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Murty - 12.09.2006, 00:35
non-sense thread
So... Wollt mal das Ganze hier einweihen. :o
ThePower - 12.09.2006, 00:39
Halt's Maul 8)
Bo - 12.09.2006, 00:40
Das ist der Geist den soein Forum braucht!
Midiman - 12.09.2006, 00:43
Da bin ich auch dafür.
Hass
ThePower - 12.09.2006, 00:46
:twisted:
Bo - 12.09.2006, 00:47
Darf gern etwas mehr Text sein :P
ThePower - 12.09.2006, 00:51
Kokain (auch Cocain) ist eines der weltweit meistverwendeten illegalen Rauschmittel.
Bei der Substanz handelt es sich um ein Tropanalkaloid, das aus den Blättern des Cocastrauchs (bot. Erythroxylum coca Lam.) gewonnen wird. Der Gehalt an Alkaloiden in der Pflanze beträgt zwischen 0,1 und 1,8 Prozent. Hauptbestandteil ist dabei das (-)-Kokain. Kokain ist der Methylester des linksdrehenden Benzoylecgonins. Daneben sind Cinnamylcocain, Benzoylecgonin, Truxilline sowie Tropacain als Nebenalkaloide enthalten. Die Cocapflanze als Quelle des Kokains wird in Südamerika (Bolivien, Peru und Kolumbien) sowie Java in einer Höhe zwischen 600 und 1.000 m angebaut. Man unterscheidet die Herkunftspflanzen wie folgt :
Bolivianisches bzw. Huanuco-Coca: E. coca var. coca
Amazonas-Coca: E. coca var. ipadu
Kolumbianischer Coca: E. novogratense var. novogratense
Trujillo-Coca: E. novogratense var. truxillense
Gewinnung
Zur Kokaingewinnung werden aus den Blättern des Cocastrauchs die Alkaloiden mit Lösungsmitteln extrahiert und der Auszug verseift (Esterspaltung). Die Ecgonine werden dann mit Benzoylchlorid und Methanol zum Kokain verestert. Auf diese Weise werden auch andere enthaltene Alkaloide in Kokain umgewandelt. Die Ausbeute erhöht sich damit um ein Vielfaches.
Die Extraktion und die Kokainsynthese werden meist vor Ort in ausgehobenen Erdlöchern oder Badewannen durchgeführt. Dies ist auch der Grund für die vielfältigen Verunreinigungen des illegalen Kokains.
Geschichte
Die ersten Cocasträucher kamen 1750 aus Südamerika nach Europa. 1855 gelang erstmals die Isolierung(?) von Cocain durch den deutschen Chemiker Friedrich Gädcke, 1859 erfolgte erstmals die Isolierung des reinen Alkaloids durch Albert Niemann. 1898 erfolgte die Konstitutionsaufklärung und 1902 die Synthese durch Richard Willstätter. Ab 1879 wurde Kokain verwendet, um Morphinabhängigkeit zu behandeln. Um 1884 kam es als lokales Anästhetikum in Deutschland in klinischem Gebrauch, ungefähr zur selben Zeit, als Sigmund Freud über dessen Wirkungen in seinem Werk Über Coca schrieb:
„Die psychische Wirkung des Cocainum mur. in Dosen von 0,05 bis 0,10 Gramm besteht in einer Aufheiterung und anhaltenden Euphorie, die sich von der normalen Euphorie des gesunden Menschen in gar nichts unterscheidet. Es fehlt gänzlich das Alterationsgefühl, das die Aufheiterung durch Alkohol begleitet, es fehlt auch der für die Alkoholwirkung charakteristische Drang zur sofortigen Betätigung. Man fühlt eine Zunahme der Selbstbeherrschung, fühlt sich lebenskräftiger und arbeitsfähiger; aber wenn man arbeitet, vermisst man auch die durch Alkohol, Tee oder Kaffee hervorgerufene edle Excitation und Steigerung der geistigen Kräfte. Man ist eben einfach normal und hat bald Mühe, sich zu glauben, dass man unter irgend welcher Einwirkung steht.“
Die erste Rezeptur des Erfrischungsgetränks Coca-Cola enthielt bis 1906 einen Extrakt aus Cocablättern (und erhielt so seinen Namen), so dass ein Liter Coca Cola rund 250 Milligramm Kokain enthielt. Auch heute enthält Coca-Cola noch - allerdings nichtalkaloide - Inhaltsstoffe der Coca-Blätter. Auch sonst war Kokaingebrauch im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts in Europa weit verbreitet und legal. Die Gefährlichkeit der Substanz wurde nur allmählich erkannt.
Wirkung und medizinische Anwendung
Kokain ist das älteste bekannte Lokalanästhetikum. Wegen seines Abhängigkeitspotentials, den rechtlichen Rahmenbedingungen und der Toxizität wird es so gut wie nicht mehr eingesetzt. Kokain diente aber als Leitsubstanz für viele synthetische Lokalanästhetika wie z. B. Lidocain, Benzocain oder Scandicain.
1884 wurde Kokain zum ersten Mal in der Augenheilkunde eingeführt. Der Einsatz von Kokain für Operationen am Auge ist nach der deutschen Betäubungsmittelverschreibungsverordnung immer noch zugelassen.
Um das Jahr 1885 wurde Kokain gegen Zahnschmerzen benutzt.
Wirkung und Gefahren des Kokainkonsums
Missbräuchliche Anwendung von Kokain als Rauschdroge
Die zentrale Wirkung von Kokain, Freebase und Crack sind Stimmungsaufhellung, Euphorie, ein Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit und Aktivität und Verschwinden von Hunger- und Müdigkeitsgefühlen.
Diese vom Konsument erwünschten Wirkungen treten beim Rauchen von Kokain (Freebase und Crack) schneller und heftiger auf als beim Schnupfen oder Spritzen von Kokain, da das als Freebase oder Crack gerauchte Kokain schneller über die Lunge in die Blutbahn gelangt (und damit in die Wirkzentren im Gehirn) als wenn das Kokain in seiner ursprünglichen Form geschnupft oder intravenös zugeführt wird. Zudem ist Crack und Freebase stärker fettlöslich und wird damit zusätzlich schneller vom Gehirn aufgenommen.
Nebenwirkungen
Bei chronischem Konsum von Crack und Freebase treten folgende körperlichen Nebenwirkungen und Schäden auf. Crack und Freebasing bewirken wie Kokain eine Erhöhung der Atem- bzw. der Pulsfrequenz, gleichzeitig bewirken sie eine Verengung der Blutgefäße und damit eine Erhöhung des Blutdruckes. Dies kann u.a. Herzrhythmusstörungen bis hin zum Herzanfall zur Folge haben. Das Freebasing bzw. der Kokain- und Crack-Konsum erhöhen zudem das Risiko eines Hirnschlages, da durch den erhöhten Blutdruck und die Verengung der Blutgefäße das Platzen einer Arterie im Gehirn wahrscheinlicher wird. Weiter wirkt sich Kokain und aufgekochtes Kokain auf die Bereiche im Gehirn aus, die Hunger, Durst, Furcht, Schlaf und Wachen signalisieren bzw. rückmelden. Durch die Übertönung dieser Rückmeldungen werden in der Regel vor allem bei häufigem Konsum die Körperreserven ausgebeutet, da wichtige Signale wie eben z.B. Müdigkeit nicht wahrgenommen werden und entsprechend danach gehandelt wird.
Chronischer Konsum von Freebase und Crack schädigen Schleimhäute, Lippen, Mundhöhle und Bronchien. Es kann zu Schmerzen mit schwarzem, blutigem Auswurf kommen. Durch den auftretenden Kalziumentzug können die Zähne verfaulen und es können sich walnussgroße Löcher in der Leber und in der Hirnmasse bilden. Bei Schwangeren erhöht sich aufgrund des höheren Blutdruckes und der Verengung der Gefäße die Gefahr der frühzeitigen Ablösung der Plazenta vom Uterus und damit die einer Früh- bzw. Fehlgeburt. Durch die eingeschränkte Durchblutung infolge der Gefäßverengung kann der Fötus zudem Sauerstoffmangel erleiden.
Neben diesen körperlichen Nebenwirkungen chronischen Konsums, die beim Freebasing bzw. beim Crack stärker und schneller auftreten als z.B. beim Schnupfen von Kokain, sind eine Reihe von psychischen Nebenwirkungen zu beobachten. Hier sind vor allem optische wie akustische Halluzinationen (Würmer/Käfer unter der Haut, Verfolgerschritte etc.), schwerste Verfolgungsängste, zeitliche und örtliche Desorientierung, gesteigerte Nervosität und Aggressivität und vor allem nach dem Ausklingen der Wirkung der Substanzen depressionsartige Zustände (Crash).
Die Gefahr bei Freebase wie auch bei Crack liegt einerseits im hohen Reinheitsgrad (beim Freebase) wie auch bei der schnell eintretenden (nach 5-10 Sekunden) und heftigen Wirkung beider Substanzen (Kick-Wirkung). Im Vergleich tritt beim intravenösen Konsum von Kokain die Wirkung nach ca. 10 Sekunden bis 2 Minuten ein, beim Schnupfen nach ca. 1 bis 3 Minuten. Da die Wirkung von Freebase und Crack, so schnell und heftig sie eintritt, schnell auch wieder nachlässt und in der Folge äußere Reize vor allem paranoid und belastend erlebt werden und später ein depressives Erleben in den Vordergrund tritt (nach ca. 2 bis 3 Minuten, bei Kokain intravenös 5 bis 20 Minuten, Kokain geschnupft 25 bis 60 Minuten), wird der Konsum häufig wiederholt (um die negativen Wirkungen des Ausklingens zu vermeiden), teilweise über Stunden bzw. Tage hinweg.
Im Gegensatz zu Heroin führt Kokainkonsum in allen beschriebenen Formen zu großen körperlichen Schädigungen. Körperlich entsteht nur eine geringe Abhängigkeit, das psychische Abhängigkeitspotential ist hingegen extrem groß.
Die eigentliche Gefahr beim Crack-Konsum bzw. Freebasing liegt in der Überdosierung. Die Dosierung ist ungleich schwieriger zu kontrollieren als beim Schnupfen oder Spritzen von Kokain in seiner ursprünglichen Form. Beim Schnupfen von Kokain beträgt die lebensbedrohliche Dosis 1,2 bis 1,4 Gramm, beim Spritzen von Kokain zwischen 0,75 und 0,8 Gramm. Beim Freebase bzw. beim Crack ist die lebensbedrohliche Dosis variabel und unberechenbar, die Gefahr der Überdosierung ist wegen der schnellen Aufnahme des hochkonzentrierten und in der Regel reinen Stoffes besonders hoch.
Von einer Überdosierung kann dann gesprochen werden, wenn der Drogenkonsument keine positive Wirkung mehr spürt, erste sichtbare Hinweise sind erweiterte Pupillen, leichte Krämpfe, Koordinationsstörungen, massiv erhöhte Körpertemperatur und Händezittern. Weitere Hinweise sind erhöhte Ängstlichkeit, Angetriebensein, Paranoia, Aggressivität, Halluzinationen, Übelkeit, Erbrechen, Herzrhythmusstörungen.
Als erster Schritt in einem Kokain-Notfall ist es wichtig, eine vertrauensvolle Atmosphäre zu schaffen, um herauszufinden, auf welche Weise welche Substanz eingenommen wurde. Atmung, Puls und wenn möglich Blutdruck lassen sich in der beruhigten Situation dann kontrollieren. Sehr unruhige Drogenkonsumenten oder solche mit sehr starken Angstsymptomen können mit Valium behandelt werden, bei Atmungsproblemen muss der Drogenkonsument wenn möglich mit Sauerstoff beatmet werden. Siehe auch: Absatz Behandlung
Pharmakologie
Kokain ist ein Wiederaufnahmehemmer (Reuptake-Inhibitor) an Dopamin-, Noradrenalin- und Serotonin-Neuronen. Es verhindert den Transport und somit die Wiederaufnahme dieser Neurotransmitter in die präsynaptische Zelle, was eine Erhöhung der Transmitterkonzentration im synaptischen Spalt und damit ein erhöhtes Signalaufkommen am Rezeptor zur Folge hat und unter anderem zu einer Erhöhung des Sympathikotonus führt. Bei höherer Dosierung können Symptome wie Nervosität, Angstzustände und paranoide Stimmungen auftreten. Die Dauer des Rausches ist von der Konsumform und der psychischen Konstitution sowie der eingenommenen Menge und Dauer abhängig.
Der Nachweis des Konsums könnte unter günstigen Umständen (insbesondere bzgl. der Haarlänge) noch Wochen später über entsprechende Untersuchung der Haare erfolgen. Da hierbei in dem Inneren der Haare gewisse Abbauprodukte des Kokains quantifiziert werden, erscheint eine Beeinflussung des Messergebnisses durch vorherige Präparation der Haare (etwa: Dauerwellen-Mittel) in beide Richtungen als möglich, so dass gegebenenfalls sogar fälschlich der Missbrauch festgestellt werden könnte.
Formen
Kokainhydrochlorid
Kokain-HydrochloridKokainhydrochlorid, also die kristalline Salzform von Kokain, ist die gebräuchlichste Form von Kokain auf dem deutschen Schwarzmarkt und außerdem das, was man gemeinhin unter Kokain versteht. Kokainhydrochlorid ist gut wasserlöslich und daher zum Schnupfen, Essen oder zur Injektion geeignet. Zum Rauchen eignet es sich schlecht, da es sich erst bei hohen Temperaturen (195°C) verflüchtigt und dann zu einem großen Teil verbrennt. Deshalb wird für diesen Zweck meist Kokainbase oder „Crack“ hergestellt.
Kokainsulfat ("Kokainpaste")
Kokainsulfat ist eigentlich ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokainhydrochlorid. Es entsteht bei der Verarbeitung der geernteten Blätter des Cocastrauches unter Zugabe von Wasser und Schwefelsäure.
In Südamerika wird Kokainsulfat allerdings auch häufig vermischt mit Tabak geraucht, da es im Vergleich zu den anderen Kokainformen sehr viel billiger ist. Geläufige Bezeichnungen dort sind "pasta", "basuco", "basa", "pitillo", "paco", "paste".
Kokainbase ("Freebase")
Kokainbase ist die Basenform von Kokain im Gegensatz zu Kokainhydrochlorid. Während letzteres sehr gut wasserlöslich ist, ist Kokainbase unlöslich in Wasser und somit nicht zum Schnupfen, Essen oder zur Injektion geeignet. Kokainbase ist einerseits ebenfalls ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Kokainhydrochlorid, andererseits ist es auch üblich auf dem Schwarzmarkt erworbenes Kokainhydrochlorid wieder zur Base umzuwandeln, da Kokain in Basenform sehr viel effektiver geraucht werden kann als Kokainhydrochlorid.[3]
Crack
CrackDurch Aufkochen von Kokainhydrochlorid mit Natriumhydrogencarbonat entsteht ein Gemisch aus Kochsalz (NaCl) und Kokain-Hydrogencarbonat, welches "Crack" genannt wird. Crack sind Körner („Rocks“), welche bei 96°C mit knackendem („to crack“) bzw. knisterndem („to crackle“) Geräusch als freie Base verdampfen. Diese Form von rauchbarem Kokain hat sich im Gegensatz zur Kokainbase durchgesetzt, da sie wesentlich einfacher, ungefährlicher und mit leichter verfügbaren Mitteln herzustellen ist. So ist reines Natriumhydrogencarbonat in Deutschland beispielsweise als Natron frei erhältlich. In vielen Quellen wird Backpulver angegeben, dies gilt zwar z. B. für die USA, in Deutschland gebräuchliches Backpulver ist jedoch kein reines Natriumhydrogencarbonat und daher ungeeignet.
siehe auch: Crack sowie Crack und Freebase (Drugscouts)
Schwarzes Kokain
Während die o.g. Formen alle zum Konsum geeignet sind und/oder bei der Herstellung von Kokain entstehen, ist das sogenannte „schwarze Kokain“ („Coca Negra“) eine spezielle Form, die in jüngerer Zeit zum Schmuggeln verwendet wurde. Dabei wird Kokain z.B. mit Kobalt- und Eisenchlorid vermischt. In dieser (nicht konsumierbaren) Form wird Kokain nicht mehr von den üblichen Tests erkannt. Im Zielland wird das Kokain dann wieder herausextrahiert. Das vermutlich erste Mal wurde Kokain in dieser Form bei einer Beschlagnahmung 1998 in Deutschland entdeckt, woraufhin auch eine größere Menge von schwarzem Kokain am Flughafen von Bogotá gefunden wurde, welches bereits zum Transport nach Afrika vorbereitet war.
Reinheitsgehalte
Heute auf dem Schwarzmarkt verfügbares Kokain ist selten rein, sondern mit verschiedenen Substanzen gestreckt. So liegen die Durchschnittsgehalte bei Kokainhydrochlorid im Kilobereich um die 85% (Anteil an Kokainhydrochlorid), bei Mengen zwischen einem Gramm und einem Kilogramm um die 60% und bei Mengen, die kleiner als ein Gramm sind, um die 35%. Der mittlere Reinhaltsgehalt von Proben, die Kokainbase enthalten, liegt bei knapp 75% (Anteil an Kokainbase). Bemerkenswert hierbei ist, dass in Deutschland der Reinheitsgehalt im Kilobereich bei Kokainhydrochlorid innerhalb der letzten 10 Jahren praktisch stabil geblieben ist, jener der Mengen im Bereich zwischen einem Gramm und einem Kilogramm um etwa 10% abgenommen hat und jener bei den kleinen Mengen von weniger als einem Gramm um etwa 20% abgenommen hat.[4]
Reines Kokain (mit mehr als 90% Wirkstoffgehalt) ist zwar auf dem Schwarzmarkt auch in kleinen Mengen verfügbar, jedoch sehr selten. Wie beim Heroinkonsum besteht somit die Gefahr, dass der Konsument sich an einen Stoff mit niedrigem Reinheitsgehalt gewöhnt hat und - ohne es zu wissen - plötzlich deutlich potentere Drogen mit einem hohen Wirkstoffgehalt konsumiert. Somit geht der Konsument das Risiko ein, durch eine Überdosis einen schweren gesundheitlichen Schaden zu erleiden oder im Extremfall sogar zu sterben, wenn auch bei Kokain dieses Risiko weit weniger stark ausgeprägt ist als bei Heroin.
Als Streckmittel wird hauptsächlich Milchzucker ("Edelweiß") verwendet. 51% aller Kokainproben 2004 enthielten Milchzucker (Lactose). Des Weiteren werden als Streckmittel verwendet: Mannit (18%), Inosit (6%), Glucose (4%), Saccharose = Zucker (4%), Fruktose (ca. 1%) und Stärke (ca. 1%).[4]
Durchaus verbreitet ist der Zusatz von weiteren pharmakologisch wirksamen Substanzen, welche gezielt bestimmte spezifische Wirkungen des Kokains "imitieren", um die subjektiv wahrnehmbare Qualität des gestreckten Kokains wieder besser erscheinen zu lassen. So wird beispielsweise häufig dem Kokain das in jeder Apotheke in Deutschland rezeptfrei erhältliche Lokalanästhetikum Lidocain beigemengt. Laut Bundeslagebild Rauschgift 2004 konnte in 28% aller Fälle Lidocain nachgewiesen werden. Als weitere häufige Zusatzstoffe mit pharmakologischer Wirkung sind zu nennen: Phenacetin (36%), Koffein (7%), Procain (2%), Benzocain (1,4%) und Paracetamol (1,4%). Seltene Zusatzstoffe (unter 1%) sind Diltiazem, Tetramisol, Amphetamin, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure, Ascorbinsäure, Ephedrin, Hydroxyzin, MDMA, Methamphetamin, Pholedrin, Tetracain, Articain, Diacetylmorphin, Ketamin und Phenmetrazin.[4]
Mischkonsum mit anderen Drogen
Kokain vermindert die subjektiv wahrgenommene Wirkung von anderen Drogen wie beispielsweise Alkohol. Ein Kokainkonsument läuft somit leichter Gefahr, eine Alkoholvergiftung zu bekommen als jemand, der Alkohol ohne Beikonsum anderer Drogen trinkt.
Der kombinierte Konsum von Kokain und Alkohol führt mittels einer Umesterung in der Leber zur Bildung der Substanz Cocaethylen im Körper. Cocaethylen ist der Ethylester von Benzoylekgonin (während Kokain der entsprechende Methylester ist) und hemmt die Wiederaufnahme von Dopamin in gleicher Weise wie Kokain bei längerer Wirkdauer. Es kommt zu einer deutlichen Verstärkung der Wirkung des Kokains auf die vitalen Funktionen, zu einer Steigerung des Aktivitätsdrangs und zu einer Minderung des Alkoholrausches. Dabei sprechen einige Studien dafür, dass Cocaethylen insbesondere für das Herz schädlicher ist als beide Substanzen (Alkohol und Kokain) für sich.
Wird nach dem Konsum von Cannabis Kokain geschnupft, wird ein höherer Blutspiegel von Kokain erzielt als nach dem Schnupfen von Kokain in nüchternem Zustand. Dies führt zu länger anhaltenden Phasen euphorischer Gefühlsempfindungen die zudem etwas intensiver wahrgenommen werden als nach dem Monokonsum von Kokain. Zu beachten ist jedoch, dass der Mischkonsum von Cannabis und Kokain auch zu einer stärkeren Erhöhung der Herzfrequenz und des Blutdrucks führt als der Monokonsum dieser Substanzen. Besonders in Situationen von Anspannung und Streß tritt dieser additive Effekt verstärkt auf.
Mortalität
Das Risiko für Kokainkonsumenten, an einer Überdosis Kokain zu sterben, ist etwa 20 mal geringer als für Heroinkonsumenten, an einer Überdosis Heroin zu sterben.Quelle? Weniger als 2% aller sogenannten "Drogentoten" in Deutschland sterben an einer Überdosis Kokain. Das Risiko, auf Grund einer Mischintoxikation unter Beteiligung von Kokain zu sterben, ist wesentlich größer. Etwa 6% aller "Drogentoten" in Deutschland sterben auf Grund einer solchen Mischintoxikation. Von besonderer Bedeutung ist hier einerseits die Mischintoxikation mit Heroin und Kokain und andererseits die von Lidocain respektive Tetracain und Kokain. Besonders die Verunreinigung von Kokain mit Lidocain stellt ein lebensbedrohliches Problem dar, wie eine Studie aus dem Jahr 1999 dreier rechtsmedizinischer Institute in Berlin zur toxikologischen Bewertung der Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain bei Drogentodesfällen feststellt.[5] Häufig werden dem Kokain jene in Apotheken freiverkäuflichen und im Vergleich zu Kokain sehr billigen Lokalanästhetika Lidocain und Tetracain zugesetzt. Hierdurch erhöht sich die Gewinnspanne der am Handel beteiligten Akteure. Sowohl das Landeskriminalamt Berlin als auch das Bundesministerium für Gesundheit warnen daher die Apotheker eindringlich vor einer unkritischen Abgabe von Lidocain. Einer der Hauptgründe für den Lidocainverschnitt liegt in der lokalanästhetischen Wirkung dieses Stoffes, durch den beispielsweise beim Zungentest Kokain leicht vorgetäuscht werden kann. Besonders problematisch ist Lidocain- oder Tetracainverschnitt, wenn Kokain weder geschnupft noch geraucht, sondern intravenös injiziert wird. In Berlin waren gehäuft Todesfälle zu verzeichnen, bei denen sehr hohe Blutkonzentrationen von Lidocain oder Tetracainmetaboliten ursächlich beziehungsweise maßgeblich als Todesursache festgestellt wurden. Letztendlich führte die Lähmung des zentralen Nervensystems oder die Blockade des Erregungsbildungssystems des Herzens zum Tode. Im Zeitraum zwischen 1994 und Juli 1998 waren insgesamt 46 Fälle im Zusammenhang mit Lidocain und 13 weitere Todesfälle durch Tetracain zu beklagen.
Personen mit unentdeckten, an sich harmlosen Herzfehlern können bereits nach einmaligem Kokainkonsum sterben.
Suchtpotenzial, sonstige Gefahren und Verbreitung
Nach dem Kokainrausch tritt bei einigen Konsumenten eine starke Depression auf. Dieser Zustand lässt diese Konsumenten nicht selten schnell wieder zur Droge greifen, um der "Kokaindepression" zu entkommen. Dieser Mechanismus ist gefährlich, da er schnell zu einer Abhängigkeit führen kann. Das extreme Hochgefühl, sowie das schnelle Abklingen der Wirkung steigert das Suchtpotential der Droge erheblich.
Der regelmäßige Gebrauch von Kokain kann schnell zu einer psychischen, nicht aber körperlichen Abhängigkeit (Sucht) führen. Ein Spezifikum hierbei (noch stärker ausgeprägt beim Rauchen der Kokainbase Crack) ist die "episodische Gier": Auch bei unerfahrenen Konsumenten kann, wenn die Drogenwirkung abklingt, ein starkes Verlangen eintreten, mehr zu konsumieren. Im Extremfall kann diese Konsumdynamik sog. „Binges“ (engl.; Episoden mit in kurzen Abständen erfolgendem Konsum) zur Folge haben, die viele Stunden oder gar mehrere Tage andauern. Eine Besonderheit bei langfristigem Kokainmissbrauch ist das Auftreten des sogenannten Dermatozoenwahns, der Überzeugung, dass sich Insekten unter der eigenen Haut bewegen. Außerdem wird die Kokainabhängigkeit häufig mit einem Verfall des Gewissens des Konsumenten in Verbindung gebracht - dies vor dem Hintergrund, dass die selbstbewusstseinssteigernde Wirkung im Zusammenspiel mit der Konsumdynamik das soziale Bewusstsein verblassen lässt (weshalb Kokain zuweilen als „Egodroge“ bezeichnet wird).
Verbreitung in unterschiedlichen Milieus/ Szenen
Zwischen Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre hat Kokain sich auch verstärkt unter Heroinsüchtigen verbreitet, wo es vor allem intravenös konsumiert wird. Zumeist wird dies mit der Verbreitung von Methadonprogrammen in Zusammenhang gebracht, da bei Methadon der "Kick" fehlt, welchen sich dann viele mit Hilfe von Kokain holen. Der Beikonsum von Kokain stellt für die Drogenhilfe ein großes Problem dar, da die Methadonsubstituierten weiterhin auf die Szene gehen, um sich die Droge zu besorgen, wodurch die für eine erfolgreiche Therapie unerlässliche Ablösung vom alten Umfeld stark erschwert wird. In einigen Städten, insbesondere in Frankfurt am Main und Hamburg, sind seit Ende der 1990er Jahre viele "Junkies" von Heroin- auf Crackkonsum umgestiegen.
Eine in den frühen Siebziger Jahren anbrechende "Kokain-Epidemie" wollen Forscher in einigen europäischen Metropolen (z. B. Rotterdam) beobachtet haben. Deutsche Großstädte wie z. B. München zogen später nach. Bereits in den Achtziger Jahren wurde festgestellt, dass Kokain keineswegs eine nur im "Glamour-Milieu" (Unterhaltungsbranche u. a.) verbreitete Droge ist. In Rotterdam fand sich auch ein erheblicher Anteil von Konsumenten aus der Arbeiter- und Arbeitslosenschicht, während z. B. in München vergleichsweise viele Nutzer aus dem Angestelltenmilieu kamen (Erhebung von 1986/87).
Kokain ist eine der beliebtesten "Szenedrogen" der Welt. Vermutlich ist sie insgesamt nach Cannabis die illegale Droge mit der höchsten "Lebenszeitprävalenz" (diese bemisst sich nach der Menge der Personen, die die Droge mindestens einmal genommen haben). Dementsprechend gibt es relativ viele, die Kokain gelegentlich konsumieren. Die Grenzen zum regelmäßigen Konsum und dann zur Abhängigkeit sind dabei fließend, und gerade im Zusammenhang mit den spezifischen Wirkungen, die bei vielen die Integration der Droge in ein geregeltes Leben ermöglichen, werden vielen der "Kokainisten" die negativen Auswirkungen des Konsums zunächst nicht bewusst – ganz zu schweigen von den möglichen körperlichen Schäden, die auch im Vergleich zu anderen Drogen bei regelmäßigem Konsum schwerwiegend sein können.
Szenenamen
Gebräuchliche Szenenamen im deutschsprachigen Raum: Schnee, Weißes Gold, Koks, Coca, Coke, Cola, Charlie.
Gebräuchliche Szenenamen in den USA: Coke, Blow, lello (kubanisch/spanisch; gesprochen: "Yay Yo"), Nose Candy, Snow, Dust, (Colombian Marching) Powder.
Preis
Der Schwarzmarktpreis für ein Gramm (i. d. R. gestrecktes) Kokain im Einzelverkauf liegt in Europa etwa zwischen 40 und 90 Euro. In Hamburg und Frankfurt beträgt der Preis durchschnittlich 60 Euro pro Gramm.
Der Schwarzmarktpreis für ein Kilogramm (i. d. R. reines, d.h. 80-90%iges) Kokain im Großhandelsverkauf liegt in Europa etwa zwischen 17.000 und 78.000 Euro pro Kilogramm.[6]
Durchschnittspreise im Großhandelsverkauf nach Ländern[6]:
Niederlande, Polen, Portugal, Belgien, Irland, Rumänien, Slowakei, Litauen = ca. 20.000 €/kg
Deutschland, Spanien, Ungarn, Bulgarien, Kroatien, Mazedonien, Moldawien = ca. 25.000 €/kg
Großbritannien, Frankreich, Schweiz, Schweden, Dänemark, Serbien = ca. 30.000 €/kg
Italien, Norwegen, Österreich, Finnland, Tschechien, Griechenland, Albanien = ca. 37.000 €/kg
Russland, Ukraine, Slowenien, Estland = ca. 42.000 - 78.000 €/kg
Besondere Problematik der Illegalität Kokains
Gefahren durch (unbekannte) Streckmittel
Das Problem illegaler Drogen ist generell, dass sie meist nur gestreckt auf dem Schwarzmarkt angeboten werden. Näheres hierzu ist im einleitenden Abschnitt nachzulesen.
Daher besteht die Gefahr, dass ein unbekanntes Streckmittel enthalten ist, welches unter Umständen gesundheitsschädlich oder sogar tödlich sein kann. Auch allergische Reaktionen bis hin zum Allergieschock gegen die Beimischungen sind bekannt.
Insbesondere mit Lidocain und oder Tetracain versetztes Kokain ist problematisch, wenn das Gemisch intravenös injiziert wird. Es kann zur Lähmung des zentralen Nervensystems und zur Blockade des Herz-Reizleitungssystems führen und deshalb tödlich sein. Seit 1995 waren in Deutschland bisher 46 Fälle im Zusammenhang mit Lidocain und 13 weitere Todesfälle durch Tetracain zu beklagen.[7]
Gefahren durch unbekannte Reinheit
Des Weiteren kann es zu einer versehentlichen Überdosierung mit schweren gesundheitlichen oder tödlichen Folgen kommen, wenn das Kokain einen höheren Reinheitsgehalt hat als vom Konsumenten erwartet und/oder gewohnt.
Cocaismus
Das Kauen der Cocablätter zusammen mit Kalksteinmehl wird als Cocaismus bezeichnet. Dabei treten selten Suchterscheinungen auf, da das Kokain durch den Kalk zum nicht suchterregenden Ecgonin umgesetzt wird. Das Kauen von Cocablättern ist bei den Indianern in den Andengebieten bis heute üblich. Es unterdrückt das Empfinden von Höhenkrankheit oder Hunger. Der Cocaismus greift durch den Kalkzusatz bei regelmäßigem Konsum die Zähne an.
Cocainismus
Als Cocainismus wird der Gebrauch von Kokain durch direkte Aufnahme in den Körper bezeichnet. Meistens wird Kokain durch die Nase aufgenommen (Schnupfen; dieser Vorgang wird im Szenejargon unter anderem „Ziehen“ genannt), aber auch die orale, inhalative (Rauchen) oder intravenöse Aufnahme ist möglich. Der intravenöse Konsum ist definiert durch ein Hochgefühl, das als „ultimative Emotion“ beschrieben wird. Dadurch ist das Suchtpotenzial um einiges höher als bei den anderen Konsumformen. Auch auf Grund der tiefen Depression nach der Euphorie ist das Verlangen nach dem nächsten „Schuss“ enorm. Die Gefahren, die der intravenöse Konsum mit sich bringt, wie Infektionskrankheiten oder Überdosierung, werden nicht mehr wahrgenommen. Der intravenöse Kokainkonsum ist häufig begleitet von körperlicher und sozialer Verwahrlosung. Eine durchschnittliche Dosis von 20 bis 50 Milligramm führt circa 20 Minuten (durch Schnupfen in kürzester Zeit, beim Spritzen unmittelbar und um ein Vielfaches intensiver) nach der Einnahme zu einem gesteigertem Rededrang, größerer allgemeiner Leistungsfähigkeit, erhöhtem Selbstwertgefühl, Euphorie, Bewegungsdrang, verbesserter Konzentration und Wachheit sowie einer Absenkung der sexuellen und sozialen Hemmungen.
Rechtsstatus
Kokain ist in Deutschland ein in Anlage 2 des BtmG gelistetes Betäubungsmittel.[8] Cocablätter sind nicht verkehrsfähig. Für den Praxisbedarf darf der Arzt Kokain bei Eingriffen am Auge als Lösung bis zu einem Gehalt von 20% oder als Salbe bis zu einem Gehalt von 2% verschreiben. Von diesem Zweck abgesehen, ist der Besitz von Kokain, z.B. in kristalliner Form, strafbar.
Ambulante psychiatrische/psychotherapeutische Behandlung von Kokainabhängigkeit
Seit den 90er Jahren ist, einhergehend mit einem drastischen Preisverfall des Kokains, in europäischen Großstädten ein Anstieg des Kokain-Konsums durch alle Schichten und Altersgruppen festzustellen. Die vorhandenen Suchthilfesysteme im europäischen Raum waren und sind teilweise nur unzureichend auf diese Entwicklung und auf diese Situation eingestellt. Die meisten ambulanten und stationären Angebote sind auf die Behandlung von Opiatabhängigen angepasst.
Rein kokainabhängige Menschen bilden im Vergleich zu opiatabhängigen eine Zielgruppe mit anderen Bedürfnissen. Sie sind in der Regel in deutliche anderen sozioökonomischen Situationen (sozial integriert und finanziell gesicherter) als Opiatabhängige. Aus Ermangelung geeigneter Praxismodelle bzw. Behandlungskonzepte und unter den zunehmenden Zahl an Zuweisungen aufgrund einer Störung durch Kokainkonsum entwickelte in der Schweiz die Drogenberatungsstelle Winterthur (BSD) unter der gemeinsamen Trägerschaft von Stadt Winterthur und Integrierter Psychiatrie Winterthur ein Konzept der ambulanten Behandlung rein kokainabhängiger Menschen und führt seit 2001 die Spezialsprechstunde für rein kokainabhängige Menschen.
Kernelemente der Behandlung in der Sprechstunde für kokainabhängige Menschen
Identifizierung der individuellen Hochrisikosituationen (Auslöser für Craving)
Erarbeitung von entsprechenden Coping-Strategien
Aktivierung von alltäglichen Hilfesystemen
Reduktion der Konsumwahrscheinlichkeit
Erhöhung des Selbstwirksamkeitsgefühls
Konsumentengruppen
Partygänger, Menschen in Stressberufen häufig reiner Kokainkonsum, wobei meist Alkohol eine Triggerfunktion hat beruflich und sozial meist gut bis sehr gut integriert
Jugendliche Neugier- und Risikokonsum
Mischkonsumenten Kokain- und Opiatkonsum meist beruflich und sozial schlecht integriert
Abhängigkeits- vs. Gelegenheitskonsum
Gelegenheitskonsumenten erleben die positiven Seiten des Kokainkonsums häufig, die schwierigen Seiten (innere Unruhe, Schlafstörung, Gereiztheit, Paranoia, depressives Tief, Schuld- und Schamgefühle) dagegen selten. Gelegentlicher Kokainkonsum ohne gravierende Folgen (gesundheitlich, sozial) ist möglich. Allerdings nach einer längeren Zeit von gelegentlichem Konsum höchst unwahrscheinlich. So wird aus vielen "Genuss-Koksern" ebenso wie auch aus den "Genuss-Rauchern" ein aus Sucht Konsumierender.
Abhängige Konsumenten erleben (auch bei Wiederauftreten nach längerer Abstinenz) die positiven Seiten des Konsums kaum noch. Sie konsumieren täglich oder in Binges (in der Regel 14tägliche Konsumexzesse). Die Dosis wird eher selten erhöht, mehr die Häufigkeit des Konsums.
Kokaincraving/Rückfälle
Kokaincraving, d.h. Gedanken an und Verlangen nach Kokain wird meist durch Schlüsselreize ausgelöst (Gerüche, Musik, Bilder), durch bestimmte Situationen (Stress, Stimmungen, Orte) und fast immer durch den vorgängigen Konsum von Alkohol oder anderer psychotroper Substanzen
Die Auslöser verändern sich im Laufe der Zeit (während des aktiven Konsums und insbesondere während der Behandlung).
Die Wirkung verändert sich ebenfalls im Laufe der Zeit (während des aktiven Konsums und während der Behandlung). Die positiven Effekte des Kokains treten bei abhängigem Konsum zunehmend in den Hintergrund. Ziel der Behandlung ist es, die eigenen Hochrisikosituationen bzw. Gedanken an Kokain frühzeitig zu erkennen und entsprechende Vermeidungsmassnahmen zu ergreifen.
Rückfälle bei abstinenzwilligen sind meistens nicht auf mangelnde Abstinenzmotivation zurückzuführen, sondern eher auf Unvorsichtigkeit oder mangelnde Planung. Resultate aus der Hirnforschung zeigen zudem, dass Kokaincraving bei ehemals Abhängigen auch nach Jahren von Abstinenz durch entsprechende Schlüsselreize ausgelöst werden können, d.h. das Craving nur bedingt willentlich beeinflusst werden kann
So in etwa?
phoZZe - 12.09.2006, 00:54
Ich bleib bei Heroin
Bo - 12.09.2006, 00:56
*verdreht die Augen*
Ein gesundes Mittel von ... 4-10 Wörtern :)
Ich kürz dir das aber gern zusammen, sähe dann so aus ...
ThePower hat folgendes geschrieben: Kokain (auch Cocain) ist eines ... willentlich beeinflusst werden kann
phoZZe - 12.09.2006, 01:02
sin 20 bei dir
*noch was schreib um auf 10 zu kommen*
Midiman - 12.09.2006, 01:03
Ey Phozze bist du n DDDDDD Dome?
phoZZe - 12.09.2006, 01:05
Ne du Acht Cola Acht Bier
Midiman - 12.09.2006, 01:06
was 88
wer bsich dann?
Bo - 12.09.2006, 01:06
phoZZe hat folgendes geschrieben: sin 20 bei dir
*noch was schreib um auf 10 zu kommen*
Ich bin Admin, ich muss viel schreiben um gescheit zu wirken :roll:
phoZZe - 12.09.2006, 01:09
Na du Spaten welcher von den hier weißn sonst was ACAB heisst.
Fang mit M an und hör mit ichi auf
ThePower - 12.09.2006, 01:10
Ecstasy
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ecstasy wird gewöhnlich in Tablettenform verkauftEcstasy, auch XTC u.a., zumeist ein Gemenge aus synthetischen Drogen. Hauptbestandteil ist im Wesentlichen MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin), ein entaktogenes Phenylethylamin das strukturell zur Gruppe der Amphetamine gehört. Ecstasy wird in der Regel in Tabletten- oder Kapselform produziert.
Pro Tablette wird derzeit etwa ein Marktpreis von fünf bis zehn Euro erzielt, wobei die Wirkdauer in der Regel bei 4-6 Stunden liegt. Die Produktionskosten liegen unterhalb eines Euros. In die meisten Tabletten werden „Markenzeichen“ eingepresst wie Vögel, Herzen, Delphine, Schmetterlinge oder (v.a. Auto-)Firmenembleme. Da sie leicht kopiert werden können, geben diese „Markenzeichen“ keinen verlässlichen Hinweis auf die Wirkung oder die Inhaltsstoffe. Seit Ende der 1990er Jahre ist immer wieder auch 'reines' (meist zwischen 70- bis 90%iges) MDMA in Pulverform sichergestellt worden.
Ecstasy kann neben MDMA auch aus Amphetamin, Methylamphetamin, 4-Methoxyamphetamin (PMA), PMMA, 3,4-Methylendioxyamphetamin (MDA), 3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin (MDEA), 2-Amino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)butan(BDB), 2-Methylamino-1-(3,4-Methylendioxyphenyl)butan MBDB, 4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin (2C-B) auch bekannt als Nexus, Venus, Bromo und Erox sowie anderen Substanzen bestehen.
Kein Ecstasy im Sinne von Phenylethylaminen ist die unter der Bezeichnung Liquid Ecstasy anzutreffende GHB.
Geschichte
Der idealerweise ausschließlich in Ecstasy verwendete Wirkstoff MDMA wurde 1912 von Chemikern der Firma E. Merck aus Darmstadt synthetisiert und zum Patent angemeldet. MDMA wurde aber nie als Medikament vermarktet, jedoch testete die US-Armee 1953 den Reinstoff vergeblich als "Psychokampfstoff"" und "Wahrheitsdroge". In den 80er Jahren beschäftigte sich der Biochemiker Alexander Shulgin dann mit den therapeutischen Verwendungsmöglichkeiten der Substanz.
Ecstasytabletten haben viele unterschiedliche DesignsAb Beginn der 1980er wurde die Droge allmählich als Genussmittel unter dem Namen Ecstasy entdeckt, als Clubdroge tauchte sie zunächst in den USA (Texas) auf und verbreitete sich dann auch in der schwulen Tanzszene. Zu dieser Zeit wurde die amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA) auf MDMA aufmerksam. 1985 wurde Ecstasy in den USA und ein Jahr später durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch weltweit faktisch verboten, jedoch verhalf dies der Droge auch zu mehr Publizität und bereits 1988 wurde Ecstasy erstmals in Europa, im Rahmen der britischen Acid-House-Bewegung, populär und entwickelte sich schnell zur Droge der aufkommenden Ravekultur. Anfang der 1990er wurde die Droge dann bei Personen aller Gesellschaftsbereiche sichergestellt. Keine Droge hat sich je so schnell so weit verbreitet. Da sich das deutsche Betäubungsmittelgesetz im wesentlichen auf chemische Inhaltsstoffe von Rauschmitteln bezieht, werden Abwandlungen der Wirkstoffe häufig gewerblich vermarktet. Sie gelten so lange als legal, bis eine Revision des Betäubungsmittelgesetzes stattgefunden hat. Dieses Phänomen sorgt wiederum dafür, dass jedes Jahr eine ganze Reihe neuer Substanzen auf dem Betäubungsmittelgesetz aufgenommen wird.
Für Wirkung, Legalität und Gefahren siehe: MDMA.
phoZZe - 12.09.2006, 01:10
Bo hat folgendes geschrieben: phoZZe hat folgendes geschrieben: sin 20 bei dir
*noch was schreib um auf 10 zu kommen*
Ich bin Admin, ich muss viel schreiben um gescheit zu wirken :roll:
dann nimm das schwule bild raus xD lol
phoZZe - 12.09.2006, 01:11
ThePower hat folgendes geschrieben: Ecstasy
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Ecstasy wird gewöhnlich in Tablettenform verkauftEcstasy, auch XTC u.a., zumeist ein Gemenge aus synthetischen Drogen. Hauptbestandteil ist im Wesentlichen MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin), ein entaktogenes Phenylethylamin das strukturell zur Gruppe der Amphetamine gehört. Ecstasy wird in der Regel in Tabletten- oder Kapselform produziert.
Pro Tablette wird derzeit etwa ein Marktpreis von fünf bis zehn Euro erzielt, wobei die Wirkdauer in der Regel bei 4-6 Stunden liegt. Die Produktionskosten liegen unterhalb eines Euros. In die meisten Tabletten werden „Markenzeichen“ eingepresst wie Vögel, Herzen, Delphine, Schmetterlinge oder (v.a. Auto-)Firmenembleme. Da sie leicht kopiert werden können, geben diese „Markenzeichen“ keinen verlässlichen Hinweis auf die Wirkung oder die Inhaltsstoffe. Seit Ende der 1990er Jahre ist immer wieder auch 'reines' (meist zwischen 70- bis 90%iges) MDMA in Pulverform sichergestellt worden.
Ecstasy kann neben MDMA auch aus Amphetamin, Methylamphetamin, 4-Methoxyamphetamin (PMA), PMMA, 3,4-Methylendioxyamphetamin (MDA), 3,4-Methylendioxy-N-ethylamphetamin (MDEA), 2-Amino-1-(3,4-methylendioxyphenyl)butan(BDB), 2-Methylamino-1-(3,4-Methylendioxyphenyl)butan MBDB, 4-Brom-2,5-dimethoxyphenylethylamin (2C-B) auch bekannt als Nexus, Venus, Bromo und Erox sowie anderen Substanzen bestehen.
Kein Ecstasy im Sinne von Phenylethylaminen ist die unter der Bezeichnung Liquid Ecstasy anzutreffende GHB.
Geschichte
Der idealerweise ausschließlich in Ecstasy verwendete Wirkstoff MDMA wurde 1912 von Chemikern der Firma E. Merck aus Darmstadt synthetisiert und zum Patent angemeldet. MDMA wurde aber nie als Medikament vermarktet, jedoch testete die US-Armee 1953 den Reinstoff vergeblich als "Psychokampfstoff"" und "Wahrheitsdroge". In den 80er Jahren beschäftigte sich der Biochemiker Alexander Shulgin dann mit den therapeutischen Verwendungsmöglichkeiten der Substanz.
Ecstasytabletten haben viele unterschiedliche DesignsAb Beginn der 1980er wurde die Droge allmählich als Genussmittel unter dem Namen Ecstasy entdeckt, als Clubdroge tauchte sie zunächst in den USA (Texas) auf und verbreitete sich dann auch in der schwulen Tanzszene. Zu dieser Zeit wurde die amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA) auf MDMA aufmerksam. 1985 wurde Ecstasy in den USA und ein Jahr später durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auch weltweit faktisch verboten, jedoch verhalf dies der Droge auch zu mehr Publizität und bereits 1988 wurde Ecstasy erstmals in Europa, im Rahmen der britischen Acid-House-Bewegung, populär und entwickelte sich schnell zur Droge der aufkommenden Ravekultur. Anfang der 1990er wurde die Droge dann bei Personen aller Gesellschaftsbereiche sichergestellt. Keine Droge hat sich je so schnell so weit verbreitet. Da sich das deutsche Betäubungsmittelgesetz im wesentlichen auf chemische Inhaltsstoffe von Rauschmitteln bezieht, werden Abwandlungen der Wirkstoffe häufig gewerblich vermarktet. Sie gelten so lange als legal, bis eine Revision des Betäubungsmittelgesetzes stattgefunden hat. Dieses Phänomen sorgt wiederum dafür, dass jedes Jahr eine ganze Reihe neuer Substanzen auf dem Betäubungsmittelgesetz aufgenommen wird.
Für Wirkung, Legalität und Gefahren siehe: MDMA.
Dann bleib ich bei LSD und seh Gartenzwerge!
ThePower - 12.09.2006, 01:13
Lysergsäurediethylamid (LSD, auch LSD-25; im Slang „Acid” genannt) ist ein halluzinogenes Ergolin. Pharmazeutisch gehört LSD zur Gruppe der serotoninverwandten psychedlischen Substanzen. LSD ist eines der stärksten bekannten Halluzinogene.
Der Chemiker Albert Hofmann stellte LSD erstmals 1938 her, während seiner Forschungsarbeiten zum Mutterkorn, mit der Zielsetzung ein Kreislaufstimulans zu entwickeln. LSD wurde später unter dem Markennamen Delysid vom Pharmakonzern Sandoz zur psychiatrischen Behandlung und zu Forschungszwecken bereit gestellt. Chemisch gehört LSD zur Strukturklasse der Ergoline.
Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
1 Geschichte
2 Pharmakologie
2.1 Pharmakodynamik
3 Wirkung
3.1 Subjektives Erleben
3.2 Psychoseartiger Rauschzustand
3.3 Psychiater im Selbstversuch
4 Konsumformen
5 Risiken
5.1 Persistente Drogenpsychose
5.2 Unfallgefahr
5.3 Unterschiedliche Angaben zur Giftigkeit
5.4 Unbekannte Dosierung von Schwarzmarktware
6 Abhängigkeitspotential
7 Toleranzbildung
8 Rechtliche Situation
9 Sonstiges
10 Quellen
11 Literatur
12 Weblinks
Geschichte
Albert HofmannSeine halluzinogene Wirkung entdeckte Hofmann am 16. April 1943 durch Zufall, nachdem er die Substanz vermutlich durch die Haut absorbiert hatte. Er wiederholte dieses Erlebnis am 19. April 1943 durch die Einnahme von 250 Mikrogramm LSD. Verglichen mit der Wirksamkeit der damals bekannten Mutterkornalkaloide, entsprach das der kleinsten Menge, bei der man noch einen Effekt hätte erwarten können. Es stellte sich jedoch heraus, dass diese Menge bereits dem fünffachen der normal wirksamen Dosis (ca. 50 µg) von LSD entsprach. Dieses Datum gilt heute als Zeitpunkt der Entdeckung psychoaktiver Eigenschaften des LSD; der Jahrestag wird von popkulturellen LSD-Anhängern als "Fahrradtag" (Bicycle Day) gefeiert, da Hofmann am Beginn seines Rauscherlebnisses mit dem Fahrrad nach Hause fuhr.
Als starkes Halluzinogen war LSD eine Modedroge während der Hippieära der Endsechziger. Erst in den 80er Jahren gewann LSD als Partydroge in der Technoszene wieder an Beliebtheit. Heutzutage ist LSD im Vergleich zu anderen Drogen nahezu in der Bedeutungslosigkeit versunken. [1]
Pharmakologie
Die Verwendung von LSD zur Behandlung von psychisch Kranken in der Vergangenheit war und ist stark umstritten. Unbestritten ist allerdings, dass Patienten, die aufgrund schwerer psychischer Erkrankungen unansprechbar waren, durch den therapeutischen Einsatz von LSD teilweise wieder zugänglich wurden.
LSD ist möglicherweise, auch in geringen (nicht halluzinogenen) Dosierungen, ein wirksames Migränemittel (unter anderem auch bei Schüben des so genannten Clusterkopfschmerzes).[2]
Pharmakodynamik
Das psychoaktive unter den vier möglichen Stereoisomeren wirkt als Partialagonist mit großer Affinität (Bindungsstärke) an einem speziellen Rezeptor des Serotoninsystems mit der Bezeichnung 5-HT2A, an den alle "klassischen" Halluzinogene andocken. Im Gegensatz zum Meskalin und Psilocin wirkt LSD zusätzlich direkt am Dopamin D2-Rezeptor.
Wirkung
Subjektives Erleben
LSD verändert durch seine pharmkologische Wirkung die individuelle Wahrnehmung so, dass sie dem Konsumenten als intensives Erleben erscheinen, das Zeitempfinden verändert wird und Umgebungsereignisse deutlicher hervortreten. Dies wird als Mehrerleben innerhalb einer kürzeren Zeitspanne vom Konsumenten registriert. Hinzu kommen optische, sensorische und akustische Halluzinationen. Diese müssen nicht unbedingt als Halluzination erfahren werden, sondern auch als differenziertere Wahrnehmung gegenüber vergleichenden Erfahrungen ohne LSD-Wirkung. Reale Gegenstände können als plastisch empfunden und wie in Bewegung befindlich erlebt werden. Es ist dabei unerheblich, ob die eingenommene Dosis hoch oder niedrig war.
Bei manchen Konsumenten können auch lange nach der Einnahme von LSD psychische Veränderungen auftreten, sogenannte Flashbacks. Die beschriebene totale Ich-Auflösung ist eher auf ein Hängenbleiben in einem gerade erlebten Zeitelement zurückzuführen (siehe oben Zeitempfinden), und wird als ein möglicher Zustand im Zuge beschrieben. Die Probanden sind in den allermeisten Fällen sehr klar und sich ihrer Situation bewusst, auch wenn sie selbst willentlich keinen direkten Einfluss auf ihre Wahrnehmung haben.
Die so hervorgerufenen Synästhesien sind gekennzeichnet durch psychedelisch ausgeprägte Bilder. Da Serotonin unter anderem für Körperfunktionen wie Verdauungstätigkeit, Herzfrequenz, Temperatur und Blutdruck zuständig ist, werden auch in diesen Bereichen Wirkungen wahrgenommen.
Der wahrnehmbare Trip dauert im Regelfall etwa acht bis höchstens zwölf Stunden, abhängig von der Dosierung und der Qualität der Droge – bei sehr geringer Dosierung kann die letzte Phase, das „Runterkommen“ („Afterglow“, „Nachglühen“) oft nicht mehr wahrgenommen werden, bei sehr hohen Dosen wird er auch nach dessen Abklingen noch als vorhanden empfunden; gelegentlich kommt es auch zu Flashbacks. Eine euphorische Grundstimmung – ausgelöst beispielsweise durch eine als schön empfundene Landschaft und Musik – kann den ganzen Rausch über anhalten und den gesamten Verlauf der Erfahrung bestimmen. So können aber bestehende Ängste und Depressionen einen sogenannten „Horrortrip“ hervorrufen, der als äußerst unangenehm und als vom Probanden nicht mehr steuerbar empfunden wird. Eine erfahrene und vertraute Person als „nüchterne“ Begleitung („Tripsitter“) kann durch geeignete Maßnahmen solche Erfahrungen verhindern oder abmildern und dadurch den Verlust der willentlichen Einflussnahme des Probanden kompensieren.
LSD wirkt bereits in geringen Mengen. Die normale Dosis liegt bei 50 bis 100 Mikrogramm. Allerdings ist die Wirkung vom Set und Setting und den damit individuell hervorgerufenen Eindrücken abhängig, so dass nicht allein die Dosis für einen starken oder schwachen „Trip“ ausschlaggebend ist.
Körperliche Symptome bei LSD-Konsum sind geweitete Pupillen, ein höherer Blutdruck, höhere Körpertemperatur, manchmal Appetitverlust und während der Wirkung Schlaflosigkeit.
Psychoseartiger Rauschzustand
LSD versetzt viele Konsumenten in einen Zustand, der dem einer Psychose ähnlich sein kann (siehe Modellpsychose). Es werden beispielsweise Töne gehört und Bilder gesehen, die von anderen nicht oder anders wahrgenommen werden. Im Unterschied zur Psychose ist sich der Konsument in der Regel allerdings bewusst, dass diese Wahrnehmungen nicht der Realität entsprechen. Gefährlich wird es vor allem dann, wenn das Bewusstsein für den Rausch fehlt und die im folgenden Abschnitt erwähnten Phänomene auftreten. Hilfreich kann es hier sein, dem Konsumenten gut zuzureden und ihm seine Lage zu erklären.
Es kann beispielsweise passieren, dass die Betroffenen denken, Wände würden sich bewegen oder die Decke würde sich herabsenken, woraus panikartige Reaktionen wie etwa Flucht resultieren können, die den Konsumenten unter Umständen in real gefahrvolle Situationen bringen kann (siehe auch Risiken).
Psychiater im Selbstversuch
In den 50er und 60er Jahren wurde von Pharmakonzernen vielen Psychiatern empfohlen, selbst LSD zu nehmen, um sich in den Zustand psychotischer Patienten besser hineindenken zu können. Beispielsweise wird auf diese Möglichkeit der Anwendung auf dem Beipackzettel von Delysid hingewiesen. (Textauszug Indikation: "a) In der analytischen Psychotherapie zur Förderung seelischer Entspannung durch Freisetzung verdrängten Materials... b) Experimentelle Studien über das Wesen der Psychose: Indem der Psychiater selbst Delysid einnimmt, wird er in die Lage versetzt, eine Einsicht in die Welt der Ideen und Wahrnehmungen psychiatrischer Patienten zu gewinnen.")
Konsumformen
(LSD blotter paper) LSD-Tickets als BogenDie Droge wird normalerweise auf Papierstücke aufgebracht, sogenannte Tickets, Pappen oder Trips, die dann gelutscht oder geschluckt werden. Man kann LSD aber auch als Lösung in z. B. Wasser (sog. Liquid oder auch Drops [= mit Pipette getropft]), auf Würfelzucker, als Kapsel- oder in Tablettenform einnehmen (spezielle Tabletten sind sehr kleine Krümelchen, die eine gewünschte Dosis enthalten und als „Mikro“ bezeichnet werden, die Gelatinekapseln sind leer, nur die Kapselhülle selbst wird mit LSD-Lösung benetzt und getrocknet). Mikros werden in der Regel in einer Flasche (1 - 1,5 l) mit beliebiger Flüssigkeit (Cola, Eistee, Wasser u. s. w.) aufgelöst und mit mehreren Leuten getrunken, da sie viel stärker als die üblichen Trips oder Pappen sind. Ein einzelnes Mikrokügelchen kann bis zu 800 Mikrogramm LSD enthalten, wogegen ein normaler Trip nur 25 - 250 Mikrogramm LSD enthält.
LSD und Ecstasy („Candyflip“): Diese Kombination kann zu starken Wahrnehmungsveränderungen führen mit optischen und akustischen Halluzinationen. Die psychoaktive Wirkung beider Substanzen kann sich gegenseitig verstärken. Dabei kann es zu erwünscht angenehmen Erlebnissen kommen, aber auch die Gefahr einer drogeninduzierten Psychose erhöhen.
Risiken
Persistente Drogenpsychose
LSD kann schon bei einmaligem Konsum eine schwere Psychose – die sogenannte drogeninduzierte Psychose – auslösen, die unter Umständen unheilbar ist. Es kommt vor, dass die von einer Drogenpsychose Betroffenen unfähig werden, ihr Leben ohne Hilfestellung zu leben. Im Jargon ausgedrückt: „Jemand ist auf dem Trip hängengeblieben“. Siehe dazu auch HPPD. Der derzeitige Stand der Forschung geht davon aus, dass hierzu eine entsprechende Veranlagung vorliegen muss. Insbesondere Personen, die in ihrer Vergangenheit bereits unter psychischen Problemen litten oder die psychisch labil sind, muss vom Konsum von LSD dringend abgeraten werden. In einer 1971 veröffentlichten Studie lag die Häufigkeit derjenigen die an einer Psychose erkrankten, welche länger als 48 Stunden anhielt, bei 9 von 1000. (zwei drittel erholten sich vollständig) [3]
Unfallgefahr
Die unter Einfluss von LSD als völlig verändert erscheinende Umwelt kann für den Konsumenten zur großen Gefahr werden, da er zur Gefahreneinschätzung oft kein Gefühl mehr hat. Dadurch kann es zu einem Verlust der Selbstkontrolle im häufig psychoseartigen Rauschzustand kommen. Auch Menschen mit nicht durch Drogen ausgelösten Psychosen stellen häufig eine Gefahr für sich und andere dar, wegen der Halluzinationen und weil Ereignisse oft nicht mehr richtig einzuordnen sind und dadurch die Fähigkeit fehlt, angemessen zu reagieren.
Hofmann warnt, dass selbst Menschen mit einer stabilen Persönlichkeit und guter Vorbereitung eine LSD-Psychose erleiden können. Durch gründliche Vorbereitung lassen sich laut Hofmann die vielfältigen Gefahren für Gesundheit und Leben, die vor allem durch die Halluzinationen und dem Realitätsverlust ausgehen, deutlich vermindern, aber nicht ausschließen.. " [Im] manischen, hyperaktiven Zustand kann das Gefühl der Allmacht oder der Unverletzlichkeit schwere Unglücksfälle zur Folge haben. Solche haben sich ereignet, wenn ein Berauschter in seiner Verwirrung sich vor ein fahrendes Auto stellte, weil er unverwundbar zu sein meinte, oder im Glauben, fiegen zu können, aus dem Fenster sprang. Die Zahl derartiger LSD Unglücksfälle ist aber nicht so groß, wie man nach den Meldungen, die von den Massenmedien sensationell aufgearbeitet werden, annehmen könnte. Trotzdem müssen sie als ernste Warnungen dienen." [4]
Als Paradebeispiel für die Gefahren von LSD diente jahrelang der von A. Hofmann berichtete und von der CIA bestätigte Unfall, in dem tatsächlich ein Mensch aus dem Fenster sprang: Ein CIA-Mitarbeiter verabreichte dabei einem Bekannten auf einer Party ohne dessen Wissen LSD. Dieser geriet dadurch in einen Angstzustand und stürzte sich aus dem Fenster.
Von der Bedienung von Maschinen oder der Teilnahme am Straßenverkehr - auch als Fußgänger - ist unbedingt abzuraten, weil die oben beschriebenen Wahrnehmungsphänomene eine große Gefährdung darstellen können.
Unterschiedliche Angaben zur Giftigkeit
Die meisten Quellen geben an, dass kein Fall bekannt sei, bei dem eine hohe Dosen tödliches Organversagen verursacht habe. LSD weist nur eine schwache Toxizität auf. Das Verhältnis von Wirkdosis zu tödlicher Dosis dürfte bei etwa 1:1000 liegen, dies lassen Tierversuche vermuten. D.h. die tausendfache Dosis eines "normalen" Trips würde beim Menschen zu tödlichen Vergiftungen führen. Zum Vergleich: Bei Alkohol und Nikotin liegt dieser Wert bei etwa 1:8. Pharmazeuten gehen von einer therapeutischen Breite von 280 aus, damit wäre LSD ein sehr sicheres Medikament.
In der Literatur finden sich gegensätzliche Aussagen zur Todesgefahr durch direkte körperliche Folgen der LSD-Einnahme, so schreibt Albert Hofmann: "Meines Wissens sind noch keine Todesfälle als direkte Folge einer LSD-Vergiftung bekannt geworden." [4] Der Arzt und Buchautor Bernhard van Treeck sieht die Gefahr einer Atemlähmung durch LSD: "Außerdem kann es zu Gefäßkrämpfen, einer Überzuckerung oder zu Blutdruckabfall kommen. Herzstillstände sind möglich. Unter LSD-Einfluss kann, wie bei anderen Drogen, unter Umständen eine Atemlähmung auftreten." [5] Einen Nachweis, wie ein Mensch mit der üblichen Handelsform von LSD (Löschpapiertrips) die für eine derartige Überdosierung benötigte Dosis zu sich nehmen soll, bleibt van Treek schuldig. Direkte Todesfälle sind bisher nur bei Tierversuchen bekannt, bei denen bewusst Tieren eine Überdosis intravenös gespritzt wurde.[4] Von bekannten Todesfällen durch LSD-Gebrauch spricht auch van Treek nicht.
Unbekannte Dosierung von Schwarzmarktware
Ein weiterer Gefahrenpunkt ist die durch die Illegalität bedingte "Schwarzmarktware", deren Zusammensetzung bzw. Dosierung nie genau zu erkennen ist. So können zwei vom gleichen Dealer erworbene Trips, die sich optisch gleichen, völlig unterschiedlich dosiert sein. Dass Strychnin enthalten sein kann, hat sich jedoch als Mythos erwiesen. Ein solcher Fall ist noch nie bestätigt worden. Trägermaterialien von nur geringer Größe (Beispiel Löschpapiertrip, Micros) nehmen keine wirkungsrelevante Strychninmenge auf. Anologes gilt für weitere Substanzen, da einzig LSD – als das potenteste bekannte Halluzinogen – in einer wirkungsrelevanten Menge aufgenommen wird.
Die oft bunten, lustigen Bildchen auf den Löschpapiertrips und auf Pillen – häufig dienen Comicfiguren als Vorlage – können besonders jungen Menschen einen harmlosen Eindruck vermitteln und über die Risiken von LSD hinweg täuschen.
Abhängigkeitspotential
Missbrauch und Abhängigkeit von Psychedelika wie LSD sind als Diagnosekategorie im DSM-IV aufgenommen. LSD hat zwar kein körperliches Abhängigkeitspotential, es besteht aber die Gefahr einer psychischen Abhängigkeit durch das Verlangen, das Erlebte zu wiederholen, bzw. den "Trip" wiederzuerleben.
Das NIDA sieht LSD nicht als abhängigkeitserzeugende Substanz an, da LSD kein zwanghaftes „drug-seeking behaviour” erzeugt (wie es z.B. Kokain, Amphetamin, Heroin, Alkohol oder Nikotin tun). Außerdem verringern viele LSD-Konsumenten ihren Gebrauch mit der Zeit freiwillig oder stellen ihn ganz ein.[6]
Es gibt Quellen, die davon ausgehen, das die Gefahr der Abhängigkeit im Vergleich mit anderen gängigen Rauschdrogen wenig wahrscheinlich ist. Die hohe Toleranzentwicklung [7] macht einen durchgehenden Konsum praktisch unmöglich.
Toleranzbildung
LSD baut sehr schnell eine Toleranz auf, was dazu führt, dass eine identische Dosierung bei schnell aufeinanderfolgenden Einnahmen schwächer wirkt. Die Dosierung für ein ähnlich starkes Erleben beträgt am Tag danach ca. das Zweifache der Erstdosis. Von einem solchen Konsum geht eine Gefahr aus, da die Wirkung nicht eingeschätzt werden kann. Diese Toleranz ist nach ein bis zwei Wochen komplett verschwunden.
Die Toleranzbildung des LSD wirkt sich auch auf die Toleranz gegenüber anderen verwandten Stoffen aus. So sind LSD, Psilocybin/Psilocin und Meskalin jeweils zueinander kreuztolerant. Die Toleranz gegenüber einem der Stoffe wirkt auch gegenüber einem der anderen genannten Stoffe.
Rechtliche Situation
1966 wurde LSD in den USA verboten.
Mit der Vierten Betäubungsmittel-Gleichstellungsverordnung (4. BtMGlV) vom 21. Februar 1967, in Kraft getreten am 25. Februar 1967, wurde LSD in der Bundesrepublik Deutschland den betäubungsmittelrechtlichen Vorschriften des Opiumgesetzes unterstellt. Heute ist LSD in Anlage I zu § 1 BtMG (nicht verkehrsfähige und nicht verschreibungsfähige Stoffe) aufgelistet. Das heißt, jeglicher Umgang (mit Ausnahme des Konsums) mit dieser Substanz ist für die Allgemeinheit generell verboten.
Sonstiges
Zu den Wissenschaftlern, die mit LSD experimentiert haben, gehören John C. Lilly, Timothy Leary und Stanislav Grof. In den 1970er Jahren wurde LSD als nicht verkehrsfähiger Stoff eingestuft und die Forschung damit bzw. dessen therapeutische Nutzung (z. B. in der Psychotherapie) nahezu komplett verboten.
Ab 1974 wurde bekannt, dass die CIA in ihrem Projekt MKULTRA seit den 50er Jahren systematisch Menschenversuche mit LSD durchgeführt hat.
Eine (illegale) Renaissance erlebte die Droge in den 1990ern in der Technoszene, allerdings mit anderen Erwartungen an das Erlebnis und mit anderen Dosierungen (nur 30-50 µg).
Bei dem Beatles-Song Lucy in the Sky with Diamonds hält sich hartnäckig das Gerücht, dass er eine Anspielung auf das Thema LSD darstellen soll, obwohl dies von den Beatles selbst stets bestritten wurde. Gleiches gilt für den Song Liquid Soul Dimension der Schweizer Band Samael, oder für das Best-Of-Album Love Sensuality Devotion der Gruppe Enigma.
phoZZe - 12.09.2006, 01:15
Das ist Spaß pur :))
ThePower - 12.09.2006, 01:16
Sprichst du aus Erfahrung oder was? :lol:
phoZZe - 12.09.2006, 01:17
no comment hihi
ThePower - 12.09.2006, 01:20
opfer aber cool rumlabbern
brauchste eins auf die fresse oder was dann komm vorbei dann siehste auch ganz viele farben
phoZZe - 12.09.2006, 01:22
tjo komm doch
Bo - 12.09.2006, 01:26
Klasse ... en Drogennest ... und des Forum is noch keine 3 Stunden alt :roll:
phoZZe - 12.09.2006, 01:28
bin ma penn ... morgen schaffn -.-
ThePower - 12.09.2006, 01:30
Zitat: bin ma penn ... morgen schaffn -.-
wollte anschaffen schreiben der judas
Bo - 17.09.2006, 14:05
*tock tock*
Murty - 18.10.2006, 14:38
ja wo sind denn die Studenten? :D
Midiman - 18.10.2006, 16:21
Hier Fag
Bo - 18.10.2006, 17:07
Du warst da noch garnicht, das zählt nicht! :wink:
Murty - 19.10.2006, 15:42
jo ich hab ihn bei umweltschutztechnik auch net gesehen ^^ Naja, das Semester is ja noch lang.
btw: habt ihr die neuen Studentenausweise in Kartenform?
Bo - 19.10.2006, 18:44
Jo, also ich schon
carrera S - 24.10.2006, 11:24
wtf? :p
DDome - 24.10.2006, 11:49
pah die von stuttgart kannsch in müll schmeißen im gegensatz zu meinem high- tech ausweis :p, des kack ding brauch ich sogar wenn ich in der mensa pissen gehn will
Bo - 24.10.2006, 14:21
:rofl:
Tja, ich wette, da is auch ne kleine Cam drin, die dich dann beim Pissen aufnimmt, und das ganze automatisch an sickfetishvids.com schickt :roll:
:twisted:
carrera S - 24.10.2006, 14:52
hmmm... uni = dreck :p
Bo - 24.10.2006, 15:11
Da steckt mit Sicherheit ein Funke Wahrheit drin.
DDome - 24.10.2006, 16:15
uni = (wixxe+kake)² glaub ich
Bo - 24.10.2006, 16:18
100% agree ²
Midiman - 24.10.2006, 18:18
kann mich euch warsch ma anschliessen falls i ma hingeh Muhahahaha
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