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lyriklex - 17.05.2006, 17:44
Die Meinung Anderer
Die Meinung Anderer
Lex
Nur gut, dass ich nicht in der Pflicht stehe anderen Menschen zu gefallen, doch würde ich genau dies zu meiner Pflicht machen dann wäre eine Metamorphose meines Wesens die einzig logische Folge.
Durch der selbst beigemessenen Pflicht in den Augen Anderer an Bedeutung zu gewinnen, entsteht ein von außen geschaffener Wert an der eigenen Person.
Dieser Wert ist eine Maßgabe welche man selbst beeinflussen könnte um sich daraus einen Vorteil zu verschaffen.
Ein Beispiel:
Stehe ich einer Gruppe Menschen gegenüber die sich vor allem durch postpubertäres Verhalten auszeichnet dann kann ich, um meinen Wert für diese Gruppe zu steigern das eigene Verhalten an diese Gruppe anpassen. Ich müsste lediglich Anpassungsmaßnahmen im vulgären und optischen Bereich treffen.
Die Folge ist Zustimmung, Anerkennung und Einbindung in ein soziales Gefüge.
Der Wert meiner Person würde sich also an den Meinungen meiner Mitmenschen messen und somit wäre Wertsteigerung und Wertverfall möglich.
Mein Selbstvertrauen welches in Abhängigkeit stände Anderen zu gefallen würde folglich mit der Zu -, und Abnahme meines beigemessenen Wertes korrespondieren was heißen soll, dass ich mich in eine soziale Abhängigkeit begäbe, die die Freiheit meines Handelns erheblich einschränken würde. Jedes öffentliche Wirken müsste automatisch einen resonanzgerichteten, also auf Zustimmung abgezielten Charakter tragen.
Hier stellt sich die Frage ob eine derart gerichtete Denk-, und Handlungsweise der eigenen Meinung zuwiderläuft. Wenn dies der Fall ist und die eigene Meinung der Meinung Anderer untergeordnet wird dann entstehen hier Brüche in der psychischen Substanz der eigenen Person.
Fazit:
Eine Meinung haben und eine andere Meinung öffentlich zu vertreten ist eine Handlung die dem Schnitt ins eigene Fleisch gleichzusetzen ist und irgendwann verblutet man daran.
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