paris, London, Tokio und Madrid sind die Stationen, auf denen Ricardo seiner Angebeteten immer aufs Neue begegnet und sie ihm auch immer wieder entschlüpft. Mario Vargas Llosa erzählt von Besessenheit, die zu einer Form der Liebe wird." (Quelle: Programm des Berliner Literaturfestivals)

Nach einer guten Stunde des Vorlesens stellte der Moderator Mario Vargas Llosa noch etwa eine Stunde Fragen und das war das eigentliche Highlight der Veranstaltung. Eine Frage war, ob autobiografische Elemente in seinen neuen Roman einflossen. Klare Antwort: Nein, aber.... Er lebte an den Orten der Handlung zur jeweiligen Zeit der Handlung. Nein autobiografisch sei der Roman nicht, aber kleine Episoden könnten sich so zugetragen haben, seine Träume und seine Fantasien flossen mit ein.

Mario Vargas Llosa ist auch ein sehr politischer Mensch. Er erzählte von seinem unermüdlichen Kampf gegen totalitäre Diktaturen (auch unsere heutigen Demokratien sollte man immer gut im Auge behalten), seiner Präsidentschaftskandidatur in Peru im Jahr 1990 und seinem Leben als Weltbürger und Freidenker.

Mein Mann kam wahrscheinlich eher mir zuliebe mit, sein Abschlusskommentar war: "Für seine Bücher haben wir ja noch Platz."


(Quelle: www.literaturfestival.com)
Pippilotta - 09.09.2007, 20:22

Das klingt nach einem sehr schönen Erlebnis, Karthause! Und ein interessanter Mensch .... sollte mir mal seine Bücher näher ansehen .... :lol:
Karthause - 09.09.2007, 20:28

Es war einfach nur klasse. Diese Lesung hatte ich einfach nur so mitgenommen. Das Bonbon sollte ja nächsten Sonntag Isabel Allende sein. Aber sie wird sich gehörig anstrengen müssen, um mit Herrn Vargas Llosa gleichzuziehen. :love: Ich bin gerade bei Amazon-Marketplace beim Stöben. :oops:
wolves - 10.09.2007, 08:34

Mehr von Llosa zu lesen, habe ich mir schon nach dem Buch "Der Geschichtenerzähler" vorgenommen. Kaum vorstellbar wie lange dieses Buch schon bei mir ungelesen gelegen hatte, aber scheinbar braucht das eine oder andere Buch wirklich seine Zeit wo es dran ist. Und wenn Karthause nicht zur Llosa-Lesung gegangen wäre, wer weiß wie lange es noch gelegen hätte.

Diese Lesung hat sich wirklich sehr interessant angehört. Mal sehen, was sich so finden wird.
Karthause - 10.09.2007, 09:29

Ich werde demnächst "Der Krieg am anderen Ende der Welt" und "Das böse Mädchen" lesen.
wolves - 10.09.2007, 09:53

Ich habe mal "Der Krieg am anderen Ende der Welt" auf meine Wunschliste gesetzt.
Katia - 16.09.2007, 10:13

Och, ich bin so neidisch, ich hätte den Herrn Vargas Llosa ja auch sooo gerne gesehen und alle meine Bücher zum signieren hingeschleppt (immerhin 7 Stück inzwischen).

"Der Krieg am Ende der Welt" war übrigens eine meiner Strandlektüren und ich werde die nächsten Tag natürlich eine Rezi schreiben (war auch eines meine SUB-Wettbewerbücher :-) ). Ein sehr gutes Buch, das ich allerdings nicht unbedingt als Einstieg empfehlen würde, da sehr dick, sehr blutig und sehr ernst und das Vargas Llosa typische augenzwinkernde Erzählen ein bisschen fehlt.

Katia
Karthause - 16.09.2007, 20:10

@Katia
Ich habe vor, sein aktuelles Buch "Das böse Mädchen" und "Der Krieg am Ende der Welt" zu lesen. Letzteres habe ich schon einige Zeit im Regal. Da er ja in unterschiedlichen Facetten schreibt, kann ich damit mein Bild über ihn vielleicht abrunden. Ich lese auch recht gern gut geschriebene Kriegsbücher, die dürfen auch schon realistisch sein.

Die Lesung hätte dir sicher sehr gut gefallen. Aber vielleicht hast du Glück und kannst ihn auch noch mal live erleben.
Pippilotta - 16.09.2007, 20:16

@Karthause: Warst Du heute bei Allende? Wenn ja, wie wars?
Karthause - 16.09.2007, 20:34

Heute war ich nun zur Lesung von Isabel Allende. Schon die Anreise war ein Abenteuer. Wir sind schon um 8.30 Uhr hier in den Zug gestiegen. Aber wegen überraschendem Schienenersatzverkehrs und nur Kurzstrecken fahrender S-Bahnen (2x Umsteigen) waren wir erst 11.30 Uhr vor Ort. :roll:

Auch diese Lesung hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich bin ja mit einigen Vorbehalten bezüglich des Buches hingegangen, die Amazon-Rezensionen waren daran schuld. Isabel Allende ist so ein zierliches kleines Persönchen, Hannelore Hoger, ihr deutsche Stimme bei dieser Lesung, wirkte richtig gewaltig neben ihr. Gelesen wurde aus dem Buch "Inés meines Herzens". Darin beschreibt sie das Leben der Inés de Suárez. Sie war eine der wenigen Frauen, deren Name während der Conquista in Südamerika bekannt wurde. Sie nahm aktiv an der Verteidigung von Santiago de Chile 1541 teil. Isabel Allende erzählte einiges über ihre Recherche, die 4 Jahre lang andauerte.

Vom Ablauf her war es ähnlich wie der vorigen Lesung. Dazu muss ich noch sagen, dass Hannelore Hoger eine begnadete Vorleserin ist. Ich hatte vorher noch nichts von ihr gehört. Im Anschluss an die Lesung wurde auch mit Isabel Allende ein Interview geführt. Ihr Humor hat mir unwahrscheinlich gut gefallen. Sie beantwortete die Fragen fast schüchtern, dann kam wieder eine Pointe und der ganze Saal lachte. In Spanien ist gerade ihr neues Buch erschienen, es schießt an "Paula" an und ist ein Teil (sie sagte der 3 Teil, aber ich weiß momentan nicht, welches der erste Teil sein könnte) ihrer Biografie. Zum Schluss gab es minutenlange standing ovations. Ich hatte ja nach der Vargas Llosa Lesung gesagt, dass sich Isabel Allende sehr bemühen muss, um mich ähnlich zu begeistern. Es ist ihr mühelos gelungen.

"Inés meines Herzens" werde ich sicher lesen, Romanbiografien mag ich sehr gern.
Krümel - 16.09.2007, 21:12

Auch das hört sich wieder nach einem gelungenen Tag an :D

Wie lang fährt man denn normalerweise von euch bis nach Berlin? Ach ne, wäre Berlin doch auch so nah :cry: Als wir im April dort waren, fand just eine Dali Ausstellung statt, und wir konnten nicht hin :roll: , wir hatten ja volles Programm. Überall wo man schaute gab interessante Plakate, eine kulturellere Stadt gibt es bestimmt in ganz Deutschland nicht.
Holger und ich spielten echt mit den Gedanken, auch weil so viele Wohnungen leer standen und preiswert zu vermieten waren, da könnte unser Altersruhesitz auch enden :D
Karthause - 16.09.2007, 21:23

Normalerweise ist man in 1 1/2 Stunden da (mit der Bahn). Wir wollten vorher noch etwas spazieren gehen. In Berlin ist schon einiges los. Auf dieses Festival bin ich auch nur zufällig gestoßen, nun werde ich aber ein Auge drauf haben und schauen, was es in 2008 dort gibt.

Wir nutzen die Möglichkeiten auch viel zu wenig, obwohl wir in den letzten 6 Wochen 3x dort waren und nicht einmal die Möglichkeit zum Shoppen nutzten. Man kann nätürlich auch ganz herrlich Geld dort lassen - nicht nur in den diversen Buchläden. :wink:
Cassa Dar - 30.09.2007, 20:27

So, nun liegt die erste Kriminacht hinter mir.

Gestaltet wurde dieses Event von der Buchhandlung Weiland, der Kirche St. Petri und dem NDR Welle Nord.
18.30 Uhr begann die Kriminacht - Ende 00.40 Uhr. Zwischendurch eine 45- minütige Pause, in der man sehr gut essen und trinken konnte, und selbstverständlich gab es die Bücher der anwesenden Autoren zu erwerben. Wer wollte konnte die Bücher signieren lassen.

Gelesen haben:

Derek Meister - Rungholts Sünde
Asa Larsson - Der schwarze Steg
Ann Granger - Sei getreu bis in den Tod
Wolfram Fleischhauer - Schule der Lügen
Doris Gercke - Schweigen oder Sterben
Sebastian Fitzek - Amokspiel
Sky do Mont - In besten Händen.

Zwischendurch gab es kleine Einlagen. Plötzlich erschien ein SEK-Team,
um eine "Geiselnahme" (Amokspiel) zu beenden. Die Stuntmen liessen sich von der Kirchenkuppel an einem Seil runtersausen.

Jeder Zuhörer erhielt einen Kugelschreiber in Spritzenform mit dem Aufdruck: Jemand wird ums Lesen kommen.

Alles in allem eine äußerst gelungene Kriminacht.
Die Bücher von Derek sind historische Lübeck-Krimis, die ich also unbedingt lesen muß.
Doris Gercke hat mir überhaupt nicht gefallen. Sie konnte nicht vorlesen. Ohne Punkt und Komma, falsche Betonung, der Inhalt total schlecht zu erfassen.
Sebastian Fitzek gefiel mir am besten. Intelligent und sehr sympathisch. Das Buch Amokspiel habe ich mir gleich mitgenommen.
Was das Interview betrifft und das Vorlesen war natürlich Sky du Mont am routiniertesten. Wider Erwarten hat er mir gut gefallen. Er sollte Hörbücher lesen; ein Genuß ihm zuzuhören.
Ann Granger kam mit Übersetzerin. Gelesen wurde auf englisch und deutsch. Die Übersetzerin war allerdings der Meinung, dass die anschließenden Fragen und Antworten nicht ins Deutsche übertragen werden brauchten. Natürlich war der Inhalt zu verstehen, aber es war halt anstrengend zuzuhören.
Das Buch von Asa Larsson - sie las auf schwedisch, hatte aber auch einen Übersetzer dabei - war mir erst sehr suspekt. Eine ganz direkte Ausdrucksweise in der Worte wie "pissen, scheißkalt" usw. mehrfach vorkamen. Aber trotzdem inhaltlich interessant - ich fror schon beim vorlesen.

Sicherlich wird das nicht die letzte Kriminacht in Lübeck gewesen sein.
Pippilotta - 01.10.2007, 06:24

Das klingt nach einem gelungenen Abend, cassa!
Und Fleischhauer war auch da? :clap:
wolves - 01.10.2007, 09:13

Dein Bericht klingt ja spitzenmäßig! Ein wirklich gelungener Abend! Die Stunteinlage hört sich klasse an. :D
Coco - 01.10.2007, 09:27

Ja das klingt wirklich nach einem gelungenen Abend/Nacht !!!

Da muß ich doch gleich mal schauen, ob so etwas nicht auch mal bei mir in der Nähe stattfindet .... :D
Cassa Dar - 02.10.2007, 12:02

@Pippilotta:

Ja, Wolfram Fleichhauer war in echt da. Und er wirkte sehr sympathisch. Bis auf dass er an der spannensten Stelle seinen Buches mit dem Lesen aufhörte und ein gemeinschaftliches "ooh" durch die Reihen ging.
Karthause - 05.11.2007, 20:41

Ein Abend mit Dr. Mark Benecke

Er ist der populärste deutsche Kriminalbiologe. Weltweit war er für Polizeibehörden und auch für das FBI tätig. Vielen Tätern kam Mark Benecke mit Hilfe von Fliegen und Maden auf die Spur.

Nein, dies war keine alltägliche Lesung. Dieser Abend war ein Erlebnis. Im munteren Plauderton berichtete Mark Benecke über seine Tätigkeit als Kriminalbiologe. Er berichtete über Experimente, die unumgänglich sind, seine bisher eindrucksvollsten Fälle, zeigte, dass Maden mehr können als nur eklig zu sein und ganz zum Schluss verriet er uns, wovor er sich ekelt. Seinen offenen Vortrag untermauerte er mit vielen aussagekräftigen Fotos. Mark Benecke versteht es, sein Publikum zu fesseln und freute sich über jede Frage. Die Zeit verging wie im Fluge, viel schneller als erwartet waren die drei Stunden vorbei.

Er entließ uns mit einem Augenzwinkern und den Worten: „Der Tod ist nicht das Ende. Danach kommen noch die Kriminalpolizei und der Kriminalbiologe, auf jeden Fall aber die Maden.“

Ach ja, seine Bücher konnte man auch erwerben. Ich habe mir „Mordmethoden“ gegönnt.

alwin03 - 05.11.2007, 21:23

karthause hat folgendes geschrieben: Ein Abend mit Dr. Mark Benecke




Da hätte ich gern neben Dir gesessen. Das war sicher ein Erlebnis mit bemerkenswerten Erkenntnissen.

Äääh, vor was ekelt sich denn der Dr. :?:
Karthause - 05.11.2007, 21:34

Er findet alles was 8 Beine hat eklig. :roll:

Ja, Alwin, der Abend war ein Erlebnis. Gar nicht zum Übeln oder was man sich sonst so vorstellen könnte. :wink:
Pippilotta - 08.11.2007, 15:58

Ich gehe heute Abend zu Peter Henisch

Mit seinem aktuellen Buch "Eine sehr kleine Frau" war er sogar für den Deutschen Buchpreis 2007 nominiert!

Coco - 08.11.2007, 18:21

Viel Spaß - ich freue mich schon auf Deinen Bericht. :D
Krümel - 08.11.2007, 18:44

Coco hat folgendes geschrieben: Viel Spaß - ich freue mich schon auf Deinen Bericht. :D

Ich mich auch :wink2:
Karthause - 08.11.2007, 18:57

Krümel hat folgendes geschrieben: Coco hat folgendes geschrieben: Viel Spaß - ich freue mich schon auf Deinen Bericht. :D

Ich mich auch :wink2:


Und ich bin auch neugierig. :D
Pippilotta - 08.11.2007, 21:26

so, bin schon wieder hier :-|

Recht aufregend war es nicht. Je berühmter die Leute, umso schlechter die Lesungen :wink:

Beginn der Veranstaltung: 19.10 Uhr
Ende der Veranstaltung: 19.50 Uhr

Anwesend waren ca. 30 Leute (das ist relativ viel wenn ich so an die letzten Lesungen bei uns in der Bib denke).
Herr Henisch las einige Kapiteln aus dem Buch. Man bekam einen sehr guten Eindruck vom Buch und es ist sicher ein sehr gutes Buch. Aber ansonsten war es eher lau. Kaum persönliche Worte, auch keine Stellungahmen o.ä. Eigentlich recht distanziert und unpersönlich.
Naja.

Aber ich konnte widerstehen. Ich habe das Buch NICHT gekauft (obwohl er signiert hätte was natürlich schon verlockend ist.... ). Aber ich werde es gewiss einmal lesen.

Das wars!
Krümel - 08.11.2007, 21:31

Och schade :cry:

War es denn wenigstens umsonst :mrgreen:
Coco - 09.11.2007, 00:42

Ja, das finde ich auch schade !

Es ist ja weniger das Vorlesen aus dem Buch, was eine Lesung zu etwas Besonderem macht. Gerade wenn der Redner der Autor selbst ist, sind es doch die Dinge am Rande, die interessant sind.
Pippilotta - 19.11.2007, 21:01

Nick Hornby war am Wochenende in Wien.

ich war zwar nicht in Wien, aber eine Bekannte war dort und hat meine Ausgabe von "31 songs" für mich signieren lassen:

Guckt mal:

Krümel - 19.11.2007, 22:24

Wow, das musst du dir jetzt in Ehren halten :D
Karthause - 19.11.2007, 22:37

Sammelt ihr signierte Bücher?

Ich habe nur eins erstanden, erdrängelt und erquetscht. Das ist die Bio von Bill Clinton. Die hab ich mir von ihm bei Dussmann in Berlin signieren lassen.
Krümel - 20.11.2007, 00:47

Ich habe bisher nur eins von Ulla Hahn. Nö sammeln tu ich sie nicht.
alwin03 - 20.11.2007, 07:15

Hier die aktuelle Herbstlese in Erfurt

http://www.herbstlese.de/extra/start.html

schaut unter Herbstlese 2007
Pippilotta - 20.11.2007, 07:29

Ich sammle es auch nicht, aber wenn sich was ergibt, so freut es mich.

Ich habe "Schlafes Bruder" signiert, "Die alltägliche Physik des Unglücks", "Die Kastellanin" und jetzt den Hornby.
wolves - 20.11.2007, 11:21

So ein signiertes Buch hat doch irgendwie etwas. Da ich so gut wie nie bei Lesungen bin hab ich außer einem eher unbekannten Autor (Jörn Pfennig) keine signierten Bücher zu hause.
wolves - 20.11.2007, 11:24

alwin03 hat folgendes geschrieben: Hier die aktuelle Herbstlese in Erfurt

http://www.herbstlese.de/extra/start.html

schaut unter Herbstlese 2007

Schaust du dir dort was an? So ein oder zwei Veranstaltungen würden mich interessieren.
alwin03 - 20.11.2007, 12:13

Hab ich gestern durch Zufall bei MDR-Figaro gehört.

Ich hab jetzt nichts geplant und da ich gestern gehört habe, dass die Karten recht vergriffen sind, wird nicht mehr viel bleiben.
Der nächste Herbst kommt bestimmt und dann heißt es zum 12. Mal "Herbstlesung" :wink:
wolves - 20.11.2007, 12:17

Dann heißt es wohl sich rechtzeitig die Karten zu sichern :wink:
Cassa Dar - 21.11.2007, 10:19

Apropos Bücher-Signaturen:

Am gelungensten fand ich ein Signieren eines Betonstückes, das sich während der Lesung aus der Decke löste und direkt bei meiner Tochter im Schoß landete. Jan Weiler machte daraus ein Wortspiel, da die Buchhandlung Weiland heißt.
Außerdem gab es wegen des Vorfalles zwei Freikarten für eine Lesung. :lol:

Die persönlichsten und nettesten Worte hat allerdings Rolf von Ameln in sein Buch "Heiliges Land!" "Tödliches Land?" geschrieben.

Aber Autogramme dierkt sammeln - nein, das tue ich nicht.
Karthause - 21.11.2007, 11:40

Ui, Cassa, ich habe doch unseren Rolf glatt verdrängt. Der tummelt sich ja auch bei mir signiert im Regal. :oops:
alwin03 - 15.03.2008, 07:16

Schade, die Lesung am Mittwoch in Erfurt war vergriffen und keine Karten mehr zu haben,

bei der Lesung am Donnerstag in Leipzig hab ich keinen Partner gefunden und gegen Mittag waren auch alle Karten weg.

Nun werdet ihr fragen von wem und was der Alwin da hätte vorgelesen bekommen?

Jetzt werdet ihr mich sicher steinigen :oops:
Ich finde ihn so blöd, dass er schon wieder gut ist. Dazu ist er ein begnadeter Musiker.

Der Autor selbst hätte das gelesen:




Pippilotta - 15.03.2008, 09:01

alwin03 hat folgendes geschrieben:
Ich finde ihn so blöd, dass er schon wieder gut ist.

ja, ich auch! :lach:

und live wäre er sicher ein Erlebnis!
Karthause - 27.05.2008, 12:29

Am vergangenen Donnerstag, 22. Mai, war ich zu Sigrid Damms Lesung im Frankfurter Kleist-Museum zu „Goethes letzte Reise“. Ich hatte recht hohe Erwartungen an diese Veranstaltung und wurde auch nicht enttäuscht. Sie las sich quer durch besagtes Buch, so dass ich einen guten Überblick davon bekam. Da ich es mir schon gekauft hatte, werde ich es auch lesen, keine Frage. Allerdings wird es nicht mein nächstes Buch von ihr sein, weil ich mich beim Lesen von Sigrid Damms Büchern ein bisschen an die zeitliche Reihenfolge halten möchte.

Sigrid Damm hat eine ganz wunderbare Stimme, am liebsten würde ich ihre Bücher als Hörbuch verschlingen. Sie kam auch äußerst sympathisch rüber und beantwortete alle Fragen sehr geduldig und ausführlich. Unter anderem beschrieb sie auch noch ihre aufwändige Recherche zu „Christiane und Goethe“, von der auch bei ihrem letzten Buch noch profitiert hat.

Zum Schluss gab es wie üblich die Möglichkeit, sich von ihr Bücher signieren zu lassen. Ich hatte natürlich ein Buch von ihr dabei.
Mich hat Sigrid Damm künstlerisch überzeugt und menschlich in ihren Bann gezogen. Es war ein sehr gelungener Abend.

Wirbelwind, ich habe an dich gedacht. Du wärst ebenso begeistert wie ich.
wolves - 27.05.2008, 12:39

@Karthause: Super, dass dir die Lesung gut gefallen hatte! Von Sigrid Damm habe ich noch ein Buch auf meiner Wunschliste. "Tage- und Nächtebücher" das sie zusammen mit ihrem Sohn gemacht hatte.
Nerolaan - 27.05.2008, 12:51

Da werde ich fast neidisch, Karthause!
Aber schön, dass es dir gefallen hat. Ich sollte auch endlich mal was von ihr lesen :-)
Karthause - 27.05.2008, 12:59

"Die Tage- und Nächtebücher aus Lappland" stehen auch auf meinem Wunschzettel. Sigrid Damm muss eine ganz innige Beziehung zu Lappland haben, sie verzieht sich dorthin immer mit ihrem Recherchematerial, um ihre Bücher zu schreiben.

Mein nächstes Buch wird folgendes sein:


Vögel, die verkünden Land. Das Leben des Jakob Michael Reinhold Lenz




Und rein zufällig wohnt dieses Buch auch seit Donnerstag bei mir. :wink:

Ich werde mich heute noch mal hinsetzen und ein Foto einfügen. Die Zeit muss ich mir einfach nehmen.
Karthause - 27.05.2008, 18:57

Hier reiche ich nun noch das Foto nach.


Wirbelwind - 29.05.2008, 09:43

Danke für das Foto - ein kleiner Trost, wenn ich schon nicht dabei sein konnte. :cry: Oh Karthause wie gerne hätte ich an deiner Seite gesessen!
Die beiden Bücher habe ich mir natürlich auch gleich notiert. :-)
Lesungen sind in Mannheim Mangelware, obwohl es wird besser.
Sehr gut gefallen haben mir die Lesungen von Ingrid Noll und Wolfram Fleischhauer. Zu blöd ich kam nicht auf die Idee ein Foto zu machen.
Am 5. Juni findet in der Stadtbücherei eine Walter Landin (Mannheimer Krimiautor) und Hans Reffert (Gitarrist) mit Klangbildern statt.
Ich lese in letzter Zeit relativ wenig Krimis, aber eine vertonte Lesung -klingt interessant, weiß aber nicht ob ich es zeitlich schaffe.

Liebe Grüsse
Wirbelwind

:lesen5: Viola Roggenkamp, Familienleben
Karthause - 29.05.2008, 09:55

@Wirbelwind

Den Fotoapparat hatte ich natürlich auch vergessen. Aber das neue Handy, das mir verordnet wurde hat eine Kamera drin. Die habe ich damit getestet. Mein Problem war nur, wie kriege ich das Foto aus dem Handy in diesen Beitrag.

Am 18.6. gehe ich wieder zu einer Lesung. Wolf Serno kommt. Das ist zwar nicht mein absoluter Lieblingsautor, aber besser als nichts.
Pippilotta - 29.05.2008, 14:57

Ich gehe heute abend zu Erich Hackl. Er wird Euch wahrscheinlich kein großer Begriff sein, vor vielen Jahren hatte er mit "Abschied von Sidonie" einen Achtungserfolg.
Heute wird er aus seinem neuen Buch "Als ob ein Engel" lesen.

Nerolaan - 29.05.2008, 16:33

Da hast du Recht, Pippi! Sagt mir nichts! :mrgreen: wäre aber schön, wenn du berichten könntest, denn es klingt schon interessant :-)
wolves - 30.05.2008, 08:48

Mir sagt nur der Titel und der Autor was. Ich hoffe es war eine interessante Lesung und bin schon ganz neugierig darauf, was du berichten wirst Pippi. :D

*willauchaufeineLesunggehen* Bis jetzt hätte ich nicht mitbekommen, dass es interessante Lesungen hier in der Nähe geben würde. :? Was ich mal mitbekommen habe, dass Heitz (oder wie immer er geschrieben wird) eine Lesung in Homburg gehalten hatte. Allerdings leider überhaupt nicht mein Genre :-(

@Karthause: Da hätte ich auch gerne an deiner Seite gesessen! Ich habe zwar noch nichts von ihr gelesen, aber durch eure Leserunden ist sie mir als Autorin näher gerückt.
Wirbelwind - 30.05.2008, 09:46

@Karthause
Oh was stellst du mit mir an. Von Wolf Serno habe ich den Puppenspieler auf der Wunschliste stehen, also würde ich klarerweise auch auf eine Lesung von ihm gehen. Machst du wieder ein Foto und berichtest?

@Pippilotta
"Abschied von Sidonie" sagt mir zwar was, aber ich habe es nicht gelesen.
Auf deinen Bericht bin ich natürlich auch gespannt!

Liebe Grüsse
Wirbelwind

:lesen5: Viola Roggenkamp, Familienleben
(bis jetzt langweilt mich dieses Buch, kann die hohe Bewertung nicht verstehen, aber vielleicht wird es noch besser)
Pippilotta - 30.05.2008, 20:41

Erich Hackl hat mir recht gut gefallen, wenn er auch nicht gerade ein prädestinierter Vorleser ist :roll: . Seine ohnehin nüchternen, im dokumentarischen Stil abgefassten Zeilen liest er dann genauso nüchtern und langweilig herunter. Zum Hörbuchbesprechen würde ich ihm nicht raten!

Doch zum Glück dauerte die Lesung selber nur 40 Minuten, viel interessanter waren seine Ausführungen (und Antworten auf Fragen aus dem Publikum) danach.

Wie schon in "Abschied von Sidonie" (da geht es um ein Zigeunermädchen während der NS-Zeit, das von einem Tag auf den anderen spurlos verschwindet) geht es auch hier um ein Einzelschicksal. 1977 verschwand die im argentinischen Widerstand tätige 22-jährige Gisela Tenenbaum, Tocher eines vor dem 2. WK emigrierten Wiener jüdischen Ehepaares, spurlos. Sicher ist, dass sie vom Regime "entfernt" wurde, doch ob sie noch lebt oder auch umgebracht wurde, weiß bis heute keiner. Hackl erzählte von seinen Recherchen, von der zurückgebliebenen - immer noch insgeheim hoffenden - Familie, mit der ihm eine tiefe Freundschaft verbindet, vom Entstehen seiner Bücher und von seinem Bedürfnis, solche Widerstandskämpfer und Einzelschicksale an die Öffentlichkeit zu bringen, die eigentlich in jedem seiner Bücher das Hauptthema sind.

Hackl selber ist ein sehr ruhiger, bescheiden wirkender Mensch, der sich nicht selber ins grelle Licht stellt und durchaus auch Kritik an sich selber übt.
Susannah - 03.06.2008, 16:32

...und wieder eine interessante Lesung im Kunsthaus Mürzzuschlag, die ich mir nicht entgehen lassen werde:

Robert Menasse: Don Juan de la Mancha

http://www.kunsthausmuerz.at/detail.php?id=286
wolves - 03.06.2008, 17:43

Oh wie toll! Bitte berichte dann wie es war! :D
Pippilotta - 03.06.2008, 19:45

@Susannah: jetzt muss ich mal schauen, wie weit Mürzzuschlag von mir weg ist .... ihr habt ja da tolle Sachen!

Von Robert Menasse hatte ich lange Zeit ein Bild des "intellektuellen Angebers", irgendwie fand ich ihn überheblich und arrogant. Bis er vor einigen Monaten bei Literatur im Foyer zu Gast war. Da zeigte er eine ganz andere Seite - viel Humor, viel Witz, viel Hirn!
Susannah - 03.06.2008, 21:27

Es war unglaublich! Ich muß zu meiner Schande gestehen, dass ich noch nichts von Robert Menasse gelesen habe, aber diese Lesung wird das sicher ändern. Natürlich habe ich gleich mal zugeschlagen und mir "Selige Zeiten, brüchige Welten" gekauft und signieren lassen.

Robert Menasse ist überhaupt nicht überheblich - zumindest hatte ich absolut nicht den Eindruck. Sein neues Buch muß großartig sein. Es handelt von einem Mann (Nathan), Anfang 50, der zu seinem Entsetzen feststellt, dass er die Lust auf Sex verloren hat und sich aus diesem Grunde einer Therapeutin anvertraut. Lustig und doch nachdenklich. (Ein paar Mal mußte Menasse während des Lesens selbst schmunzeln.)

Ich werde versuchen, die nächste Lesung, die im Kunsthaus stattfindet, ein bisschen früher bekanntzugeben. Vielleicht schaffst du es ja, herzukommen, Pippi (und auch alle anderen Ösis :wink: ). Leider sind die Lesungen immer dienstags, aber von Wien ist man z. B. in einer Stunde hier.
Anonymous - 04.06.2008, 06:21

Ich habe eine Karte geschenkt bekommen für eine Lesung von Wolfgang Herrndorf. Sagt Euch der Name was?
Er wird aus "Diesseits des Van-Allen-Gürtels" lesen.



Gruß,
chip
Pippilotta - 04.06.2008, 07:00

Susannah hat folgendes geschrieben: Ich werde versuchen, die nächste Lesung, die im Kunsthaus stattfindet, ein bisschen früher bekanntzugeben. Vielleicht schaffst du es ja, herzukommen, Pippi (und auch alle anderen Ösis :wink: ). Leider sind die Lesungen immer dienstags, aber von Wien ist man z. B. in einer Stunde hier.

oje, map24 sagt "223 km, 2h52" :cry:
Das ist entschieden zu viel für einen Abend!
Aber bei uns in der Gegend gibt es auch immer gute Angebote, ich bin nur meist zu faul, um hinzugehen, bzw. mich vorher schlau zu machen (ich lese dann immer im Nachhinein in der Zeitung, dass der eine oder andere in Linz war (z.B. diese Woche Martin Walser).

@chip: von Wolfgang Herrndorf hab ich noch nie gehört. :wink:
wolves - 04.06.2008, 09:42

Pippilotta hat folgendes geschrieben:
@chip: von Wolfgang Herrndorf hab ich noch nie gehört. :wink:
Dito. Ich auch noch nicht. Berichte mal wie es war.
Karthause - 04.06.2008, 09:59

wolves hat folgendes geschrieben: Pippilotta hat folgendes geschrieben:
@chip: von Wolfgang Herrndorf hab ich noch nie gehört. :wink:
Dito. Ich auch noch nicht. Berichte mal wie es war.

:dito: Ich kenne ihn auch nicht und bin gespannt, ob es vielleicht eine Entdeckung ist.
Susannah - 04.06.2008, 18:57

Oh ja! Linz ist natürlich weit weg von uns. Schad eigentlich...

Von Wolfgang Herrndorf hab ich auch noch nie gehört. Bin gespannt auf deinen Bericht!
Anonymous - 16.06.2008, 05:13

Nun vergaß ich beinah mein Urteil über diesen Herrn Herrndorf. :oops:

Erstmal fand diese Veranstaltung im Rahmen des Eifeler Literaturfestivals statt, daher wurde alles so formell und feierlich präsentiert, dass es schon ein Wunder war, nicht eingeschlafen zu sein. 4 Damen und Herren haben vorerst noch eine Rede gehalten, dauerte über ne halbe Stunde, alle wiederholten sie das Gleiche. *gähn*

Dann aber ... mit Paukenschlag wurde der Autor reingebeten, gab eine kurze Einleitung zum Besten bevor er dann eine Erzählung und einige Kapitel aus seinem "Plüschgewitter" vorlas.

Die Erzählung war gut. Sie war witzig, über zwei Studenten, die zusammen wohnen und einer den anderen bewundert. Spritzige, teils sarkastische Dialoge. Der Stil erinnert an Tom Liehrs Schreibe. Es war angenehm, ihm zuzuhören. Der Mann neben mir ist fast vom Stuhl gefallen, selbst an Stellen, die so gar nicht komisch waren, hielt er kaum an sich. :roll:
Zum Schluss wurde noch eine Frage gestellt und beantwortet und dann kam die Autogrammstunde, die ich mir aber nicht angetan habe.

Insgesamt knapp 2 unterhaltsame Stunden.

Gruß,
chip
wolves - 16.06.2008, 09:01

chip hat folgendes geschrieben:

Insgesamt knapp 2 unterhaltsame Stunden.

Immerhin! Das hatte sich ja erst so gar nicht gut angelesen :wink:
Karthause - 16.06.2008, 11:16

Eigentlich hatte ich ja Karten für eine Wolf-Serno-Lesung am 18.6. Am Freitag bekamen wir die Info, dass diese ausfällt. Als ich Samstag die Karten zurückgeben wollte, bekam ich als Trostpflaster sein neuestes Buch, auch dem er lesen wollte, geschenkt. Der Verlag hat sie als "Entschädigung bereitgestellt. Das nenne ich doch eine nette Geste.
wolves - 16.06.2008, 12:00

@Karthause: Das nenn ich doch ein nettes kleines Trostpflaster!
Krümel - 28.08.2008, 22:35

Ich war auf einer Lesung! :jep:

Und schön war es es!

Holger hat das Buch auch gleich gekauft, ob ich es lesen werde, weiß ich noch nicht, erinnert mich vom Stil an Regener.

Verfall von Vladimir Zarev

Morgen dazu mehr im Blog :wink:
Krümel - 29.08.2008, 12:34

So die Lesung steht im Blog :D
Krümel - 04.09.2008, 13:22

Am 18. werde ich zu einem Vortrag über Alexander Solschinzyn gehen. In unserer Stadtbücherei gibt es seit diesem Jahr einen Förderkreis, der die entfallen Gelder, die die Stadt nicht mehr gewährt, irgendwie versucht aufzufangen, damit die Bücherei nach wie vor existieren und auch Neuanschaffungen sich leisten kann.
Von der evangelischen Kirche wird dies stark unterstützt (meinereiner auch, da ich auch meine Bücher, die ich nicht mochte zur Bücherei bringe, und sie dort entweder eingereiht werden, oder auf dem Basar verkauft werden). Also eine Schwester hält diesen Vortrag und ich freue mich schon enorm :!:

Das wäre am 18.09. um 19:30 Uhr und kostet 5 €
Also Katia und Nerolaan, wenn ihr Lust habt?
Krümel - 18.09.2008, 22:11

War heute ein richtig guter Abend :D Alexander Solschenizyn ist mir nun kein Fremder mehr, und ich möchte auf jedem Fall die "Krebsstation" von ihm lesen :!: Sie ähnelt dem "Zauberberg" :wink:
Holger möchte Band 1 von Archipel Gulag lesen.

Im November ist das nächste Treffen.
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus diesem Forum
Vonnegut, Kurt - Mann ohne Land - gepostet von Voltaire am Samstag 17.11.2007
Lem, Stanislaw - Sterntagebücher - gepostet von Katia am Montag 12.11.2007
Bronte, Charlotte - Villette - gepostet von Krümel am Montag 04.12.2006
Lesenacht am 12. Mai 2007 - gepostet von Krümel am Mittwoch 09.05.2007
Mok Sun-Ok – My husband the Poet - gepostet von tom am Samstag 30.06.2007
Schlink, Bernhard - Der Vorleser - gepostet von Krümel am Dienstag 14.11.2006
Lamb, Wally "Früh am Morgen beginnt die Nacht" - gepostet von Krümel am Dienstag 01.08.2006
Salter, James - Letzte Nacht - gepostet von Voltaire am Freitag 09.02.2007
Fontane,Theodor - Unterm Birnbaum - gepostet von karthause am Dienstag 26.09.2006
Ähnliche Beiträge
Lesungen - Cassa Dar (Sonntag 30.09.2007)
Lesungen - Thea (Donnerstag 22.03.2007)
Lesungen und sowas - Ulli (Donnerstag 30.11.2006)
Austellungen und Lesungen zu Else Ury - Bienchen (Donnerstag 22.11.2007)
Jane-Austen-Lesungen - Pixie (Dienstag 28.11.2006)