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Krümel - 11.08.2006, 14:37
... immer zuende lesen?
Ich habe das Buch "Was für ein schöner Sonntag!" beiseite gelegt! Denn er hat den gleichen Charakter wie Kundera "Unsterblichkeit". Tausend kleine Gedankensprünge, nichts ist fortlaufend, und anstatt er von Buchenwald erzählt, berichtet er zu 80% aus den Nachkriegszeiten im kommunistischen Untergrund. Wirft den Leser auf einer Seite bis zu 5 Namen von Untergrundkämpfer an den Kopf, aus Spanien, Frankreich und Russland, die mir alle total fremd sind. Zwischendurch gibt es Zitate von Brecht, und Literaten aus Frankreich, von denen ich auch noch nichts gehört habe ...

Ich frage mich ehrlich gesagt, wer soll der Adressat dieser flüchtig in den Raum gestellten Gedanken sein? Ich kann es nicht sein, denn ich entdecke nach 120 Seiten überhaupt keinen Zusammenhang. Ja, es ist genau das gleiche wie bei Kundera, ich verstehe den Sinn nicht. Diese Lektüre ist wohl nur an sehr Intellektuelle gerichtet, die sich mit dieser Materie lange beschäftigt haben.
Katia - 11.08.2006, 16:15

Krümel hat folgendes geschrieben: ITausend kleine Gedankensprünge, nichts ist fortlaufend, und anstatt er von Buchenwald erzählt, berichtet er zu 80% aus den Nachkriegszeiten im kommunistischen Untergrund. Wirft den Leser auf einer Seite bis zu 5 Namen von Untergrundkämpfer an den Kopf, aus Spanien, Frankreich und Russland, die mir alle total fremd sind. Zwischendurch gibt es Zitate von Brecht, und Literaten aus Frankreich, von denen ich auch noch nichts gehört habe ...

Ich frage mich ehrlich gesagt, wer soll der Adressat dieser flüchtig in den Raum gestellten Gedanken sein? Ich kann es nicht sein, denn ich entdecke nach 120 Seiten überhaupt keinen Zusammenhang. Ja, es ist genau das gleiche wie bei Kundera, ich verstehe den Sinn nicht. Diese Lektüre ist wohl nur an sehr Intellektuelle gerichtet, die sich mit dieser Materie lange beschäftigt haben.

Ich hab' das Buch wie an anderer Stelle schon erwähnt ja vor ein/zwei Jahren schon gelesen und ein richtiges Lesevergnügen war es nicht - die interessanten Stellen haben mich aber bei der Stange gehalten. Mir ging es ähnlich wie Dir, was interessieren mich diese Massen von Kommunisten und ihre Interna, die Namen konnte ich auch nicht auseinanderhalten. Zusammenhängende Handlung gibt es wenig, sprachlich fand ich den Roman allerdings sehr gelungen und machne Stellen (eher die über Buchenwald) waren sehr interessant.

Katia
Krümel - 11.08.2006, 16:20

Ich hab da momentan leider keinen Kopf zu Katia. Beide Bücher stehen ja noch im Regal, und können noch gelesen werden, doch im Augenblick habe ich dazu überhaupt freien Kopf. Vielleicht im Winter, wenn alles wieder ruhiger geworden ist. :wink:
Katia - 11.08.2006, 16:31

Krümel hat folgendes geschrieben: Ich hab da momentan leider keinen Kopf zu Katia. Beide Bücher stehen ja noch im Regal, und können noch gelesen werden, doch im Augenblick habe ich dazu überhaupt freien Kopf. Vielleicht im Winter, wenn alles wieder ruhiger geworden ist. :wink:

Kann ich verstehen, ich hab' "Die Wellen" von Virgina Woolf ja auch wieder weggestellt, weil ich keinen Kopf zu hatte. Und Semprun macht es einem schon ein bißchen schwer, Kundera bei manchen Büchern auch ("Das Leben ist anderswo" fand ich sehr anstrengend). Ich bin da immer so ein Sturkopf, und muß alles fertiglesen, auch wenn ich mir dadurch manchmal den Spaß am Lesen verderbe und viel wertvolle Lesezeit verschwende - ich denke da nur an Onettis "Das kurze Leben" an dem ich frustriert und unzufrieden drei Wochen rumgelesen habe, statt in der selben Zeit vier/fünf schöne Bücher zu lesen :roll:
Katia
Krümel - 11.08.2006, 20:11

Krümel hat folgendes geschrieben: - ich denke da nur an Onettis "Das kurze Leben" an dem ich frustriert und unzufrieden drei Wochen rumgelesen habe, statt in der selben Zeit vier/fünf schöne Bücher zu lesen :roll:
Katia

Ich bewundere Menschen, die das können. Ich hatte es mir zu Beginn des Jahres auch fest vorgenommen, doch ich habe einfach nicht die Ausdauer dazu :cry:
Aber es stellt sich wirklich die Frage, ob man Lesefrust vor Lesegenuss stellt. Eigentlich sollte uns das Lesen sehr angenehme Stunden bringen, etwas richtig mit Freude machen. Bei Leserunden halte ich dann schon eher durch, auch bei Virginia Woolf, das hätte ich alleine nie zuende gebracht. Der Döblin hat es nicht geschafft, da war Pippi sehr tapfer und hat durchgehalten :wink:

Manchmal denke ich aber auch, vielleicht bin ich noch nicht so weit, vielleicht bringt mir dieses Buch was in 10 Jahren. Hilsenrath "Das Märchen vom letzten Gedanken" ist so ein Buch, vor ca. 15 Jahren gekauft, angelesen, ich fand es ekelhaft im wahresten Sinn des Wortes :wink: , aber ich werde es in der nächsten Zeit wieder versuchen.

Also quälen? oder lieber doch beiseite legen?
Katia - 11.08.2006, 21:16

Krümel, mir scheint das ein bißchen so wie mit glatten und gelockten Haaren zu sein: man will immer genau das andere haben...
Ich habe gerade so mein Bücherregal angeschaut, und mir überlegt, welche Bücher davon ich nicht ausgelesen habe und ich stelle fest: es sind eigentlich nur englische, bei denen ich mich überschätzt habe ("Middlemarch") oder die ich als Zweitbuch gelesen habe und die ich dann irgendwann vergessen habe weiterzulesen, obwohl sie mir gefallen haben, oder Kurzgeschichten, bei denen ich alle paar Wochen mal eine gelesen habe, und dann irgendwann nicht mehr.
Ich bin also klar der Durchhaltetyp, aber wie oben schon erwähnt, so erstrebenswert finde ich das gar nicht, außer vielleicht bei Büchern die unbestrittene Klassiker sind, Ulysses oder Faust, diese Liga. Ich kann auch nicht sagen, dass sich das Quälen jemals rentiert hätte und ich stolz war, das Buch doch noch geschafft zu haben, dass es mir am Ende doch gefallen hat, o.ä. all das traf nie zu. Einzige Ausnahme: Der scharlachrote Buchstabe, da fand ich die Einleitung äußerst langweilig (ca. 60 Seiten), den Roman selbst aber ausgezeichnet. "Was für ein schöner Sonntag" zähle ich übrigens nicht wirklich zu den ganz schlimmen Quälbücher, ich kann's eher akzeptieren, wenn ich mich für ein Buch zu dumm fühle oder mich ein Thema nicht so interessiert, als wenn ich es sprachlich oder inhaltlich einfach schlecht finde....

Katia
Pippilotta - 12.08.2006, 20:07

Ich gehöre eigentlich auch zu jenen Lesern, die ein Buch zuende lesen. Ich gebe eigentlich nicht sehr schnell auf, es sei denn, die Zeit eilt (mit Leserunden im Rücken :roll: ) oder ich kann mit dem Buch absolut nichts anfangen.
Meine Ausdauer und Quäl-Toleranz ist bei sogeannnten "Werken der Weltliteratur" weitaus größer, als bei z.B. Büchern vom Wühltisch. Die leg ich leichter mal weg.
Bei sogenannter "Weltliteratur" bin ich dann doch stolz, durchgehalten zu haben (z.B. "Die Akazie" von Claude Simon --> erinnert mich übrigens stark an Krümels Kommentar zu Semprun "Was für eins schöner Sonntag, das dürfte wohl so ähnlich sein).

Bisher abgebrochen habe ich in letzter Zeit (soweit ich mich erinnere): Gabriel Garcia Marquez "Die Liebe in den Zeiten der Cholera" und Friedrich Nietzsche "Also sprach Zarathustra".
Ersteres weil ich mit dieser Geschichte einfach überhaupt nichts anfangen konnte, mich nur noch nach dem Sinn fragte,
Zweiteres, weil ich - schlicht und ergreifend - es nicht kapierte. :oops:
Krümel - 12.08.2006, 21:45

Bücher müssen mir, wenn ich sie zuende lese irgendetwas gebracht haben, sei es einfach Lesevergnügen, ein schöne Sprache, oder mich gar weitergebildet haben.
Wenn ich die Intention vom Autor nicht begreife, oder der Sinn der dahinter steckt, oder ich einfach Bildungslücken habe (z. B. die ganzen Untergrundbewegungen des Kommunismus in der Nachkriegszeit), dann kann ich auch nach der Lektüre wenig mit dem Buch anfangen. Ich kann keine vernünftige Rezi schreiben, weil sie schlichtweg gelogen wäre, wenn ich schriebe, ich hätte es verstanden. Und wenn ich schreibe, ich habe den Sinn nicht begriffen, frage ich mich, warum habe ich es zuende gelesen. Dann müsste ich eigentlich hingehen, wie bei "Das Buch in dem die Welt verschwand", und müsste sehr viel recherchieren über Rosenkreuzer/Kant/Heine usw., erst dann erfüllt mich eine Lektüre. Wenn ich dazu keine Musse habe, lege ich das Buch beiseite.
Beiseite lege ich auch Bücher, die mich zu Tode langweilen wie "Drei Mann in einem Boot".
Vielleicht werde ich jene Bücher später wieder aufnehmen, wenn ich mehr Zeit und Musse habe, und mal keine tollen Leserunden auf dem Programm stehen.
Katia - 12.08.2006, 22:48

Krümel hat folgendes geschrieben:
Beiseite lege ich auch Bücher, die mich zu Tode langweilen wie "Drei Mann in einem Boot".
Vielleicht werde ich jene Bücher später wieder aufnehmen, wenn ich mehr Zeit und Musse habe, und mal keine tollen Leserunden auf dem Programm stehen.

Also "Drei Männer in einem Boot" würde ich nicht nochmal zur Hand nehmen, Krümel, da hat man nach 50 Seiten alles kapiert, was in dem Buch passiert, es wird nicht anders. Mein Humor war das überhaupt nicht - ich kann verstehen, dass Du es weggelegt hat, mich hat es sehr enttäuscht!

Recherchieren während ich ein Buch lese, das mache ich eigentlich nie, und wenn nur in sehr begrenztem Ausmaß. Ich kann ganz gut damit leben, wenn ich ein Buch nicht komplett verstehe, wahrscheinlich bin ich vom Studium zu sehr daran gewöhnt, Dinge erst beim zweiten oder dritten Nachdenken zu verstehen :wink: Wenn der Autor eine Menge Hintergrundinformation von mir erwartet - das kann ich schon weniger akzeptieren; noch mehr ärgert mich allerdings, wenn er mir irgendwas dreimal erklärt und ich es aber bei ersten Mal schon verstanden habe. Ich laß mich lieber über- als unterfordern.

Bzgl Rezensionen: da fühle ich den Druck gar nicht - wenn ich mich nicht fähig fühle eine Rezi zu schreiben, weil ich über das Buch nichts Essentielles sagen kann, dann schreibe ich eben keine. Ich habe mal eine Zeitlang sehr ausführliche Inhaltsangaben zu allem was ich lese geschrieben, mit Anmerkung etc - was dazu geführt hat, dass ich fast nicht mehr gelesen habe. Nach ein paar Monaten habe ich das aufgegeben und seitdem schreibe ich nur noch über Gelesenes, wenn ich das Gefühl habe auch etwas sagen zu können. Das klingt jetzt ein bißchen widersprüchlich, gell, für jemanden der alles zu Ende liest und meist auch jedes noch so öde Nachwort lesen muß......

Katia
Krümel - 13.08.2006, 12:07

Katia hat folgendes geschrieben: Bzgl Rezensionen: da fühle ich den Druck gar nicht - wenn ich mich nicht fähig fühle eine Rezi zu schreiben, weil ich über das Buch nichts Essentielles sagen kann, dann schreibe ich eben keine.

Stimmt, so sollte man es halten, da gebe ich dir vollkommen recht.

Mich erinnert dieser Fred an ein Beispiel: Und zwar V. Woolf "Mrs. Dalloway". Pippi und ich haben das bei den Eulen gelesen, wir haben uns recht viel Mühe mit dem Buch gemacht, und wir glaubten auch später, es recht gut verstanden zu haben. Doch dann kam der Hammer, könnt ihr im BT nachlesen für Neugierige :wink:
Wir haben es anscheinend anders verstanden :mrgreen:

Seit dem, wenn ich eine solche Lektüre vor mir habe, und bevor ich meine Gedanken zu einem Buch schreibe ...

Dann nehme ich mir deinen Rat zur Brust, Katia, dann schreibe ich lieber keine Rezi :mrgreen:
Katia - 13.08.2006, 15:16

Krümel hat folgendes geschrieben:
Dann nehme ich mir deinen Rat zur Brust, Katia, dann schreibe ich lieber keine Rezi :mrgreen:

Hoffentlich bekommen ich dann keinen Ärger mit den anderen, wenn Du keine Rezis mehr schreibst :shock: :wink: :mrgreen:

Katia
Krümel - 09.10.2007, 21:22

Mein Leseverhalten hat sich geändert :D Ich lese mehr Bücher zuende :D

Bis jetzt waren es nur:

Der Tonsetzer - Cordts
Was ich liebte - Husdtvedt
Jack - Homes

Und das war mehr zu Beginn des Jahres :idea:
wolves - 10.10.2007, 09:17

Die gleiche Tendenz stelle ich bei mir auch fest. Ich lese ganz anders. Viel ausdauernder und genauer. Wenn es schwierig wird, gebe ich nicht mehr so leicht auf.

Und doch gab es dieses Jahr ein Buch, das ich nicht aufmerksam bis zuende gelesen habe. Ich fand es einfach als ziemlich langweilig ab der Hälfte. Und da es keine große Literatur war, habe ich es nur noch bis zum Schluss überflogen.
chip - 21.01.2008, 08:14

Hallo zusammen,
seit letztem Jahr habe ich scheinbar sämtliche Prinzipien über Bord geworfen. Wo ich mich sonst durch jedes Buch gebissen habe, breche ich heute viel schneller ab. Wenn ich merke, ich habe nach der Hälfte immer noch nicht begriffen, was im Buch vor sich geht oder wenn mir der Schreibstil nicht zusagt. So habe ich Bücher wie "Michael Kohlhaas" und "Wahlverwandtschaften" abgebrochen. Auch das von Krümel erwähnte Semprún. Da ich in letzter Zeit eh viel weniger lese als noch zu Literaturschock-Zeiten, möchte ich wenigstens Spaß an den ausgesuchten Büchern haben.

Gruß,
chip
tom - 21.01.2008, 09:33

Ich breche aeusserst selten ein Buch ab..., und das mag an verschiedenen Gruenden liegen. Der eine ist wohl, dass ich bei den meisten Buechern ein recht positives Vor-Wissen oder -gefuehl habe. So weiss ich eigentlich oft ein wenig, was mich erwartet.
Das Zweite aber waere vielleicht fast das dazu passende, notwendige Gegenteil: ich "erwarte" nichts von einem Buch im Vornehinein. Ich lasse mich ueberraschen, was mir dieses Buch sagen will und KANN. Ein Problem - meines Erachtens - von vielen Lesern ist, dass sie mancmal etwas von einem Buch verlangen, was es nicht geben KANN oder WILL.

Es kann uebrigens sein, dass ein Buch nicht den allgemein ueblichen Masstaeben von guter oder unterhaltender oder spannender Literatur entspricht. Okay. Dann versuche ich das zu nehmen, was es mir geben kann. So bin ich sehr selten enttaeuscht. Irgendwas lernt man immer.
Was den Semprun anbetrifft habe ich ihn mit sehr viel Interesse gelesen, gerade WEIL ich nicht sehr viel vom kommunistischen Widerstand wusste. Semprun half mir unglaublich, diesen Menschen viel mehr Hochachtung entgegen zu bringen. Solch ein Buch koennte z.B. ein gewisses Hintergrundwissen in diesem Bereich aufbauen helfen. Dabei finde ich es nicht schlimm, bzw. relativ normal, dass ich in solch einem Buch nicht alle mir fremden Namen beibehalten kann. In dem Falle haette ich auch nie einen Archipel Gulag lesen sollen etc...
wolves - 21.01.2008, 09:55

Wenn ich so recht überlege, habe ich in den letzten beiden Jahren wissentlich nur ein einziges mal ein Buch abgebrochen (Purpurlinie von Fleischhauer - ich fands einfach nur langweilig und hab nur noch quergelesen).
Vorher hatte ich eigentlich öfter mal ein Buch abgebrochen, aktuell bleibe ich bei der Stange. Notfalls lese ich quer, dass kam aber wie schon erwähnt ewig nicht mehr vor. Ich such mir allerdings im Gegensatz zu vorher, meine Bücher noch gezielter aus. Vielleicht liegt es ja daran.
Und es geht mir ähnlich wie Tom, irgendetwas gibt ein Buch immer.

Aber eines weiß ich, sollte ich ein Buch erwischen, dass mir so ganz und gar nicht zusagt, durchquälen würde ich mich garantiert nicht. Da wäre mir meine Lesezeit einfach zu schade dafür.

Fällt mir in dem Zusammenhang grad ein. @Alwin: Wie gehts dir mit dem Mistry? Liest du noch weiter?
Wirbelwind - 21.01.2008, 14:30

In der Regel schau ich mir ein Buch genau an bevor ich es lese, aber manchmal laß ich mich auch überreden und das haut dann nicht immer hin.
Dass ich ein Buch abbreche geschieht schon mal, so wie bei "Und dann kam Frau Kugelmann". Selbst da hatte ich 70 Seiten durchgehalten, zuerst zweifelte ich an mir selbst so nach dem Motto warum reagierst du so negativ, wenn andere so begeistert sind. Doch dann kam ich zur Erkenntnis, dass es einfach sch.... ist, egal was andere sagen. Sinnlos wertvolle Zeit zu verschwenden.
Manche Bücher langweilen mich und trotzdem kann ich sie nicht weglegen. In einigen Fällen stelle ich dann erstaunt fest, dass sich die Ausdauer im Endeffekt doch gelohnt hat.
Zum Thema keine Rezi schreiben - das Buch muß nicht unbedingt schlecht sein, wenn ich keine Lust verspüre dazu eine Rezi zu schreiben. Mir fällt in so einem Fall einfach nichts sinnvolles ein. Schließlich ist die Aussage ganz nett zu lesen keine Rezi.
Von Irene Nemirovsky, Der Ball ist so ein Buch. Ich fand es schön zu lesen, aber viel Material dazu bei nur 89 Seiten fand ich nicht. Sie hat es zwischendurch geschrieben, kam auf den Gedanken als sie ein Mädchen auf einer Brücke beobachtete - offenes Ende.
Bei meinem nächsten Buch von der Autorin (Jesabel) folgt auch wieder eine Rezi.
Generell würde ich sagen, eine Rezi nur deshalb zu schreiben um aufzuzeigen, dass ich das Buch gelesen habe, ist für mich kein Ansporn. :wink:

Liebe Grüsse
Wirbelwind

:lesen5: Oliver Hilmes, Witwe im Wahn
Katia - 21.01.2008, 19:35

Hmm, meine Posts oben sind ja nun schon eineinhalb Jahre alt, und auch wenn sich mein Leseverhalten wenig geändert hat (abgebrochen habe ich kein einziges Buch seitdem), so bewerte ich doch manches anders.
Der Semprun z.B. ist mir eher positiv im Kopf geblieben, nicht dass ich mich gut erinnern könnte, aber es hatte doch ein paar sehr starke Szenen.
Es gab in der Zeit auch wenige Bücher, die mich wirklich gequält hätten (ich erinnere mich zumindest an keines) und allgemein greife ich inzwischen eher zu einer Zweitlektüre, was Leseunlust an einem Exemplar abpuffert.

Mein Verhalten während der Lektüre zu recherchieren hat sich klar verändert, da ich seit Juli 2006 zuhause DSL habe und daher viele Kleinigkeiten, die ich früher übergangen hätte, nachschaue: wird ein Maler erwähnt, den ich nicht kenne, schaue ich mir ein paar Bilder im Netz an, mancher Wikipedia-Artikel wird konsultiert und so weiter.

Katia
Karthause - 21.01.2008, 19:54

Im letzten Jahr habe ich 3 Bücher abgebrochen. Ich quäle mich nicht mehr durch Bücher. Ein Abbruch bedeutet aber nicht das definitive AUS, vielleicht war es nur der falsche Zeitpunkt.

Im täglichen Leben versuche ich auch, mich nicht zu verbiegen. Immer ist das nicht möglich. Aber beim Lesen greife ich nur noch nach Lust und Laune nach Büchern - das kann dann auch mal eine Leserunde beeinträchtigen.
Nerolaan - 21.01.2008, 23:17

Ich gehöre auch eher zu den Lesern, die ein Buch wirklich beenden.
In meiner Lesekarriere habe ich nur 4 Bücher abgebrochen!
Denn irgendwie finde ich immer was, was mir an einem Buch gefällt, allerdings schützt das auch nicht vor dem ein oder anderen Flop versteht sich. :wink:
Auch wenn für mich (nach einem Sprichwort) ein ungelesenes Buch einem nicht zu Ende gegangen Weg gleicht, würde ich dennoch jeder Zeit ein Buch abbrechen, wenn es mich wirklich quält und ich bei dem Gedanken ans Lesen nur schlechte Laune bekomme (und die bekomme ich in der Tat bei richtig, richtig schlechten Büchern!)
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