Liebe Chero, dann kônnen wir Beide ja wirklich Erfahrungen austauschen, denn die Situation ist sehr ähnlich.
Ich finde es besonders "kribbelig", dass ich dort noch (vor irgendwelchen solo-Gedanken)lange in Chören gesungen habe und da ja gerade in Chören oft ganz kritisch über Solisten aus den eigenen Reihen "geredet" wird, ist das ein spannendes Thema. Mit drei der Choristen bin ich aber noch eng befreundet(einer ist selbst Solist geworden) und die werden mir schon erzählen, was da nachher getuschelt wird.

Jedenfalls finde ich die Situation in der alten Heimat nciht alltäglich und nicht so vergleichbar mit anderen Konzerten.
Was Familie angeht, habe ich das Riesenglûck, nur sehr positive Unterstützung zu bekommen. Und damit verbunden dann auch wertvolle, weil wohlwollende, offene, auch manchmal harte, aber konstruktive Kritik. :love:
Mich lâcherlich zu machen , weil die Leute mich aus anderem Kontext kennen, fürchte ich eigentlich nicht. Ich finde es eher spielerisch amûsant , in andere Rollen zu schlûpfen, und auch wenn da vielleicht sogar ehemalige Patienten sein sollten, die mich mit Spritze und weissem Kittel kennen, ist das umso schôner, ihnen zu zeigen, dass ich auch noch andere Dinge kann.
Der Saal ist nciht klein aber auch nicht riesig, aber das ist mir persönlich sowieso eher egal. Vom Singen vor tausend Leuten kann ich sowieso nur träumen..... :sad:
Ich singe genauso gerne in Salons und kleinen Räumen, wenn mein Programm darauf abgestimmt wurde. Wenn diese Säale gefüllt sind, fühle ich mich viel wohler und getragener als in einem grossen halbleeren Raum. Ein Konzert-Saal vor mir, mit vielleicht nur 20 Leuten drin, empfinde ich schlimm und sehr bedrückend; und wenn wenig Publikum zu erwarten ist,( z.B.bei unbekannten Sängern, "unpopulären" Programmen, Städten mit Überangebot) dann sehe ich das persönlich als eher schlechte Alternative .
Aber da ich keinen Wagner oder schwerstimmige Verdis singen kann, ist das ohnehin eher ein Thema für grosse Stimmen.
Wir mo-zärt-lichen Cantis,Siljes, Lizzies, usw haben ja in Berlin dafür gesorgt, dass die Mauern noch gehalten haben..... ;-)
Dass grosse Oper und grosse Stimmen besser in grossen Räumen klingen, ist aber selbstverständlich wahr. Wer sich mit seinen Stücken im stimmlichen Ausdruck beengt fühlt, ist in zu kleinen Räumen nicht zu beneiden und hat mein volles Verständnis.
LiebenGruss
