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hasenhoppel - 15.08.2006, 23:45
Der erste Schritt in ein neues Hundeleben!
Hundeauffangstation für unsere Schützlinge aus Cadiz
Bericht einer Tierschützerin die das Auffanglager besuchte!
Dann ging es weiter in die Hundepension, in der auch wir, die TIERHILFE VERBINDET, Zwinger mieten, um dort Hunde unterzubringen, die wir aus einer Tötungsstation in Cadiz rausholen lassen. Ich wollte sehen, wo unsere Schützlinge untergebracht werden, wie es ihnen geht und ein bißchen helfen. Die Zwinger werden gemietet, die Versorgung aber muß selbst erledigt werden. Dies machen ebenfalls Antje und ihr Helfer Xavi. Sie fahren täglich dorthin, reinigen die Zwinger, geben Futter, wechseln Decken aus, sprechen so manchem ver-zweifelten Vierbeiner Mut zu und holen ihn mit Würstchen ins Leben zurück, an das er so gar nicht mehr glauben wollte.
Als wir ankamen war ich schockiert. Massen an Hundezwingern, das Wort Hundepension ist dafür total falsch gewählt. Denn das Wort weckt hier bei uns völlig falsche Vorstellungen....
Die Hunde sitzen in Zwingern in kleinen Gruppen, teilen ihr Essen...und sonst nichts. Denn mehr gibt es da eigentlich nicht. Sie haben kleine Plastik-Hundekörbe mit Handtüchern, aber diese schützen vor der Kälte nicht. Aber zumindest ist es einigermaßen trocken. Ich helfe bei der Reinigung der Zwinger und bin am Anfang sehr unsicher, so einfach bei fremden Hunden reinzugehen, aber ich bin überrascht...ich werde von den meisten freudig begrüßt. Besuch scheint Abwechslung und deshalb sehr erwünscht zu sein. Viele sind auch unsicher, die Erfahrungen aus der Tötungsstation und sicher auch viele Erfahrungen vorher haben sie mißtrauisch und ängstlich gemacht. Ich spreche dauernd vor mich hin, beginne leise zu singen, um diesen Hunden die Angst vor mir zu nehmen.So mancher kommt dann vorsichtig her, schaut mich an. Aber der Blick von einigen dieser Hunde bringt eine Welle voller Scham in mir hoch. Der Blick erzählt so viel, so viel was diesen Hunden angetan wurde und ich verstehe nicht, warum sie nicht jeden Menschen anfallen, der künftig zu ihnen kommt. Es wäre kein Wunder.....Statt dessen versuchen sie mit aller Kraft ihre Angst zu überwinden und Kontakt zu mir aufzunehmen. Sie scheinen leichter verzeihen zu können als Menschen...Ich versuche weiter Zwinger zu reinigen und mich nicht heulend auf dem irgendeinem Zwingerboden niederzulassen oder mir ein paar Hunde unter die Jacke zu stecken und schnell mit ihnen davon zu laufen. Einfach weg von hier.
Ich sehe Welpen, die sich frierend an ihre Mütter drängen, Hunde die grade neu ankommen und in sehr schlechtem Zustand sind, die Antje nun aufpäppeln wird.....
Mich hält der Gedanke aufrecht, daß alle die, die ich jetzt sehe ein echte Chance haben, sie alle wurden aus der Tötungsstation von Tierschützerinnen rausgeholt, um bald gesund, aufgepäppelt und geimpft in eine bessere Zukunft zu fliegen. Ich wünsche jedem von ihnen, daß er schnell in Augen von Zweibeinern blickt, die ihn glücklich und verliebt ansehen und in ein warmes Zuhause tragen, in dem er nichts entbehren wird.
An diesem Tag lernte ich auch die kleine Luise kennen, die graue Hündin die mich wie mit Magie in ihren Bann zieht – und die gerade während ich dies schreibe - jetzt in meinem Wohnzimmer liegt und kurz vor der Geburt ihrer Babys steht.
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