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Gilly - 03.08.2006, 16:45
Gefühle
ok und nun das 2.
Gefühle
Das Gefühl, nicht von hier sein zu sollen, wie Tage oder Nächte in meinem Leben, an die ich mich nicht erinnere, zurückkehren, um mich zu verfolgen.
Sogar der Einfallsreichtum der Menschheit ist machtlos, einer vernichtenden, in mir verwurzelten Krankheit zu widerstehen.
Nichts ist härter als die Hilflosigkeit. Wie Äther zieht es mich an.
War ich schon einmal hier? Oder ist es die Zukunft, die ich sehe?
Erschrocken und unsicher trete ich hinaus in den Regen.
Schütze meine Augen vor dem Glanz der Tröpfchen, winzige Prismen im Licht.
Ich suche nach Vertrautheit, nach weit entfernter Anerkennung.
Ich stehe alleine in einer Menschenmenge.
Erinnerungen erfüllen mich und bringen einen Alptraum in mein Gedächnis zurück.
Doch hier ist er Wirklichkeit und entfaltet sich vor mir.
Ruhig nach außen, innerlich gequält, verdrehte Realität.
Von meinem Geist entstellt, laufen um zu fliehen vor Dingen, die man nicht zurücklassen kann.
Ich kann es vor dir nicht verbergen. Du siehst in mich hinein.
Mein Kopf ist in deinen Händen, Gefühle beginnen zu fließen.
Die Prismen werden zu meinen Tränen, salzig auf deinen Händen.
Von derselben Sache in Angst versetzt siehst du durch meine Lügen.
An dich geschmiegt, führst du mich zurück, heraus aus den Regen.
Lege deine Stärke neben meine Zerbrechlichkeit.
Beschütze mich, decke mich vor meiner Unsicherheit.
Verunsichert und verängstigt, sicher nur meiner Moral.
Deine Hand schützt mich, während mein Kummer wächst.
Bilder in meinem Kopf stellen mein Schicksal dar.
Wenn ich in deine Augen sehe, erkenne ich meinen einzigen Trost.
Ich weiß, du wirst immer hier sein...
auch wenn ich es nicht mehr bin...
by: Linda (Gilly)
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