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Jean-Luc - 27.09.2006, 11:16
Den Kopf in den Sand stecken - niemals... SVH - TVO
Kreuzritter in ihren Schlachten derzeit unterlegen
Zugegeben. Jeder hat sich den Start in Saison erfolgreicher vorgestellt. Geschichte. Es war, soweit man die Sachlage fair einschätzt ebenfalls nicht zu erwarten, dass die Knappen um Trainer Steffen Reis mit einem Sieg aus der Begegnung gegen die HSG Römerwall zurückkehren werden. Jedoch, ein so schmerzliches Ergebnis – mit 15 Toren Unterschied zu verlieren – hätten sicherlich die schärfsten Kritiker nicht erwartet. Zumal, man heute noch nicht abschätzen mag in wieweit die gegnerischen Tore eine entscheidende Rolle für den Klassenerhalt spielen werden.
Fehlt es den Kreuzrittern an der Moral? Wo sind die Tugenden aus alten Tagen? Wo der Anspruch der Mannschaft, mit Anstand – gemessen an dem derzeitigen Leistungsniveau – ein Spiel zu bestreiten um dann mit Stolz und erhobenen Hauptes sich die wohlverdienten Lorbeeren des Publikums abzuholen. Folgt man den Einschätzungen des Trainers, so hat die Mannschaft das Potential in der Regionalliga zu bestehen. Streckenweise, bewertet man jeweils die beiden ersten Halbzeiten der zurückliegenden Spiele, haben es die Geisenhainer, Bergner und Co. verstanden, nicht nur mitzuhalten, sondern ebenfalls eindrucksvoll Akzente zu setzten. Leider muss man jedoch unumstritten festhalten, dass ein Handballspiel nun mal aus zwei Halbzeiten besteht.
Welche Gründe sprechen dafür, dass es derzeit der „Ersten“ nicht gelingt an die Leistungen einer ersten Halbzeitpause anzuknüpfen? Glaubt man, den Gegner bereits nach 30 Minuten in dem sprichwörtlichen „Sack“ zu haben. Gibt es wiedererwarten Defizite in der Kondition einzelner Kader? Fehlt es einzelnen Spielern an der besonderen Besonnenheit und Cleverness welche in schwierigen Spielsituationen das Fünkchen Glück zum Sieg ausmachen?
Fragen, welche sich sicherlich neben dem Trainer- und Betreuergespann eine Vielzahl von Personen stellen. Zumal die derzeitige Situation eine eindeutige Sprache spricht. Platz 15 mit einer negativen zweistelligen Tordifferenz. Von einem respektablen Ergebnis kann da wohl nicht die Rede sein.
Jedoch. Wir wären keine Kreuzritter, wenn wir aus dieser Situation nicht positive Rückschlüsse ziehen würden. Männer – weiter abwärts kann es nicht gehen. Zumal, und da muss man die in den Staub gefallene Lanze wieder aufheben und Euch zureichen. Der derzeitige Tabellenstand spiegelt nicht das Leistungsvermögen wieder welches in Euch steckt. Fatal in dieser Situation aus meiner Sicht die Einschätzung, man sei für die eine Liga zu schwach und für die andere zu stark. Hinter solchen Argumenten sollte man sich nicht verstecken. Sie bilden auch nicht das gefestigte Fundament für eine starke Abwehrreihe aus der dann erfolgreiche torhungrige Spielzüge vorgetragen werden.
Wer weiß, vielleicht kommt der TV Offenbach als nächster Gegner gerade recht. Derzeit Platz 10 in der Liga und mit einem ausgeglichenen Punktekonto. Sie verloren Auswärts ihr erstes Spiel und hatten in der letzten Saison unter anderem mit Problemen vor fremder Kulisse zu kämpfen. Ihr zweites Spiel zu Hause gegen den TV Hochdorf – derzeit Platz 11 – konnten sie mit 31:30 für sich entscheiden.
Nun sollten jedoch die Kreuzritter nicht die Flucht nach vorn antreten. Besinnt Euch auf eure Tugenden. Geschlossen als Mannschaft, wie bereits streckenweise in der Vorbereitung zu sehen war, habt ihr das Potential, die so wichtigen Punkte für den Klassenerhalt zu erzielen.
Und wer weiß, vielleicht überträgt sich das neu gewonnene Selbstvertrauen ebenfalls auf den „achten Mann“. Um auch in schwierigen Spielsituationen geschlossen, euphorisch und als treuer Knappe an der Seite der Kreuzritter zu stehen. Eine verlorene Schlacht bedeutet noch nicht die Niederlage im Krieg. Die Rösser sind gesattelt, auf geht’s! Lasset die Schlacht beginnen …
V.i.S.d.P. hd
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