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top111 - 16.05.2006, 08:33
USA verhängen Waffenembargo gegen Venezuela
USA verhängen Waffenembargo gegen Venezuela
Die USA haben nach Angaben aus Regierungskreisen den Verkauf von Waffen an Venezuela gestoppt. Die Maßnahme wurde von einem Sprecher des Außenministeriums in Washington damit begründet, dass das südamerikanische Land nicht ausreichend im Kampf gegen den internationalen Terrorismus kooperiere. Unter das Exportstopp fallen dem Vertreter des Außenministeriums zufolge alle Verkäufe von militärischem Gerät aus den USA. Auch Drittstaaten seien nicht ermächtigt, US-Waffen nach Venezuela auszuführen.
Verhältnis verschlechterte sich schon länger
Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela gelten seit langem als extrem angespannt. Venezuelas linksgerichteter Präsident Hugo Chavez hat den USA immer wieder vorgeworfen, auf seinen Sturz hinzuarbeiten und auch schon mit einem Stopp der Öllieferungen gedroht. Venezuela ist der weltweit fünftgrößte Öl-Exporteur und einer der wichtigsten Öl-Lieferanten der USA. Sie beziehen rund 15 Prozent ihres Erdöls aus dem südamerikanischen Land.
USA: Chavez unterstützt Rebellen
Präsident Hugo Chávez (Foto: AFP) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die USA werden dem venezolanischen Präsident Chavez vor, Terroristen auf seinem Staatsgebiet zu tolerieren.]
Die USA haben Chavez als wachsende Bedrohung für die Demokratie in der Region bezeichnet. Zuletzt hat Washington der Regierung Venezuelas eine "ideologische Verwandtschaft" mit den linksgerichteten Rebellenbewegungen in Kolumbien vorgeworfen, die die USA als Terrororganisationen einstufen. Wenige Stunden zuvor hatten die USA bekannt gegeben, ihre diplomatischen Beziehungen zum langjährigen Feind Libyen wieder aufzunehmen und es von der Liste jener Staaten zu streichen, die den internationalen Terrorismus unterstützen.
Chavez bezeichnet Bush als Völkermörder
Chavez hatte Bush zuvor während eines Besuchs in London als "Völkermörder" bezeichnet. Der Irak-Konflikt sei "das Vietnam des 21. Jahrhunderts" und Bush sei "ein Krimineller", der sich wegen Völkermords zu verantworten habe, sagte Chavez während eines Treffens mit Londons Bürgermeister Ken Livingstone sowie anderen linken Politikern und Gewerkschaftern. Chavez kritisierte die US-Regierung auch wegen ihrer Haltung gegenüber dem Iran im Atomstreit und warnte vor den Folgen eines möglichen militärischen Angriffs.
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