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Verfügbare Informationen zu "Geschichte- Methoden zum Foltern im Mittelalter"

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lucifer - 22.09.2006, 14:20
Geschichte- Methoden zum Foltern im Mittelalter
Heute(22.9.2006) hat uns Herr Lehner über die Foltermethoden des Mittelalters genannt, zumindest ein paar:

Daumenschraube





Käfig





So und jetzt wisst ihr mal, was rädern is:


Rädern
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Rädern ist eine Form der Hinrichtung mittels eines großen Wagenrades, in dessen Speichen der Körper des Verurteilten gebunden oder „geflochten“ und zur Schau gestellt wurde, nachdem man seine Gliedmaßen mittels des Rades zerschmettert hatte.

Diese Hinrichtungsform des Mittelalters und der Frühen Neuzeit folgte, nachdem die Schuld des Angeschuldigten als erwiesen galt. Dem ging häufig eine Prozedur einer peinlichen Befragung voraus. Die Praxis wurde in Bayern erst 1813 vollständig abgeschafft, in Kurhessen war sie noch bis 1836 im Gebrauch. Die letzte bekannte Hinrichtung durch Rädern fand in Preußen 1841 statt. Der Delinquent Rudolf Kühnapfel tötete zuvor den Bischof von Ermland, Andreas Stanislaus von Hatten.


Der erste Teil der Hinrichtung: Das Knochenbrechen
Der letzte Teil der Hinrichtung: Das Aufrichten



Der Delinquent wurde auf ein Schafott gebracht und auf dem Boden festgebunden. Nun zerschmetterte der Scharfrichter mit einem Wagenrad dem Delinquenten die Knochen. Beim Urteil „von oben herab“ wurde gleich zu Beginn der Prozedur der Schädel des Verurteilten zerschmettert, wodurch die Qual relativ rasch beendet wurde. Beim Urteil „von unten herauf“ dagegen, das bei besonders schweren Vergehen verhängt wurde, begann die Hinrichtung mit dem Zerschmettern der Beine. Man ließ das Rad zuerst auf die Unterschenkel fallen und „arbeitete“ sich dann zum Brustkorb und den Armen hinauf. In der Regel wurden auch Schläge auf den Nacken ausgeführt. Dies sind unvorstellbare Qualen, welche oft bereits den Tod des Delinquenten zur Folge hatten. Bei der französischen Form der Räderns wurden die Knochen mit einer Eisenstange (Barre) zerschlagen, das Ergebnis änderte sich dadurch nicht. Überlebte er diese Prozedur des Räderns, wurden seine zertrümmerten Gliedmaßen durch die Speichen des Wagenrades geflochten und das Rad auf dem Richtplatz aufgestellt.

Der Delinquent konnte noch mehrere Stunden leben, bis der eintretende Tod sein Leiden beendete. So etwa erging es Francesco Arcangeli, nachdem ihm der Mord an Johann Joachim Winckelmann nachgewiesen worden war. Der historische Michael Kohlhaas wurde ebenfalls gerädert. Der literarische des Heinrich von Kleist hingegen verlor durch das Beil sein Leben.

Begründet wurde diese besonders grausame und langandauernde Tötungsart als angemessene Vergeltung (sogenannte „analoge Talion“) bei schweren Verbrechen und unter dem Gesichtspunkt der Abschreckung. Der Vollzug der öffentlichen Hinrichtung wurde als ein wesentlicher Teil der Prävention betrachtet.

Etymologisch hängt auch der Ausdruck "radebrech" (jemand spricht radebrech) mit der Foltermethode zusammen und bezieht sich auf die gequälte, undeutliche Aussprache des Delinquenten infolge seiner großen Schmerzen.

Auch das Bauernkriegspanorama von Bad Frankenhausen von Werner Tübke zeigt eine Szene nahe dem Schwarzen Tod, die an diese Hinrichtungsform erinnert. Ein so Gerichteter wird dort aufgerichtet.
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